Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
629
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Woche, 3 Tagen
Beteiligte Autoren:
Rolf, der Frequenzenfänger, Zwölf, Frequenzfieber, Jassy, Analog-Freak, Terranus, Channel Master, sedes, 88,7 MHz, PowerAM, ... und 99 weitere

Abschaltung ARD Kanal2 am Grünten

Startbeitrag von Shoogar am 21.11.2007 20:47

Hallo zusammen,

wer in den Morgenstunden des 27.11.2007 etwas Zeit hat, kann auf E2 Empfangsversuche machen.

Zitat:
**************************************************************************
Eine Ära geht zu Ende,


der ARD Kanal 2 Sender des Bayerischen Rundfunks auf dem Grünten stellt nach über 50 Jahren seinen Betrieb am 27.11.2007 ein.

Die Techniker, die den Sender über diesen langen Zeitraum betreut haben, möchten sich bei Ihnen bedanken und sich gemeinsam mit Ihnen von der analogen Sendertechnik verabschieden.
Während auf Kanal 45 das neue Zeitalter des digitalen Fernsehens (DVB-T) in dieser Nacht beginnt, möchten wir mit Ihnen die letzten Stunden
des analogen K2 Senders auf dem Grünten gemeinsam verbringen.

Dazu haben wir eine Historie des Grüntensenders zusammengestellt, eine Diashow mit Stationsaufnahmen, sowie Wetterimpressionen vorbereitet.

Empfangsbestätigungen können an kanal2@gruentensender.de
gemailt werden, sie erhalten dafür einen QSL Report im PDF-Format zugesandt.

Das unvermeidbare und endgültige „Aus“ des Senders wird um 8:00 Uhr kommen, bis dahin wünschen wir Ihnen einen guten Empfang und gute Unterhaltung.

**************************************************************************************************

Macht es doch auch in anderen Foren der DX Gemeinde bekannt.


Viele Grüße
Werner DL4MFA

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Funkschatten
In NRW war das ganze am Dienstag sehr langweilig :( Um punkt 1Uhr wurde Kanal9 vom Langenberg abgeschaltet und das war es. Kein Testbild (worauf ich gehofft habe) oder sonstiges...

Ich hatte wie gesagt noch bei der Technik angerufen, aber leider war nichts zu machen. Siehe im OT-Forum hier
Dieses "zack und weg" punkt ein Uhr hat der gute alte traditionsreiche Kanal 9 Langenberg nicht verdient. :-( Hier die Langenberg-Abschaltung.

Für neuere Leser in unserem Forum:
Kanal 2 vom Grünten ist nicht nur "irgendein" Band I - Sender: Wie bereits im Forum mehrfach erwähnt, hat der Sender Grünten während des Sonneflecken-Maximums in den frühen 90ern mehrfach via F2 den Weg bis Australien runter geschafft.
Weiteres auf der Homepage von Todd Emslie. Den australischen Screenshot des Grünten-Testbildes von Tony Mann kann man mit ergänzenden Informationen im englischen Wikipedia sehen: :cool:

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/1/1b/Gr%C3%BCnten-Germany-FUBK-card.jpg/200px-Gr%C3%BCnten-Germany-FUBK-card.jpg) Quelle: Tony Mann (Wikipedia)

Werner, seine Kollegen und die Verantwortlichen haben für diese Aktion meinen vollen Respekt - einfach nur klasse !!! :cheers:
Ich selbst habe den Kanal 2 vom Grünten nur zwei Mal gesehen:
1991 das Grünten-Testbild und im Sommer 2005 jeweils während eines Aufenthaltes im Sendegebiet. Wenn ich es zeitlich hinbekommen hätte, währen wir glatt runter ins Sendegebiet gefahren, um uns die Historie des Grüntensenders auf Kanal 2 anzusehen !

Zitat
Jassy
Zitat

Dazu haben wir eine Historie des Grüntensenders zusammengestellt, eine Diashow mit Stationsaufnahmen, sowie Wetterimpressionen vorbereitet.

Hoffentlich zeichnet jemand hier das auf, und stellt das ganze (inkl abschaltung) Online :), das wäre denn echt Historisches Bildmaterial!!

Bin auch dafür: Das sollte auf jeden Fall auf einer Sonderseite oder bei youtube verewigt werden ! :cool:

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 21.11.2007 22:19
Zitat
Analog-Freak

Gibt es da keine Möglichkeit, den E-2 ca. ein- oder zweimal jährlich (am besten zur Es-Saison) für ein paar Stunden wieder für DX-Zwecke senden zu lassen?


Scherzkeks.
Mich wundert es sowieso das das überhaupt gemacht wird.
Normalerweise kommt die Abschaltung um 1:00:01Uhr.Deutschland halt.
Die Dillbergmannschaft hat meine Bitten Ignoriert *g* -was aber wohl darauf zurückzuführen war das das technische Equipment schon umgebaut war und man nun nicht mehr selbst "Programme" Senden kann.Es ist technich nicht mehr möglich ein Testbild vom Dillberg zu Senden.
Bei nem Signalausfall zum Dillberg würde einfach auf jedem Kanal ein Schwarzbild gesendet.

Der Kreuzberg kam der Bitte einiger Fans nach,der Sender ist wohl technich aufgerüstet aber nicht komplett umgebaut worden.
Dann dürfen wir ja auf ein FuBK vom Ochsenkopf hoffen.Und sei es nur für 5 Minuten.
Bitte!Bitte!
Langenberg wurde eventuell auch vollkommen umgerüstet,deswegen kein Testbild ua.

Und was die Grünten Mannschaft macht ist einmalig und verdient GRÖSSTES Lob!!!Danke vielmals!

Die Sendegenehmigung für den E2 wird aber dann wohl bald entzogen.
Alois,äh,also wird der 27.11 die Lebenslang allerletzte Möglichkeit sein den Sender Grünten Analog zu empfangen.

von Scrat - am 22.11.2007 19:09
Zitat

Scherzkeks.
Mich wundert es sowieso das das überhaupt gemacht wird.
Normalerweise kommt die Abschaltung um 1:00:01Uhr.Deutschland halt.

Eben typisch Deutschland. In Schweden sieht man das nicht ganz so eng. Der 1995 offiziell stillgelegte Langwellensender in Grimeton wird von einem Förderverein instand gehalten und geht 1x jährlich für ein paar Stunden wieder auf Sendung.
Leider macht man das dort nicht mit analogen TV-Sendern. Wäre wirklich schön, wenn z.B.Vännäs ca. 1-2x jählich während er Es-Saison nochmal stundenweise für DX-Zwecke on Air ginge.

Wenn das schon hier nicht möglich ist, bleibt dann der Grüntener E-2-Sender wenigstens als Museumsstück erhalten oder geht der auch in den Schrott?

Nachtrag: Natürlich auch von mir ein dickes Lob an die Grüntener Sendetechniker für die Aktion, auch wenn ich die Sendung entfernungsbedingt nicht sehen kann.

von Analog-Freak - am 23.11.2007 02:45
Zitat
Analog-Freak
@Shoogar
Gibt es da keine Möglichkeit, den E-2 ca. ein- oder zweimal jährlich (am besten zur Es-Saison) für ein paar Stunden wieder für DX-Zwecke senden zu lassen?[/[quote]Scherzkeks.
Mich wundert es sowieso das das überhaupt gemacht wird.
Normalerweise kommt die Abschaltung um 1:00:01Uhr.Deutschland halt.
Die Sendegenehmigung für den E2 wird aber dann wohl bald entzogen.

Eben typisch Deutschland. In Schweden sieht man das nicht ganz so eng. Der 1995 offiziell stillgelegte Langwellensender in Grimeton wird von einem Förderverein instand gehalten und geht 1x jährlich für ein paar Stunden wieder auf Sendung.
Leider macht man das dort nicht mit analogen TV-Sendern. Wäre wirklich schön, wenn z.B.Vännäs ca. 1-2x jählich während er Es-Saison nochmal stundenweise für DX-Zwecke on Air ginge.[/quote]
Natürlich wird dann die Sendegenehmingung entzogen, da bekanntlich keine TV-Versorgung im Band I mehr vorgesehen ist.
Reine Idee: Was ist aber mit einer Sondergehmigung zu Forschungszwecken (z.B. seitens einer Universität oder halt eines Fördervereins siehe Schweden)? Schließlich gibt es ja auch den 6m Afu auf 50 MHz, der mit Sonderlizenz bis zu 1kW arbeitet, um z.B. SSSP zu erforschen.
Sporadic-e ist immerhin auch noch nicht gänzlich erforscht und allein das würde schon eine zweitweise stundenweise in Betriebnahme im Sommer mit Sondererlaubnis rechtfertigen.

Zitat
Analog-Freak
Wenn das schon hier nicht möglich ist, bleibt dann der Grüntener E-2-Sender wenigstens als Museumsstück erhalten oder geht der auch in den Schrott?

TV-Museum fände ich ebenfalls begrüßenswert ! :cool:

Zitat
Spacelab
Ich bin mal gespannt ob der Sender auf der Göttelborner Höhe auch mit so viel TamTam abgeschaltet wird. Aber ich glaub das kommt das berühmte "Zack aus".

Man kann ja mal bei den Technikern anrufen und fragen.
Bei sehr guten Bedingungen könnte ich mir das Testbild der Göttelborner Höhe dann glatt noch zu Hause angucken, wobei ich den hier in Köln bisher nur zwei Mal hatte.

Zitat
ts01
Zitat
PowerAM
Innerhalb der bei Tropo möglichen Reichweite sendet dann nämlich nichts mehr.

Die 150kW aus Prag müssten es doch bei Tropo bis zu dir schaffen?
Das dürfte außerdem dann auch der letzte ohne Überreichweiten in Deutschland empfangbare Band-I-Sender sein, oder?

Aus Dänemark dürften doch bei Tropo auch DR 1 aus KBH-Gladsaxe (E3) oder Fyn (E4) gehen?

