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Haben Funzeln wirklich Hörer ?

Startbeitrag von Der Korken am 05.05.2007 07:33

Das ist die Frage.
In den letzten Monaten konnte man es verstärkt lesen : da wandert eine Woche lang ein Sender in Hessen von einer Frequenz zur anderen . Offenbar wurde das nur von den Freaks bemerkt.
Ein Sender in NRW sendet gleich ein halbes Jahr mit unterschiedlich lauten Kanälen - es interessiert wohl auch keinen Hörer mehr. Dann gibt es noch ungehörte Programme, die ruhig mehrere Tage ausfallen können - der Freak bemerkt das, der Hörer offenbar nicht.
Oder läuft auf einem Minisender eher Bayern1 statt einem Wortprogramm - wen juckt es ? Oder wenn ein Sender den Hub drastisch erhöht - auch dann muss es wohl erst von einigen Freaks hier geschrieben werden, bis woanders reagiert wird.
Das lässt darauf schliessen, dass diese Funzeln offenbar nur die Funktion haben, zu zeigen, dass man auf Sendung sein könnte. Aber auch nicht mehr. Fernüberwachung der Sender ist ja für viele Möchtegernradiomacher ein Fremdwort.

Ist es wirklich so - weil ja fast nachgewiesen - dass diese Minisender so gut wie keine Hörer haben, und man diese nur benötigt, um gewissen Gremien oder Werbetreibenden die "große Reichweite" dokumentieren zu können, die diese Sender offenbar gar nicht haben ?

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat

Ein Sender in NRW sendet gleich ein halbes Jahr mit unterschiedlich lauten Kanälen

ZWEI Sender :D.

Aber zum Thema: Unsere Funzel Lübbecke ist so ein Kandidat, der wohl wirklich von NIEMANDEM genutz werden dürfte!
Kein nicht-DXender Mensch kennt überhaupt die Frequenzen des Senders, wenn z.B. ein Kollege Einslive einstellen will schaltet er die 105,5 ein, auch wenn er direkt vorm Lübbecker Turm steht (schon unzählige male erlebt).
Beim Sender Bad Oeynhausen ist es nicht anders, obwohl der für mich gar nicht in die Kategorie Funzel fällt (250 Watt von einem im Vergleich zum Umland sehr hohen Berg sind nicht ohne...)
Es gibt zwar ein paar Kleine Gebiete, in denen der Teutobruger Wald hier wirklich nur verzerrt zu empfangen ist, aber in dem größten Teil dieser Gebiete sind die Funzeln gar nicht zu empfangen bzw. so schlecht, dass man dann doch lieber den verzerten "Bielstein" in Kauf nimmmt.

Ich schätze mal, díese Sender wurden damals nur aufgeschaltet, weil sich ein paar wenige Personen in den gestörten Gebieten über den schlechten Empfang beschwert haben (bei TV Füllsendern reichte es tlw. aus, wenn nur eine einzelne Person sich beschwert hat, und schon wurde einer gebaut - zumindest ein solcher Fall ist mir definitiv bekannt).

Radio21 kommt dagegen mit 500 Watt vom Brunnenberg in 45 km hier noch sehr gut hörbar an und wird auch genutzt und vom Suchlauf gefunden :D -> das ist keine Funzel.

von WiehengeBIERge - am 05.05.2007 07:42
Zitat

Ich schätze mal, díese Sender wurden damals nur aufgeschaltet, weil sich ein paar wenige Personen in den gestörten Gebieten über den schlechten Empfang beschwert haben (bei TV Füllsendern reichte es tlw. aus, wenn nur eine einzelne Person sich beschwert hat, und schon wurde einer gebaut - zumindest ein solcher Fall ist mir definitiv bekannt).


Oder einfach nur aus Bestandsschutz! Glaube auch nicht, das irgendwer z.B. den UKW-Sender "Arnsberg" brauch.

von 88,7 MHz - am 05.05.2007 07:57
Ich denke, es kommt darauf an, ob die Funzel die einzige Möglichkeit ist, dass Programm in dieser Stadt zu empfangen, oder ob sie nur einen besseren Empfang bringen soll.
Außerdem kommt es auf die Attraktivität des Programmes an.
beispielsweise war früher die Kasseler 104,6 die einzige Möglichkeit planet in Nordhessen zu hören. Man verband planet mit der 104,6 und wusste ab wo man diese mobil auf dem Weg nach Kassel genießen konnte und wann es vorbei war. planet ist ein attraktives Programm, denn im Umland ging ja früher nur hr1234 und FFH. Wer also aktuelle Musik hören wollte, versuchte diese Frequenz anzupeilen. Heute kann man planet über 100,3 überall in Nordhessen hören, die 104,6 braucht man wirklich nur noch für das Kasseler Becken, würde sie ausfallen, würden das weniger Leute bemerken als früher, weil das Umland die 100,3 anhat.

