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Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen (EDIT: nach Update Liste aktualisiert)

Startbeitrag von Wiesbadener am 16.10.2007 07:17

Das Deutschlandradio plant laut am 12.9. aktualisierter Versorgungsgraphiken viele neue Frequenzen:

DLF in Vorbereitung:

Stralsund 89,3 MHz
Siegen 94,2 MHz (inzwischen in Betrieb)
Saarbrücken 90,1 MHz (inzwischen in Betrieb)
Boossen 97,3 MHz
Warburg 106,6 MHz
Marktoberdorf 101,9 MHz


DLF in Planung

Bingen 98,0 MHz
Wuppertal 91,0 MHz (inzwischen in Betrieb)
Nordhausen 96,4 MHz
Sonderhausen 105,4 MHz
Poessneck 93,0 MHz
Tübingen 93,9 MHz (inzwischen in Betrieb)
Pirmasens 106,1 MHz

DKULTUR in Vorbereitung

Saarbrücken Rückkehr auf 107,5 MHz (durchgeführt)
Mülheim 93,7 MHz (inzwischen in Betrieb)
Viersen 104,0 MHz
Darmstadt Wechsel auf 98,2 MHz
Bad Camberg 88,6 MHz (neue Planung)
Ulm 91,5 MHz (inzwischen in Betrieb)
Lörrach 95,0 MHz (inzwischen in Betrieb)

DKULTUR in Planung

Donaueschingen 105,9 MHz
Marktoberdorf 96,9 MHz
Heusenstamm 99,8 MHz
Heidelberg 93,6 MHz
Lorch 90,2 MHz
Olpe 96,3 MHz (ersetzt 89,0 MHz, inzwischen durchgeführt)
Pirmasens 94,4 MHz
Konstanz 94,5 MHz (inzwischen in Betrieb)


EDIT: alles nochmal überarbeitet

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Zitat
Wiesbadener
Im vom Habakukk schon veröffentlichten Dokument

http://www.blm.de/shared/data/pdf/vortrag_weck.pdf

sind auf Seite 31 Planungskarten für Deutschlandradio (leider schlecht leserlich) zu erkennen. Ich bin gerade dabei die neuen Frequenzen zu identifizieren. Gelungen ist mir das bei folgenden Standorten:

DLF in Vorbereitung:

Stralsund 89,3 MHz 0,25 kW
Siegen 94,2 MHz
Saarbrücken 90,1 MHz
Boossen 97,3 (??) MHz 0,5 kW
Warburg 106,6 MHz

und weitere Standorte, die ich nicht identifizieren kann

DLF in Planung

Tübingen ? MHz
Augsburg Wechsel von 101,5 auf 97,8 (???) MHz
Pirmasens 106,1 MHz
Lebach ? MHz
Marktoberdorf ? MHz

DKULTUR in Vorbereitung

Saarbrücken Rückkehr auf 107,5 MHz
Mülheim 93,7 MHz 0,5 kW
Viersen 104,0 MHz
Bad Berleburg ??? MHz
Darmstadt Wechsel auf 98,2 (???) MHz
Bad Camberg 103,4 (???) MHz
Ulm 91,5 MHz 1,0 kW
Lörrach 95,0 MHz 0,1 KW

DKULTUR in Planung

Pirmasens 94,4 MHz
Donaueschingen ??? MHz
Marktoberdorf ??? MHz
Heusenstamm oder Frankfurt (???) 99,8 MHz (???)
Heidelberg ??? MHz
Eltville (???) ??? MHz

Leider viele Lücken. Vielleicht gibt es die Karte irgendwo auch in besserer Qualität, oder ihr könnt einiges anhand bekannter Koordinierungen entziffern.




----------
Schaltet meine Radiostation ein:
http://de.music.yahoo.com/lc/?rt=0&rp1=0&rp2=1906254993
Der beste Indie-Rock der 90er und von heute!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.07 08:21 durch Wiesbadener.


von WellenreiterBN - am 16.10.2007 07:40

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Ich habe mich mal ans Entziffern gemacht und Wiesbadeners Vorlage ergänzt:

DLF in Vorbereitung:

Stralsund 89,3 MHz
Siegen 94,2 MHz
Saarbrücken 90,1 MHz
Boossen 97,3 MHz
Warburg 106,6 MHz

und weitere Standorte, die ich nicht identifizieren kann

DLF in Planung

Tübingen 93,9 MHz
Augusburg Wechsel von 101,5 auf 97,8 (???) MHz
Pirmasens 106,1 MHz
Lebach 107,9 MHz (bisher DKULTUR)
Marktoberdorf 101,9 MHz
Eltville 102,1 MHz (???)
+ Nordhausen xx,4 MHz
+ irgendwo in Nordthüringen 1xx,x MHz ? (103,4 ?!)
+ Frankfurt mit mehr Leistung

DKULTUR in Vorbereitung

Saarbrücken Rückkehr auf 107,5 MHz
Mülheim 93,7 MHz
Viersen 104,0 MHz
Bad Berleburg ??? MHz
Darmstadt Wechsel auf 98,2 (???) MHz
Bad Camberg 103,4 (???) MHz
Ulm 91,5 MHz
Lörrach 95,0 MHz

DKULTUR in Planung

Pirmasens 94,4 MHz
Konstanz 94,5 MHz
Donaueschingen 105,9 MHz
Marktoberdorf 9x,9 MHz
Heusenstamm oder Frankfurt (???) 99,8 MHz (???)
Heidelberg xx,x MHz
Lorch (???) ??? MHz

von -Ole- - am 16.10.2007 11:19

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Der Vollstaendigkeit halber noch das, was der Manager und ich im anderen Thread rausgelesen haben:
Zitat

DLF in Vorbereitung:

- Frankfurt/Oder 97,3
- Stralsund 89,3
- Siegen 94,2
- Warburg 106,6
- Rosenheim => Wechsel 97,2 -> 97,7
- Marktoberdorf 101,9
- Idar-Oberstein 89,5 => bereits on air
- Münster 104,5 => Erhöhung von 50 W auf 320 W
- Saarbrücken => Wechsel 107,5 -> 90,1


DLF in Planung:

- Nordhausen ?
- Sondershausen ?
- Rhein-Main ???
- Bingen ?
- Tübingen 93,9
- Pirmasens 106,1
- Augsburg => Wechsel 101,5 -> 89,8 ?
- Lebach 107,9 (z.Z. DKultur)


DKultur in Vorbereitung:

- Saarbrücken 107,5 (z.Z. DLF)
- Viersen 104,0
- Mülheim/Ruhr 93,7
- Bad Camberg 104,6 ?
- Darmstadt => Wechsel 91,1 -> ?
- Ulm => Wechsel 94,0 -> 91,5
- Lörrach 95,0


DKultur in Planung:
- Rhein-Main ???
- Marktoberdorf ?
- Konstanz 94,4 oder 94,5
- Donaueschingen 104,8
- Heidelberg ?
- Pirmasens 94,4
- Lorch/Rheingau ?


von Habakukk - am 16.10.2007 11:37

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Zitat

DLF in Planung

Eltville 102,1 MHz (???)
+ Frankfurt mit mehr Leistung

DKULTUR in Vorbereitung

Darmstadt Wechsel auf 98,2 (???) MHz
Bad Camberg 103,4 (???) MHz


DKULTUR in Planung

Heusenstamm oder Frankfurt (???) 99,8 MHz (???)


Stimmt alles - :spos:

Eltville 102,1 MHz = war im UKW-Frequenzplan der LPR vorgesehen für SkyRadio, die aber nicht wollten. Evtl. auch deshalb nicht, da fast in Sichtweite der 102,0 FFH aus Wiesbaden

+ Frankfurt mit mehr Leistung = und auch Standortverlegung angedacht

Darmstadt Wechsel auf 98,2 MHz = hat Wiesbadener ja schon geklärt. Damit wird die 91,1 wieder frei und wohl an die LPR zurückfallen. Über die weitere Verwendung gibt es Gerüchte, die ich aber für ziemlich unglaubwürdig halte.

Bad Camberg 103,4 MHz = war dies nicht schon bekannt ?

Heusenstamm 99,8 MHz = hätte Fortuna gerne gehabt, war aber wie auch die 98,2 Darmstadt Verhandlungsmasse bei den Tauschgeschäften rund um den Rimberg in Nordhessen.

Einzig Lorch / Rheingau sagt mir im Moment nicht direkt was. Wird wohl die 90,2 oder 92,6 oder 95,2 sein, die, ebenso wie die Assmannshausener Frequenzen 89,0 / 96,4 und 97,9 , der hr nach meinen Informationen nicht mehr in Anspruch nehmen will ( zumindest vorläufig bis zum nächsten Sinneswandel ? ) .

Mal 'ne Frage zu Bad Camberg gemäss dem Eintrag in der Sendertabelle: heisst der Standort auf dem Autobahnparkplatz Richtung Süden wirklich "Steinkopf" oder wurde da was verwechselt ??

von KlausD - am 16.10.2007 13:36

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Also ich versuch jetzt mal das Posting von Marcus etwas auseinander zu dröseln und meinen Sämpf dazu zu geben. Das was das DRadio vor hat klingt für mich vernünftig. Der DLF ist im Kreis Saarlouis seit "Europe 1" auf die 104,5Mhz gezogen ist garnicht mehr über UKW zu empfangen. Stationär geht es ja noch, aber Mobil geht hier die 107,5Mhz auch nicht mehr. Wenn man jetzt dem DLF die 90,1Mhz in Saarbrücken gibt und in Lebach die 107,9Mhz dann ist das eine ganz passable Lösung.

D-Kultur die 107,5Mhz in Saarbrücken zu geben ist auch eine ganz gute Idee. Dann reichen auch die 400 Watt. Denn die 88,6Mhz aus Völklingen gibt es ja auch noch. Der Empfang in Lebach, Nalbach, Dillingen und Umgebung wird dann aber ziemlich schlecht werden. Denn die 96,3Mhz ist ja bekannterweise alles andere als Reichweitenstark. Vielleicht würde es etwas bringen die Sendeleistung zu erhöhen, aber ich glaube nicht das das geht. Da fühlen sich ja gleich wieder die Franzosen auf den Schlips getreten obwohl es die offensichtlich weniger interessiert ob sie hier stören. :rolleyes:

von Spacelab - am 16.10.2007 13:51

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

zu Saarland :

bezüglich der Versorgung zwischen Saarbrücken und Völklingen stimme ich Marcus. zu.

Ich höre den DLF immer auf der Fahrt zur Arbeit von Elm über Bous und Völklingen nach Saarbrücken.
Da bin ich schon froh, dass es auf der 107,5 nur relativ wenige Aussetzer gibt. Diese treten momentan im Bereich Elm und Bous am stärksten auf, und könnten zukünftig mit der 107,9 kompensiert werden.
Aber z.B. im Bereich Völklingen bis Bous (B51) rauschts auch schon auf der 88,0 zeitweise, aufgrund der dortigen Hanglage. Die 107,5 geht dort noch stabil.
Ich werde gleich mal die 107,9 auf der Fahrt nach Hause testen, ob sie auf der gesamten Strecke brauchbar ist.

