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Wäre AM über Kabel technisch machbar?

Startbeitrag von electroSMOG am 26.04.2007 10:44

Mich würde einmal, nur in der Theorie interessieren, ob es technisch möglich wäre MW,LW und KW über das Kabelnetz zu senden.

Oder wurde es vielleicht schon einmal gemacht?

Antworten:

Ok, vielen Dank! Aber über das heutige Kabelnetz wäre es nicht machbar??

von electroSMOG - am 26.04.2007 11:29
Ich habe mir mal gerade eben einen x-beliebigen Hausanschlussverstärker über google herausgesucht (Axing in diesem Fall):

- 47-862 MHz

Das scheitert leider schon an der Hausverteilung. Der Frequenzbereich wird leider nicht verstärkt (durchgelassen).

von Rosti 2.0 - am 26.04.2007 12:00
Das mit den 1234 kHz in Amberg stand sogar mal auf der AFN-Frequenzliste als die Hauptseite von AFN noch www.afneurope.army.mil war.

Damals hab' ich mich immer gewundert, was dieser Eintrag soll.

Erstens paßt diese Frequenz weder ins europäische Frequenzraste (1233 kHz) noch weniger ins amerikansiche (1230 kHz; 1240 kHz). Und zweitens sollte es doch über Kabel kaum ein Problem sein, eine UKW-Frequenz hierfür zu koordinieren.

Diese Zahl 1234 hielt ich bisher eher für die Überreste eines Testeintrages aus ihrend einer Datenbank.



@ MiRo

Zitat

Ich habe mir mal gerade eben einen x-beliebigen Hausanschlussverstärker über google herausgesucht (Axing in diesem Fall):

- 47-862 MHz

Das scheitert leider schon an der Hausverteilung. Der Frequenzbereich wird leider nicht verstärkt (durchgelassen).


Verstärkt sicherlich nicht, aber ich glaube, der Verstärker funktioniert bei diesen niedrigen Frequenzen wohl kaum als Blocker.


Das Problem bei AM über Kabel wird wohl eher sein, daß das Kabelnetz nicht nur als HF-Träger sondern auch ganz gut als AM-Sendeantenne wirkt, wenn man das Signal an der Kabelkopfstation mit einer vernünftigen Leistung einspeist.

Allerdings gibt's bzw. gab's wohl die Umsetzung von AM-Sendern auf UKW in diversen Kabelnetzen. Mir bekannt sind da die Einspeisung der 1485 kHz in Amberg, die Einspeisung der 1143 kHz in Mönchengladbach sowie einige Kabelnetze, die wohl die LW des Deutschlandfunks zur Einspeisung verwenden.


von Kay B - am 26.04.2007 12:21
In Nordhessen wird HR Info auch per MW ins Kabelnetz eingespeist!

von TheSpirit - am 26.04.2007 12:45
In diversen Teilen Niedersachsens(auch hier) und in Hamburg wird NDR Info Spezial von der MW abgegriffen und über UKW eingespeist. Hier übrigens auf 106,70 MHz(bis 2004 noch auf 87,80 MHz).

Diese Einspeisung besteht übrigens schon seit Anfang des Kabelnetzes hier, also seit 1986.

von htw89 - am 26.04.2007 13:23
Zitat
TheSpirit
In Nordhessen wird HR Info auch per MW ins Kabelnetz eingespeist!

Da verwechselt Du bestimmt etwas: es ging hier nicht um die Einspeisung eines MW-Programms ins Kabelnetz ( wo es dann auf einem UKW-Kanal "ausgestrahlt" wird ), sondern um die Belegung mit einem Radioprogramm im MW-Frequenzbereich im Kabel. Da sehe ich wegen den gängigen Hausverstärkern auch Probleme bzw. hätte kaum Zukunft.

von KlausD - am 26.04.2007 13:30
Zitat
TheSpirit
In Nordhessen wird HR Info auch per MW ins Kabelnetz eingespeist!


Sehr interessant, wusste nicht das es das gibt. Haben die wenigstens guten Empfang? Oder gibts Nachts diverse Interferrenzen?

von electroSMOG - am 26.04.2007 19:29
Zitat

Allerdings gibt's bzw. gab's wohl die Umsetzung von AM-Sendern auf UKW in diversen Kabelnetzen. Mir bekannt sind da die Einspeisung der 1485 kHz in Amberg, die Einspeisung der 1143 kHz in Mönchengladbach sowie einige Kabelnetze, die wohl die LW des Deutschlandfunks zur Einspeisung verwenden.

