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Weltempfänger vom Penny Markt für 15¤

Startbeitrag von Dr. Antenne am 07.05.2007 12:15

Am Wochenende war in der Post wie üblich ein Prospekt vom Penny Markt, abgebildet war darin ein Weltempfänger für 14,99¤ der UKW, MW und SW empfangen kann. Im großen und ganzen sind diese billigen Empfänger ja nicht so der Reißer, aber ich war trotzdem neugierig und hab mir heute morgen einen aus dem Dorf geholt.


Abmessungen: 14,5x9x3 cm

Erstmal zur Ausstattung: Für jeden Wellenbereich kann man 10 Sender fest einspeichern, es gibt einen Schalter mit "local" und "DX" Stellung, Einen Anschluss für einen Kopfhörer und eine weitere externe Antenne. Zudem ist ein Wecker mit Uhr eingebut und der Empfänger verfügt über eine Teleskopantenne, die sich bis auf 59cm ausziehen lässt. Der Betrieb erfolgt per Batterie oder mit nem Netzteil (sofern man ein passendes hat). Ein Paar kleiner Ohrhörer war auch mitgeliefert, insgesamt hat das Gerät eine 2-Jahres-Garantie.


Zum Empfang: Für knapp 14¤ schlägt sich der Empfänger recht gut, sicher kann er nicht mit den ganzen Sangeans & Co. mithalten aber als "Anfänger-Empfänger" ist er garnicht so schlecht. Aufgrund des regnerischen Wetters draußen hab ich bis jetzt nur in der Wohnung gescannt, das klappte jedoch recht gut. Im UKW-Bereich regelt er den Stereo-Mono-Empfang automatisch. Sogar die beiden schwachen NDR-Programme aus Hannover-Hemmingen gingen idoor rauschfrei, des erfordert schon etwas. Den Hohen Meißner auf 89,5 hab ich auch schon mit (ca.) O=3-4 drin gehabt, ansonsten kann man (mit kleinem Aufwand) auch weitere entfernte Sender z.B. aus Bremen, Hamburg usw. empfangen. Die externe Antenne kann den Empfang zwar nochmal allgemein leicht verbessern, es ist aber etwas umständlich mit der Wurfantenne durch die Gegend zu laufen. Der normale Lautsprecher rauscht von Haus aus etwas, wenn man die mitgelieferten Kopfhörer dransteckt geht zwar das Rauschen weg, der Sound wirkt aber wie aus nem Eierkarton. Mit anderen Kopfhörern ist der Sound aber okay. Ein großes Manko ist sicher die Trennschärfe, da sind gut und gern 280 kHz Filter oder so drin. Nun gut, was will man für den Preis in diese Richtung auch erwarten, mit mehr Trennschäfe wäre der Empfang sicher nochmal ne Spur besser.

Fazit: Als Profi-Empfänger ist er klar nicht geeignet, wenn man aber noch etwas an der Trennschärfe machen kann ist der Weltempfänger sicher für ein paar gute Empfänge zu haben. MW klappte auch schon recht gut, nur SW hab ich noch nicht getestet.


UKW-Bereich reicht von 87,5 bis 108 MHz

Die 50 interessantesten Antworten:

Das sieht verdammt nach dem Gerät aus, was es bei Lidl immer unter dem Namen "Bench" gibt und dass in der Tat für diesen Preis gar nicht soooo übel ist.

von Wiesbadener - am 07.05.2007 13:27
Das letzte Bild ist am beste... warum? Die Sendefrequenz ist einfach toll ;-)

Hat das Gerät denn gar kein RDS? :/

von TheSpirit - am 07.05.2007 13:39
Das gleiche Gerät habe ich mal vor Monaten bei Plus gekauft. Preis ebenfalls rund 15¤. Ich finde das Ding garnicht sooo schlecht. Der Lang- und Mittelwelle Empfang ist meiner Meinung nach ganz brauchbar. Kurzwelle ist zwar nicht der absolute Brüller, aber für die Deutsche Welle oder Ö1 reicht es allemal. Und das mit der recht kurzen Teleskopantenne. UKW ist eher Schrott. Aber was will man auch verlangen. Die Filter sind viel zu breit und schwächere Stationen fangen schnell an zu Rauschen. Also eher was fürs Büro wo eh den ganzen Tag nur der örtliche Dudelfunk läuft. Sehr positiv ist der sehr geringe Stromverbrauch. Wo der 909er Sangy schon den zweiten Satz Betterien leer genuckelt hat, läuft der "Opera" (so hieß der Weltempfänger bei Plus damals) erst richtig warm. :D

von Spacelab - am 07.05.2007 15:23
RDS hat er leider nicht, das wär ne feine Spielerei und für einfach 15¤ unschlagbar.

Aber ganz ehrlich, ich hab schon damit gerechnet, dass man mit dem Ding außer ffn, Antenne oder vielleicht NDR 1 garnichts reinkreigt. Der Empfang ist halt wirklich nicht so schlecht, lässt sich schon was mit machen.


