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Übersteuerungen,wie weit empfangbar ?

Startbeitrag von Robert S. am 14.06.2007 20:22

Ich wohne ja nun recht nahe an einem Großsender,logisch daß ich da mit Übersteuerungen zu kämpfen habe,einigen von Euch gehts ja bestimmt nicht anders,nun hab ich mir die Frage gestellt wie weit eigentlich diese Übersteuerungen reichen ?
Von mir bis zum Bleß sind es ja ca 5 km Luftlinie,ist das schon das Maximum ?
Mir ist auch klar daß es dabei ja auch auf den Empfänger,die verwendete Antenne bzw eingesetzte Verstärker ankommt.
Aber wäre es theoretisvh möglich,mit dem richtigen Equipment hier den Kreuzberg (70 km) oder gar den Brocken (160 km) zum Übersteuern zu bringen ?
Wie sind Eure Erfahrungen ?

Antworten:

Mit genug Verstärkung bringst du auch mit einer Funzel einen anfälligen Empfänger zum übersteuern. ;) Ohne Verstärker sollte nach ein paar Kilometern Schluss mit den Störungen sein. Aber da kommt's natürlich sehr auf die Gesamt-ERP des Standorts und vor allem das Verhalten des Empfängers an. Pauschale Aussagen sind da also kaum zu treffen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 14.06.2007 20:27
Ich wohne im Oberallgäu in unmittelbarer Nähe des Grüntens aber einmal hatte ich doch einen weiter entfernten Sender empfangen. Wenn ich mich nicht verhört habe (kommt schon etwas länger her) dann war das FFH oder so. So weit ich verstehen konnte, war ein hessischer Sender. Allerdings möchte ich dafür keine Garantie ablegen, vor allem weil der sehr schwach reinkam, und Donau 3 FM immer wieder dazwischen gefunkt hat.

von Zwölf - am 14.06.2007 20:35
Ich wohne ca 15 km entfernt vom Turm in Calau. Mein Satellit 700 erzeugt auf einer Frequenz ein Mischprodukt (102,0: Fritz und ?). Ansonsten ist keine Übersteuerung hörbar.

von Grenzwall DX - am 15.06.2007 04:37
Früher, als Radioropa noch vom Hühnerspiel nach Bayern funkte, waren die Übersteuerungen im S 700 sehr stark, wenn man sich oben auf dem Karwendel befand. Trotz 60 km Entfernung und einer ERP von 600 W hatte Radioropa das ganze UKW-Band vollgestopft. Ein S 700 übersteuert allerdings auch sehr leicht. Die nahegelegenen Sender Zugspitze (20 km) und Hohenpeißenberg (45 km) machen dort oben natürlich auch Probleme, zumindest an den exponierten Stellen.

von MHM - am 15.06.2007 08:25
Also ich wohne 2 km von einem ehemaligen 300 kW Sender (Radio Uno) weg, den konnte man bei mir auf allen Frequenzen als Hintergrundrauschen empfangen.

von andimik - am 15.06.2007 08:39
Mag sein, dass der Onkyo 4970 nicht zu den großsignalfestesten Empfängern gehört, aber wenn ich meine 5-El-Yagi (ohne Verstärker) auf den Wendelstein ausrichte, dann habe ich selbst in 40-50km Entfernung noch Übersteuerungserscheinungen. Auch der Gaisberg in 60km Entfernung dürfte den Onkyo zum Übersteuern bringen, wenn ich die Yagi genau drauf ausrichte. Das sind aber eben auch 100kW-Brutzler.

von Habakukk - am 15.06.2007 08:53
Was dagegen hilft sind handelsübliche Sperrkreise, oft mit 4 frei wählbaren Frequenzen, die das Signal meist um 10 bis 20 dB dämpfen.

