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Empfangsbericht von Cham über Pilsen/Prag nach Dresden.

Startbeitrag von Terranus am 29.03.2007 11:45

Ich bin die letzten zwei Tage unterwegs gewesen und bin über Cham nach Pilsen über Prag nach Dresden gefahren (fast durchgängig Autobahn).
Dabei hab ich den Hohen Bogen besucht (etwa 15 Minuten zügiger Fußmarsch) - der Sender ist komplett runderneuert worden, der Turm strahlte so richtig in der Sonne. BR Techniker waren auch dort und recht beschäftigt. Auch die UKW Antennen sahen sehr neu aus, es gibt vier Felder in die Himmelsrichtungen. Weiter unten sind Yagis für das Lokalradio. Die DAB Antenne ist unterhalb der UKW Antenne -denke ich zumindest, aber zwei Felder werden für die 25kW DVB-T wohl nicht reichen.
Ich hab Bilder gemacht, aber nur mit Telefon...







Auf dem letzten Bild kann man die Vierergruppe zum Dillberg Ballempfang sehen K6.
Ist leider nur Handy-Qualität, aber nen Eindruck kriegt man.

Dann bin ich weiter durch Tschechien richtung Pilsen gefahren. Auf der gesamten Strecke sind sowohl Ochsenkopf als auch Brotjacklriegel empfangbar, natürlich auch Hoher Bogen. Der DVB-T Empfang funktionierte ohne einen Aussetzer. Auch der tschechische Mux war zu empfangen, aber erst hinter der Grenze, man sendet also wirklich mit starker Richtstrahlung.
In Pilsen selbst kam der tsch. Mux nicht mehr rein, aber immer noch alle drei dt. Trotz des Einzuges reicht das Signal weit hinein. Auch der UKW Empfang war immer noch fast ortsüblich.
Auf der Autobahn richtung Prag brach dann vorallem der Brotjacklriegel sehr schnell weg, der Ochsenkopf ging immer noch scatterend, die 50kW QRGs vom Hohen Bogen gehen hier immer noch stark herein. Auffallend ist auch, dass die Tschechen diese auch sehr frei halten, es gibt vorallem auf der )6,8 überhaupt keine Störer. Als der Empfang in den Bergen zwischen Pilsen und Prag einbrach rauschte es zeitweise nur noch. Der DVB-T Empfang viel hier auch das erste Mal richtig aus, etwa 35km östlich von Pilsen. Mit Yagi sollte da aber immer noch was drin sein.
Zu den tsche. Stationen: wie (anscheinend) üblich in Osteuropa fahren die Kommerziellen einen Wahnsinnshub. Es haut einem fast die Lautsprecher um die Ohren wenn man von einer dt. auf eine tsch. Station wechselt. Die Sender von CR sind etwas ruhiger.
Vor Prag fährt man wieder in eine Ebene und kurioserweise kommen die UKW Sender vom Hohen Bogen hier stellenweise wird gut in mono durch. In den höher gelegenen Stadtteilen von Prag sind damit zumindest BR1-3 bestimmt mit Yagi brauchbar zu empfangen. Man sieht teilweise gestockte UHF Yagis, man hat also tatsächlich vereinzelt versucht ARD,ZDF,BFS dort zu kriegen.
In Prag gibt es auch schon DVB-T, es wird aber offensichtlich mit nur geringer Leistung gesendet, es gab immer wieder Ausfälle.
Die Radiovielfalt ist erstaunlich hoch, es gibt ne Menge zu hören. Auffällig ist der Hang zu Dance und Oldies, wobei sehr viele internationale Songs in tschechisch zu hören sind. Das ist schon was "North to Alaska" in tschechisch :rolleyes:
Dann bin ich weiter richtung Dresden gefahren. Aus Sachsen ist kurz hinter Prag rein gar nichts zu hören. Als erste Frequenz taucht dann die 107,7 vom Fichtelberg auf und geht eigentlich durchgehend scatterend rein. Auch der Ochsenkopf ist hin und wieder recht deutlich zu hören.
Sowohl Geyer als auch Wachwitz schaffen es eindeutig nicht über den Gebirgskamm. Erst auf halber Strecke zwischen Prag und der Grenze konnte ich das erste Mal einen Scatter von Geyer hören - auch nur möglich, weil die QRGs eben frei sind. Vorallem die 92,8 rauscht völlig unbehelligt vor sich hin.
Es gibt dann ein fehlendes Autobahnstück, hier wird man über einen Gebirgszug geführt. Dort oben (ca 600m) kam der Ochsenkopf wieder gut rein, auch Geyer war hier dann brauchbar zu empfangen. Ein riesiges Angebot an tschechischen Sendern, da man fast Sichtkontakt nach Prag hat. Man konnte locker 50km weit schauen.
So ziemlich jede große Station war hörbar, abgesehen von Wachwitz. Der kriegt von mir den Titel 100kW Sender mit schlechtester Reichweite.
Dann geht es wieder in das Tal hinunter nach Aussig (Usti nad Labem). Dort war dann zum ersten mal etwas von Wachwitz zu hören -und auch zu sehen, der K10 kam zu ersten mal durch. Allerdings nur ganz schwach, ein Hörgenuss ist es nicht. Man hat mit Übersteuerungen zu kämpfen, Bukova Hora gibt den Ton an. Auf 92,3 sendet eine tsch. Station mit riesen Hub, die 92,2 wird völlig zugedrückt.
Dann geht es über die neugebaute Autobahn D8 den Berg hinauf. Hier wurde richtig Geld reingesteckt, die Autobahn verläuft entweder auf langen Brücken oder durch Tunnels.
Es geht fast 15km nur bergauf, der Traum der Trucker.
Auf der Kammhöhe wird einem das Radio so richtig zugeknallt, man hat zwei 100kW Standorte praktisch in Antennenhöhe gegenüber. Wachwitz ist urplötzlich da - es gibt fast keine "Übergangsphase" wie man es sonst kennt. Genauer hätte man die Reichweite kaum planen können, ziemlich genau auf der Grenze kommen die 100kW QRGs rein.
Auch auf deutscher Seite sieht man der Autobahn an, wo die Millionen hingeflossen sind, eine Riesentalbrücke nach der anderen. Man fährt langsam wieder hinunter und wegen des schönen Wetters hatte man einen herrlichen Blick in das Tal von Dresden. Auch der Turm in Wachwitz war von weitem zu sehen. Man sieht auch warum die Reichweite so mies ist - der Turm steht eben fast im Tal, man schaut in Vogelperspektive drauf von der Autobahn aus.
Der UKW Empfang ist natürlich sehr gut, die TV QRGs haben mit massiven Reflexionen zu kämpfen.
Calau kommt hier auch schon durch, der K36 war auch zu dekodieren. Die 98,7 kann man ebenfalls gut hören.
Bukova Hora ist in der ganzen Dresdner Gegen sehr gut zu hören, der bessere Standort (bei gleicher Leistung) macht sich bezahlt. Auch die TV Sender speziell K33 sind einwandfrei zu empfangen. Die 90,9 wird von Calau angesäuselt und umgekehrt, wobei der "tschechische Hub" eindeutig der Gewinner ist.

