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Kay B, Terranus, Yagi, Thomas (Metal), Winnie2, WiehengeBIERge, appelsientje, Peter Schwarz, Kroes, Wiesbadener, Jassy

Senderphotos Schlappenreuther Berg

Startbeitrag von Kay B am 25.09.2007 13:01

Das wird jetzt wahrscheinlich nur Leute aus Franken interessieren.

Gestern war ich mal auf dem Schlappenreuther Berg in der Nähe von Scheßlitz und habe mal den dortigen Sender photographiert. Auf UKW dient der Sender als Relais für Radio Bamberg auf 106.1 MHz.



Da der Sender mitten im Wald steht, läßt er sich in seiner Gesamtheit nur aus der Ferne photographieren.


Hier nun also die Photos:




















Mich würde mal interessieren, was da antennenmäßig alles drauf ist.



Fangen wir mal oben an. Dieses graue Rohr an der Turmspitze findet man auch bei anderen Sendeanlagen. Ist das eigentlich ein Blitzableiter oder doch eine Antenne? Wenn letzteres der Fall sein sollte, würde mich mal interessieren, welchem Zweck sie dient und wie diese geerdet ist.

Der gelbe Kasten darunter könnte eine UHF-Antenne sein. Kommt TV-mäßig was von da? Direkt darunter sind dann Mobilfunkantennen.

Interessant wird's bei den Antennen unterhalb der Mobilfunkantennen. Da hätten wir einmal einen vertikal polarisierten Dipol, der wohl für BOS-Funk dient. Aber was sind das für Antennen mit den Reflektoren auf gleicher Höhe? Von der Größe her würde ich mal auf den unteren UHF-Bereich tippen. Welche Funktion haben diese Antennen?

Alles darunter ist wieder ziemlich klar. Mobilfunk, Richtfunk und die UKW-Antennen für Radio Bamberg. Nur die Funktion der Antenne mit der Plastikhülle unmittelbar unterhalb der UKW-Antennen ist mir nicht bekannt. Könnte das Ballempfang auf UHF sein oder doch eher Richtfunk?

Weiter unten (auf dem obigen Bild nicht zu sehen) kommen dann noch die Ballempfangsantenne für Radio Bamberg (wird wohl die 88.5 von Rothof sein) und eine Satellitenantenne.


Eine Frage hätte ich da noch:

Bei TV-Umsetzern wird es ja in der Regel so gehandhabt, daß das empfangene Signal auf eine Zwischenfrequenz umgesetzt wird und von dieser dann wieder auf die Sendefrequenz umgesetzt wird. Wie handhabt man es bei UKW-Umsetzern? Speist man da einen UKW-Sender via eines UKW-Empfängers, der sein Signal via Ballempfang bezieht? Oder setzt man hier auch einfach das Signal direkt um? Letzteres hätte ja den Vorteil, daß man sich den RDS-Encoder sparen kann.

Antworten:

ganz oben: in jedem Fall ne rundstrahlende Sendeantenne...aber die kann für vieles sein - eventuell sitzt da auch noch ein Mobilfunk-Rundstrahler drauf

gelber Kasten darunter: Richtig, UHF - und "um die Ecke rum" scheint auch noch einer zu sein. Das ist der Füllsender Stübig (K34 ZDF, K59 BR, 30 Watt horizontal 20-110°)

Antennen mit Reflektor: UHF-Empfangsantennen für Ballempfang ZDF/BR, vermutlich Richtung Hof (75°) ausgerichtet

gekapselte weiße Antenne weiter unten: sicherlich auch irgendein Richtfunkdienst; hab ich schon öfters gesehen, hat aber noch keine schlüssig erklären können ;)

von Kroes - am 25.09.2007 13:33
@ Kroes

Zitat

Das ist der Füllsender Stübig (K34 ZDF, K59 BR, 30 Watt horizontal 20-110°)


Ah. Ich glaube, TerranusI hat auch mal was gesagt, daß von da oben TV-mäßig was kommt. Ich wußte aber nicht, unter welcher Bezeichnung der Sender läuft. Ich vermutete erst, daß vielleicht Würgau darüber mit versorgt werden könnte. Verwirrenderweise wird der TV-Umsetzer also als "Stübig" bezeichnet, der UKW-Sender allerdings als "Burglesau". Also ein Sender mit zwei verschiedenen Bezeichnungen.