Interessant ist aber auch die Frage, wie weit senderseitige Übersteuerungen reichen. Da gibt es z.B. den Radio Mojn-Sender in Lögumkloster auf 88.2 (160W), der auf 88.0 und 88.4 Seitensignale abstrahlt, wahrscheinlich weil 107,6 MHz per Ballempfang genutzt wird und die 107,8 (ebenfalls Radio Mojn) da reinspielt. Die Übersteuerungsfrequenzen dürften mit knapp 1 Watt herauskommen.

Anfang der 90er sendete auch mal die 98,9 von Radio 89 in Skelde alle ca. 2MHz bis hinunter ins 4m-Band Übersteuerungssignale in FM aus, die mit Richtantenne bis Flensburg zu hören waren. Diese dürften sogar mehr als 1 Watt gehabt haben.

von peeraxel - am 15.06.2007 09:23
Man muß wohl unterscheiden zwischen Übersteuerungen, die im Empfänger hervorgerufen werden und irgendwelche Mischprodukte bzw. Unter- oder Oberwellen, die senderseitig mit rausgehen.

Z.B. war bei mir ca. 30 km Luftlinie vom Bleßberg auf 106.3 MHz schwach und verzerrt Landeswelle Thüringen zu empfangen. Wohl ein Mischprodukt der 106.7. Der Bleßberg ist zwar Ortssender, aber zu weit entfernt um wirklich Übersteuerungen im Empfänger zu verursachen. Vor einigen Jahren verschwand dieses Nebensignal auf 106.3 MHz, was also auf ein senderseitig erzeugtes Mischsignal deutet.


von Kay B - am 15.06.2007 09:57
@ Kay B
genau ! gegen empfängerseitige Übersteuerungen hilft nur Dämpfen ( am besten frequenzselektiv )
gegen von Sender abgestrahlte unerwünschte Signale kann man beim Empfänger gar nichts machen

von Werner53 - am 15.06.2007 13:21
Wie weit die Übersteuerungen gehen ist hauptächlich davon abhängig, wie hoch der Empfangspegel der "normalen" Sender des Standortes ist.
Denn diese Mischprodukte werden ja nicht in echt gesendet, sondern entstehen erst im Empfänger, der mit zu hohen Signalpegeln überfordert ist.
Heißt also, es hängt nicht nur mit der Entfernung zusammen, sondern auch mit dem verwendeten Empfänger, der Antenne und eben der Feldtsärke des Senders.

Ein paar Beispiele, wie unterschiedlich das sein kann:
ATS 909: Übersteuert bei mir durch folgende Sender, Rahden 80 Watt in 15 km (!), Barsinghausen und Stadthagen in 25 bzw. etwas mehr km Entfernung bei entsprechender Ausrichtung.
DE 1103: Übersteuert nur von Stadthagen, auch nur bei Entsprechender Ausrüstung.
HT 850 an Yagi: Übersteuert überhaupt nicht, außer ich richte die 5 Element ganz genau auf Stadthagen.


von WiehengeBIERge - am 15.06.2007 17:04
Ich konnte so ein Phänomen immer am Königsstuhl von Rhens (bei Koblenz) beobachten.
Der Sender Koblenz-Kühkopf ist 4 km entfernt --> überall im Band big FM und RPR1 laut und verrauscht.

Gibt es nicht eine Formel wie man aus den UKW-Senderfrequenzen die Übersteuerungsfrequenzen herausrechnen kann? 101.5+104.0*?? = 99.1 ?? oder so ähnlich. Ich meine ich hätte so etwas hier schon mal gelesen.

