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Radioforum
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Wiesbadener, Martin Busche, (gesperrt), Frannek1, Jassy, Radiopirat, KlausD, PeterSchwarz, Terranus, ts01, Der Korken

Suche Dienstleister für eine Frequenzkoordination

Startbeitrag von Martin Busche am 17.04.2007 21:40

Hallo,

coloRadio aus Dresden sucht einen Dienstleister, den wir mit einer Frequenzkoordination beauftragen möchten. Kann mir jemand einen solchen Dienstleister nennen oder zumindest deren Branche.

Gruß, Martin Busche

Antworten:

Die Bundesnetzagentur.

von Terranus - am 17.04.2007 22:06
Joa, die BnetzA macht das... Wenn du nen Senderbetreiber suchst, dann können wir wieder drüber sprechen. Aber vorher bitte bei de Landesmedienanstalt anrufen ;-)

von Frannek1 - am 18.04.2007 00:55
@Martin Busche: Auch aus diesem Forum kommen oft gute Frequenzvorschläge, die teilweise auch schon real umgestezt wurden (weil auch offizielle Stellen hier mitlesen). Sag uns mal, wo der Sender errichtet werden soll und welches Einzugsgebiet versorgt werden soll. Wir können dann Vorschläge machen, sogar Versorgungs-Plotts optisch darstellen usw. Damit könntet ihr dann bei der Medienanstalt vorsprechen, die dann die BNetzA beautragt. Aber bedenke: es ist heute wahnsinnig schwer, neue Frequenzen zu finden. Wenn du jetzt forderst, coloRadio bräuchte wieder eine 5 kW-Frequenz in Dresden, wird dieses Vorhaben wohl scheitern. Wenn du aber etwa sagst, ihr bräuchtet zusätzlich Füllsender für einige Dresdner Stadtteile oder Pirna, dann lässt sich bestimmt was machen.

von Wiesbadener - am 18.04.2007 04:43
Hallo Martin,

du müsstest uns zunächst erklären was ihr genau wollt:
-jemanden, der euch einen Sender betreibt
-jemanden, der euch eine Frequenz vorschlägt, die ihr durch zB. TSI betreiben lasst, in dem Falle das gewünschte Zielgebiet: Ergänzung oder Ersatz der 99.3&98.4?

Der übliche Verfahrensweg ist ja der Folgende:
Zunächst muss es mal neue Frequenz geben, was schon schwierig ist, weil jeder Andere genau prüft, ob eine eigene vorhandene Frequenz dadurch beeinträchtigt werden könnte.
Dann teilt die Staatskanzlei die Frequenz dem MDR oder der SLM zu.
Wenn an den MDR, dann seid ihr raus. Wenn an die SLM, dann gehts weiter.
Die SLM entscheidet nun, ob die Frequenz für ein neues Programm ausgeschrieben wird (derzeit eher unüblich, aber nicht ausgeschlossen) oder einem vorhandenen Programm zur Schließung von Versorgungslücken zugewiesen wird. In dem Falle kämen dann zunächst RSA, Apollo, SLP (Radio Dresden und die Anhängsel), BBC/RFI und Energy in Frage, so die denn selbst wollen.
Aber lasst euch davon nicht entmutigen. Zusammen mit den Outaspace- und Fresh-Leuten müsste eigentlich die SLM für eine 24h-Frequenz rumzukriegen sein.


von ts01 - am 18.04.2007 07:48
Hallo zusammen,

danke für die vielen Antworten.

Ich gebe gerne noch ein paar Infos. coloradio ist ja bekanntlich bereits auf Sendung und wird von den Sendern Dresden Gompitz (50 Watt) und Freital (100 Watt) ausgestrahlt. Damit sind wir aber in weiten Teilen Dresdens nicht hörbar. Deshalb suchen wir derzeit nach einer Füllfrequenz, die unsere Empfangbarkeit steigert. Wir wollen also in DD besser zu hören sein, speziell auch in der Neustadt, dem Dresdner Szeneviertel. Aber nicht nur da. Wir wollen also nicht frequenzmäßig umziehen, sondern eine zusätzliche, kleine Frequenz. Es geht uns also nicht um 5 KW oder so. Das ist nicht realistisch.

Durch das Forum haben wir uns der derzeitigen Veranstaltungsfrequenz 96,8 erinnert, die von einem Sender in der Dresdner Neustadt abgestrahlt wird. Wir haben auf der Frequenz auch schon mal gesendet, andere Radiomacher auch.
Uns interessiert nun, ob diese Frequenz auch dauerhaft genutzt werden kann. Das kann oder will uns die Netzagentur nicht sagen, sagt sie, weil es wegen ihres Status als Veranstaltungsfrequenz, bislang noch nicht international koordiniert worden sei. Diese Koordinierung macht die Netzagentur, sagt sie, erst, wenn die Staatskanzlei sie damit beauftragt. Das wird sie aber erstmal nicht tun, zumindest nicht, weil wir das wollen. Sie hat uns geraten, einen privaten Dienstleister zu beauftragen.

Den suchen wir. Wir möchten von dem Dienstleister wissen, ob die Frequenz dauerhaft genutzt werden kann. Technisch, nicht politisch, das ist klar.
Wir würden ihn auch beauftragen, nach möglichen weiteren Füll-Frequenzen zu suchen. Der genaue Auftrag wäre abzusprechen.

Diese Infos möchten wir bei möglichen Verhandlungen mit der Landesmedienanstalt nutzen. Alles weitere sehen wir dann.