Mein Autoradio (Audi-Werksradio ohne RDS) hat vor einiger Zeit einen Schlag abgekriegt. Es funktionieren nur noch 3 bis 4 Stationstasten und der Suchlauf will auch nicht immer so wie er soll.
Daher ist es mir momentan wichtig, dass die Programme, die ich hören will, ohne Frequenzwechsel durchhörbar sind. Mit der 90,1 wäre das wohl nicht mehr gegeben.
Ansonsten werde ich dann doch mal gucken, ob ich das Teil irgendwie aus der Halterung kriege, und es repariere, oder durch ein neues ersetzte. Aber bislang hatte ich als notorischer Nicht-Auto-Bastler noch keinen Bock, mich damit auseinanderzusetzen, die Diskusionen in diversen Autoradiothreads waren leider auch nicht sonderlich motivationsfördernd ;-) .

von Saarländer (aus Elm) - am 16.10.2007 16:10

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Saarland:
Wenn die Leute sich beschweren und Einspruch erheben, passiert auch mal was. So geschehen mit der 95,1 in Cottbus/Calau, Polen hat etwas nachgegeben. Das müßte dann im Fall Frankreich und Luxenburg auch endlich mal passieren, da ein DLF-Grundsender wie Saarburg/Geisberg 104,6 nun einmal sehr wichtig ist. Sonst brauchen wir bald gar keine Sender mehr zu betreiben, wenn sie nicht mehr gehört werden können. :-(
Hessen:
Darmstadt 91,1 und Frankfurt 91,2 wären für eine Zusammenfassung gut, genauso Darmstadt 102,0 und Wiesbaden 102,0. FFH müßte dann Ersatz in Wiesbaden bekommen. Ist nicht leicht, die 102,0 in DA aber auch nicht aufgrund der Interferenzen. Eltville 102,1 bleibt Schrott. 99,8 ist Schrott gegen Heidelberg 99,9.
Die 97,6 in Frankfurt soll ja auf den Spargel wechseln. Wäre eine Maßnahme, um eine der Oberurseler Funzeln endlich überflüssig zu machen. Die zweite hoffentlich auch noch.
Augsburg 87,9 wäre prima. Besser noch 87,8 wegen Gelbelsee 88,0.


von Stefan Z. - am 16.10.2007 16:38

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Tja...ich bekomm den nicht einmal in Stereoqualität rein (OK, stationär schon, aber mobil nicht), also sind weitere Frequenzen fürs DRadio grundsätzlich erstmal berechtigt. Ob es gerade Mülheim sein muss, ist ne andere Sache...aber ist der Empfang wirklich im gesamten Stadtgebiet so gut wie von dir genannt? Krefeld 90,5 wird doch sicherlich kaum was erreichen und auch Rheinberg 105,1 dürfte stellenweise schon von Süden (Radio Berg) ordentlich angegriffen werden.
Zur 93,7: Das ist eigentlich eine wirklich freie Frequenz, meiner Meinung nach die einzige, die am Niederrhein noch sinnvoll zu nutzen ist. Natürlich geht dann kein SWR4 mehr mit schlechteren Empfängern...aber hat es dort was zu suchen? Außerdem gibt es ja noch die 97,4, die sicherlich noch besser gehen müsste. Auch so ist die 93,6 ja wirklich nur DX-Empfang und keinesfalls für den Normalnutzer brauchbar - die liebe rundstrahlende Nordhelle lässt grüßen...

Zu Wesel 102,8: Wenn es denn wirklich so ist (gibt ja verschiedene Angaben und auf Mailnachfrage hab ich keine Antwort vom DRadio erhalten), dann wird es wohl das tolle Fast-Gleichwellenproblem Wesel / Nordhelle sein. Eventuell versucht man ja so, das Zischeln und die Störungen in unbewohntere Regionen zu verlagern. Viel sinnvoller wären da endlich mal ordentliche Einzüge am Standort Nordhelle mit nahezu kompletter Ausblendung nach Nordwest bis Südwest - nicht nur für DLF, sondern auch für die fünf WDR-Programme...

von Kroes - am 16.10.2007 20:09

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

jetzt will ich mal was zu Tübingen sagen:

so sehr ich dem DLF eine bessere Versorgung wünsche - in der Innenstadt kommt von der Hornisgrinde nicht allzu viel an - bin ich doch ziemlich skeptisch, was die Realisierung einer 93,9 angeht.

- Waldenburg 93,8 SWR3
- Feldberg 93,8 SWR2
- Hornisgrinde 94,0 SWR4

Das sind doch schon eine Menge von QRGs, die den DLf-Empfang empfindlich trüben können. Und das sind nur die, die mit persönlich spontan einfielen.

Die Koordinierung Waldenburg 93,8 Tübingen 93,9 erinnert doch stark an den schon heute bestehenden Frequenzkampf Waldenburg 96,5 Tübingen 96,6. Diese Koordinierung vermiest zumindest in manchen Tübinger Stadtbezirken den Empfang der Wüsten Welle (die eigentlich für zwei ganze Landkreise senden sollte), und lässt den Empfang nach Norden schon bald hinter der Stadtgrenze völlig abbrechen. Wenn der DLF nun aber nur mit 500 W senden soll (die Wüste Welle sendet mit 1 kW), so wird der Empfangsbereich der 93,9 schon allein deswegen ziemlich bescheinden sein.

Hinzu kommt aber noch der Feldberg. In manchen (logischerweise anderen als im oberen Beispeil) Tübingen Stadtteilen (zum Beispiel bei mir) kann ich auf 93,8 SWR3 vom Feldberg empfangen. Das Signal ist zwar nicht übermäßig stark, aber das wird die DLF-Funzel auch nicht sein.

Schließlich kommt noch die Hornisgrinder 94,0. Die wird zwar nur mit 5 kW gesendet, hat aber, zumindest nach Tübingen, eine ähnliche Reichweite wie die dort abgestrahlen 80-kW-Sender. Jetzt kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass dort, wo die Hornisgrinde einfällt, zwar die 93,9 gestört wird, dort aber wahrscheinlich dafür die 106,3 verfügbar ist, und dort, wo die Hornisgrinde nicht einfällt, sie auch nicht stört, aber trotzdem halte ich die Koordinierung für problematisch. Die Hornisgrinde ist in fast ganz Tübingen zu empfangen.

Unter'm Strich sehe ich also ziemliche Probleme für diese Koordinierung. Warum greift man statt solchen Gewalt-Frequenzfindungen denn nicht einfach auf bereits erprobte, inzwischen aber deaktivierte Koordinierugen zurück? Zum Beispiel auf die 97,2, die ehemalige Mötzingen-Funzel von SDR-3/SWR3, die von einigen jahren berechtigerweise als unnötig abgeschaltet wurde. Die 97,2 könnte meiner Einschätzung nach problemlos nach Tübingen umkoordiniert und dort für den DLF genutzt werden.

von freiwild - am 16.10.2007 21:28

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Zitat
Peter Schwarz
Solange der Scheiß nur in so einer unlesbaren Qualität vorhanden ist, lohnt es sich nicht, auch nur eine Sekunde über sowas zu diskutieren.

Schlechten Tag gehabt? Immerhin bringt's für einige Standorte neue und gesicherte Infos (wie z.B. für Tübingen)

@freiwild:
Die 106,3 von der Hornisgrinde geht wirklich in der ganzen Region sehr gut. Probleme gibt's mit viel Phantasie hier und da in den Stadtgebieten von RT und TÜ. Dafür reicht eigentlich eine 100W-Funzel. Und weil's eben links und rechts Waldenburg und die Hornisgrinde gibt, sendet man mit 500W und drückt die "Störer" weg. Das wird deshalb funktionieren, weil die beiden Störer keinesfalls Ortssender sind, sondern nur wegen der relativ guten QRG störungsfrei durchkommen. Versorgungstechnisch ist das nachvollziehbar, wenn auch nicht wirklich notwendig.

Die Wüste Welle sendet übrigens aus Kostengründen mit 300 W statt der möglichen 2 kW.

von EmmWeh - am 16.10.2007 22:57

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Die Lebacher 107,9 habe ich nun mal getestet und meine Vermutungen wurden bestätigt. Der Sender geht zwar fast überall, aber vor allem zwischen Völklingen und Saarbrücken auf der A620 immer mit etwas Rauschen unterlagert, was natürlich bei einem 'leisen' Wortprogramm stärker auffällt.
Der Signaleinbruch auf der B51 zwischen Bous und Völklingen beschränkt sich auf eine relativ kurze Strecke, allerdings momentan zufälligerweise dort, wo gerade eine Baustellenampel steht.
In Saarbrücken (Fahrstrecke Messegelände - Deutschmühlental - Industriegebiet Süd) bricht das Signal an einigen Stellen auch wieder ein. Was dort aber (zumindest bei meinem Autoradio) noch störender ist, ist ein Splatter von der 107,7. Das französische Autobahnradio ist im Gegensatz zum DLR und DLF extrem 'laut'. 'Anständige' Autoradios sollten aber kein Problem damit haben. Diese können aber auch automatisch auf die Saarbrücker Frequenz wechseln. Der Übergangsbereich müsste dann bei der 90,1 wohl irgendwo zwischen Saarbrücken und Völklingen liegen.
Es passt also doch schon irgendwie, auch wenn die 90,1 einen starken Einzug hat.
Am besten wäre dann jedoch, auf 107,9 nur noch mono zu senden. Dann müssten zwar die Leute im Nahbereich des Senders auf Stereoempfang der Musiksendungen verzichten, aber für die Wortsendungen hätte man großräumig einen ausreichend stabilen und vor allem ungestörten Empfang. Diese Frequenz wird wohl definitiv von den Franzosen nicht mehr 'gejammt'.

von Saarländer (aus Elm) - am 17.10.2007 07:32

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Mötzingen 90.5. Diese Frequenz ist auch so ein Brüller. Dieser Standort wurde vom SDR ja nur ins Leben gerufen, um ein paar Dörfer am Schönbuchrand zu versorgen, die von Stuttgart abgeschattet waren. Sendet da in der Pampa rum, nach Tübingen kommt man noch grad so rein, hier und da stört aber dann schon HR1 auf 90.6. Letzterer war im Reutlinger Raum früher fast ungestört zu geniessen, jetzt nemme.

Die 97.7 wäre auch suboptimal, da gerade an den Albaufstiegen Heidelberg fast Ortssender ist. Die 97.3....okay, allerdings wird dann der Senderadius von Motor FM wieder eingeschränkt, wie zu den Zeiten, als auf 97.2 noch SWR3 sendete.

