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Ab sofort alle UKW-Lizenzen auch für Kurzwelle - SENDEANSTURM auf HF !!!

Startbeitrag von Belgier-der alleinige echte REAL-BELG am 18.07.2003 10:46

Ab sofort entfällt die CW-Prüfung nach dem Vorschlag der WARC-Konferenz als Zugangszündung für Kurzwelle, so dass alle UKW-Lizenzen übergangsweise auch Kurzwellenbetrieb zulassen !:

DARC e.V.
Kurzwelle für alle CEPT-Lizenzen
(17.07.03/js) Die Arbeitsgruppe Grundsatzfragen des DARC setzt sich dafür ein, dass in DL so schnell wie möglich die jüngste Empfehlung der WRC-03 zum Zugang zur Kurzwelle in nationales Recht umgesetzt wird. Die Regulierungsbehörde wird aufgefordert, bis zu einer endgültigen Entscheidung in DL den Inhabern der Klasse 2 den Zugang zur Kurzwelle zu ermöglichen. Die Arbeitsgruppe vertrat zudem die Meinung, dass der Zugang zu 50 MHz deutlich vereinfacht und mehr Funkamateuren ermöglicht werden soll. Auch künftig wird der DARC für die Erhaltung der CW-Bereiche auf den KW-Bändern eintreten.
mehr
WRC-03
Industrie begrüßt Wegfall von CW
(17.07.03/js) Führende Vertreter der Amateurfunkgeräte-Industrie haben auf die Entscheidung der WRC-2003 zum Wegfall von CW sehr wohlwollend reagiert. Sie begrüßen die Idee, bis zu einer endgültigen Entscheidung in DL den Inhabern der Amateurfunkklasse 2 den Zugang zur Kurzwelle zu ermöglichen.

Antworten:

und was heißt das auf Deutsch?



von radiosi - am 18.07.2003 12:08
UKW nicht nur im Tunnel sondern auch auf KW :joke:



von elchris - am 18.07.2003 12:12
Jetzt auch die Möglichkeit, auf Kurzwelle QRV zu werden !!!

von Belgier-der alleinige echte REAL-BELG - am 18.07.2003 12:27
Jetzt muss man nicht mehr morsen können, um eine KW-Lizenz zu bekommen.

von alqaszar - am 18.07.2003 12:29
Zugang zur Kurzwelle heißt aber sicherlich schon nach wie vor, daß die OMs mit Klasse-2-Lizenz nicht auf CW-Bändern QRV sein dürfen, oder? Ich finde allerdings die CW-Prüfung keine allzugroße Hürde mehr, die heutigen Geschwindigkeiten in der CW-Prüfung sind im Vergleich zu früher ziemlich niedrig. Wenn mal mehr Zeit ist, werde ich auch von Klasse 2 auf Klasse 1 aufrüsten.

Gruß Matthias, DG4MHM

von MHM - am 18.07.2003 12:32
...außer in Oranienburg. Dort sollen recht zügig alle RBB Programme auf der Kurzwelle ausgestrahlt werden.

Benutzt wird ein "Frequenztrick". Demnach wird bspw. die 88.8 MHz "mal 10 genommen" und dann auf 8880 kHz ausgestrahlt. Ganz einfach.

Gruß an Marco,

gb

von gb - am 18.07.2003 17:42
Früher hatten wir CB im 11m-Band, jetzt kommt CB auf 160-80-40-20-15-10 m.

von GE - am 18.07.2003 18:11
Zwobot-nur ein (Klein-hirn):

Das sind Amateurstationen-keine Radiosender !

von Heini - am 19.07.2003 00:55
Unser Zwoby hat dabei noch gar nicht mal so unrecht : Amateurfunk ist bei den jungen Leuten so gut wie unbekannt ! Der Grund ist im Amateurfunk selbst zu suchen : Engstirnige Alteingesessene, die ewig nur " von der guten alten Zeit" plaudern, und dabei übersehen, dass sie vom Zug überholt wurden. Leider ist es zumindest in unserem Ortverein so gewesen, aus dem ich mich schon vor vielen Jahren zurückzog. Das Durchschnittsalter war geschätzt 60 Jahre, wenn nicht sogar älter.
Ich schätze, dass die Freigabe für die Kurzwellenbänder nur eine notgedrungene Reaktion auf die Tatsache war, dass dem Amateurfunk die Mitglieder wegsterben´, aber kaum noch jemand nachkommt.
Wer mal in den CB-Funk der Eliteklasse reinschalten will, dem seien die Abendstunden im 80m-Band ans Herz gelegt ( in SSB, 2500 bis 3800 KHz ).
Bin selbst aber nicht mehr QRV, weil mein QTH und mein QTY dies nicht mehr ermöglichen, zudem gibts viel QRM. 55+73's (+88 ).
;-)

von Stimmt - am 19.07.2003 06:41
Ich höre z.Z. in den Abdendstunden gerne das 80m-Band durch. Auf SSB senden dort ja die Stationen. Ich hätte gerne mal ein paar Infos über die Reichweite der Amateurfunkstationen. Die Leute sabbeln ja über allen möglichen Kram, nur der Standort wird nie genannt. Hier in Bremen empfange ich öfters Stationen, die scheinbar in Bayern sitzen. Mit welchen Leistungen senden diese Geräte? Ich gehe mal davon aus, dass hier einigige Amateurfunker sitzen, die mir etwas dazu berichten können.

