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Suche VHF Band 1 - Modulator

Startbeitrag von Daniel Heyer am 04.10.2007 10:46

Hallo liebe DXer Gemeinde,

ich bin auf der Suche nach einem PAL-Fernsehmodulator der die drei VHF Band I-Kanäle 2,3 und 4 kann. Nun ich möchte ich in meinem Hauskabelsystem störungsfrei mein eigenes "Haus TV" senden. Beispiele: Bilder von der Überwachungskamera auf den Fernseher, DVD-Video im ganzen Haus über jeder einzelne Antennendose verteilen. Der Modulator muss im VHF Band I senden weil, der Antennenverstärker mit vier Bereichseingängen ausgestattet ist. Der Verstärker hat einen Eingang für VHF I, VHF II (Radio), VHF III und UHF IV und V. Die Eingänge für VHF II (Radio), VHF III und UHF IV / V sind leider schon für sämtliche Antennen auf dem Dach leider komplett belegt.
Da kommt nur noch der Band I Eingang in Frage.

Kennt ihr TV-Modulatoren speziell für VHF I? Sicher ich werde mir bestimmt keine Modulatorenkassette von einer (sündhaft teuren) Kanalumsetzeranlage (Kabelfernsehen) zulegen.

mfg Daniel Heyer

Antworten:

Sowas gibt es bei ELV für 29,95 Euro.
Der Modulator heisst da Universal-HF-Modulator RF 3100
In der Beschreibung steht zwar nur was von UHF, es wird aber auch ausdrücklich auf die Kanäle 2-4 hingewiesen.
Hab es aber auch nur zufällig gefunden und keine Ahnung, ob der wirklich VHF kann und wie gut der ist.


von Tobias Peper - am 04.10.2007 11:52
@ Tobias

Vielen Dank für deine Hilfe auf der Suche nach einem passenden TV-Modulator. :-)

Nun hier die technischen Daten:

Eingangsfrequenz: 45–862 MHz
Ausgangskanal: CH 2-4, S1-S11, CH 21-69
HF-Ausgang: 75 Ohm
Video-Eingangsimpedanz: 75 AVss
Rauschunterdrückung: 40 dB min
Audio-Eingangsimpedanz: 10 kOhm
Spannungsversorgung: 230 VAC; 9 VDC

So, der Mod. kann laut Beschreibung Band I, UHF IV und V. Und auch die Sonderkanäle (S1 - S11).

Nochmals vielen Dank
Daniel

von Daniel Heyer - am 04.10.2007 12:07
Wenn du alle drei VHF-I-Kanäle gleichzeitig nutzen willst, taugt dieses Teil und viele andere Spielzeug-Modulatoren aber nichts! Da muss etwas nachbarkanaltaugliches her...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 04.10.2007 12:27
Hallo Rolf,

um mein Signal im Antennenverteilnetz zu verbreiten, brauche ich sowiso nur einen Kanal (Bsp.: E02). Ja diese Modulatoren sind bestimmt nicht nachbarkanaltauglich. Wie sieht die Problematik über Kanalstörungen aus? Nicht dass der Modulator einen zu hohen Oberwellengehalt hat, d.h. Kanal E02 (analog) stört den DVB-T-Empfang (digital). Gibt es auch Oberwellenfilter (eventuell Kanalsperren) die das Störspektrum ausfiltern?

Daniel

von Daniel Heyer - am 04.10.2007 12:52
Nachtrag: Filtert der Antennenverstärker (eingebauter Bandpassfilter) zusätzlich (dämpft) eventuelle Störgrößen. Oder muss ich diverse Filter zwischen Mod. und Verstärker schalten. DVB-T soll nicht gestört werden.

Daniel

von Daniel Heyer - am 04.10.2007 12:56
Der Verstärkereingang hat mit Sicherheit einen Bandpass, das sollte als Oberwellenfilter für die anderen Bereiche genügen. Nur übersteuern sollte man den Mehrbereichsverstärker nicht, also unbedingt auf die Pegel achten.

von Grenzwelle - am 04.10.2007 12:59
@ Grenzwelle

Wie hoch ist der ungefähre Ausgangspegel vom Mod. an 75 Ohm in dBµV? Arbeiten die Bandpässe im Verstärker überhaupt wirkungsvoll? Und kennst du ein paar Quellen im Inet über diese Filter? Zum vermeiden von Übersteuerungen kann ich das Koaxkabel zw. Mod. und Amp. einfach lang genug lassen; so dass "überschüssiger" Pegel einfach "verheizt" wird. Dadurch wird der Verstärker am Eingang mit kleinem Pegel "gefahren". Der Verstärker hat für jeden Eingang einen extra Dämpfungssteller (Poti).