Ich denke, es wird einen Grund geben, wieso Das Ding noch nicht auf diesen Frequenzen auftaucht. Ich wäre ja für die Lösung: 97.2 als Gleichwelle Stuttgart/Tübingen für Motor FM. Die 97.7 könnte an die Wüste Welle gehen, damit könnten mittels 2kW sowohl TÜ als auch RT ausreichend versorgt werden. Dann könnte der DLF die 96.6 nutzen.

von Peter Schwarz - am 17.10.2007 09:53

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen

Zitat
Kroes
Zur 93,7: Das ist eigentlich eine wirklich freie Frequenz, meiner Meinung nach die einzige, die am Niederrhein noch sinnvoll zu nutzen ist.

Das sehe ich etwas anders, hier werden sich SWR4 und DKLUTUR gegenseitig stören. Mehr dazu siehe unten.
Zitat

Natürlich geht dann kein SWR4 mehr mit schlechteren Empfängern...aber hat es dort was zu suchen?

Ich finde schon dass WDR4 (als meist gehörter Sender in NRW) eine Konkurrenz aus dem süden gut gebrauchen kann ;) - Der Empfänger an sich ist sehr Trennungsscharf, durch den Sender Nordhelle muss ich SWR4 TR aber auch 93,67 abstimmen um ihn mit S7 empfangen zu können.
Zitat

Außerdem gibt es ja noch die 97,4, die sicherlich noch besser gehen müsste.

Jein, 97,4MHz ist mit einem starken Rauschen versehen, da mischt sich SWR4 mit irgendwas anderem. Die 93,6MHz funktioniert hier deutlich besser.
Zitat

Auch so ist die 93,6 ja wirklich nur DX-Empfang und keinesfalls für den Normalnutzer brauchbar - die liebe rundstrahlende Nordhelle lässt grüßen...

Schon mal die Daten vom Sender Scharteberg (Eifel) angeguckt, das ist ein Sender der sehr weit nach NRW rein sendet. 670m üNN und 255m Antennenhöhe mit 8kW. Bei unterreichweiten bekomme ich das Teil noch mit S3 rein. Nach Radiomobile sollte das Signal mit c.a. S5-6 hier ankommen mit meiner Dachantenne.

Selbiges gilt übrigens für die 91,0 MHz für Wuppertal die geplant ist. Hier liegt SWR1 RP in der Nähe vom selben Sender(Eifel) und Wuppertal liegt ja noch um einiges näher an RLP als Dinslaken.

Auch wenn ich kein SWR4 höre, finde ich es schade dass man diesen mit so einer Aktion zum schweigen bringt.

von Funkschatten - am 17.10.2007 10:30
Auch wenn ich mich hier nur wenig beklagen kann, es wäre doch wünschenswert vielleicht noch ne andere Frequenz als die 97,4 vom Brocken zu haben.

Da hier noch lang nicht so ein Chaos wie z.B. in Frankfurt/M. herrscht würde ich mir einfach nur folgendes wünschen...:

89,7 DKULTUR, Hannover/Telemaxx, 0.5kW
90,4 DKULTUR, Stadthagen/Bückeberge, 5kW
94,8 Visselhövede, 5kW (weg mit 88,8)
99,6 Rosengarten, 2kW

Wünschenswert wäre auch für den DLF:
88,7 Hamburg, 10kW
89,2 Visselhövede, 2kW (weg mit Soltau 89,3)
94,0 Hanover/Telemaxx, 0.5kW rund anstatt 0,1 gerichtet

Mit 200kHz Abstand wie zwischen 90,4 und 90,6 (WDR5) muss man heute leben wenn man noch was gescheit versorgen will. Im Falle der 90,4 würde hier dann zwar kein NDR90,3 mehr gehen, muss mann aber mit leben. Und bisher ist die 94,0 vom DLF wirklich schlimm und geht echt nur in der Stadt, ich wohne 14km vom Sender und die QRG ist schon angezischelt, Mobil kann man sie erst recht in die Tonne werfen (Daher der Wunsch mit mehr Power und vermutlich auch auf die höhere Antenne).

von Dr. Antenne - am 19.10.2007 20:30
Zitat
50 Grad N, 8 Grad O
Die 90,9 geht da schon wesentlich besser, aber da wird sich die 91,0 schon gegen durchsetzen.

die 90,9 geht bis Haan recht ordentlich im Autoradio, wenn man allerdings dann den Berg hinunter fährt Richtung Sonborner Kreuz, ist es ganz schnell vorbei mit dem Empfang. Im Osten von Wuppertal hab ich auch weder HR 1 noch 3FM wirklich sauber hören können, sofern überhaupt etwas zu empfangen war. Während 3 FM westlich von Wuppertal auf der A 46 nach D´dorf störungsfrei im Auto zu empfangen ist, gilt dies noch lange nicht östlich davon auf der A 1 z.B. für HR 1. Da machen sich die einzelnen Berge beim Empfang doch schon bemerkbar.

Zitat
Kroes
Da muss ich jetzt aber wiederum widersprechen. ;) Bei 500 Watt Rundstrahlung von oben vom Berg wäre Limburg sicherlich schon noch betroffen, da Wuppertal eben gegenüber dem Niederrhein und den Niederlanden schon eine extreme Höhe hat. Aber mit Richtstrahlung ist da natürlich problemlos was machbar - so läuft ja auch die 107,4 Radio Wuppertal gegen das Lokalradio aus Roermond und da gibt es offensichtlich auch keine Probleme.

Das Lokalradio in Roermond hat aber auch nur 40 w. und Radio Wuppertal powert mit 1kw. Während ich in MG Radio Wuppertal störungsfrei empfangen kann, ist vom Roermonder Lokalradio hier nichts zu hören. Deshalb denke ich, sollten die 500w des DLF von gleichen Standort kommen, das es ein kleines Störfeuer in MG geben wird. Wobei 3FM sicherlich der Sieger wäre, zumal selbst die Nozema für MG-West 3FM noch als ortssendertauglich einstuft. Deshalb auch meine Vermutung das die 500 W aus dem tiefen Tal eines Wuppertaler Telekomgebäude kommen und nicht von einem exponierten Standort. Und natürlich mit Einzügen nach Westen, so das bis D´dorf vom Sender nichts mehr zu hören ist.


von Funkbude - am 21.10.2007 09:49
Zitat
Kroes
Darum geht's ja nicht...in Mönchengladbach hat 3FM ja so gesehen nichts mehr zu suchen. Wichtig für Einsprüche aus HOL wäre nur, ob auch dort gestört wird...und das kann man wohl eher ausschließen, wenn man mit dem Lokalradio in Roermond sogar freiwillig auf die 107,4 geht.

Ich sehe da schon einen Unterschied !! Bei so einem Lokalradio was zudem auch nur eine kleine lokale Omroep ist hat man da sicherlich keine Probleme mit der Koordination zumal dieser Sender in Roermond auch wirklich nicht mehr wie die Stadt versorgen soll. Aber bei den Sendern der publike Omroep ist man da schon etwas knausiger, solange die Niederländer noch ein Interesse haben zumindest am linken Niederhein halbwegs brauchbar empfangbar zu bleiben. (siehe auch die Kabelneuaufschaltungen der Niederländer). Deshalb denke ich schon, das es da ein klein wenig ums Prinzip geht, da ja auch der WDR weitestgehenst störungsfrei seine Programme nach NL senden kann und auch dort mit Radio und TV in vielen Teilen von NL im Kabel ist.

von Funkbude - am 21.10.2007 10:02
Zitat
50 Grad N, 8 Grad O
Äh, aber Roermond ist ein Riesenbrüller mit 100 kW auf 90,9. Wir reden über die 91,0. Es ist 100% ausgeschlossen, dass 500 Watt auf der 91,0 in Limburg/NL auf der 90,9 zu Störungen führen würden!

Die 500 w kommen aber von einem exponierten Standort in Wuppertal ! Selbst die 1 kw von Radio Wuppertal schaffen es noch hinter MG hörbar zu sein. Das würde mit den 500 w vom DLF sicherlich auch noch gehen, wenn auch unter anderen möglichen Umständen. Reste dieses Signals könnten aber dann den mobilen Empfang vom 3FM in Limburg beeinträchtigen, auch wenn vom DLF selber nicht mehr viel ankommt.


Zitat
Peter Schwarz
Sicher das! Aber es ist genauso ausgeschlossen, daß die 91.0 überhaupt im Kerngebiet ein vernünftiges Signal bringt.
Das wird so ein ähnlicher Fall wie Köln 89.9...oder Rosenheim 97.2...oderoderoder

Das wäre dann der andere Fall. Aber sollte die 91,0 realisiert werden, so denke ich soll sie auch wirklich nur Wuppertal versorgen. Die 90,5 vom Sender Krefeld, ist z.B. 20 km weiter in MG nicht mehr zu empfangen und auch Vivacite auch gleicher Frequenz ist nur stellenweise empfangbar und alles andere als ortsüblich.
Wenn´s so läuft wie in Krefeld, wird 3 FM bis Düsseldorf allemal empfangbar sein und die 91,0 in Wuppertal auch nur dort wo man nicht bzw. nicht selber gestört wird.

Zitat
Kroes
Roermond 90,9 wird also oben sicherlich sehr stark ankommen, aber unten drin absolut nicht.

Genau das ist der Fall und deshalb auch meine Vermutung, das die 500 w aus dem Tal kommen könnten.

Zitat
Kroes
Und zum Rest: Genau so meinte ich es. Die 107,4 stört ja schon mal das Lokalradio im Zielgebiet nicht, obwohl dieses nur mit minimaler Leistung sendet. Wie soll dann die 91,0 für zu starke Störungen der 90,9 in deren Zielgebiet führen, zumal man ja sicher noch Richtstrahlung einbauen wird?

Bei Richtstrahlung bzw Ausblendung nach Westen,würde es sicher keine Störungen im Zielgebiet und nur minimale auf deutscher Seite geben. Es kommt halt auch noch auf den Standort an.
Sollte dieser tief im Tal sein, so wäre für die 91,0 bereits in Haan/Hilden Schluß. Wäre der Standort vom WDR Mast, wären die Störungen auch auf der linken Rheinseite möglich.
Zitat
50 Grad N, 8 Grad O
Der DLF wird bestimmt genauso vom Westfalenweg oder Attadösken kommen wie WDR2 und Radio Wuppertal. Schade um hr1 und 3FM an einigen Stellen

Vermutlich. Aber es wäre in diesem Fall vielleicht besser, wenn man mal Testausstrahlungen macht und nicht nur geplante Frequenzen am Schreibtisch koordiniert.

von Funkbude - am 21.10.2007 13:26
Soo, der in diesem Thread diskutierte Frequenzwechsel beim DLF in Saarbrücken ist heute vollzogen worden. Das wäre mir fast nicht aufgefallen, da ich heute nicht zur Arbeit gefahren bin.
Meinem Vater ist beim Transport von 'ungesicherter Ladung' aber natürlich mal wieder eine Holzlatte auf's Autoradio geknallt, und ich hab wieder dran rumschrauben müssen, um sämtliche Wackelkontakte zu beheben. Dabei ist es mir aufgefallen.

