China auf Mittelwelle

Startbeitrag von Weltempfängermatze am 12.10.2007 20:05

Im Thread Mittelwellenempfang in Baden-Württemberg wurden kürzlich die Empfangsmöglichkeiten von China Radio International über den Hochleistungs-MW-Sender Urumqi auf 1521 kHz (500 kW) erörtert.

Ich habe heute mal probiert, ob der Sender auch mit dem E5 und dem Roadstar hörbar ist. Und siehe da, beide Empfänger brachten ihn um 20 und 21 Uhr MESZ allein mit den eingebauten Ferritantennen verständlich herein (mit dem russischen Programm). Man braucht also nicht zwangsläufig eine Rahmenantenne, obwohl eine solche natürlich ein wesentlich stärkeres Signal liefert.

Hier ein kurzer Mitschnitt des Programmbeginns um 21 Uhr auf dem Roadstar:
http://rapidshare.com/files/62118132/CRI_Urumqi.mp3.html

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Grundsaetzlich ein interessanter Thread.

Ich hielt mich vor einiger Zeit in Hong Kong auf, wo ich auch das MW bereich "scannte". Nicht, dass Hong Kong jetzt repraesentativ fuer Festlandchina erscheint, aber man konnte sich zumindest ein Bild bzw. einen Eindruck verschaffen, schliesslich liegt Canton nicht weit entfernt.

Was mir noch in Erinnerung blieb ist die Tatsache, dass ich eher den Eindruck gewann, dass China mit leistungsschaecheren MW-Funzeln zubetoniert ist, und auch nach Einbruch der Dunkelheit kein nennenswert besserer Empfang bzw. ein MW-Chaos wie in Europa zu verzeichnen war. Die Situation der MW erinnerte mich irgendwie an nordamerikanische Verhaeltnisse, - ich vermutete auch Leistungsreduzierung bei Einbruch der Dunkelheit.

Ich vermute, dass die 1521 zu den wenigen staerkeren Frequenzen zaehlt.
Welche leistungsstarken MW Frequenzen, abgesehen von der 1521, waeren in Europa noch moeglich?

Benutzt China eigentlich auch die LW?

von 102.1 - am 13.10.2007 09:16
Zitat
Jens1978
Auf der Frequenz ist doch Saudi-Arabien? Soviel wie ich weiß senden die doch durchgehend.


Das ist korrekt, der 2000-kW-Sender Duba ist hier täglich gut zu hören. Er liegt allerdings in einer anderen Richtung als Urumqi, sodass man ihn mit einer richtempfindlichen Antenne (z.B. Ferrit- oder Rahmenantenne ;-)) ausblenden kann. Richtet man die Antenne nach Nordosten (ca. 65 Grad), empfängt man China. Dreht man sie nach Südosten (ca. 130 Grad), kommt Saudi-Arabien.

Zitat
Schwabe
Ich vermute, dass die 1521 zu den wenigen staerkeren Frequenzen zaehlt.


Sie ist sicherlich eine der stärksten (wenn auch nicht die einzige). Als Frequenz für die Auslandsversorgung muss sie das aber auch, schließlich will sich die chinesische Regierung damit Gehör in Russlands Küchen verschaffen. ;-) Bei einer Senderausgangsleistung von 500 kW dürfte die durch die Richtstrahlung erzielte ERP schon so einige Megawatt betragen...

Zitat

Welche leistungsstarken MW Frequenzen, abgesehen von der 1521, waeren in Europa noch moeglich?


Vor etwa 10 Jahren war in den Abendstunden manchmal das 1. Inlandsprogramm von China National Radio auf 1377 kHz zu hören, da der französische Sender Lille damals nur tagsüber sendete. Inzwischen ist Lille 24/7 on air, sodass diese DX-Möglichkeit nicht mehr vorhanden ist.

Zitat

Benutzt China eigentlich auch die LW?


Nein.

von Weltempfängermatze - am 13.10.2007 13:14
Hallo,

bin durch diesen Thread auf den Mittelwellensender Duba, Saudi Arabien, aufmerksam geworden und habe ihn mal in Google Earth gesucht.

Die Position ist 27deg; 26' 39"N, 35° 35' 26"E und man kann ihn mit diesen Angaben auch recht leicht finden.

Er befindet sich direkt an der Küste, nördlich der Stadt Duba.

Man erkennt bei Google Earth ein Gebäude, von dem ich annehme, daß es das Betriebsgebäude ist. Südlich davon sieht man 6 Masten, nördlich des "Gebäudes" sind es ebenfalls 6 Masten, die aber deutlich größer zu sein scheinen. Flächenmäßig sieht die Anlage gigantisch groß aus.

Kann jemand sagen, ob alle 6 Masten, die in einer Reihe stehen, als Antenne benutzt werden, vielleicht um Richtwirkung zu erzielen? Bisland waren 3 Masten, wie z.B. beim Felsberg 183 KHz, das "höchste", das ich kannte.

Neben der 1521 KHz kommt aus Duba laut Listen auch noch die 549 KHz. Vielleicht deshalb 2 Reihen? Aber weshalb 6 Masten je Reihe?

Hier der Link zu Google Maps:

http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&time=&date=&ttype=&q=Duba,+Saudi+Arabia&sll=37.0625,-95.677068&sspn=49.757664,82.265625&ie=UTF8&ll=27.446953,35.590779&spn=0.006865,0.010042&t=h&z=17&iwloc=addr&om=1

Vielleicht hat jemand eine Idee...

Gruss,
Klaus



von Klaus Wegener - am 15.10.2007 13:57
Ich habe jetzt ein paar mal die 1521 kHz mit dem ICF2001 beobachtet.
Am besten war arabisches Gequassel oder orientalisches Musik-Gedudel hörbar. Wenn ich den Araber bestmöglich mit der FA ausnullte, war fast so stark spanisches Gequassel hörbar. Im Hintergrund zeitweise noch englisch, - aber nichts, was auf RCI schließen lassen könnte. Muss es vielleicht mal früher abends versuchen.
Früher, zu kalten-Kriegs-Zeiten konnte man auf dieser Frequenz im Hintergrund Blubber-Jam- Sender hören, welche die Russen damals gegen RCI einsetzten .

Zitat

Bisland waren 3 Masten, wie z.B. beim Felsberg 183 KHz, das "höchste", das ich kannte.

Es ist schon eine ganze Weile her, seit E1 mit 4 Masten sendet :



Les antennes sont constituées de 4 pylônes métalliques.
L'entre-axes est de 350 m. Les hauteurs : 270, 276, 280 et 282 m.
Les pylônes sont de section triangulaire de 3 m de côté.
La distribution des puissances sont 2 %, 56 %, 41 %, 1 % pour un diagramme de rayonnement de 220° (sud-ouest) avec un gain de 3 et un affaiblissement des minimums arrières supérieur à 1/1000."


von RealRock - am 15.10.2007 19:56
Zitat

...könnte je eine ( halbe ) vertikal Yagi mit einem Strahler, einem Reflektor und 4 Direktoren sein.

Ist auch so, wie ich einmal in einem Artikel aus der Zeit der Errichtung gelesen habe.

Zitat

Abtrahlrichtung wäre dann allerdings nach NW. Das macht eigentlich wenig Sinn, oder ? ... Mit diesem Sender will man wohl bewusst Richtung Europa senden...

Das Ziel ist Ägypten, genauer gesagt Kairo, tagsüber auf 594 kHz und nachts auf 1521 kHz.

Man muss bedenken, dass selbst die stärksten MW-Giganten nach spätestens 1000 km nachts mit Schwund und Interferenzen zu kämpfen haben. Die große Mehrheit der Hörer hat aber nur einfache Radios, bei denen das dann schon kein Hörgenuss mehr ist.

Hier eine kurez Aufnahme von einer Nachrichtendung auf 1521 kHz, aufgenommen in Istanbul letzten April um 22 Uhr Ortszeit mit einem Sony ICF-SW100: http://www.wabweb.net/radio/sounds/Duba1521.mp3
Ein Sender auf Kreta auf 1512 kHz sowie 2 Sender in Rumänien auf 1530 kHz würden bei weniger trennscharfen Radios beträchtliche Störungen verurssachen.

Eine Anlage zu einem ähnlichen Zweck steht bei Qurayyat nahe der Grenze zu Jordanien (549 und 900 kHz, 2000 bzw. 1000 kW). Von dort werden Jordanien, Israel, Syrien und der Libanon versorgt. Ich habe sie aber in Google Earth noch nicht gefunden.

von Wasat - am 15.10.2007 20:03
Hallo,

habe gestern auf dem Weg von der Arbeit nach Hause (Großraum FFM) im Auto (Becker Highspeed Traffic Pro) die 1521 KHz als Alternative zum Dudelfunk gewählt. Saudi Arabien kam gut hörbar rein.

Zu Hause habe ich ein altes Röhrenradio, kann nicht sagen in welche Richtung die eingebaute Ferritantenne zeigt, weil ich nicht weiß, wierum sie eingebaut ist, und das Radio ist so schwer, daß man es nur schlecht drehen kann. Auf 1512 kam BRT aus Belgien rein, und daneben, kann nicht sagen, ob 1521 oder 1530, war etwas osteuropäisches zu vernehmen. Auf 1539 schloss sich dann der ERF an. Saudi Arabien war nicht zu empfangen, vielleicht stand das Radio so, daß es ausgeblendet wurde. Das osteuropäische kann nun entweder Urumqi auf 1521 gewesen sein, oder Radio Vatican auf 1530, oder eines der beiden Rumänen auf 1530 KHz.

Hier eine Frequenzliste:

http://mediumwave.de/

Heute morgen, um 07:30 Uhr auf dem Weg zur Arbeit, war im Auto kein Saudi Arabien zu hören, es wechselten sich "Cadena SER" und "Classic Gold" ab. Wenn ich mir die geringe Sendeleistung dieser beiden Stationen anschaue (2 KW und 1 KW), finde ich es erstaunlich, daß die überhaupt durchkommen...

@ Wasat: danke für die interessante Info, daß Duba primär Ägypten und Kairo versorgen soll. Schaut man sich die Lage des Senders an, fragt man sich im ersten Augenblick wirklich, weshalb er so im äußersten Nord-Westen Saudi Arabiens, direkt am Meer steht. Zur Inlandsversorgung macht das wenig Sinn...

Viele Grüße,
Klaus


von Klaus Wegener - am 16.10.2007 06:34
Zitat
Werner53
@ Weltempfängermatze
freut mich, dass der China Empfang geklappt hat !


Danke. ;-) Dass CRI auf 1521 mit gutem DX-Equipment (in meinem Fall Lowe HF-225 Europa und 1 x 1 m Rahmenantenne) im Herbst/Winter ziemlich regelmäßig zu hören ist, wusste ich aus langjähriger Erfahrung. Was mich am aktuellen Empfang besonders freut ist die Tatsache, dass die noch relativ neuen portablen Empfänger Lextronix E5 und Roadstar TRA-2350P den Sender ohne jegliche externe Antenne hereinholen. Damit haben diese Geräte ihre Empfindlichkeit bzw. DX-Tauglichkeit auf MW eindrucksvoll bewiesen. Alle Achtung, denn das schafft beileibe nicht jeder tragbare Weltempfänger!