Zitat

Antennen mit Reflektor: UHF-Empfangsantennen für Ballempfang ZDF/BR, vermutlich Richtung Hof (75°) ausgerichtet


Das kann gut sein. Von der Richtung her hätte ich aber eher auf Bayreuth-Oschenberg getippt. Auf E30 bzw. E54 dürften aber schon die Privatsender vom Kälberberg dort oben sehr gestört haben.


von Kay B - am 25.09.2007 14:25
An dem Turm fahre ich immer vorbei, wenn ich die Autobahn Bamberg-Bayreuth nutze, den kann man von dort gut sehen. Allerdings springt das RDS selten auf 106,1, vielmehr gehen zumindest an der BAB noch Buttenheim 92,1 und Bamberg 88,5 ausreichend.

von Wiesbadener - am 25.09.2007 14:46
Wie weit reicht die 106.1 eigentlich in Richtung Osten?

Kommt da Radio Bamberg in Bayreuth noch brauchbar an?


von Kay B - am 25.09.2007 16:15
Mit ner großen UKW-Yagi und verstärker kann man Radio Bamberg in Bayreuth noch einigermaßen brauchbar empfangen, vorrausgesetzt guter Standort,aber etwas verrauscht in mono, wenn im Radio gesprochen wird, aber bei Musik merkt man nichts mehr davon, aber halt zuschwach für RDS.
Eventuell geht noch die 92.1 aus Buttenheim brauchbar, musste halt mal ausprobieren wobei die 92,1 schon mit Stabantenne an einem guten Standort brauchbar geht.
Musste halt mal ausprobieren.

Gruß Alex

von Yagi - am 26.09.2007 09:03
Ja, das ist der Umsetzer Stübig, der Ort liegt sehr versteckt auf der anderen Seite des Berges (genau an der Juraschichtstufe..) Heute wäre der wohl nicht mehr versorgenswert. Die Ballempfangsantennen sind für Gr. Waldstein, der Oschenberg kommt da nicht mehr stark genug, der ist einfach zu niedrig (und laut ehem. Postanweisungen möglichst nicht für Umsetzer zu nutzen...)
Die Reichweite der UKW 106,1 nach Osten ist auf der Autobahn bis etwa Thurnau wo es dann ins Tal runtergeht. Auf den Höhen geht sie aber viel weiter. In Bayreuth selbst ist sie unbrauchbar, da BT schön in nem Kessel drin liegt. Da geht die 92,1 deutlich besser, was vorallem an der Antennenhöhe und der doppelten Leistung liegt.
Die 106,1 entstammt noch der Planung als man sich nicht sicher war eine QRG am Kälberberg zu kriegen was laut R.Bamberg bis zu letzt ein Kampf war. Heute braucht man die eigentlich so dringend nicht mehr, hat aber gerade da um Stübig schon noch ihren Sinn.
Das ovale Teil ist eine BOS Funkanbindung (auf Geisberg gerichtet) darüber läuft Feuerwehr/Polizeifunk, die Sendeantenne ist das vertikale Teil auf der Höhe wie der Ballempfang. Ist für die Autobahn gedacht. Selbiges gilt für die GSM Antennen, hauptsächlich eplus und t-mobile. eplus verwendet gerne diese weißen RiFu Antennen zur BTS Anbindung. Eine davon ist auch auf den Geisberg gerichtet, dort hat eplus ne große Verteilstation beim BR untergemietet. Die andere geht ins Tal rein, da steht irgendwo auch ne BTS Station rum, die braucht eplus ja alle paar km.

von Terranus - am 26.09.2007 09:44
@ TerranusI

Zitat

Gr. Waldstein, der Oschenberg kommt da nicht mehr stark genug, der ist einfach zu niedrig (und laut ehem. Postanweisungen möglichst nicht für Umsetzer zu nutzen...)


Wieso sollte der Oschenberg denn nicht für Umsetzer genutzt werden?


Zitat

Die 106,1 entstammt noch der Planung als man sich nicht sicher war eine QRG am Kälberberg zu kriegen was laut R.Bamberg bis zu letzt ein Kampf war.


Wieso das? War es ein Kampf, diese Frequenz zu koordinieren oder die Zuweisung dafür zu kriegen? Für welche Ortschaften ist die 92.1 eigentlich vorgesehen?