Auf der 107,5 ist eine Hinweisschleife zu hören, die auf den Frequenzwechsel hinweist. Auf 107,5 wird also demnächst DLR Kultur laufen, der DLF sendet nun auf 90,1 MHz.

Mein Technics zeigt mir nun folgende Signalstärken :

DLF 90,1 : 14 - 16 dBµV
DLR 107,5 : 20 - 22 dBµV

bei letzterem scheint sich der Empfang etwas verschlechtert zu haben, bei der 90,1 hatte ich ja ohnehin schon schlimmste Befürchtungen. Die kriege ich (dank France Inter-Kabelleck) nur mit viel Antennenspielerei noch rein.
Nächste Woche werde ich dann feststellen, ob der DLF überhaupt noch vernünftig auf UKW im Autoradio hörbar ist. Die 104,6 ist ja keine Alternative mehr.



von Saarländer (aus Elm) - am 28.03.2008 19:20
Ich bin heute wieder zur Arbeit und habe die Situation auf der 90,1 gleich mal gecheckt.
Zwischen Elm und Bous versteht man nun nur noch jedes zweite Wort, da jeder Baum das Signal bis zum Rauschen dämpft. In Bous stören die Kabellecks mit France Inter auf gleicher Frequenz, und erst am Ortsausgang auf der B51 Richtung Völklingen ist halbwegs brauchbarer Empfang. Ich frag mich auch, was dieser Frequenzwechsel sollte. In Völklingen hätte DLR Kultur ja noch die 88,6 als Lückenfüller. Aber wahrscheinlich hat man bei den Koordinierern die Problematik mit der 104,5 verkannt. Oder es ist Absicht, und wenn sich genug Leute beschweren, gibt's dann eben noch Frequenzen für den DLF in Saarlouis, Völklingen und Lebach ;-) .

Die 106,3 von der Hornisgrinde ist auch keine Lösung. Da ist ja mit France Inter nebenan auf 106,4 in Forbach auch schon ein 'lautes' französisches Programm on air. Hat zwar 10 dB weniger als Europe 1, aber die Hornisgrinde ist auch schon schwächer als Saarburg.

Die 104,6 in der Leistung zu erhöhen, dürfte auch wenig bringen, DLF und Europe 1 bringen selbst bei mir in ungünstiger Tallage jeweils schon ein Signal, das nur wenige dB unter dem liegt, was man für rauschfreies Stereo benötigt. Europe 1 brachte vom alten Standort bei mir glatte 30 dB weniger. Um das nun in Saarburg zu kompensieren, müsste man dort die ERP auf 20 MW bringen. Ich glaub', das halten weder die Antennen, noch die Kabel, noch die Stromrechnung aus.


von Saarländer (aus Elm) - am 01.04.2008 16:21
Die 91,0 ist noch nicht in den BNetzA-Daten und war auch nicht in der versehentlich online gestellten "internen Liste" Mitte November drin. Daher ist auch nicht klar, von wo die überhaupt kommen soll...es muss ja nicht zwangsläufig oben bei einem der Telekomtürme oder dem Wasserturm sein. Von dort würde man sicher sehr weit kommen, wobei natürlich mit starker Richtstrahlung auch wieder einiges abgeschwächt werden könnte. Möglich wäre ja auch, dass man irgendeinen Standort im Zentrum nutzt...dann würde man beinahe gar nicht rauskommen, es heißt ja nicht umsonst Wupper_tal_.
Zur Reichweite von den oben liegenden Standorten: 107,4 und 99,8 sind stationär hier in direkter Nähe zur niederländischen Grenze (Höhe Arcen/Venlo) ziemlich gut zu empfangen, mobil reicht es bei der 107,4 immerhin zu brauchbarem Empfang. Und DVB-T aus Wuppertal ist sogar mit Zimmerantenne hier in höheren Stockwerken gut empfangbar. Man kommt also von dort sehr weit, was bei fast 400m Höhenunterschied zum Niederrhein aber auch kein Wunder ist. Die 107,4 dürfte dabei in Roermond schon sehr für Störungen sorgen...auf gleicher Frequenz sendet dort ja das Lokalradio.

von Kroes - am 10.05.2008 06:50
Die Tübinger 93,9 ist mittlerweile auf Sendung und war's vermutlich auch gestern schon. Wider Erwarten kommt aber hier auf den Fildern auch in höheren Lagen gar nichts durch, im Gegensatz zur 99,4 vom gleichen Standort. Auf der B27 kommt dann der Empfang relativ plötzlich ab Walddorf-Häslach. Im Stadtgebiet Reutlingen gibt's immer wieder heftige Einbrüche von der 94,0. Die 106,3 ist da durchgängig stärker und störungsfreier.

Überraschenderweise ist die 106,3 selbst im Tübinger Stadtgebiet die bessere Wahl. Die 93,9 ist dort zwar ordentlich stark, hat aber die gleichen Störungen wie die Hornisgrinde auch. Der Unterschied: Auf der Tübinger QRG kommt bei Einbrüchen die 94,0 störend durch, wärend es auf der 106,3 nur ein bisschen raschelt.

Fazit: Im Gebiet TÜ/RT ist die 93,9 vollkommen überflüssig. Auch in Richtung Mössingen kann ich mir keinen besseren Empfang vorstellen, weil auch hier die 94,0 reindrückt. Abseits dieser Hauptstrahlrichtung lässt die QRG sowieso stark nach. Die 93,9 ist durchweg sinnlos.

von EmmWeh - am 01.10.2008 21:09
Was Neues gibt's zur 91,0 Wuppertal, gerade im Gästebuch gefunden: In der Frequenzliste des DLF auf der eigenen Homepage ist die zwar noch nicht aufgeführt, im Videotext auch noch nicht...aber bei der Abfrage unter http://www.dradio.de/dlf/frequenzen/ erhält man die 91,0 für Wuppertal bereits geliefert. Kann also nicht mehr lange dauern, bis die on air geht. Ich hab es gerade auch mal getestet: Wenn die schon sendet, dann nicht vom Fernmeldeturm, sondern irgendwo aus der Stadt...zu empfangen ist neben den Überschlägen von 3FM nur ein kleiner Rest von hr1 hier am Niederrhein.
Der FMT ist aber durchaus möglich, da http://emf.bundesnetzagentur.de/gisinternet/regtp/standort.aspx?FID=7838 gerade erst geändert wurde. Leider hab ich keine alten Aufzeichnungen dieser Standortdaten, so dass ich den neuen Eintrag nicht identifizieren kann. Wenn es aber 100 Watt Rundstrahlung aus 109m wären, dann würde der ziemlich weit kommen...und das würde mich sehr wundern, wenn die Niederländer dem zugestimmt hätten. Andererseits nutzt man ja auch 107,4 Wuppertal gegen 107,4 Roermond, wobei das aber ja nur ein Lokalradio ist und anders als 3FM nicht noch weiter im Norden ein gutes Signal bringen muss.

von Kroes - am 17.11.2008 15:53
Ich habe mich gestern schon gewundert, dass beim Drüberzappen in meinem Becker Mexico irgendwann mal kurz "DKULTUR" aufblitzte und es erst gestern Abend durch die Nachrichten von ukwtv.de erfahren, dass die neue Funzel am Tüllinger Berg nun aktiv ist.

Gerade eben habe ich auf dem Weg zur Arbeit mal reingehört. In Haltingen stellte ich nach dem Verkehrsfunk (von DRS3) auf die 95.0 um. Da ging der Sender prima rein, ist auch kein Wunder. Auf der A2 im Tunnel unter dem Badischen Bahnhof hatte ich den Eindruck, dass die 95.0 weniger schwächelt als z.B-. der DLF (den ich sonst so höre). Im Schänzl-Tunnel (Abzweig der kantonalen Autobahn H18 Richtung Delémont) ging es anfänglich noch gut, dann war das Signal schneller weg als der fette DLF. Anschliessend wieder ordentlicher Empfang, aber kurz vor Reinach schwächelte das Signal dann erstmals und in der Überdeckelung der Autobahn vor der Ausfahrt Reinach-Süd war nix mehr. In Reinach selbst begann DKultur dann mit France Musique aus Strasbourg-Nordheim zu kämpfen. Am westlichen Ortsausgang von Reinach war es dann grausig schlecht, an einem nach Norden abgeschatteten Hügel Richtung Therwil und bis zum Ortseingang Therwil kam fast nur noch Strasbourg herein. Erst ab Ortsmitte Therwil ging wieder Lörrach-Tüllingen besser, dies bis kurz vor Biel-Benken. Dort wechselten sich wieder beide Stationen munter ab. Am Ortsausgang Biel-Benken (nord-exponierter Hügel, ca. 30m) kam France Musique besser/häufiger, am Südabhang des Hügels und in Bättwil, am Jura-Nordfuss, kam zunächst DKultur besser rein, dann wieder ab und zu France Musique, aber zu ca. 75% der Zeit hatte DKultur die Oberhand. An der Schule (Ortseingang Flüh) war DKultur zufällig auch mal wieder etwas besser.

Fazit: Als "Arbeitsweg-Sender" ist die Funzel für mich leider nicht zu gebrauchen, es sei denn mein QRL würde sich im nächsten Sommer ändern.

Wie es zuhause in Ötlingen aussieht, schaue ich am Wochenende mal.

Empfänger: Becker Mexico (altes Teil mit Cassettenlaufwerk)
Antenne: Langdraht im "1. Obergeschoss" des VW-Bus (GFK-Hülle des Hochdachs)


von Udo Isaenko - am 18.12.2008 06:30
Wird auch mal Zeit, dass die 93,7 in Betrieb geht...die ist ja schließlich schon fast ein Jahr dem DRadio zugewiesen. Die Standortbescheinigung http://emf.bundesnetzagentur.de/gisinternet/regtp/standort.aspx?FID=8737 wurde auch aktualisiert - auf 51m müsste die Antenne für DKultur zu finden sein (auf 59m dann 92.9 Radio Mülheim).

Meine eigene Einschätzung: Die 92,9 ist hier am linken Niederrhein noch einigermaßen empfangbar - koordiniert sind aber gewaltige 8 Watt in meine Richtung und freie Sicht ist auch nicht gegeben (5km östlich von hier gibt es einen "Berg"). Da sollte es mit 500 Watt aus fast gleicher Höhe schon deutlich besseren Empfang geben.