Zitat
Klaus Wegener
Zu Hause habe ich ein altes Röhrenradio, kann nicht sagen in welche Richtung die eingebaute Ferritantenne zeigt, weil ich nicht weiß, wierum sie eingebaut ist, und das Radio ist so schwer, daß man es nur schlecht drehen kann. Auf 1512 kam BRT aus Belgien rein, und daneben, kann nicht sagen, ob 1521 oder 1530, war etwas osteuropäisches zu vernehmen. Auf 1539 schloss sich dann der ERF an. Saudi Arabien war nicht zu empfangen, vielleicht stand das Radio so, daß es ausgeblendet wurde. Das osteuropäische kann nun entweder Urumqi auf 1521 gewesen sein, oder Radio Vatican auf 1530, oder eines der beiden Rumänen auf 1530 KHz.


Radio Vatikan sendet auf 1530 zwischen 1630 und 1820 UTC in diversen osteuropäischen Sprachen (Slowenisch, Kroatisch, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Polnisch). CRI sendet via Urumqi in Russisch für Sibirien (0000-0200 und 1100-2000 UTC). Rumänisch ist eine romanische Sprache und klingt wie eine Mischung aus Spanisch und Italienisch, aber nicht osteuropäisch.
Mein Röhrenradio (Blaupunkt Florida, Baujahr 1954 :cool: ) hat übrigens eine drehbare Ferritantenne eingebaut...

Zitat

Heute morgen, um 07:30 Uhr auf dem Weg zur Arbeit, war im Auto kein Saudi Arabien zu hören, es wechselten sich "Cadena SER" und "Classic Gold" ab.


Kein Wunder. Da die Übertragungsstrecke um 0730 MESZ (0530 UTC) bereits komplett im Tageslicht liegt, ist ein Nahost-Empfang auf MW um diese Zeit völlig ausgeschlossen. Im Westen (Spanien, England) geht die Sonne jedoch gerade erst auf, sodass noch Raumwellenausbreitung in Richtung Mitteleuropa möglich ist.

Zitat

Wenn ich mir die geringe Sendeleistung dieser beiden Stationen anschaue (2 KW und 1 KW), finde ich es erstaunlich, daß die überhaupt durchkommen...


Die Empfangbarkeit hängt weniger von der Sendeleistung ab als von den Ausbreitungsbedingungen und der An- bzw. Abwesenheit störender Sender. Während der Dämmerung ist die Ausbreitung entlang der Dämmerungslinie (Grey Line) besonders gut, sodass gerade schwache Sender zu diesen Zeiten die besten Chancen haben, durchzukommen.

von Weltempfängermatze - am 16.10.2007 16:00
Ich beobachte derzeit (seit 1610 UTC) die 1557. Unter einem polnischen Programm (vermutlich Radio Polonia via Litauen) fadet ab und zu ein religiöses Programm in amerikanischem Englisch hoch, und wenn mich meine Ohren nicht getäuscht haben, hat der Sprecher Family Radio erwähnt. Family Radio nutzt auf dieser Frequenz m.W. einen 300-kW-Sender in Taiwan... Mittlerweile habe ich meinen MD-Recorder angeworfen, vielleicht kommt ja noch ne ID...

Nachtrag: Gerade um 1630 UTC lief das bekannte WYFR-Pausenzeichen, gefolgt von religiösem Gesang... Taiwan auf MW ... wie geil!!! :hot: :hot: :hot:

9232 km... und das mit dem E5 und der eingebauten Ferritantenne... :spos:

Nachtrag 1638 UTC: Momentan in den Spitzen O=3 mit religiösem Programm in Englisch über "communion"... Ich werde wohl nach sechs Jahren Pause mal wieder einen Empfangsbericht schreiben... :D

Nachtrag 1659 UTC: Seit etwa 10 Minuten fadet France Info auf 1557 herein, eben war aber das WYFR-Pausenzeichen deutlich im Hintergrund zu hören.

von Weltempfängermatze - am 18.10.2007 16:31
Zitat
Wasat
Zitat

9232 km...

Gratulation!


Danke! :spos: Das ist doch schon etwas mehr als die "nur" 5584 km nach Urumqi ;-) , liegt aber dennoch knapp 3000 km unter meinem bisherigen MW-Rekord von 12288 km (Radio Corporacion, Santiago de Chile, 1380 kHz, gehört im Oktober 1998).

Habe mir soeben noch mal die MD-Aufnahme von 1557 kHz reingezogen. Die vermeintliche chinesische Ansage um 1630 UTC war ein Wortfetzen von France Info (hohe Frauenstimme), dafür kam um 1636 UTC eine eindeutige ID in Englisch, und um 1638 war das Programm für etwa eine Minute glasklar zu verstehen.

Zitat

Heutzutage gehen solche Empfänge wieder leichter als noch vor 10 Jahren, weil in Europa doch etliche Sender abgestellt wurden.


Na ja, leider wurden aber auch einige störende Sender wieder eingeschaltet, etwa die Stimme-Russlands-Relais in Burg (1575 kHz) und Dresden-Wilsdruff (1431 kHz) oder France Info Lille (1377 kHz). Dadurch wird u.a. der Empfang von VoA Thailand (1575), Radio Sawa Djibouti (1431) und China National Radio (1377) extrem erschwert. Speziell auf der 1575 ist hier in Niedersachsen überhaupt nichts mehr zu machen. Das war vor 10 Jahren ganz anders...

Zitat

Auf dieser Seite gibt es immer den aktuellen Status: http://www.n3kl.org/sun/status.html
Man sieht, dass heute alles perfekt war bzw. noch ist.


Danke für den Hinweis!

Zitat
oli84
Auf 1449 kHz kommt grad Libyen oder der Iran durch. Dominiert ganz deutlich Italien und GB!


Das dürfte Libyen gewesen sein. Der 500-kW-Sender - erkennbar an seiner erstaunlichen Audiobandbreite - kommt im Prinzip täglich durch, ist aber auch nur etwas über 2000 km entfernt. In welche Richtung hattest Du denn die Antenne ausgerichtet? Iran liegt von meinem QTH in Richtung Ost-Südost (99 Grad), Libyen fast genau südlich (167 Grad).


von Weltempfängermatze - am 18.10.2007 19:47
Auch heute waren auf der 1557 gegen 1640 UTC wieder religiöse Gesänge aus Taiwan zu erahnen, allerdings bretterte France Info (Nizza, 300 kW) auf gleicher Frequenz viel stärker herein als gestern. Immerhin war Family Radio anhand einer charakteristischen Füllmusik zu erkennen, aber berichtsreif war der Empfang heute keinesfalls. Auch CRI aus Urumqi kann sich heute auf 1521 nicht so recht gegen den Saudi durchsetzen.

Zitat
oli84
Ja den Libyer hab ich auch öfters drin, aber heute war es glasklar! Keine anderen Sender waren zum Zeitpunkt des Postings bei mir auf der Frequenz drauf. Das fand ich schon sehr ungewöhnlich. Antenne stand fast nach Süden, leicht nach Osten. Sobald ich etwas bewegt habe, kamen die anderen Sender durch.


Wie Wasat schon schrieb, müssen gestern hervorragende MW-DX-Bedingungen geherrscht haben.

Zitat

Könntest du die MD-Aufnahme hochladen - es würde mich echt interessieren wie sich das angehört hat! :)


Der Upload der gesamten ca. 43 Minuten scheitert an meiner Internetverbindung (56k Modem), ich werde aber einige Ausschnitte ziehen und als MP3 hochladen, sobald es meine Zeit erlaubt. Kann allerdings u.U.. bis Sonntag dauern, da ich ziemlich verplant bin. ;)


von Weltempfängermatze - am 19.10.2007 17:53
So, hier nun der versprochene Mitschnitt von FEBC/HLAZ Cheju/Korea auf 1566 kHz. Zu hören ist die Absage des russischen Programms "Radio Teos" (russischer Ableger der HLAZ-Betreibergesellschaft Far East Broadcasting Company/FEBC, die u.a. auch KW-Stationen auf den Philippinen und Saipan betreibt) um 1759 UTC, anschließend wird der Sender abgeschaltet. Es wird zwar eine Adresse in Moskau genannt, in der Frequenzansage wird aber "Karee" (Korea) erwähnt. Als Empfänger diente, wie erwähnt, mein nach Jahren reaktivierter Lowe HF-225E mit 1 qm Eigenbau-Rahmenantenne.

http://rapidshare.com/files/65134223/KOR_-_Radio_Teos_via_HLAZ.mp3.html

Da mir der Indoor-Empfang des Sendebeginns in Koreanisch um 1857 UTC wegen massiver TV-Störungen in den vergangenen Tagen nicht möglich war, bin ich am Dienstagabend kurzerhand auf die Straße marschiert - bewaffnet mit E5, MD-Walkman, Line-Kabel und Taschenlampe :D - um es mal außerhalb des Störnebels zu versuchen. Also funktionierte ich das Dach meines Autos zum "DX-Tisch" um, und tatsächlich waren allein mit dem E5 und der eingebauten Ferritantenne - unter Störungen durch County Sound Radio aus England - religiöse Gesänge aus Korea zu hören.

http://rapidshare.com/files/65137912/KOR_-_HLAZ_1566.mp3.html

Man kann es nicht oft genug erwähnen - der E5 (und damit auch der DE1103) ist wirklich Gold wert! In Anbetracht der Gesamtleistung (und erst recht des günstigen Preises) muss ich sagen, dass dies der beste portable Empfänger ist, den ich je besessen habe.




von Weltempfängermatze - am 25.10.2007 18:22
Das mitgelieferte Europa-Netzteil ist ein Breitbandstörer! Am besten nur zum Laden der Akkus nehmen! Es erzeugt Summen und Brummen in den AM-Bereichen sowie Rauschen auf UKW.

Alternative: Entweder in gute Akkus investieren oder (wie ich) den tragbaren "Power Cube"-Akku vom Lidl nehmen, den man mit dem E5 nicht leergespielt kriegt. 7 oder 8 Ah müßte der haben...

Nachdem ich meine Energiesparlampe in der Wandleuchte gegen ein 15 W-Glühobst getauscht habe spielen der Sangean 909 sowie mein Etón E5 gleich viel besser! :D

Auf 1,557 MHz habe ich leider ein wüstes Durcheinander! Es dominiert ein Musiksender mit Swing und Jazz, dahinter ein englischsprachiges Programm mit Frequenzansagen, das jetzt abgeschaltet hat oder total wegfadete.

Allgemein liegt auch der Rausch- und Störpegel in dieser Nacht recht hoch.

Welche DX-Empfehlungen habt ihr noch so? Traditionell bietet ja auch das Winterhalbjahr gute Chancen auf Amerikaempfang. Was geht da am besten?

von PowerAM - am 25.10.2007 23:50
Zitat
oli84
Danke für die Mitschnitte! Respekt vor dem Radio und seinem Bediener!


Danke.

Zitat

Echt Wahnsinn was der kleine Säbel alles reinholt.


Nicht wahr? ;) Ich kann es immer noch nicht richtig fassen, wie toll dieses Gerät ist. Wenn ich dann noch bedenke, wieviel Geld ich in den letzten 20 Jahren in "Kompromiss-Empfänger" (alle konnten jeweils etwas, abere keiner alles) von Grundig, Sony und Sangean versenkt habe...

Zitat

Ist das mitgelieferte Netzteil eigentlich ein HF-Störer oder ist es akzeptabel?