Dann noch zum Schluss:

Gibt es hier noch Amateurfunker, die ihre Geräte selber bauen, bzw. modifizieren? Kann mir gut vorstellen, dass das bei den jungen Leuten "auf der Strecke bleibt", da sie fachlich nicht in der Lage dazu sind.



von RalphT - am 19.07.2003 08:06
Stimmt Stimmt. Habe neulich mal wieder intensiver auf 40 m gelauscht und tatsächlich z.T. die gleichen Leute gehört, die da auch vor 30 Jahren schon waren.

@Ralph: Innerhalb Deutschlands ist im Moment tagsüber 40 m angesagt, 80 m abends bzw. im Winter. Tagsüber sind auf 40 m auch Stationen aus den Nachbarländern gut aufzunehmen. Die Leistungen liegen i.d.R. bei einigen 100 Watt, mit einer Endstufe können es aber auch mal 1000 sein.
Es gibt aber auch immer wieder (meist mobile) QRP-Versuche mit nur wenigen Watt.
Ich denke, das mit dem Selberbauen ist kaum noch anzutreffen, die meisten werden wohl eine Kiste von der Stange haben. Ärger mit dem Nachbarn will schließlich auch keiner.
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von KlausKB - am 19.07.2003 08:24
Kannst Du mir genaue Frequenzen für 40m nennen? Senden die auch mit SSB oder AM?



von RalphT - am 19.07.2003 08:43
Amateurfunkstationen findest du im Bereich 7000-7100 kHz. AM gibt es nicht mehr, die letzten AM-Stationen, die ich gehört habe, waren aus der DDR, vor ca. 30 Jahren.
Auf 40 m wird in LSB gesendet, also im unteren Seitenband.
Bevorzugte Frequenzen sind 7100, 7099, 7098, 7097 usw., immer in 1 kHz-Schritten, manchmal aber auch dazwischen.
Für schwache Signale sollte man aber einen guten Empfänger und eine gute Außenantenne haben, sonst kommt da keine rechte Freude auf.
Die haben übrigens auch alle QSL-Karten.

Anfang der 70er Jahre war übrigens funkmäßig die Hölle los. Kaum ein Auto ohne CB-Antenne. Ich hatte einen Opel Manta mit 2,70 langem Spargel und habe so ziemlich alles "gezündet" was es gab. Stationär habe ich mir den allerersten Transceiver mit Digitalanzeige zugelegt, der pustete 300 Watt raus, natürlich hatte man auch noch eine fette Endstufe und eine ganze Antennenfarm.
Das war wirklich die gute alte Zeit.



von KlausKB - am 19.07.2003 08:57
@Stimmt

Ich gebe Dir recht. Wäre um 1999 fast in den DARC eingetreten und hatte mir schon Sachen für die damals neu entstandene Klasse 3 Prüfung besorgt (ich hab es halt mehr mit Frequenzen oberhalb 30 Mhz). Als ich aber in der vom DARC als Leseprobe zugesandten CQ-DL gelesen habe, wie arrogant teilweise in Leserzuschriften über DO's hergezogen wurde, habe ich es sein gelassen.
In den Achtzigern war ich als Zuhörer fast ausschließlich auf 2m und 70 cm
und hätte das DLD-1000 damals zusammen gehabt, aber die Rücklaufquote an QSL's lag deutlich unterhalb von 20%- nach zehn Jahren Pause war mein Interesse mal wieder geweckt -aber leider nur kurzfristig.

von Dieter - am 19.07.2003 16:48
@ KlausKB
jaja, CB-Funker mit ihren HF-Schleudern... :)
Kommt mir alles ziemlich bekannt vor, aber bei uns war die Post immer gut unterwegs, darum blieb ich immer schön brav bei füher nem halben Watt und 12 Kanälen und später 40 bei 4 Watt. Dann wurde mir der CB-Funk zu doof, nur noch Schwachmaten, die einem zu jeder Tages- und Nachtzeit Träger reingedrückt haben und jedes QSO kaputtmachen mussten. Ergebnis: das ganze CB-Band ist zumindest in Wilhelmshaven und Umgebung völlig tot...

