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[DVB-T] UHF-Kanalvergabe nach Verlassen von VHF Band III?

Startbeitrag von Optimierer am 06.01.2008 13:58

Es wurde ja hier schon mehrfach erwähnt, daß die ARD-Sender planen, mit DVB-T meist noch dieses Jahr den VHF-Bereich III zu verlassen. Nun würde mich mal interessieren, welche UHF-Nachfolgekanäle dafür geplant sind. Aus den Bedeckungen der verschiedenen Layer werde ich nicht ganz schlau, zumal diese bisher nicht durchgehend den gleichen Veranstaltern zugewiesen wurden.

Z.B.: welche UHF-Nachfolgekanäle wird es konkret für den E08 an den Standorten in Hannover, Hildesheim und Braunschweig geben? Wann ist mit der Umschaltung zu rechnen?

Antworten:

Für Hannover sind (in der Reihenfolge der RRC-Layer) die Kanäle 23, 36, 25, 44, 40, 47 und 68 vorgesehen (alles in Gleichwelle mit u.a. Braunschweig und Sibbesse außer Layer 6 -> 53 statt 47 in Braunschweig). Im Normalfall wird Layer 1 fürs ZDF genutzt, Layer 2 für regionalisierte ARD-Bouquets (das "2.Bouquet" der Landesrundfunkanstalt) und Layer 6 für das "1.Bouquet" der jeweiligen ARD-Anstalt. Es kann aber auch komplett anders verteilt werden - zuständig dafür ist letztlich in erster Linie die Bundesnetzagentur. Die muss die bei RRC06 koordinierten Kanäle zunächst mal freigeben und der Staatskanzlei des jeweiligen Landes zugänglich machen - diese wiederum weist die dann der ARD-Anstalt, dem ZDF oder der Landesmedienanstalt zu. ARD und ZDF machen daraus dann, was sie wollen, die Landesmedienanstalt schreibt wiederum aus. Somit ist es theoretisch möglich, dass die Kanäle keinesfalls in der angegebenen Reihenfolge vergeben werden - wahrscheinlich ist aber schon, dass K23 und K36 so bleiben wie bisher, ebenso der K44 von Pro7Sat1. RTL könnte auf K40 wechseln, das gemischte Bouquet an beiden Standorten auf K25 und das ARD-Bouquet von K8 auf K47 Hannover und K53 Braunschweig - was aber wiederum auch einen Wechsel in Stadthagen nach sich ziehen würde.

von Kroes - am 06.01.2008 14:07
Zitat

und das ARD-Bouquet von K8 auf K47 Hannover und K53 Braunschweig - was aber wiederum auch einen Wechsel in Stadthagen nach sich ziehen würde


Wechsel in Stadthagen? Wieso könnten nicht E47 Hannover mit E47 Stadthagen zusammen im SFN senden? Das wird doch mit dem E36 an denselben Standorten bereits jetzt so praktiziert.

EDIT: Wahrscheinlich wird man in Hannover den E47 für die ARD nehmen MÜSSEN. Denn E40= DVB-H (wird man schon wegen der CeBIT nie freiwillig hergeben) und die Kanäle über E60 sind ja seit neuestem für Mobilfunk (UMTS-850?) reserviert.

von Optimierer - am 06.01.2008 14:13
Wenn ich mir die RRC-Datei anschau(einfach mal nach RRC 06 IRT suchen^^), dann scheints wohl so zu kommen:

- Wechsel von RBB II. Berlin: E07 => E50(nach RRC06 E27, aber ich gehe nicht von einem Wechsel E07 RBB II. => E27 und E27 RBB I. => E50 aus)
- Wechsel von MABB I. Berlin: E05 => E58
- Wechsel von hr II. Rhein-Main: E08 => E54(Südhessen-Bouquet auch hier hin??? Jedenfalls nach RRC06...)
- Wechsel von NDR II. Hamburg: E09 => E36
- Wechsel von MDR II. Leipzig: E09 => E35
- Wechsel von BR I. Nürnberg/Dillberg: E06 => E65
- Wechsel von BR I. Ostbayern: E07 => E46
- Wechsel von NDR I. Hannover: E08 => E47(Gleichwelle mit Stadthagen)
- Wechsel von NDR I. Braunschweig: E08 => E53
- Wechsel von BR I. Würzburg: E10 => E46
- Wechsel von BR I. Südbayern: E10 => E54

von htw89 - am 06.01.2008 14:15
Jetzt frage ich mich nur wann... Ich baue desöfteren für Bekannte im "Außenantennen-Gebiet" DVB-T Anlagen aus gebrauchten Beständen auf (getrennte Antennen für VHF und UHF) und frage mich, ab wann ich die VHF-Antenne weglassen kann.