Weißt du auch, ob man bei solchen Radioumsetzern das Signal eher demoduliert und dann wieder auf der neuen Frequenz moduliert oder ob man es - wie bei TV-Umsetzern üblich - auf eine Zwischenfrequenz und dann auf die Sendefrequenz umsetzt? Bei letzterer Variante hätte die 106.1 ja keine eigene RDS-Kennung.


Und weißt du, was das für eine Antenne ganz an der Spitze des Sendemastes ist?


von Kay B - am 26.09.2007 12:22
Das weiß ich auch nicht so genau, aber die Post hatte damals recht genaue Vorstellungen was wo genutzt werden sollte. Ich weiß das noch von meinem Großvater der teils für die BP gearbeitet hat.
zB sollte in Forchheim der Kälberberg nicht genutzt werden, sondern Schwabach. Keine Ahnung warum. Kälberberg und Oschenberg waren für die Post nur übergroße Füllsender. (Was sie ja eigentlich auch sind)

-Ja, der Geschäftsführer von R. Bamberg erzählte in einer Sendung davon, dass man jahrelang um die Frequenz kämpfen musste -man drohte sogar mit Unterschriftenkampagnen, da große Teile des Lkr. BA und FO (Sendegebiet) nicht erreicht werden konnten. Naja so gesehen fehlt gerade vom Lkr. FO immer noch einiges...

Richtig, es wird nichts demoduliert. Das RDS Signal ist genau identisch. Ist bei Ebermannstadt 98,8 genauso, im RDS Text steht drin "Coderstandort Forchheim", weil eben von der 96,6 nur umgesetzt wird.
Die anderen haben dagegen ne Leitungszuführung. Vorallem die nach Pinzberg zur 96,6 dürfte ganz schön was kosten pro Jahr..

Ich würde auf Blitzableiter tippen. Könnte aber auch eine GSM Empfangsantenne sein.

von Terranus - am 26.09.2007 13:40
@ TerranusI

Zitat

Kälberberg und Oschenberg waren für die Post nur übergroße Füllsender.


Krasse Leistungen für Füllsender. Werden diese Sender dann auch per Ballempfang gespeist?


Zitat

Könnte aber auch eine GSM Empfangsantenne sein.


Du meinst sicherlich GSM-Sendeantenne. Aber da würde es mich echt interessieren, wie diese geerdet wird.


Auch erstaunlich finde ich, daß man bei so einem Senderchen wie dem Schlappenreuther Berg so viele Container für das Equipment braucht.


von Kay B - am 27.09.2007 12:32
Moment, rein technisch sind es natürlich Grundnetzsender, da per Richtfunk und eigener Modulationsschiene.
Füllsender ist nicht gleich Umsetzer ! Umsetzer sind eben Sender ohne eigene Modulationsschiene, die setzen nur das fertige Signal um. Sowas war zB der Geisberg K52 ! Der war rein technisch ein übergroßer Umsetzer des Dillberg. Jetzt hat er nen Transcoder für DVB-T K6.
Solche Sender wie Geisberg oder Kälberberg nannte man "Zusätzliche Sender zur Schließung von Versorungslücken", sprich eben Füllsender. Nur dass der eine eben ein Umsetzer war und der andere technisch ein Grundnetzsender ist...

von Terranus - am 27.09.2007 12:39
Diese Funzel konnte ich früher, als Göppingen noch nicht auf derselben Frequenz funkte, auch immer wieder in Tischardt loggen!


von Peter Schwarz - am 27.09.2007 12:51
Warum baut Radio Bamberg nicht einen Großsender mit 5 oder 10Kw, damit könnten sie doch ihr gesamtes Sendegebiet abdecken und müssten nicht so viele kleine Funzeln aufstellen.
So macht es zum Beispiel Radio Mainwelle die haben nen 10kw Großsender für den Landkreis Bayreuth und ne kleine 100w Funzel für Pegnitz, dass wäre doch viel kostengünstiger für Radio Bamberg und könnten trotzdem ihr ganzes Sendegebiet abdecken.


von Yagi - am 27.09.2007 15:08
weil es keine freie UKW Frequenz mit 5kW mehr gibt. Die 104,3 der Mainwelle ist ne Ausnahme, denn die war eigentlich mal für den Ochsenkopf gedacht und wurde dann für das Lokalradio "geschlachtet" und sendet jetzt weit unter Wert vom Oschenberg mit 10kW.