Daniel

von Daniel Heyer - am 04.10.2007 13:26
Ähm, eine Möglichkeit fällt mir jetzt spontan ein den HF-Pegel abzuschwächen. Es gibt doch von der Fa. Reichelt einstellbare Dämpfungsglieder beidseitig mit F-Buchse.
Also Modulator - F-Stecker - Antennenkabel - F-Stecker auf Dämpfungsglied auf F-Stecker dann auf Kabel am Ende einen IEC-Stecker zum Verstärkereingang. --> Regelung des Pegels.

Was nun wenn diese Maßnahme nicht funktioniert? Dann doch verschiedene Filter verwenden?

Daniel

von Daniel Heyer - am 04.10.2007 13:39
> Der Verstärker hat für jeden Eingang einen extra Dämpfungssteller (Poti).

Das reicht doch völlig. Ich denke, dass es da keine zusätzlichen Filtermassnahmen braucht. Stell' den Dämpfungssteller so ein, dass das Bild an der "letzten" Dose gerade noch rauschfrei ist, dann sollte das passen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 04.10.2007 13:44
Das sehe ich auch so.

Wie hoch der Ausgangspegel des Modulators ist, weiß ich natürlich nicht. :) In der Regel sind es um die 75 dBµV.



von Grenzwelle - am 04.10.2007 14:23
@ Grenzwelle

Wieviel dBµV sollte der HF-Pegel im Tuner eines Fernsehers haben, um ein einwandfreies Bild zu bekommen? Im TV ist ein Philips Empfänger verbaut. Standardbauteile eben.

Daniel

von Daniel Heyer - am 04.10.2007 15:13
Wobei die Kabel-TV-Werte aus dem Link heute im Zeitalter von Kabelinternet nicht mehr stimmen.
Wenn es aber um reines "Kabel"-TV geht (wie also in diesem konkreten Fall), ist alles im Bereich von 64-84 dB brauchbar.

von WiehengeBIERge - am 04.10.2007 16:02
Ältere Zweigeräteverteiler (also nicht die heute überall gebräuchlichen T-Stücke ohne Entkopplung) haben zwischen 3,5 und 5 dB Einfügedämpfung. Manchmal reicht ein solches eingefügtes Teil bereits, um den Verstärker vor Übersteuerung zu bewahren.

von PowerAM - am 04.10.2007 20:48
Der Dämpfungssteller wird auf jeden Fall reichen, um eine Übersteuerung zu verhindern. Diese Spielzeug-Modulatoren haben in aller Regel keinen besonders hohen Ausgangspegel.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 04.10.2007 21:16
Zitat
Daniel Heyer
Kennt ihr TV-Modulatoren speziell für VHF I? Sicher ich werde mir bestimmt keine Modulatorenkassette von einer (sündhaft teuren) Kanalumsetzeranlage (Kabelfernsehen) zulegen.


Das Billigste ist, beim bekannten Auktionshaus nach "Antennenadaptern" für Play Stations PS/2 zu suchen. Die enthalten die altbekannten Modulatoren, die milionenfach in Videorecordern verwendet wurden. Die Dinger lassen sich einfach auseinandernehmen und schnell sind die Anschlüsse ausgemacht:
Stromversorgungsminus an Masse, circa. 4,5 - 8 Volt + an entsprechenden Lötkontakt, Audio, Video, Ausgang als Koaxstück, that's it.
Ueber einem Miniaturtrimmkondensator lässt sich die Sendefrequenz einstellen, über einen kleinen Ferritkern den Ton/Bildträgerabstand von 5,5 MHz regulieren.
Modulatoren für den US-Markt benützen übrigens immer das VHF-Band1 (US Kanal 3 oder 4), nicht wie in Europa das UHF-Band, meistens Kanal 36 voreingestellt.
Den kleineren US Ton/Bildabstand von 4, 5 MHz lässt sich leicht durch herausdrehen des Ferritkerns auf unsere 5, 5 MHz bringen.
Natürlich unterdrücken diese Gerätchen nicht ein Seitenband, um in einen 7MHz-VHF-Kanal zu passen, aber dem TV ist's egal.
Ein Modulator auf E2 und ein anderer auf E4 abgeglichen geht problemlos, die Ausgangspegel sind klein genug, um direkt an einen Verstärkereingang zu gehen.
Möchtest Du 2 Modulatoren anschliessen, verbinde jeden über je einen ca. 50 Ohm Widerstand direkt mit dem Band1-Eingang des Verstärkers.