In der Stadt Dresden gehen im Auto eigentlich nur die Wachwitz QRGs gut. Eines kann man dem MDR nicht vorwerfen: Mehrfachversorgung. Wenn man das mit dem BR in München vergleicht :rolleyes:
Auch die Überschneidungsgebiete zwischen den Standorten in Sachsen sind nicht groß. Ich bin dann nach Leipzig weitergefahren am nächsten Tag. Wachwitz ist so schnell wieder weg wie er gekommen war, auch nach Westen ist die Reichweite ein Witz für einen 100kW Sender. Wiederau ist auch noch kaum hörbar, das RDS weicht auf Geyer aus. Gut zu hören in der Gegend ist Calau.
Oschatz kommt dann herein, hier wird jetzt auch Bukova Hora deutlich schwächer. Überraschend schlecht geht Wiederau. Der geht wirklich erst recht kurz vor Leipzig (in Anbetracht der 100kW) in stereo. Oschatz ist wirklich notwendig. Bei Grimma kam das erste mal auf 92,1 NDR2 rein. Hier dürfte also die Grenze des "Westempfangs" gelegen haben. Auch der K10 kommt hier scatterend rein. Ochsenkopf ist auch wieder schwankend hörbar bis nach Leipzig hinein. Die 90,7 ist sehr frei, kommt daher immer wieder durch. Die 98,0 ist durch PSR belegt, in Leipzig wechseln sich Oschatz und Harz ständig ab.
In Leipzig hab ich mir die QAM64 Muxe angeschaut und aufgezeichnet. Es werden viele Nullbytes gesendet, speziell auf K9. Trotzdem liegt die Datenrate der TV Sender auf Satniveau. Interessant ist das Netzwerklabel "TSI/MDR 1.1" und "TSI/MDR 1.2" Die Muxe werden also wirklich mit 1 und 2 nummeriert.
Das ZDFmux hat eine Frequency List (hat es in Bayern und BW nicht) - der K50 ist gelistet und "hängt" damit am Netz Leipzig. ZDFmux scheint so gebietsartig verteilt zu werden.
Der K35 war am Stadion in Leipzig überraschend schwach empfangbar, mit Autoantenne und Laptop war ein fehlerfreies Signal nicht zu kriegen, der ist da also nicht zimmerantennentauglich. Überrascht bei 50kW...