@Pfennigfuchser: Warum sollte man da Testsendungen starten? Wenn es nicht läuft, dann ist es kein Weltuntergang (im Gegensatz zu den DVB-T-Testsendungen)...und wenn jetzt schon alles betriebsbereit für ein Test wäre, dann könnte man eben auch gleich starten, statt bis nächsten Dienstag zu warten. Die 88,3 Essen wird dadurch übrigens keinesfalls sinnlos. Nach 60 bis 80°, also ziemlich genau nach Essen, sind nur 160 Watt zugelassen (wer auch immer da geschützt werden muss) und zwischen der Essener Innenstadt und dem Mülheimer Sendemast liegen auch wieder ein paar Anhöhen, die einen direkten Sichtkontakt verhindern.

von Kroes - am 23.03.2009 21:35
Hatte auch erst an das Dradio gedacht, aber mir erscheint wohl doch B5aktuell am wahrscheinlichsten. Dafür ist die Koordinierung "zu gut", das Dradio würde sowas beim BR doch nie durchkriegen, denke ich. Aufgehoben wäre die neue QRG beim Dradio aber schon besser. So groß sind die Lücken bei B5aktuell denke ich nicht, dass es *unbedingt* eine Frequenz am Hohenpeißenberg braucht. Das Dradio ist im Bereich München-Südwest/Oberland dagegen praktisch nicht vertreten.

Weil wir gerade beim Thema Dradio im Oberland sind: mich hat zum wiederholten male genervt, dass das Deutschlandradio sich im Bereich Starnberg bis runter nach Weilheim praktisch selber stört. In Starnberg sendet auf 94,7 bekanntlich DKultur, während am Hohenpeißenberg auf 94,7 der DLF kommt. Zwischen Starnberg und Weilheim hat man nun auf weiten Strecken einen ständigen Wechsel beider Programme. Warum man in Starnberg nicht beide Programme tauscht, also DKultur auf due 87,9 und dafür den DLF auf 94,7, parallal zum Hohenpeißenberg, verstehe ich absolut nicht. Wir haben das Dradio ja nicht erst einmal darauf hingewiesen und die Änderung wäre nun wirklich locker zu machen. Gut wäre der Empfang zwischen Starnberg und Weilheim zwar immer noch nicht, aber man würde wenigstens nur den DLF hören und nicht beide Programme im fröhlichen Wechsel.

von Habakukk - am 10.11.2009 15:16
Zitat
Habakukk
Das Dradio ist im Bereich München-Südwest/Oberland dagegen praktisch nicht vertreten.

Weil wir gerade beim Thema Dradio im Oberland sind: mich hat zum wiederholten male genervt, dass das Deutschlandradio sich im Bereich Starnberg bis runter nach Weilheim praktisch selber stört. In Starnberg sendet auf 94,7 bekanntlich DKultur, während am Hohenpeißenberg auf 94,7 der DLF kommt. Zwischen Starnberg und Weilheim hat man nun auf weiten Strecken einen ständigen Wechsel beider Programme. Warum man in Starnberg nicht beide Programme tauscht, also DKultur auf due 87,9 und dafür den DLF auf 94,7, parallal zum Hohenpeißenberg, verstehe ich absolut nicht. Wir haben das Dradio ja nicht erst einmal darauf hingewiesen und die Änderung wäre nun wirklich locker zu machen. Gut wäre der Empfang zwischen Starnberg und Weilheim zwar immer noch nicht, aber man würde wenigstens nur den DLF hören und nicht beide Programme im fröhlichen Wechsel.

D-Radio Berlin geht dort doch über die 100,0 recht ordentlich, zumindest besser als der DLF. Die Grenze des guten Empfangs ist etwa der Starnberger See. Fährt man von FFB zum Westufer herunter, bricht die 100,0 völlig weg, das hatte mich damals schon geärgert, als da noch AFN drauf war.
Andererseits geht gerade am Westufer der Brotjacklriegel noch erstaunlich gut. In Pöcking ist die 100,1 (DLF) häufig besser als die 87,9 (DLF aus STA).

von Thomas (Metal) - am 12.11.2009 21:34
Bei der Koordinierung ist ja zunächst folgendes zu berücksichtigen: Frequenzabstände +/- 400 kHz müssen akzeptiert werden (da hilft wirklich kein Einspruch mehr) und Abstände von +/-300 kHz werden in der Praxis toleriert (wenn man es nicht mit ö.-r. Rundfunkanstalten zu tun hat, die beharren weiterhin auf den 400 kHz Abstand). Abstände von +/- 300 kHz müssen zudem toleriert werden, wenn die Sendegebiete völlig unterschiedlich sind bzw. topographisch entkoppelt sind.

Natürlich versucht die Konkurrenz, neue Frequenzen zu verhindern, und so probiert man immer wieder, Einspruch wegen irgendwas zu erheben, in der Hoffnung, daß man damit durchkommt. Als Koordinierer darf man sich davon aber nicht beeindrucken lassen, sondern muß der Gegenseite einfach den Wind aus den Segeln nehmen. Wenn man vernünftig koordiniert, ist das auch kein Problem. Ein gewisses Rückgrat bedarf es dafür schon, sonst wird man schnell zwischen den Mühlen zerrieben.

Heutzutage wird ja wegen jeder belanglosen Lappalie Einspruch erhoben. Ich hatte mal einen Brief von einer Rechtsanwältin bekommen, die doch glatt verlangte, ich möge die FMLIST aus dem Internet nehmen. Ich hab mich dann mit einem ellenlangen Brief mit schlimmstem Juristendeutsch grausam gerächt und danach war Ruhe. So ein Unfug passiert halt immer wieder mal und ist zwar lästig, aber keine Hürde, an der man scheitern muß.

Die Situation mit Hohenpeißenberg/Starnberg ist mir auch nachwievor völlig unverständlich. Wenn dann auf gutgemeinte Vorschläge nicht mal reagiert wird, halte ich Kritik durchaus für angebracht.

von MHM - am 25.02.2010 13:04
Zitat

Als Koordinierer darf man sich davon aber nicht beeindrucken lassen, sondern muß der Gegenseite einfach den Wind aus den Segeln nehmen.


Nur wie willst du das machen? Die Spielregeln sind klar vorgegeben und wenn die Gegenseite eine rechtliche Handhabe hat, Frequenzen zu verhindern, wird sie diese nutzen. Die einzige Möglichkeit ist dann halt ein Geklüngel, gibts du mir dann geb ich dir. Nur hat das DRadio im Vergleich zu anderen relativ wenig zu bieten. Schau mal in Bayern, wieviele leistungsstarke Frequenzen dem BR gehören und wieviele dem DRadio und überleg dir dann, wie oft der BR von einer Neukoordinierung des DRadio betroffen ist und wie oft umgekehrt das DRadio von einer Neukoordinierung des BR betroffen ist. Davon abgesehen, dass der BR noch nicht mal großartig was neu koordinieren muss, weil er ja schon großzügig ausgestattet ist. Der hat ja nicht mal irgendwas vom DRadio zu befürchten, wenn er denen alles abschmettert. BR und BLM werden das unter sich ausmachen und das DRadio kann froh sein, wenn paar Funzelchen rausspringen.

von Habakukk - am 25.02.2010 15:03
@Habakukk
Ein Widerspruch muß aber auch begründet sein. Wenn die Konkurrenz sagt, die neu koordinierte Frequenz würde die eigenen Frequenzen stören, dann muß das irgendwie belegt werden oder zumindest nachvollziehbar sein. Sofern man selbst die Frequenz vernünftig ausgesucht hat, macht man eben Testabstrahlungen und Messungen im fraglichen Versorgungsgebiet. Wenn sich dann herausstellt, daß keine Beeinträchtigungen zu befürchten sind, dann ist der Widerspruch haltlos.
Das Geklüngel "gibst Du mir, dann geb ich Dir" ist eine Angelegenheit auf medienpolitischer Ebene, das hat mit den technischen Aspekten nur am Rande zu tun. Z.B. könnte man in München die Rock Antenne problemlos auf 107,5 MHz on air bringen, ohne daß jemand Störungen zu befürchten hätte. Technisch wäre das kein Problem, wohl aber medienpolitisch. Hier wären halt Leute gefragt, die sich stur stellen und sich nicht mit scheinheiligen Einwänden abspeisen lassen. Im konkreten Fall ist aber die BLM schuldig mit ihren merkwürdigen Versprechen und realitätsfernen Nostalgie-Phantasien. Andererseits müßte aber auch die Politik klare Verhältnisse schaffen, damit diese willkürlichen Spielchen gleich im Keim erstickt werden.

@Peter Schwarz
Das war diese Sache damals mit den Photos von Sender-Innenraumansichten, die der Funkturm GmbH nicht gepaßt haben. Die Rechtsanwältin schoß halt dabei über´s Ziel hinaus und behauptete sinngemäß, daß die Veröffentlichung von Frequenzdaten ebenfalls nicht rechtens wäre. Also falls bei Euch im Studio mal einer anruft und sich nach der Sendefrequenz erkundigt, dürft Ihr das nicht weitererzählen, solche Daten müssen streng geheimbleiben :D

von MHM - am 25.02.2010 16:43
@Kroes
Im Gegensatz zu den nationalen Normen wie ANSI oder DIN werden die ITU-Recommendations von allen ITU-Teilnehmern anerkannt. Andernfalls könnte beispielsweise der BR oder der WDR eigenständig festlegen, daß die eigenen Frequenzen von einem Schutzabstand von 600 oder 800 kHz umgeben sein müssen, der NDR legt dann 1000 kHz fest und der HR führt ein 50-kHz-Raster ein usw. Also Narrenfreiheit gibt´s in Deutschland nicht, auch wenn das einige Landesrundfunkanstalten und Landesmedienanstalten gerne hätten, bzw. sich entsprechend verhalten.
Auch in Österreich muß der ORF 400-kHz-Abstände bei nationalen Koordinierungen in Kauf nehmen, aber nicht weil das im ORF-Gesetz so drinsteht, sondern weil es eine ITU-Vereinbarung ist. Diese 400-kHz-Regelung ist eigentlich ein uralter Hut und stammt noch aus der Zeit der Radios mit Analogskalen. Außer den ö.-r. Anstalten pocht heutzutage niemand mehr auf diese Regel, in der Praxis werden 300 kHz allgemein akzeptiert, auch wenn das Sendegebiet identisch ist. In Italien werden sogar von ein- und demselben Standort Frequenzen im 200-kHz-Abstand abgestrahlt, was kein Problem darstellt, wenn die Sendeleistungen nicht zu unterschiedlich sind.

von MHM - am 25.02.2010 21:18
Wenn tatsächlich jemand aus Deutschland auf 600 oder 800 kHz pochen würde, dann würde die Bundesnetzagentur sicher schnell sagen, dass das Schwachsinn ist. Aber bei 400 kHz sieht es doch eben anders aus. Es geht auch mehr darum, wie weit ein Sender theoretisch stören könnte. Und da kann eben auch ein 100-Watt-Sender in 100 km Entfernung und mit 300 oder 400 kHz Abstand in der Theorie einen Störer darstellen - und schon hat man das Recht, diesen zu verbieten. Und warum sollte eine Landesrundfunk- oder Medienanstalt es dann nicht machen, wenn sie das Recht dazu hat? Welchen Vorteil hat z.B. der WDR oder der BR, wenn er einer Frequenz eines Konkurrenten zustimmt? Gar keinen, also macht er es logischerweise auch nicht. Die Sache sieht natürlich schnell anders aus, wenn man selbst wiederum irgendwo in die Schutzabstände rein möchte. Dann ist man eben kompromissbereit...sowas nennt man gemeinheim "Verhandlung". Wer im Recht ist, der darf dieses auch ausnutzen. Oder wir bauen gleich nur noch Piratensender auf...
Provokant gefragt: Warum soll ich auf mein Recht verzichten, wenn ich dadurch keinerlei Vorteile habe? Sowas ist unter Privatpersonen sicher in vielen Fällen sinnvoll und Teil eines guten Zusammenlebens, in der Wirtschaft aber haben solche Gedanken nichts zu suchen.