Radio Bamberg ging ja als "Regnitzwelle" auf Sendung und zwar mit der 88,5 (damals aber nur 300Watt) und 90,3 in Forchheim mit nur 50Watt. Vorallem Letztere hatte ne miserable Reichweite, nicht mal die Stadt Forchheim wurde damit komplett versorgt weswegen da schnell nach ner Alternative gesucht wurde. Der Sender wurde dann in "Radio Antenne Franken" (Ähnlichkeiten mit der latrine waren wohl gewollt...) umbenannt. Gleichzeitig gab's Offensive mit den Frequenzen: die 90,3 wurde stillgelegt und durch die 96,6 in Pinzberg (ein Ort oberhalb Forchheims) mit 100W ersetzt- damit konnte die Reichweite etwas verbessert werden, allerdings ist die Antennenhöhe schlecht. Die 88,5 bohrte man auf 500W auf und die 106,1 ging auf Sendung. Die 88,7 war schon vorher irgend auf Sendung gegangen um den westlichen Zipfel des Lkr. BA zu erreichen.
Nur kurze Zeit später benannte man das Ganze dann in R. Bamberg um und änderte auch die Musik - von Schlager auf light-AC oder wie man das nennt.
Trotzdem blieben halt riesen Lücken im Verbreitungsgebiet, der östliche Teil des Lkr. Bamberg war weiterhin völlig unversorgt (Heiligenstadt und Umgebung) sowie praktisch über die Hälfte des Lkr. Forchheim.
Daher wollte man ne starke QRG auf dem Kälberberg. Erst war die 107,5 angedacht, wurde dann aber wieder verworfen. Dann plante man lange an der 92,1 rum, die wurde dann vor 2 Jahre zugelassen, aber nur mit nem Brutal-Einzug nach Süden, klar um BR2 vom Dillberg zu schützen.
Dadurch konnte man in Heiligenstadt den Empfang verbessern (bzw. ihn überhaupt erst mal möglich machen)und auch in Teilen der Fränk. Schweiz geht die 92,1 ganz brauchbar.
Der ehem. Kreisstadt Ebermannstadt spendierte man dann noch ne 50W Funzel auf 98,8, weil da die 92,1 wg. dem Einzug nicht mehr brauchbar ist und die 96,6 wg. den paar Metern über Grund nicht mehr in stereo kommt.
Jetzt hat man als große Lücke noch den östlich. Kreis FO, Gräfenberg usw. haben bis heute kein angestammtes Lokalradio, dort kriegt man aber meist die Nürnberger Lokalen rein, die diese Gegend auch teils inhaltlich mitbedienen.
R.Bamberg bräuchte da schon noch ne Funzel, aber das wird wohl nicht kommen, weil man dahin sogar ne extra Leitung schalten müsste- da kommt nicht mal was ballempfangstaugliches mehr an.
Unter Wert hat man die 88,5 verkauft, die ist eigentlich recht frei und hätte durchaus vom Kälberberg kommen können.

von Terranus - am 27.09.2007 15:34
Zitat

Die 104,3 der Mainwelle ist ne Ausnahme, denn die war eigentlich mal für den Ochsenkopf gedacht und wurde dann für das Lokalradio "geschlachtet" und sendet jetzt weit unter Wert vom Oschenberg mit 10kW.


War das auch ein 100kW frequenz, oder was war die damals geplante leistung?

von Jassy - am 27.09.2007 15:38
Ja, die war mal mit 100kW koordiniert (ist es sogar noch glaube ich) am Ochsenkopf, wurde da aber nie eingesetzt, sondern nur vom Oschenberg mit 10kW. Die Reichweite ist ungleich geringer da der Oschenberg ein schlechter Standort ist.

von Terranus - am 27.09.2007 15:41
Was für ein Sender sollte denn auf der 104,3 mit 100kw vom Ochsenkopf ursprünglich ausgestrahlt werden, bevor sie mit 10kw vom Oschenberg an Radio Mainwelle zugeteilt wurde?
Das der Oschenberg ne miserable Reichweite hat kannste eigentlich nich sagen Radio Mainwelle geht locker bis Ebermannstadt und hat dort fast Ortssenderstärke und geht mit ner gescheiten Yagi, denke ich in Ortssenderqualität.