von Südtiroler - am 04.10.2007 22:08
Ich habe über eine englische Firma VHF Band I Modulatoren aus Australien bestellt. Der Preis war absolut lachhaft, unter 6 Pfund pro Stück. Der Vorteil der australischen Modulatoren ist, dass dort auch PAL eingesetzt wird, die Modulatoren also auch auf unsere Bandbreiten abgestimmt sind. Die Kanäle liegen wohl etwas anders in Australien.
Die mechanische Verarbeitung ist sehr gut, Ich bin allerdings noch nicht zum testen gekommen. Einen Modulator hätte ich eventuell über. Ansonsten gibt es die Dinger hier: http://www.jaycarelectronics.co.uk/productView.asp?ID=LM3872




von Bolivar diGriz - am 05.10.2007 05:37
Zitat

Wieviel dBµV sollte der HF-Pegel im Tuner eines Fernsehers haben, um ein einwandfreies Bild zu bekommen?


Ich würd mal sagen, 65 sollten reichen, 70 sind gut und mehr als 85 zuviel.

von Grenzwelle - am 05.10.2007 06:24
Zitat
Erwin Lindemann
Ich habe über eine englische Firma VHF Band I Modulatoren aus Australien bestellt. Der Preis war absolut lachhaft, unter 6 Pfund pro Stück. Der Vorteil der australischen Modulatoren ist, dass dort auch PAL eingesetzt wird, die Modulatoren also auch auf unsere Bandbreiten abgestimmt sind. Die Kanäle liegen wohl etwas anders in Australien.
Die mechanische Verarbeitung ist sehr gut, Ich bin allerdings noch nicht zum testen gekommen. Einen Modulator hätte ich eventuell über. Ansonsten gibt es die Dinger hier: http://www.jaycarelectronics.co.uk/productView.asp?ID=LM3872
.




6 Pfund :eek:
In USA kosten die Dinger 1-2 $. Es gibt keinen Unterschied zwischen PAL oder NTSC-Modulatoren. Die Geräte sind dieselben. Wie breit das Bildsignal ist, interessiert den Modulator nicht, da simple AM-Modulation ohne obere Frequenzbegrenzung. Negative Bildmodulation, FM-Ton, Bildtonabstand muss eh in der Fabrik eingestellt werden, kann man auch problemlos zu Hause nachjustieren. Das geht gut von 3-7 MHz.
Sind die australischen B1-Kanäle aber nicht in unserem UKW-Band? Wenn ja, dann kann ein PAL B/G TV das nicht empfangen, auch nicht via Sonderkanäle.

von Südtiroler - am 05.10.2007 07:55
@Südtiroler: die neueren TV Geräte schon, die suchen den gesamten Bereich zwischen 45 und 890MHz ab. Da gibts keine Kanäle mehr, das läuft einfach durch...
Aber wenn man das auch mit älteren nutzen will schaut es schlecht aus.
In der Ebucht gibt es einen auf K3 für 20 Euronen... hatte mir das auch schon mal überlegt, aber das Teil sollte schon stereo können.

von Terranus - am 05.10.2007 09:15
Das Gerät liegt schon in unserem Band I, da habe ich mich vorher erkundigt, steht aber auch in der Beschreibung (s. Link!). Die Dinger für 1-2 US$ sind wohl für den Einbau, das von mir genannte Teil ist extern. Eingestellt werden braucht da auch nichts mehr. Außerdem erfolgt der Versand aus dem UK, somit ohne Überraschungen beim Zoll oder Porto. Für 2 US$ wird sich der Versand aus den USA kaum lohnen.

UNd was ich in Deutschland für Preise sehe, ist das konkurrenzlos. Wie gesagt: Ebay mit 20 EUR war der Zweitbilligste Anbieter. Ist aber schon doppelt so teuer...

von Bolivar diGriz - am 05.10.2007 11:57
Zitat
Daniel Heyer
Hallo Rolf,

um mein Signal im Antennenverteilnetz zu verbreiten, brauche ich sowiso nur einen Kanal (Bsp.: E02). Ja diese Modulatoren sind bestimmt nicht nachbarkanaltauglich. Wie sieht die Problematik über Kanalstörungen aus? Nicht dass der Modulator einen zu hohen Oberwellengehalt hat, d.h. Kanal E02 (analog) stört den DVB-T-Empfang (digital). Gibt es auch Oberwellenfilter (eventuell Kanalsperren) die das Störspektrum ausfiltern?

