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vor 10 Jahren, 11 Monaten
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Optimierer, (gesperrt), peeraxel, roberdy, -Ole-, Seltener Besucher, Toto_Pfalz, PowerAM

(GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)

Startbeitrag von Toto_Pfalz am 17.05.2007 11:01

In Ermangelung eine UKW tauglichen Empfängers, dieser Bandscan aus Sopot (Pommern / Danzig).

Direkt am Ostseestrand, Blickrichtung Nordost:

UMTS:

Plus GSM (PL)

GSM:

Plus GSM (PL)
Orange PL (PL)
Era (PL)
BeeLine (RUS)
MTS RUS (RUS)


Wobei man in die russischen Netze keine Möglichkeit des manuellen Einloggens hatte. Und kurz hinter dem Strand waren auch nur die polnischen Netze zu finden.

Antworten:

Re: (GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)

Das ist mir 2004 an der weißrussischen Grenze auch aufgefallen. In Bialystok bekam ich damals MTS, konnte mich aber trotz schwacher aber stabiler Signalstärke nicht einbuchen. Weitere Netze waren Era GSM, PL-Plus und Orange. Einbuchen konnte ich mich bei Era GSM und PL-Plus. UMTS konnte ich mangels passender Hardware nicht testen. GPRS durfte ich bei PL-Plus nutzen (mit deutschem VF-D2 Businessvertrag).

von PowerAM - am 18.05.2007 05:08

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von Seltener Besucher - am 18.05.2007 14:23

Re: (GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)

Das mit dem nicht einbuchen können ist systembedingt und liegt an der Signallaufzeit bei einer zu großen Entfernung zwischen Basisstation und Mobilgerät. Bei GSM ist nach 63 Timing-Advance-Stufen Schluß, das sind etwa 34 km (eine TA-Stufe entspricht ca. 550 m). Bei UMTS ist die Signallaufzeit bereits nach 10 km überschritten. Nach Überschreiten der maximalen Entfernungsgrenzen würde das digital modulierte Signal aufrund der zu langen Laufzeit bereits den nachfolgenden Zeitschlitz auf demselben Kanal stören und ein Einbuchversuch eines so weit entfernten Mobilgerätes wird daher von der Basisstation abgewiesen (obwohl rein pegelmäßig ein gegenseitiger Empfang noch möglich wäre).

Als Netzbetreiber hat man allerdings die Möglichkeit, diese maximalen Entfernungen durch abweichende Parametrisierung der Basisstationen zu verdoppeln. Dadurch halbiert sich allerdings die Kapazität der jeweiligen Basisstation, da jeder zweite Zeitschlitz auf dem Funkkanal "totgelegt" wird. Daduch darf das Signal doppelt solange unterwegs sein, ohne daß es den nachfolgenden Zeitschlitz stört.

Mit der halben Kapazität kann das allerdings so ein Problem sein, speziell in Küstenregionen, wo über Wasser lange Laufzeiten auftreten, aber auch ein Haufen Urlauber unterwegs sind, die viel telefonieren. Dieses Dilemma hat Vodafone auf Helgoland trickreich gelöst: Dort funken eine GSM 900- und eine GSM 1800-Basisstation vom selben Standort. Die GSM 1800 bedient mit "normaler" Parametrisierung und hoher Kapazität den Nahbereich, also Helgoland selbst, während die GSM 900 im "extended Range" Modus fast die gesamte deutsche Bucht mit ihren zahlreichen Schiffahrtsstraßen abdeckt. Dabei ist der Standort so parametrisiert, daß man als Kunde im Nahbereich immer die GSM 1800er Zellen benutzt, selbst wenn die GSM 900er evtl. mal etwas stärker hereinkommen.

von Optimierer - am 19.05.2007 10:53

Re: (GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)

Ich konnte letztes Jahr in Pobierowo (weiter westlich an der polnischen Ostseeküste) noch Vodafone Schweden empfangen. Einbuchen klappte da natürlich überhaupt nicht, die Entfernung dürfte weiter über 100 km gewesen sein. Ebenso gingen dort die Netze aus Deutschland und Dänemark, dafür aber fehlten teilweise manche polnische Anbieter. :) Das mag daran gelegen haben, dass es zum Strand steil (praktisch eine Abbruchkante) 10 Meter bergab geht und davor ein 100-200 Meter breites, dichtes Wäldchen liegt.

Torsten: Wäre nicht umgedreht sinnvoller gewesen? Oder ist es für die Indoorcoverage auf dem Oberland egal?

von -Ole- - am 19.05.2007 11:00

Re: (GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)

@ -Ole-:

Erstens ist es für die Coverage auf der Insel egal (GSM 1800 reicht dort voll und ganz), und zweitens wurden mit GSM 900 über große Entfernungen hinsichlich Pegelstabilität bessere Erfahrungen gemacht als mit GSM 1800. Zudem sind auf Schiffen oftmals Festeinbautelefone (Autotelefone) installiert, die nur GSM 900 können, mit Antenne auf der Mastspitze. Die Kunden auf der Insel dagegen haben eigentlich zu 98% Dualbandgeräte. Und diejenigen, die ausnahmsweise noch ein Singlebandgerät wie das Nokia 5110 benutzen, dürfen auf Helgoland natürlich auch im Nahbereich auf die 900er Zellen ;-)

von Optimierer - am 19.05.2007 11:08

Re: (GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)

Kann das sein, dass die GSM-Sender übers Meer besonders weit empfangbar sind?
Bin zuletzt mal in der Adria mit einer Fähre von Durres(Albanien) nach Bari gefahren. (~220km)
Schon in Durres war auf dem Berg der Empfang aller italienischen Handynetze möglich.

Während fast der kompletten Fahrt waren dann (soweit ich das überblickt habe) alle albanischen, italienischen, montenegrinischen, kroatischen und sogar bosnischen Handynetze empfangbar. Bei den meisten konnte ich mich sogar einbuchen!

von roberdy - am 19.05.2007 14:53

Re: (GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)

@roberdy: Ja, übers Meer breiten sich die Mobilfunksignale im Bereich 900 MHz - 2,3 GHz besonders gut aus. Es ist ja auch nichts Dämpfendes im Weg! Nur die Erdkrümmung beginnt sich ab etwa 20 km bemerkbar zu machen, denn die Mobilfunkmasten sind ja meist nicht so hoch wie Runfunksender, sondern meist "nur" 25 bis 50 m hoch.

von Optimierer - am 19.05.2007 18:36

Re: (GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)



von (gesperrt) - am 19.05.2007 20:40

Re: (GSM&UMTS) Bandscan in Sopot (PL)

In Wyk auf Föhr (1. Stock indoor) konnte ich sogar per UMTS 21 km mit Datenübertragung nach Niebüll überbrücken. Ging aber nur, wenn man das Laptop günstig auf einem Schrank positionierte. Laut UMTS-Abdeckungskarte müsste es Niebüll gewesen sein.

Eines der russischen Netze aus Kaliningrad konnte ich übrigens 2003 von der Fähre Klaipeda-Rügen problemlos benutzen, auch das war indoor hinterm Bullauge.




von peeraxel - am 21.05.2007 10:32
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