Ausfälle von Funzeln die nicht so attraktiv sind (sorry, aber das ist dann sowas wie DKultur, Einslive Lübbeke etc.) fallen bestimmt nur einigen wenigen auf.

von ziyati - am 05.05.2007 09:50
@Pidelskrämer: Sehr schöner Beitrag. Die meisten Funzeln dienen nur dazu, Frequenzen, die von anderen Sendern genutzt werden könnten, unhörbar zu machen. Bei analogen Autoradios konnte man ja sehr schön sehen, welche Frequenz die Leute eingestellt hatten. Mir ist dabei aufgefallen, dass in 90% der Fälle die Funzelfrequenz nicht gehört wird. Hier gibt es z.B. die 93,3 für SWR3 aus Eltville. Ich kenne niemanden, der SWR3 nicht über die 101,1 hören würde und wenn der verzerrt ist, gäbe es noch die 91,6, die 93,7, die 99,9... Die Funzel auf der 93,3 nutzt kein Mensch. FFH wird über die 105,9 gehört, die drei Wiesbadener Studiofunzeln hört kein Mensch = böswillige Frequenzverstopfung! In meiner Heimatstadt Wuppertal hört fast jeder seit Jahrzehnten WDR2 über die 99,2, gelegentlich auch über die 93,5, wenn Langenberg verzerrt ist. Obwohl die 99,8 Funzel nun schon seit 20 Jahren on air ist, wird sie m.E. von weniger als 25% der WDR2 Hörer in Wuppertal genutzt. Ich würde als ersten Schritt alle Füllsender unter 1 kW abschalten, mal sehen, ob sich jemand beschwert! :-)

von Free Speech - am 05.05.2007 10:33
Selbst wenn man wollte, die beiden D-Radio Frequenzen aus (FFM-)Oberursel kann man sich fast gar nicht anhören, da beide nur jeweils 0,1auf andere Sender drauf koordiniert wurden. Folge sind unerträgliche Störungen.

Viele Leute die ich kenne benutzen Ihr Radio meist in dem sie auf Scan drücken. Funzeln werden von diesen Sendersuchläufen oft erst gar nicht erkannt.

von Nordi - am 05.05.2007 10:46
So, mir sind grad mal ein paar Beispiele aus meiner Gegend eingefallen. Sie sind grundsätzlich verschieden voneinander, aber alle haben eins gemeinsam: Vom Optimum sind sie erschreckend weit entfernt.

Die 94,0 von You.FM in Friedberg ist durch Plakatwerbung recht bekannt, obwohl an vielen Ecken die 90,4 aus Frankfurt ebenfalls geht - genau wie die 97,7 vom Rimberg. Da die Reichweite der 90,4 tatsächlich im Vergleich zur 100,2 von Planet Radio etwas schwächelt und eine Frequenz für Friedberg somit gerechtfertigt ist, wäre es allerdings wünschenswert, wenn You.FM nicht auf einer gleichkanalbelasteten Frequenz und vom Rand eines Talkessels senden würde.

Die Nieder-Mörler 104,6 von Planet Radio dagegen ist meiner Einschätzung nach weniger bekannt, schließlich gibt es die Frankfurter 100,2 schon sehr viel länger und im Friedberger Raum geht sie auch noch einigermaßen, nach Norden übernimmt die 100,3 vom Rimberg. Reichweitengewinn? Für 500 Watt von dem wenigstens erträglichen Standort auf einem Ex-TV-Umsetzer minimal.

Was mir beim Stichwort "hörerlos" einfällt, ist die 96,0 vom Klassikradio in Butzbach. Alternativen für diese putzige 80-Watt-Funzel gibt es keine, da man die Sender aus der Raimundstraße in der leicht hügeligen Wetterau kollektiv vergessen kann. Zusammen mit der auch in Friedberg verwendeten Geldsparmethode (Funzel auf vorhandene Vermittlungsstelle draufsetzen) kann man sicher sagen, dass das ne Koordinierung für die Tonne ist, die wohl auch keiner hört.

Noch ein Beispiel für potentielle Hörerlosigkeit ist die 89,9 vom DLF aus Friedberg. Lächerliche Reichweite auf einer (bis auf Weinbiet, aber der hat nur an Südhängen was zu sagen) relativ freien Frequenz dank ungünstigem Standort. Dabei geht hier in der Gegend an vielen Ecken die 103,3 vom Heidelstein recht gut und neuerdings auch noch die 91,3 vom Rimberg. Hier würde vielleicht das DLR Kultur Sinn machen, das es nur eher schwach vom Inselsberg gibt - aber für den DLF ist die Funzel praktisch überflüssig.

von Hagbard Celine - am 05.05.2007 10:50
Da die Radionutzung zumeist über Küchenbrüllwürfel, Billig-Büroradios oder Ghettoblaster erfolgt, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die "Funzelsender" hier in Hessen nur in unmittelbarer Nähe der Sendeanlagen (das heißt rund 1 km um die Sendetürme herum) gehört werden können. In Wiesbaden-Nordenstadt im Industriegebiet stehen etwa alle Empfänger entweder auf FFH oder RPR Eins, höchstens noch hr 3 oder SWR 3, oder wenn's ältere Mitarbeiter sind SWR 1 oder hr 1. Ganz einfach, weil Alternativsender wie Main FM, Skyradio oder hramony.fm mit Billigradios und zudem in computerstörungsverseuchten Büros gar nicht empfangen werden können.

von Wiesbadener - am 05.05.2007 11:19
Zitat

Was mir beim Stichwort "hörerlos" einfällt, ist die 96,0 vom Klassikradio in Butzbach.

