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vor 10 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 8 Monaten
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Chris_BLN, PeterSchwarz, Schwabinger, mor_, PowerAM, Radiopirat, ardey.fm, FM100, Werner53, -Ole-, Wasat

[DRadio]: Wie hören Sie uns? 2006

Startbeitrag von mor_ am 26.03.2007 21:20


Im neuen Programmheft (früher die zwei) 04/2007 S.78 ist eine kurze "Auswertung" der Hörerumfrage vom November 2006.
Leider keine absoluten oder realativen Zahlen. Deswegen nur kurz das Stimmungsbild in Stichworten:

Rücklauf: 10 000
UKW: grösste Hörerzahl (stationär + mobil)
MW, KW, LW: Zunahme gegenüber 2005 !!!!!!!!!!!!!
Sat: geringer als 2005
DAB: verdopplung der Nennungen
Kabel: Zunahme im Vergleich zu 2005
Livestream : leichte Zunahme
podcast: grössere Zunahme
DRM fehlt

Die Hörerschaft von livestream und podcast ist jedoch geringer als von AM ! oder Kabel !

Antworten:

Also hier in Berlin mußte definitiv Sat hören. Die 97.7 vom Alex kommt zwar synchron zu ADR, klingt aber matschig wie 160 kbps. Kabel ist davon abgenommen. Dann lieber DVB-S hinterm ZDF in sauberen 256 kbps.

von Chris_BLN - am 27.03.2007 05:40
Die 97,70 MHz bringt dir in Berlin den Deutschlandfunk. Sie klingt aber in der Tat gruselig. Noch etwas schlimmer klingt es auf DAB bei 128 kB/s. Deutschlandradio sendet in Berlin auf 89,60 MHz und klingt ebenfalls matschig und klirrend. Komischerweise klingt es auf DAB etwas besser. Dumpf und matschig ist es auch, das sehr störende Klirren ist aber nicht zu hören. Man sendet mit 192 kB/s.

Die Langwelle 177 kHz kann ich auch sehr gut hören - schließlich kann ich den Sender Zehlendorf aus meinem Schlafzimmer- oder Küchenfenster sehen. Klanglich natürlich kein Genuß, aber durchaus anhörbar. Insbesondere die für die AM-Ausstrahlung sehr starke Dynamikkompression ist auf Dauer anstrengend, sorgt aber beim Fernempfang sicherlich für bessere Verständlichkeit. Und genau die ist trotz gewöhnungsbedürftiger Akustik absolut einwandfrei. Etwas lauter moduliert dürfte die 177 kHz schon sein, wie mir beim Empfang "etwas weiter von der Heimat entfernt" auffiel. Wenn man weit genug vom 183 kHz-Brenner weg ist, so ist die 177 kHz erfreulich frei und ungestört. Und da würde eine etwas stärkere Modulation 'ne Menge reißen...

von PowerAM - am 27.03.2007 10:32
Auf LW ist DR Kultur hier überhaupt ungeniessbar, da es ständig Spratzer der stark oder sogar übermodulierten 183kHz aus Felsberg gibt.
Auf UKW kann man leidlich die 106.1 empfangen, (sofern nicht gerade mal ein Pirat diese QRG zündet) was eigentlich erst stationär mit Richtantenne ein Genuss ist. Da ist die Audioqualität m.E. okay.
Im Kabel habe ich hier kein Deutschlandradio, auf Sat ist die Klangqualität auch okay.
Ach ja: Die Stuttgarter 87.9 klingt auch gut.
Beim DLF klingt m.E. die Musik gut, die Sprecher kommen dagegen etwas dumpf rüber. Scheint an den Mikros oder deren Einstellungen zu liegen. Unterschiede zw. einzelnen UKW-Frequenzen sind mir da noch nicht aufgefallen.




von PeterSchwarz - am 27.03.2007 11:27
Zitat

Deutschlandradio sendet in Berlin auf 89,60 MHz und klingt ebenfalls matschig und klirrend.


Ist mir nie so aufgefallen. (Allerdings auch nie mit "besseren" Geräten getestet.) Die 89,6 müsste doch auch eher ein besseres Signal bekommen, schließlich wäre da die Wahrscheinlichkeit einer direkten Standleitung aus Schöneberg zum einzigen (?) eigenen DRadio-Sender noch am größten. Ansonsten wäre das Sat-Signal das gleiche wie bei allen anderen Sendern...?

von -Ole- - am 27.03.2007 11:52
ohne absolute oder relative Zahlen ist das leider nicht sehr aussagekräftig

von Werner53 - am 27.03.2007 12:00
Das waren die "Zahlen" für 2005.
Zitat
manager
Re: [d-radio]: Wie hören sie uns
geschrieben von: reg. User Manager. (IP gespeichert)
Datum: 27. Januar 2006 18:09

Zitat:
Wie hören sie uns
unter diesem Motto startet D-Radio in seinem neuen Programmheft eine Postkartenaktion (Preise: DAB-Radios + MP3 Player). Abgefragt werden Empfangsort (stationär/mobil), Empfangsweg ( von UKW bis podcast).