@TheSpirit
Magst du die 107,1 so sehr :D ? Ich hab die 105,6 ja ziemlich gern... :xcool:

von Dr. Antenne - am 07.05.2007 16:28
Ich sag ja, so schlecht ist der Empfang garnicht. Und für 15¤ kann man nicht viel falsch machen. Hier im Forum gab es übrigens mal einen Thread in dem jemand beschreibt wie man das Teil für DRM umrüsten kann. Wenn ich mich noch recht erinnere dann fällt dem Umbau die "DC In" Buchse zum Opfer. Aber dank dem geringen Stromverbrauch sollte das ja kein wirkliches Problem sein.

von Spacelab - am 07.05.2007 16:46
Für mich ist das ein GPX DA8 , den habe ich vor einiger Zeit mal für DRM umgerüstet.
Nicht schlecht das Teil, mit ein paar Schwachstellen aber sonst okay....

Guckst du hier



von Funkerberg - am 07.05.2007 18:22
Bei meinem steht JGC drauf. Scheint aber wohl so ein Allerweltsgerät zu sein, wo jeder seinen eigenen Namen draufschreibt und vermarktet. Was hat er denn für einen Filter drin? Vielleicht kann ich ja was dran tunen...

von Dr. Antenne - am 07.05.2007 18:45
Die Berichte hier haben mich ermuntert und ich bin heute auch kurz beim nächsten Penny hier rein in den Laden. Einen Weltempfänger habe ich da aber nicht gesehen. Auch kein Plakat dafür. :confused:

Vielleicht waren die Teile schon weg und das Plakat dafür entfernt. Die Filiale ist eh ziemlich klein und überall zugestellt. Wenn Penny Fernseher oder PC's hat, hat diese die bestimmt nicht.
Penny ist m. W. nicht in Nord- und Süd unterteilt, wie der Aldi. Die Angebote müssten eigentlich bundesweit gelten.
Wer zu spät kommt wie ich, den bestraft der Rewe-Konzern :p

von Schwabinger - am 09.05.2007 16:57
Der JGC-Empfänger steht auch auf der Penny Homepage! Hier klicken.

Heute Nachmittag habe ich das Gerät in freiem Gelände getestet. Ging recht gut, nur die sauschlechte Sendertrennung macht teilweise Probleme. So ging die 106,1 vom DLF nicht weil die 106,3 von Antenne sie wegdrückte. Antenne wurde wiederum von Radio Flora auf 106,5 überlagert usw. Trotzdem alledem konnte man z.B. sogar Radio Westfalica auf 95,7 oder Bremen 4 (allerdings auf 101,1) brauchbar empfangen.

von Dr. Antenne - am 09.05.2007 20:04
Das zeigt ja nur ein weiteres Mal, dass diese Geräte gar nicht auf den deutschen Markt dürften.
Und wenn, dann nur mit 180KHzFiltern.
Der der Schwachpunkt diese "Weltempfänger" ist immer der gleiche : 280 KHz-Filter.
Meine eigene Erfahrung zeigte, dass diese Radios zum Teil sehr gut sein können - mit 110KHz Filtern eben.

Meine Meinung : Importe diese Art müssten generell sofort im Hafen versenkt werden !

von Der Korken - am 09.05.2007 20:14
Zitat
Der Korken
Meine Meinung : Importe diese Art müssten generell sofort im Hafen versenkt werden !


Das ist aber Umweltverschmutzung!

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 09.05.2007 21:09
Das mit den 280-kHz-Filtern ist traurig, aber wahr - und nicht einmal vom Kaufpreis abhängig! Mein Sangean ATS 305 hat bekanntlich nicht weniger als 79 Euro gekostet. SWR4 auf 105,6 und HR3 auf 106,2 waren unmodifiziert nicht empfangbar, da FFH von der 105,9 (absoluter Ortssender) lässig drüber streute!

Als er dann mit 80 kHz modifiziert war (wenn man nur einen Filter in Reihe hat, ist selbst das vergleichsweise breit) ging RDS bei vereinzelten Sendern, z.B. Planet auf der 100,2, nicht schlechter, sondern sogar besser...weil die Störungen weg waren... ;)

von Hagbard Celine - am 09.05.2007 21:58
@Studio : Nein, ist es nicht. Heutzutage, im Zeitalter der Verschleierung ist es nur eine Frage nach der richtigen Person / Firma.
Folglich ist die Entsorgung der miesen Empfänger direkt im Hafen keine Umweltverschmutzung, sondern : Schaffung neuer Lebensräume durch eine künstliche Barriere. Man verweist dann auf die vielen Fischarten, die endlich wieder Schutzmöglichkeiten fänden. Seltene Muscheln können sich ansiedeln. Dann noch ein paar Expertengespräche im Fernsehen, und plötzlich sind 100 000 müllige Radioempfänger so etwas wie die "Rettung bedrohter Tierarten.". Mit etwas Geschick kann man einen Fördertopf der EU anbaggern und so ist allen geholfen. Radioweitwurf im Watt = Rettung der Umwelt.
Und nur ein leerer Elko ist ein guter Elko, kann nämlich der Einsiedlerkrebs dort sein neues Zuhause finden.

Wie gesagt : es kommt drauf an, wie man es macht und wie man es veröffentlich ;-)



von Der Korken - am 10.05.2007 04:04
Also der Lidl Bench kann auch ohne Modifikation relativ gut DRM, RTL France kommt fast immer mit Ton daher (weil auf 6005 kHz ein analogeer Träger sitzt). Als Einsteigergerät hab ich einen guten Riecher gehabt. Aber DRM-Hörgenüsse bietet er nur selten und man braucht viel Geduld.