Und zu deinen 200 kHz: Vom selben Standort mit ähnlicher Sendeleistung definitiv. Aber dieses Szenario alleine ist in Deutschland schon undenkbar, da es fast überall mindestens zwei Standortanbieter (Landesrundfunkanstalt gegen Media Broadcast) gibt und somit die Standorte zwischen Privatsendern und Öffis bis auf wenige Ausnahmen schon nicht identisch sind. Also muss es bei 300 oder sogar 400 kHz bleiben...wobei mir aus DX-Sicht 400 kHz sogar lieber sind, da dann schwächere Sender bei entsprechenden Filtern noch einfacher dazwischen hörbar sind.

von Kroes - am 25.02.2010 21:27
Klar, die 200-kHz-Abstände bräuchte ich in Deutschland auch nicht, sonst könnte man DXen ja komplett vergessen. Ich glaube, daß man in Italien sogar mal mit 100-kHz-Abständen bei gleicher Sendeleistung experimentiert hat, aber das ist sogar für meinen Geschmack etwas crazy.

In der Theorie könnte ein 100-Watt-Sender auch in 1000 km Entfernung noch stören (man denke nur an Sporadic-E). Irgendwo muß man aber eine Grenze ziehen, sonst ist kein vernünftiges Arbeiten mehr möglich. Jedenfalls ist die Behauptung der BLM, Radio Landsberg würde mit seiner geplanten 87,6 die Rock Antenne in Augsburg auf 87,9 stören, ein kompletter Schmarrn. Die Praxis zeigt, daß sich selbst 87,9 Starnberg, 87,9 Augsburg und 87,9 Erding nicht in die Quere kommen, und genehmigt sind die Frequenzen ganz offensichtlich auch.

Jedenfalls gilt auch in Deutschland die Regel: 400 kHz Abstand beim selben Sendegebiet und 300 kHz Abstand bei unterschiedlichem Sendegebiet (aber einer gewissen räumlichen Nähe) müssen toleriert werden. Dagegen sage ich auch nichts. Zu kritisieren ist jedoch die Blockadehaltung diverser Rundfunkanstalten, die mittlerweile groteske Züge annehmen. Wenn die Konkurrenz meint, daß ein 100-W-Sender in 100 km Entfernung bei 400 kHz Abstand noch eine Störung der eigenen Frequenz verursachen könnte, dann möge sie das schwarz auf weiß darlegen. Ich bin mir völlig sicher, daß man entsprechende Argumente ganz schnell in deren Einzelteile zerlegen kann.

von MHM - am 25.02.2010 21:57
Zitat
Peter Schwarz
Da dürfte es eigentlich nix mehr geben. Eine Zeit lang gab es noch einen französischen Pagerdienst, der knapp unterhalb 87.5MHz sendete, den konnte man tlw. noch auf der Alb und im Schwarzwald gut empfangen.
Wo empfängst Du denn diesen Meßton überall? Da solltest Du dann wirklich mal der BNetzA eine Meldung machen, wenn dadurch der Rundfunkempfang beeinträchtigt wird...natürlich erst, nachdem Du mal alle Störer im Haushalt eliminiert hast (probates Mittel: Hauptsicherung rauslassen!)



http://dxtagebuch.twoday.net/
http://noordzeefm.twoday.net
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein
QTH: Kerkrade 06e04/50n52
Kenwood KT-980F an 8-ele-Yagi auf Mast drehbar mit Rotor. Degen 1103 mit 60kHz-Filtern. "Martens-Rahmen" für MW.
TV: DVB-T/DVB-S-Kombireceiver von Technisat an Fuba UHF-Yagi drehbar, Grundig-TV für Analog-Empfang, DVB-T-Stick für unterwegs
Zweit-QTH: Tischardt 09e19/48n34, dort 17-ele-UKW-Yagi drehbar


Hatte dieser Pagerdienst in Pogsag Modus gesendet ?

Warum ich Frage ist das ich bei Überreichweiten des öfteren ein solches Signal empfangen konnte.
Diese Empfänge sind aber schon einige Jahre her.


von _Yoshi_ - am 28.04.2010 18:48
Zitat
Peter Schwarz
Das ist der einfachste und effektivste Weg für eine bundesweite Versorgung. Es wird Zeit, dass die Rumfunzelei ein Ende hat. Wegen mir können sie gerne die Hälfte davon wieder abschalten, weil sie nicht mehr bringen als Abwärme am Senderhäuschen!

Auch wenn ich Prügel beziehe: Bei a stimme ich zu, b sehe ich bekanntermaßen anders. Es ist nur die Frage, wie man Funzeln koordiniert, respektive sich koordinieren lassen. Man benötigt eben nicht für "jede Lücke" einen exponierten und leistungsstarken Sender. Aber da wären wir bei einer sicher schon aus nichttechnischen Gründen niemals vernünftig zu realisiertenden Zerobase und sind OT. Dennoch vielleicht ein Beispiel aus der alten Heimat: Der hr hatte Lücken um die Rhön und hat sie noch bei hr2, wenn man bei den Altprogrammen bleibt. Anstelle Heidelstein hätte man auch mit Funzeln an den Umsetzerstandorten "Hilders", "Schlüchtern" und "Altengronau", optional noch Oberzell, Pfaffenhausen und Bad Orb fast alles genauso versorgt. Es hätte dann so ausgesehen wie der SDR am Main. Man hat dann nach meine Meinung das einzig richtige gemacht und die massive Überschneidung mit Rimberg durch dessen Umwidmung beendet.

von Thomas (Metal) - am 13.10.2010 09:00
Zitat
Thomas R.
Zitat
terredx
Da aber Witten wohl weiter Bestandsschutz hat (oder ist da auch was im Schwange?) könnte ich mir eigentlich nur vorstellen, daß man Richtung Norden und Osten mehr Leistung rausschickt und die Keule allenfalls geringfügig verbreitert.

Wer weiß, in der Gegend ist ja neulich die 107,2 MHz freigeworden ;)... Wäre für Radio Etepetete-Dings aber reichweitentechnisch auch nicht gerade der Bringer.


Wäre das nicht sogar eine gute Lösung? Die 107.2 nach Witten-Stockum mit den gleichen Settings wie jetzt die 104.2 (die dann stillgelegt wird), die Schwerter 104.4 bekommt "mehr Westen" und ggf. ein paar Brickets mehr >>> Witten hat sein Radio Oberentenhausen und das östliche Ruhrgebiet DLF, feddich.

Mit Münster 104.5 sehe ich eigentlich kein Problem. Nach Norden müßte von Schwerte nicht unbedingt mehr Leistung gemacht werden, und selbst wenn es im südlichen Münsterland zischeln sollte, fände ich das tolerierbarer als wenn es da zischelt, wo viele Menschen wohnen. Außerdem profitiert man im Münsterland auch von der freien Empfangslage, die beim Empfang schwächerer Signale größere Spielräume ermöglicht. Für den Empfang in Bochum/Witten kann eine Münsteraner 320W-Stadtfunzel imho nicht planungsrelevant sein.

von ardey.fm - am 16.09.2011 20:03
Hattingen:
Hattingen-AmSchmier3981W120(75+165°)_150_50m(EN).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3kk-f016-jpg.html

oder falls man doch wieder einmal Radio Köln von der 107,1 wegverschieben könnte, wäre folgende Lösung für den DLF auch nicht zu verachten (Langenberg, 15kW aus 200m gerichtet nach 120° mit Antennen nach 75 und 165°):
Langenberg15136W120°(75+165°)_220_200m(EN).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3kl-b4aa-jpg.html
Ja, man kommt ein Stück weit in Richtung Olsberg und Ederkopf. Aber dort wo diese Sender wirklich versorgen müssen, also Nordhelle, der ja eigentlich der Ursprungssender für dieses Gebiet war, nicht mehr ordentlich geht, wird nicht mehr gestört. Ansonsten wird sicherlich in Dortmund es weiterhin Gebiete geben, wo Olsberg stark ankommt. Dort gäbe es aber für den DLF auch noch die 102,7. Üblicherweise kommt gerade dort, man ist nach Südosten exponiert, Wesel abgeschattet an.

Nachtrag: Plot für Langenberg war falsch verlinkt.

von Thomas (Metal) - am 18.09.2011 17:50
Zitat
alqaszar
Ich bin ja immer noch dafür, dem DLF in Nordhelle eine ganz andere Frequenz zu gönnen und dann die Funzelei zu beenden. Ich hoffe ja immer noch, dass man die 97,6 aus Langenberg dorthin bekommt, das ist ja eigentlich eine viel leistungsfähigere Genf-84-Frequenz.Voraussetzung aber wäre dann die Freiräumung der Funzeln für Radio Neandertal und WMW, sowie die 97,5 für DKultur in MS.

Zu 1.) Kommt drauf an, ob man ggf. noch für den Übergangsbreich eine (!) flächige Lösung für den DLF findet, siehe 15kW-Plot. Dann wäre die 102,7 für den DLF weiterhin in Ordnung.
Zu 2.) Altes Thema ;-) . Nein, nach meiner Meinung sollte die 97,6 in Langenberg bleiben, aber mit maximalem Diagramm betrieben werden. Gerade wenn man sich Do 87,8, W 99,8, RS 95,7, BM 88,4, K98,6 und Hohe Warte 91,8 leistet, sollte man keine 100kW benötigen. Selbst im Essener Süden ist MS-Baumberg mit 25kW mit einfachsten Mitteln (Radiorecorder) noch in einwandfreiem Stereo empfangbar. Ggf. wäre noch eine 100W-Frequenz für Viersen (Süchtelner Höhe) notwendig, bzw. sollte die ERP in Kleve in Richtung Süden auf 10kW angehoben werden. Im Gegenzug hätte man einen 100kW-ND-Strahler von Deutschlands reichweitenstärkstem Sender gewonnen.

von Thomas (Metal) - am 18.09.2011 18:02
Die Radiowoche meldet: http://radiowoche.de/meldungen/1/10936/neue-ukw-frequenz-in-baden-wuerttembergdeutschlandfunk-in-heidenheim-auf-ukw-94-0-mhz-zu-empfangen/

Neue UKW-Frequenz in Baden-Württemberg: Deutschlandfunk in Heidenheim auf UKW 94,0 MHz zu empfangen
PRESSEMITTEILUNG
Der Deutschlandfunk erweitert sein Sendegebiet. Ab dem 29. September 2011 wird das bundesweite Informationsprogramm im Raum Heidenheim auf UKW 94,0 MHz zu hören sein. Der neue Sender versorgt auf derselben Frequenz die Ortschaften Giengen und Herbrechtingen.