War ein langer Text, hoffentlich informativ ;)

Antworten:

Danke für diesen tollen Empfangsbericht, prima Idee die Fahrstrecke ! Nun schaue ich mir nach und nach alle von Dir genannten UKW-Frequenzen an, die 92.3 MHz ist ja nicht leicht nachzuvollziehen (Kladno mit Radio Relax) ?

von Mainspitzdreieck - am 29.03.2007 12:51
Danke für den ausführlichen und Informativen Bericht.
Wie weit geht das leipziger DVB-T auf der A14 ?
Zitat

Der K35 war am Stadion in Leipzig überraschend schwach empfangbar, mit Autoantenne und Laptop war ein fehlerfreies Signal nicht zu kriegen, der ist da also nicht zimmerantennentauglich.

Ich bekomme die MDR-SNA Mux trotzdem mit dem Testmux-Dipol (allerdings vor dem Fenster) rein.
Liegt wohl am dritten Stock :)

von mor_ - am 29.03.2007 13:04
Schöner Bericht. Vielen Dank!

Da offensichtlich alles mobil geprüft wurde muss man sich auch irgendo beschränken. Interessant wären vor allem die 30kW-Frequenzen von Löbau gewesen, da sollte eigentlich von Prag an was machbar sein, so die Frequenz frei ist (107,6!).
Anderer interessanter Effekt, wo man aber viel anderes verpasst: Fährt man von Prag gen Norden, so verschwinden nach und nach die Stadtsender, halt abhängig von der Leistung. Irgendwann geht dann nur noch Usti, Liberec und evtl. Votice. Sowie man dann eine Stunde später in Nordböhmen die Berge hochfährt kommen die ganzen Prager Sender ab 1kW wieder. Da ist das Stationsangebot dann für diese ländliche Region bombastisch.
Grade diese weitläufigen Mittelgebirgslandschaften halten immer wieder interessante Überaschungen bereit. Der Ochsenkopf kommt selbst auf der A4 östlich von Dresden punktuell mal durch.

Mehrfachversorgung gibt es in Dresden beim MDR allenfalls bei MDR Info etwas (106.1, 94.9, 95.9, 105.9). Im Umland sieht es da schon ganz anders aus. Je nach Richtung Geyer, Collm, Löbau, Wittenberg mehr oder weniger stark, aber gewisse Übergangsbereiche zwischen den Sendern braucht man ja auch, grade in D mit dem niedrigen RDS-Hub.
Zur Relativierung der guten Reichweite Bukova Hora sei jedoch gesagt, dass westlich von Dresden auf der A4 schnell Schluss ist, sobald sich ausreichend Erzgebirge dazwischen geschoben hat...

Kladno 92,3 ist für mich vollkommen logisch. Ist etwas nordwestlich von Prag glaube ich. Liegt nicht zu tief und hat keine Hindernisse in der Richtung. So man östlich genug von Dresden ist kann man den auch in Sachsen empfangen. So Ebersbach die Gegend und ausreichend hoch.

von ts01 - am 29.03.2007 13:27
@jkr: dieses Schild gibt es immer noch,selber Text, aus der dreiviertel Stunde ist aber ne halbe Stunde geworden :D. Ich war erst auch abgeschreckt, aber ob des schönen Wetters hat es mich dann doch gepackt - und mit kurzen Joggingeinlagen ist es in 15min zu machen (hatte ja noch viel vor mir). Ist auf jedenfall empfehlenswert, der Ausblick ist fantastisch.
Die Antennen sind wirklich tiefschwarz. Der Turm selbst ist aber recht hell gestrichen worden. Es glänzte nur alles so, da war kein Rostfleckchen zu sehen.
PS: das Wirtshaus gibt es auch noch, war sogar geöffnet.