von DC3 - am 16.06.2007 13:17
Die Übersteuerungen (welche eigentlich Intermodulationsprodukte heißen) lassen sich tatsächlich nach Formel berechnen. Leider hab ich die grad nicht im Kopf. Jedenfalls gibt es erstens mehrere Ordnungen zweitens ist die Stärke des Signals mit zunehmender Ordnung geringer und drittens erkennt man IM-Produkte sehr leicht an der Dämpfung welche diese erfahren. Da sich ein IM-Produkt meist aus zwei Signalanteilen zusammensetzt, beträgt die Dämpfung des IM-Produktes in dB doppelt soviel wie die ursprüngliche Dämpfung des Hauptsignals. Das heist wenn ich ein Dämpfungsglied mit 10dB zwischen Antenne und Empfänger schalte, werden alle "normalen" Sender um 10 dB gedämpft, die IM-Produkte werden allerdings mit 20dB gedämpft. Dies erkärt auch das recht plötzliche Auftreten von solchen Intermodulationsprodukten.

von Jens1978 - am 16.06.2007 15:15
Zu dem berechnen hab ich mal eine Frage, wie kommt es dann zustande, dass man in Sendernähe immer völlig unberechenbare Übersteuerungen hat, die noch dazu auf verschiednenen Empfängern am gleichen Standort auf verschiedenen Freuqenzen auftreten (vertsande was ich meine ;-))?

von WiehengeBIERge - am 16.06.2007 17:29
Schon verstanden was du meinst. Aber irgendwie komisch. So ein "Sofort-alles-totschlag-Argument" hab ich allerdings jetzt auch nicht dafür. Die eigentlichen IM-Produkte lassen sich durch die Formeln berechnen und die stimmen auf jeden Fall für alle Empfänger. Vielleicht werden diese Arten von Störungen die du bechreibst durch die Eigenschaften des Empfängers gebildet, wie vlt. unterschiedliche ZF?

von Jens1978 - am 17.06.2007 08:42
Mit dem Sangean ATS 909W, der gewiss nicht zu den großsignalfesten Geräten zählt, hatte ich vor einiger Zeit auf einer Anhöhe (100m über Durchschnitt), wo optischer Sichtkontakt zum Sender Graz/Schöckl herrscht, in ca. 50 km Luftlinie noch massig Übersteuerungen...

Hier in Graz sind nur im Sangean starke Übersteuerungen merkbar, der Onkyo T4970 hat noch nie übersteuert. (Schöckl in 15 km Entfernung und 100 dB)

von DX-Project-Graz - am 17.06.2007 09:02
Zitat

Mit dem Sangean ATS 909W, der gewiss nicht zu den großsignalfesten Geräten zählt, hatte ich vor einiger Zeit auf einer Anhöhe (100m über Durchschnitt), wo optischer Sichtkontakt zum Sender Graz/Schöckl herrscht, in ca. 50 km Luftlinie noch massig Übersteuerungen...

Das schaffe ich auch,wenn ich mich an den Südhang des Wiehengebriges stelle, dort macht der ATS 909 bei Antennenausrichtung nach Süden nur noch "Matsch" durch den 44 km entfernten Sender Teutoburger Wald. Allerdings macht das der DE1103 dort auch, aber nur auf ca. 2-3 (übrigens wieder echnerisch nicht belegbaren) Frequenzen, während der ATS 909 da schon komplett "durchdreht", zusätzlich wird er dort noch vom Sender Hünenburg (28 km) und Heford Eggeberg (ca. 8 km) zugestopft :-(.

von WiehengeBIERge - am 17.06.2007 09:10
Ich hab das Forum durchforstet und etwas gefunden:

Spiegel- und Kreuzfrequenzen: Kreuzmodulation: 2*(starke Freq.)-(starke Freq2)=Freq. mit Mix aus 2 Programmen oder 2 mal 99.1 (SWR 1 RP Donnersberg) minus 92.0 (SWR2 Donn.) = 106.2 (Mix aus SWR1/SWR2).