Nachteil: der hat keine Frequenzdirekteingabe.

von andimik - am 10.05.2007 12:10
Zitat
Der Korken
Meine Meinung : Importe diese Art müssten generell sofort im Hafen versenkt werden !

Da stimme ich zu, nur wer würde so etwas freiwillig machen, solange die nach "Geiz-ist-geil"-Manier und gutem Verkäufergewinn bei kurzen Umschlagszeiten ihre Käufer finden ( China liefert doch ständig neu nach ... - mal davon abgesehen, dass es Umweltverschmutzung wäre und zusätzlich noch Kosten für das Ausbaggern der Häfen entstünden - :D )

von KlausD - am 10.05.2007 12:55
Diesen "Opera" habe ich vor ein paar Wochen bei Thomas Phillips Sonderpostenmarkt (der verkauft u.a. Plus-Werbeartikel nach der Aktion) für schlappe 9,90 ¤ gekauft :-)

von Harald P. - am 10.05.2007 13:19
Zitat
KlausD
@ Harald P.: Wo ist denn im Rhein-Main-Gebiet ein Thomas Phillips Markt?


In Bingen-Büdesheim

von Harald P. - am 10.05.2007 14:31
Zitat

Der der Schwachpunkt diese "Weltempfänger" ist immer der gleiche : 280 KHz-Filter.
Meine eigene Erfahrung zeigte, dass diese Radios zum Teil sehr gut sein können - mit 110KHz Filtern eben.

Kein Hersteller von Radios wird jemals auf die Idee kommen Filter schmaler als 180 kHz in seine Empfänger zu bauen, wenn nich sogar 230er.
Und das eigenlich auch zu recht, denn Radios sind in erster Linie dazu da, um damit Radio zu hören (ob das wirklich gemacht wird ist eine andere Frage :D), und das geht nur ab 150 kHz aufwärts, alles darunter verschlechtert den Klang. Auch Weltempfänger sind zum Radiohören bestimmt, nicht zum DXen. Die einzigen Geräte, die wirklich dazu bestimmt sind, sind Breitbandscanner, und die haben dann ja meist auch schmalere Filter und verzichten selbstverständlich auf solchen Hörerkomfort wie Stereo und RDS. Und da der wäre ja ohnehin schon nicht toll ;-).
Sein wir doch einfach liéber froh, dass es in den meisten Fällen so einfach ist, selbst schmale Filter einzubauen.
Schön wäre es, wenn es auch noch so einfach wäre, an diese schmalen Filter überhaupt ran zu kommen ;-).

von WiehengeBIERge - am 10.05.2007 14:44
Zitat
Pidelskrämer
und das geht nur ab 150 kHz aufwärts, alles darunter verschlechtert den Klang. Auch Weltempfänger sind zum Radiohören bestimmt, nicht zum DXen.
Sehr richtig, du teilst meine Meinung.

von andimik - am 10.05.2007 15:14

Re: Weltempfänger vom Penny Markt für 15

...je nach Qualität der Schaltung stimme ich euch zu! Ich unterscheide zwischen Geräten zum qualitativ hochwertigen UKW-Ortssenderempfang und "Sportgeräten", wie es z. B. mein Etón E5 mit sehr schmalen Filtern ist. Aber: Mein Blaupunkt-Autoradio klingt mit 3 x 110 kHz mehr als rund. Und auch das wird als Gerät zum Empfangen von Hörfunkdarbietungen in meinem Alltagsauto benutzt.

Durch die verbesserte Trennschärfe kann ich jetzt ohne jegliche Überschläge selbst die grützigsten Nachbarkanalbelegungen hören, die so zurechtkoordiniert werden. NDR 2 Röbel neben Radio Teddy (107,00 / 106,80) war vorher mit diesem Gerät kein Genuß. Zwar ist der NDR hier nicht mehr zuständig, dank gutem Overspill kommt aber hier noch genug Signal an.

Meine Meinung: Breite Filter sind für ortsfest betriebene Geräte zur allgemeinen Berieselung mit ortsüblichen Sendern die richtige Wahl. Dazu zähle ich jegliche Formen von Musikanlagen, Radiorekorder oder ähnliches. Schmaler dürfen sie durchaus bei der Kategorie von Geräten sein, die wir "Weltempfänger" nennen. Wer mit solchen Geräten herumspielt, der will mehr als nur seinen lokalen Dudelfunker damit hören. Dazu gehört neben LW, MW und KW noch ein ansprechender UKW-Empfang. Im Sinne von möglichem Stereo-Empfang über Kopfhörer würde ich als Filterbestückung hier 110er oder 150er sehen. HiFi nach DIN erreicht keines der "billigen" Geräte, also bitte auch kein falscher Stolz!