EDIT: Tippfehler

von Optimierer - am 06.01.2008 14:27
@Kroes:
Wo findet man den die Informationen mit den geplanten Kanälen? Ich habe mal nach RRC06 gesucht aber irgendwie nichts passendes gefunden. Ich wüßte nämlich gerne ob sich an den Sendern Wesel, Essen, Langenberg und Arnhem noch was ändert oder ob wir die Kanalwechsel hinter uns haben ;)

Edit: Ich sollte auch mal aktuellisieren bevor ich hier schreibe... Danke HeinerW

von Funkschatten - am 06.01.2008 14:28
Und dann werden die VHF Kanäle für DAB+ benutzt oder werden die zurück gegeben ?

von Jassy - am 06.01.2008 14:52
Das komplette Band 3 soll in Deutschland für DAB(+) und DMB genutzt werden !!

von Hallenser - am 06.01.2008 16:04
Zitat

- Wechsel von hr II. Rhein-Main: E08 => E54(Südhessen-Bouquet auch hier hin??? Jedenfalls nach RRC06...)


Hurra...auf E54 sitzt schon das Bouquet von ProSiebenSat1. Gibt das noch nen hastig nachkoordinierten Kanal wie schon den Spaß mit E37? Wenn ja, dann Prost Mahlzeit!

Der DVB-T-USB-Stick von meinem Daddy (echt praktisch, sowas, muss ich mir auch mal anschaffen) hat hier aufm Dachboden mit Mini-Stabantenne auch so schon guten Empfang mit 22 Programmen, trotz dem unempfangbaren hrII auf E08. Wie das? Ganz einfach, Angelburg auf E24 ist hier ebenfalls stark genug und bringt sogar ein Programm (WDR) zusätzlich :D

von Hagbard Celine - am 06.01.2008 18:08
K42 ist in Rhein Main noch frei.

K37 wurde nicht nachkoordiniert sondern ist in Rhein Main vorgesehen. K57 in der Pfalz. (Tausch der analogen Kanäle)

Es wird nur schwierig ohne VHF auszukommen, in den Regionen wo die Privaten senden. Ein UHF Kanal für DVB-H muss ja auch noch vorhanden sein.

In Berlin, Bremen und Hamburg gibt es noch eine zusätzliche UHF Bedeckung, sonst aber nicht.

von Marcus. - am 06.01.2008 18:49
Zitat
Funkschatten
@Kroes:
Wo findet man den die Informationen mit den geplanten Kanälen? Ich habe mal nach RRC06 gesucht aber irgendwie nichts passendes gefunden. Ich wüßte nämlich gerne ob sich an den Sendern Wesel, Essen, Langenberg und Arnhem noch was ändert oder ob wir die Kanalwechsel hinter uns haben ;)


Fuer Arnhem sind vorgesehen: 65 58 66 28 42 53. (RRC-06). Vielleicht später noch 62.

von inkjet - am 06.01.2008 19:03
Zitat

Ich wüßte nämlich gerne ob sich an den Sendern Wesel, Essen, Langenberg und Arnhem noch was ändert oder ob wir die Kanalwechsel hinter uns haben ;)


Hoffentlich wird noch gewechselt in Wesel, und zwar muss das RTL Bouquet weg vom K29 :D Der muss irgenwo auf ein etwas freieres Kanal kommen :)

von Jassy - am 06.01.2008 19:10
Diese Kanalwechsel in FfM/Rhein-Main werden langsam nervig.

von Nordi - am 06.01.2008 19:53
Wie gesagt, die siebte Bedeckung auf den Kanälen oberhalb 60 ist künftig nicht mehr nutzbar, da diese Kanäle durch die BNetzA dem Mobilfunk (wahrscheinlich UMTS-850) zugewiesen wurden.