Daniel


Diesen Modulator von ELV habe ich vor nicht allzu langer Zeit für ´n Appel und ´n Ei aus der Bucht gefischt. Dann wollte ich natürlich auch mal testen, wie das mit der Umsetzung im VHF-Band I klappt. Natürlich nicht in einer Hausverkabelung, sondern direkt an das Endgerät angeschlossen. In diesem Fall wollte ich das Bild des DVB-C-Receivers auf einen tragbaren Fernseher übertragen. Der Sendersuchlauf dieses Fernsehers hat das auf Kanal 2 modulierte Signal noch 7 (!) weitere Male im VHF-Band III und im UHF-Bereich leicht verrauscht gefunden.

Für die Hausverkabelung ist dieser Billig-Modulator bestimmt nicht geeignet. Aber für den direkten Anschluß an einen einzelnen Fernseher ohne Scartanschluß schon eher, wenn auch die Bildqualität nicht überragend ist. Aber für einen ganz bestimmten Zweck kann es sehr sinnvoll sein, einen günstigen und handlichen Modulator zu haben, der auch auf Band I umsetzt. Nämlich dann, wenn man z. B. einen alten Fernseher zum Sporadic-E-DXen benutzen will und vorher die Kanäle 2, 3 und 4 einstellen will. Im analogen Kabel werden diese Kanäle ja häufig nicht mehr genutzt, so daß man auf diese Art die Kanäle nicht einstellen kann.

von Lahnwelle - am 25.07.2009 11:57
Ich nutze bei mir 2 Modulatoren des gleich aussehenden Types "RF 3000", erstanden in der Bucht. Diese sind definitiv nur auf dem UHF wirksam (K21-69). Dieses war in der Artikelbeschreibung auch richtig angegeben. Hier ein paar Vor-und Nachteile:

+ einfache Kanalwahl mit den beiden Tasten auf der Vorderseite
+ Kanal wird im Display angezeigt
+ Scart-Signal wird durchgeschliffen, es gibt auch einen Scart-Ausgang, der mit einem weiteren Modulator oder AV-Eingang verbunden werden kann
+ sehr stabile Frequenz

- starker Frequenzversatz auf dem eingestellten Kanal gegenüber der Normfrequenz (ca. 1 MHz, genau kann ich es nicht prüfen mangels Testgerät)
- Ton ist recht laut, verzerrt und von der Lautstärke nicht einstellbar
- Auch Bildhelligkeit ist nicht einstellbar

Dieses gilt für den "RF 3000", daher habe ich keine Ahnung, wiweit der "RF 3100" davon abweicht, und ob der überhaupt auf VHF einstellbar ist. ich wäre diesbezüglich jedenfalls misstrauisch.

von Analog-Freak - am 27.07.2009 21:00
Und höchstwahrscheinlich wird das USB nicht unterdrückt. Das ist selbst bei manchen Kopfstellen so.

von WiehengeBIERge - am 28.07.2009 17:02
* Thread hervorkram *

Nutze seit einiger Zeit einen HF 3100, der äußerlich dem HF 3000 vollkommen gleicht, es gibt aber folgende technische Unterschiede zum HF 3000:

+ Zusätzlich zum UHF: VHF Band I (E2,E3,E4), S1-10, S11. Seltsamerweise wird das Band III ausgelassen :eek:
+ Nominalfrequenz ohne abwegigen Offset auf allen Kanälen (geprüft beim TV-DX mit analogen Signalen)
+ sehr stabile Frequenz

- Weder Bildhelligkeit noch Lautstärke einstellbar, Ton ist nicht ganz so laut und verzerrt wie beim HF 3000. Und wie WiehengebIERGE schon sagt: Das USB wird auch nicht unterdrückt.

Aufgrund seiner praktischen Handhabung setze ich den HF3100 für das mobile DX ein, genauer gesagt für den Maximum T-1300. Grund: Der Maximum hat keinen Modulator und mein "kleiner schwarzer Kasten" (der mit dem bunten UHF-Balken) hat keinen AV-Eingang. Ist halt aus den 80ern/90ern, dafür aber auch ohne Bluescreen und ohne automatischen Suchlauf, der nur bei starken Signalen hält.

Falls du einen nachbarkanaltauglichen Modi suchst: Der billigste kostet 119,00 € (mono) bzw. 159,00€ (stereo).

von Analog-Freak - am 01.03.2012 02:30
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