Vorausgesetzt habe ich jetzt aber bei allen Geräten, daß die Empfindlichkeit und Großsignalfestigkeit überhaupt zu mehr taugt als zum Empfang des Hitdudlers in Sichtweite. Wenn ein Empfänger völlig taub ist, dann sind auch die Filter weitgehend egal.

von PowerAM - am 10.05.2007 15:36
Zitat

Wo ist denn im Rhein-Main-Gebiet ein Thomas Phillips Markt?
In Bingen-Büdesheim

Danke, wenn ich mal in diese Gegend komme, schau ich da mal rein.

von KlausD - am 10.05.2007 15:43
Den wollt ich mir doch glatt antun, hab´s dann aber sein lassen. Hat leider keine Langwelle, und die brauch nun mal für den Deutschlandfunk.



von Reinh_M - am 10.05.2007 16:46
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von schnappdidudeldey - am 10.05.2007 17:54
Ich hab mein Exemplar heute mal geöffnet um mir das Innenleben anzusehen. Doch vorsicht, der reagiert sehr sensibel darauf, der Verbindungsdraht von Platine zur Teleskopantenne hat sich erstmal gleich gelöst, obwohl ich ganz ganz vorsichtig war. Jetzt kann ich erstmal suchen wo das Ding drinne gesteckt hat :rolleyes: .

Und einen standart ZF-Filter hat zumindest meiner auch nicht. Da war nichts entsprechendes zu finden :( . Damit war die Aktion leider total umsonst....

von Dr. Antenne - am 12.05.2007 19:09
Oberhalb der Antennenbuchse, unter der Schraube mit der die Platine befestigt ist, ist eine Lötfläche die mit "LA" gekennzeichnet ist, da kommt die Antenne dran.
Ein Filter ist auch dort zu finden,
Zwischen dem Bandfilter mit dem gelben und dem rosa Kern ist ein blauer 10,7MHz ZF-Filter zu finden.

von Marc_RE - am 12.05.2007 19:54
Zitat
PowerAM
Der Kracher war er aber nicht, oder?


Diesem Thread zufolge nicht. ;) Mal eine Frage an die Experten: Würde es einigermaßen was bringen, das 280-kHz-Filter durch ein 150er zu ersetzen?

von Weltempfängermatze - am 03.05.2010 20:53
Zitat
Mc Jack
Frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip ja. :)

Nur wird das Radio dadurch auch nicht zur DX-Maschine....Prinzipiell sollte es damit aber Ortssender im Abstand von 200kHz trennen können. Wenn es jetzt ffn 102,4 nicht von NDR2 102,6 trennen kann, wird es das nachher höchstwarscheinlich tun.]


Ah, danke, das ist ja immerhin etwas. ;) Eine DX-Maschine erwarte ich für 15 ¤ ohnehin nicht, schließlich habe ich hinreichend negative Erfahrungen mit derartigen Supermarktradios gemacht - die meisten gingen spätestens am Tag nach dem Kauf retour.
Aber für Lötübungen ist so ein billiges Ding sicher geeignet, und wenn es nach der Modifikation als Alltagsradio für "härtere" Umgebungen brauchbar ist - umso besser.

von Weltempfängermatze - am 03.05.2010 21:13
Fuer fortgeschrittene Loetuebungen faengst Du vielleicht mit einem Blaupunkt-, Philips- oder Grundig-Autoradio an, tauscht die dort verbauten zumeist drei 180 kHz-Filter und setzt dafuer 110er rein. Der Aha-Effekt stellt sich schneller ein als mit 'ner billigen Puderdose, die mit nur einem 230er Filter auskommen muss und die auch mit 'nem 150er oder 110er nicht der Brueller wird.

von PowerAM - am 04.05.2010 05:07
Das 15Euro-Radio hat noch einen (keramischen?) ZF-Filter?

Wahnsinn!

Ich kenne das auch so, dass da nur noch der Übertrager für die ZF im Signalweg ist.
Der wird natürlich als 10,7MHz-Schwingkreis genutzt.

Zumindest, wenn man mal alles abgleicht...
(Viel Spaß bei den Luftkernspulen im HF-Eingangsteil.)

Müssen übrigens nicht 10,7MHz sein.
Es gehen auch vollkommen unlogische Werte.

Aber für 15Euro leiste ich mir anderes...

Ach ja:
Wie weit kann man die Oszillatorfrequenz empfangen?
Habe letztens ein Billigradio außer Betrieb genommen, was man um die 150m deutlich empfangen hat...



von shianne - am 04.05.2010 14:08
Zitat
Ach ja: Wie weit kann man die Oszillatorfrequenz empfangen? Habe letztens ein Billigradio außer Betrieb genommen, was man um die 150m deutlich empfangen hat...


Das wäre doch etwas für unsere Senderfreaks. Radio öffnen, eine passende Stelle für die Modulationzuführung suchen und selber Radio machen.
150m bei einer dichten Bebauung, das schafft schon "was weg".

[Weiterspinn] Dann noch zwei von diesen Billigdingern kaufen und einen kleinen Relaissender aufbauen. Der zweite Empfänger dient als Zuführung und mit dem Dritten wird auf einer anderen Frequenz weitergesendet.
[Weiterspinn aus]

Das wäre doch ein Projekt für unseren Oberpfälzer auf seinen Bauernhof. Hatte ich hier vor kurzem noch gelesen. Und dann noch die Frage, ob das überhaupt bestraft werden kann?

von RalphT - am 04.05.2010 17:07
Ich bin heute für wenig Geld bei einem Grossen Deutschem Auktionshändler (na wer wohl: e*ay) an einen AKAI APW20 gekommen, ist ein umgelabelter Anjan DTS-09.