In der Tat. Bei dieser Funzel kann noch nicht mal die AF-Funktion als Argument herhalten (was bei der ein oder anderen Funzel evtl. noch durchgehen würde), weil ja drumrum weit und breit kein anderer Sender ist.

von Nordi - am 05.05.2007 11:44
Mich würd mal interessieren, ob auch nur einer in Köln Eins Live auf 87.6 hört...obwohl, vielleicht hat ja einer einen neuen Tuner ausgepackt, und dessen Suchlauf blieb ohne angeschlossene Antenne direkt im Schatten des Sendemasts auf der 87.6 stehen...


von PeterSchwarz - am 05.05.2007 17:06
Funzeln haben Hörer, auch wenn viele überflüssig sind. Denn jedes RDS-Autoradio wird im Nahfeld der Funzel auf diese wechseln, weil sie stärker ist.
Funzeln verbessern auch den Empfang, und wenn man sie abschaltet, beschweren sich vielleicht doch einige Hörer- vorausgesetzt es ist ein viel genutztes Programm und die Funzel steht in besiedeltem Gebiet. Selbst wenn ein anderer Sender mit 75dB ankommt, benötigt das Billigradio im Keller ohne Antenne vielleicht 85dB. Insofern ist es ein Marktvorteil, Städte gezielt mit Zusatzfunzeln zu bestrahlen, so traurig das ist.

von peeraxel - am 05.05.2007 17:43
Zitat

Denn jedes RDS-Autoradio wird im Nahfeld der Funzel auf diese wechseln, weil sie stärker ist

Falsch! Bei der Funzel Lübbecke z.B. kannst du direkt drunter stehen und das Radio bleibt auf den Teutoburger Wald-Frequenzen (und das nicht nur mit einem Autoradio, sondern bisher mit allen, mit denen ich es getestet habe Nur ganz wenige haben 100 meter vor dem Sender :D dann mal kurz auf die Lübbecker Frequenz geschaltet, das war aber eher die Ausnahme). Das wollte ich eigentlich vorher schon schreiben...


von WiehengeBIERge - am 05.05.2007 18:06
Meine Beispiele aus Baden-Württemberg:

100,9 Schwäbisch Gmünd (SWR 4)
94,1 Bopfingen/Härtsfeldhausen (SWR 4)

Mein Autoradio hat noch nie von 96,9(Aalen/Braunenberg) auf einer der beiden "geswitcht".

Ne Sauerei sind auch die SWR Frequenzen vom Funkhaus in Stuttgart. Das ist GEBÜHRENVERSCHWENDUNG!!!!

von electroSMOG - am 05.05.2007 18:57
Das ist die neue taktig um neue Hörer zu gewinnen, man krallt sich die 87,6 und in nu hab man einige Hörer mehr. Das ist bestimmt bei 1Live so, argument hat ja der WDR, ach was war da noch-ah die Belgier stören irgendwon da hat sich ein Hörer mit einem Küchenbrüllwürfel beschwert. Dann nehmen wir schnell die 87,6 aus Köln. :D

von DJ Taifun - am 05.05.2007 21:45
wenn ich da auch ein Beispiel bringen dürfte aus Tirol:

In Innsbruck hat Ö3 zwei Frequenzen:
Patscherkofel 88,5 Mhz mit 45 kw
Seegrube 99,5 Mhz mit 0,1kw
fast niemand scheint in Innsbruck die 99,5 zu kennen, alle damaligen Kollegen und andere Hörer haben nur die 88,5 eingeschalten. Dabei ist die 99,5 für alle Bewohner unterhalb vom Kofel sehr wichtig, denn die 88,5 vom Kofel geht unter dem Berg (Igls und Vill) nur verzerrt, bzw. verrauscht rein.



von Radiopirat - am 05.05.2007 22:28
Wenns nix anderes als die Funzel gibt... bei Radio Top40 ist das doch so: alles Funzel-Hörer, bis auf die Kabelhörer und die DAB-Hörer. Da kommt ne ganze Menge Funzel-Hörerschaft zusammen - geht halt nicht anders.

von Chris_BLN - am 05.05.2007 22:55
Ja also die TOP 40 Funzeln werden schon gern gehört,gut es gibt ja für den Normalhörer keine Alternative,da kommt immer der Spruch ,,TOP 40 geht nur in den größeren Städten weiter halt nicht,,
So wenn ich dann sag das ich TOP 40 auch in Steinheid im Auto hören kann glaubt mir das erstmal keiner,logisch :rolleyes: Dann schalt ich das Radio an und dann wird erstma blöde geguggt.
Von DAB hat halt echt kaum Einer was gehört :(
MDR INFO wird wohl auch eher selten gehört,es ist hier ja über die 882 recht gut zu hören und so viel Werbung macht das Programm j auch nicht über seine UKW Verbreitung.
Und warum sollten in Sonneberg die Autofahrer großartig scannen,die haben hier ihre Frequenzen vom Bleß eingespeichert,dann noch die von Antenne Bayern,Bayern 1 und 3,Radio Eins und TOP 40.
Villeicht noch ein DLF oder D-Radio,das wars dann auch....

von Robert S. - am 06.05.2007 11:16
Als vor rund einem Jahr in Bad Kreuznach die SWR-Frequenzen umgestellt wurden, war bei SWR3 gerade eine Hörerin auf Bad Kreuznach am Telefon. Der Moderator sagte ihr, daß sie nun ihr Radio auf die neue Frequenz einstellen muß um SWR3 zu hören. Daraufhin meinte die Hörerin, daß in Bad Kreuznach ohnehin jeder SWR über Donnersberg 101,1 höre. Also wird dort auch kaum jemand die 93,5 einschalten.

