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Kalle51, Klaus Wegener, HF_JL, Eckhard., DLR-Fan Sachsen-Anhalt, Tom271166, Schwabinger, KlausD, Oliver.M, wavefinder, ... und 3 weitere

Funknetz von e*Message mit neuer Anwendung

Startbeitrag von Kalle51 am 06.04.2007 18:47

Hallo, kennt jemand das Funknetz von "e*Message "?
Seit der Cebit 2007 gibt es eine Anwendung "Wetterstation mit Vorhersage".
http://www.emessage.de/de/index.html
Vielleicht weiß hier jemand mehr darüber.
Es wäre sehr interessant zu wissen, wo die Sendestationen positioniert sind, um herauszufinden, ob die eigene Wohnung im Verorgungsbereich liegt, um Fehlkäufe zu vermeiden.
Laut Beschreibung ist eine gute Versorgung bundesweit gesichert, aber ob das auch wirklich so ist?
Eine Karte Netzabdeckung wäre wünschenswert.


Antworten:

Bei der FAQ für "cityruf" steht "... sendet sie e*Message via Satellit zu den Basisstationen und von dort aus im Frequenzbereich von 460 MHz mit einer Leistung von bis zu 100 W an den Empfänger ...".
Bei den Wetterstationen im PR-Text steht "... Die rund 800 Sendestationen in Deutschland versorgen mehr als 98 % der Bevölkerung ..."

http://www.emessage.de/de/cityruf/faq/faqresult_20.html

Hier die Versorgungskarte von WETTERdirekt:
http://www.wetterdirekt.com/?key=regionen

von Oliver.M - am 06.04.2007 19:31
Leider ist die Versorgungskarte in Wirklichkeit eine Bereichskarte.
Das sind die Regionen der Wetterinformationen, die jeweils die selben Informationen erhalten.
Wo die Sender wirklich stehen, geht daraus nicht im geringsten hervor.

von Kalle51 - am 06.04.2007 19:41
e-message nutzt die alte Infrastruktur vom cityruf, die standorte sind meist auf DFMG Immobilien und mit den 100W Schmalband FM gibt es eine recht gute Abdeckung. Mit einem einfachen Scanner kann man recht einfach die Empfangsqualität einschätzen.

von HF_JL - am 06.04.2007 20:34
Und mit nem PC, Soundkarte und Software kann man das auch enschlüsseln. In Frankfurt is so eine Station glaube ich noch auf dem Henninger Turm.

von wavefinder - am 08.04.2007 10:35
Ist dass dieser ehem."Scall"-Funkdienst?.(Diese kleinen Empfänger mit dem LCD-Display)
Der Empfang war hier nicht sehr zuverlässig damals.

Passend dazu bekam ich auch eine Werbe e-mail eines grossen Elektronikversandhandels.Conrad hat so eine "Satelliten-Wetterstation" seit kurzem im Programm.Kostenpunkt € 49,99.Im Display wird u.a.die Wetterprognose für die kommenden 3 Tage angezeigt.Mittels Min./Max.-Temperatur und eines von 36 (!) verschiedenen Wettersymbolen.

Link zum Hersteller:http://www.wetterdirekt.com/

von UM74 - am 08.04.2007 12:40
Das Protokoll ist quasi offen d.h. POCSAG
Bevor die Mobilisten des GSM Netz quasi flächendeckend hinbekommen haben und somit die SMS Nachrichten einigermaßen sicher verschickt werden konnten, was ja im übrigen auch heute unter Umständen recht lange dauert, hatten diese Pagernetze eine hohe Akzeptanz. Diese Systeme im 0,7m Band wurden zu Zeiten der schwächelnd beginnenden Demonopolisierung aufgesetzt. Damals war die Reg TP sehr darum bemüht, dass es in öffentlichen Systemen mindestens 2 Konkurrenzanbieter geben muss, somit und auch wegen des vorhandenen Bedarfs, entstanden die Anwendungen von Telekom " Skyper, Scall, city ruf usw." sowie als Konkurrenz der Deutschen Funkruf GmbH: "Telmi" und der Miniruf GmbH :" Quix " Die Netze von Quix und Telmi sind inzwischen abgeschaltet und abgebaut.

Übrig geblieben ist meines Wissens auf dem Markt als einziger Anbieter e*message mit Sitz in Berlin, die hauptsächtlich die ex Infrastruktur der Telekom betreibt und somit meist auf DFMG Standorten beheimatet ist. Meines Wisens werden üblich Sendehardware von Rhode und Schwarz eingesetzt. Im dünn besiedelten Bereichen und vor allem im Gelände mit schwieriger Topographie gibt es Empfangslüken, an sonsten ist die Abdeckung recht ordentlich.

Die Vorgängernetze hatten in den 90er Jahren bereits zudätzliche Leistungsmerkmale im Bereich Nachrichten wie Fussballergebnisse, Weltnachrichten (Schlagzeilen), Lottozahlen und andere Infos. Seit man diese Infos auch übers Handy bekommt, ist dieser Markt fast weggebrochen.