Das interessiert mich jetzt. Wie ist denn die Klangqualität? Werden in den Kabelkopfstationen ordentliche Empfänger verwendet? Oder klingt es eher nach billig Radio? Ich meine, das Mittelwelle annehmbar klingen kann weis jeder der mal ein altes Röhrengerät gehört hat.

von Spacelab - am 26.04.2007 19:44
Also was NDR Info Spezial hier angeht, geht die Qualität an sich. Manchmal ist es aber relativ gestört. Derzeit ist es zwischen Billigradio und ordentlichem Empfänger.

von htw89 - am 26.04.2007 20:03
könnte vielleicht mal jemand aufzeichnen und online stellen? ein bis zwei minuten würden schon reichen

von electroSMOG - am 26.04.2007 20:04
Kann ich jetzt leider nicht so machen. Line-In macht Probleme, genauer brummts, wenn man da was z.B. von ner Stereoanlage aufnehmen will bzw. allgemein schon wenn da überhaupt was über Line-In reinkommt - hab mal gehört das hat irgendwie mit Mantelstrom oder sowas zu tun. :rolleyes:

Komischerweise gibts das Problem nicht beim alten Windows 98-Rechner unten, da brummt nix sondern es läuft alles normal.

von htw89 - am 26.04.2007 20:07
Könnte daran liegen das Du nen Tuner am Kabel hast, und dieser wiederum am pc Line In hängt, oder der Verstärker von deiner Anlage.

Zieh das "Kabel" raus und es brummt nicht mehr. Zumindest bei mir so gewesen, bis ich nen Mantelstromfilter dran gehängt habe.

von electroSMOG - am 26.04.2007 20:10
Gerade hatte ein Freund angerufen. Den hab ich mal gefragt ob es hier auch sowas im Kabel gibt. Ich hab ja keinen Kabelanschluss und kann es deswegen nicht testen. Er meinte das es mal kurze Zeit Antenne Saar im Kabel gab. Obwohl der Sender direkt neben der Kabelkopfstation so ziemlich mit Küchenbrüllwürfel stärke reinkommt, hat der Kabelnetzbetreiber es anscheinend nicht hinbekommen den Sender anhörbar ins Netz zu bringen. Die müssen eine Auswahl der schönsten Störungen gehabt haben. :rolleyes: Man hat es wohl auch kurze Zeit später wieder aufgegeben. War nur ein kurzes Gastspiel.

von Spacelab - am 26.04.2007 20:13
Zitat
jkr
Vielleicht weiß Herr Dr. Biener
http://www.biener-media.de
aus seiner Amberger Zeit etwas hierzu. Von ihm soll diese Info zur 1234 stammen. Allerdings habe ich sie nicht von ihm selbst, sondern indirekt "um einige Ecken herum".


ich werd ihn mal anhauen, wenn er seine Mutter besucht. Die wohnt hier gegenüber. Die Welt ist klein...

von gesperrter User - am 26.04.2007 20:49
Zitat

Kann ich jetzt leider nicht so machen. Line-In macht Probleme, genauer brummts, wenn man da was z.B. von ner Stereoanlage aufnehmen will bzw. allgemein schon wenn da überhaupt was über Line-In reinkommt - hab mal gehört das hat irgendwie mit Mantelstrom oder sowas zu tun. :rolleyes:

Komischerweise gibts das Problem nicht beim alten Windows 98-Rechner unten, da brummt nix sondern es läuft alles normal.

Das Problem kommt mir bekannt vor :-(
Der WinME Rechner machte überhaupt keine Brumm-Probleme, weder Line-In noch -Out.
Der XP-Rechner dagegen schon. Beim von Aldi "ausgeliehenen" MD8800 PC hab ich per Mantelströmen 2 Soundkarten zerschossen (ALDI Rechner kann man sich ja für 3 Wochen+6 Tage kaufen und sie dann ohne Angabe von Gründen wieder zurückgeben :-) - toller Service von denen!), bei meinem jetzigen Rechner habe ich damit den Onboard-Soundchip zerschossen und mir danach endlich eine galvanische Trennung besorgt. Die jetzige Soundkarte hat seitdem überlebt. Bei meinen Mantelströmen hat man allerdings auch reell einen gewischt bekommen. Das Problem mit dem Zerschießen der Soundchips scheint seine Ursache im Einstecken der Klinkenstecker im laufenden Betrieb gehabt zu haben (kurzzeitiger Kurzschluss, bauartbedingt).