Gruß Alex

von Yagi - am 27.09.2007 16:49
Die 106,1 kenne ich noch gut als Störsender gegen hr3... In Speichersdorf, ca. 15 km östlich von BT, konnte ich unter Dach mit einer 8-el Yagi die 106,1 leicht angerauscht in Stereo und RDS empfangen, die 106,2 vom Heidelstein hatte stehts darunter zu leiden. In BT selbst ist die 106,1 zwar empfangbar, aber besonders in der Stadt im Autoradio kein Genuß. Etwas außerhalb, z. B. Aichig / Ermitage wo sich auch der Kabelkopf befindet ist auch mit einfachem Equipment einwandfreies Stereo möglich.
Ich vermute mal, daß KT 88,5 eine Ursache ist, daß man die 88,5 nicht an den Kälberberg verlagert hat. Es wäre ein Einzug nach Westen erforderlich gewesen, was sicher zu einem schwächeren Signal zwischen FO und BA, also im Tal an der A73 entlang, auf der 88,5 geführt hätte. 88,7 und 96,6 sind dort nur bedingt ein gleichwertiger Ersatz. Trotzdem wäre es sicher wünschenswert gewesen, ggf. hätte man diese Lücke auch anders als mit 88,5 / 96,6 schließen können und wenn man die 92,1 "ganz unten im Tal" irgendwo mit 50W in Betrieb genommen hätte.
[Halb-OT] Interessant ist auch die 107,5, die man letztlich verworfen hat (siehe alte Forumseinträge). Besonders mit der Intertriebnahme in AN-Katternbach auf 107,3 hätte man jetzt deutlich mehr Platz als gegen eine 107,4 aus Fürth. So gesehen wäre das mit 0,5 kW oder 1kW ND vom Kälberberg ja z. B. für Radio Melodie eine prima Freuquenz.

von Thomas (Metal) - am 28.09.2007 15:10
Das meinte ich ja mit "freien Löchern" im Raum Bamberg, falls zB AFN da doch auch mal auf UKW gehen will. Die 107,5 wäre eine Möglichkeit, vorallem im Tal, aber auch 87,9 oder 93,9.
Vielleicht wirft der DLF auch mal ein Auge auf Bamberg, der Ochse hat da teils heftige Einbrüche in der Altstadt und die 103,3 ist auch nicht viel besser (bzw. wird von der Latrine angesäuselt).
Also die Funzelgefahr ist da keineswegs gebannt. 90,0, 90,2 etc sind auch funzeltauglich, gg. den Inselsberg kann man da schon ansenden.

von Terranus - am 28.09.2007 15:34
@ Yagi

Zitat

Das der Oschenberg ne miserable Reichweite hat kannste eigentlich nich sagen Radio Mainwelle geht locker bis Ebermannstadt und hat dort fast Ortssenderstärke und geht mit ner gescheiten Yagi, denke ich in Ortssenderqualität.


Der Oschenberg hat wahrscheinlich in Richtung Bamberg und Forchheim eine geringere Reichweite, die durch die Frankische Alb bedingt ist. Deswegen konnte man wohl auch in Bamberg die Fernsehkanäle des Oschenbergs wieder belegen (E30 Pro 7; E54 Tele 5 / DSF). Zudem liegt er halt etwas niedriger und dient wohl vorwiegend dazu, die Lücken in der Bayreuther Gegend zu füllen, die nicht oder nur unzureichend mit dem ZDF und dem Bayerischen Fernsehen vom Großen Waldstein versorgt werden.

Richtung Norden und Nordwesten geht der Oschenberg allerdings schon weit. In Südthüringen ist der E30 von diesem Sender mit einer Yagi noch in Ortssenderqualität empfangbar, obwohl über 100 km Luftlinie.


von Kay B - am 28.09.2007 15:37
ja, da kann er sich schön durchs Maintal den Weg raussuchen. Nach Südwesten liegt halt genau die Juraschichtstufe davor. Bei mir 42km Luftlinie zum Oschenberg ist selbst mit Yagi und Vorverstärker nur ein stark verrauschtes S/W Bild zu machen. Da war man aber zu Pro7 Zeiten auf E30 auch nicht böse drum ...der hat trotzdem noch genug Streifen verursacht.
Im Süden hat man ja den Oschenberg auf K39 und K46 gegen den Riegelstein ansenden lassen, der das genaue Gegenteil ist, nämlich ein sehr guter weitreichender Standort. Die 1kW von da gehen wirklich weit. Riegelstein wäre auch perfekt als DVB-T Standort für ein SFN mit Nürnberg gewesen.

von Terranus - am 28.09.2007 15:45
@ TerranusI

Zitat

Bei mir 42km Luftlinie zum Oschenberg ist selbst mit Yagi und Vorverstärker nur ein stark verrauschtes S/W Bild zu machen.