@mor: etwa halbe Strecke zwischen Dresden und Leipzig. Auf Anhöhen war kurzzeitig auch schon um Döbeln was zu sehen.


Wer noch mal so richtig herrliche Geisterbilder sehen will, sollte ins Elbtal um Dresden fahren, bald wird's das ja nicht mehr geben. Sowas hab ich schon lang nicht mehr gesehen ...Ich möchte nicht wissen wie oft die 400kW da hin und her geworfen werden.
Man konnte auch nachvollziehen warum viele von der Stadt so fasziniert sind, man hat schon ein mediteranes Feeling in diesem Tal, vorallem bei dem Wetter. Die Orte entlang des Flusses sind fast durchgehend renoviert, da wurde wirklich viel gemacht. Dass die Stadt boomt ist auch unübersehbar. Noch nirgendwo in den neuen BL hab ich soviele neue große Häuser gesehen.

von Terranus - am 29.03.2007 13:41
Wie sieht's in Prag eigentlich mit Sendern aus Österreich aus?

von ++J++ - am 29.03.2007 15:21
@Terranusl,

du schreibst, dass das ZDF ne Frequenzliste enthaelt. Womit testest du das, also welche Software? Hoffentlich BDA Treiber kompatibel. Wuerde hier auch gerne mal nachsehen.
Hab zwar noch keinen Receiver gesehen der automatisch umschaltet aber wenn es die denn gibt und auch zumindest das ZDF das unterstuetzt dann waere das ne Ueberlegung Wert sich mal nen neuen fuer's Auto zu holen.

von Nordlicht2 - am 29.03.2007 15:25
TSReader mit Technotrend Stick. Geht mit BDA aber auch ohne.

von Terranus - am 29.03.2007 15:30
Von wo aus kann man den am besten dort hoch zum Sendemast wandern ?
Mit dem Auto kommt man ,denk ich mal, legal nicht bis zum Sender, oder ?

von Chief Wiggum - am 29.03.2007 17:38
Toller Bericht mit interessanten Fotos. :spos:

von Manager. - am 29.03.2007 17:45
Da geht jetzt ne einspurige normale Asphaltstraße rauf. Theoretisch kann man mit dem Auto bis vor den Sendeturm fahren, ist aber nicht erlaubt logischerweise. An mir ist ein BMW mit Münchner Nummer vorbeigerauscht, das war wohl einer vom BR.
Der Turm ist sehr niedrig für diese Leistung, wenn man beim Gipfelkreuz steht, ist man den Antennen gefühlt schon sehr nahe. Ich konnte von der Nordseite leider kein Foto machen, da die Sonne genau dagegen schien, da hätte man gar nix erkannt. Richtung Ost sind noch zwei vertikale BIII Felder angebracht, wohl für DAB um das Tal östlich des Höhenzuges noch zu versorgen. Die DVB-T VHF Antenne befindet sich offensichtlich im GfK Zylinder.

von Terranus - am 29.03.2007 18:43
hier noch ein Bild vom Burgstall von Ende September



von Mainspitzdreieck - am 29.03.2007 20:05
Super Bericht und schöne Bilder,ja gerade auf dem Gebirgskamm ist viel los auf UKW,stellenweise kommt da auch Berlin durch,Löbau ist da um Baratal auch teilweise die bessere Wahl.
Was kostet eigentlich die Benutzung der Autobahn in der Tschechei ?
Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken mal nach Prag zu fahren wenn ich in Dresden bin.
Wie lang in etwa dauert die Fahrt von Pirna bis Prag ?
Ok,viel OT,sorry:D
Die Dresdner UKW Programme haben in etwa ab Pirna,da wo das Elbtal beginnt schon erste Probleme,zu Begin schwächeln die schwächeren Stationen,teilweise noch in Sichtweite zu Wachwitz !!!
In Bad Schandau hinten gehn fast nur noch die Großsender,die Funzeln sind teilweise schon mit tschechichen Lokalprogrammen belegt.


von Robert S. - am 29.03.2007 21:11
Von DD bis Prag braucht man etwa 2 Stunden. Die Vignette kostet ¤ 7,40 - gilt 14 Tage lang. Die Autobahn ist wie in Deutschland, und der Verkehr ist sehr gering.