Das Netzteil habe ich noch gar nicht angerührt, ich betreibe den E5 bislang ausschließlich mit NiMH-Akkus (1900 bis 2500 mAh) , die ich in einem externen Ladegerät lade. Aber alles, was ich bisher über das mitgelieferte Netzteil gelesen habe, deckt sich mit den Aussagen von PowerAM.

Zitat
PowerAM
Auf 1,557 MHz habe ich leider ein wüstes Durcheinander! Es dominiert ein Musiksender mit Swing und Jazz, dahinter ein englischsprachiges Programm mit Frequenzansagen, das jetzt abgeschaltet hat oder total wegfadete.


Taiwan kommt am besten zwischen ca. 1615 und 1645 UTC durch, danach wird France Info immer stärker. In den späteren Abendstunden sendet China Radio International über Sitkunai/Litauen in verschiedenen Sprachen für Osteuropa auf 1557 kHz.

Zitat

Welche DX-Empfehlungen habt ihr noch so? Traditionell bietet ja auch das Winterhalbjahr gute Chancen auf Amerikaempfang. Was geht da am besten?


WWZN Boston auf 1510 kHz ist der Indikator für Nordamerikaempfang und war in den letzten Tagen auch auf dem E5 zumindest nachzuweisen. Auch WWWT (ex WTOP) Washington D.C. auf 1500 kHz ist ziemlich häufig zu hören, ebenso WBBR New York auf 1130. Aus Kanada kommen VOCM St. John's (590) und zwei Stationen auf 930 häufiger durch, die allerdings leicht zu verwechseln sind: CFBC aus Saint John (Nova Scotia) und CJYQ aus St. John's (Neufundland). Da die Sendeleistungen in Nordamerika maximal 50 kW betragen, sind die Signale meist ziemlich schwach, sodass man mit einer externen, möglichst richtempfindlichen Rahmen- oder Drahtantenne bessere Karten hat. Außerdem sind sehr schmale Filter absolute Pflicht. Zum Thema Nordamerika empfehle ich auch diesen Thread . ;)

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Welchen möglichst handlichen und nicht allzu teuren Empfänger würdet ihr denn sonst noch für LMK empfehlen?


Ganz klar den Lextronix E5 in der DX-Version von Jürgen Martens (¤ 200 incl. Versand)! Ein empfindlicheres und trennschärferes Gerät wirst Du nirgends bekommen. Die etwa gleich teuren Konkurrenten Sony ICF-SW7600GR und Sangean ATS-909 (die ich ebenfalls beide besitze) sind zwar nicht ganz schlecht, können dem E5 aber kaum das Wasser reichen - schon gar nicht an den eingebauten Antennen. Wobei der Sony spürbar empfindlicher ist als der Sangean, aber einen grottigen Klang hat... :kotz:

Zitat
PowerAM
An sich ist der E5 schon gut, der 909 ist in kniffligen Situationen einfach 'ne Spur trennschärfer.


Dafür ist der ATS-909 aber reichlich taub, vor allem in den unteren KW-Bereichen. Auch auf MW hält er dem Vergleich mit dem E5 nicht stand. Erst mit einer ordentlichen Außenantenne kann der ATS zeigen, was in ihm steckt. ;)

von Weltempfängermatze - am 26.10.2007 09:49
Hallo,

habe von einem Funkamateur einen DE 1103 (Original China) in Zahlung genommen.
Zustand: Fast wie neu, Front silber, technisch einwandfrei.
Zubehör: Tragebeutel, Akkus, Ohrhörer, Drahtantenne, Anleitung in englisch.
Könnte ihn, wie hier schon beschrieben, als "DX-Version" mit
80 / 110 kHz FM-Mischbestückung und 2,8 kHz AMn / 5 kHz AMw Filtern bestücken.
Preis: 125,- Euronen incl. Versand.
Interesse? Dann private mail an mich.

Weiterhin gut MW-DX

Jürgen

P.S.: Habe am Sonntag vor knapp 2 Wochen mit diesem Gerät auf dem Schreibtisch
China auf 1521 kHz empfangen können. Saudi Arabien im Minimum der Ferritantenne
dominierte zwar meist, aber einmal hörte ich chinesche statt arabische Musik
(chinesische Katzen jaulen etwas anders ;-)) und einmal ganz deutlich in russisch:
Govarit Radio... (China heisst auf russisch irgendwie anders). Irgendwie beeindruckend....


von Jürgen Martens - am 26.10.2007 12:39
Zitat
Jassy
Dieses problem habe ich auch. Hoffentlich gibts hier experten die eine lösung wissen! Ich kan eventuell ein mitschnitt online stellen.


Das klingt ja gar nicht gut. :confused: Könnte es sein, dass das Display die Störungen verursacht? Wie ich gelesen habe, sollen ältere Serien des DE1103 technisch nicht so gut sein wie die neueren. Es gab wohl mehrere Überarbeitungen, wobei die neueste Version der Platine auch im E5 verbaut worden sein soll. Mein E5 hat (von einigen Eigenpfeifstellen im 20-m-Amateurfunkband um 14,2 MHz abgesehen) jedenfalls keine solchen Probleme und hört auf MW fast das Gras wachsen... Ein Mitschnitt der Störgeräusche wäre auf jeden Fall interessant.

Zitat
Jürgen Martens
und einmal ganz deutlich in russisch:
Govarit Radio... (China heisst auf russisch irgendwie anders). Irgendwie beeindruckend....


"Meschdunarodnaja Radio Kitaja" nennt sich CRI auf Russisch. ;) Wie gut der Sender auf 1521 mit "richtigem" Equipment hereinkommen kann, zeigt dieser Mitschnitt, den ich Anfang der Woche um 1700 UTC mit dem HF-225E und Rahmenantenne gemacht habe:
http://rapidshare.com/files/65359886/CHN_-_CRI_Urumqi.mp3.html

Dass aber auch der DE1103/E5 den Sender durchaus brauchbar hereinbringt, ist in der Tat beeindruckend. :spos: Geräte wie der Sony ICF-SW55 oder Sangean ATS-803A, die ich vor der Anschaffung des Lowe Mitte der 90er als Hauptempfänger betrieb und vor Jahren verkauft habe, schafften das nur mit externen Antennen. In den nächsten Tagen will ich es mal mit dem ATS-909 probieren.


von Weltempfängermatze - am 26.10.2007 17:09
Zitat
pg09
Tatsächlich! Bei mir geht HLAZ momentan auch! :hot: :hot:
Grade draußen auf meinem Balkon,wenn auch sehr schwach (O=1-2) und im Hintergrund anderer Stationen,konnte man religiöses Gepredige und Gesänge wahrnehmen.
Fantastisch,das ist ein Erstempfang.


Super, herzlichen Glückwunsch! :spos: Das sind mal locker ~8700 km! Bei mir erreichte das Signal auf dem HF-225 an der Rahmenantenne, wie gesagt, in den Spitzen O=4, ähnlich wie in meinem zweiten Video oben. Gegen 23.10 Uhr setzte sich ein Prediger mit Israel auseinander. Momentan fadet das Signal noch gelegentlich hoch, aber bald wird es komplett verschwinden (Sonnenaufgang in Korea).

Zitat

Oder es war dieser Inder,sofern der auch religiöses Gesänge spielt.


Nein, das war ganz sicher Korea! Der Inder spielt die typische "Bollywood"-Musik und bringt keine christlichen Programme. Schon gar nicht in koreanischer Sprache! ;)

All India Radio aus Nagpur in Zentralindien fadet gewöhnlich nach Mitternacht herein. Um fünf Minuten nach der halben Stunde gibt es erfahrungsgemäß englische Nachrichten, Sendeschluss ist um 00:40 UTC (2.40 Uhr MESZ).

von Weltempfängermatze - am 14.10.2009 21:38
Zitat
Christian_66
Das Family Radio Pausenzeichen schaffte es heute gegen 19:00 MESZ / 17:00 UTC sogar in meinem DE1103 mit eingebauter Ferritantenne. Stärkste Störer waren komischerweise die "Gold"-Sender aus UK (North- bzw. Southhampton). France Info kam um die Uhrzeit nur schwach und Polen gar nicht.


Glückwunsch! Vor zwei Jahren hatte ich den Sender auch mit dem E5 und Ferritantenne drin (siehe Seite 1 und 2 dieses Threads), er entspricht ja technisch dem DE1103. Polskie Radio nutzt die 1557 aus Sitkunai/Litauen nur stundenweise von 16:00-17:00 UTC in Polnisch und 17:00-18:00 in Belorussisch. Offenbar wird um 17:00 UTC die Senderichtung auf Südosten (also in Richtung Republik Belarus und damit von Westeuropa weg) geändert, sodass der Sender dann nicht mehr stört.

Zitat

Eine Frage:
Zitat
Weltempfängermatze
All India Radio aus Nagpur in Zentralindien fadet gewöhnlich nach Mitternacht herein.

Warum eigentlich erst nach Mitternacht? Der Signalweg liegt doch schon wesentlich früher im Dunkeln.


Sicher liegt die Strecke schon ab Sonnenuntergang in Europa komplett im Dunkeln. Es ist aber so, dass die Signale besonders stark sind, wenn ein Teil der Übertragungsstrecke (oder die ganze Strecke) in der Dämmerung liegt - also wenn am Empfangsort die Sonne untergeht oder am Senderstandort die Sonne aufgeht oder sich Sender und Empfänger in der Dämmerungszone (Grey Line) befinden. Das Phänomen ist hier ganz anschaulich beschrieben.

Wenn es also nach UTC Mitternacht ist, hat in Indien bereits die Morgendämmerung begonnen, und das Signal des Senders wird stärker. Auch am Koreaner auf 1566 kann man den Effekt gut nachvolliehen, das Signal ist gegen 21 Uhr UTC (23 Uhr MESZ) besonders stark, wenn in Korea die Morgendämmerung beginnt. Auch bei amerikanischen Sendern kann man den Effekt beobachten, sie kommen meist am stärksten zum Fade-in (Sonnenuntergang in Nordamerika) und zum Fade-out (Sonnenaufgang in Europa).

Zitat
pg09
Heißt das,dass heute wieder gute Bedingungen herrschen?


Ja. Denn bei schlechten Bedingungen gelingen solche DX-Empfänge normalerweise nicht.

Zitat

Wobei sich eins wieder stark nach irgendeiner Predigt angehört hat,zumal mir die Sprache unbekannt vorkam.
Müsste also was aus Asien gewesen sein.
Ist mir etwa gleich ein zweites Mal der Empfang von HLAZ geglückt?



Ja, HLAZ ist wieder mit koreanischen Predigten zu hören.


von Weltempfängermatze - am 15.10.2009 21:09
@Weltempfängermatze
Vielen Dank für die Erklärung.
Greyline-DX war mir zwar ein Begriff, aber ich hatte es bisher immer falsch verstanden:
Ich dachte nämlich, es müsse immer der gesamte Übertragungsweg in der Dämmerung liegen. Das geht aber nur zwischen ganz wenigen Orten.
Aber es ist ja logisch, dass die Übertragung auch schon verbessert wird, wenn die ersten oder letzten Hops einen "Schubs" durch die Ionosphäre erhalten.

Im Deutschland-Rundspruch des DARC werden ja auch immer die Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten für Greyline-DX genannt, und ich dachte bisher: "was für ein Quatsch, zwischen Tokio und Deutschland herrscht doch niemals komplett Dämmerung".
Aber muss ja auch gar nicht.