Bei mir daheim hast du mit derartigem Equipment schon ein ordendliches Bild vom Oschenberg - trotz über 100 km Entfernung.


Zitat

Da war man aber zu Pro7 Zeiten auf E30 auch nicht böse drum ...der hat trotzdem noch genug Streifen verursacht.


Das war wirklich ein Problem. Der Kälberberg hätte mit seinen 700 W für die Privatsender gut ein größeres Gebiet versorgen können. Nur da, wo eben die Fränkische Alb nicht mehr abgeschirmt hat, war auf E30 und E54 nur Matsch zu sehen.

Nebenbei, du hast mir doch mal erzählt, daß nördlich von Bamberg ebenfalls ein Umsetzer auf E30 aktiv ist. Welcher war das nochmal genau?


Zitat

Im Süden hat man ja den Oschenberg auf K39 und K46 gegen den Riegelstein ansenden lassen, der das genaue Gegenteil ist, nämlich ein sehr guter weitreichender Standort. Die 1kW von da gehen wirklich weit. Riegelstein wäre auch perfekt als DVB-T Standort für ein SFN mit Nürnberg gewesen.


Sendet der Riegelstein eigentlich noch? Wo genau steht eigentlich dieser Sender? Aber mit der Reichweite hast du recht. Der geht echt weit.


von Kay B - am 28.09.2007 16:07
ja, der sendet noch, K39 ZDF und K46 BFS mit 1kW rund. Der Turm ist total überdimensioniert (in etwa so groß wie der auf dem Kälberberg), war wohl für "Größerers" vorgesehen. Radio war noch nie drauf. Das war eine typische Richtfunkstelle, mittlerweile ist da nur noch Mobilfunk und BOS drauf für die A9. Ein weiterer Betonklotz der seines Sinns beraubt ist, siehe Sommerrankenberg...

von Terranus - am 28.09.2007 16:13
Was für ein Sender sollte denn auf der 104,3 mit 100kw vom Ochsenkopf ursprünglich ausgestrahlt werden, bevor sie mit 10kw vom Oschenberg an Radio Mainwelle zugeteilt wurde?

Gruß Alex


von Yagi - am 28.09.2007 17:48
---
sollte in Forchheim der Kälberberg nicht genutzt werden, sondern Schwabach.
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Das könnte mit "damals" ständig besetzten Betriebsstellen und damit höherer Ausfallsicherheit zusammenhängen.


---
Der Turm ist total überdimensioniert (in etwa so groß wie der auf dem Kälberberg), war wohl für "Größerers" vorgesehen. Radio war noch nie drauf.
---
Zumindest war dort früher das Euro-Singal mit verhältnismäßig großer Leistung drauf.

von Thomas (Metal) - am 28.09.2007 18:20
@ TerranusI

Zitat

Bei mir 42km Luftlinie zum Oschenberg ist selbst mit Yagi und Vorverstärker nur ein stark verrauschtes S/W Bild zu machen. Da war man aber zu Pro7 Zeiten auf E30 auch nicht böse drum ...der hat trotzdem noch genug Streifen verursacht.


So gehen der E30 und der E54 vom Oschenberg bei mir in über 100 km Entfernung mit 10 Element Yagi unterm Dach:





Da sieht man sehr deutlich den Dämpfungsunterschied zwischen dem unteren und dem oberen UHF-Bereich.

Aber die Reichweite des Oschenbergs ist schon nicht zu verachten. Die Bamberger Privatsender vom Kälberberg kamen mit etwa dem selben Pegel hier an. Man kann sich den Matsch auf Pro Sieben vorstellen - ein grobes Waschbrett. Man mußte die Polarisationen schon sehr gut entkoppeln können. Auf Tele 5 bzw. DSF war ebenfalls ein Waschbrett, allerdings sehr feiner, also nicht so grob wie auf E30, sodaß dies subjektiv nicht so sehr störte. Sat.1 kämpfte mit dem Bayerischen Fernsehen auf E45. Hier hatte man aber Geisterbilder der jeweils anderen Polarisation.


von Kay B - am 07.10.2007 12:35
So, nach dem Gewitter kam auf der 106.1 nur ein Leerträger. Ob das immer noch so ist, habe ich noch nicht überprüft.