@50 Grad N, 8 Grad O:
Die 93,3 kommt übrigens aus Rüdesheim, nicht aus Eltville. Die lasse ich mir aber noch gefallen, da im Raum Ingelheim / Gau-Algesheim die 101,1 z.T. sehr verzerrt ist und die 91,6 auch nicht überall sauber kommt.

Mein Beitrag zur ungehörten Frequenz: 106,3 Bingen für DR Kultur. Viel zu schwach und störanfällig.

von Harald P. - am 07.05.2007 14:24
Zitat
Harald P.
Als vor rund einem Jahr in Bad Kreuznach die SWR-Frequenzen umgestellt wurden, war bei SWR3 gerade eine Hörerin auf Bad Kreuznach am Telefon. Der Moderator sagte ihr, daß sie nun ihr Radio auf die neue Frequenz einstellen muß um SWR3 zu hören. Daraufhin meinte die Hörerin, daß in Bad Kreuznach ohnehin jeder SWR über Donnersberg 101,1 höre. Also wird dort auch kaum jemand die 93,5 einschalten.


Wobei die 101,1 MHz in den oberen Lagen von Bad Kreuznach wirklich nicht sehr brauchbar ist (viele Verzerrungen). Da lohnt sich wieder die Funzel.

Gerade in Bad Kreuznach machen diese Minisender durchaus Sinn, da sie das ganze Stadtgebiet plus Ortschaften einwandfrei (Küchenbrüllwürfel) versorgen. In Wiesbaden z.B. ist das ja viel abenteuerlicher. Da reicht es ja mitunter wirklich nicht weit.

von seventeen - am 07.05.2007 16:50
Zitat
Nordi
Selbst wenn man wollte, die beiden D-Radio Frequenzen aus (FFM-)Oberursel kann man sich fast gar nicht anhören, da beide nur jeweils 0,1auf andere Sender drauf koordiniert wurden. Folge sind unerträgliche Störungen.

Ich war heute in Oberursel, im Zimmersmühlenweg, in unmittelbarer Nähe zum Sendeturm. Ich schaltete DKultur ein und wunderte mich, dass das Radio auf die 99,8 aus Heusenstamm schaltete. Also ging ich manuell auf die 101,8. Obwohl ich quasi direkt neben dem Sendeturm stand, war die Frequenz so von Säuseln hinterlegt, dass man sich das nicht lange anhören konnte. Sogar die 107,7 aus Hanau kam in Oberursel stärker an als die 101,8. Das ist echt eine Funzel, wie ich sie lange nicht erlebt habe.

Die 103,5 hingegen ist ganz erträglich, hat aber einen riesigen Störradius. Dabei geht die 97,6 in Oberursel auch noch, obwohl direkt daneben noch der Rimberg zu empfangen ist.

von RheinMain701 - am 01.11.2013 12:41
Zitat
RheinMain701
Ich war heute in Oberursel, im Zimmersmühlenweg, in unmittelbarer Nähe zum Sendeturm. Ich schaltete DKultur ein und wunderte mich, dass das Radio auf die 99,8 aus Heusenstamm schaltete. Also ging ich manuell auf die 101,8. Obwohl ich quasi direkt neben dem Sendeturm stand, war die Frequenz so von Säuseln hinterlegt, dass man sich das nicht lange anhören konnte.

Da wäre die Frage wie das Vertikaldiagramm aussieht. Wenn du dich in Nbg unter den Fmt stellst hast du bei Programmen "von oben" auch Probleme mit RDS. Etwas weiter weg schlägt dann alles mit brachialer Feldstärke zu.
Aber es wurde hier auch schon beschrieben, daß z. B. direkt am Ochsenkopfturm die 103,3 vom Heidelstein mit RDS problemlos empfangbar ist.
=> Ist das vielleicht das Beobachtete und weniger die vermeintlich schlechte Frequenz ;-) ?

von Thomas (Metal) - am 01.11.2013 13:10
So ganz unten drunter stand ich nun auch nicht (geht auch schlecht, ist ja auf Telekom-Gelände), aber schon im Prinzip nebendran. Kannst dir ja den Standort Oberursel in FMSCAN angucken und dann den Zimmersmühlenweg suchen.