Mal ein wenig überlegen:
An Sendestandorten in Äquatornähe sollte die Dämmerung ja praktisch ausfallen. Dann bliebe dafür als Unterstützung beim Empfang nur der Sonnenuntergang bzw. Aufgang dazwischen oder in unseren Breiten.



von Christian_66 - am 16.10.2009 15:53
Zitat
Christian_66
@Weltempfängermatze
Vielen Dank für die Erklärung.
Greyline-DX war mir zwar ein Begriff, aber ich hatte es bisher immer falsch verstanden:
Ich dachte nämlich, es müsse immer der gesamte Übertragungsweg in der Dämmerung liegen.


Wenn das der Fall ist, sind die Signale natürlich besonders stark, besonders auch in den unteren KW-Bereichen (Tropenbänder) bis hin zum 49- und 41-m-Band.

Zitat

Im Deutschland-Rundspruch des DARC werden ja auch immer die Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten für Greyline-DX genannt, und ich dachte bisher: "was für ein Quatsch, zwischen Tokio und Deutschland herrscht doch niemals komplett Dämmerung".


Doch, in Tokio und Deutschland herrscht im Dezember und Januar gegen 07:00/07:30 UTC gleichzeitig Dämmerung (die Grey Line verläuft über Korea, Nordchina, Nordrussland, Mittelfinnland und Südschweden).

Dann kann man z.B. bei guten Bedingungen, eine vom Störnebel freie Umgebung und eine leistungsfähige Empfangsausrüstung vorausgesetzt, auf 3925 kHz Radio Nikkei aus Tokio empfangen. Auch Radio Vanuatu auf 3945 oder 4960 kHz und die Salaomonen auf 5020 kHz können in dieser Zeitlage per Grey Line bis Europa vordringen, falls aktiv. Leider senden diese Stationen wegen altersschwacher Sendeanlagen seit geraumer Zeit nur noch unregelmäßig. Um 1997/98 konnte ich sie gelegentich sehr schwach empfangen.

Ein richtiger DX-Leckerbissen war auch der 1-kW-Sender ZLXA Radio Reading Service aus Neuseeland auf 3935 kHz, der Mitte der 90er Jahre immer in den Wochen nach der Tag- und Nachtgleiche (Oktober/April) gegen 05:30/06:00 UTC per Grey Line in Deutschland empfangbar war. Die QSL von 1995 zählt zu den Schätzen meiner Sammlung. Leider hat die Station ihre KW-Sendungen vor einiger Zeit eingestellt, weil das Geld für neue Senderöhren fehlte.

von Weltempfängermatze - am 16.10.2009 16:46
Zitat
Christian_66
Nicht China, aber den hatte ich auch noch nicht:
Jetzt: 1575 kHz Radio Farda, Vereinigte Arabische Emirate mit Persischer Popmusik und ID-Jingles., Teilweise O=3-4.


Ja, der geht abends und nachts richtig gut. Da machen sich die 800 kW Senderausgangsleistung bemerkbar. Die Entfernung ist mit ~4800 km nicht zu verachten.


Zitat

Sollen wir nicht mal ein ständiges Mittelwellen-DX-Thema eröffnen? So wie DRM-DX?


Gute Idee. Ich könnte mir vorstellen, das bisher zusammengetragene Wissen in einem Eröffnungsposting zusammenzufassen. Kann allerdings ein paar Tage dauern. Bis dahin können wir ja die bestehenden Threads weiter nutzen.

Zitat

Wir sind zwar hier im UKWTV-Forum aber ein wenig über den Tellerrand zu schauen ist ja mal nicht verkehrt.


Genauer gesagt sind wir im Radioforum. ;) Da ist es mehr als nur legitim, dass alle Verbreitungswege zur Sprache kommen, was ja glücklicherweise auch der Fall ist.

von Weltempfängermatze - am 18.10.2009 22:09
@ Kielerförde
Oh, bitte vielmals um Entschuldigung! Hatte meine Signatur abgeschaltet, und nicht mehr daran gedacht...

Die genannten Empfänge gelangen mir mit einem Grundig Satellit 700, der in einer ADDX-MW 2 Rahmenantenne steht. Alternativ benutze ich oftmals einen Lextronic E1, angeschlossen an einer DX-10, die auf LW und MW auch hervorragende Empfänge zulässt, allerdings keine Richtwirkung hat.


Die Auswertung meiner Mitschnitte geht weiter. Nach China auf 1593kHz wurden die Entfernungen geringer. Nun hatte ich zunächst Kuwait (VoA), und dann Rumänien (R.Romania Actualitata).
Der Mitschnitt um 0450Uhr MESZ bringt zunächst einen stark modulierten Testton, der die ganze Frequenz plättet. Zur vollen Stunde kommt dann ein Pausenzeichen (im Hintergrund ein anderer Sender auch mit Pausenzeichen, kenne ich allerdings auch nicht), gefolgt von Gesängen, aber leider ohne jegliche Identifikation...

Nachtrag: Aha, das war wohl der Sendestart von Radio Cluj. Diese rumänische Station knallt bei mir am stärksten rein, wenn der WDR nicht on air ist.

von Sternenlicht - am 19.10.2009 14:09
Zitat
Starlight-252
@ Weltempfängermatze
Danke! :cheers:

Den Empfang am besten auch zur vollen Stunde versuchen, denn da kommt zuverlässig die Identifikation. Auf Wunsch lade ich mal eine ID des Senders von der Kurzwelle hoch, zum Vergleichen.


Zu Beginn der Hauptnachrichten um 22.30 ME(S)Z gibt es neben der chinesischen ID ("Chungyang Renmin Guangbo Dientai") übrigens auch eine englische ID ("This s China National Radio").

Zitat

Drücke dir die Daumen! :)


Danke! Leider sind die Bedingungen heute wohl nicht so gut. Gegen 22.50 Uhr hatte ich kurz und sehr schwach chinesische Sprachfetzen drin (vermutlich ein Korrespondentenbericht), zur vollen Stunde dominierte allerdings leider Rumänien mit ID ("Aici Bucuresti, Radio Romania...") und Nachrichten. Vielleicht geht ja zur halben Stunde was...

Edit: Habe gerade mal die normalerweise gut hörbare 4800 kHz von CNR1 probiert. Dort ist heute kaum ein Signal zu erahnen, außerdem ist der häusliche Störnebel stärker als normal...

Zitat

Der Mitschnitt um 0450Uhr MESZ bringt zunächst einen stark modulierten Testton, der die ganze Frequenz plättet. Zur vollen Stunde kommt dann ein Pausenzeichen (im Hintergrund ein anderer Sender auch mit Pausenzeichen, kenne ich allerdings auch nicht), gefolgt von Gesängen, aber leider ohne jegliche Identifikation...


Nachtrag: Aha, das war wohl der Sendestart von Radio Cluj. Diese rumänische Station knallt bei mir am stärksten rein, wenn der WDR nicht on air ist.


Ja, Radio Cluj kommt gut herein, wenn der WDR nicht sendet. Im Hintergrund ist eine weitere rumänische Station, Radio Tirgu Mures, zu hören (vermutlich dein ominöses Pausenzeichen). Müsste mal auf meiner externen Festplatte nachsehen, ob ich den Mitschnitt davon noch finde.

Der monumentale Gesang zum Sendebeginn aller rumänischen Stationen ist übrigens die rumänische Nationalhymne, die in mehreren Strophen dargeboten wird und fast fünf Minuten dauert. Ein Video davon habe ich neulich in meinen YouTube-Kanal hochgeladen (siehe Signatur).

von Weltempfängermatze - am 19.10.2009 21:13
Heute war auf der 1377 nichts von CNR wahrzunehmen, auch die sonst so starke 4800 schwächelt sehr. Die Ostasienbedingungen scheinen heute also ziemlich schlecht zu sein.
Dafür war eben auf der 1377 hinter France Info der Jingle der Voice of Russia zu hören (ab 16:00 UTC persisch für Iran aus Armenien).

Zitat
dxbruelhart
Ich hatte hier gestern auch im Autoradio Blaupunkt Bremen MP74 bereits gegen 15h Ortszeit auf der 1521 eine russische Sendung, also CRI aus Urumqi in Sinkiang, das mit etwa O=3.


Die 1521 kam bei mir gestern an der Rahmenantenne um 15:55 MEZ mit O=4, woraufhin ich intuitiv auf die 1377 umschaltete ... und ... voilà ... CNR war zu hören.

Zitat
Werner53
heute um 2212UTC auf 1566kHz in französischer Sprache TWR aus Benin, Parakou


Auch wenn es nicht ganz ins Thema passt, weil aus Afrika ;) : Gestern Abend konnte ich auf 1566 erstmals (vermutlich) TWR Benin hören. Um 22:11 UTC kam eine Ansage in Französisch, gefolgt von einer Art Buschtrommel, dann verschwand das Signal im QRM. Gegen 22:40 war dann noch einmal kurz ein französisches Wortprogramm zu vernehmen. Eine ID konnte ich leider nicht heraushören.

von Weltempfängermatze - am 21.11.2009 16:11
So Freunde, heute gab es mal wieder einen Erstempfang... :hot:

Gegen 14:50 UTC gelang es mir, die Philippinen auf Mittelwelle zu knacken - genauer gesagt das Voice of America Relais Poro (Poro Point bei San Fernando City) auf 1170 kHz (800 kW).
Unter der Stimme Russlands mit dem russischen Programm (via Sasnovy/Belarus) war ein offensichtlicher Englisch-Sprachkurs innerhalb des kantonesischen Programms der VOA herauszuhören.

http://www.youtube.com/watch?v=YvTNHHNGuoc

Um 16:00 UTC schaltete der 700-kW-Sender aus Belarus ab, sodass das VOA-Programm in Special English streckenweise glasklar zu verstehen war. Dennoch störte die Stimme Russlands in Russisch (diesmal via Tbilisskaya im Kaukasus, 1200 kW) weiter, außerdem kam manchmal Radio Koper-Capodistria aus Slowenien hoch.

Die Entfernung zu meinem QTH beträgt 9872 km, damit ist dies mein bislang zweitweitester MW-Empfang.

von Weltempfängermatze - am 14.12.2009 16:56
Zitat
Starlight-252
Herzlichen Glückwunsch! Ich weiß schon, was ich in den nächsten Stunden versuchen werde... :)


Danke (auch an Werner53) und gutes Gelingen! :cheers: Bis 15:00 UTC sendet VOA Poro in Kantonesisch für China, ab 14:45 konnte ich gestern "Verdächtiges" heraushören. Von der Sendung in Vietnamesisch zwischen 15:00 und 16:00 war dann nichts aufzunehmen (vermutlich wird dafür die Senderichtung geändert, außerdem fiel die Stimme Russlands sehr stark ein). Richtig ordentlich kam dann streckenweise die Special English-Sendung ab 16:00. :cool:

Auch auf WYFR Taiwan solltest du mal ein Auge werfen, die 1557 kam in den letzten Tagen gegen 15:30 UTC schon fast unverschämt stark herein.

Momentan läuft bei mir die 1521 aus Urumqi in Russisch mit O=3.

Zitat

@ Weltempfängermatze
Hattest Du Korea auf der Frequenz auch schon? Sollte dann ja auch gehen. Weniger Distanz, etwa selbe Richtung...