Meine Lösung heißt Carpower FGA-40HQ Ground Isolator Best.Nr. 06.6380, kosten ca. 30 Euronen und sollte bei Carhifi-Händlern zu finden sein.

von iro - am 26.04.2007 20:59
Na, wenn die Kabel das durchlassen (also den Frequenzbereich)...verstärken muß man da normal nicht mehr viel. Auch in den meisten Antennenverstärkern wurde MW nicht mitverstärkt...da es sonst u.U. zu ganz schön lästigen Effekten kommen kann.


von PeterSchwarz - am 26.04.2007 21:19
@electroSMOG: Wenn das Kabel raus ist kann ich aber auch nicht mehr NDR Info Spezial aufnehmen ;)
Wobei, wenn ich mich richtig erinnere, war das Brummen auch da wenn das Kabel raus ist... ist aber dennoch nur da wenn ich auf irgendeine Weise Rundfunkgeräte anschließe - ob nun mit oder ohne Kabel. Wenn ich mein Mikro anschließe(wobei es da eigentlich nen Extra-Eingang gibt den ich auch sonst nutze), gibts kein Brummen.

Ist auch erstmal egal würd ich sagen.

Jetzt im Moment ist der Empfang da ganz OK. Recht klar und verständlich. Sollte sich irgendwann noch mal ne Gelegenheit ergeben es auf dem PC zu bekommen, werd ich das natürlich hier posten. Vielleicht kümmer ich mich mal am Wochenende drum.

von htw89 - am 27.04.2007 05:38
Als in Gedern noch hr info von der Mittelwelle auf UKW eingespeist wurde klang das ganze eigentlich ganz annehmbar (dank sehr guter flächendeckender Kabellöcher auch für mich hörbar), halt in mono und auch absolut rauschfrei (dank der Nähe zum Sender). Irgendwann jedoch gab es hier ein Zwischenspiel von einem DRM-Sender aus Osteuropa (da gab es auch einen Thread dazu). Schon witzig wie dieses "weiße" Rauschen auch im Hintergrund dieses starken Senders eingespeist wurde (da konnte aber die Kabelgesellschaft nix dafür). Mittlerweile hat man die Zuführung aber umgestellt und es gibt keine MW mehr auf UKW im Kabel.

von Rosti 2.0 - am 27.04.2007 06:48
Ich frage mich warum hr info und NDR Info Spezial nicht über Sat abgegriffen werden...

von Staumelder - am 27.04.2007 07:12
Ich denke mal das es technisch geht MW oder KW Programme über ein Kabelnetz direkt ohne Umsetzung auf UKW zu übertragen.
Allerdings ist hier das Problem das die meisten Verstärker erst ab 47Mhz verstärken und somit den unteren Bereich nicht oder nur unverstärkt durchlassen.
Gleiches gilt auch für die Zwischenverstärker an der Strasse.

von _Yoshi_ - am 27.04.2007 08:37
Der Anschluss beim Kunden wird da auch noch so ein Problem sein. Da müsste man ja einen Splitter haben mit einem 75 Ohm Anschluss für UKW und ein offenes Kabelende für die AM Klammern. Ich kenne viele Leute denen es ja schon zu viel ist ein normales Antennenkabel vom Radio bis zur Antennendose zu legen. Denn den örtlichen Hitdudler bekomme ich auch mit der mitgelieferten Wurfantenne rein. Und hier gibt es nichts so interessantes im Kabel das es sich lohnt ein Kabel zu verlegen. Ein weiteres Problem werden auch die Verstärker sein. Viele, vor allem minderwertige, werden wohl alles unter 47Mhz zu stark dämpfen. Und selbst wenn der Verstärker diesen Bereich mitverstärken würde, wäre das nix. Ich habe noch aus analogen antennen Zeiten einen ur-alten Antennenverstärker von Schwaiger hier rumliegen. Dieser hat einen "LMK" Anschluss "140khz - 30Mhz" oder so ähnlich steht drauf. Ich hab mal etwas damit rumgespielt aber nur Müll rausbekommen. Tagsüber hat der Empfänger total übersteuert weil die örtlichen Sender mir fast das Radio gegrillt haben und abends war nur noch ein einziges Chaos zu hören. Will sagen; für die olle Mittel- oder Kurzwelle macht sich doch keiner mehr die Mühe und betreibt womöglich noch einen immensen technischen Aufwand. Da wird im allerhöchsten Falle mal die mitgelieferte Plastikantenne hinterm Radio oder dem Regal verschwinden gelassen. Mehr aber auch nicht. Würde sich DRM durchsetzen und gäbe es entsprechende Empfänger wäre das alles natürlich wieder ein ganz anderes Gespräch...