Die 101,8 ist auch wenn man weiter wegfährt nicht besser, eher im Gegenteil. Immerhin kann man DKulur im Rhein-Main-Gebiet dank der 99,8 überhaupt mal anständig hören, früher war das quasi unmöglich.

von RheinMain701 - am 01.11.2013 13:15
Dann warst Du nicht in Hauptrichtung, wobei dieser Sender mit ND angegeben ist (ob dieser allerdings so realisiert wurde?). Selbst 100W fetzen dir dann alles in einem Umkreis bis zu 2-3 km bei Sichtverbindung weg. Weder Heidelstein, noch DA, noch WI haben da auch nur den Ansatz einer Chance für Störungen.
Was anderes wäre es wenn z. B. in der Nordweststadt feststellst, daß D-Radio Kultur weder via 91,2 noch via 101,8 sauber empfangbar wäre. DANN könnte man ggf. über eine schlechte Funzelfrequenz sprechen. Wobei auch hier gilt: Wirklich ND?, ansonsten: Was geht dorthin raus?

von Thomas (Metal) - am 01.11.2013 13:35
Wenn ich mal an die Lokalfunker in Bayern denke deren Netze fast nur aus Funzeln bestehen, dann haben Funzeln wohl doch Hörer; immerhin werden in den jeweiligen Regionen teils Quoten im zweistelligen Bereich erreicht.

EDIT: Da wohl schon jemand schneller als ich.

von Zwölf - am 02.11.2013 11:10
Funzeln sollten dazu dienen, bereiche zu versorgen an denen Grundnetzsender schlecht oder nicht aufnehmbahr sind z.b. mangels Sendeleistung oder wegen zu hoher Entfernung.

Bei meinem Orts-funzel-sender Papenburg (N-JOY 92,5 und NDR Info 100,2, beide mit 500 Watt) trifft dies zu.
Zumindest bei N-JOY voll und ganz, denn die 92,7 aus Aurich mit 1 KW sind zwar nicht ganz so schwach in Papenburg aber hauptstörer ist dort NDR 1 (92,8).

Deswegen ist zumindest diese Funzel nachvollziehbar.

von UKW vs. DAB+ - am 02.11.2013 16:58
Wenn eine Funzel ein "exotisches" Programm ausstrahlt, wird sie auch gezielt gehört. Beispielsweise in NRW die Sender von CFN (96.9), AFN (89.2), Fantasy Dance FM (96.7). Andere Funzeln vom WDR, die nur deswegen betrieben werden, um den Kanal für einen möglichen Konkurrenten zu blockieren, werden auch nicht gehört. Was habe ich von einem 1live auf 87.6, der nach wenigen Metern anfängt zu zischeln, wenn ich auf mindestens 3 anderen Frequenzen im Kölner Stadtgebiet astreinen Stereoempfang desselben Programms habe? Das wäre ja schon ein Zufall, wenn ausgerechnet in dem Tunnel oder Tiefgarage, wo die anderen Sender nicht gehen, gerade die Funzel gut geht.
Ganz sicher werden auch die Funzeln der hoffentlich-rechtlichen Sender da gehört, wo die Hauptsender wirklich nur schlecht zu empfangen sind. Beispielsweise in den "Bergen" nördlich von Kleve, wo Langenberg oft wirklich stark gestört ist. Allerdings kann man dort trotz des kleinen Versorgungsgebietes nicht mehr von einer Funzel reden, der Sender ist von Düsseldorf bis Utrecht in Ortssenderqualität zu hören.

von Bolivar diGriz - am 02.11.2013 19:19
Ja, das ist echt schlecht festzulegen.

Bei uns kommt Radio Ostfriesland in Leer mit seinen 200 Watt schon ordentlich weit raus. Bis nach Lathen (45KM) konnte ich denn noch einigermassen Geniessen. Wenn Radio 10 (103,8) nicht währe, könnte ich mir vorstellen das da noch was ginge.

Also Funzel kann man das auch nicht nennen. Es hat ja auch nicht unbedingt was mit der sendeleistung zu tun, vielmehr die Höhe ist wichtig.

Wenn ich da mal Radio Ostfriesland (200 Watt und 140meter höhe) mit N-Joy (500 Watt und 80meter höhe) vergleiche kommt R. Ostfrlnd gleich gut raus wie N-Joy trotz niedrigerer Leistung und größerer Distanz.

von UKW vs. DAB+ - am 02.11.2013 20:26
Funzel ist ja so ne Sache. Es kommt ja auch auf die Höhe und das Diagramm an.

Hier im Saarland sendet nur die 96,3 aus SLS und die Bliestal Frequenzen rund. DIe 100,6 quasi auch noch, aber dann verliesen sie ihn.

Ausserdem tut man solche Funzelkn auch unrecht, wenn sie zum Beispiel als Füller für eine Kette geplant worden sind und mittlerweile einzeln Senden.

von Marcus. - am 02.11.2013 20:38
Beim Thema funzeln fallen mir hier im Allgäu RSA(Radio) und seefunk ein
Beide leben quasi nur von funzeln (von 103,9, 99,3 und 101,8 von seefunk mal abgesehen, wobei deren reichweite auch nicht sooo der burner sind).
Zu RSA sagte mal eine Kollegin, die ein gutes Stück quer durchs Allgäu fahren muss, dass RSA nicht durchgehend empfangbar sei (ob das stimmt, weiß ich nich, sie ist Otto-normal-hörerin)...
Ist der Empfang von RSA trotz der vielen funzeln wirklich so besch...eiden ?

von Möchtegern Dxer - am 03.11.2013 17:17
RSA hat doch ein sehr gutes Sendenetz, von einigen Stellen in Tälern oder Stadtteilen abgesehen.
Der Sender hat (meiner Meinung nach) eher das Gegenteil als Problem: An vielen Stellen im Allgäu kann man mindestens viermal RSA empfangen (97,6- 93,0- 106,1 und 106,3) mit ziemlich mittelmäßigen Empfängern!