Nein, Korea auf MW hatte ich bisher nur auf 1566 (HLAZ). Bei mir ist auf der 1170 gerade leise hinter der Stimme Russlands Musik zu hören. Gestern um diese Zeit hüpfte ich gerade auf meinem Sessel... :D

von Weltempfängermatze - am 15.12.2009 14:48
Zitat
Weltempfängermatze
Vor allem der erste Mitschnitt hört sich ganz gut an, da hast du sicher die "ASF"-Einstellung des HF-150 verwendet, stimmts? ;)

Ja, ich glaube so war es, auf Mittelwelle lässt sich ASF oft verwenden und der Klang ist dann schon überragend (verglichen mit fast allen anderen MW-Empfängern).
Habe "damals" noch mit einem Minidisc-Rekorder aufgenommen, der hat alle paar Augenblicke bestialisch gestört aber ansonsten war die Aufnahmequalität einwandfrei. Nur ein Umstand die Aufnahmen dann wieder über den Line-In der Soundkarte erneut zu digitalisieren ;-)
Zitat
Weltempfängermatze
Radio Sawa trat bei mir überhaupt nicht störend in Erscheinung, obwohl ich die anderen Frequenzen aus Al Dhabbaya (1575 kHz Radio Farda, 1539 kHz VOA/Radio Aap ki Dunyaa) oft ganz ordentlich empfangen kann.

Komisch, hier ist der eigentlich oft "dominierend" auf der Frequenz.
Z.b. so: http://hf-freak-arne.bplaced.net/audio/Radio_Sawa_1170kHz_20091123_1645UTC.mp3

von Arne_BLN - am 15.12.2009 21:27
Zitat
Arne K
Ja, ich glaube so war es, auf Mittelwelle lässt sich ASF oft verwenden und der Klang ist dann schon überragend (verglichen mit fast allen anderen MW-Empfängern).


Ich verwende beim HF-225E auch oft den Synchrondetektor, da er Fading-Verzerrungen gut ausbügelt und die Verständlichkeit schwacher Signale spürbar verbessert. Bei ungestörten Sendern ist der Klang in der breiten Filterstellung dann unglaublich gut (Lowe eben ;) ). Leider sind die Seitenbänder anders als beim HF-150 (den ich in den 90ern mal für einige Monate leihweise hatte) nicht wählbar, sodass ich bei stark gestörten Stationen auf SSB ausweichen muss. Das funktioniert zwar gut, ist aber wegen der manuellen Feinabstimmung auf "zero beat" etwas mühsam.

Zitat

Habe "damals" noch mit einem Minidisc-Rekorder aufgenommen, der hat alle paar Augenblicke bestialisch gestört aber ansonsten war die Aufnahmequalität einwandfrei.


Die Störimpulse kenne ich nur zu gut, da ich selbst auch seit vielen Jahren MD-Recorder verwende. Beim HF-225 treten diese Störungen aber zum Glück nicht auf, die MD-Mitschnitte sind qualitativ einwandfrei. Möglicherweise kann bei dir ein Ferritkern am Aufnahmekabel Abhilfe schaffen.

Zitat

Nur ein Umstand die Aufnahmen dann wieder über den Line-In der Soundkarte erneut zu digitalisieren ;-)


Dafür habe ich einen MZ-RH1, der erledigt das recht schnell und komfortabel über USB.

Zitat

Komisch, hier ist der eigentlich oft "dominierend" auf der Frequenz.
Z.b. so: http://hf-freak-arne.bplaced.net/audio/Radio_Sawa_1170kHz_20091123_1645UTC.mp3


Vermutlich war das Signal an dem Tag zu schwach, um in der Nullstelle der Rahmenantenne noch aufzufallen. Die Empfangsrichtungen von Pilippinen und UAE liegen ja fast in rechtem Winkel zueinander.

von Weltempfängermatze - am 17.12.2009 00:44
Zitat
Mathias Volta
Hier seit 17:20 (16:20 GMT) lediglich Radio Koper-Capodistria mit O=4 und Musik im Hintergrund, vermutlich Belarus. Gegen halb brachen Sprachfetzten in British English durch, also wahrscheinlich UK...


Bei mir war VOA Poro gegen 16:25 UTC wieder zu hören, sogar etwas besser als am Vortag, aber nicht so gut wie am Montag. Radio Koper-Capodistria störte dank Richtwirkung der Rahmenantenne mäßig, der Engländer gar nicht. Wenn Koper bei dir mit O=4 kam, hattest du die Antenne evtl. falsch ausgerichtet. Für die Philippinen (bzw. Ostasien generell) solltest du sie nach Nordosten ausrichten, Slowenien ist dann ebenso wie das UK in der Nullstelle. Die Azimutalkarte kann dir dabei behilflich sein. ;)

Zitat

Hallo W.matze

Habe ich vor zwei Jahren auf eine Funkflohmarkt erworben für 10 euro.
Auch der sound ist zeimlicht gut durch den 12 cm Lautsprecher.
LW ist schlecht. Ukw sehr mittelmäsig.

Am Moment ist Urumqi 1521 nach immer Zimmerlautstärke. (In Russisch)


Interessant, dass das mit deinem D1835 geht - meiner ist auf MW sehr, sehr schlecht. Selbst bei Dunkelheit ist das Band merkwürdig leer. Dafür geht die Langwelle einigermaßen, so konnte ich vor einiger Zeit Algerien auf 252 kHz recht gut empfangen, besser als mit dem ATS 909. Da muss also eine Serienstreuung vorliegen (das Gerät wurde AFAIK ca. 1986-89 in Hongkong produziert). UKW ist bei meinem Exemplar auch eher mittelmäßig, aber zumindest die ortsüblichen Sender kommen brauchbar und mit akzeptablem Klang herein - besser als so mancher aktuelle Küchenbrüllwürfel ist das Radio allemal. Und auf Kurzwelle brachte es mir im Sommer 1988 meinen Erstempfang von Radio New Zealand auf 15150 kHz (damals noch über den alten 7,5-kW-Sender aus dem 2. Weltkrieg, der 100-kW-Sender Rangitaiki ging erst Anfang 1990 in Betrieb) - der Satellit 400 (Neupreis 650 DM) rauschte hingegen munter vor sich hin...

von Weltempfängermatze - am 19.12.2009 01:20
Zitat
Starlight-252
Wow... Aufgrund von Abwesenheit habe ich die Frequenz um diese Zeit mitgeschnitten. Dann muss ich dringend das Band auswerten und bin gespannt, ob ich den Sender dann ebenfalls hören kann! :rp:

Um 1530UTC dominierte jedenfalls noch eine russische Station mit satten O=4-5, ich vermute mal Weissrussland. Ab 1600UTC ist der aber wohl weg, wenn ich nicht irre. War zumindest in den letzten Tagen so. Bin gespannt...


Ja, auf 1170 kHz sendet bis 16:00 UTC die Stimme Russlands ihren russischen Dienst für Osteuropa über einen starken Sender in Sasnovy/Weißrussland (die veröffentlichten Leistungsangaben variieren zwischen 700 und 800 kW). Ab 16:00 UTC stören dann nur noch schwächere Signale, vor allem Radio Koper-Capodistria aus Slowenien. Mit nach Nordosten ausgerichteter Rahmenantenne hat man dennoch gute Chancen, die Philippinen zu hören, da Koper aus Südosten einfällt.

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass das VOA-Relais in deinem Mitschnitt zu hören ist. :cheers:

von Weltempfängermatze - am 21.12.2009 19:54
Zitat
Weltempfängermatze
Zitat
Mathias Volta
Hier seit 17:20 (16:20 GMT) lediglich Radio Koper-Capodistria mit O=4 und Musik im Hintergrund, vermutlich Belarus. Gegen halb brachen Sprachfetzten in British English durch, also wahrscheinlich UK...


Bei mir war VOA Poro gegen 16:25 UTC wieder zu hören, sogar etwas besser als am Vortag, aber nicht so gut wie am Montag. Radio Koper-Capodistria störte dank Richtwirkung der Rahmenantenne mäßig, der Engländer gar nicht. Wenn Koper bei dir mit O=4 kam, hattest du die Antenne evtl. falsch ausgerichtet. Für die Philippinen (bzw. Ostasien generell) solltest du sie nach Nordosten ausrichten, Slowenien ist dann ebenso wie das UK in der Nullstelle. Die Azimutalkarte kann dir dabei behilflich sein. ;)

Danke für die Azimutalkarte ! :-)
Nach NO hatte ich an sich schon korrekt ausgerichtet, hatte allerdings wohl eher Pech. Wobei ich meine, daß ich kurzzeitig AE ausgehört habe. Muß mir meinen Videoclip von diesem besagten Nachmittag nochmal anhören und ggf. hochladen...

von Mathias Volta - am 22.12.2009 09:26
Zitat
Radioboy
Konnte heute Nachmittag auf 1512KHz IRIB-Iran mit einem NASA HF4E mit selbstgebauter Aktivantenne zeitweise zw. 16 u. 17Uhr MEZ gut hören. -- :spos:

Leider gelang es mir nicht, das gleiche Programm im Internet-Radio aus dem Iran zu finden, um den Programminhalt zu vergleichen.


Das passt schon. ;) Ich höre IRIB auf 1512 derzeit täglich mit O=3. Es läuft das 1. Inlandsprogramm "Radio Iran". Eine ID kommt normalerweise zur halben Stunde (volle Stunde im Iran). Zeitzeichen und Nachrichtenfanfare sind dieselben wie beim Auslandsdienst.

Zitat
Klaus Wegener
Da zur Zeit so gute Fernost-Bedingungen herrschen, frage ich mich, ob der 1,5 Megawatt-Brenner aus Nordkorea auf 1080 KHz eigentlich aufzunehmen ist (wenn der tatsächlich mit dieser in einschlägigen Frequenzlisten angegebenen Leistung sendet)?


Theoretisch sollte das möglich sein, zumal der Kanal in Europa halbwegs frei ist. Ich habe den Sender aber noch nicht gehört. Danke für den Hinweis, ich werde die Frequenz in den nächsten Tagen mal verschärft beobachten. :cool:

Zitat
Mathias Volta
Wobei ich meine, daß ich kurzzeitig AE ausgehört habe. Muß mir meinen Videoclip von diesem besagten Nachmittag nochmal anhören und ggf. hochladen...


Ich bin gespannt auf das Resultat. ;)

Zitat
Starlight-252
@ Weltempfängermatze
Danke für die guten Wünsche, aber leider hat das nicht geholfen. :(
Leider habe ich auf dem Band keinen Empfangsnachweis von VoA via Philippinen gefunden.

Einerseits hat Koper Capodistria zu sehr dominiert (obwohl ich den Rahmen in Richtung NO gedreht hatte), und andererseits wohne ich leider direkt an einer Bahnlinie und habe etwa die Hälfte einer Stunde nur Störungen auf MW. Erst abends wird das besser, wenn weniger Züge fahren.