Im neuen Programmheft Februar sind jetzt die Ergebnisse der Leser-/(Hörer-)Umfrage vom Oktober (es gab 11.000 Rückmeldungen) enthalten.

Zitat:
Wo hören sie uns?
im Haus; im Fahrzeug, beidestrift zu



=> 40% nur zu Hause
=> 60% zu Hause und im Auto


Zitat:
Wie hören sie uns?
UKW, KW, MW, LW; DAB; Kabel, Internet; Podcasting; Sat



=> 20% (!) über LW/MW/KW (AM)
=> 0,3% über Internet oder Podcast; im Ausland: knapp 23% über Internet

Für DAB wird keine Quote angegeben. Es werden nur einige Bundesländer als Beispiel genannt.
=> knapp 1% in Hessen und BaWü [geringste Quoten]
=> etwa 3,5% in RLP und Brandenburg [Durchschnittsquote?]
=> über 5% im Saarland [höchste Quote]

Zahlen für Kabel, Sat und UKW enthält der Artikel des technischen Direktors Helmut Haunreiter im Editorial nicht.

http://forum.mysnip.de/read.php?8773,345640,page=1

von mor_ - am 27.03.2007 12:33
Die dumpf klingenden Sprecher beim DLF sind so gewollt. Das hoffe ich jedenfalls. Denn mehr als Absicht kann nicht dahinter stecken. Was für Sprechermikrofone sind denn im Einsatz?

von PowerAM - am 27.03.2007 13:12
Zitat

Die Langwelle 177 kHz kann ich auch sehr gut hören - schließlich kann ich den Sender Zehlendorf aus meinem Schlafzimmer- oder Küchenfenster sehen.


Steht der (ehemalige Stime der DDR-) Sender nicht in Oranienburg?

Zitat

ohne absolute oder relative Zahlen ist das leider nicht sehr aussagekräftig

Stimmt.
Und vor allem die Angabe
Zitat

größte Hörerzahl (stationör + mobil)
für UKW ist nichts neues, aber wenn da keine
Zitat

Zunahme genüber 2005
steht, lässt das eher auf was ganz anderes schließen (weniger Hörer!).

Zitat

DAB: verdopplung der Nennungen

Verdächtig...


Wenn das D-Radio endlich mal über seinen eigenen Schatten springen würde und die LW-Versorgung zwischen DLF und DRK tauschen würde, würde ich der doch recht zweifelhaften und kaum repräsentativen Umfrage dann beim nächsten mal schon gespannter entgegen sehen.


von Schwabinger - am 27.03.2007 17:09
Zitat

Steht der (ehemalige Stime der DDR-) Sender nicht in Oranienburg?

Das Dörfchen Zehlendorf befindet sich knapp 10 km östlich von Oranienburg und damit nördlich von Berlin - nicht zu verwechseln mit Berlin-Zehlendorf (im Südwesten Berlins gelegen).

von Wasat - am 27.03.2007 17:35
@Wasat
Danke!
Habe ich nicht mit dem Berliner Zehlendorf verwechselt, denn von einem 2. Zehlendorf höre zum 1. Mal. Wieder was gelernt. :) :)


von Schwabinger - am 27.03.2007 17:51
Zitat

Für DAB wird keine Quote angegeben. Es werden nur einige Bundesländer als Beispiel genannt.


In Bayern hört jemand täglich mit dem DABMAN1 über DAB die drei Programme
D-Radio, DLF und den neuen Zusatzkanal. ;-)

von Radiopirat - am 27.03.2007 19:24
Zitat
PowerAM
Die dumpf klingenden Sprecher beim DLF sind so gewollt.

Ich höre da nichtmal was "dumpf" klingen. Es klingt nur halt sehr "schlank", weil man beim DLF noch den nötigen Abstand zum Mikrofon einhält und sich die Dinger nicht bis ans Zäpfchen schiebt. Kein Nahbesprechungseffekt - kein Gewummer wie bei den meisten anderen Programmen. Gerade jetzt spricht da eine Frau und ich freue mich über blitzsaubere Höhen und ein "humanes" Klangbild. Oder hat euch schonmal jemand live gegenübergestanden und so geklungen, wie ein Privatfunk-Moderator ausm Radio klingt? Neee, niemals.


