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vor 10 Jahren, 1 Monat
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vor 10 Jahren
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WiehengeBIERge, Südtiroler, OWL, digifreak, Chief Wiggum

Polytron PA144

Startbeitrag von WiehengeBIERge am 07.10.2007 16:24

Vor ein paar Tagen habe ich wieder mal auf einem Dachboden ein dort völlig nutzloses Teil gefunden - und natürlich gleich mitgenommen :D.
Es handelt sich wohl um einen (ferngespeisten?) Mastvorverstärker, die Bezeichnung lautet PA144, Hersteller ist Polytron.




So wie es aussieht hat er wohl schon mehr als 20 Jahre hinter sich, daher wird er technisch (Rauschmaß) aus heutiger Sicht sicher nicht mehr berauschend sein. Verbaut sind 2 BFW92-Transistoren.
Wenn ich das im Datenblatt richtig gedeutet habe, sind damit 4 dB Rauschmaß möglich? Ist zwar nicht gewaltig, aber sooo schlecht dann auch wieder nicht.

Nun die Fragen zu den Anschlüssen.
Der linke, mit "Bd. 1-5" beschriftete ist wohl sicher der Eingang (Band 1 bis 5 soll das wohl bedeuten).
Daneben der Ausgang.
An dem Rechten steht 18-24 Volt, also handelt es sich dabei um den Spannungsanschluss. Dann wäre das Ding allerdings doch nicht fernspeisbar. Oder doch? Was mich stutzig macht ist, dass der Spannungsanschluss auch als Koax-Klemme ausgeführt ist.
Oder war es bei diesen Verstärkern damals so, dass man als Spannungsversorgung auch ein Koaxkabel verwenden konne, so wie es z.B: heute bei Arcon-Multischaltern ist?
Leider wusste google nichts brauchbares über dieses Teil.

OT: Was auf den Dachboden in einigen Mehrfamilienhäusern hier und besonders Bielefeld so alles an terrestrischen Antennen rumgammelt ist unglaublich.
Die meisten Besitzer wollen das Zeug loswerden, leider ist mein Auto zum mitnehmen zu klein :mad: (und eigentlich bin ich ja auch nicht in Sachen Hausantennen unterwegs ;-))

Antworten:

Zitat

Da sind doch mit Sicherheit alte Fuba-Antennen dabei ?

Natürlich, für UHF waren hier in der Gegend fast nur Fuba im Einsatz. VHF allerdings meist eher Wisi.

Du hast recht, der Spannungsanschluss sieht doch nicht nach Koax aus, da hab ich mich erst wohl etwas verguckt.

Zitat

Größeres Auto kaufen oder mich einfach anrufen.

Mit meinem Auto wäre das ja kein Problem, das Problem ist eher, dass ich dort imer mit einem Firmenwagen auftauche (beschriftet mit 3 Buchstaben) ;-)

von WiehengeBIERge - am 07.10.2007 17:25
Zitat

Mit meinem Auto wäre das ja kein Problem, das Problem ist eher, dass ich dort imer mit einem Firmenwagen auftauche (beschriftet mit 3 Buchstaben)


Solang auf dem Auto nicht "GEZ" draufsteht....kannst ja mal bei den Hausbesitzern/Mitern nachfragen, ob du später wiederkommen kannst, um die Antennen zu "entsorgen" :D

von Chief Wiggum - am 07.10.2007 17:48
.

von Südtiroler - am 07.10.2007 18:06
Zitat
Wiehengebirgs-DXer
Verbaut sind 2 BFW92-Transistoren.
Wenn ich das im Datenblatt richtig gedeutet habe, sind damit 4 dB Rauschmaß möglich? Ist zwar nicht gewaltig, aber sooo schlecht dann auch wieder nicht.

An dem Rechten steht 18-24 Volt, also handelt es sich dabei um den Spannungsanschluss. Dann wäre das Ding allerdings doch nicht fernspeisbar. Oder doch? Was mich stutzig macht ist, dass der Spannungsanschluss auch als Koax-Klemme ausgeführt ist.
Oder war es bei diesen Verstärkern damals so, dass man als Spannungsversorgung auch ein Koaxkabel verwenden konne, so wie es z.B: heute bei Arcon-Multischaltern ist?.