Das ist schade, zumal die Bedingungen gestern wirklich ausgezeichnet waren. Heute deutet leider alles auf miserable Fernostbedingungen hin, selbst die oftmals O=4-trächtige 1521 aus Urumqi ist zur Stunde allenfalls zu erahnen (O=1). Trotz nach Nordosten ausgerichteter Rahmenantenne dominiert Saudi-Arabien, außerdem mischt sich jetzt eine spanische Station ein (16.32 MEZ). :(

von Weltempfängermatze - am 22.12.2009 15:20
Zitat
Mathias Volta
@Namensvetter / pg09:

Danke für eure Hilfe !!
Damit wäre das nach KVNS aus Texas (8.673 km) ein neuer Rekord mit 10.009 km - das fetzt ein !! :hot:


Glückwunsch! :cheers: Das Ganze bekommt umso mehr Wert, wenn man bedenkt, dass du diese Distanz ohne externe Antenne überbrückt hast. :spos:

Bei mir hat es standortbedingt nicht ganz zur Fünfstelligkeit gereicht. Ob mich meinen bisherigen MW-Rekord von 12288 km (Radio Corporacion aus Santiago de Chile auf 1380 kHz) jemals überbieten werde, bleibt ohnehin fraglich.

Zitat

Werde mal Anfang des neuen Jahres einen EB an die VoA schreiben, vielleicht gibt's dafür eine schöne Karte als Andenken ! :-)


Auf der Website heißt es dazu:
"QSL Card or Reception Report: In order to receive a QSL card or a reception report, please send your request to VOA and include the time in UTC, the date of the broadcast, the frequency, and a short comment about the program. Reception reports can be sent via e-mail to letters@VOA.gov, or to:

Audience Mail
Voice of America
330 Independence Ave., S.W.
Washington, D.C. 20237.

Once the information is verified, VOA will respond with a signed QSL.
"

In den 80er und 90er Jahren hat die VOA sehr schöne QSL-Karten verschickt, vermutlich wird das heutzutage noch immer so sein.

Zitat

Die paar Kilometer Unterschied zu Dir runter sollten den Kohl nicht fett machen... :-)


Das denke ich auch! Hab es hier 15 km südlich von Hannover ja auch geschafft, sogar mit der Ferritantenne meines Sony SW7600GR. Mit dem E5 müsste es also erst recht gehen. Wichtig ist, dass du die Ferritantenne nach Nordosten ausrichtest, um Slowenien auszublenden.

von Weltempfängermatze - am 28.12.2009 15:45
Zitat
Weltempfängermatze
Glückwunsch! :cheers: Das Ganze bekommt umso mehr Wert, wenn man bedenkt, dass du diese Distanz ohne externe Antenne überbrückt hast. :spos:

Danke !
Gerade das ist für mich die Herausforderung, so etwas möglichst noch mit normalem Equipment zu arbeiten - auch wenn es schwieriger ist und mehr Geduld aufgebracht werden muß.

Zitat
Weltempfängermatze
Bei mir hat es standortbedingt nicht ganz zur Fünfstelligkeit gereicht. Ob mich meinen bisherigen MW-Rekord von 12288 km (Radio Corporacion aus Santiago de Chile auf 1380 kHz) jemals überbieten werde, bleibt ohnehin fraglich.

Sag niemals nie, vielleicht bekommst Du auch eines Tages irgendwie irgend wann Hawaii wie Jürgen neulich.
Oder es verschlägt Dich eines Tages mal an einen Urlaubsort, wo der Antipoden-Effekt (wer es nicht kennt: Suchfunktion ;-) ) zum Tragen kommt. :cool:

Zitat
Weltempfängermatze
Auf der Website heißt es dazu:
"QSL Card or Reception Report: In order to receive a QSL card or a reception report, please send your request to VOA and include the time in UTC, the date of the broadcast, the frequency, and a short comment about the program. Reception reports can be sent via e-mail to letters@VOA.gov, or to: ...

Once the information is verified, VOA will respond with a signed QSL.
"

Vielen Dank für diese Informationen !! :-)
Ich habe gleich gestern den EB für den 18. Dez. und für gestern (28. Dez.) rausgeschickt - ich halte euch auf dem Laufenden ! :-)
Gestern und auch heute ging der Empfang streckenweise bis O=2 rauf. Mir gelang ein Video, wo man das "Special English" - Programm sehr gut hören kann und heute ein weiteres, qualitativ etwas schlechteres Video, wo man allerdings "V o A" vermutlich im Zusammenhang der Internet-Adresse raushören kann. Was feines fürs Archiv, vielleicht lade ich sie hoch, wenn mir Anfang Januar nichts besseres gelingt (ich lade i.d.R. nicht zahlreiche Videos auf einmal hoch, wenn es nicht potentielle Abschalt-Kandidaten wie Navacerrada sind).

Zitat
Weltempfängermatze
In den 80er und 90er Jahren hat die VOA sehr schöne QSL-Karten verschickt, vermutlich wird das heutzutage noch immer so sein.

Hoffentlich !! :-)

von Mathias Volta - am 29.12.2009 19:13
Zitat
Weltempfängermatze

Ein Mitschnitt bzw. Youtube-Video ;) wäre hilfreich...


Würde ich ja gerne,aber meine Kamera stört ganz enorm beim Mittelwellenempfang.:mad:
Dann versteht man fast gar nichts mehr,deshalb habe ich auch keinen Mitschnitt gemacht.


Zitat
Weltempfängermatze
War der Akzent britisch oder amerikanisch?



Also,ich würde sagen amerikanisch.Aber der Akzent war nicht so extrem.Britisch klang es eher nicht.
Außerdem schienen die Nachrichten wohl mindestens 5 Minuten gedauert zu haben und Musik konnte ich keine wahrnehmen.Gold spielt doch Musik oder?(Zumindest die 1548kHz spielt Musik).
Etwa 5 Minuten später konnte ich dann nochmal englische Wortfetzen raushören,das klang in der Tat irgendwie langsam gesprochen.
Oh man,wenn das die Philippinen gewesen sind,das wäre ja fantastisch,unglaublich.:eek:
Empfangen habe ich es auf meinem Balkon mit dem Eton E5 und der eingebauten Antenne.

von pg09 - am 31.12.2009 17:22
Zitat
pg09
Würde ich ja gerne,aber meine Kamera stört ganz enorm beim Mittelwellenempfang.:mad:
Dann versteht man fast gar nichts mehr,deshalb habe ich auch keinen Mitschnitt gemacht.


Das Störproblem kenne ich von meinen Digitalkameras auch. Wenn man sich etwas vom Radio entfernt (30-50 cm) und vom optischen Zoom Gebrauch macht, stören die Kameras allerdings nicht mehr.

Zitat

Also,ich würde sagen amerikanisch.Aber der Akzent war nicht so extrem.Britisch klang es eher nicht.
Außerdem schienen die Nachrichten wohl mindestens 5 Minuten gedauert zu haben und Musik konnte ich keine wahrnehmen.Gold spielt doch Musik oder?(Zumindest die 1548kHz spielt Musik).
Etwa 5 Minuten später konnte ich dann nochmal englische Wortfetzen raushören,das klang in der Tat irgendwie langsam gesprochen.


Die Gold-Sender spielen i.d.R. Popmusik/Oldies, Nachrichten sind eher kurz. Die VOA bringt zur vollen Stunde ca. 5 oder 6 Minuten Weltnachrichten mit Einspielungen von Korrespondenten und O-Tönen. In der Special-English-Sendung laufen dann langsam gesprochene Beiträge für Englisch lernende Hörer, z.B. Begriffserklärungen oder Sprachübungen. Um 17:30 MEZ kommen 10 Minuten Nachrichten in langsamem Englisch.

Zitat

Oh man,wenn das die Philippinen gewesen sind,das wäre ja fantastisch,unglaublich.:eek:
Empfangen habe ich es auf meinem Balkon mit dem Eton E5 und der eingebauten Antenne.


Auszuschließen ist es nicht, es deutet sogar einiges darauf hin! Die Empfänge des Philippinen-Relais haben sich ja in den vergangenen Tagen und Wochen gehäuft. Die winterlichen Ausbreitungsbedingungen mit langer Dunkelheit und damit einhergehender geringer Dämpfung begünstigen solche Empfänge ebenso wie die restlichen Rahmenbedingungen: Die Station liegt direkt am Südchinesischen Meer (gute Leitfähigkeit des Wassers), und es wird mit 800 kW Senderausgangsleistung über eine Richtantenne (welche vermutlich eine ERP von einigen zig Megawatt erzeugt) nach Nordwesten in Richtung China gesendet. Europa liegt also genau in der Hauptstrahlrichtung.

Von sehr ähnlichen Umständen profitieren z.B. auch die häufiger in Europa hörbaren Sender HLAZ Cheju (Südkorea) auf 1566 und WYFR Kouhu (Taiwan) auf 1557 kHz. Auch deren Sendeanlagen stehen jeweils direkt am Meer, und Europa liegt mehr oder weniger genau in der (verlängerten) Senderichtung.

von Weltempfängermatze - am 01.01.2010 15:35
Zitat
pg09
Erfreulich,das wären dann ja fast 10.000km! Wow,das wäre dann mein absolute Rekord,der Kauf des Eton E5 hat sich schon bezahlt gemacht.:)


Ja, das ist schon eine sehr nette Entfernung. :cheers: Probier mal WYFR Taiwan auf 1557 kHz (religiöses Programm von Family Radio/USA), da kommst du ebenfalls über 9000 km.

Auf Kurzwelle kannst du diese Distanzen übrigens sogar noch deutlich toppen. Schau mal in der EiBi-Liste nach dem aktuellen Sendeplan von Radio New Zealand International. RNZI ist im Winter erfahrungsgemäß am späten Vormittag bzw. Mittag ganz gut zu empfangen. Mit einer Entfernung von gut 18000 km ist es die wohl am weitesten von Deutschland entfernte, hier terrestrisch hörbare Rundfunkstation.

Zitat

Hmm,ok.Dann muss ich das nächstes Mal einfach mal ausprobieren.Vllt. gelingt es mir ja irgendwann nochmal,dass etwas verdächtiges auf der 1170kHz kommt.


Nur zu. Mit etwas Geduld kann man beim DXen so manches erreichen...

von Weltempfängermatze - am 01.01.2010 16:03
Zitat
Mathias Volta
@Namensvetter:

Wie sieht es eigentlich mit MW-Programmen aus Thailand oder Japan aus?


Aus Thailand war Mitte der 90er Jahre am späten Abend (ca. 2230 UTC) das VOA-Relais auf 1575 kHz (1000 kW) häufiger zu hören. Ob das heute noch geht ist fraglich, da Radio Farda aus Abu Dhabi die Frequenz mit 800 kW belegt und hier mit gutem Signal hereinkommt. Da Radio Farda fast durchgehend Musik sendet, dürfte es auf jeden Fall sehr schwierig werden, da noch etwas anderes "herauszufiltern". 1996 war die 1575, abgesehen von einem gut ausblendbaren RAI-Sender, schön frei.

Japan hatte ich noch nicht auf MW. Paul Logan hat es aber kürzlich in Irland geschafft, NHK 2 zu empfangen - allerdings mit dem Perseus und einer größeren Drahtantenne - siehe dieses Video.

Zitat
terredx
Dann war da noch ein recht jung moderiertes französisches Programm, was nach meiner Liste (aktueller EMWG) Radio Djibouti gewesen sein könnte.


Das wäre ja toll! :cheers: Allerdings kommt die Richtung nicht hin, denn die Philippinen und Djibouti liegen fast in rechtem Winkel zueinander. Oder hast du die Antenne anders ausgerichtet bzw. eine rundstrahlende Antenne verwendet?

von Weltempfängermatze - am 06.01.2010 19:26
Zitat
Weltempfängermatze
Zitat
Mathias Volta
@Namensvetter:

Wie sieht es eigentlich mit MW-Programmen aus Thailand oder Japan aus?