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 23.11.2007 15:03
@Robert S.:
Zitat

Was ist aber der Kanal 1,de gibts doch garnicht

In Tschechien gilt noch das R-Raster aus sozialistischen Zeiten, hier die Bildträger-QRG:
R-01 49,75 MHz - identisch mit E-02A; leicht oberhalb E-02 (E-02 = 48,25 MHz)
R-02 59,25 MHz - liegt zwischen E-03 und E-04.
Der Tonträger variiert, da auch einige ex-Ostblockstaaten bzw. Ex-Unionsrepubliken (der SU) zur B/G-Norm übergegangen sind (z.B.Estland)

Zitat

Die Abschaltung für analoges Fernsehen in Dänemark ist für den 31. Oktober 2009 geplant

Also nicht mal mehr ganz 2 Jahre :mad:

Zitat

Die Abschaltdaten sollten wir mal zusammentragen, falls sie nicht bereits in irgendeiner Übersicht zu finden sind...

da habe ich hier noch einige: Norwegen. Hier wird ähnlich wie in Schweden vorgegangen, es wird etappenweise abgeschaltet. Los gehts schon im März 2008 :mad:, der endgultige ATO erfolgt im November 2009.
Auch aus der TV-Liste für Estland ist zu erkennen, dass -außer bei Eesti Televisioon - die Bemerkung "RH-luba kehtib kuni 30.09.09" angegeben ist. Habe zwar keine Ahnung, was das heißt, vermute aber, dass das der ATO dort ist.

von Analog-Freak - am 23.11.2007 18:20
Zitat
Marcus.
VHF wird v.a. in den frühen Startinseln genutzt mit privater Beteiligung genutzt. Wegen der damaligen Knappheit der Frequenzen.

Dem kann ich so nicht zustimmen, wir waren die dritte Region in denen DVB-T als Startinsel gestartet ist (Region Ruhrgebiet/Niederrhein). Hier wurde aber immer im UHF Bereich gesendet. Kanal7 wäre zwar frei gewesen (Sat1 aus Essen wurde ja abgeschaltet), der Kanal wurde aber nicht genutzt.Im Gegenteil zu deiner Aussage wurde hier eher auf die sehr hohen UHF Kanäle gesetzt. E65 und 66 wurden von ARD und der gemischten Gruppe benutzt.

RTL Gruppe nutzt Kanal29
Pro7/Sat1 nutzt Kanal55
Die gemischte Gruppe Kanal52 (ex 66)

Die einzige UHF Frequenz die hier aktiv war, war E10. Das war aber vor dem Start von DVB-T und wurde nur zum testen benutzt und meines wissens mit nur 1kW gefahren. Mit Stabantenne auf dem Dachboden war es aber trotzdem bis zum Niederrhein empfangbar.

In NRW gibt es keinen UHF DVB-T Sender obwohl Kanal7 und nun auch Kanal9 frei sind :(

von Funkschatten - am 26.11.2007 19:11
Naja, man hätte in Hamburg und Hannover auf die K64-K66 Kanäle ausweichen können, um VHF zu vermeiden, wie man es in Köln gemacht hat.
Auch der BR hatte in den Anfangsplanungen den K64 für das ARD Mux am Dillberg und FMTN gelistet, K6 sollte nur digital weitersenden. Da warf man dann erst später vor der Umstellung um. Warum ist bis heute unklar.
Ich denke man ist hier Achterbahn gefahren. Erst wollte man auf VHF bleiben mit DVB-T, dann aber gab es wohl einen "Deal" - VHF für DMB/DABxyz, UHF gute Frequenzen. Außerdem hat man zuviele Beschwerden weil VHF nicht gerade zimmerantennenfreundlich ist.
Für die Flächenabdeckung mit starken Grundnetzsendern wäre VHF weit besser geeignet, das sieht man doch perfekt in Ostbayern und hier. Da kommt auf UHF schon lange nix mehr, da kriegt man den K6 K7 immer noch rein.

Alles was derzeit auf DVB-T so geschalten wird ist doch meist temporär. Nächstes Jahr um die Zeit wird es wohl große Umgestellungen geben was Kanäle angeht...

von Terranus - am 26.11.2007 20:12
Das war echt stark. Ich bin heute extra später zur Arbeit gefahren und habe das ganze bis 8 Uhr mit verfolgt.
Eigentlich müssten wir alle hier den Techniker an kanal2@gruentensender.de eine Mail schreiben. Das war eine tolle Aktion.

Als ich das Testbild wieder sah nach über 15 Jahren war ich in diesem Moment in die achtziger Jahre zurück versetzt und erinnerte mich wie ich als Kind immer den Sendeschluss am Mittag mit verfolgte. Ich konnte immer vergleichen ob der SWR(damals SWF) oder der BR schneller war mit dem einblenden des Testbildes.

Zudem mal eine neue Erfahrung das Testbild mit Rapper Musik unterlegt, war echt witzig den damals lief ja der typische 80 Sound. Für mich war diese Nacht was besonderes und BAYERISCHER RUNDFUNK Ihr seit die besten!!!

Übrigens ich habe das alles nicht auf Kanal 2 beobachtet der kommt bei mir sehr schlecht rein sondern auf Kanal 9. Was war bei diesen Sendern eigentlich der Unterschied was das Empfangsgebiet betrifft?

Grüsse aus der Schweiz

sedes

von sedes - am 27.11.2007 13:23
@ sedes: Kanal 9 ist mit Sicherheit der Umsetzer in Lindau, der überall am Bodensee sehr gut geht, auch auf UKW. Der lief also offenbar bis zum bitteren Ende.

@ all: den "grossen Mitschnitt" habe ich fertig komprimiert auf der Platte, aber er ist 600MB gross. Dank 2.5MBit/s-Upstream (*protz*) wäre das Hochladen auf einen Server (z.B. den von Frequenzfieber) zwar kein Problem, aber im Interesse aller sollten wir zunächst schauen, wer die beste Aufnahme hat (wie von Zwölf schon vorgeschlagen).

Als kleine Kostprobe, um die Neugier zu befriedigen und die Qualität zu demonstrieren, habe ich hier mal zwei "kleinere" Dateien:

- Der Beginn der Abschiedsshow, bzw. die Aufschaltung des Testbilds nach der Tagesschau um ca. 04:59: klick (DivX, ca. 38MB)

- Das endgültige Ende um 08:00: klick (DivX, ca. 31MB)

PS: ich bin mir bewusst, dass meine Empfangsqualität nicht die beste ist. Sind halt doch 120km bis zum Grünten und der E-Smog besorgt den Rest. Deswegen ja auch meine Hoffnung, dass das jemand in besserer Qualität mitgeschnitten hat!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 27.11.2007 16:39
@Rolf: Habe eben schon deinen 08.00h-Mitschnitt vom endgültigen Sendeschluss des E-2 gesichtet, was soll man dazu sagen... Erst einmal unendlich vielen Dank an alle, die dies aufgezeichnet hatten :spos: und vor allem an die Grüntener Sendetechniker!!! :spos: :spos: Die hier im Raum PCH beobachteten ATO's waren fast alle unspektakulär wie der vom Langenberg, die Tx wurden einfach im laufenden Px. abgestellt.

Ausnahmen:
1.) Berlin, 4. August 2003: Für 14 Tage liefen die letzten 6 Kanäle 22,29,39,41,47,51 noch mit Hinweistafeln
2.) Analoge Simulcast-Tx in der Nacht zum 8.11.2004:
Hier konnte man aus Berkenthin auf den Kanälen 36 und 42 das "Umstöpseln" mitverfolgen:
K36 (bis dahin RTL): Ab 0.05 Schwarzbild mit Hinweis in kleiner Schrift unten (leider nicht zu lesen, da Signal sehr schwach), RTL-Ton lief aber weiter bis 00.25h. Gg 00.40 NDR-Fernsehbild erscheint, aber der Ton ließ noch bis ca. 00.55h auf sich warten.
K42 (bis dahin SAT.1): Ab 0:05h, die berühmte Hinweistafel

Bild- und Tonausfall
im Bereich Lübeck

SAT 1 K42/60

auch hier blieb der SAT1-Ton sogar bis 01.00 zu hören. Um 01.17 erschien das ZDF-Bild, 20 min später der dazugehörige Ton.

Hier noch ein YouTube-Fund (ist nicht von mir aufgezeichnet) von den letzten Sendeminuten des K50 Hörby: In einer kurzen Reportage zeigt ein Techniker noch einmal den K50-"Sendeschrank" sowie den Schalter an diesem Sender, welcher am 15.10. um 09.45 endgultig und für alle Zeiten umgelegt wurde.



von Analog-Freak - am 27.11.2007 17:37
Schade drum!! :( Auch von mir ein letzter Gruß an den Band I-Sender Grünten, den ich einige Male via Tropo empfing. In diesem Herbst drängten sich mir noch einmal zahlreiche Band I-Sender aus dem Süden auf. Unter anderem auch der Bantiger, den ich dank dxbruelhart identifizieren konnte. Wenige Minuten hatte ich ihn ja auch mit gutem Bild. Zuletzt die Göttelborner Höhe über mehrere Stunden mit Fading via Tropo.

Hut ab für den BR und die Durchführenden, daß sie dem Grünten einen so schönen Abschied bereitet haben! Schließlich ist der Sender ein Pionier der deutschen Fernsehgeschichte. Die alten Band I-Riesenantennen erinnerten mich während meiner Aufenthalte in der Bodenseeregion immer eindrucksvoll daran.

Mit einem einzigen Programm, das zudem nur stundenweise sendete, fing alles an. Und so wie es anfing, so fand auch der Grünten sein Ende: Als letzter analoger Fernsehsender mit einem einzigen Programm. Während der Rest schon digital arbeitete gab es (ohne Digitalempfänger) wieder ein paar Stunden lang nur ein einziges Programm.

von PowerAM - am 27.11.2007 17:48
Zitat
Manager.
Da hier der BR bereits mehrfach für den würdigen bzw. stilvollen Abgang des E02-Senders gelobt wurde...
Auch vor 29 Jahren und 4 Tagen beim Inkrafttreten des Wellenplans Genf '75 sendete der BR eine mehrstündige Sondersendung zum Abschied seiner MW-Frequenz 1602 kHz.