Der einzige Vorteil, den solch ein System heute bringt, ist, dass Alarmierungsrufe bei normaler Auslastung des Netzes einigermaßen zeitnahe eintreffen. Die Empfangsgeräte sind klein, gut tagbar recht zuverlässig und vor allem interessant für Leute, die nicht laufen von Handys gestört werden können aber dennoch im Notfall sicher erreichbar sein müssen.

Dieser Markt ist klein, d.h. der Anbieter lässt sich so alles mögliche an Leistungsmerkmalen einfallen, damit der Dienst interessant bleibt. Dazu gehört eben auch diese Wettervorhersage...

Nun gut, ich hoffe nicht zuviel geschwallt zu haben... Frohe Ostern


von HF_JL - am 08.04.2007 16:19
Die passenden Wetterstationen gibt es z.B. bei ELV für 'nen Fuffi:
WD4000

Den DCF77 respektive HBG75 missbraucht man mittlerweile auch dazu, in den ersten 14 Bits einer Minute werden Wetterdaten codiert übermittelt,
Wetterstationen dafür sind aber erheblich teurer, roundabout 100 Euronen.


von Nohab - am 08.04.2007 18:12
Zitat
HF_JL
... Nun gut, ich hoffe nicht zuviel geschwallt zu haben... Frohe Ostern

Absolut nicht, wenn die Fakten doch stimmen :spos: . So ein "T-scall-Pep"-Ding von Motorola für 466,23 MHz hab ich auch noch rumliegen ( leider, war eine schöne, handylose und damit ruhige Zeit damals ) :-)

von KlausD - am 09.04.2007 07:57
Kann man diese Wetteraussendungen nicht auch mit einen Scanner der am PC angeschlossen ist empfangen ?
Ich meine das ging damals mit dem Programm poc32 ganz gut.

Zumindest konnte ich damals die messages von Quix und Telmi mit dem Programm mitlesen.
Und ich weis nicht ob das auch bei dem E messagedienst auch funktioniert.

Gerade noch gefunden: http://de.wikipedia.org/wiki/Poc32

von _Yoshi_ - am 09.04.2007 10:43
Zitat

Dieser Markt ist klein, d.h. der Anbieter lässt sich so alles mögliche an Leistungsmerkmalen einfallen, damit der Dienst interessant bleibt.


Preiswert ist das Angebot ja nicht gerade. Damit wird der Markt weiterhin klein bleiben :D


von Schwabinger - am 09.04.2007 17:13
Gibt es überhaupt eine mehrjährige Funktionsgarantie für diesen Wetterdienst über Pocsag-Signal?
Ich meine, man kauft jetzt das Ding fürn Fuffie und dann tue ich es nächstes Jahr zu meinem DSR-Tuner ;-). Wetterstationen mit Außenfühler habe ich schon genug, das Pocsag-Ding kann bei Abschaltung des Signals nicht mal mehr die Uhrzeit anzeigen, die wird ja auch via 70cm mitgeschickt, ein DCF77 Funkuhrenmodul hätte es bei diesen Pocsag-Wetterstationen sich auch getan.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 09.04.2007 18:37
Hallo,

also ich habe mir gleich 2 Thermometer (eins für zu Hause, eins für die Arbeit) gekauft und bin ganz zufrieden damit. Eine Garantie für den Fortbestand des Pocsag Signal wird es sicherlich nie geben. Aber ich habe schon seit fast 10 Jahren 2 Skyper, wo man vor Jahren auch gesagt hat, die Teile sterben aus.

Emessage sagte mir auf der Cebit man plant sogar noch andere Anwendungen in Zukunft über das Pocsag-Signal mitauszustrahlen und in andere Geräte, wie z.B. Autoradios etc einzubauen. Denn der Empfängerchip soll wohl relativ kostengünstig sein. Und bei der guten Netzabdeckung in Deutschland ist auch eine riesen Antenne nicht notwendig.

Gruss Thomas



von Tom271166 - am 10.04.2007 06:18
Zitat

Und bei der guten Netzabdeckung in Deutschland ist auch eine riesen Antenne nicht notwendig.

Das mag im Freien sicher zutreffen. In dichter Bebauung gibt es durchaus Probleme. Stahlbeton ist tötlich für den Dienst, wie ich in meinem Fall feststellen musste.
Nicht einmal auf dem Balkon lassen sich Daten einlesen.
Es stellt sich für mich schon die Frage zur Herstelleraussage "fast 100% Abdeckung", besser als die Handyversorgung. Mein Handy hat in der Wohnung guten Empfang...
Wie gesagt das gilt an meinem Wohnort, so dass ich leider das Gerät zurückgeben muss.
Habe keine Lust die Wetterstation täglich durch den Ort zu tragen, um aktuelle Daten zu bekommen.
Möglicherweise könnten künftige Modelle eine bessere Empfangsleistung bekommen.
Würde mich freuen, wenn andere ihre diesbezüglichen Erfahrungen mitteilen würden.



von Kalle51 - am 10.04.2007 09:09
Hallo,

die Standorte von Cityruf und Skyper (466,970, 466,075 und 466,230 MHz im Rotationsverfahren) sind meist Funktürme (München Olympiaturm, Hamburg Heinrich Hertz Turm, Berlin Alex, Düsseldorf Rheinturm, Frankfurt Ginnheimer Spargel), manchmal auch T-Systems Gebäude und andere exponierte Standorte.