von Spacelab - am 27.04.2007 09:02
In Frankfurt ist schon seit langem die hr-Mittelwelle 594kHz im Kabel (105,80 MHz). Die 594 war bis 1998 mit hr1 belegt, dann kam hr1 plus, 2001 dann hr-chronos, 2003 hr-skyline und seit 2004 sendet hr-info auf der Mittelwelle. hr-info ist somit zweimal im Kabel in Frankfurt (und auch dem Rest von Südhessen wg. Angliederung der Netze an Frankfurt).
Auf der MW laufen noch immer das Programm für Ausländer der ARD sowie aktuelle Live-Berichterstattung aus Politik und Sport.
Die Qualität der Mittelwelleneinspeisung ist relativ OK, man hört eigentlich garnichts von einer MW-Abnahme. Der Ton ist nur ein klein bisschen "dumpfer". Könnte mir gut vorstellen, dass dies via ADR abgenommen wurde / wird.(?)

Greetz,
++J++

von ++J++ - am 27.04.2007 09:15
Mal abgesehen von den technischen Schwierigkeiten: was sollte so eine LMK-Einspeisung bringen? Die Klangqualität ist nicht mehr zeitgemäss und es gibt mittlerweile mit DVB-C-Radio eine sehr gute Möglichkeit, viele zusätzliche Radioprogramme zu verteilen. Wozu also der Rückschritt ins Zeitalter des Telefonrundspruchs? Das war seinerzeit ein gutes System, aber da waren auch die Voraussetzungen ganz anders.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 27.04.2007 09:54
@ Rolf.

Ich möchte auch nicht darauf hinaus das MW Signale eingespeist werden sollten. Mir kam nur aus langeweile diese Idee. Und ich wollte nur wissen ob möglich "wäre"!!!

von electroSMOG - am 27.04.2007 19:51
Den Schweizer Telefonrundspruch kenne ich auch noch aus früheren Besuchen im Tessin. Statt normaler Radios gab es nur diese Drahtfunkradios im Hotel,
die hatten für den Hotelier den Vorteil, sie waren für Diebe uninteressant, da sie zum normalen Rundfunkempfang untauglich waren.
Klangqualität entsprach guter Mittelwelle, war aber merklich rauschärmer als normale Radios. Nur das Knacken diverser Lichtschalter störte da doch etwas.
Ein Netzfilter hätte wohl geholfen, das war den Leuten dann wohl doch zuviel Aufwand.


von Nohab - am 29.04.2007 16:27
Auf dieser Seite
http://www.radiomuseum.org/forum/frequenzen_der_afn_sender_in_d.html
gibt es eine Liste der AFN-Mittelwellensender von 1990.

Demnach hatte man in einigen Orten AFN auf Mittelwelle über Kabel verbreitet.

Schon seltsam, daß man die Mittelwellenfrequenzen im Kabelnetz genutzt hatte, wo doch im Kabel quasi Koordinierungsfreiheit besteht und man UKW-Frequenzen hätte nutzen können.

Oder war damit dieses Powerline gemeint?

Wie schafft man es bei Powerline eigentlich, daß die HF nicht abgestrahlt, sondern nur über unisolierte Kabel übertragen wird?

von Kay B - am 20.03.2013 15:27
Das schafft man nicht. Deshalb stört Powerline unter umständen ja auch den AM Empfang ganz ordentlich.

von Spacelab - am 20.03.2013 15:31
Ich kenne keine Powerlinetechnik die nicht den LW und MW Empfang stört.

von digifreak - am 20.03.2013 15:33
Zitat
Kay B
Demnach hatte man in einigen Orten AFN auf Mittelwelle über Kabel verbreitet.

Oder war damit dieses Powerline gemeint?

Wie schafft man es bei Powerline eigentlich, daß die HF nicht abgestrahlt, sondern nur über unisolierte Kabel übertragen wird?


Der Begriff den Du suchst ist "Carrier Current". Dabei wird das AM-Signal wie bei Powerline auf die Netzleitung eingekoppelt. Die Abstrahlung ist dabei gewollt, reicht aber nicht weit. In den zu versorgenden Gebieten ist es dann mit allen Mittelwellenradios ohne Probleme zu hören, auch wenn sie nicht direkt mit dem Netz verbunden sind.