Die Abschiedssendung des BR am 23.11.1978 auf 1602 kHz habe ich damals auch mitgehört. Ich glaube, um 1 Uhr nachts wurde abgeschaltet bzw. auf 801 kHz umgeschaltet, wo es mit einem weiteren Sonderprogramm weiterging.

Der WDR hatte damals seine weit reichende Mittelwelle Langenberg 1586 kHz nicht verloren, sondern musste nur einen kleinen Frequenzwechsel auf 1593 kHz durchführen. Immerhin gab es damals eine kurze Ansage. Als dieser Sender Ende 1993 stillgelegt wurde, gab es nicht einmal das. Der Abschied war also ähnlich stillos und abrupt wie jetzt der des Kanal 9.

Zitat

Beim Bayerischen Rundfunk hat man einfach Sinn für (Rundfunk-)Tradition.


Damals wie heute...

73 de Uli

von ulionken - am 27.11.2007 20:54
Zitat

Ja, tatsächlich.
Aber ich bin schon zu alt für diesen Musikstil

Aber mir geht es nur "rein historisch" um die zeitliche Übereinstimmung. Ich möchte auch nicht umgekehrt ein heutiges Testbild (so es das noch gibt) mit Musik von "damals".


Geht mir auch so. Ist aber die Frage, in wiefern die das abstrahlen hätten können. So hat man halt einfach einen Radiosender genommen, der sowieso da ist, weil er vom Grünten ja auch abgestrahlt wird. Außerdem musste dafür ja ein Sender mit Nonstopmusik, d.h. ohne Werbung, Nachrichten, oder Moderation gewählt werden. Währe wahrscheinlich schöner gewesen, wenn zumindest ganz zu Schluss ein Lied wie "Time to say goodbye" oder die Bayernhymne oder etwas ähnliches gekommen währe. Aber das ist Geschmackssache; vielleicht bearbeite ich mir bei Gelegenheit den Schluss mal am Computer und tausche die Musik aus.

Somit gab es wenigstens - wenn auch nur für kurze Zeit - einen weiteren Verbreitungsweg für BOR, der wahrscheinlich die meisten Zuhörer hatte ;-)

von Zwölf - am 28.11.2007 19:04
Zitat
Mathias Weber
Zitat
DAC324
Ich hab jetzt Torrent aufgegeben...Maximale Downloadrate 1,7 kB/s :(

Vielleicht ein Konfig.-Problem? Ich habe heute zum allerersten Mal einen Torrent benutzt und hatte die Datei mit meist weit über 100kB/s ruck-zuck komplett. Seitdem bin ich am "seeden" und die Peers stehen nur so Schlange.

Seltsam...aber was soll man bei ABC (Yet another Bittorrent Client) einstellen? Andere Torrents gehen ja auch mit voller Downloadrate...

Als Firewall hab ich nur die XP-Firewall, und da ist ABC in den Ausnahmen eingetragen; der Rechner hängt direkt am DSL-Modem.

Edit: Jetzt um 00:20 haben wahrscheinlich alle "Peers" ihre Rechner ausgemacht (kann ich verstehen, das Lüftergeräusch stört beim Schlafen) :cool:

Edit2: Hab's über Rapidshare (dem Rapidshare Downloader sei Dank) fertig - Seeden klappt wunderbar (56 kB/s) - besonders fair ist das ja nicht :confused:

von DAC324 - am 28.11.2007 23:17
Stand 01:46 Hui, jetzt geht der DL richtig flott (um die 120 kBit/s) :-) 95% sind im Kasten.

@nicki6478:
Zitat

Vielleicht könnte er was dazu sagen, ob man den Sender nicht ein paar Tage im Jahr mit Testbild und BOR laufen lassen kann für die Dxer?

Oder wird der auch abgebaut wie beim Kreuzberg!


Hatte ich weiter vorne in diesem Thread auch schon mal angefragt, aber das wird wohl kaum möglich sein, es gibt keine Genehmigung mehr für den E-2-Sendebetrieb :mad: Wir leben halt im Heimatland der Bürokratie, der Genehmigungen und Verordnungen. Zu allem Übel wird der E-2 ab 30.11. in der Schweiz für den 6m-Amateurfunk freigegeben (nohab hat in diesem Forum schon die entsprechende Party am Bantiger gepostet).
Ich hoffe wenigstens, dass der Grüntener E-2-Sender als Museumsstück erhalten bleibt und nicht in die Schrottpresse wandert!

BTW: Download beendet, ich fungiere jetzt erstmal als Seeder (z.Zt 3 verbundene Peers).


von Analog-Freak - am 29.11.2007 00:50
So, hoffentlich habt oder bekommt ihr inzwischen alle das Filmchen! Jassy, noch kein Kommentar von dir? Du warst doch so scharf darauf... ;)

> Hoffentlich bleibt der Tx der Nachwelt als Ausstellungsstück erhalten und darf während der Es-Saison auch stundenweise mal wieder senden!

Gerade während der Es-Saison bin ich durchaus froh, wenn er nicht mehr sendet... ;)
Diesen Sommer hatte ich einige Stationen auf E2 und R1, die das Grünten-Signal erheblich gestört hatten. Ohne den Grünten wäre wahrscheinlich sogar Farbempfang dieser Standorte möglich gewesen, auf jeden Fall aber eine eindutige Identifikation. Ich freue mich jedenfalls auf die nächste Saison!

Vielleicht wollt ihr auch mal die Antenne sehen, die das begehrte Filmchen eingefangen hat. Dazu klicke man auf untenstehendes Thumbnail. Neben der auf den Grünten gerichteten Band-I-Antenne ganz unten, hängt da noch die Feldberg E8-Antenne, die seit Montag 14 Uhr auch noch schwach Les Ordons auf E7 hereinholt, seit der Säntis diesen Kanal geräumt hat. Die gestockten Tripol A8680 zeigen zum Pfänder für die beiden österreichischen Muxe. Alles andere geht bei mir problemlos mit Unterdachantennen.



OK, ich hätte das Foto eigentlich bei blauem Himmel machen sollen, aber so hat es wenigstens eine melancholische Stimmung...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 29.11.2007 07:51
Zitat
Analog-Freak
Stand 01:46 Hui, jetzt geht der DL richtig flott (um die 120 kBit/s) :-) 95% sind im Kasten.

@nicki6478:
Zitat

Vielleicht könnte er was dazu sagen, ob man den Sender nicht ein paar Tage im Jahr mit Testbild und BOR laufen lassen kann für die Dxer?

Oder wird der auch abgebaut wie beim Kreuzberg!


Hatte ich weiter vorne in diesem Thread auch schon mal angefragt, aber das wird wohl kaum möglich sein, es gibt keine Genehmigung mehr für den E-2-Sendebetrieb :mad: Wir leben halt im Heimatland der Bürokratie, der Genehmigungen und Verordnungen. Zu allem Übel wird der E-2 ab 30.11. in der Schweiz für den 6m-Amateurfunk freigegeben (nohab hat in diesem Forum schon die entsprechende Party am Bantiger gepostet).
Ich hoffe wenigstens, dass der Grüntener E-2-Sender als Museumsstück erhalten bleibt und nicht in die Schrottpresse wandert!

BTW: Download beendet, ich fungiere jetzt erstmal als Seeder (z.Zt 3 verbundene Peers).


-----------------------------------
QTH: Lübz, LK Parchim
http://hometown.aol.de/_ht_a/AnalogFreakDX/index.htm



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.07 01:56 durch Analog-Freak.


Echt schade!



von nicki6478 - am 29.11.2007 08:44
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
> Nach der Show war dann bis 8 Uhr das Testbild so zu sehen?

Die Show lief drei Mal: um 05:35 (meine 'heissbegehrte' Aufnahme), um 06:30 und nochmal gegen 07:15. Dazwischen gab's jeweils das Testbild. Und ganz zum Schluss dann der Knopfdruck.

> War das jetzt wirklich nur während der Sondersendung so oder regulär? Irgendwo in diesem Thread hiess es, es würde für die Abschaltsendung extra nochmals 100kW gefahren. Ich dachte, dass der K2 immer 100kW hatte.

Ich konnte keinen Feldstärke-Unterschied zwischen der Sondersendung und dem früheren Regelbetrieb feststellen.

Gab es auch nicht !!

Erst einmal ein herzliches Dankeschön zurück, mich freut es dass unsere Aktion so großen Anklang gefunden hat.
Ein Danke an Rolf und die FTP Serveradmins, die es vielen die uns nicht empfangen konnten, ermöglicht haben auch so die Abschiedssendung zu sehen.

Noch hab ich nicht alle Mails beantwortet, aber die nächsten Tage kommt das noch.

Ein paar Fragen hab ich in den Mails schon beantwortet, aber für alle hier noch einmal:
Der K2 Sender wird abgebaut, ebenso die Antennen die ja fast den ganzen Gittermast beansprucht haben. Damit ist kein weiterer sporadischer Betrieb möglich. Dies ginge auch aus lizenztechnischen Gründen nicht, da unsere Sendelizenz zurückgegeben wurde, und wir neue Lizenzen für DVBT bekommen haben (aber nicht auf E2 *g*).

Zur Sendeleistung:
Senderleistung 10KW mit 10dB Antennengewinn eine ERP von 100KW, so sah der Normalfall aus. Vor Monaten wurde allerdings schon die obere Halbantenne abgebaut, um Platz für UKW, DAB, K28, K43, K46 Provisorien zu bekommen. Dadurch ergibt sich ein Verlust von 3dB, oder anders gesagt die letzten Monate (und während der Abschiedssendung) haben wir mit 50KW ERP gesendet.

Öfters wurde ich auch nach den Mitschnitten gefragt, könnte jemand die URLs von den Servern die noch aktiv sind posten?? Danke!

Viele Grüße 73
Werner DL4MFA








von Shoogar - am 30.11.2007 13:32
Danke, Werner, für die Details zur Sendeleistung!
Bei mir, vom Sender aus in der 280°-Richtung, gab es ja schon früher einen deutlichen Einzug (15kW, wenn die BNetzA-Daten stimmen). Das heisst, dass in den letzten Wochen auf E2 dann nur noch weniger als 10kW in meine Richtung rausgegangen sind? Umso erstaunlicher, dass trotz der 120km Distanz doch noch ein ganz brauchbares Signal angekommen ist!