Bei Radio Seefunk stimmt das eher mit dem dürftigen Netz, gerade in Orten wie Bad Schussenried oder Sigmaringen, die eindeutig zum Sendegebiet gehören. Seefunk war eben eins der vielen ''Opfer'' von sehr geschickter SWF bzw. SWR Vergabepolitik!

von Housefieber - am 03.11.2013 18:28
Das mit RSA sag ja nich ich, ich frag nur ob es stimmt was ich höre (Kollegin)
Kann aber auch sein, das sie umschaltfaul ist - wobei das ja auch normalerweise das radio übernimmt
Seefunk hat halt auch die besten Frequenzen bekommen (103,9 bsplw)
Seefunk hat in Sigmaringen doch die 104,2?!

Ich kann auch RSA auf 3 Frequenzen empfangen (Lindau, Weiler & oberstaufen)

von Möchtegern Dxer - am 03.11.2013 18:38
Heute werden Funzeln wesentlich mehr Hörer haben als früher. Unbemerkt zumeist, wenn die AF-Funktion des Gerätes eine solche wählt. Zuvor hätte ich mich schon gefragt, ob eine Funzel wie Burgberg-Halden wirklich Hörer hat. Denn es sind ja nur einige Strassenzüge von Burgberg und ein Stück entlang der Straße nach Hindelang, wo es diese wirklich braucht. Die Frequenzen vom Grünten waren und sind aber so bekannt, dass sicher manuell jeder diese wählt. Ich stand übrigens vor gestern morgen direkt an dieser Funzel und das RDS wählte...den Grünten! :D

von Peter Schwarz - am 03.11.2013 18:46
Aus meiner Studienzeit in Trier kann ich berichten, dass ich noch nie gesehen habe, dass die Frequenzen des Füllsenders eingestellt waren. In der Regel war Saarburg oder Haardtkopf eingestellt. Seltener hab ich auch die Eifelfrequenzen gesehen.

In Köln habe ich noch nicht viele Radios sehen können, aber die Stadtfrequenzen waren nie eingestellt. Bonn und Langenberg hielten sich etwa die Waage.

von WellenJäger - am 03.11.2013 20:49
Zitat
WellenJäger
In Köln habe ich noch nicht viele Radios sehen können, aber die Stadtfrequenzen waren nie eingestellt.

Beobachtungen aus den 90ern in Ffm: Die 103,9 für hr3 habe ich niemals gesehen, auch im Nordend/Dornbusch nicht. Dagegen hielt sich 100,2 und 105,9 im gesamten Stadtgebiet etwa die Waage und das obwohl beide etwa gleich gut empfangbar waren. Es scheint also auch daran zu liegen ob eine Funzel einst ein Alleinstellungsmerkmal hatte und davon noch profitieren kann. Ansonsten hilft wirklich nur RDS-AF :-) .

von Thomas (Metal) - am 03.11.2013 21:09
Eine wichtige Funktion der Funzeln wurde hier, glaube ich, noch nicht angesprochen: "sich die Konkurrenz vom Leibe halten".

Einige Beispiele aus Den Haag (Alticom-Toren):

Radio Decibel 99,4 stört BBC Radio 1 aus Tacolneston auf 99,3 (war früher fast immer im Auto zu empfangen, z.B. im Westland oder Scheveningen - nicht in der Innenstadt.

Amor FM 89,8 gegen BBC Radio 2 Tacolneston 89,7, dito.

Radio 4 (NL) 94,1 gegen BBC Radio 4 Tacolneston ebenfalls 94,1
und gegen VRT Radio 1 (Belgien) aus Schoten 94,2.

Radio West 89,0 gegen VRT MNM Schoten 89,0.


Wer mir sagt, dass das alles Zufall ist (die Liste könnte noch erweitert werden), der darf nächsten Samstag meinen Lottoschein ausfüllen.

Vor ca. zwanzig Jahren waren diese Sender aus England und Belgien hier in Den Haag so gut wie immer beifahrertauglich zu hören, wenn man mal vom Bereich der Innenstadt absieht. Stationär mit Teleskopantenne oder Zimmerdipol ging es noch besser, wenn man nicht gerade im Parterre wohnte. Ich kannte damals einige, die BBC Radio 1 regelmäßig hörten. Auch in einigen Büros lief der.
Tacolneston ist zwar Luftlinie 220 km entfernt, jedoch verläuft fast der gesamte Ausbreitungsweg über Seewasser. Gelegentliche Rauscheinbrüche gab es. Sie waren sehr charakteristisch, ein sehr kurzes, schnelles Absinken der Feldstärke. Es klang anders als ein Rauscheinbruch von Sendern die über Land hereinkommen. So ein Rauscheinbruch dauerte vielleicht eine halbe Sekunde und wurde auch von Nicht-DXern gern verschmerzt.

von Zintus - am 04.11.2013 13:00
Zitat
Peter Schwarz
Die Frequenzen vom Grünten waren und sind aber so bekannt, dass sicher manuell jeder diese wählt. Ich stand übrigens vor gestern morgen direkt an dieser Funzel und das RDS wählte...den Grünten! :D