So sieht er aus:


Und ist natürlich bei Thiecom gelisted: --> Klick

von DX-Matze - am 04.05.2010 21:51
Mach dir besser keine zu großen Hoffnungen in Sachen Filtermod, IIRC hat der für UKW nur ein Filter + IFT, und so empfindlich wie ein DE1103 ist er wohl auch nicht...

Außen hui, innen... naja. Scheint nicht so toll durchkonstruiert zu sein, das Ding. Schade eigentlich, designtechnisch macht der schon was her.

Wenn du ihn mal eine Weile entbehren magst, yours truly testet gern Kurzwellenportables auf Her(t)z und Nieren...

von Stephan Großklaß - am 05.05.2010 12:27
Danke für das Feedback. Ich habe erst heute auf deiner Homepage den Kurzbericht gelesen, hab mich wohl zu sehr vom Aussehen des Gerätes verleiten lassen. Gehe ich Richtig in der Annahme das du das Gerät als Anjan selber schon in den Fingern hattest?

Auf Thiecom wird seltsamerweise der AM-Bereich hochgelobt, und den DE1103 gleichgestellt. Könnten vielleicht doch kleine Technische Unterschiede bestehen zwischen der AKAI- und Anjan-Version?
Oder ist das eine reine Werbekampagne auf Thiecom?
Wie weit kann man dieser Seite überhaupt vertrauen?

Da ich was die Empfangstechnik betrifft, noch etwas unbedarft bin würde ich gerne wissen was hinter IIRC und IFT steckt.

Ich hoffe das sind nicht all zu viele Fragen.
Vielen Dank!

von DX-Matze - am 05.05.2010 15:43
Zitat
DX-Matze
Auf Thiecom wird seltsamerweise der AM-Bereich hochgelobt, und den DE1103 gleichgestellt. Könnten vielleicht doch kleine Technische Unterschiede bestehen zwischen der AKAI- und Anjan-Version?
Oder ist das eine reine Werbekampagne auf Thiecom?


Wahrscheinlich Werbung. Vielleicht gibt es aber auch Exemplarstreuungen, die bei billigen Geräten aus China durchaus auftreten können. Oder AKAI schaut bei der Qualitätskontrolle seines Zulieferers Anjan genau hin.

Zitat

Da ich was die Empfangstechnik betrifft, noch etwas unbedarft bin würde ich gerne wissen was hinter IIRC und IFT steckt.


IIRC hat nichts mit Empfangstechnik zu tun, sondern mit Netzjargon. Die Abkürzung steht für if I remember correctly. ;)


von Weltempfängermatze - am 05.05.2010 20:57
Zitat
PowerAM
Fuer fortgeschrittene Loetuebungen faengst Du vielleicht mit einem Blaupunkt-, Philips- oder Grundig-Autoradio an, tauscht die dort verbauten zumeist drei 180 kHz-Filter und setzt dafuer 110er rein. Der Aha-Effekt stellt sich schneller ein als mit 'ner billigen Puderdose, die mit nur einem 230er Filter auskommen muss und die auch mit 'nem 150er oder 110er nicht der Brueller wird.


Nun, mein Hintergedanke war zum einen, dass es bei so einer billigen Brotdose verschmerzbar ist, wenn beim Löten was kaputt geht. Zudem sind 150er Filter relativ einfach aufzutreiben (Reichelt). In erster Linie geht es mir um das Erlangen von Löterfahrung, denn die beschränkt sich bislang auf das Anlöten von Antennen- und Kopfhörersteckern. Die Optimierung eines höherwertigen Geräts zu einer "DX-Maschine" wäre dann womöglich der (über)nächste Schritt.

Da ich bis jetzt aber noch nicht an einer Penny-Filiale vorbeigekommen bin, werde ich das Projekt wohl ohnehin bis zum nächsten Angebot verschieben (müssen).

von Weltempfängermatze - am 05.05.2010 21:11
Ein Bekannter von mir hatte vor zwei tagen das AKAI Teil beim spontanen "Scan-Treffen" mitgebracht. Ich kann dir sagen das dieser hochgelobte AM Bereich reine Werbung seitens Thiecom ist. :rolleyes: Eigentlich schade. Denn optisch ist es ein feines Gerät.

von Spacelab - am 05.05.2010 21:31
@ Weltempfängermatze: Okay, dann such' dir aber vielleicht billigere Loetuebungen als den 15 EUR-Empfaenger vom Penny. Es gibt zumindest auf UKW nicht weniger schlechte Exemplare wie z. B. die Bench KH 2028 und 2027 in der Bucht, die zuweilen fuer weniger als 5 EUR gebraucht aber gut erhalten ins Haus kommen. Testberichte von mir inklusive Beschreibung des Filterumbaus gab es hier im Forum. Die Suche ist dein Freund!

von PowerAM - am 06.05.2010 06:06
Einen Bench KH2027 hab ich auch noch von anno 2006. Für den Anfang auf Kurzwelle war der nicht schlecht, aber mein Telefunken Jubilate aus dem 50ern war mit Langdraht besser :)

Zu dem AKAI/Anjan: Wenn der im laufe der nächsten Woche kommt, mache ich mal ein kurzes Review zwecks Empfangsleistung, Haptik und Optik.