von Optimierer - am 06.01.2008 20:37
Ich lese Widersprüchliches für München/Wendelstein:
Laut einer 06er Bayernliste sind u.a. die Kanäle 26 und 54 dort noch denkbar. K52 aber nicht, der aber schon seit geraumer Zeit in der BNetz-Liste auftaucht. Weiß jemand Näheres ?

von Stefan Z. - am 06.01.2008 21:56
Zitat
Torsten Schwarz
Wie gesagt, die siebte Bedeckung auf den Kanälen oberhalb 60 ist künftig nicht mehr nutzbar, da diese Kanäle durch die BNetzA dem Mobilfunk (wahrscheinlich UMTS-850) zugewiesen wurden.


Soweit ich weiß gibt es bisher nur Begehrlichkeiten der Mobilfunker auf diese Frequenzen, reserviert ist da noch nichts. Die Rundfunker jedenfalls wollen die Frequenzen auch nicht freiwillig räumen:

Zitat
heise.de
"Der Bereich 470-862 MHz ist auf der im vorigen Jahr abgeschlossenen regionalen Planungskonferenz der ITU (RRC 06 oder GE 06) für das digitale Fernsehen DVB-T für Europa und einige angrenzende östliche Länder sowie für die Länder Afrikas geplant worden", teilte der Technische Direktor des Bayerischen Rundfunks, Herbert Tillmann, auf Anfrage von heise online mit. Tillmann vertritt als Vorsitzender der Produktions- und Technik-Kommission die Interessen der ARD.
Quelle


Ansonsten ist noch zu sagen, dass es ein UMTS-850 nicht gibt. UMTS beschreibt eine Gruppe von Standards. Würde man das Protokoll nutzen, das bisher auch im Einsatz ist, dann könnte man das WCDMA-850 nennen - würde man es offenhalten welches Protokoll genutzt wird (wie in den derzeitigen Lizenzen für UMTS), dann wäre es etwas in der Art IMT-850.

von mawis - am 06.01.2008 22:24
Die fü mich interessanteste Frage ist, WARUM gibt man VHF III auf? Bei VHF I leuchtet es mir ja noch ein, "Störungen" durch Überreichweiten, Antennenmonster, usw.. Nur um eine Antenne auf Empfängerseite zu sparen? Ich hab's ja schon in England nicht verstanden, wo nach der Abschaltung der 405-Zeilen Norm auf VHF verzichtet wurde. Bei der Einführung von "five" fehlten dann Frequenzen in manchen Gegenden. (Ich frage mich, wie man dennoch im Parallelbetrieb DVB-T einführen konnte.) Hier ist die Lage doch noch extremer. Deutschland besteht doch fast nur aus "Grenzgebiet" wo man auf Nachbarländer Rücksicht nehmen muss. Zuviele Frequenzen gibt es doch ganz sicher nicht.

von Bolivar diGriz - am 07.01.2008 06:20
Man will die VHF-Kanäle komplett für DAB nutzen - man merkt eben einfach nicht, dass niemand dieses System haben will. ;)

von Kroes - am 07.01.2008 08:39
Dass die ARD die VHF Kanäle aufgibt für DVB-T hört sich irgendwie stark nach nem "Deal" an. Man kriegt dann vielleicht gute UHF Kanäle für DVB-T.
Außerdem hat man immer noch diese Träume der DMB/DAB Welt...

von Terranus - am 07.01.2008 09:26
Es ist der richtige Ansatz, VHF III komplett für digitales Radio zu nutzen.

- man spart eine Fernsehantenne bzw. kann die DVB-T-Hardware auf UHF optimieren
- fürs Fernsehen sollten die 40 UHF-Kanäle ausreichen
- digitales Radio wird erst spannend, wenn möglichst viele Programme aufgeschaltet sind - siehe London. Dafür braucht man möglichst viele Bedeckungen, am besten mit DAB+.
Da eine UKW-Abschaltung illusorisch ist, bleibt nur VHF III, wo auch noch mobiler Empfang im Autoradio einigermaßen klappt.

Jetzt fehlen nur noch die Programme.







von peeraxel - am 07.01.2008 11:45
...und eine gute Klangqualität !!!

von Rudi-Tam - am 07.01.2008 13:02
...und eine gute Klangqualität !!!