In meinem Beispiel war DASDING auf der 99.4 in Koblenz deswegen nicht gut auf meinem MP3-Player zu empfangen:
2*101.5-104.0=99.0

Ich glaub das ist doch etwas anderes als "Übersteuerungen". Da hatte ich wohl eine andere Sache in Erinnerung.

von DC3 - am 17.06.2007 10:35
Auf Guldenen, am Nordhang des Pfannenstils, übersteuert der Degen DE1103 oder der Sangean ATS909 auch, wenn ich die Antenne direkt auf Witthoh (68 km Distanz), Säntis (53 km) oder Uetliberg (12 km) richte. Diese drei Standorte kommen da auch mit einem Pegel von über 100 dB an. Der Sangean übersteuert deutlich schneller als der Degen.

von dxbruelhart - am 17.06.2007 11:31
Ich habe hier auf m DX Hügel, mit freiem Sicht nach Lingen (35km) kein übersteuerungen bemerkt im Degen, trotz 6x 15kW! Ich kann der mast sehen von dieses punkt. Auch in Berlin hatte ich kein übersteuerungen im Degen trotz viele kW die dort weggepowert werden!

von Jassy - am 17.06.2007 11:37
Ich habe hier in 1,5 km Entfernung zum Sender auf dem Venusberg noch nie Übersteuerungen mit dem Satellit 700 festgestellt. Andererseits habe ich auch noch ein Haus und ein paar Bäume als Dämpfung dazwischen. Auch die Kochtöpfe haben noch nie im Takt zu WDR 2 vibriert (774 kHz).

Ich beweifle allerdings auch, dass die Programme hier in Bonn wirklich mit 50 kW ERP gesendet werden. Ich halte 10 bis 20 kW für realistischer, zumal der Sender recht niedrig steht und außer nach Norden, wo recht bald der Langenberg anschließt, schnell von Hindernissen abgeschattet wird.

Auch billige Handyradios haben eigentlich keine Probleme, jedensfalls ist der Empfang weiter entfernter Sender stets gleich bescheiden, egal ob ein Grundnetzsender in unmittelbarer Nähe ist, oder nicht. Peinlich für den Handyhersteller ist lediglich, dass die Programme auch 200 Meter neben dem Sendemast noch gelegentliche Rauscheinbrüche haben...



von Thomas R. - am 17.06.2007 17:26
Die extremsten Übersteuerungen kenne ich noch aus Ffm-Ginnheim, damals im Stahlbetonbau 3. OG in Blickrichtung Feldberg, obwohl der da auch schon mehr als 10 km entfernt ist. Dagegen war Essen-Überruhr, ohne Sichtverbindung zum Langenberger Sender, Kindergeburtstag.
Allerdings kenne ich das auch aus Rieneck, obwohl man von dort keinen Sender sehen kann: Anfang der 90er hatte ich meine Yagi (unter Dach!) direkt auf den Harres (430m, beste Reflexionseigenschaften) gerichtet. Auf 92,8 hatte ich hr3 und Bayern3 gleichzeitig. Bei hr3 gehe ich auf jeden Fall von der 89,3 aus, alle anderen waren deutlich schwächer, bei Bayern3 von 93,4, bin mir aber nicht sicher. Einige Jahre später und an neuem Wohnort hatte ich eine 6-El Yagi auf dem Dach zu Heidelstein / Kreuzberg (dahin zeigt sie auch heute noch) gerichtet und auch dort das Signal mit einem Ankaro-Verstärker um 30 dB angehoben. Auf 105,8 war hr1 und Bayern5 zu hören, FFH auf 105,9 oder Bayern5 auf 105,7 hatte bei dieser Ausrichtung keine Chance. Interessant ist auch, daß, sobald man höher geht, vor allem der Heidelstein, und da auch die hessichen Programme, Übersteuerungen verursachen. Der Heidelstein ist zwar geringfügig weiter entfernt (gut 45 km, Kreuzberg knapp 40 km), muß sich aber nicht über die schwarzen Berge bemühen. So sieht man vom Kreuzberg nur bei erheblich mehr an Höhenmeter den ganzen Mast, was das Rätsels Lösung sein könnte.