von Terranus - am 29.03.2007 22:39
In der Nähe von Melnik bei Prag konnte ich als einzige beiden deutschen Programme R.SA auf 107.7 und Lausitz 107.6 empfangen. Prag sendet schon seit 2005 DVB-T aus, allerdings immernoch im Testbetrieb. Die Leistungen liegen zwischen 5 und 25kW. Infos gibts auf dxradio.cz . Bewundernswert finde ich auch die vielen Vulkanhügel wenn man von Prag nach Dresden fährt und umgekehrt. Oben drauf sind dann meist Burgen und Funkmasten zu sehen. Aufgrund der teilweise steilen Hänge frag ich mich wie die da wohl rauf kommen. Andererseits kann man als Beifahrer auch noch den weit entfernten Turm auf dem Bukova Hora sehen. Zu dem Zeitpunkt als er auftauchte war er bestimmt noch mehr als 50km entfernt, aber lange sichtbar.
Aus Dresden kommend mussten wir die alte Strecke über Altenberg benutzen weil es an der neuen Autobahn kurz hinter der Grenze keine Vignetten gibt und auf den 16km danach bis zum nächsten Verkaufsort schön abkassiert wird. Schon auf der Strecke nach da oben, Dresden noch gar nicht so weit entfernt, gab es beim UKW Empfang oft Aussetzer durch Reflektionen und Abschattungen. Oben am Übergang ist dann noch mal guter Empfang aus Dresden, Calau und sogar Berlin möglich. Auf der anderen Seite geht es wieder bergab und damit blieb nur noch Lausitz 107.6 übrig.

Edit: Für Übersetzungen vom Tschechischen ins Deutsche gibts z.B. http://slovnik.seznam.cz/

von _Nordostler_ - am 31.03.2007 08:18
Zitat

Wer noch mal so richtig herrliche Geisterbilder sehen will, sollte ins Elbtal um Dresden fahren, bald wird's das ja nicht mehr geben. Sowas hab ich schon lang nicht mehr gesehen ...


ja sowas hier, und das Foto ist noch eher noch harmlos. Man ich warte sehnsüchtig auf den Tag wo es hier endlich auch DVB-T regulär empfangbar gibt.



von Felix II - am 01.04.2007 01:28
Ich muß Wachwitz heut mal ein bissl verteidigen,auch wenn er nicht sonderlich weit kommt,versorgt er doch sein Gebiet ausreichend,also Dresden und Umgebung,Richtung Westen übernehmmen ja ganz schnell Chemnitz oder Oschatz,später dann auch Leipzig.
Richtung Norden und Nordosten geht er ja schon etwas weiter.
Und Richtung Grenze geht er auch nur soweit wie er gehn soll.
Usti kommt ja Richtung Westen auch nicht sonderlich weit,schon auf der A 17 gibt es öfters mal Einbrüche und Störungen.

von Robert S. - am 08.04.2007 17:01
Zitat
TerranusI
Auch der tschechische Mux war zu empfangen, aber erst hinter der Grenze, man sendet also wirklich mit starker Richtstrahlung.
In Pilsen selbst kam der tsch. Mux nicht mehr rein,


Hallo Terra
Anbei eine Karte vom des Sendegebietes,dem Standort von dem seit 1.11.06 DVB-T aus Domazlice kommt.
Man sendet auf K38 mit 5kw.Gut sichtbar die Ausblendung Richtung Deutschland.

Demnächst auch mal Empfangsberichte aus Waldmüchen.
Der Modřínovec ist mit 684m derzeit der höchste Standort in Tschechien.
Hier ist er am rechten Bildrand etwas zu sehen.Aufgenommen von Cerkov (1042m).
Da er auch in meiner Nähe des zweit QTH ist,werde ich da bald mal hintigern.

Derzeitge DVB-T Sender:
[DVB-T] 25. kanal - Praha - Mahler. sady (258 m)
5.00 kW
[DVB-T] 25. kanal - Praha - Cukrák (411 m)
2.50 kW - P 769, V 769, A 785
[DVB-T] 38. kanal - Doma¸lice - Modřínovec (684 m)
5.00 kW
[DVB-T] 39. kanal - Ostrava - Slezská Ost. (214 m)
10.00 kW
[DVB-T] 40. kanal - Brno - Barvičova ul. (305 m)
10.00 kW
[DVB-T] 40. kanal - Brno - Hády (424 m)
10.00 kW


von Scrat - am 10.04.2007 09:37
nüscht

von Mujek3 - am 19.08.2009 11:52
Sehr schöner Bericht, da gehen die Daumen nach oben :cheers:

von LeipzigNewsMan74 - am 19.08.2009 13:27
Na, der ist wohl nicht mehr aktuell...

von Terranus - am 19.08.2009 13:54
sehr informativer und ausführlicher Bericht, das sollte man schon hier im Forum mal belohnen :D

Zu Dresden:

Die Reichweite in Tschechien ist wirklich mager. In Usti/Teplice gehen nur die 100 kW-Sender mit RDS, aber nur in mono. Wenn man dann mit den Auto fährt, das brazzelts und zischts wie sonst was, es ist dann wirklich nicht beifahrertauglich. Erst wenn man auf den Erzgebirgskamm ist dann gehen dann fast alle Wachwitz-Frequenzen.