Zitat
PowerAM
Was für Sprechermikrofone sind denn im Einsatz?

Ich habs vergessen. Früher waren es mal Neumann-Großmembran (U87 oder U89), mit der Zeit ging ihnen aber auf die Nerven, daß man vor lauter dicken Mikrofonen, Spinnen und Ploppschutzen keine ungehinderte Sichtverbindung mehr zwischen Sprecher und Regie hatte. Dann flogen die dicken raus und man installierte Neumann Kleinmembran. Also irgendeines aus dieser Serie.

Hier der Sprecherraum S56:



Das Problem mit dem fehlenden Durchblick hat man wirklich elegant gelöst. ;)
Man sieht auch sehr schön, daß man sich das Mikrofon gar nicht in den Rachen schieben könnte, weil man sich dabei so weit vorbeugen müßte, daß man nicht mehr ordentlich atmen könnte. Sprechabstand, wie er sich gehört. Die Folge: saubere, natürliche Stimmenübertragung. Versucht das mal mit soner Privatfunk-RE20-Seuche. Die klingt immer wie Klo und rasselt.

Das Foto ist mir vor 2 Jahren mal zugeflogen. Wer der Bildautor ist, weiß ich, ich verschweige seinen Namen mal trotzdem, nicht aus Unhöflichkeit, sondern aus Vorsicht. Ich weiß nicht, wie locker man diesbezüglich beim DLF drauf ist.

Und hier eine Vorproduktion:





von Chris_BLN - am 27.03.2007 19:43
Auf dem neuen Zusatzkanal läuft oft eh nur da gleiche wie bei D-Radio.

von Radiopirat - am 27.03.2007 21:13
Wenn man einen ordentlichen Ploppschutz dran hat, dann ist es gar nicht möglich, das Mikro aufzuessen. (Sender, die ohne Ploppschutz oder gar nur mit Headsets arbeiten, schätze ich als "nicht ernstzunehmend" ein) Allerdings haben die wenigsten Sender heute eine solch schöne schalltote Sprecherkabine! Und somit muß man so nah ran wie möglich, damit es nicht hallt. Aus eigener Erfahrung sage ich: Vor allem gefährlich ist da Doppelmod! Da kommt gerne noch was übers zweite Mikro an und das sorgt dann für einen leichten Halleffekt. Daher muß man in dem Fall so nah ran wie möglich und so leise wie möglich sprechen.


von PeterSchwarz - am 28.03.2007 06:46
Zitat
PeterSchwarz
Wenn man einen ordentlichen Ploppschutz dran hat, dann ist es gar nicht möglich, das Mikro aufzuessen.

Also, ich habe noch nirgendwo gesehen, daß der Schirm etwa 30-40 cm weit weg vom Mikrofon montiert wäre, um näheres Besprechen zu vermeiden. Das ist nämlich der Besprechungsabstand, der bei den meisten als Niere arbeitenden Kondensatormikrofonen einen glatten Frequenzgang ergibt. Geht man näher ran, schlägt der bei Druckgradientenempfängern prinzipbedingte Nahbesprechungseffekt zu, mit dem im Popfunk so gerne gearbeitet wird.

Zitat
PeterSchwarz
Sender, die ohne Ploppschutz oder gar nur mit Headsets arbeiten, schätze ich als "nicht ernstzunehmend" ein

Ahhh ja. Rundfunk der DDR zum Beispiel: die UM70-Großmembranmikros wurden ohne jeglichen Schutz (weder Schirm noch Schaumstoff) besprochen - sie hatten einen ordentlichen Sprechabstand und brauchten das nicht. Da mußte man schon explizit pusten, um hörbare Effekte zu erzeugen.
Und dann wäre da noch der Kollege von Antenne Brandenburg, der das U87 zwar nahbespricht, den Schirm aber immer wegdreht und trotzdem nicht ploppt - er kann Plosivlaute so sprechen, daß nichts passiert.

Zitat
PeterSchwarz
Allerdings haben die wenigsten Sender heute eine solch schöne schalltote Sprecherkabine!

Du meinst Sprecherräume mit ordentlicher Akustik? Die sind nicht "schalltot", wären sie es, klänge es furchtbar. Die haben genau dosierte Anteile an Nachhall, der durch selektive Wandverkleidungen eingestellt wird. Im DDR-Rundfunk waren die Nachhallzeiten für Moderations- und Nachrichtensprecherraum sogar unterschiedlich!
Recht hast Du allerdings: viele Programme fahren heute aus akustisch miserablen Räumen.

Zitat
PeterSchwarz
Und somit muß man so nah ran wie möglich, damit es nicht hallt.