von Thomas (Metal) - am 18.06.2007 17:47
Ich erinnere mich noch gut an einen Berlinbesuch mit Sangean ATS 305. Hotel war in Kreuzberg, nicht weit vom Alex weg, drinnen hatte ich dank Stahlbeton und möglicherweise auch Störteppich Probleme, alle Berliner Sender störungsfrei reinzubekommen. Draußen hatte ich Rauschteppich noch und nöcher, zu hören war alle 200 kHz ein Mix aus mindestens 2 der starken Sender vom Alex. Diese waren auch die einzigen, die auch einzeln zu hören waren, auf ihrer eigenen Frequenz mit starkem Rauschen unterlegt :rolleyes:

von Hagbard Celine - am 18.06.2007 18:32
Zu DDR- Zeiten hatte ich in Leipzig- Grünau eine Super- Lage nach Süden, aber leider auch Sichtverbindung nach Wiederau, 15 km entfernt mit 5x 100 kW und 1x ca. 25? kW. Bayern 3 auf 99,4 vom Ochsenkopf wäre immer super zu empfangen gewesen, wenn sich Radio DDR1 auf 88,4 und Radio DDR2/ Sender Leipzig auf 93,9 nicht so wunderbar gemischt hätten. 2x 93,9- 88,4= 99,4. Massiv wurde das Problem erst durch die "Rundung" der Sendefrequenzen. Vorher sendete man auf 88,45 und 93,85 (ergab 99,25). Aber nachts von Montag auf Dienstag schalteten alle DDR- UKW- Sender bis auf Berlin mehrere Stunden ab. Da war dann das ganze Band voll "Westsendern". Zeiten waren das.....

von dlf-fan - am 19.06.2007 03:18
Ich zitiere mal aus einem anderen Thread, weil es hier besser passt:

Zitat
Natrium, 1. August 2013
Zitat
Natrium
Auf 88,2 empfange ich SR 3 Saarlandwelle!?! Mit viel Fading!

Zitat
Marcus.
Kann nur Kabel oder minizünder sein. SR3 sendet nicht auf 88,2


Ich kann ihn wieder auf der 88,2 hören. Wenn er aus den sich ständig wiederholenden tiefen Fadingeinbrüchen herauskommt, dann sogar rauschfei.

Und auf 95,3 "sendet" SR 1 Europawelle. Ebenso mit tiefem Fading, aber insgesamt schwächer als die 88,2.

Ich frage mich, ob da jemand bewusst die Nachbarschaft ärgern will. "Er" sendet zwei Mal jeweils 0,2 MHz neben der Göttelborner Höhe jeweils das "falsche" Programm...


Inzwischen bin ich durch den ganzen Ort und etliche Nachbarorte gefahren, immer auf der Lauer nach diesen Frequenzen: Kein Resultat. Deshalb denke ich mittlerweile, dass es lediglich Übersteuerungen des Onkyo T-4970 sind. Die Göttelborner Höhe mit ihren 100-kW-Sendern ist 22 km entfernt und meine Antenne zeigt (zufälligerweise) auch etwa in diese Richtung. Dazwischen sind keine größeren Hindernisse. Dazu noch ein
Zitat
DX-Project-Graz
Hier in Graz sind nur im Sangean starke Übersteuerungen merkbar, der Onkyo T4970 hat noch nie übersteuert. (Schöckl in 15 km Entfernung und 100 dB)


Der Zufall wollte es, dass ich heute beim Einstellen der 102,8 MHz versehentlich den Antennenwahlschalter beim Onkyo T-4970 betätigte und ich statt mit dem Eingang A (mit der Yagi) mit dem Eingang B (ohne Antenne) empfing. Statt Classic Rock Radio (O=3-4) hörte ich nun SR 3 Saarlandwelle! Von CRR war nichts mehr zu hören.

Das heißt: Das Signal von Classic Rock Radio mit Yagi war nicht stark genug, dass es auf dem anderen Antenneneingang ohne Antenne hörbar war. Stattdessen eine Geisterfrequenz der Göttelborner Höhe, die sicher auch über Eingang A hörbar wäre, wäre dort nicht CRR.