Weitere Fragen gerne,

Martin Busche
coloradio
0177/8905506
www.coloradio.org

von Martin Busche - am 18.04.2007 09:48
Ihr müsst der BNetz A soweit ich weiß schon eine Frequenz vorschlagen, die dann geprüft wird. Die suchen die nicht für euch raus.
In den meisten Fällen hat man bislang das große T mit dem granzen Kram beauftragt. Doch ich möchte gerne ermutigen, mal Alternativen auszuprobieren. Bitte um einen Bericht, ob und wie es geklappt hat!


von PeterSchwarz - am 18.04.2007 10:06
@Martin Busche: Ihr solltet auch mal prüfen (lassen), ob die Frequenz 98,4 MHz nicht zu einem Standort in der Neustadt verlagerbar ist. Zwischen den Sendeantennen Freital-Windberg 99,3 und DD-Gompitz 98,4 liegen gerade mal knapp 3 km Luftlinie, die 99,3 MHz deckt das gesamte Gebiet der 98,4 MHz perfekt ab, dagegen schwächelt es in der Tat in der Neustadt. Da wäre es doch am einfachsten, die 98,4 MHz in die Neustadt zu verlagern, vielleicht mit etwas höherer Leistung (200 Watt), schließlich wird ja dann direkt aus dem Elbkessel gesendet. Standort könnte der Kirchturm sein, von dem aus auch der V-Funk auf der 96,8 lief. Das wäre sinnvoll, somit bräuchtet ihr nicht noch eine weitere Frequenz (ist ja auch eine Kostenfrage).

von Wiesbadener - am 18.04.2007 10:14
Das sehe ich genau so... wir haben ja keine QRGs mehr, wel sich jeder sender Gedanken macht, eine weitere Funzel aufzustellen anstelle einer Neukoordinierung. Eine QRG für ganz Dresden sollte in irgendeiner Weise sicher möglich sein.

von Frannek1 - am 18.04.2007 11:25
Eine Standortverlegung ist sicher eine interessante Idee.
Da frage ich mich natürlich, was die Gompitzer-Frequenz dann überhaupt soll. Aber die Wege der SLM sind ja unergründlich.
Ich denke, wir sollten zweigleisig fahren. Den Verlegungsvorschlag im Blick behalten, die Frequenzkoordination aber dennoch machen. Wir brauchen schließlich Argumente gegenüber der SLM. Und das ist die Verlegung sicher ein guter Vorschlag.
Mittlerweile hat sich auch eine holländische Firma gemeldet und eine Frequenzplanung angeboten, müssen wir aber erst mal sehen. Von der Telekom hatte ich auch gehört, dort aber keine weiteren Infos gefunden. Die holländische Firma heißt Broadcastpartners.

Danke für die rege Teilnahme, das ist nett von euch,

Gruß,
Martin Busche

von Martin Busche - am 18.04.2007 14:42
Die Broadcast Partners aus NL wollen überall in Deutschland im Moment UKW-Sender betreiben. Die sind mit ein Grund dafür, warum die Privaten keine Frequenzen aufschalten können :D

von Wiesbadener - am 18.04.2007 17:08


von (gesperrt) - am 18.04.2007 17:09
@Martin Busche: Noch was: Muss die Frequenzverlagerung nicht auch mit Apollo Radio abgesprochen sein? Die nutzen doch den Löwenanteil der Sendezeit, müssten aber auch ein Interesse daran haben, in ganz DD gut gehört zu werden. Alternativ könnte natürlich die Koordinierung der 96,8 im Auge behalten werden, mit dem Unterschied, dass zwischen 0 und 19 Uhr nicht Apollo Radio, sondern andere Dresdner Radioveranstalter senden dürften.

von Wiesbadener - am 18.04.2007 17:11
@seebastian : irgendwo anders beschrieb mal ein US-Bürger mit einem lachenden Auge, dass es in Deutschland einfacher ist eine Kalaschnikov zu ergattern als eine UKW-Frequenz. Das alleine spricht doch schon Bände. Deutschland ist ein Land mit Kastensystem: oben diejenigen, die es irgendwie mit Vitamin B oder S geschafft haben. Weiter unten die große Masse, die mit billigen Fernsehprogrammen langsam eingelullt wird und von der obrigen Kaste daran gehindert wird, deren Arbeit besser zu machen.
Aber das schweift wohl vom Thema ab :-)


von Der Korken - am 18.04.2007 18:24
Zitat

Broadcast Prutsers (schreibt man das so?) ... oder wie sagt Stefan immer? :D


Ganz genau! Die können ja nicht mal anständig ein paar Sender onair bringen! Beispielen sind hier in Twente ja reichlich vor handen!

von Jassy - am 18.04.2007 19:16


von (gesperrt) - am 19.04.2007 08:04
Zitat
Wiesbadener
Die Broadcast Partners aus NL wollen überall in Deutschland im Moment UKW-Sender betreiben. Die sind mit ein Grund dafür, warum die Privaten keine Frequenzen aufschalten können :D

Jooh, so iss'es :( !! Aber eben auch nicht der alleinige, denn die BNetzA müssste nur endlich eine Vorgehensweise erarbeiten und veröffentlichen. Dann wäre zumindest der Grossteil der momentanen Probleme hinsichtlich der jeweils nächste Schritte geklärt. Ich will mal hoffen, die bekommen dies bald "gebacken" !!

von KlausD - am 19.04.2007 08:45
Zitat

aus diesem Forum kommen oft gute Frequenzvorschläge,

Stimmt!
Es gibt genug Dxer im Forum, die sich gigantisch gut auskennen. "dxbruelhart" kennt so viele zahlreiche Standorte auswendig, da könnten sich die bei der BNetzA eine Scheibe abschneiden.
Das trifft auch auf andere Dxer zu.

Also ich bin dafür, das wir die Aufgaben der Frequenzkoordination ab sofort für die BNetzA übernehmen!!! :hot: :cool:

von Radiopirat - am 19.04.2007 10:14
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