Aus Thailand war Mitte der 90er Jahre am späten Abend (ca. 2230 UTC) das VOA-Relais auf 1575 kHz (1000 kW) häufiger zu hören. Ob das heute noch geht ist fraglich, da Radio Farda aus Abu Dhabi die Frequenz mit 800 kW belegt und hier mit gutem Signal hereinkommt. Da Radio Farda fast durchgehend Musik sendet, dürfte es auf jeden Fall sehr schwierig werden, da noch etwas anderes "herauszufiltern". 1996 war die 1575, abgesehen von einem gut ausblendbaren RAI-Sender, schön frei.

Schade, hört sich nicht gut an...
Habe gerade mal auf MW-List nachgeschaut, dort ist die VOA/Radio Saranrom aus Ban Phachi / Rasom noch gelistet. Das wären immerhin noch 8973 km, wenn der hier rankäme. :-)

Zitat
Weltempfängermatze
Japan hatte ich noch nicht auf MW. Paul Logan hat es aber kürzlich in Irland geschafft, NHK 2 zu empfangen - allerdings mit dem Perseus und einer größeren Drahtantenne - siehe dieses Video.

Upps, habe Pauls Videos zwar auch im Abo und schaue mir gerade seine besonders gerne an, aber irgendwie ist mir dieses Video bisher entgangen. :eek:




von Mathias Volta - am 06.01.2010 22:11
Zitat
Mathias Volta
Schade, hört sich nicht gut an...
Habe gerade mal auf MW-List nachgeschaut, dort ist die VOA/Radio Saranrom aus Ban Phachi / Rasom noch gelistet. Das wären immerhin noch 8973 km, wenn der hier rankäme. :-)


Ich habe das VOA-Relais bestätigt. Dennoch würde ich es heute gern nochmal empfangen, um ein Video davon aufzunehmen. Habe damals, 1996, wohl leider keinen Mitschnitt angefertigt - jedenfalls habe ich bislang auf keiner meiner alten Kassetten einen gefunden. :(

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Upps, habe Pauls Videos zwar auch im Abo und schaue mir gerade seine besonders gerne an, aber irgendwie ist mir dieses Video bisher entgangen. :eek:


Mir nicht... :cool: Ist auf jeden Fall eine Hausnummer... :spos: Leider ist auf den Frequenzen hier wohl nichts zu machen. Auf 1593 stört der QRM- ...äääh... DRM-Sender des WDR, auf 1386 Spanien. :(

Noch ein Nachtrag zu Djibouti: Radio Sawa auf 1431 kHz (600 kW) ist hier abends und nachts ganz ordentlich zu empfangen.

von Weltempfängermatze - am 07.01.2010 01:57
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pg09
Heute konnte ich wieder etwas verdächtiges auf 1170kHz raushören.
Allerdings war das Signal heute so schwach,dass ich nicht identifizieren konnte,welche Sprache das war.
Dafür habe ich aber auch einen Mitschnitt gemacht:

http://www.youtube.com/watch?v=xwWwik63iOU

Vielleicht könnt ihr ja identifizieren,was das war.Es sind mindestens zwei Sender,vielleicht auch drei zu hören.


Hi,

die weibliche Stimme klingt von der Sprachmelodie her italienisch, hierfür kommt nur Radio Capodistria in Frage. Die männliche Stimme darunter klingt slawisch, dabei dürfte es sich um Belaruskoje Radio handeln. Im Gegensatz zu den Auslandssendungen (Radio Belarus und Relais der Stimme Russlands), die Richtung Südwesten (246°) ausgestrahlt werden, sind die Übertragungen des Inlandsdienstes nach Nordosten (64°) gerichtet, was das vergleichsweise schwache Signal erklärt.

Das VOA-Relais auf den Philippinen ist in deinem Video definitiv nicht mit von der Partie. Es hat nämlich am Wochenende schon um 17 Uhr MEZ Sendeschluss. Die Sendung in Special Englisch ab 17 Uhr läuft nur montags bis freitags.

von Weltempfängermatze - am 10.01.2010 21:52
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LeipzigNewsMan74
Hat jemand MW-Frequenzlisten zu den -stan-Ländern Turkmenistan, Uzbekistan, Tajikistan, Kazachstan und Kyrgystan


Mit MWLIST und MWSCAN kann man Frequenzlisten für jedes beliebige Land anlegen. ;)

Von den genannten Ländern am wahrscheinlichsten in Mitteleuropa empfangbar sein dürfte Turkmenistan auf LW 279 kHz, falls der Sender noch aktiv ist. In Kasachstan gibt es nur noch wenige MW-Kleinsender, die hier wohl kaum zu hören sein dürften. Die in Deutschland regelmäßig empfangbaren LW-Sendungen auf 243 kHz wurden bereits in den späten 90er Jahren eingestellt. Aus den restlichen genannten Ländern fällt mir auf Anhieb keine LW- oder MW-Frequenz ein, die schonmal in Mitteleuropa empfangen worden wäre.

Auf Kurzwelle sind Tajikistan (4765 kHz) und Kyrgyzstan (4010 und 4795 kHz) reltiv regelmäßig hörbar. Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan haben ihre einst gut empfangbaren KW-Sendungen eingestellt (aus Kasachstan und Usbekistan gab es sogar mal deutsche Programme).

Zitat

Mongolei auf Langwelle - wow, aber da brauch man gute Filter um die 227 von der 225 zu trennen.


Vor allem braucht man eine gute Antenne (Beverage...), um das Signal aus der Mongolei überhaupt aufnehmen zu können. Die Trennung sollte mit einem ordentlichen Kommunikationsempfänger eigentlich kein allzu großes Problem sein. Einfach im SSB-Modus auf den gewünschten Träger abstimmen und das ungestörte Seitenband wählen, fertig. Natürlich wird man die Störungen eines starken Nachbarsenders nicht ganz los, sie lassen sich aber spürbar reduzieren. Mit meinem HF-225 habe ich auf diese Weise mitunter schon Sender trennen können, die nur 100 oder 200 Hz auseinander lagen.

von Weltempfängermatze - am 28.01.2010 23:50
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pg09
Wenn ich mich recht erinnere klang die orientalische Musik eher Indisch.


Das wäre dann der National Channel von All India Radio aus Nagpur gewesen. Kein schlechter Fang. ;)

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pg09
und dominierend ein Wortprogramm in einer mir unbekannten Sprache,könnte vielleicht koreanisch sein,aber da bin ich mir nicht sicher. Das Signal ist am stärksten,wenn ich die Antenne in die Richtung drehe,in der ich im Januar auch VoA empfangen habe,also wohl Nordosten.
Ich lad mal gleich ein Video davon hoch.


Gut möglich, dass das HLAZ war, die bringen ja hauptsächlich Predigten. Ich bin jedenfalls gespannt auf dein Video, das sicher zur Klärung der Frage beitragen wird. ;) Bei mir kam das Signal aus Korea schon beinahe unverschämt gut an. Und das wohlgemerkt auf einem Kofferempfänger an der eingebauten Ferritantenne... Hier das versprochene Video. Leider ist es ein wenig unscharf geraten, da hastig (Makromodus vergessen...) unter der Straßenlaterne aufgenommen (die Regentropfen auf dem Sony erkennt man trotzdem). In meiner Wohnung war "dank" laufender Glotzen der Nachbarn leider heute überhaupt nichts zu machen, trotz Rahmenantenne.

von Weltempfängermatze - am 19.09.2010 21:34
Zitat
pg09
Auch ich konnte heute zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr die VoA von den Phillippinen empfangen.
Teilweise sogar mit recht gutem,verständlichem Signal.
Es waren heute relativ viele Sender auf 1170kHz zu hören. Neben dem VoA Empfang konnte ich auch noch orientalische Musik,Pianomusik und Radio Capodistria mit aktueller Musik aus den Charts hören.

Ich lad nachher mal ein Video von dem VoA-Empfang hoch.

EDIT: Hier ist der Link zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=5GOkRWwqGik


Schönes Video (von der Bildqualität mal abgesehen ;)). Ähnlich hörte es sich bei mir an dem Tag auch an. Die Station mit der orientalischen Musik dürfte Radio Sawa aus Djibouti gewesen sein. Die Jazz-ähnliche Musik könnte die Stimme Russlands via Belarus gewesen sein oder auch Radio Capodistria. Dort lief nämlich heute ganz ähnliche Musik, wie üblich mit italienischer Moderation.

Dass es auch umgekehrt geht, zeigt ein japanischer DXer auf YouTube. Er hat in den vergangenen Wochen zahlreiche europäische LW-Sender mit z.T. beeindruckenden Signalstärken empfangen, darunter auch Deutschlandradio Kultur auf 177 kHz. Siehe Kanal von 2010DFS

von Weltempfängermatze - am 28.10.2010 20:16
DAB(+) ist nicht alles... also mal wieder zurück zum klassischen analogen Rundfunk... ;)

So langsam kommt die Mittelwellen-Saison wieder auf Touren. Sowohl China auf 1521 (CRI), Taiwan auf 1557 (Family Radio) als auch Korea auf 1566 kHz (HLAZ/FEBC) waren in den vergangenen Tagen gegen 1830/1900 UTC mehrfach gut zu hören.

Seit ich mir ein Adapterkabel für den Zigarettenanzünder gebastelt habe, nutze ich immer häufiger die Möglichkeit, außerhalb jeglichen Störnebels in der Feldmark mit einer 100-m-Langdrahtantenne auf "Jagd" zu gehen. Dabei entstanden diese Aufnahmen:

Family Radio Taiwan 1557 und CRI China 1521, 7.9.2011

HLAZ Korea 1566, 19.8.2011

Die Sender sind aber, wie in diesem Thread mehrfach berichtet, durchaus auch mit einfacherem Equipment zu hören, wenn es die Ausbreitungsbedingungen zulassen. Also - wer noch kein Glück hatte: "ran an die Buletten" ;). Mit etwas Glück gelingt der Empfang auch mit einem DE1103/E5 oder ATS-909.



von Weltempfängermatze - am 08.09.2011 21:31
Zitat
pg09
Auch wenn dieser Thread dieses Jahr wohl leider kaum einen interessiert,frag ich trotzdem mal.

Hat schonmal wieder einer versucht die 1170kHz von den Philippinen zu empfangen?

Ich habs heut um kurz vor 18 Uhr mal mit dem E5 probiert und meine ein paar langsam mit amerikanischen Akzent gesprochene Wörter herausgehört zu haben.
War zwar um Längen nicht so stark,wie ich den schonmal hatte,aber immerhin.


Habe eben das hier entdeckt (Quelle: http://www.wwdxc.de/topnews.htm):

Zitat

PHILIPPINES 1170 Der fuer die US-Auslandsmedien zustaendige
Broadcasting Board of Governors will die Mittelwellenstation in Poro Point
aufgeben und hier 643.000 USD einsparen. Dies geht aus dem Budgetantrag
fuer das Haushaltsjahr 2013 ab 1. Oktober 2012 hervor, der am 13. Februar
2012 veroeffentlicht wurde. Auf seiner heutigen Betriebsfrequenz 1170 kHz
ist der Sender nur noch 20.00-24.00 Uhr Ortszeit fuer Programme der Voice
of America in Englisch, Kantonesisch und Vietnamesisch im Einsatz.