Traeum weiter, schau mal nach London, MONO! ist angesagt ;-(

von Nordlicht2 - am 07.01.2008 13:31
Zitat
Erwin Lindemann
Die fü mich interessanteste Frage ist, WARUM gibt man VHF III auf? Bei VHF I leuchtet es mir ja noch ein, "Störungen" durch Überreichweiten, Antennenmonster, usw.. Nur um eine Antenne auf Empfängerseite zu sparen?


Genau dieses Antennenproblem stellt aktuell eine ziemliche Hürde bei DVB-T dar. Ich selber wohne keine 20km vom Olympiaturm in München entfernt, habe auf allen UHF-Kanälen ein bombiges Signal, bekomme aber das ARD-Bouquet auf K10 nur mit massiven Einschränkungen herein. Mit einer kurzen Stabantenne, so, wie sie für UHF vollkommen ausreichend ist, kann K10 überhaupt nicht empfangen werden, erst mit dem "Nudelsieb" und exakter Ausrichtung geht was. Das gilt sowohl für einen DVB-T-Stick am Laptop, als auch für einen Set-Top-Receiver.

Ich persönlich wäre froh, wenn VHF für DVB-T aufgegeben wird, und ich bin da sicher nicht der Einzige.

von _Christoph - am 07.01.2008 14:58
Das kommt aber auf die Zimmer also Stabantenne an welche man verwendet. Die etwa 35cm Langen mit Ferrit auf halber Laenge gehen fuer VHF einwandfrei. Nur die billigen und extrem kurzen ohne Dipol im Antennenfuss, die ja somit nix weiter als ein Stueck Draht darstellen, kann man fuer VHF vergessen.
Grosser Nachteil am Laptop ist bei VHF aber das die vom Laptop erzeugten HF Stoerungen gerade im VHF Bereich auftreten. Kannst ja mal probieren DAB Empfang vorm LCD Display zu realisieren, geht auch nicht. Alles in allem ist eine nur UHF Loesung fuer DVB-T aber schon sinnvoll obwohl VHF (DVB-T auf VHF) natuerlich bei hohen Geschwindigkeiten eindeutig stabiler geht. Nutzen aber eh die wenigsten.

von Nordlicht2 - am 07.01.2008 15:47
Zitat
Erwin Lindemann
Die fü mich interessanteste Frage ist, WARUM gibt man VHF III auf? Bei VHF I leuchtet es mir ja noch ein, "Störungen" durch Überreichweiten, Antennenmonster, usw.. Nur um eine Antenne auf Empfängerseite zu sparen? Ich hab's ja schon in England nicht verstanden, wo nach der Abschaltung der 405-Zeilen Norm auf VHF verzichtet wurde.

Ganz einfach: Die 625-Zeilen-Empfänger hatten und haben keinen VHF-Tuner. Daß das kein unüberwindbares Problem ist, haben die Iren bewiesen. Aber die britische Regierung wollte die freiwerdenden Frequenzen lieber zu Geld machen...

Zitat

Bei der Einführung von "five" fehlten dann Frequenzen in manchen Gegenden. (Ich frage mich, wie man dennoch im Parallelbetrieb DVB-T einführen konnte.)

Indem man DVB-T nicht als "Überallfernsehen" verkauft, sondern vernünftige (Dach-)Antennen voraussetzt. Die endgültigen Sendeleistungen wird es erst nach der Analog-Abschaltung geben können. Allerdings profitiert man davon, das die Störabstände zwischen analogen und digitalen Signalen kleiner ausfallen können als zwischen zwei analogen. Man konnte also noch digitale Sender dazwischen quetschen, für die es analog nicht gereicht hätte. Deshalb war auch nach der Inbetriebnahme der Senderkette für "five" noch Platz für DVB-T da.

Catperson


von catperson - am 07.01.2008 16:18
Das mag ja alles sein, daß so machner oder gar viele bei DVB-T Probleme mit dem VHF-Empfang haben.