> Öfters wurde ich auch nach den Mitschnitten gefragt, könnte jemand die URLs von den Servern die noch aktiv sind posten?? Danke!

Auf dem Server von Fischers Fritz ist das Video zur Zeit leider nicht mehr verfügbar (keine Ahnung warum), und den aktuellen Torrent-Status kenne ich nicht. Aber die Rapidshare-Downloads sind auf jeden Fall noch auf unbestimmte Zeit online:
Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6 - Teil 7
(dran denken: erst alle Teile herunterladen und dann mit WinRAR o.ä. entpacken!)


@ Zwölf: danke für die TXT-Screenshots! Und ich denke, du kriegst auch jetzt noch eine QSL. Nur Mut!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.11.2007 13:53
130GB... nicht schlecht! ;) Ich hoffe, du kriegst deswegen keinen Ärger mit dem Provider...

Also dann hier nochmal übersichtlich die aktuellen Download-Möglichkeiten für die Abschiedsshow:

- Mobi

- Rapidshare: Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6 - Teil 7

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.11.2007 14:05
Zitat
Shoogar
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
> Nach der Show war dann bis 8 Uhr das Testbild so zu sehen?

Die Show lief drei Mal: um 05:35 (meine 'heissbegehrte' Aufnahme), um 06:30 und nochmal gegen 07:15. Dazwischen gab's jeweils das Testbild. Und ganz zum Schluss dann der Knopfdruck.

> War das jetzt wirklich nur während der Sondersendung so oder regulär? Irgendwo in diesem Thread hiess es, es würde für die Abschaltsendung extra nochmals 100kW gefahren. Ich dachte, dass der K2 immer 100kW hatte.

Ich konnte keinen Feldstärke-Unterschied zwischen der Sondersendung und dem früheren Regelbetrieb feststellen.

Gab es auch nicht !!

Erst einmal ein herzliches Dankeschön zurück, mich freut es dass unsere Aktion so großen Anklang gefunden hat.
Ein Danke an Rolf und die FTP Serveradmins, die es vielen die uns nicht empfangen konnten, ermöglicht haben auch so die Abschiedssendung zu sehen.

Noch hab ich nicht alle Mails beantwortet, aber die nächsten Tage kommt das noch.

Ein paar Fragen hab ich in den Mails schon beantwortet, aber für alle hier noch einmal:
Der K2 Sender wird abgebaut, ebenso die Antennen die ja fast den ganzen Gittermast beansprucht haben. Damit ist kein weiterer sporadischer Betrieb möglich. Dies ginge auch aus lizenztechnischen Gründen nicht, da unsere Sendelizenz zurückgegeben wurde, und wir neue Lizenzen für DVBT bekommen haben (aber nicht auf E2 *g*).

Zur Sendeleistung:
Senderleistung 10KW mit 10dB Antennengewinn eine ERP von 100KW, so sah der Normalfall aus. Vor Monaten wurde allerdings schon die obere Halbantenne abgebaut, um Platz für UKW, DAB, K28, K43, K46 Provisorien zu bekommen. Dadurch ergibt sich ein Verlust von 3dB, oder anders gesagt die letzten Monate (und während der Abschiedssendung) haben wir mit 50KW ERP gesendet.

Öfters wurde ich auch nach den Mitschnitten gefragt, könnte jemand die URLs von den Servern die noch aktiv sind posten?? Danke!

Viele Grüße 73
Werner DL4MFA







Darf man das "g" hinter dem "leider nicht für DVB-T" so verstehen, dass ihr auch gerne auf dem K2 gesendet hättet? :D

von nicki6478 - am 30.11.2007 18:49
Hallo zusammen,

ich möchte mich nun auch mal kurz zu dem Thema melden.

Ich hatte bei der Abschiedsshow einen perfekten Empfang! (Eigentlich kein Wunder
bei 8 km Entfernung zum Sender)
Leider hat mein Videorecorder während der Aufnahme gesponnen und hat nur
knapp die Hälfte der Show fehlerlos aufgenommen. Aber immerhin: Eine der drei
Senderpräsentationen inkl. Diashow habe ich perfekt aufgenommen.
Leider bin ich kein so'n Technikfreak und nicht in der Lage, sie ins Internet zu stellen.
Aber die Aufnahme von Rolf ist ja auch ganz o.k.

Vielen Dank an Werner vom Grüntenteam für den QSL-Report!
Werde ich mir auf Fotopapier ausdrucken und an einem gebührenden Platz
eingerahmt aufhängen!

Die Idee von "sedes", daß man sich mal wieder (bzw. zum ersten Mal) auf dem Grünten
trifft, finde ich super.
Vielleicht läßt sich ja für ein kleines, angemeldetes Team vom Forum eine Besichtigung
des Senders arrangieren, für einige ja totales Neuland, für uns anderen die Gelegenheit,
den "fertigen" Turm und die neue DVB-T Technik vor Ort zu bestaunen!

Gerne würde ich da wieder den "Wanderführer", wie am 23.09. beim Tag der offenen Tür,
spielen.
Dieser Tag ist uns ja sicher noch sehr gut in Erinnerung.
Vielleicht im Mai oder Juni, wenn garantiert kein Schnee mehr liegt!?

Denkt mal drüber nach.

@Rolf: An einer DVD bin ich auch sehr interessiert!

Gruß an alle

Volker

von Volker vorm Grünten - am 30.11.2007 19:56
Zitat

Ich hatte bei der Abschiedsshow einen perfekten Empfang! (Eigentlich kein Wunder
bei 8 km Entfernung zum Sender)


Ich wohne sogar noch näher dran. Als ich den Kanal im September oder so ausprobiert habe, ist er auch perfekt gekommen, aber jetzt im November, wie ich's auch probierte, wollte er einfach nicht mehr so, und es blieben kleine Schönheitsfehler. Du hattest aber wahrscheinlich auch eine bessere Antenne. Schade dass du es nicht in hochwertiger DVD-Qualität aufnehmen konntest.

Wo wohnst du eigentlich? Bei 8km würde ich mal so auf Sonthofen, Immenstadt, Wertach oder Martinszell tippen.

Zitat

Vielleicht im Mai oder Juni, wenn garantiert kein Schnee mehr liegt!?


Ja, klingt gut. Da währe ich auch gerne dabei. Ich würde zwar nicht sagen, dass der Mai 100% schneesicher ist, da Anfang Mai hier im Tal meist noch der letzte Schnee fällt und auch nicht selten liegen bleibt, und sich der auf dem Berg noch etwas länger hält, anderer seits muss man aber auch sagen, dass im gleichen Monat bereits erste Freibäder öffenen, aber man weis jetzt ja eh noch nicht wie das Wetter kommenden Mai werden wird.

von Zwölf - am 30.11.2007 21:19
Aus den AGBs der Firma 'Speicherhosting':

10.2
Für alle Speicherhosting WebPakete gilt, daß das Datentransfervolumen für den Versand von E-Mails und den grundsatz ohne Limitierung d.h. ohne Transferberechung oder Transferbeschränkung in den Entgelten enthalten ist, sofern in den Angeboten nicht ausdrücklich Transferlimits genannt werden (z.B. dedizierte Server).

10.3
Betreibt ein Benutzer eine Internetpräsenz, die dauerhaft oder absehbar die physikalischen Fähigkeiten eines Standard-Multidomain-Webservers z.B. hinsichtlich der Prozessorauslastung und/oder der Hauptspeichernutzung und/oder der Zugriffe pro Zeiteinheit und/oder des Datendurchsatzes pro Zeiteinheit usw. überschreitet und führt diese Überlastung der technischen Bandbreite zur Gefährdung der Serversicherheit , des stabilen Regelbetriebsverhaltens oder zu einer deutlichen Herabsetzung der Systemleistung zu Ungunsten anderer Benutzer, ist Speicherhosting berechtigt, ohne Vorankündigung geeignete Maßnahmen zur Wiederherstellung des gesicherten Regelbetriebsverhaltens zu ergreifen und die Präsenz oder Teile dauerhaft zu sperren bzw. technisch zu begrenzen.



"Unlimitiert" ist es also nur solange, wie es dem Provider passt... :rolleyes:
Aber das wird jetzt wohl ein bisschen zu off-topic hier...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.11.2007 22:37
Zitat

Dann verstehe ich nicht, daß Du keinen optimalen Empfang hattest.
Das müßte doch bei Dir mit einer Engelbräu-Dose perfekt gehen!

Oder liegt es am Höhenunterschied?

Ich wohne auf knapp 1000 m, quasi gegenüber vom Sender, habe nur eine Zimmerantenne
benutzt.


Ich wohne auf ca. 832 m. Im Erdgeschoss war der K2-Empfang immer erbärmlich, Die Farben wahren schlecht, ein dickes Band ist von unten nach oben durch's Bild gewandert, und nicht selten wahren dicke weise Körner im Bild. Bei einem Fernsher, und auch am Computer (sthet sogar im ersten Stock), ist es mir sogar pasiert, dass er K2 bei einem automatischem Suchdurchlauf gar nicht gefunden wurde. Im 1. Stock hatte ich mit einem speziellen Videorekorder mehr Glück; leutende Farben, keine Streifen, und relativ scharfes Bild (davon habe ich im Threat "DVB-T Schwaben und Altbayern" glaub irgendwo ein Foto reingestellt). Warum im November im Gegensatz zu Septmber auch leichte Streifen und eine Unschärfe rein kamen, ist mir etwas schleierhaft. Hat man da vielleicht etwas an den Antnnen geändert? Jedenafalls zu Hause am Fernsehr wahr schon immer K43 auf der 1 gespeichert und nicht K2.