Wenn er wirklich so unterdurschnitlich auf allen Bändern ist wie ich gelesen habe, dann wird er mein Werkstattradio im Erdgeschoss für ein bisschen Sunshine Live und DasDing. Mit dem JGC vom Penny der letzten Wochen bin ich ja übelst auf die Nase gefallen, abends war das ganze UKW Band voll mit Mischprodukten aus UKW selbst und KW! Das Ding ging Retour ;) denn das ist nicht mal "Brüllwürfeltauglich".

Zum Thread: Von dem aktuellen Ding lieber die Finger weg, da scheint der gleiche Empfänger drin zu stecken wie in dem UR-210, und der müllt abends alles vor allem mit eben der KW voll.

Auch für MW/LW ist er nix den er leidet an "Birdies".

von DX-Matze - am 06.05.2010 16:21
Zitat
DX-Matze
Gehe ich Richtig in der Annahme das du das Gerät als Anjan selber schon in den Fingern hattest?

Nee, sonst müßte ich ja nicht fragen. Aber man kommt ja ein bißchen rum im Netz... ;)

AM-seitig scheint der größte Schwachpunkt der AGC-Regelbereich zu sein, bei starken Sendern geht wohl einfach die ZF-Stufe in die Sättigung. Kenne ich sonst vom E100 (aktuelle Version), aber der hat wenigstens einen dreistufigen Empfindlichkeitsschalter, mit dem man das auf KW ganz gut ausbügeln kann. Beim Anjan gibt's nur DX/Local, im Zweifelsfall dürfte das entweder verzerrt oder Rauscheinbrüche heißen.
Zitat
DX-Matze
Da ich was die Empfangstechnik betrifft, noch etwas unbedarft bin würde ich gerne wissen was hinter IIRC und IFT steckt.

IFT = IF Transformer, (abgestimmter) Übertrager auf ZF-Ebene. Macht Impedanztransformation und sorgt (falls abgestimmt) für bessere Weitabselektion und Unterdrückung der für keramische Filter typischen Nebenresonanzen. Der Trennschärfegewinn im Nahbereich entspricht vielleicht einem halben keramischen Filter, eher weniger.

Im Prinzip ist 1 keramisches + IFT die Minimalkonfiguration für UKW, sonst sind die Nebenresos ein echtes Problem. Ein keramisches "ohne nix" findet sich auch nur in Simpelempfängern wie den kleinen Sonys.

von Stephan Großklaß - am 07.05.2010 02:32
Danke für die Ausführungen.

Ich werde ihn einer Prüfung unterziehen, und Fotos von der Empfängerplatine veröffentlichen.

Auch für die LW hab ich hier einen gnadenlosen Testkandidat, die LW 153 aus Donebach, dessen Sender ich hier an einigen Stellen im Ort hier gut sehen kann und MWSCAN gibt knapp 100 dBµV aus.

Ich bin auch gerne Bereit ihn dir danach zuzuschicken. Vor allem auf der KW bin ich nur selten.
Das letzte mal wo ich Aktiv mit meinem Telefunken Röhrenradio (Jubilate 5061W) Kurzwelle gehört habe, wurde Radio Österreich International eingestellt. Vielleicht Zeit da mal wieder was zu entdecken.
Er spielt zwar noch, aber die Skalenbeleuchtung muss mal gemacht werden und einige Bauteile sind teilweise aufgequollen, dürften wohl Fehlspannungen herrschen.

von DX-Matze - am 07.05.2010 11:38

Re: Weltempf¤nger vom Penny Markt f¼r 15¬

Zitat
PowerAM
@ shianne: Was fuer ein Bruellwuerfel war denn das? Antwort gern auch per Mail. ;)

War ein Werbegeschenk eines Versandhauses, laut Besitzer schon über 8 Jahre alt.
War grün-weiß gehalten (Yves Rocher?).

Dürfte es kaum geben.

Fand ich jedenfalls gut, dass der Besitzer sich selber gestört hat.
("Du, ich kann neuerdings im Gartenradio immermal ein Sender ohne was empfangen. Kannst da mal schauen?")

Wenn man das Billigradio laut genug gestellt hat, hat es die Oszillatorfrequenz auch etwas moduliert (Mikrofonie-Effekt).

Naja, eine Hand voll Bauelemente ist übriggeblieben:) .

von shianne - am 07.05.2010 17:58
So, hab den Anjan alias AKAI APW20 vor einiger fast für den Einkaufspreis wieder verhöckert, und das Geld in einen DE1103 gesteckt, der die Tage kommen sollte. zwei 80er und zwei IC-Sockel hab ich ja noch über.