Radio Free Asia, bei dem inzwischen ein groesserer Teil der Aktivitaeten
des US-Auslandsfunks fuer Ost- und Suedostasien angesiedelt ist, erhaelt
in den Philippinen keine Sendelizenz. Ueberdies hat die chinesische
Rundfunkverwaltung vor kurzem auf 1170 kHz einen neuen 600 kW-Sender in
Betrieb genommen, der die Ausstrahlungen aus den Philippinen {noerdlich
Hainan/Hong Kong, wb.} weithin unhoerbar machen duerfte.

Vom Sendeende betroffen waeren zehn Arbeitsplaetze. Das Mittelwellenrelais
der Voice of America entstand in den fuenfziger Jahren auf einem Stuetzpunkt
der US Air Force auf der Halbinsel Poro Point bei San Fernando (Luzon),
zusammen mit Sendern identischer Bauart in Erching bei Muenchen (von der
VOA 1973 aufgegeben, ab 1979 von der Bundespost fuer den Deutschlandfunk
auf 209 kHz uebernommen und 1989 durch den 207 kHz Sender Aholming bei
Deggendorf ersetzt), auf Okinawa (auf Verlangen Japans 1977 stillgelegt) sowie
in Thailand (1575 kHz; um 1996 durch einen Halbleitersender ersetzt).

Nach dem Rueckzug der US Air Force von Poro Point im Jahre 1991 wurde der
Senderkomplex, zu dem auch eine kleine Kurzwellenanlage gehoerte, geraeumt
und durch die heutige Mittelwellenanlage an der aeussersten Nordspitze der
Halbinsel ersetzt. Hierbei wurde ein schon zuvor installierter Halbleitersender
umgesetzt und dabei bis 2005 der Sendebetrieb nochmals mit dem inzwischen
ueber 50 Jahre alten Roehrensender aufrechterhalten.
Der zuvor in Thailand stillgelegte Altsender diente dabei als Ersatzteilspender.
(Kai Ludwig-D Febr 22 RBB; via ntt Dr. Hansjoerg Biener-D Febr 29)


von Klaus Wegener - am 20.03.2012 12:20
Zitat
Klaus Wegener
Zitat

PHILIPPINES 1170 Der fuer die US-Auslandsmedien zustaendige
Broadcasting Board of Governors will die Mittelwellenstation in Poro Point
aufgeben ... Auf seiner heutigen Betriebsfrequenz 1170 kHz
ist der Sender nur noch 20.00-24.00 Uhr Ortszeit fuer Programme der Voice
of America in Englisch, Kantonesisch und Vietnamesisch im Einsatz.


Das erklaert natuerlich, warum ich den Sender hier in Nonthaburi bei BKK gestern gegen 23:00 Ortszeit nicht empfangen konnte. Der muesste trotz maessigem QRM hier eigentlich noch mehr als brauchbar rueber kommen.
Werde in den kommenden Tagen bei lokaler Daemmerung nach 18:00 mein Glueck nochmal probieren. :-) Ansonsten habe ich mal einen 8 Minuetigen Schnellscan auf MW bei leichtem QRM mit semi-lokalen MW-Nachtschwaermern aus Thailand und Umgebung fuer euch im Reisegepaeck.
Wahnsinnig viel Zeit zum Scannen habe ich ansonsten nicht, vielleicht checke ich zu fortgeschrittener Stunde nochmal, ob und was aus Richtung EU hier in THA ankommt, allerdings ist hier wie gesagt auch etwas QRM, was selbst mit dem E5 nicht vollends zu meistern ist.

von Mathias Volta - am 22.03.2012 07:20
Man soll es kaum glauben:
Nach über drei (!) Jahren wurde mein VoA-Empfang aus Poro Point auf 1.170 kHz bestätigt:
Heute trudelte ein A4-Brief von der Voice of Ameria ein mit einem schönen 2013er Kalender und einer (vom seltsamen Datum abgesehen fast) korrekt ausgefüllten QSL-Karte mit einem deutschen Sat-Uplink(?)-Motiv ! :cool:
Bestätigt wurde der Empfang vom 03. Februar 2010:

https://www.youtube.com/watch?v=Umc9oHueG8c

Die Karte lade ich demächst mal hier hoch, kann aber etwas dauern, da ich bis Anfang Juni zeitlich sehr eingespannt bin.
Die Laufzeit der QSL betrug gerade mal rund sechs Wochen, aufmerksam geworden bin ich auf eine als zuverlässig geltenende email in einer Facebook-DX-Gruppe, die derzeitige digitale Empfangstests einer Art Packet Radio bestätigt. Die email könnt ihr per PM von mir bekommen, sofern Interesse an QSLs besteht.
Damit wäre mein derzeitiger MW-Entfernungsrekord über satte 10.009 km bestätigt !! :cool:
Jetzt bleibt zu hoffen, daß die Mexikaner (Radio Formula) auch bald antworten.

von Mathias Volta - am 10.05.2013 21:52
Zitat
pg09
Jetzt doch? Wirklich extrem schade :-(


Ja, leider. Es hatte sich ja schon seit einiger Zeit angekündigt.

Zitat

Scheint also auch in Asien langsam ein Absterben der Mittelwellenstationen zu beginnen?


Nein, das hat nichts mit Asien zu tun. Die Voice of America ist eine Behörde der US-Regierung, und die muss per Gesetz sparen. Soweit ich es verstanden habe, hat man Sendekapazitäten gestrichen, um Personaleinsparungen zu verhindern. Ohnehin konnte die 1170 ihr Hauptzielgebiet China wohl nicht mehr erreichen, seit der chinesische Staatsrundfunk auf der Frequenz einen neuen 600-kW-Sender in Betrieb genommen hat.

Zitat

Leider konnte ich den letzte Saison nicht mehr empfangen, war da möglicherweise schon die Leistung etwas runtergedreht?


Das wissen wohl nur die Verantwortlichen vor Ort. Ich würde es eher auf die Ausbreitungsbedingungen zurückführen. Im Winter 2009/10 herrschte ja noch Sonnenfleckenminimum. was den Empfang in Europa auch mit einfachen Geräten begünstigte. Ich konnte die Station in der vergangenen Saison immerhin zweimal mit relativ ordentlichem Signal hören, allerdings mit etwas größerem Aufwand (100 m Langrahtantenne an Stationsempfängern im freien Feld)

von Weltempfängermatze - am 10.05.2013 22:51
Zitat
Weltempfängermatze
Glückwunsch! :cheers: Früher bestätigte die VoA sehr zuverlässig und schnell, aber aufgrund drastischer Sparmaßnahmen in den letzten Jahren muss man heutzutage wohl Glück haben, eine Antwort zu erhalten.


Danke ! :-)
QSL-Verweigerung an sich im Washingtoner VoA-HQ scheint es offenbar nicht zu geben, denn bereits nach rund 20 Minuten nach meinem Empfangsbericht erhielt ich diese Mail und es wurde rund sechs Wochen später Wort gehalten:

Zitat
Kyle King, VoA
Hi Mathias,

I will try to find the correct person to give this information to. In truth, we do not get so many shortwave reception reports any more so we are a little rusty in the procedure. Thank you so much for taking the time to contact us with this information.

Best regards,
Kyle King
Director, VOA Public Relations


Schickt man Empfangsberichte direkt an die International Broadcasting Bureaus der VoA, scheint man noch mehr Erfolg zu haben:

http://shortwavereport.com/swbc-qsl-cards/swbc-qsls/

Meine kürzlich erhaltenen QSL des deutschen Dienstes von Radio Thailand aus Udon Thani hatte u.a. auch ein VoA-Logo des IBB auf der Karte, schlimmstenfalls hätte man hier tricksen können, wenn es um die bloße Bestätigung einer VoA-Karte ginge - Thailändischer Buddha als Karten-Motiv hin oder her. :-)

Ich habe meine Karte mangels Scanner einfach mal abfotografiert:

http://s14.directupload.net/file/u/9084/ij3q7gnj_jpg.htm

http://s1.directupload.net/file/u/9084/o2mraydj_jpg.htm

Ich habe vorhin spaßenshalber mal nach anderen VoA-Kartenmotiven gegooglt:
Offenbar scheint es zumindest bei den Washingtoner Karten mit einem "anderen Doppeldatum" (wüßte nicht wie ich es anders nennen könnte) eher die Regel zu sein, siehe u.a. hier:

http://shortwavedxer.blogspot.de/2012/01/voa-ibb-via-botswana.html

Immerhin sind Zeit und Frequenz auf meiner Karte ansonsten korrekt. ;-)

Zitat
pg09
Scheint also auch in Asien langsam ein Absterben der Mittelwellenstationen zu beginnen?


Das glaube ich eher weniger, da die gesamte Infrastruktur, Hörerverhalten, Wohlstandsverhältnisse in ganz anderen Dimensionen als bei uns sicher noch sehr lange den Betrieb zahlreicher MW-Sender in verschiedensten asiatischen Ländern rechtfertigen.
(So wie ich den gänzlichen Tod der MW in Deutschland wegen des notwendigen und technisch nicht anders realisierbaren Seewetterberichts ausschließe, aber das ist ein anderes Thema.)

Zitat
pg09
Die Reichweite war absolut beeindruckend. Das muss man sich erstmal vorstellen, wie das Mittelwellensignal aus 10.000km Distanz hier in Deutschland teilweise angekommen ist.


Wie mein Namensvetter schon schrieb:
Es war durch die geringe Sonnenaktivität eine für uns günstige Saison, aber daß hier im Gegensatz zu unseren Amerikanern fast nur Landweg zwischen uns lag, macht das Ganze trotz der ungleich höheren Sendeleistung noch faszinierender. :-)

Mal schauen, ob nach der Stillegung zahlreicher ARD-Mittelwellen weitere Exoten auch aus Asien hörbar werden könnten. Wäre trotz im Gegensatz zu den Amerikanern heftigerer Sprach- und ID-Barriere ja nett. :cool:

von Mathias Volta - am 12.05.2013 02:59
Zitat
Mathias Volta
(So wie ich den gänzlichen Tod der MW in Deutschland wegen des notwendigen und technisch nicht anders realisierbaren Seewetterberichts ausschließe, aber das ist ein anderes Thema.)


Schon seit 2012 sendet NDR Info Spezial seinen Seewetterbericht nicht nur auf zwei MW-Frequenzen, sondern auch auf DAB+. Bezueglich des Hoer-Rundfunks ist damit also mindestens eine andersartige technische Realisierbarkeit als die auf MW auch praktisch gegeben. Aber die berechtigte Frage ist: Wie sinnvoll ist das angesichts der Tatsache, dass DAB+-Sendungen im Gegensatz zu MW-Sendungen wohl kaum auf hoher See empfangbar sind? Anders ausgedrueckt: Warum strahlt man ueberhaupt per DAB+ eine Sendung (hier: Seewettterbericht) fuer schwerpunkmaessig auch solche Gebiete (hier: Seegebiete) aus, bei denen eine DAB+-Unterversorgung sehr wahrscheinlich ist? Oder wird in der Praxis zunaechst immer an Land der Seewetterbericht gehoert, bevor man in See sticht?

von kokido7 - am 12.05.2013 09:29
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