Abgesehen davon, sind 1000 Watt im Amteurbereich in der BRD nich zulässig, IMHO darf "nur" bis 750 Watt gearbeitet werden, und dann auch nur nach sorgfältiger "Unbedenklichkeitsbescheinigung" durch den OM und der RegTP.
Zum Leidwesen der Amateure hier donnern auch vielfach Russen durch, die alte Armeesender im Kilowattbereich fahren...

Zum 40m Band: von 7000-7050 ist gewöhnlich der CW-Bereich angesiedelt, 7050-7100 SSB Sprache.

Für den Empfang nimmt man zB nen Satellit 700, schon allein weil der einen mitlaufenden Preselektor hat, den man manuell nachtrimmen kann.
So kommt zB immer wieder ne deutsche Station von den Kanaren hier an, allerdings betreibt der nen wahnsinns- Antennenaufwand... sitzt da wohl mitten in der Pampa, wo´s nicht so auffällt :)

Direkt nen ganzen Sender selber bauen machen wohl wirklich nur die wenigsten noch, allerdings gibts schon noch viele Freaks, die sich saugut mit der Technik der Materie auskennen und viel modifizieren.
Im ATV-Bereich wird da noch eher selber gebaut...

von HAL9000 - am 20.07.2003 22:18
@Dieter

Zum Thema DARC von mir die volle Zustimmung!! Dieser Verein ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten! Hatte mich auch mal in jungen Jahren für den Amateurfunk interessiert und den DARC angeschrieben. Eine Rückmeldung hat es nie gegeben.
Habe dann nochmal einen zweiten Anlauf gewagt und bin an einem Tag der offenen Tür vor Ort gewesen, unglaublich aber wahr, ich habe dort mit keinem Menschen auch nur ein Sterbenswörtchen gewechselt.
Also, ich brauche den DARC nicht, ist für mich gestorben das Thema. Möchte mal wissen, wozu die überhaupt da sind, das Thema Amateurfunk bringen sie jedenfalls nicht nach vorne, eher ist das wohl so ne Art Selbstbeweihräucherungsverein!

Viele Grüße
tomfritz

von tomfritz - am 21.07.2003 05:55
Da warst du aber einer der ganz wenigen Gesetzestreuen. In unserer Gegend hatte fast jeder ein Alibigerät und zusätzlich sein 80 Kanal Sommerkamp.
Der "Gilb" war zwar immer unterwegs, aber sehr erfolgreich waren die nicht.
Zumindest anfangs war das alles eine schöne Sache, aber als die ganzen Schwachmaten auftauchten war es natürlich vorbei.
Was zulässig ist, und was tatsächlich passiert, sind nicht nur im CB-Funk zwei paar Schuhe.



von KlausKB - am 21.07.2003 06:03
@tomfritz: Das kommt mir alles bekannt vor. Ich habe das Thema DARC in den letzten Jahren (man muss schon sagen Jahrzenten) nicht mehr weiter verfolgt, aber da scheint sich nichts geändert zu haben. Die bleiben sich jedenfalls selbst treu.



von KlausKB - am 21.07.2003 06:07
Bin doch erstaunt, wie pauschal negativ hier der DARC bewertet wird. Hier meine zwei Erfahrungen:

Im Ortsverein Rüsselsheim wurde ich 1985 von zwei Koriphäen der Telegraphie und Technik mit drei anderen Anwärter(inne)n fast ein Jahr lang kostenlos zur (damals A-) Lizenz geführt. Vorbildlich.

Aber: Als ich Jahre später als Nichtmitglied erstmals das sonntägliche Clubtreffen mit einer technischen Frage aufsuchte, dachte ich auch: Sitze die Zeit höflich ab und vertraue darauf, daß, wenn schon nicht alle, doch vielleicht einer mein Thema aufgreift oder dich wenigstens ans Regal mit den Fachbüchern und Zeitschriften führt, wo ich selbst recherchieren könnte. Nichts dergleichen.

Zur Verteidigung möchte ich aber sagen, daß ich solch ein Desinteresse bei Erstkontakten auch auf bei ganz anderen Vereinen erfahren mußte. Für mich keine böswillige Arroganz, vielleicht ein deutsches Problem, Neuem (Neuen) aufgeschlosser zu sein.



von Erich Hoinicke - am 21.07.2003 18:42
Amateurfunk (bzw. Kinderfunk) war ich auch dabei. Mit billig kinder-walkie-talkie halt aufgemotzt (einfach ne Antenne drangehängt und nicht die interne plastikfummelkiste genutzt). 6km *harrharr* ;)

von elchris - am 21.07.2003 21:40
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