Deshalb prüfte ich nun das ganze Band über den antennenlosen Eingang B und konnte weitere Geisterfrequenzen finden. Insgesamt hörte ich nun:
88,2 SR 3
89,4 SR 3
89,5 SR 3
95,3 SR 1
98,5 SR 2
101,5 SR 3
102,8 SR 3 (nur über Eingang B)
Weitere QRGs könnten eventuell bei intensivem Scannen dazukommen.

Und zum Thema Übersteuerung erinnere ich mich mit Grausen an meine erste Teilnahme am Merchweiler DX-Camp. Ich hatte naiverweise meinen Onkyo T-9990 an der großen Stolle-Yagi von Peter Hell angeschlossen; Eine absolute Katastrophe, bei einer Entfernung von lediglich 3,6 km zum Sender Göttelborner Höhe.

von Natrium - am 15.08.2013 19:45


Kein Sender macht mehr Probleme mit Übersteuerungen als der Richtfunkturm Otterndorf. Das Foto ist von unserem Grundstück im Garten aufgenommen, der Turm ist weniger als 1 km von uns entfernt und steht mitten in einem Wohngebiet. NDR Programme von Cuxhaven sind verzerrt und werden von den Privatsendern weggedrückt, in der Innenstadt kenne ich Leute, die gar keinen NDR-Empfang haben ...

Im Kabel sind Streifen oder das Bild ist unscharf. Es bleibt nur Satellit als Ausweichmöglichkeit, mit falschem Regionalprogramm !

von Rosenelf - am 16.08.2013 23:00
@Rosenelf: Das ist doch eindeutig ein Fall für den Störungsdienst der BNetzA.

von Natrium - am 17.08.2013 08:31
Zitat

Im Kabel sind Streifen oder das Bild ist unscharf. Es bleibt nur Satellit als Ausweichmöglichkeit, mit falschem Regionalprogramm !

Die UKW-Programme stören bis auf die TV-Kanäle? Kann es nicht vielleicht sein, dass die Inhaus-Verkabelung etwas schlecht geschirmt ist? Wie ist denn der DVB-T-Empfang - entspricht er der Empfangsprognose?

Zitat

der Turm ist weniger als 1 km von uns entfernt und steht mitten in einem Wohngebiet. NDR Programme von Cuxhaven sind verzerrt und werden von den Privatsendern weggedrückt, in der Innenstadt kenne ich Leute, die gar keinen NDR-Empfang haben ...
Die Privatsender haben nur 2kW bzw. 20kW Leistung. Verglichen mit den 100kW in z.B. Berlin ist das eigentlich gar nicht so viel. Interessant, dass es trotzdem zu solchen Problemen kommt. Ist denn ausgeschlossen, dass der NDR-Sender einfach nur ungünstig liegt, sodass die NDR-Programme auch ohne den Sender Otterndorf nur grenzwertig empfangbar wären? Mit welchen Empfangsgeräten waren keine NDR-Programme mehr empfangbar?
Ich frage nur, da ich an meinem Allgäu-QTH auch in weniger als 5km Entfernung einen Sender habe, von dem 2x 30kW und 6x 100kW-Programme ausgestrahlt werden. Mein Radiowecker kam damit kaum klar; es waren nur diese 8 Programme empfangbar und wehe die Antenne lag nicht richtig oder man hat eine falsche Bewegung gemacht, schon sind selbst die 100kW-Programme weggerauscht. Auch der Degen gibt dort bei ausgezogener Antenne zahlreiche Übersteuerungen aus; teilweise waren auf einer Frequenz gleichzeitig 3 Programme in rauschfreiem Stereo (zumindest Stereokennung) zu hören, die auf der Frequenz eigentlich nichts zu suchen hatten. Meist hatte man bei schwachen Programmen mehr Erfolg, wenn man die Antenne einzog; mit etwas Geduld konnte ich so immerhin ca. 30 verschiedene Programme identifizieren, etwa die Hälfte davon in guter bis sehr guter Qualität. Meine Stereoanlage war ähnlich empfangsstark, hatte aber kaum Übersteuerungen.