Nur aus meinen Erfahrungen kann ich das eben nicht bestätigen. Ich wohne 9 km von einem VHF-Sender (Hoher Bogen, Bayern, Oberpfalz, K7) weg und habe den besten Empfang auf diesem Kanal 7.
Dieser VHF-Kanal wurde in unserem Versorgungsgebiet überhaupt mit DVB-T erst eingeführt. Zuvor waren es drei analoge UHF-Kanäle.

Beim VHF-Dachantennenempfang: Keine Übersteuerung, absolut stabiler Empfang, wenig Dämpfung bei Verteilern und langen Kabelstrecken.

Beim VHF-Zimmerantennenempfang: Ich habe den kleinen DigitMobil3 von TechniSat und meine Mutter noch einen 8" von Telestar. Und bei beiden Geräten mit Stabantenne: Der Kanal 7 geht am besten. Auch bei uns in der Kellerwohnung geht der Kanal 7 auf den mobilen Empfängern ohne Aussetzer selbst dort, wo die UHF-Kanäle schon längst "stottern".

Also ich bedauere die vielleicht baldige Abschaltung der DVB-T-VHF-Kanäle zutiefst. Und das ist ernst gemeint.

Wer weiß, welcher UHF-Kanal dann in Ostbayern kommt. Vielleicht einer, der mich in meinem Fernempfang vom Gaisberg oder Wendelstein dann einschränkt.

Servus.

PS: Ich hoffe, daß das noch eine Weile dauert (vielleicht ein/zwei Jahre), bis ein Umzug ins UHF-Band kommt.

von Daniel28-55-59 - am 07.01.2008 18:19
Die Region ist nach jetztigen Planungen als letzte dran.

Die Technik ist ja auch noch nicht so alt.

von Marcus. - am 08.01.2008 00:32
Zitat

Ganz einfach: Die 625-Zeilen-Empfänger hatten und haben keinen VHF-Tuner. Daß das kein unüberwindbares Problem ist, haben die Iren bewiesen. Aber die britische Regierung wollte die freiwerdenden Frequenzen lieber zu Geld machen.
.

Das mag vielleicht in den 60ern gegolten haben, als noch viele Fernseher in GB hergestellt wurden. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Sharp, Sony, Hitachi Philips und wie sie alle heißen speziell für UK die VHF-Tuner ausbaut. Aus der "Practical Television", Ausgaben aus den 60ern entnehme ich, dass damals schon viele Leute DX betrieben haben auf Band I. Die Fernseher aus dieser Zeit hatten natürlich VHF,. um im Multinormbetrieb auch BBC 1 und ITV zu empfangen. Später hatten die meisten Geräte VHF, da sie nicht mehr aus dem UK kamen. Mir fällt eigentlich nur der kleine Sinclair Taschenfernseher ohne VHF ein. Also daran kann es nicht gelegen haben. Man hoffte lediglich die Frequenzen zu Geld machen zu können, was in den 80ern und 90ern offenbar nicht gelungen ist. Wenn man VHF III europaweit für DAB koordinieren würde, das würde Sinn machen. Aber ohne Sinn und Verstand einfach abzuschalten eben nicht, besonders nicht wenn man über Frequenzmangel klagt.

von Bolivar diGriz - am 08.01.2008 05:33
Zitat
Erwin Lindemann
Zitat

Ganz einfach: Die 625-Zeilen-Empfänger hatten und haben keinen VHF-Tuner. Daß das kein unüberwindbares Problem ist, haben die Iren bewiesen. Aber die britische Regierung wollte die freiwerdenden Frequenzen lieber zu Geld machen.
.
Das mag vielleicht in den 60ern gegolten haben, als noch viele Fernseher in GB hergestellt wurden. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Sharp, Sony, Hitachi Philips und wie sie alle heißen speziell für UK die VHF-Tuner ausbaut.

Man darf nicht vergessen, daß für Großbritannien sowieso (wegen des anderen Bild-/Ton-Frequenzabstands) getrennte Produktvarianten erforderlich waren. Und wenn ich dann bei Millionen von Geräten die VHF-Bauteile weglassen kann, rechnet sich das ganz schnell. Erst in den letzten Jahren kann die Empfängerhardware meistens sowieso mehrere Normen und wird gegebenenfalls per Software umgeschaltet. Bei 405/625-Zeilen-Mehrnormgeräten könnte die Normenumschaltung auch an den Frequenzbereich gekoppelt sein. Das würde bedeuten, daß die so ohne weiteres auch keine 625 Zeilen auf VHF empfangen können. Aber wie gesagt, letztlich ist es eine politische und nicht eine technische Frage gewesen.