Catperson

von catperson - am 20.03.2013 17:31
Was ist der Unterschied zwischen Carrier Current und Powerline?

von Kay B - am 20.03.2013 18:13
Bei Carrier Current wird die Stromleitung absichtlich und direkt zur Ausstrahlung von Radio verwendet. Man stellt ein Mittelwelle Radio neben die Stromleitung und empfängt. Bei Powerline brauchst du ein spezielles Empfangsgerät und die Abstrahlungen über die Stromleitungen sind ein Abfallprodukt. Außerdem ist Powerline für schnelle Datenübertragung gedacht und nicht für AM Radio.

von Spacelab - am 20.03.2013 18:22
Danke.

von Kay B - am 20.03.2013 18:32
Wie soll denn das technisch gehen ? Die Netzspannung müsste doch den AM-Sender zerstören.
:confused:
Da würde mich mal ein Schaltungsbild interessieren.

von sup2 - am 20.03.2013 20:51
Das wird wohl genauso funktionieren wie bei Powerline auch. Da hängt der Sender ja auch an der Stromleitung. Der einzige Unterschied ist das es keine Amplitudenmodulation ist.

von Spacelab - am 20.03.2013 20:59
Die Sender werden dabei nicht zerstört. Die Einkopplung der HF kann über einen simplen Kondensator erfolgen. Es gab früher auch Babyphone und Sprechanlagen mit Übertragung über das Stromnetz.

von Marc_RE - am 20.03.2013 21:38
Wie bereits gesagt. Im Prinzip ist die Netzspannung beim Einspeisen der HF auf die Stromleitung kein Problem. Ein simpler Kondensator blockt die zuverlässig ab. Das Problem ist, daß man für die Versorgung von deutlich mehr als einer Wohnung schon nachhaltig "Sende-"Leistung einspeisen muß; die Stromleitung aber HF-technisch hoffnungslos fehlangepaßt ist. Also: "Reinstecken und läuft" ist bei solchen Anlagen nicht.

Catperson

von catperson - am 20.03.2013 22:07
Das mit dem Powerline war wohl ein Stichwort. Derweil hat jemand hier im Ort wohl auch so ein Ding.

Gestern habe ich mal wieder über das Mittelwellenband gescannt. Und im Bereich von 650 kHz bis 1450 kHz ist da ein weißes Rauschen drauf, das am stärksten ist, wenn man die Antenne zur Stromleitung ausrichtet.

Und die Stromleitungen laufen hier im Ort noch schön nach DDR-Standard als Einzeldrähte über Maste, sodaß die Stromleitungen schön als Sendeantenne fungieren.

von Kay B - am 21.03.2013 09:20
Dann hat das Powerline Teil aber ordentlich Zunder. Denn selbst im Freifeld (das örtliche Tennisheim wird auch noch per Stromleitung von Mast zu Mast versorgt und steht schön frei) geht die Störweite des dortigen Powerline Modems vielleicht 8 Häuser weit. Denn das Signal läuft ja nicht unbegrenzt weit durch die Stromleitung. Außerdem stört Powerline hauptsächlich im Kurzwellenbereich und je nach Modus auch ordentlich im Langwellenbereich.

Im Prinzip stimmt es aber schon das diese Powerline Teile wie die Pest für DXer sind. Die Teile sprießen aber auch wie Pilze aus dem Boden. Man bekommt ganze "Startersets" relativ günstig zu kaufen und es ist ja auch so schön einfach. Powerlinerouter an das DSL Modem geklemmt, Stromstecker rein und fertig ist die Laube. Den PC schließt man dann entweder mit einem Powerline > LAN Adapter oder gleich mit nem Powerline > WLAN Adapter an. Beim örtlichen ProMarkt gabs das Set (Powerline Router mit 2 WLAN Sendern) für 99 Euro. Mittlerweile gibt es ja auch Audio/Video Systeme für die Steckdose wo man Bild und Ton vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer oder den Hobbyraum bekommen kann. Sogar ganze Satanlagen (für bis zu 7 Teilnehmer) kann man über Powerline schleusen. Also irgendwie schon klar das diese Teile jetzt überall so aus dem Boden sprießen.

von Spacelab - am 21.03.2013 09:47
Mit einer Reichweite von 8 Häusern hat man ja schon den Durchmesser eines kleinen Dorfes.

Und wenn man dann noch mit der Rahmenantenne empfängt, dann kommt da halt ordentlich was an.

von Kay B - am 21.03.2013 09:52
Ja das war ja jetzt auch ein Extrembeispiel. Das ist ein Ytong Stein Bau mit quasi offen liegenden Stromleitungen plus die frei hängende Oberleitung. Das ganze Gebäude ist also eine einzige Sendeantenne. Und dann hatte ich das Radio (ein 909er Sangean) auch immer auf das Gebäude ausgerichtet.

von Spacelab - am 21.03.2013 09:56
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