von Zwölf - am 17.08.2013 09:21
Das Problem in Otterndorf kann man wahrscheinlich nicht mit dem Beispiel von Berlin vergleichen. Das Türmchen in Otterndorf ist keine 100m hoch, wohingegen in Berlin ein Teil der Leistung über die Dächer hinwegfliegt. Zudem kommt, dass die NDR Frequenzen bis auf NDR1 nur 10kW haben und dazu noch 17km entfernt liegen. Ich behaupte einfach mal, dass die Versorgung auch im allgemeinen besser wäre, wenn 102.6, 104.6 und 107.7
oben vom Fernsehturm Cuxhaven mit gerichteten 10kW kämen.

von Dr. Antenne - am 17.08.2013 13:36
Also, nur 100 m von hier im Krankenhaus ist die 105,4 NDR1 mit einem normalen UKW-Radio schon schlecht zu empfangen, da das Krankenhaus noch näher am Turm ist, dort ist die 104,6 ANTENNE schon so stark übersteuert, dass es zu Spiegelungen auf anderen Frequenzen kommt. Noch schlimmer ist die Situation aber in der Innenstadt, dort ist stellenweise wirklich kein NDR-Empfang möglich, selbst die 97,9 NDR2 ist bei einigen mit einem handelsüblichen Empfänger nicht zu empfangen. Bei mir geht z. B. NDR Info überhaupt nicht, auch mit einem guten Empfänger ist da nichts zu machen !

Mit dem Kabelfernsehen haben alle Probleme, auch die Fernsehtechniker kennen das Problem. Wir hatten schon einen Verstärker, damit die Programme klarer wurden, der verstärkte allerdings auch die Streifen ! Bei den Nachbarn war es das gleiche, hier haben fast alle auf Satellit umgerüstet.

Das Problem sind nicht die 20 kW, sondern die geringe Höhe des Senders, der mitten im Ort steht, statt auf einer Anhöhe oder einem freien Feld.

von Rosenelf - am 17.08.2013 17:55
Auch ich kenne das Problem, dass ein Sendemast fast alles zustopft.
Und zwar in Freiberg (Sachsen).
Dort habe ich mal aus Interesse einen Bandscan durchgeführt. Ich dachte man müsste ja eigentlich in der Innenstadt (am Busbahnhof) auch Antenne Brandenburg oder Fritz bzw. BB Radio empfangen können. Denn im Umland kommen diese Sender sogar noch weiter südlich Richtung Eppendorf und Richtung Oederan rein.

Aber als ich dort gescannt habe war ich total überrascht. Keine Chance diese Sender zu empfangen. Grund ist der Füllsender am Hauptpostamt.
Der strahlt folgende Programme ab:
90.60 Mhz RSA
93.70 Mhz MDR info
99.10 Mhz MDR 1 Radio Sachsen

Und das wirkt sich beim Bandscan so richtig negativ aus.
Da sieht es dann nämlich folgendermaßen aus:
87.50 Mhz RSA
88.60 Mhz MDR 1 Sachsen
91.10 Mhz MDR 1 Sachsen
und zwischen 93.00 Mhz und 98.90 Mhz noch ca. 5 bis 6 mal MDR 1 Radio Sachsen auf verschiedenen Frequenzen.
MDR info habe ich dort auch zwisch 100.00 Mhz und 105.00 Mhz noch mindestens 4 mal empfangen.

von Scanner100 - am 17.08.2013 18:03
Ich wohne ca. 12 km vom Großsender Münster/Baumberge entfernt. In Roxels Westen (Richtung Havixbeck und Baumberge raus) gibt es ein Mischprodukt aus WDR 2 und 5 auf der 91.8, der aber ausblendbar ist (Richtung Norden kommt sofort Radio 1 aus Smilde).