Zitat

Aus der "Practical Television", Ausgaben aus den 60ern entnehme ich, dass damals schon viele Leute DX betrieben haben auf Band I. Die Fernseher aus dieser Zeit hatten natürlich VHF,. um im Multinormbetrieb auch BBC 1 und ITV zu empfangen.

Die Zeitdauer, in der es BBC 1 und ITV nur mit 405 Zeilen gab, war sehr kurz, was bedeutet, daß seit Jahrzehnten keine Multinormempfänger erforderlich waren.

Soweit ich weiß, wurde Band I-DX in Großbritannien hauptsächlich mit Vorschaltgeräten betrieben.

Zitat

Man hoffte lediglich die Frequenzen zu Geld machen zu können, was in den 80ern und 90ern offenbar nicht gelungen ist. Wenn man VHF III europaweit für DAB koordinieren würde, das würde Sinn machen. Aber ohne Sinn und Verstand einfach abzuschalten eben nicht, besonders nicht wenn man über Frequenzmangel klagt.

QTH 51° 27′ 0″N, 6° 16′ 0″ E
Straelen-Herongen (bei Venlo)

Politik und "Sinn und Verstand"? Da verlangst Du aber ein bischen viel! Insbesondere wenn es um (potentiell viel) Geld geht.

Catperson


von catperson - am 08.01.2008 07:46
Zitat
HeinerW
- Wechsel von RBB II. Berlin: E07 => E50(nach RRC06 E27, aber ich gehe nicht von einem Wechsel E07 RBB II. => E27 und E27 RBB I. => E50 aus)
Wahrscheinlich 7->50, und 27 bleibt, denn 27 ist der bessere Kanal, und RBB-I ist das wichtigere Paket.

Zitat
HeinerW
- Wechsel von hr II. Rhein-Main: E08 => E54(Südhessen-Bouquet auch hier hin??? Jedenfalls nach RRC06...)
Das Südhessen-Bouquet ist eigenständig und bleibt es wohl, wegen der Gleichwelle mit dem SWR, und wegen der SWR-Baden-Württemberg-Version beim SWR, statt Rheinland-Pfalz im Rhein-Main-Gebiet.



von freiwild - am 08.01.2008 10:39
@freiwild:
Bei Südhessen (Würzberg) bin ich sowieso gespannt, weil der K49 in Heidelberg wahrscheinlich die Dritten Programme abstrahlen wird. Für den Würzberg gibt es diesen Kanal aber nicht. Obwohl der Würzberg aufgrund des fehlenden Standorts Mudau ja auch Teile von Baden-Württemberg um Eberbach und Buchen-Walldürn versorgt und deswegen rundstrahlt.

von Stefan Z. - am 08.01.2008 18:25
Der versorgt die vielleicht jetzt - aber nur "inoffiziell", denn tatsächlich "soll" man ja noch analog Eberbach empfangen. Und später wird dann doch wohl sicher Waldenburg die Versorgung übernehmen - oder woher nimmt man sonst jetzt dort Das Erste? Würzberg ist ein hessischer Standort und entsprechend kann der hr den belegen, wie er will. Und da das dann wohl eine Gleichwelle mit dem Rhein-Main-Gebiet auf K42 wird (auch wenn die aufgrund der Größe bei K37 auch nicht gut funktioniert), wird es dann eben dort SWR Rheinland-Pfalz geben. Der hr ist nicht dafür verantwortlich, die Lücken im SWR-Sendernetz zu stopfen...für Das Erste macht er es ja auch nicht. Die jetzige Bundesland-übergreifende Gleichwelle Heidelberg / Würzburg gibt es nur, weil keine anderen Kanäle frei waren - ist einfach nur eine Notlösung gewesen.

von Kroes - am 08.01.2008 18:35
@Kroes:
Danke, also bleibt nur das ZDF auf K 21 als Gleichwelle Heidelberg - Würzberg. Die Frage nach dem Mux für die Dritten Programme stellt sich aber deshalb, weil der HR zugibt, das es im hessischen Odenwald Stellen gibt, wo Heidelberg der Versorgungssender ist, während Würzberg und die Rhein-Main-Sender dort abgeschattet sind. Das Problem stellt sich anders als früher beim analogen Empfang, wo ja Hardberg und Krehberg Versorgungssender waren.