Die Reichweite des Hohen Bogen ist erstaunlich weit. Im Osterzgebirge (Bournak[Stürmer), sowie Mückentürmchen) geht hier sogar die 96,8 noch ganz gut, vorausgesetzt Trennscharfer Empfänger, es liegt daran, dass diese Frequenz einfach frei ist, da sendet eben nun mal kein Tscheche.

DVB-T-Programme aus Dresden in Decin/ Usti/ Teplice sowie überhaupt Osterzgebirge kann man voll vergessen, da geht nix.

von UKW-Fanatiker - am 19.08.2009 14:09
Weils hier grad rein paßt:

Morgen findet nun endlich die geplante zwei-bis dreistündige UKW-Abschaltung am Hohen Bogen statt (ab 13 Uhr).
Morgen gibt's aber zu 99,9 % kein Gewitter bei uns in Ostbayern. Dann muß es also was werden.

von Daniel28-55-59 - am 19.08.2009 16:59
Zitat
Robert S.
Ich muß Wachwitz heut mal ein bissl verteidigen,auch wenn er nicht sonderlich weit kommt,versorgt er doch sein Gebiet ausreichend,also Dresden und Umgebung,Richtung Westen übernehmmen ja ganz schnell Chemnitz oder Oschatz,später dann auch Leipzig.
Richtung Norden und Nordosten geht er ja schon etwas weiter.
Und Richtung Grenze geht er auch nur soweit wie er gehn soll.
Usti kommt ja Richtung Westen auch nicht sonderlich weit,schon auf der A 17 gibt es öfters mal Einbrüche und Störungen.


Ich habe gestern (zwischen 17:40 und ca. 18:30 Uhr) mal die Reichweite von Wachwitz Richtung Osten anhand der Frequenz von DLF getestet. Ab der Abfahrt Burkau war DLF manchmal ein bisschen angekratzt. Meist beifahreruntauglich wurde er ab Bautzen. Die Frequenz von DLR war ab Bautzen bereits von PR II aus Luban belegt. Bis zur Grenze ist die Dresdner DLF-Frequenz dann staendig mit O=1 bis 3 zu empfangen. An einigen Stellen kommt er durchaus gut hoerbar durch. Endgueltig Schluss mit Wachwitz war dann, als der ehemalige Autobahngrenzuebergang bereits in Sichtweite war.


von Mujek3 - am 28.08.2009 14:22
Zitat
györgy3
Ich habe gestern (zwischen 17:40 und ca. 18:30 Uhr) mal die Reichweite von Wachwitz Richtung Osten anhand der Frequenz von DLF getestet. Ab der Abfahrt Burkau war DLF manchmal ein bisschen angekratzt. Meist beifahreruntauglich wurde er ab Bautzen. Die Frequenz von DLR war ab Bautzen bereits von PR II aus Luban belegt. Bis zur Grenze ist die Dresdner DLF-Frequenz dann staendig mit O=1 bis 3 zu empfangen. An einigen Stellen kommt er durchaus gut hoerbar durch. Endgueltig Schluss mit Wachwitz war dann, als der ehemalige Autobahngrenzuebergang bereits in Sichtweite war.


Ach gucke an, das sind wir uns ja auf der Autobahn ja begegnet, bin um diese Zeit in die andere Richtung gefahren (nach Dresden) :D

Ich war gestern im Isergebirge unterwegs gewesen, auf den Jizora (1122 m) bei Bily Potok (Frydlant), dort konnte ich natürlich alle möglichen Tschechen und Polen-Sender empfangen, weil unmittelbarer auf beiden Seiten Sichtkontakt auf den Masten waren (Jested/Liberec und Izerski Stog). Dort konnte ich noch einige Wachwitz-Frequenzen empfangen, 90,1 JUMP und DLF auf 97,3 war schon beachtlich dass der dort noch so gut geht (O=1 bis 2)

von UKW-Fanatiker - am 30.08.2009 19:30
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