Zitat

Schönes Wochenende + Gruß


Ebenfalls noch ein schönes Wochenende + Gruß.

von Zwölf - am 02.12.2007 08:03
Inzwischen habe ich die Aufnahme von Zwölf bekommen (besten Dank nochmal!) und konnte sie digitalisieren. Der Unterschied zu meinem Mitschnitt ist (abgesehen von der Empfangsqualität), dass im neuen Video der letzte der insgesamt drei Show-Durchläufe zu sehen ist (bei meinem ist's der erste). Nach dem Ende der Show ist dann noch ein paar Minuten das Testbild zu sehen und dann der schon berühmt gewordene Knopfdruck zur Abschaltung. Die Show an sich ist die gleiche wie auf meinem Mitschnitt. Nur die Hintergrundmusik vom "BOR" ist logischerweise eine andere.

Die neue Version ist 678MB gross. Dafür kriegt ihr aber auch wirklich eine sehr gute Qualität! Jetzt bräuchte ich "nur noch" einen Freiwilligen, der sie hostet. Mobi, hast du noch Platz? ;)

@ Erwin Lindemann: könntest du mal ein paar Links zu diesen englischen Foren posten? Das interessiert mich auch, was die dort so meinen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.12.2007 08:28
Zitat

In der gloriosen Zeit, als noch täglich Testbilder zu sehen waren, hatte E25 das Testbild "H-PEISSENBERG". Er war also, zumindest früher™, eigenständig. Zuletzt hing er vielleicht aber auch per DVB-T am Wendelstein, wie auch Grünten E2.

Dachte, dass alle Grundnetzsender des BR eigenstaendig waren. Zumindest diejenigen, die ich hier in Regensburg empfangen konnte, hatten alle mitsamt ein eigenes Testbild mit der Inschrift "Hohe Linie", "Hoher Bogen", "Brotjacklriegel", "Wendelstein", "Ochsenkopf" und "Dillberg".
Zur Zufuehrung der "Hohen Linie" verwendete man bis in die fruehen 90er Ballempfang vom Wendelstein. Danach stellte man auf ASTRA um und schaltete meines Wissens nur noch bei Zweikanalton-Sendungen auf Ballempfang zurueck (merkte man teilweise am Zeitversatz bei der Umschaltung).
Die Techniker am Ziegetsberg hatten ueber die ASTRA-Zufuehrung der "Hohen Linie" immer gemeckert, da der SNR dadurch erheblich schlechter wurde (der Techniker hatte es damals mir gegenueber "etwas anders formuliert"). Deswegen wurden fuer die Kabelaufbereitung der ARD zusaetzliche Empfangsantennen am Ziegetsberg montiert (gestockt?), um den Kabelkunden den qualitativ besseren Wendelstein wieder anbieten zu koennen.

von c-moon - am 08.12.2007 10:59
Der Geisberg des BR war kein richtiger Grundnetzsender. Er hatte immer Ballempfang vom Dillberg und auch keine eigene Modulationsschiene sondern übernahm direkt das Signal vom Dillberg. Also ein etwas sehr großer Füllsender.

Das mit dem schlechten SNR über Astra stimmt, das hat uns auch der Techniker am Ochsenkopf gesagt. Ende der 90er wurden die Mittel für die Zuführung zusammenstrichen, weswegen man nur noch während der Lokalzeiten den Dillberg nutzte, ansonsten wurde Astra verwendet.
Kurz vor der Tagesschau merkte man die Umschaltung deutlich durch einen Bildsprung. Als Mai 05 der Dillberg digitalisiert wurde, war das noch deutlicher - durch den DVB-T Versatz war das Sponsoring kurz vor der Tagesschau fast nicht mehr sichtbar. Ende 05 hat man dann komplett auf Dillberg-DVB-T Zuführung umgestellt. Vom SNR natürlich wieder besser, dafür aber eben vier-Programme-13,27Mbit/s Mux Bildqualität...Der K3 vom Kreuzberg hatte bis zu bitteren Ende ne Luxusleitungsanbindung, der Pfaffenberg hatte sie vor ein paar Monaten sogar noch als ich getestet habe. Büttelberg,Bamberg,Ochsenkopf haben alle Dillberg Ballempfang.

von Terranus - am 08.12.2007 13:41
Zitat
TerranusI
Zitat

Ja, die Zeit ist doch irgendwie sehr schnell vergangen seither, viel ist passiert, schöne Dinge aber auch nicht so schöne Dinge. Nicht nur auf unser Hobby bezogen.


Leider gerade auf das Hobby Rundfunk bezogen ist vieles unschöne passiert, wenn man sich die Entwicklung so ansieht. Digital mag viele Vorteile haben, aber es wird tendentiell immer mehr zum Nachteil des Zuschauers genutzt. Ich habe die Befürchtung, dass man noch öfters wegmütig auf die Zeit des (freien) analogen Empfangs zurückblicken wird...

Es gab schon auch so manch gutes; etwa im Bereich DAB. Die unschönen Dinge die passiert sind und noch passieren werden sind meist der zunehmenden Privatisierung/"Vergoldung" geschuldet, die allmählich auch auf die Signalverbreitung von sog. "Free-TV" ausgedehnt wurde/wird. Wenn man mal noch weiter zurückgeht, und sich vorstellt, dass es kein Privatfernsehen in Deutschland gäbe; dann könnten wir wahrscheinlich auch heute Bundesliga und aktuelle Hollywood-Filme/Serien auf den öffentlich-rechtlichen unverschlüsselt, europaweit in HD ohne Werbeunterbrechung und Aufnahmegängelung genießen. Man sieht ja, was der ORF alles anbietet in einem Land, indem das Privatfernsehen erst sehr spät kam. Naja, die gute alte Zeit eben ;)
In Zukunft wird man sich fragen müssen, was von unserem Hobby noch übrig bleibt, wenn Fernsehen/Radio und Internet verbunden werden und man als Nutzer gar nicht mehr merkt ob man im Internet ist oder nicht. Aber bis dahin ist es hoffentlich noch lange hin.

von Zwölf - am 27.11.2012 19:34
Nicht ganz 100%ig topic, aber da wir schon in Erinnerungen schwelgen, hier die Testbild-Abschaltung des E4 vom Ochsenkopf, die ich trotz Verneinung der Ochsenkopf-Techniker am Tag der offenen Tür einige Wochen vorher anschließend per Brief an Herrn Tillmann, dem technischen Direktor des Bayerischen Rundfunks, angeregt hatte:

http://s5b.directupload.net/file/u/9084/ye74n8eo_jpg.htm

http://s11.directupload.net/file/u/9084/ojv3cfke_jpg.htm

Würdiger Abschied:
TV-Bild entstand am 25. November 2008 in winterlicher Landschaft am Ochsenkopf gegen 00:15 auf einem LCD-Gerät.

http://de.youtube.com/watch?v=M96LR3Z3AEE

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Herrn Tillmann vom BR ! :-)

Zitat
DX-Matze
Das waren noch Zeiten, als alle drei Band-I QRGs in meiner Heimatstadt im Südschwarzwald belegt waren (Grünten, Uetliberg, Raichberg).


Allerdings Deinen Doppelhop-Empfängen nicht unbedingt die wohlgesonnenste Geschichte. ;-)

Zitat
DX-Matze
Ich erinnere mich an mein Vater, der mangels Tasschenfernseher unterwegs so einen tauben Air-Scanner von Albrecht hatte und Samstags zwecks Sportschau den Tonträger vom Raichberg ansteuerte. :D


LOL !! :D

Zitat
PowerAM
Band I wurde in meiner Heimat nicht mehr fuer die ARD genutzt - und doch habe ich es noch geschafft, mit Tropohilfe auf allen drei Kanaelen im Band I die ARD empfangen zu koennen.


Hattest Du E2 Grünten nicht sogar mal via ES?

von Mathias Volta - am 27.11.2012 21:13
Zitat
Power AM
Band I wurde in meiner Heimat nicht mehr fuer die ARD genutzt - und doch habe ich es noch geschafft, mit Tropohilfe auf allen drei Kanaelen im Band I die ARD empfangen zu koennen.


Auch bei mir war (und ist) unter Normalbedingungen das Band I leer - gut für Sporadik-E DX. Bei Tropo condx waren aber sogar die Dänen im Band 1 präsent:

E3: DR 1, Sønder Højrup
R2: TVP 1, Rusinowo (Walcz) bis ca. 1992 oder 1993
E4: DR 1, KBH-Gladsaxe vs. ARD, Flensburg (Engelsby).

Tropo condx waren im Band I selten, häufig kam DR1 im Frühjahr an oder wenn auf Band3 und UHF gar nichts los war. In keinem Falle schaftten es die Dänen über S=3 und das Erste brachte es bestenfalls zu einem S=3+. TVP1 kam jedenfalls nie in Farbe an. Auf E4 gab es öfter eine regelrechte "Jalousie", beide Tx. auf E4 hatten jedenfalls abwegige Offsets.
Tropo-Rekord im Band I war SVT1 auf E3 aus Skövde im Juni 2000 mit S=2. An diesem Morgen knallten auf UHF mehrere "Schweden" mit S=5 in Lübz herein, z.B. Hörby K33,43,50, Halmstad K24.

von Analog-Freak - am 27.11.2012 22:19
Zitat
Jens1978
Zitat
cain
Eine DAB+ Abstrahlung von SWR1+3 vom Grünten ist vermutlich nicht geplant?

Wenn, dann wäre das SWR Paket, mit logicherweise allen Programmen, dran abgestrahlt zu werden, natürlich mit Richtantenne nach NW. Aber warum eigentlich nicht? Woanders wird ja ähnliches bewerkstelligt.


Es gibt, im Gegensatz zu UKW, bei DAB keine nennenswerten Lücken im Zielgebiet, die der SWR mit dem Grünten füllen würde. Ende der 1980er-Jahre wurden aus koordinationstechnischen Gründen SWF1 und SWF3 von der Waldburg zum Grünten verschoben, während das zweite und vierte Programm am Standort Waldburg verblieben sind. Eigentlich eine Notlösung, die aber bis heute Bestand hat.

Bei DAB sieht die Situation dagegen viel besser aus. Mit Waldburg, Pfänder und Ulm ist das Zielgebiet bereits sehr gut versorgt. Eine Aufschaltung des 8D am Grünten ist daher unwahrscheinlich.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.11.2017 05:54
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Zitat
Jens1978
Zitat
cain
Eine DAB+ Abstrahlung von SWR1+3 vom Grünten ist vermutlich nicht geplant?