Wenn es hallt, ist der Raum schlecht. Dann muß man freilich näher ran und den Kompromiß suchen. Dort findet man dann meist auch Headsets oder das schreckliche RE20, das niemals zur Abnahme der menschlichen Stimme entwickelt wurde. Es klingt in jeder mir bekannten Installation topfig, rotzig, verzerrt, als spräche man in einen Zahnputzbecher.

Zitat
PeterSchwarz
Aus eigener Erfahrung sage ich: Vor allem gefährlich ist da Doppelmod! Da kommt gerne noch was übers zweite Mikro an und das sorgt dann für einen leichten Halleffekt. Daher muß man in dem Fall so nah ran wie möglich und so leise wie möglich sprechen.

Ich wäre eher dafür, schleunigst in ein Studio mit ordentlicher Akustik zu investieren. Da kann man auch 3 oder 4 Mikrofone öffnen, ohne daß es unnatürlich klingt oder gar hallt (es gibt nämlich gerne auch Auslöschungseffekte durch unterschiedliche Schallaufzeiten zu den einzelnen Mikrofonen). Aus ARD-Kreisen kommen gerne mal Klagen über die neumodischen Akustikverkleidungen, die nicht das Prinzip der geschlitzten Wandplatten mit Absorbermaterial dahinter nutzen: man merke deutlich Einkerbungen, wenn man mehrere Mikrofone öffnet. Ich hatte Moderationen in ner Gruppe von 5 Leuten, die um 4 Mikrofone herum saßen. Da war nix störendes zu hören - es war ein ordentlicher Sprecherraum.

von Chris_BLN - am 28.03.2007 07:44
Gerade mal wieder die alljährliche "Wir-werden-immer-toller-Liturgie": Der Deutschlandfunk auf dem Prüfstand - Fragen an den Intendanten Ernst Elitz und Programmdirektor Dr. Günter Müchler

Mag den Herren nicht mal eben einer der fachkundigen DXer die Empfangssituation Wesel-Nordhelle kommunizieren? :)

von ardey.fm - am 28.03.2007 08:28
Nachtrag: beim DLF sind KM140 installiert. Für die Selbstfahrstudios hat man jetzt KMS105 eingebaut, eigentlich ein Solistenmikrofon, aber auch für Rundfunk gut zu gebrauchen. Nicht so anfällig gegenüber "Fehlbedienungen" (das Ding ist bühnentauglich), klanglich genauso gut und kosten weniger als die Hälfte. Der hr benutzt die auch bei YouFM und ich kenne noch nen Laden, der die jetzt im neuen Studio einbauen will.

von Chris_BLN - am 28.03.2007 12:52
Wir haben Mikros von Rode und einen personalisierten Stimmprocessor von Yellowtec.
Beide Mikros sind dieselben, nur die Ploppschutze sind unterschiedlich. Einer ist fest montiert (dürften etwa 10cm Abstand sein), der andere flexibel mit Schwanenhals und wird natürlich immer verstellt.
Das Problem ist nun: Am Mikro 1 (wo ja auch die Einstellung vorgenommen wurde) klingt es super, am Mikro 2 relativ basslastig. Keine Ahnung, woher das kommt. Akustik im Studio ist so ne Sache, wenn Du Räume der Hochschule gemietet hast und mit wenig Budget was draus machen musst.
Sicher ist das nicht optimal, aber man muß halt das Beste draus machen. Wir haben schon das Beste an Technik, was für ein Hochschulradio möglich ist (würde mal sagen, tlw. bessere Geräte als die lokalen Sender im Umfeld), aber WDR- oder DLF-Highend ist dann halt doch nicht drin.
Wobei ich wie gesagt tlw. enttäuscht bin, was die bei deren Ausstattung (sowohl technisch als auch personell) so abliefern. Nicht nur bezüglich Klang, sondern tlw. auch inhaltlich oder von der Spreche. Was der DLF an manchen Tagen an Nachrichtensprechern on air lässt, ist ein Graus!




von PeterSchwarz - am 28.03.2007 13:56
Haben die Mikrofone einschaltbare Bassabschwächer? Könnte ja einer ein- und der andere ausgeschaltet sein. Ansonsten sollte bei identischen Einstellungen so ein Unterschied freilich nicht auftreten. Schonmal die Mikrofone gegeneinander getauscht?

von Chris_BLN - am 28.03.2007 14:48
Gerade mal wieder Fragen an den Intendanten Ernst Elitz und Programmdirektor Dr. Günter Müchler auf Deutschland Radio Kultur in der Sendung Gespräch!

von FM100 - am 31.03.2007 08:27
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