Der Deutschlandfunk bietet seit fast 50 Jahren Informationen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Sein unverwechselbares Profil wird maßgeblich von einem Wortanteil von rund 80 Prozent geprägt. Aktuelle Sendungen wie „Informationen am Morgen“, „Wirtschaft am Mittag“, „Deutschland heute“, oder „Hintergrund“ beleuchten die Ereignisse des Tages in ausführlichen Gesprächen und Interviews; sie werden durch kompetente Journalisten mit differenzierten Stellungnahmen und Korrespondentenberichten aus der ganzen Welt ergänzt.

Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen bilden zusammen den nationalen Hörfunk Deutschlandradio, eine von allen 16 Bundesländern getragenen Körperschaft des öffentlichen Rechts. Alle Programme sind werbefrei.

Zusätzliche Empfangsmöglichkeiten bieten Satellit, Kabel und der Live-Stream im Internet.


Der genaue Standort ist: Heidenheim-Schmittenberg, 48 41 00 10 09 37 (gem. FMList), 560m, Antenne 32m, 100 W horizontal, Rundstrahlung

Ist da übrigens kein Bundesmux empfangbar?

von dxbruelhart - am 26.09.2011 15:46
Zitat
Stefan Z.
@Thomas (Metal):
Ich halte folgende Lösung im Bereich Ruhr-Wuppertal für denkbar:
1. Für Radio Neandertal und für Borken/Westmünsterland wird eine neue Frequenz koordiniert.
2. Die 97,6 wird statt mit 4 kW gerichtet wieder mit 4 kW rund am Standort Langenberg für Funkhaus Europa betrieben.
3. Die Frequenz Langenberg 103,3 mit vollen 100 kW, die in der Fläche für Funkhaus Europa nicht benötigt werden, fällt an den DLF.
4. Wesel 102,8 wird geschlachtet und wandert als Füllsender mit 1 oder 2 kW nach Kleve.
5. Die 102,7 auf der Nordhelle bleibt erhalten.



Diese Lösung ist bestimmt nicht denkbar !
Da macht doch keiner mit !
Du willst dem Funkhaus Europa die 100 kW Frequenz wegnehmen ?
Und welche Ersatzfrequenz für Westmünsterland und Radio Neandertal ?Es gibt nicht mehr viel nachzukoordinieren.

Die Chance dass sich DAB+ durchsetzt ist da um einiges größer:-)


von Skeletor - am 27.09.2011 09:17

Re: Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen (EDIT: nach Update Liste aktualisiert)

Ich habe mir das vor Ort mal angesehen. Die 92,6 von KRONEHIT geht eigentlich gar nicht mal so stark. Die 100kW-Frequenzen vom Lichtenberg erreichen zwar RDS-Qualität, aber die schwächere KRONEHIT-Frequenz 92,6 kommt nur noch mit mäßigem, sehr wechselhaftem Signal an. Das wäre also an sich gar kein so ein Problem, würde das Deutschlandradio in Reichenhall mit ähnlichen Parametern senden wie die anderen Programme.

Allerdings ist der Unterschied zwischen 300/50W Rundstrahlung und den stark gerichteten 50W vom Deutschlandradio so gravierend, dass sich der Empfang tatsächlich auf das Stadtgebiet von Bad Reichenhall beschränkt.

In Freilassing hat man nur miserablen Empfang von KRONEHIT, von Deutschlandradio ist absolut NICHTS zu erahnen. Ich dachte schon, das Ding sei gar nicht in Betrieb, denn alle anderen Kirchholz-Frequenzen kommen dort schon in RDS-Qualität an. Ab Ainring erahnt man erste Fetzen, selbst in Piding (Autobahnausfahrt Bad Reichenhall) ist der Empfang noch hundsmiserabel. Erst wenn man links das Kirchholz sieht, ist der Empfang störungsfrei, also ab dem Stadtgebiet quasi.

Richtung Süden gibt es bereits in Bayerisch Gmain wieder erstes Gezischel, aber der Übergang zur 103,4 Berchtesgaden gelingt nach dem Hallthurmer Berg ab dem ersten Bahnübergang zumindest so halbwegs, wenn auch unter starkem Gezischel auf 92,6 bzw. Nachbarkanalstörungen auf 103,4. Denn dummerweise ist die 103,4 für Berchtesgaden halt auch nicht gut gewählt, da auf 103,5 der Brotjacklriegel mit Antenne Bayern sehr stark stört. Man sollte beim DRadio vielleicht eine der aufgegebenen alten Frequenzen von Antenne Bayern oder Radio Untersberg statt der 103,4 verwenden.

Also wieder mal eine "typische" DRadio-Frequenz. Ach ja, zwischen der 92,6 Bad Reichenhall und der 88,3 Traunstein gibt es natürlich praktisch keinen Übergang.

von Habakukk - am 07.01.2012 14:34
Zitat
MHM
Ich finde das überhaupt nicht gut, da ich als Gebührenzähler das Recht habe, die Programme über UKW zu empfangen und nicht nur über so ein komisches, überflüssiges und langweiliges Dudelfunkbetriebssystem, für das man sich auch noch einen separaten Empfänger kaufen müßte.

Moment mal. Von einem Anspruch auf UKW-Empfang ist im DRadio Staatsvertrag aber keine Rede. Und im Bericht der KEF steht davon auch nichts.


Zitat
MHM
Im übrigen habe ich dem DRadio längst schon freie Frequenzen angeboten, aber dort hält man es offensichtlich nicht für nötig, sich wenigstens in einem Dreizeiler zu bedanken.

Mir haben die DRadio Techniker gesagt, dass nur noch ein paar wenige schon länger in Koordinierung befindliche UKW-Funzeln in Betrieb genommen werden. Einen weiteren Ausbau der UKW-Versorgung wird es wegen des schlechten Kosten Nutzen-Verhältnisses dieser Funzeln (mehr Watt als Hörer) nicht mehr geben. Es sei denn man "erbt" eine reichweitenstarke UKW-Frequenz vom AFN oder gelangt über einen Tausch (wie in Hessen oder im Saarland) an eine Grundnetzsender-Frequenz der ARD-Anstalten.
Beim DRadio setzt man voll auf den Ausbau von DAB+. Da kommst du als Reiermann-"Nachfolger" zu spät. :D

von Manager. - am 27.06.2012 18:07
Hat man also die 90,2 vom hr geerbt. Aus DXer-Sicht: Wie steht es denn in Rheinhessen um MDR Jump? Ich vermute mal wenig verändert: Die neue 90,2 kommt sehr schwach aus einer völlig anderen Richtung an und Inselsberg 90,2, an exponierten Stellen gerade so noch als Permamentempfang nachweißbar, läßt sich damit vollständig ausblenden.
Auf der anderen Rheinseite, wo ich früher häufig war, ging Inselsberg dagegen praktisch nie. Aus "dem Osten" ging allenfalls Bleßberg bei Tropo. Und das hat sich damit nicht geändert.
Bliebe also die Frage: Hat Planet dadurch Beeinträchtigungen? Ich vermute mal nein.
Dennoch stellt sich für mich die Frage, warum der hr gerade in Lorch keinen Sender in Betrieb genommen hat. Nach meiner subjektiven Meinung ist dies (unten am Rhein!) einer der am schlechtesten mit hr-UKW versorgten Gebiete in Hessen. Und wenn man schon mal eine Frequenz koordiniert hat...dann doch lieber im Gegenzug den Stecker z. B. bei einer 87,9 in Ffm ziehen und den Sender dorthin schaffen, gleich für welches hr-Programm!

von Thomas (Metal) - am 27.06.2012 20:15
Zitat
Manager.
Mir haben die DRadio Techniker gesagt, dass nur noch ein paar wenige schon länger in Koordinierung befindliche UKW-Funzeln in Betrieb genommen werden. Einen weiteren Ausbau der UKW-Versorgung wird es wegen des schlechten Kosten Nutzen-Verhältnisses dieser Funzeln (mehr Watt als Hörer) nicht mehr geben.


Nichtsdestotrotz könnte man auch am vorhandenen Sendernetz sicher noch was optimieren.
Mancherorts könnte man vielleicht doch eine besser geeignete Frequenz finden. Augsburg z.B. ist ja nun deutlich besser versorgt, seit man von 101,5 auf 97,8 gewechselt hat. Da wäre sicher noch Potenzial da.

Ich glaube auch, dass nicht jede der Dradio-Frequenzen schon am Limit ist, was maximal koordinierbar wäre. Gerade im Norden gab es ja die eine oder andere Leistungserhöhung um 3dB (z.B. Visselhövede, Bremen,..). Da ist sicher noch mehr drin.

3dB sind sicher nicht viel, aber sie können den Empfang in Randbereichen stabiler machen. Und im Übergangsbereich zweier Sender, die beide um 3dB stärker senden, wirkt sich das ja gleich doppelt aus.

Dann gibt es Frequenzkonstellationen, die einfach unglücklich sind. Zum wiederholten Male möchte ich 94,7 Starnberg DKultur und 94,7 Hohenpeißenberg DLF erwähnen. Auch da wäre Optimierungspotenzial. Programmtausch in Starnberg, zweite Sendekeule am Hohenpeißenberg, etc...

Ärgerlich ist z.B. auch die 97,7 Rosenheim-Dandlberg, die einfach um einen Tick zu schwach ist. Dort wo die 96,7 von Charivari mit 300W einfach stabilen Empfang liefert, zischelt die 97,7 mit 160W schon recht deutlich.
2-3dB mehr auf 97,7 und man könnte sich die Stadtfrequenz 97,2 Rosenheim sparen und hätte zudem einen ordentlichen Übergang zur 100,3 Högl (momentan ist der nicht gewährleistet, weil FM4 von der Hohen Salve schon empfindlich stört, wo die 97,7 noch nicht gut genug geht). Ach ja, und die B304 wäre außerdem auch versorgt. Dort geht 96,7 Charivari nämlich nahezu störungsfrei, während die 97,7 schon kaum noch hörbar ist.

von Habakukk - am 29.06.2012 10:00

Viele neue Deutschlandradio-Frequenzen (EDIT: nach Update Liste aktualisiert)

Zitat
RheinMain701
Naja, von Bingen sendet erstmal nur hr3. Ja, es gibt die 89,0, 97,9 und 96,4 Assmannshausen, die lassen sich aber nicht nach Bingen koordinieren.