Wenn, dann wäre das SWR Paket, mit logicherweise allen Programmen, dran abgestrahlt zu werden, natürlich mit Richtantenne nach NW. Aber warum eigentlich nicht? Woanders wird ja ähnliches bewerkstelligt.


Es gibt, im Gegensatz zu UKW, bei DAB keine nennenswerten Lücken im Zielgebiet, die der SWR mit dem Grünten füllen würde. Ende der 1980er-Jahre wurden aus koordinationstechnischen Gründen SWF1 und SWF3 von der Waldburg zum Grünten verschoben, während das zweite und vierte Programm am Standort Waldburg verblieben sind. Eigentlich eine Notlösung, die aber bis heute Bestand hat.

Bei DAB sieht die Situation dagegen viel besser aus. Mit Waldburg, Pfänder und Ulm ist das Zielgebiet bereits sehr gut versorgt. Eine Aufschaltung des 8D am Grünten ist daher unwahrscheinlich.

Die 98,7 / 103,0 vom Grünten waren und sind eine Bereicherung, für meinen persönlichen Geschmack hätte ich die 94,9 auch noch sehr gerne von dort.
Es ist also höchste Zeit diese Lücke zu finden ;-) um dann für den weiteren DAB-Netzausbau berücksichtigt zu werden. Allerdings bin ich hier zu sehr Realist um auch nur zu hoffen daß sich so der SWR im bisher durch den Grünten exklusiv versorgten bayerischen Bereich relevant verbessern würde :-( . Es wäre auch die Frage: Gibt es da noch einen Montageplatz am Turm? Auch ohne die Band-I-Antenne erscheint mir dieser recht voll zu sein.
Und wenn wir schon dabei sind würde ich mich hier am QTH1 um ein paar dB-Aufschlag auch freuen. Es muß also ganz bestimmt die Lücke geben die man mit dem Büttelberg gut füllen könnte. Aber auch hier gibt es dann wieder eine Richtstrahlung mit ca. 20dB-Einzug und das war es dann :-( . Auch im, wenn ich in anderen Sachen das Land tadele, im hier wirklich rundfunktechnisch so gut aufgestellten Bayern :spos: .

von Thomas (Metal) - am 05.11.2017 10:26
Zitat
Thomas (Metal)
Die 98,7 / 103,0 vom Grünten waren und sind eine Bereicherung, für meinen persönlichen Geschmack hätte ich die 94,9 auch noch sehr gerne von dort.
Es ist also höchste Zeit diese Lücke zu finden ;-) um dann für den weiteren DAB-Netzausbau berücksichtigt zu werden.


Das glaube ich sofort. Genauso, wie umgekehrt die BR-Programme vom Grünten gerne im Overspill-Bereich genutzt werden.

Um zum eigentlichen Thema E2 zurückzukehren: Ich bin immer wieder überrascht, auf wievielen Hausdächern in BaWü und der Nordostschweiz E2-Antennen montiert waren bzw. bis heute noch als Relikte montiert sind. Auch und gerade hier im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet Hegau/Schaffhausen, also eigentlich tief im "SWF-/SWR-Land". Trotz unzähliger TV-Umsetzer scheint es Ecken gegeben zu haben, an denen das "falsche" ARD-Regionalprogramm besser ankam oder zumindest als Backup bzw. Programmbereicherung während der früher noch umfangreichen Regionalisierung genutzt wurde.

Ein schönes Beispiel sind diese beiden Häuser in Büsslingen im westlichen Kreis Konstanz. Da wurden zwar (offenbar nachträglich) auch Antennen für den sich in Spuckweite befindlichen lokalen Umsetzer auf E9 montiert (beim linken Haus zusätzlich auch für E25/E49 ZDF/SW3 vom selben Standort), aber die E2-Antennen hat man dran gelassen. Man wird schon gewusst haben, wieso. Wenn so ein kleiner Umsetzer mal ausfiel, konnte er durchaus mal Tage oder sogar Wochen ausser Betrieb sein, bis die Störung gemeldet und behoben wurde.

Das Bild ist erst ein paar Wochen alt. Wenn man da vorbeikommt, fühlt man sich in die gute alte Analog-TV-Zeit zurückversetzt. :)

[attachment 10147 Antennen_Buesslingen.jpg]

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.11.2017 12:36
Zitat
Thomas (Metal)
@ Rolf
Tolles Foto!!!
Irgendwo zwischen Alb und Bodensee, den genauen Ort weiß ich leider nicht mehr, waren sogar 3 VHF-I-Antennen auf dem Dach zu sehen: E4 ARD-SWR, E3 SRG, E2 ARD-BR. :eek: Ja, war wo anders das Band-I eher ungern genommen, lebte es dort defintiv!


Nicht schlecht! Wie man das wohl zusammengeschaltet hat?
Band I hatte halt im hügeligen Gelände klare Vorteile gegenüber den kürzeren Wellen auf Bd. III und erst recht UHF. Die Signale krochen auch noch in Täler, die nach den quasi-optischen Ausbreitungsgesetzen eigentlich nicht mehr versorgt gewesen wären.

Zitat
Thomas (Metal)
[Halb-OT]
Wie montiert man eigentlich solche Anlagen? Eine große Antenne oben dran und dann aufstellen reicht hier ja nicht. Bei den 4er Band-I-Antennen lernt man defintiv schnell die Hebelgesetze ;-)


Da bin ich überfragt. Bei so steilen Dächern wie auf dem Foto war das auf jeden Fall eine Herausforderung.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.11.2017 14:59
Zitat
Manager.
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Trotz unzähliger TV-Umsetzer scheint es Ecken gegeben zu haben, an denen das "falsche" ARD-Regionalprogramm besser ankam


Viele dieser TV-Umsetzer wurden auch erst in den 70er- und 80er-Jahren installiert. Da wurde die ARD in diesen Ecken längst über einen "fremden" Grundnetzsender herangeholt, bevor der Empfang über einen örtlichen Sender möglich war.

Auch eine Gegend wo das so war: Südöstlicher Vogelsberg: Häufig zu sehen war eine größere UHF-Yagi für den Heidelstein und dann eine 3-Elemente VHF-I für den Kreuzberg. ARD-hr? Vielleicht noch als Beifang aus Fulda, ich weiß es nicht. In den Täleren war allerdings Füllsender-Empfang verbreitet und dann auch mit dem richtigen regionalen Ersten. Dennoch waren die VHF-I-Yagis für den Kreuzberg in Osthessen ähnlich verbreitet wie in Oberschwaben für den Grünten.

von Thomas (Metal) - am 05.11.2017 18:55
Zitat
Thomas (Metal)

[Halb-OT]
Wie montiert man eigentlich solche Anlagen? Eine große Antenne oben dran und dann aufstellen reicht hier ja nicht. Bei den 4er Band-I-Antennen lernt man defintiv schnell die Hebelgesetze ;-) .


Ich weiß es von einem RFT/Antennenbauer im Ruhestand und aus eigener Erfahrung, das dort teilweise eine große Dachfläche "aufgemacht" wurde.

Sprich, das Dach wurde soweit abgedeckt, dass man einen Arbeitsraum hatte. Das ging bei den alten, nicht isolierten Dächern ohne Probleme.

Das obere Ende des Masts(in der Regel ein Steckmast) wurde erst mal ein Stück rausgeschoben, dass eine zweite Person von "über den Latten" die obersten Antenne(n) montieren konnte, dabei wird der Mast bei jeder Antenne etwas mehr aufestellt. Es geht hier um die Antenne(n), die man trotz großer Bockleiter vom Dachboden aus nicht mehr erreichen konnte. Verkabelung nicht vergessen!

Dann wurde der Mast (zu zweit) immer weiter rausgeschoben, kurz mal der Bleiziegel oder Durchführungsziegel von unten aufgesteckt und schließlich das obere Mastteil mit dem unteren Teil zusammengesteckt und dann aufgestellt (einer bleibt da stehen und hält den Mast)

Dann kommt erst mal die Verspannung/Verschraubung am Sparren, bei Dachdurchführungselementen (Mastziegel) muss dann noch geschaut werden, ob der "Mastziegel" auch in die bestehende Eindeckung reinpasst, also Dach in dem Bereich wieder provisorisch eindecken. Ziegel anprobieren (das macht am besten einer von aussen!) und schauen, ggf. Mast zu zweit in der Position verschieben, bis der Ziegel passt. Denn manchmal passt es nicht so ganz und man muss den Masten z.B. mittels einer Dachlatte etwas am Sparren unterfüttern, etc. etc. etc. - da muss man spielen. Hier bietet es sich an, kurz mal zu dritt zu sein, je nach Antennenbestückung! Undenkbar, was passieren würde, wenn der voll bestückte Mast auf das Dach einschlägt oder gar noch Schlimmeres!

Wenn man die optimale Stellung gefunden hat, nochmal prüfen, ob der Mast senkrecht steht und dann am Sparren und am Boden fast komplett verschrauben.

Nun fein-ausrichten (bester Empfang der bereits montierten Antennen) und festziehen.


Nun wird der Mast vom Dachboden aus (ggf. wieder etwas abdecken) mit der langen Bockleiter aus voll bestückt, die Antennen feinausgerichtet und festgeschraubt. Bei nur wenigen Antennen unten kann man sich die Bockleiter auch sparen und gleich voll eindecken und vom Dach aus bestücken - wird im Bedarfsfalle entschieden. Verkabelung vornehmen!

Zum Schluss saubere Eindeckung kontrollieren, Mastziegel/Bleiziegel fachgerecht abdichten und dann geht es an die Verkabelung im inneren und Blitzschutz/Potentialausgleich.

Genau so haben wir meinen Antennenmast (Hirschmann SteMa) mit Klöber Antennendurchführungsziegel (die guten, alten aus den 1970ern, die noch nicht verspröden :D ) im Jahre 2012 übrigens noch errichtet :)

Wolfgang

von Wolfgang R - am 07.11.2017 15:04
@ Wolfgang
Danke, sehr interessant!