Aber das scheint uns zumindest meiner Frage, ob bei solchen Radioumsetzern das Signal demoduliert und auf der neuen Frequenz wieder re-moduliert, oder - wie bei TV-Umsetzern üblich - einfach per ZF umgesetzt wird. Demnach scheint also ersteres der Fall zu sein.


von Kay B - am 26.06.2008 18:53
Re Kay:
Auch wenn verspätet: Genau so war bei mir damals die Bildqualität und Unterschied in Speichersdorf bei einem schlecht Standort unter Dach, sowie falscher Antenne auch. Die zunächst verwendete war eine alte 43-Element (Neuzustand, da immer nur unter Dach betrieben), die allerdings für Amberg im Einsatz war. Sehr sinnlos in Speichersdorf, da zum einen die falsche Regionalversion und zum anderen kein mdr, sowie keinen der beiden Privaten aus BT. Es brach über E45 der Gewinn massiv ein, E54 vom BT war damit dann kaum stärker als E49 vom Heidelstein (!). Eine 43-Element, in Rieneck vor dem Sperrmüll gerettet (Neuzustand, da offenbar unter Dach im Einsatz), brachte optimale Abhilfe und ist dort bis heute unter Dach montiert.
Allerdings war diese "Amberg"-Antenne gerade im unteren und mittleren Bereich nicht zu verachten. Damit war E37 hessen fernsehen zumindest noch ansehbar zu empfangen.

von Thomas (Metal) - am 26.06.2008 21:44
Die 106,1 läuft wieder.

von Yagi - am 27.06.2008 11:22
@ Thomas (Metal)

Zitat

Genau so war bei mir damals die Bildqualität und Unterschied in Speichersdorf bei einem schlecht Standort unter Dach, sowie falscher Antenne auch.


Aha, aber Speichersdorf ist doch nur ca. 10 km östlich vom Oschenberg. Allerdings wird ja nach Westen gerichtet gesendet. Der Oschenberg kommt bei mir in ca. 100 km Entfernung auch nur aufgrund des Maintales so gut. Pro 7 vom Kälberberg hatte auf E30 dadurch immer ein schönes Waschbrettmuster, mit Tele 5 auf E54 sah's ähnlich aus, nur das hier das Waschbrettmuster sehr viel feiner war. Am geilsten war Sat.1 auf E45. Horizontal hatte ich auf E45 das Bayerische Fernsehen von der Frankenwarte, vertikal Sat.1 mit dem Bayerischen Fernsehen als Geisterbild. So konnte man zwei Fernsehsender gleichzeitig gucken. :D Nur RTL plus ging auf E48 ganz gut.


Zitat

Sehr sinnlos in Speichersdorf, da zum einen die falsche Regionalversion und zum anderen kein mdr, sowie keinen der beiden Privaten aus BT.


Wie weit gingen Pro 7 und Tele 5 / RTL 2 eigentlich nach Osten?


Zitat

Allerdings war diese "Amberg"-Antenne gerade im unteren und mittleren Bereich nicht zu verachten. Damit war E37 hessen fernsehen zumindest noch ansehbar zu empfangen.


Ist ja ein Ding, daß ihr da bei euch noch den Heidelstein empfangen habt. War das üblich, eine Heidelstein-Antenne für Hessen 3 aufzubauen, oder ging das schon unter DX bei euch in der Gegend?


von Kay B - am 30.06.2008 07:38
Zitat
Kay B


Welchem Zweck dient eigentlich die Antenne die so aussieht wie ein an den Mast geklebtes T ?
Ich habe solche Antennen schon öfters an Masten gesehen und konnte mir deren Zweck nicht erklären. Kann mir mal jemand was dazu sagen?

von Winnie2 - am 15.04.2015 11:12
Dass sind Dipole mit Gamma-Match.
Kann man für alle möglichen Bänder bauen, meist sieht man sie aber für BOS-Funk (2m und 4 m) im Einsatz.

von WiehengeBIERge - am 15.04.2015 15:28
Danke für deine Hilfe.

von Winnie2 - am 15.04.2015 18:34
> Kann mir mal jemand was dazu sagen?

Ja, die Firma Kathrein z.B:

http://www.kathrein.de/fileadmin/media/druckschriften/99812352.pdf

Seite 39, das ist genau die verwendete Antenne

von appelsientje - am 16.04.2015 08:01
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