Ansonsten hat Roxel eine dankbare Lage. Sowohl der FMT Wolbecker Straße (Antenne Münster sowie die Deutschlandradios, 9 km entfernt) wie auch die Dreizehnerstraße (BFBS R2, 7 km entfernt) sind weit genug weg und erzeugen keine Mischprodukte in meinem Degen oder in anderen Radios. :-)

In Havixbeck dagegen (4 km von Münster/Baumberge entfernt und direkter Sichtkontakt) macht das Scannen keinen großen Spaß, da es einige Übersteuerungen gibt.

von NurzumSpassda - am 18.08.2013 18:43
Hier in Leer gibt es stellen da mischen sich Radio 21 104,5MHz und D-Radio Kultur 91,5MHz.
Dieses Gemisch ist dann im Degen1103 im ganzen Band zu hören.

Mir kommt auch so vor das der Sender von Radio 21 geringfügig streut.
Denn etwas oberhalb und unterhalb der 104,5Mhz ist der Rauschpegel ziemlich hoch.

Radio Ostfriesland 103,9Mhz ist im Gegensatz ziemlich ruhig.

von _Yoshi_ - am 18.08.2013 18:50
Also der Turm in Ottendorf ist schon krass. Dort in Cuxhaven steht ein Turm, ähnlich wie in Bremen-Walle und die steht leer. Dafür werden die starke Frequenzen irgendwo aus ein Wohnviertel mit alle seine Probleme abgestrahlt. Das verwundert mich doch sehr stark. Warum werden die Frequenzen nicht am leeren Turm ausserhalb Cuxhaven in Betrieb genommen??

von Jassy - am 19.08.2013 09:06
Zitat
Jassy
Also der Turm in Ottendorf ist schon krass. Dort in Cuxhaven steht ein Turm, ähnlich wie in Bremen-Walle und die steht leer. Dafür werden die starke Frequenzen irgendwo aus ein Wohnviertel mit alle seine Probleme abgestrahlt. Das verwundert mich doch sehr stark. Warum werden die Frequenzen nicht am leeren Turm ausserhalb Cuxhaven in Betrieb genommen??


Ja, das verstehe wer will, der Turm in Cuxhaven ist ein richtiger Fernmeldeturm, mit dem man das ganze Sendegebiet sogar besser abdecken könnte. Aber von dort kommt nichts. So bleibt es hier bei dem schlechten Empfang.

von Rosenelf - am 19.08.2013 11:21
Zitat
Rosenelf
Zitat
Jassy
Also der Turm in Ottendorf ist schon krass. Dort in Cuxhaven steht ein Turm, ähnlich wie in Bremen-Walle und die steht leer. Dafür werden die starke Frequenzen irgendwo aus ein Wohnviertel mit alle seine Probleme abgestrahlt. Das verwundert mich doch sehr stark. Warum werden die Frequenzen nicht am leeren Turm ausserhalb Cuxhaven in Betrieb genommen??

Ja, das verstehe wer will, der Turm in Cuxhaven ist ein richtiger Fernmeldeturm, mit dem man das ganze Sendegebiet sogar besser abdecken könnte. Aber von dort kommt nichts. So bleibt es hier bei dem schlechten Empfang.

Als der FMT in CUX 1991 fertiggestellt wurde, sendeten ffn 102,6 (seit Ende 1986) und Antenne 104,6 (seit Frühjahr 1990) bereits aus Otterndorf. Beide Frequenzen waren ebenso wie die 107,7 (DKultur) bei Genf 84 für den NDR-Standort Holter Höhe geplant worden und hätten damals problemlos zum neuen FMT verlagert werden können.

von Manager. - am 19.08.2013 15:21
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