Ja, so ähnlich hatte ich am QTH2 damals noch ohne größere Dämmung den Mast auch umgebaut. Es war/ist ein 3m Steckmast (1 Element) worauf ich einen Rotor und eine 8-Elemente Yagi setzte. Dazu hatte ich den Mast zunächst, da war nur eine FUBA UHF/VHF-Kombiantenne drauf, komplett demontiert und mit der Spitze auf die Lattung gelegt und Rotor mit Rotormast installiert. Danach folgte die Yagi auf dem Rotormast wofür ich den Mast noch ein Stück in den Dachboden zurückgeogen hatte. Darauf folgte der "Gewaltakt", das Aufstellen zusammen mit einer 2. Person, sowie das Befestigen. Danach kam unter dem Router noch eine neue 43er Yagi für UHF und die alte Antenne, dann nur noch für VHF-III. Kindergeburtstag möchte man sagen. Wo anders wo man noch eine Kreuzberg VHF-I-Antenne hatte wäre der Platzbedarf entsprechend gewesen und so die Installation nie möglich gewesen. Ja, Band-I ist sperrig, ob nund Kanal2 oder 3 ist da schon fast egal :cheers: .
Nach dem Dachumbau / -isolierung hatte der Dachdecker den Mast direkt installiert. Die Konni UKA28 hatte ich vormontiert und war fein raus. Bei der Wartung (Austausch defektes Symmetrierglied) in diesem Sommer war ich dann mit Steigzeug gesichert auf dem Dach unterwegs und hatte den Rotor am Mast heruntergelassen.
Hier am QTH1 mit entsprechender Isolierung habe ich einen Schiebemast.

Korrektur: Der Schiebemast ist am QTH1.

von Thomas (Metal) - am 07.11.2017 21:01
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Zitat
Thomas (Metal)
Die 98,7 / 103,0 vom Grünten waren und sind eine Bereicherung, für meinen persönlichen Geschmack hätte ich die 94,9 auch noch sehr gerne von dort.
Es ist also höchste Zeit diese Lücke zu finden ;-) um dann für den weiteren DAB-Netzausbau berücksichtigt zu werden.


Das glaube ich sofort. Genauso, wie umgekehrt die BR-Programme vom Grünten gerne im Overspill-Bereich genutzt werden.

Um zum eigentlichen Thema E2 zurückzukehren: Ich bin immer wieder überrascht, auf wievielen Hausdächern in BaWü und der Nordostschweiz E2-Antennen montiert waren bzw. bis heute noch als Relikte montiert sind. Auch und gerade hier im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet Hegau/Schaffhausen, also eigentlich tief im "SWF-/SWR-Land". Trotz unzähliger TV-Umsetzer scheint es Ecken gegeben zu haben, an denen das "falsche" ARD-Regionalprogramm besser ankam oder zumindest als Backup bzw. Programmbereicherung während der früher noch umfangreichen Regionalisierung genutzt wurde.

Ein schönes Beispiel sind diese beiden Häuser in Büsslingen im westlichen Kreis Konstanz. Da wurden zwar (offenbar nachträglich) auch Antennen für den sich in Spuckweite befindlichen lokalen Umsetzer auf E9 montiert (beim linken Haus zusätzlich auch für E25/E49 ZDF/SW3 vom selben Standort), aber die E2-Antennen hat man dran gelassen. Man wird schon gewusst haben, wieso. Wenn so ein kleiner Umsetzer mal ausfiel, konnte er durchaus mal Tage oder sogar Wochen ausser Betrieb sein, bis die Störung gemeldet und behoben wurde.

Das Bild ist erst ein paar Wochen alt. Wenn man da vorbeikommt, fühlt man sich in die gute alte Analog-TV-Zeit zurückversetzt. :)

[attachment 10147 Antennen_Buesslingen.jpg]


Sind das da ganz unten am Mast Band I Antennen?

von UKW vs. DAB+ - am 12.11.2017 20:11
Aichtal(-Neuenhaus) ist Landkreis Esslingen, welcher m.W. komplett der amerikanischen Besatzungszone und somit dem SDR Sendegbiet zugehörte. Das Vorabendprogramm im Ersten war in Ba-Wü zumindest zu meiner wissentlichen Lebenszeit immer gemeinsam veranstaltet. Der SWF produzierte lediglich für RLP separat. Unterschiedlich waren die Testbilder, die auf SDR, bzw. SWF hinwiesen und beim SWF war dann grundsätzlich der Messton aufgeschaltet während beim SDR Südfunk1 (oder war es 3, evtl später im Zeikanalton) lief. Es gab auch einige exklusive Sendungen im BaWü-Ersten wie Verstehen Sie Spaß vor Acht, die sonst nirgendwo anders gesendet- und obwohl eine SDR Produktion somit ebenso im südl. BaWü SWF Sendegbiet ausgestrahlt wurden. Das da ein Mini-Füllsender stand könnte mit der lokalen Geographie zu tun haben, man setzte damals noch viel daran, möglichst alle Orte im Sendegebiet gut zu versorgen und auch wenn nur das Testbild ein anderes gewesen wäre, wollte man im eigenen Sendegebiet nicht von der anderen Anstalt zur Versorgung abhängig sein. Aufklärung dürfte wohl nur ein damaliger Techniker von dort bringen.

von CBS - am 17.11.2017 07:07
Zitat
sup2
Die maximale Reichweite dürfte Australien gewesen sein,.
In einem DX-Forum wurde mal ein Bild des Grünten an einem
Empfangsort in Australien veröffentlicht. Sehr verzerrt, aber dennoch erkennbar.

Es waren aber auch extreme Wetterverhältnisse, sein angefügt.

Die maximale Reichweite dürfte nach der Logik dann wohl anhand der Freiraumdämpfung sowie der aktuellen Planetenkonstellation zu errechnen sein ... :eek: Denke demnach auch auf dem Mond wäre der Empfang möglich gewesen, wenn beide optimal zueinander standen. :eek::joke: Eine irre Antwort? Genau: Denn die Frage bezog sich nicht auf Sonder-Spezialfälle sondern auf die normalen Ausbreitungs- und Nutzungsbedingungen. BTW: Ein Empfang in Australien kann auch nix mehr mit Wetter zu tun haben, sondern vielmehr mit ionosphärischen Phänomenen, Es, F2 usw.

Also mich würde tatsächlich auch interessieren, wie weit der Grünten eigentlich vor allem Richtung Norden zu empfangen war, auch wenn er dann nicht mehr der Hauptbezugssender für die ARD war. Ging der noch in Nürnberg oder Würzburg? Ein 100kW Sender auf Kanal 2, also ~55 MHz, die Reichweite müsste ja enorm gewesen sein.

von Jens1978 - am 19.11.2017 18:03
Da wäre die Frage: Nach der Umstellung auf DVB-T in Mchn und am Wendelstein wäre Grünten (und Hohenpeißberg) noch weiter eine analoge Alternative gewesen. Hat das jemand dann genutzt? Gerade für Beistellgeräte wie Videorecorder, damals gab es die noch öfter, war die terrestrische Versorgung interessant, während man über den Fernseher live das schaute was der Receiver ausgab.
Allerdings: Im Pfaffenwinkel/Schongau wo einige Grünten-Antennen zu sehen waren sind die teilweise massiv verbogen (z. B. Gde Peißenberg). Schneelast?
Die Antenenanlage sind auch interessant: Hat man in Ost-Unterfranken häufig den Kreuzberg (Band-I) gewählt obwohl Würzburg (Band-III) verfügbar war und eine VHF-III-Yagi einzig für DDR1 aufgebaut, gibt es sowas um München praktisch nicht zu sehen. Da waren es fast immer zwei VHF-III-Yagis (Salzburg, Wendelstein) die dann mit einer Weiche verschaltet wurden. Die hätte man sich doch sparen können ;-) .

von Thomas (Metal) - am 20.11.2017 16:08
Hallo,

zum Thema Kanal 2 Grünten kann ich auch noch was erzählen.

In den 50er Jahren machte dieser Sender uns im Bezirk Reutte Fernsehen überhaupt erst möglich. Umsetzer vom ORF kamen zumeist erst in den frühen 70er Jahren. So ist meine Mutter beispielsweise noch mit der Augburger Puppenkiste aufgewachsen, da der Sender Reutte 2 erst 1973 gebaut wurde und bei uns bis dahin kein ORF-Empfang möglich war...aber eben Grünten E2 ging...und mit etwas aufwand auch noch ZDF und BR3.

Hier ein Foto einer klassischen Antennenanlage bei mir um die Ecke:

[attachment 10181 IMG_1367.JPG]

Von unten nach oben:

1. UHF Gitterantenne: ORF 2 K32 Plattenschrofen
2. VHF Yagi: ORF 1 K9 Plattenschrofen
3. UHF Yagi: ZDF K28 und BR3 K46 Grünten
4. Band I Yagi: ARD BR K2 Grünten (vermutlich durch Schneelast geknickt)
5. UKW Yagi: Hier wohl ausgerichtet für den Empfang der Zugspitze?

Solche Anlagen sieht man bei uns noch oft. Auf den Empfang von ZDF und BR3 verzichteten manche...oder es war vielleich kein guter Empfang möglich. Aber der E2 ging eigentlich überall...ein Haus wenige hundert Meter von mir hatte dafür sogar nur eine 2-Element Yagi.

Zur Reichweichte kann ich sagen, dass die meisten Anlagen mit Grünten Empfang im Bezirk Reutte in Reutte selbst und den Gemeinden darum herum stehen. Im Lechtal finden sich Grünten-Antennen noch ca. bis Stanzach. Im Tannheimertal ist er sowieso Ortssender. Im Ehrwalder Becken sieht es da schon anders aus...da war dann wohl auch beim E2 Schluss.

Soweit die Situation hinter der Grenze.

Gruß,
hit24_for_ever

von hit24_for_ever - am 21.11.2017 20:14
Zitat
pomnitz26
War euer analoger Empfang damals wirklich so klar?