Warum ich den AKAI APW20 alias Anjan DTS-09 wieder verkauft habe:

UKW:
Ab Werk steckt ein 230 kHz und ein 180 kHz drin. Die Empfindlichkeit ist eher grausig. Zwei testweise eingebaute 80er Filter liessen mir dann die Berge beim ersten Ausseneinsatz zu Berge stehen. Warum? Das Gerät produzierte gandenlos Mischprodukte. Das Gerät wurde durch Heidelberg-Königstuhl (25 km), Hardberg (30 km) Mudau (15 km) und Waldenburg (50 km) ohne Sichtverbindung ungeniessbar. Zuhause ist durch Abschattungen die Situation etwas entschärft. Mit Not und Mühe konnte ich DRS1 vom Säntis (235km) stark verrauscht aus dem Gerät Zuhause herauskitzeln. Mit meinem ordentlichen Pioneer-Tuner (150/110/80/80) reicht es bisweilen am passiven Dipol für leicht verrauschtes Stereo. Auch einige analoge Dienste unterhalb 87 MHz wurden gnadenlos und überall ins normale UKW-Band gespiegelt, unabhängig vom Standort. Per Tastenkombination ließ sich der gewünschte Frequenzbereich einstellen (Japan, Euro, School [76 - 108]). Die 10 kHz Rasterung sind bei dem Tuner für die Katz. Desweiteren ist ein permanentes Rasseln und Scheppern im Hintergrund zu hören, der sich auch negativ auf Fernempfang auswirkte und bei Sprachsendungen zusätzlich störte. Die PLL hörte man auch immer laut Rasten beim Scanvorgang.

=> Für den UKW-DXer absolut unbrauchbar. Selbst der Bench KH 2xxx Schlagmichtot für 15 ¤ damals ist auf UKW trotz der Scheunentorfilter um ein vielfaches brauchbarer.

MW / LW:
Die Mittel- und Langwelle ist auch nicht das gelbe vom Ei, ein permanentes Rassseln und Rattern ab ca. 400 kHz, das jeden Empfang nehzu unbrauchbar machte, ist selbst bei der Donebach 153 kHz zu vernehmen, die ja nur ein paar Kilometer von mir weg sendet.
Bei direktem Sichtkontakt geht das Gerät durch die 300 kW aus knapp 20 km Entfernung in die Knie, beim tunen auf 153 kHz dreht das Gerät den Empfang sofort herunter, und braucht einige Sekunden um wieder auf normale Lautstärke zu kommen.

KW:
Hier ist der Empfang ausnahmsweise nicht verprasselt, oder mit sonstigen Eigengeräuschen überdeckt. Die Empfindlichkeit an der Teleskopantenne solala, für die stärksten Stationen wie die DW oder für 'ne Runde Mystery Radio hat er gereicht. An der 6 Meter langen Rollenspulenantenne übersteuert er abends gnadenlos und produziert zahlreiche Spiegelfrequenzen.

Der Abschwächer ist ein Witz:
Schält man von DX auf Local, dann wird einfach die Teleskopantenne bzw. die externe Antenne abgeklemmt (!)

=> Fazit: Unbrauchbar.

Die Signalanzeige in Form einer Digitalen Nadel ist oftmals unbrauchbar, auf UKW zappelt sie sehr oft unentschlossen herum, bei den AM Bändern funkrtionierte sie je nach Lust und Laune des Empfängers.

Der SSB-Empfang war auf Kurzwelle möglich, aber zum Jaulen, oftmals scheppernd und mit dem BFO-Regler konnte ich nie ein zufriedenstellendes Ergebniss erreichen.

Als Gimmick war neben einer permanenten UTC-Anzeige noch ein Thermometer eingebaut, das sehr ungenau und sehr langsam auf Veränderungen reagierte. Änderte man das Mittelwellenraster von 9 auf 10 kHz, so wurde die Temperatur in Fahrenheit dargestellt.

Nett jedenfalls war die angenehme blaue Displaybeleuchtung (Anjan: Orange) sowie die Frequenzdirekteingabe, der satte Speicher und die Möglichkeit wie beim ATS 909 jede Station zu benennen. Eine Akkuladeeinrichtung war auch vorhanden. Bei Netzbetrieb sollten die Batterien raus, denn bei meinem Exemplar hat man sich wieder die Dioden gespart.

Das Gehäuse war gummiert, jedoch blätterte sie teilweise schon nach einigen Tagen ab.

Die netten Features und das grosszügige Display gehen anbetrachts des grausigen Tuners völlig unter und führen ad absurdum.

Daher hab ich mich entschlossen diesen absoluten Fehlkauf zu verhöckern und in ein bewährtes und bekanntes Modell wie den DE1103 zu investieren.

Also falls jemand mit dem Gedanken spielt den APW20 bzw. DTS-09 zu kaufen, dem kann ich vom Kauf nur abraten. Für das gleiche Geld gibts z.B den Degen mit sehr viel mehr Leistung fürs Geld.

von DX-Matze - am 10.01.2011 14:40
Außen hui, innen pfui, wie?

Mit einem "ausgewachsenen" Tuner kann es übrigens auch der DE1103 in Sachen Großsignalfestigkeit nicht aufnehmen, dazu fehlt schlicht die HF-AGC.

von Stephan Großklaß - am 10.01.2011 20:03
Dann bin ich aber gespannt, wie der Degen an dieser besagten Stelle reagieren wird. Werde ich dann nächstes Wochenende mal testen.