Das ist ein Problem, das die "Einschaltquoten" von Funzeln weiter senkt!
"Hier" ist ja der Hohe Peißenberg der "lokale Platzhirsch" unter den BR-Sendern. Es gibt aber noch "Funzeln" wie Herzogstand und Laber. Das Problem: RDS-Autoradios wählen diese nicht, auch wenn sie einwandfrei empfangbar sind. Sie wählen den pegelstärkeren Hohen Peißenberg oder den Wendelstein, obwohl beide immer mal wieder verzerrt klingen. Da muss man schon manuell die nächste Funzel auswählen, wenn man keinen Ohrenkrebs bekommen möchte...

von DH0GHU - am 04.11.2013 13:14
Nö, es kann auch einfach der Wunsch nach "stärkster Sender auf der Skala" sein. Gabs/gibts nicht auch Radios, die die Sender beim automatischen Suchlauf entsprechend priorisieren? Ich meine, sowas mal gesehen zu haben.

von DH0GHU - am 04.11.2013 13:48
Schöne Beispiele aus Wiesbaden/Mainz:

FFH hören alle auf 105,9 (Großer Feldberg). Die 102,0 (Wiesbaden) schaltet niemand ein.

RPR Eins hört man in Mainz auf 100,6 MHz (Ober-Olm) Die Stadtfrequenz (98,1 MHz) hört niemand.

von Ihre Majestät - am 04.11.2013 13:48
Ein Beispiel von sinnloser funzel-frequenz ist auch ulm 90,0 Radio7
Wozu brauchts die ?
Meiner Meinung nach auch nur Konkurrenz kleinhaltung, die Frequenz hätte ja ein anderer sender bekommen können?!?

von Möchtegern Dxer - am 04.11.2013 18:02
Eine wichtige Funktion der Funzeln wurde hier, glaube ich, noch nicht angesprochen: "sich die Konkurrenz vom Leibe halten".






Das klappt auch bei uns hier im Erzgebirge super, 99,5 MDR Info Zschopau gegen Bayern 3 99,4 vom Oschenkopf oder 104,8 R.SA in Annaberg gegen 104,9 Radio SAW aus Leipzig. Radio SAW habe zu meiner Schulzeit gerne zum Frühstück gehört, ich war damals ziemlich sauer als Oldie FM plötzlich spielte, aber jeder hat so seinen Musikgeschmack.

von Sandy N - am 04.11.2013 18:10
Hier in HH bezeichne ich die91,7 auch als Funzel, auch wenn die vom heinrich-Hertz-Turm kommt. Die 91, 7 ist eigentlich nur zentral im Stadtgebiet gut hörbar. Und der Sender dort wird auch gerne gehört, das ist 917 XFM. Dieser sendet in der zeit von 6-24 Uhr. In der übrigen zeit ist dort 106,8 das neue Alsterraduio zu hören Ein weiteres beispiel, das auch Funzeln gehört werden!

von kampfkater - am 04.11.2013 18:23
Zitat
_Yoshi_
Das mit der Konkurrenz könnte was dran sein.

Hier wurde die 91,5MHz mit DLR Kultur belegt.
Bei dem kleinsten Tropo konnte man auf dieser Frequenz MDR Jump Empfangen.


Interessant!

Ich hatte mal ein paar Brocken Frequenzen durchprobiert und gemerkt das fast alle total belegt sind.
Die einzige Frequenz die nicht von einem starkem Sender gestört wird ist die 89,0 RTL.

von UKW vs. DAB+ - am 04.11.2013 19:03
Auch hier das selbe

HR3 87,6 wird von 1Live aus Kölle platt gemacht

DLF 91,3 macht Dasding auf selbiger frequenz platt

SWR3 99,4 aussm Ahrtal macht den empfang von Dasding auf selbiger Frequenz zu nichte

Wer braucht eine 99,4 fürs Ahrtal? die 94,8 geht im ganzen ahrtal nahe zu rauschfrei
die 99,4 hätte man dasding geben können, so wären sie bis in den Norden und weiter in die eifel und westerwald durchgehend zu empfangen.

Die 95,3 you fm kann man wegen SWR2 95,4 weitestgehend vergessen

FFH 105,9 kann man weitestgehend wegen Radio Erft 105,8 vergessen

von Rheinländer - am 04.11.2013 20:00
Ist schon mies diese Funzelei.......hr3 89.3 wird im Raum Köln durch NEWS89.4 aus Düsseldorf angegriffen,hr4 102.5 ist sowieso durch 1Live Venusberg platt und hr1 wird selbst in Köln noch von der 94.3 aus Solingen angekratzt und die 91.0 Sackpfeife vom DLF aus Wuppertal.Einfach zum Kotzen!!!!!