Wenn ich mich richtig erinnere, wurden die jeweils 3 Frequenzen für Lorch und Assmannshausen ursprünglich sogar im Auftrag der LPR-Hessen für den Privatfunk koordiniert, die dann aber keiner der Privaten haben wollte *) (Zitat: "Da kann man doch nur für die Rheinschiffer senden")). Sie wurden dann dem hr angeboten, der zugriff und sie "bunkerte", dort zwar Programme plante, aber nie in Betrieb nahm und sie nach den hessischen Vergabevorgaben nach einiger Zeit an die LPR zurückgab / geben musste. Das DLRadio griff dann zu und sicherte sich 2 Frequenzen, u.a. eben auch die 90,2 Lorch.

*) Ähnliches passierte ja auch mit der 102,1 in Eltville-Erbach, die sogar in der Frequenzsatzung der LPR-Hessen für Radio BOB reserviert, bis heute aber nicht auf Sendumg gegangen ist. Ob dies angesichts der 102.0 FFH WI wirklich funktioniert hätte, interessiert noch immer - ;-)

von KlausD - am 29.06.2012 14:43
Zitat
NurzumSpassda
Hier wären einige DRadio-Frequenzen durchaus (an den Süden) abzugeben. ;-)

Die Münsteraner 97.5 MHz ist mit dem heutigen Diagramm nach Aufschaltung in Langenberg eigentlich überflüssig geworden. In Gronau wird die 94.6 MHz in schönen Abständen durch den Veranstaltungsfunk plattgemacht, ebenso die 97.1 MHz in Nordhorn. An und für sich ist das Münsterland aber ohnehin schon gut versorgt. Im Westen kommt Langenberg recht weit nach Norden, höchstens Gronau könnte eine Lücke haben (die durch die 94.6 MHz aber auch nicht gut geschlossen wird). Im Osten strahlt Olsberg schon weit raus. Insofern könnten o. g. Funzeln ruhig abgeschaltet werden. Zumindest Münster selbst ist mittlerweile entbehrlich.


Erzähl das mal dem Deutschlandradio.Bis auf weiteres ist da garnichts entbehrlich:rolleyes:
Das sollte man,wenn schon,in Verbindung mit dem Ausbau des Bundesmuxx beurteilen.Und ein 5C Sender für Münster ist noch nicht aktuell.
In Frage stellen sollte man erstmal die AM Sender..wie Nordkirchen 549 KHz.
Ich möchte nicht wissen,was die MW für Kosten verschlingt.Dieser Sender wäre austauschbar mit einem B-Muxx Sender für Münster.
Aber leider kann man bei den AM Sendern wohl nicht von heute auf morgen aussteigen wegen Vertragsbindung (?)

von Skeletor - am 22.05.2013 09:46
Zitat
Hunsrücker
Ja das ist wirklich blöde dass man ausgerechnet neben dem 2000kW Brummer aus Saarlouis, dem Sender mit der höchsten Sendeleistung in ganz Europa, die üblichen 9kHz Abstand nicht einhält. :wall:Warum nicht Europe 1 auf einer anderen Frequenz, z.B. die weitgehend freie 279 kHz? Das würde nur den Weißrussen auf 279 kHz stören, aber der könnte dann auf die 183 kHz umziehen und hat wesentlich weniger Leistung (500 kW soweit ich weiß).

So wird der Empfang der 177kHz in weiten Teilen Deutschlands durch ein französisches Laberprogramm erheblich beeinträchtigt! Diese Frequenzeinteilung ist an Dummheit kaum zu überbieten! :mad:

Man muss aber sagen, dass dies noch ein Relikt aus dem Kalten Krieg ist, als DKultur noch Stimme der DDR hieß. Damals sendeten beide Sender auf der 182 kHz, später 180 kHz. Nach dem Fall der Mauer hat man die Frequenzen etwas versetzt, um den Empfang leicht zu verbessern, aber er ist eben immer noch sehr problematisch.

Die 279 kHz ist frei, sehr frei, im Winter ist dort Turkmenistan-Empfang problemlos möglich selbst mit Kofferradios. Europe 1 könnte sich dort problemlos breitmachen. Weißrussland würde wohl nicht gestört werden, vgl. 234 kHz RTL vs. 234 kHz Moldawien.

von RheinMain701 - am 28.05.2013 15:16
Zitat
RheinMain701
Man muss aber sagen, dass dies noch ein Relikt aus dem Kalten Krieg ist, als DKultur noch Stimme der DDR hieß. Damals sendeten beide Sender auf der 182 kHz, später 180 kHz. Nach dem Fall der Mauer hat man die Frequenzen etwas versetzt, um den Empfang leicht zu verbessern, aber er ist eben immer noch sehr problematisch.

Bist du wieder am Legenden erfinden? ;)

Mit dem Kalten Krieg hat das nichts zu tun. Das war eher ein "Koordinierungs-Unfall". Bei Genf 75 wurde beiden Standorten die 182 kHz zugeordnet, während Europe 1 gerade dabei war seine Anlage kräftig (auf die bekannte Richtantenne mit den 4 Masten) auszubauen. Hab den Umbau/Ausbau der Antennenanlage damals verfolgen können, weil ich dort in der Nähe Verwandte habe.

Am 23.11.78 trat dann der neue Plan inkraft und es gab heftige gegenseitige Störungen. Daher wurde schon Ende 1980 (Mauerfall war erst 1989) auf 179 bzw. 185 kHz gewechselt.
1986 wechselten dann alle LW-Sender nochmals um 2 kHz (Donebach 155 => 153, Oranienburg 179 => 177, Erching 209 => 207, Saarlouis 185 => 183, Burg 263 => 261, Junglinster 236 => 234, usw.) gemäß dem bei Genf 75 vereinbarten Plan auf die heute bekannten Frequenzen.



Zitat
RheinMain701
Die 279 kHz ist frei, sehr frei, im Winter ist dort Turkmenistan-Empfang problemlos möglich selbst mit Kofferradios. Europe 1 könnte sich dort problemlos breitmachen.

Naja, die Masten auf die neue Wellenlänge anpassen (kürzen) und die ganze Anlage neu abstimmen... Wenn sie morgen mit der Planung anfangen, könnten sie gerade noch rechtzeitig bis zur inoffiziell kommunizierten Abschaltung 2015 fertig werden...



Zitat
RheinMain701
Einfacher wäre es wohl, sich mit Schweden zu einigen, sodass DKultur auf die 189 kHz wechseln kann, und Europe 1 dann auf die 180 kHz. Da ist aber politischer Wille gefragt, und... tja.

Selbst wenn der Politische Wille da wäre, bliebe immer noch die Frage der Finanzierung des Umbaus der Antennenanlage. Das ist bei LW nicht so einfach möglich wie bei UKW oder DAB.

von Manager. - am 28.05.2013 17:20
Zitat
RheinMain701
Zitat
Rosti 2.0
Das wurde zwar auch alles schon hier im Forum durchgekaut, aber gerne nochmal hier nur eine Beispielrechnung:

Die Wellenlänge von 177 kHz beträgt : 1694,92 m
Die Wellenlänge von 189 kHz beträgt : 1587,30 m

Das macht mal eben einen Unterschied von knapp 108 m !!

Die AM-Bereiche werden über kurz oder lang abgeschaltet (ob es uns gefällt oder nicht), da wird niemand mehr investieren...

1. wurde die Anlage ursprünglich nicht für die 177 kHz gebaut sondern für die 180 kHz (bzw. sogar 182 kHz). d. h. die ist jetzt schon verstimmt und würde es nach der Umstellung nicht viel mehr. 2. reden wir hier ja von Viertelwellenstrahlern, und da reduziert sich der Unterschied auf einen recht kleinen Betrag. Wir sehen ja, wie es der SR geschafft hat, die Reserveanlage der 1422 kHz auf die 1179 kHz umzustimmen. Dies sollte auch für die Langwelle, zumindest in geringem Maße, möglich sein.

und 3. stellst du dich natürlich freiwillig und unentgeltlich hin und stimmst sie ab, ja ne is klar :rolleyes: den weit wichtigeren Faktor der schon mehrmals genannt wurde -das Geld- ignorierst du mal eben...

von Rosti 2.0 - am 29.05.2013 12:29
Natürlich ist so eine Umstimmung machbar. Wobei bei Europe1 die Impedanzanpassung nicht ausreicht - da müssen die Speiseleitungslängen und Mastabstände exakt für die jeweilige Frequenz angepasst werden.
Am ehesten wäre vermutlich tatsächlich ein Wechsel von 177 nach 189 kHz technisch machbar, da hier kein scharf abgegrenztes Richtdiagramm gefordert wird (das ist bei Europe1 auch notwendig, um in Südfrankreich die notwendigen Pegel zu erreichen, nicht nur zur Ausblendung nach D).


Nur: spätestens 2016 schaltet das D-Radio seine AM-Sender ab. Warum sollte jemand noch Geld für so ein obsoletes Vorhaben ausgeben? Auch Europe1 wird mittelfristig abschalten. Selbst wenn nicht: Welches Interesse sollte europe 1 bitteschön daran haben, Geld für ein Problem der D-Radios auszugeben? Zehlendorf stört im Zielgebiet von Europe 1 nicht im Geringsten.
Genauso ist es illusorisch zu glauben, dass sich jemand einen Langwellenempfänger hinstellt oder auf Langwelle umsteigt, nur weil Zehlendorf plötzlich ungestört empfangbar ist. Wer die D-Radios in Süd-D empfangen will, tut das bereits. Beispielsweise via DAB.

von DH0GHU - am 29.05.2013 14:27
Bei MW geht es ja um ganz andere Wellenlängen, und, ich bin jetzt nicht detailliert darüber im Bilde, war die Sendeanlage von einem ganz anderen Typ. Wenn Du da nur die Reusen anders aufhängen musst, hält sich der Aufwand noch in Grenzen, bei einem selbststrahlenden Mast schaut es schon anders aus. Noch schwieriger wird es bei Anlagen wie Felsberg, da müsste man noch den Abstand der Masten verändern. In die Langwelle wird kaum mehr einer was investieren. Wie schon gesagt wurde, verfügen die meisten Haushalte nicht mal mehr über einen funktionierenden Langwellenempfänger. In Frankreich schaut das noch etwas anders aus, da auch Brüllwürfel dort häufig (oft statt eines MW-Teils) ein LW-Empfangsteil verbaut hatten. Aber auch da zieht man sich mittelfristig von dieser Technologie zurück, obwohl es natürlich schon eine geile Sache ist, mit EINEM Sender auf einer Frequenz ein grosses Land zu versorgen. Und die Ausfallsicherheit war bei diesen Anlagen eigentlich erstaunlich gut! Aber eben auch aufwändig.

von Peter Schwarz - am 29.05.2013 14:44
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