Das System ist heute noch aktiv, e*Message schreibt mit seinen rund 140.000 Cityruf-Kunden laut eigenen Angaben schwarze Zahlen.

e*Message hat die Dienste Cityruf, Scall und Skyper 1999 der T-Mobil übernommen.

Scall wurde "zugemauert" (nicht eingestellt), per SMS von D1 sind Scall-Empfänger noch erreichbarm :) Man will den Dienst aber nicht mehr, da man daran nichts verdient. An Cityruf (monatliche Grundgebühr) verdient man mehr.

Der alte Skyper wurde durch ein neues Produkt "Skyper live" ergänzt, das von Sport Bild vertrieben wird (Fußballergebnisse in Echtzeit).

Man kann das zwar auch alles per SMS - aber jede SMS kostet! Außerdem muß bei SMS jede Nachricht an jeden Empfänger einzeln gesendet werden - beim Paging wid die Nachricht nur einmal herausgepustet, und alle Empfänger empfangen sie gleichzeitig! Ist also sehr viel resourcenschonender. Bei Skyper und Cityruf zahlt man nur eine monatliche oder jährliche Gebühr, darüberhinaus fallen keine Kosten an. Außerdem Cityruf eigent sich z.B. auch sehr gut zur e-mail Benachrichtigung (nutze ich seit Jahren).

@ wavefinder: wie kommst Du darauf, daß auf dem Henninger Turm in FFM ein Sender steht? Der einzige Sender in FFM für Cityruf und Skyper ist der Ginnheimer Spargel (meines Wissens). Richtung Süd-Osten schließt sich der Sender Heusenstamm an (T-Systems Gebäude am Bahnhof).

Viele Grüße,
Klaus Wegener


von Klaus Wegener - am 16.04.2007 10:13
Zitat
Klaus Wegener
Scall wurde "zugemauert" (nicht eingestellt), per SMS von D1 sind Scall-Empfänger noch erreichbar :)

Interessant !! Bedeutet dies, dass, wenn ich eine SMS an eine alte Scall-Nummer schicke, diese dort tatsächlich noch ankommt und angezeigt wird? Kann doch aber eigentlich nur bei den Text-scalls klappen, nicht bei den rein numerischen ( oder zeigt sich dort dann die Anrufernummer ?? ) ?

von Eckhard. - am 16.04.2007 11:08
Hallo,

Zitat
Eckhard.
Zitat
Klaus Wegener
Scall wurde "zugemauert" (nicht eingestellt), per SMS von D1 sind Scall-Empfänger noch erreichbar :)

Interessant !! Bedeutet dies, dass, wenn ich eine SMS an eine alte Scall-Nummer schicke, diese dort tatsächlich noch ankommt und angezeigt wird? Kann doch aber eigentlich nur bei den Text-scalls klappen, nicht bei den rein numerischen ( oder zeigt sich dort dann die Anrufernummer ?? ) ?


Der Scall-Empfänger muß sich in der Region befinden, wo er zuletzt eingebucht war. Denn umbuchen kann man sie nicht mehr. Wenn er das ist, dann sende eine SMS an 01681 plus Scallnummer, und die ersten 80 Zeichen erscheinen auf Deinem Scall (bei Alphanumerik), bei Numerik nur Ziffern senden, die ersten 15 Ziffern erscheinen auf Deinem Scall. Geht nur mit D1, kostet soviel wie eine SMS zu D1 plus 19 Cent Servicegebühr für e*Message, der Gesamtpreis der SMS liegt daher meist bei 38 Cent (falls die SMS zu D1 auch 19 Cent kostet).

Gruss,
Klaus



von Klaus Wegener - am 16.04.2007 11:21
@ Klaus Wegener : Danke. Da eröffnen sich ja ungeahnte Möglichkeiten für "Altgeräte". Hmm ... Müsste dann ja eigentlich z.B. auch von SMS-fähigen Telefonzellen klappen ..und aus dem Internet ??? Okay; jetzt wird es OT - ich probier es demnächst mal aus. War auf jeden Fall ein klasse Tipp :spos: :spos:

von Eckhard. - am 16.04.2007 11:31
@ Eckhard: melde Dich doch bitte mal per e-mail an 2601442005051742378@messagebeamer.de, habe noch weitere Tipps, die Dich interessieren dürften :)

Und für alle anderen sei noch der Dienst mAirGate http://www.mairgate.de empfohlen ;)

Zu den SMS: nein, aus Telefonzellen geht das nicht. Es geht nur, wenn das Original D1-SMSC +491710760000 benutzt wird. Per Internet geht es auch nicht. Geheimtip: www.sms77.de im Tarif "Basic" und www.directbox.com nutzen auch dieses SMSC und hier geht es - so hört man - auch. Bei directbox einfach Nachricht an Cityruf 0168 senden, danach 'ne "1" schreiben, dann die Scall-Nummer ;)

Gruss,
Klaus



von Klaus Wegener - am 16.04.2007 12:02
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