Schlimm auch das Szenario in und um Paderborn,wo das Uniradio die 89.5 hr3 vom Meissner und BFBS2 die 105.1 FFH platt macht :mad:
Naja und aus Bielefeld stört dann der DLF mit der 95.5 die 95.5 hr2 vom Meissner und die 101.6 kratzt die 101.7 hr4 bei Seite....

von PrismaPlayer - am 04.11.2013 23:10
Zitat
PrismaPlayer
Ist schon mies diese Funzelei.......hr3 89.3 wird im Raum Köln durch NEWS89.4 aus Düsseldorf angegriffen,hr4 102.5 ist sowieso durch 1Live Venusberg platt und hr1 wird selbst in Köln noch von der 94.3 aus Solingen angekratzt und die 91.0 Sackpfeife vom DLF aus Wuppertal.Einfach zum Kotzen!!!!!

Schlimm auch das Szenario in und um Paderborn,wo das Uniradio die 89.5 hr3 vom Meissner und BFBS2 die 105.1 FFH platt macht :mad:
Naja und aus Bielefeld stört dann der DLF mit der 95.5 die 95.5 hr2 vom Meissner und die 101.6 kratzt die 101.7 hr4 bei Seite....


Warum hat man die 91,3 DLF nicht mehr nach süden ausgeblendet? Die 89,1 kommt doch auch schon recht weit bis nach köln.

Bevor der Ahrtal sender auf sendung ging, konnte man Dasding sogar noch stellenweise bis kurz vor Bonn empfangen. Da ging zumindest stationär der empfang in remagen linz bzw Bad Hönningen noch brauchbar, nun ist auf höhe bad Hönningen schluss :mad:

von Rheinländer - am 05.11.2013 06:17
Bitte beim Thema bleiben.

Ob die Funzeln sinnlos, schlechter koordiniert oder sonstwas sind, kann gerne in diesem Thread diskutiert werden.

Generell kann man, denke ich, sagen, dass Funzeln eher gehört werden, wenn es kleine Anbieter sind, die großteils ausschließlich über Funzeln senden. z. B. freie und Uniradios oder Lokalsender. Aber auch die D-Radio-Funzeln haben sicherlich Hörer. Funzeln von großen Anbietern dienen häufig nicht unbedingt der besseren Empfangbarkeit und werden deshalb auch weniger gehört.

von Sebastian Dohrmann - am 05.11.2013 06:28
Richtig. Beispiel aus Fulda: 99.9 planet, 95.7 harmony.fm, und 105.7 Bob! sind bekannt, da kaum ein anderer Sender mit dem gleichen Programm so gut empfangbar ist. Also werden diese auch gehört. Die 88.5 von hr3 kennt dagegen niemand.

von m83 - am 05.11.2013 11:19
Zitat
Wellenjäger
Aus meiner Studienzeit in Trier kann ich berichten, dass ich noch nie gesehen habe, dass die Frequenzen des Füllsenders eingestellt waren. In der Regel war Saarburg oder Haardtkopf eingestellt.

Mein Autoradio wählt bei jeder Fahrt nach Trier ab dem Verteilerkreis am Stadteingang die Frequenzen des SWR-Stadtsenders. Folglich hat dieser Sender durchaus Hörer, einfach weil die entsprechenden Frequenzen automatisch angewählt werden oder der Suchlauf dort stehen bleibt.
DasDing, Big FM, Rockland usw. werden sowieso über die Stadtsender Markusberg und Petrisberg gehört, weil sie von Saarburg und Haardtkopf nicht ausgestrahlt werden.

von MainMan - am 05.11.2013 15:25
Von Hanau weiß ich, dass auf Radioweckern u. ä. öfters mal nicht der Feldberg, sondern Würzberg eingestellt ist. Der geht dort, bedingt durch das Mümlingtal, absolut bombig und steht von der Signalstärke her dem Feldberg in nichts nach.

von RheinMain701 - am 05.11.2013 15:39
Ich habe das Thema so verstanden (und so finde ich es auch interessant), ob die Hörer bewusst Funzeln (Füllsender) kennen und einstellen oder den bekannten Grundnetzsender wählen.
Dass Autoradios automatisch den am besten zu empfangenen Sender wählen, auch wenn es sich dann dabei um einen Füllsender handelt, ist doch selbstversändlich. Ebenso ist es kein Wunder, dass in Trier DAS DING über den Stadtsender gehört wird.

von WellenJäger - am 05.11.2013 19:35
Ja ist bei uns auch so das bei uns in der Umgebung die Stadtfrequenz eingeschaltet wird aber nicht nur vom RDS AF sondern auch von den Menschen die hier leben. Ist einfach so, da die anderen Alternativen zu schwach für den sendersuchlauf sind.

So ein 500W brutzler in nichtmal 600m Entfernung zu unserer Mercedes KFZ Werkstatt hat auch so seinen nachteil :

Wenn ein kunde einen Schlechten Empfang bemängelt bei seinem Stammsender NDR 1 NDS (dank beschädigtem Antennenkabel), dann wundert sich der Geselle immer wieder warum alle Sender am Rauschen sind nur N-JOY und NDR Info nicht. Dann kommt immer der satz:,, Warum gehen die zwei, aber NDR 1 nicht?"

Das tolle ist, wir können den Sender vom Pausenraum aus sehen.
Wir haben schon öfters die Techniker am Sender klettern sehen ganz oben bei den Antennen. Meine Arbeitskollegen halten den sender für einen Fernsehturm oder einen Handymast :rolleyes:

von UKW vs. DAB+ - am 05.11.2013 21:07
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