Ich kann zwar nur mit Erfahrungen anderer Grundnetzsender dienen (Grünten ging bei uns nicht, wohl aber Raichberg K4, Stuttgart K11 und Pforzheim K21). Aber ja, der Empfang war Referenz und absolut glasklar. Ich bevorzugte zu analogen Zeiten immer die Terrestrik.

Astra-Empfang (analog) war damals ein echter Rückschritt und nur mit grossen Spiegeln und guten Receivern zu ertragen. Astra digital in SD war noch schlimmer, viele schimpften damals über vollgestopfte Transponder.

Kabel analog war nicht schon immer so schlecht. Zu rein analogen Zeiten kam es gleich nach dem terrestrischen Empfang, es war ein wenig mehr Rauschen drin, minimal.

Das, was heute noch analog ausgekabelt wird, hat nix mit dem Empfang von damals zu tun. Es kombiniert die Nachteile aller beteiligten Techniken und genau so sieht das Bild auch aus. Matschig, weichgezeichnet, flau und das ganze auf einen LCD wiedergegeben - zum Kot..en! Es gibt ja keine analogen Quellen mehr.

Bei uns begann das analoge Matschbild mit der Umstellung von KabelBW auf Glasfaser und dem Abbau der alten DBP-Kopfstelle mit analogem High-End Equipment. Seitdem war das Signal für mich nicht mehr zu ertragen, das aus dem digitalen Signal re-analogisierte Bild war einfach grausam. Das Kapitel ist ja bei uns nun auch vorbei, VF wird nachziehen, da allerdings knallhart mit UKW.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 26.11.2017 14:27
Das vorliegende Video habe ich, wie erwähnt, etwas "aufgepeppt", damit es auch auf der heute üblichen Hardware gut aussieht. Grundsätzlich konnte der analoge TV-Empfang aber durchaus ein (für damalige Verhältnisse) exzellentes Bild produzieren, wenn man an guter Empfangslage wohnte und eine saubere Antenneninstallation hatte.
Klassiker waren beim analogen Empfang halt Reflexionen (sieht man auf meinem Säntis-Video), Rauschen bei zu geringem Pegel oder Moirés durch andere Sender auf dem gleichen Kanal.

Im konkreten Fall Grünten E2 begann der qualitative Abstieg, als der Wendelstein digitalisiert und DVB-T als Zuführung genutzt wurde. Zwischen dem SWR auf E43, der bis zuletzt in exzellenter Qualität per Richtfunk zugeführt wurde, und dem flauen BR-Matschbild auf E2 lagen zum Schluss Welten.
Die Abschiedsshow wurde natürlich lokal am Sender eingespielt und war daher qualitativ einwandfrei.

Zu den Themen Astra und Kabel hat Wolfgang schon alles gesagt. Dem schliesse ich mich an.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.11.2017 16:52
Zitat
Terranus
An einigen Standorten wie Ochsenkopf und Büttelberg wurde schon ab 2003 oft Astra Zuführung genommen für ARD außerhalb der Regionalzeiten.


Das gab es bei uns im SWR-Land nicht. Wie nun auch bei DVB-T2 (lieber mehr Qualität als Quantität, wenn man denn überhaupt noch Empfang hat) gab es über die großen Grundnetzsender bis zu Schluss ein gutes Bild.

Nur den K21 Pforzheim, der irgendwie erst viel später umgestellt wurde (und wegen dem ich noch ein paar Antennen drehen durfte, denn "der Nachbar hat auch ohne Kästle weiterhin Empfang)" - bekam gegen Ende einen DVB-T Receiver (Bezugsquelle unbekannt). Das Bild war über Nacht schlechter und klötzliger geworden. Vermutlich hat man da die analogen Zuführungen schon alle abgebaut, ZDF und SW3 waren noch normal.

Sieht man auch schön am Abschaltvideo - da drückt nämlich jemand statt auf den Aus-Schalter am Receiver erst mal auf P+ bevor er den richtigen Knopf dann doch noch findet und schließlich sogar noch den Ausschalter am Sender findet :)

Wolfgang

von Wolfgang R - am 27.11.2017 10:33
Zitat
Terranus
An einigen Standorten wie Ochsenkopf und Büttelberg wurde schon ab 2003 oft Astra Zuführung genommen für ARD außerhalb der Regionalzeiten. Ein BR Techniker sagte mir mal, das was für sie ein Graus, so eine Qualität hätte man früher nie auf den Sender gelassen.
Astra mit seinen 26MHz Transpondern war halt eine billig Ausgabe des analogen PAL TVs, samt Farbrauschen etc.

Hat sich aber halt damals durchgesetzt und war ähnlich wie VHS vs. Video2000 oder Beta eben das billigere, aber schlechtere System, das letztlich gesiegt hat.
D2MAC ist ja gescheitert in Deutschland, da man viel Programme wollte und nicht Bildqualität...

ZDF und die Dritten kamen bis zum Schluss über Richtfunkstrecken und hatten ein PAL Referenzbild wenn man entsprechend Empfang hatte...
Wurde Astra denn nicht nur als Notversorgung genutzt? Und hatten die großen Bundespostsender für ZDF und Dritte nicht alle eine Kabelanbindung?

von B.Zwo - am 27.11.2017 19:44
Zitat
Radio10
Den Dipol hatte ich damals mittig aufgesägt und auseinandergenommen um auf eine Dipolbreite von 1,5 Meter zu kommen.Das hat Jahre gut funktioniert.Aber das habe ich auch schon lange nicht mehr in Betrieb.


Leicht OT: Sind die 1,5 Meter dann die goldene Mitte von K2 - K4?

Hier konnte man bis vor einigen Jahren genug Band I Antennen abgreifen, das waren aber immer Kanalantennen für K4. Mittlerweile muss man schon gezielt suchen und dem Antennebesitzer das Ding regelrecht abschwatzen. Viele meinen wohl, die würden doch mal wieder gebraucht wegen DVB-T2 und so, manche sind auch einfach froh, wenn jemand das Monster vom Dach runterholt.

Wenn ich bedenke, wie gut der K4 auch mit einer UKW-Antenne funktionierte, ist die genaue Anpassung aber vielleicht auch gar nicht so wichtig. Im Nahbereich der K4 kenne ich viele ältere Häuser, die hatten wohl zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen und nur eine UKW-Yagi Richtung Süden, die den K4 noch "mitgenommen" hat. Von den Abmaßen her war das keine K4-Antenne.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 28.11.2017 11:54
Vielen Dank an Rolf für das schön aufbereite Video!

Ach, die gute alte Analogzeit. Mit DVB-T kann man jetzt ja auch wunderbar mit Zimmerantenne fernsehen, manche Receiver laufen sogar ohne. Bis heute sind aber immernoch auf vielen Dächern Band I und UHF-Antennen auf den Grünten und teils auch UHF-Antennen nach Burgberg gerichtet zu finden, welche zu Analogzeiten auch durchaus ihre Berechtigung hatten. Wir hatten damals eine Zimmerantenne sodass ich da öfter mit Antenne einstellen beschäftigt war. ^^ Interessant war, dass sich die Störungen bei schlechter Ausrichtung je nach Kanal unterschiedlich zeigten:

K2: Hatte irgendwie blasse Farben, das Bild wirkte meist nicht ganz sauber, bei schlechter Ausrichtung gab es manchmal große Körner die im Bild standen oder langsam wanderten. Mit meiner Stereoanlage konnte ich damals auch den ARD-Ton auf ein oder zwei UKW-Frequenzen hören - ich vermute mal, dass ich das dem K2 zu verdanken hatte.

K28: Neigt dazu Geisterbilder des eigenen Programms nebeneinander versetzt zu produzieren. Manche Einblendungen waren dadurch so verwischt, dass sie kaum noch lesbar waren. Bei sehr schlechter Einstellung konnte es auch zu Farbverzerrungen und Sprüngen bei 16:9-Sendungen kommen.

K43: Hatte ein klares und farbintensives Bild. Hier wollen allerdings gerne mal diagonale Streifen durchs Bild wandern, wenn die Antenne nicht perfekt ausgerichtet war.

Von K46 sind mir keine signifikanten Störungen in Erinnerung geblieben.

Von dem Füllsender in Burgberg oder Sonthofen konnte ich auch kurz den ZDF-Mux auf K48 empfangen, der ja per Ball vom Grünten kam. Das Bild hatte zwar glaub viele Klötzchen aber ich war überrascht, dass überhaupt was ging, da das Analogbild zuvor ja verrauscht gewesen war.

So toll DVB-T auch in Sachen Programmvielfalt ist, so bescheiden ist es in Sachen Reichweite. Vom Hesselberg bekam ich früher immerhin noch ein schwarz-weiß-Bild mit Zimmerantenne; bei DVB-T geht selbst mit großer Antenne nichts. Ähnlich ist es beim Empfang baden-württembergischer Standorte.

von Zwölf - am 30.11.2017 12:19
Hallo,

hier noch eine Ergänzung zu Nesselwang:

Ich war inzwischen an der angegebenen Adresse. Es handelt sich nicht um die Alpspitzbahn sondern um das Explorer-Hotel ein paar hundert Meter weiter. Das Hotel scheint vor nicht allzu langer Zeit umgebaut worden zu sein und dabei hat man vermultich auch den Umsetzer entfernt...ich hab zumindest nichts davon gesehen.
Zu Signalzuführung kann ich nur sagen, dass ich den Grünten für sehr wahrscheinlich halte...der geht bei dem Hotel wirklich einwandfrei. Zudem kommt auch der Hohenpeissenberg mit gutem Pegel. Außerdem konnte ich Mauerstetten mit RDS Empfangen.

Ich habe danach noch ein Runde in Nesselwang gedreht um zu schauen, ob es noch Antennen gibt, die für den Mini-Umsetzer bestimmt waren. Und ich muss sagen, dass es wirklich kaum Antennen gibt die dorthin zeigen...ich habe nur 2 oder 3 gesehen. Die meisten UHFs zeigen Richtung Grünten, ein paar Richtung Hohenpeissenberg und einige in Richtung Kempten...was auch immer mit diesen mal empfangen wurde...:confused:

von hit24_for_ever - am 31.12.2017 11:19
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.