Ähnliche Mischprodukte gabs mit dem AKAI ja schon im Dachgeschoss, wo ich auf der 98.0 MHz nach dem BR oder dem NDR suchte gabs sogar ein Mischmasch aus KW-Stationen inklusive.

Ich verlange ja keine Wunder, aber doch einen brauchbaren Empfänger. ;)

Im übrigen, auch ein DSP kann Spiegelfrequenzen produzieren, der NXP DSP meines W350i ist jedenfalls vor einiger Zeit direkt unter dem Königstuhl etwas in die Knie gegangen. Ein Beispiel: Die 104.1 mit SWR4 konnte unter France Info nochmals verzerrt rausgeholt werden.

Ausserdem möchte ich nicht dauernd mit meinem Handy unterwegs scannen, ist doch nur ein rumgezerre. Als ich letzten Sommer auf der Neckarwiese stand, hätte ich fast ein paar Radfahrer vom Sattel gehauen, so geschockt war deren Blick, wie ich das Kopfhörerkabel mit beiden Armen in die Horizontale zerre, ausserdem ist das Teil viel zu leise.

By the way... mein zukünfiger DE 1103 hat oben rechts kein Markenschriftzug. Gab es Modelle ohne Herstellerbezeichnung?

von DX-Matze - am 10.01.2011 21:43
Zitat
DX-Matze
Dann bin ich aber gespannt, wie der Degen an dieser besagten Stelle reagieren wird. Werde ich dann nächstes Wochenende mal testen.


Ich bin mir 100% sicher, dass du mit dem DE1103 sehr zufrieden sein wirst und dass dieser dem Anjan-Spielzeug (welches in meinen Augen rein äußerlich ein billiges Möchtegern-Plagiat des ATS 909 ist ;)) deutlich überlegen sein wird. Ich besitze ja seit 2007 den Eton/Lextronix E5, der mit dem DE1103 empfangstechnisch baugleich ist. Mein Fazit: mit Ausnahme der ziemlich tauben Langwelle einer der besten tragbaren Weltempfänger, die ich in 25 Jahren DXerei in den Händen hatte (und das waren einige...). Erst recht mit nachgerüsteten schmalen Filtern (mein Exemplar wurde von Jürgen Martens mit 2x 80 kHz FM und 2,8 kHz AM-Filter ausgestattet). Die Empfangsleistungen auf MW, KW und UKW sind für ein so kleines und preiswertes Gerät schlichtweg erstaunlich.

Zitat

By the way... mein zukünfiger DE 1103 hat oben rechts kein Markenschriftzug. Gab es Modelle ohne Herstellerbezeichnung?


Ja, die gab bzw. gibt es, weil der Vertrieb von Geräten mit der Marke "Degen" in Deutschland aus markenrechtlichen Gründen verboten ist.


von Weltempfängermatze - am 11.01.2011 00:13
Zitat
DX-Matze
Im übrigen, auch ein DSP kann Spiegelfrequenzen produzieren(...)

Oh ja. Das kann er. Ich hab einen Tecsun PL390 im Einsatz und an einer Langdraht habe ich vor allem auf Kurzwelle viele Spiegelfrequenzen.

von Spacelab - am 11.01.2011 08:02
Zitat
Spacelab
Zitat
DX-Matze
Im übrigen, auch ein DSP kann Spiegelfrequenzen produzieren(...)

Oh ja. Das kann er. Ich hab einen Tecsun PL390 im Einsatz und an einer Langdraht habe ich vor allem auf Kurzwelle viele Spiegelfrequenzen.


Spiegelfrequenzen und durch Übersteuerungen hervorgerufene Mischprodukte sind aber zwei unterschiedliche aar Schuhe. ;)

von Weltempfängermatze - am 11.01.2011 12:17
@Spitznamensvetter:

Vielen Dank für die Info!

Ach ja, da fällt mir ein wenn man das Rad an der Seite des AKAIs betätigt hat, dann hat das geeiert und auf dem Gehäuse geschleift, nur um die Qualität dieses "Empfängers" nochmals zu unterstreichen. :D

von DX-Matze - am 11.01.2011 12:18
Mein gebrauchter und unmodifizierter DE1103 ist nun da, für knapp 30 ¤ im neuwertigen Zustand - ein guter Preis.

Hab zur Probe heute morgen mal übers Band gedreht, echt richtig empfindlich, allerdings kommen die zwei 180er heute Abend raus, auf der 92.5 vor normal MDR und Liberté stecken schlägt hr3 von der 92,7 noch deutlich rüber.

Wenn das geschehen ist, und am Samstag es trocken ist, werde ich mal meine Teststandorte abklappern. :)

von DX-Matze - am 13.01.2011 11:36
So, IC-Sockel und 2x 80 kHz hab ich im jetzt spendiert, selbst als geübter SMD-Löter hab ich etwas geschwitzt, vor allem die Ferittantenne und die zwei Winderstände direkt am Fuß der Filter waren nervig.

Bin völlig begeistert, nach dem Mod flattert auf der 90,3 Hamburg und auf der 92,4 Berlin fröhlich an der Teleskopantenne aus ca 450 km rein. Ein Hammergerät. Aber das ist eh schon bekannt :D

Kein Vergleich zu dem AKAI oben.

von DX-Matze - am 13.01.2011 19:30
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