Kenne diese Verstärker gut. Da hast Du ein schönes Stück erwischt :spos:
Breitbandverstärker für lange Ableitungen, das Rauschmass ist absolut akzeptabel.
Intern ist ein Entzerrglied drin, das die höheren UHF Frequenzen bevorzugt und höher verstärkt wegen grösserer Kabeldämpfung in UHF, Ausgangspegel ist ausreichend für ein paar Anschlussdosen.

Der Vestärker ist fernspeisbar über das Koaxkabel, kein Problem. Spannung ab circa 12 Volt ist OK, drunter verursacht Störungen und Kreuzmodulationen. Oder + Pol direkt an Klemme, -Pol an Masse. Hinter der + Klemme sitzt eine Hochfrequenzdrossel und ein Kondensator gegen Masse, etwaige Störungen via ein externes Pluskabel werden wirkungsvoll unterdrückt.

Falls Du diesen Verstärker direkt an einer Antenne für Fernempfang einsetzen möchtest (=möglichst kleines Rauschmass), dann wähle eine hohe Versorgungsspannung über 20 Volt, circa 150-200 Miliampère und benütze die externe Plus-Klemme. Anstelle den Pluspol direkt anzuschliessen, mach ein Potentiometer (regelbarer Widerstand von vielleicht 200 bis 500 Ohm) zwischen den +Anschluss und das Pluskabel.
Such am Empfänger einen ganz schwachen Sender und stell das Potentiometer auf besten, rauschfreiesten Empfang ein. Damit regelst Du die Stromzufuhr (mA) des Verstärkers.
Allgemein lässt sich sagen, dass weniger Versorgungsstrom (=Ampère) auch weniger Rauschen verursacht, allerdings wird auch das Risiko grösser, dass der Verstärker Kreuzmodulationen und andere Störungen verursacht, also das Verhalten bei starken Eingangspegeln sich verschlechert.

von Südtiroler - am 07.10.2007 18:28
Vielen Dank für die Tips !
Ich werde mich heute abend mal mit dem Ding beschäftigen :-).

von WiehengeBIERge - am 13.10.2007 11:44
Fernspeisung über den Ausgang funktioniert schonmal :-), jetzt muss ich mir nur noch entweder ein passendes Netzteil suchen oder ein passendes Fernspeisenetzteil bauen...

von WiehengeBIERge - am 13.10.2007 17:12
Zitat

Größeres Auto kaufen oder mich einfach anrufen.

Heute habe ich einen richtig fetten Fuba-UHF-"Rechen" gefunden, vermutlich die größte UHF von Fuba überhaupt...
Wollte ich erst mitnehmen, dann ergab sich jedoch ein "kleines" Problem: Das Ding passte leider nicht mehr durch die (wohl im Laufe der Jahre durch eine kleinere ersetzte) Bodenluke :-(. Aber die Adresse hab ich mir erstmal notiert :D.

von WiehengeBIERge - am 05.11.2007 20:36
Die fuba XC391A ist 2,97m lang, max. 50cm breit. Die Profiantenne SPA40A misst 3,62m bei 60cm Breite. Größere Modelle sind mir nicht bekannt.

Wie wärs die komplette Antenne über den Giebel vom Dach abzuseilen?

Übrigens haben die Profiantennen eine Impedanz von 50 Ohm, sind also auch als Sendeantenne nutzbar.

von digifreak - am 05.11.2007 22:52
@Wiehengebirgs-DX: Du arbeitest doch wohl nicht bei ISH? Kann aber eigentlich auch nicht sein, da die sich ja schon wieder umbenannt haben....

von OWL - am 06.11.2007 17:32
Zitat

Keine Chance, das Teil zu zerlegen?

Im Prinzip schon - nur hatte ich keine Zeit dazu ;-).
Ich werde da aber noch mal hinfahren. Das Ding dürfte knapp wirklich in Richtung 3 Meter gehen. Demontiert ist sie schon, die liegt da einfach einsam auf dem Boden rum...
OT: Ich frage mich auch, was der ehemalige Nutzer damit überhaupt gemacht hat - schließlich wohnt er geschätzte 5 km von der Hüneburg entfernt ;-).

von WiehengeBIERge - am 06.11.2007 18:47
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