von Stefan Z. - am 08.01.2008 19:19
Umgekehrt passt es doch...wenn der SWR "freiwillig" hr fernsehen mit ausstrahlt, dann kann der HR natürlich auch problemlos auf die entsprechende Versorgung verweisen. Ob das jetzt vom SWR oder vom HR kommt und ob da jetzt zusätzlich SWR BW oder SWR RP läuft, dürfte dem Normalnutzer in Hessen ja vermutlich egal sein.

von Kroes - am 08.01.2008 19:21
@Kroes:
Gut, stimmt natürlich. Gebe mich geschlagen ! :-)

von Stefan Z. - am 08.01.2008 19:41
Würde mir allerdings wünschen, daß entweder das HR1-Bouquet oder das HR2-Bouquet wieder mit 4 Programmen im Rhein-Main-Gebiet läuft. Derzeit 2 Programme weniger als hier in BW ist zu wenig !

von Stefan Z. - am 08.01.2008 22:04
@Kroes:
Naja, ob Waldenburg alleine auf BW-Gebiet ausreicht, wird man sehen. Außergewöhnlich ist ja demnach, daß der Würzberg rundstrahlt.

von Stefan Z. - am 09.01.2008 18:30
Für ein paar Täler im Norden wird Waldenburg nicht ausreichen. Aber da wird der SWR wohl auf die Hilfe des BR und HR hoffen. Insgesamt wird das Gebiet aber nicht besonders gut versorgt werden ,da auch Spessart nicht umgestellt wird und der Pfaffenberg kommt nach Süden und Osten nicht gut raus. Das Maintal wird zwischen Miltenberg und Wertheim ne Lücke werden.

von Terranus - am 09.01.2008 19:02
Zitat

Naja, ob Waldenburg alleine auf BW-Gebiet ausreicht, wird man sehen.

Nein, sicher nicht.

Zitat

Für ein paar Täler im Norden wird Waldenburg nicht ausreichen.

Denke ich auch.

Zitat

Das Maintal wird zwischen Miltenberg und Wertheim ne Lücke werden.

Gut möglich. Analog kam dort teilweise noch Kreuzberg K03 an.

Zitat

Insgesamt wird das Gebiet aber nicht besonders gut versorgt werden

Weitere kleine Lücken kann es im Neckartal zwischen Heidelberg und Heilbronn sowie in einigen Seitentälern im Neckar-Odenwald-Kreis geben. Dort sind stellenweise weder Heidelberg noch Waldenburg richtig zu empfangen, da abgeschattet. Früher (= analog) wurde dort Das Erste meist über Heidelberg K07 V empfangen; ZDF und SWR BW (immer noch) über Eberbach/Mudau.
Jetzt geht dort Das Erste (wenn überhaupt) nur noch über Würzberg K37 mit Onkel Otto statt Äffle und Pferdle.

Würzberg geht jetzt Richtung Süden (= BaWü) recht weit. Sogar bei mir in der Ebene kommen noch ca. 50% Signalqualität an der Magnetfußantenne an. Vielleicht will der hr auch noch Bad Wimpfen versorgen, dass theoretisch ja immer noch zu Hessen gehört. :D

von Manager. - am 09.01.2008 19:42
Was ist eigentlich dran, dass oberhalb K60 ein GSM 850 Band geschaffen werden soll?

Dann wäre die Aufgabe des VHF III Bandes zusätzlich, ein gehöriger zusätzlicher Einschnitt.

von Marcus. - am 10.01.2008 16:33
Der Mobilfunk bekommt sein Kuchenstück im UHF-Band

Als einen wichtigen Schritt zur Schließung des digitalen Grabens bezeichnet der internationale Verband der Mobilfunkindustrie GSM Association (GSMA) die Öffnung des UHF-Bandes für mobile Dienste (IMT) durch die Wellenkonferenz (WRC 07) der Internationalen Fernmeldeunion (ITU). Für IMT wird laut den WRC-07-Beschlüssen künftig Spektrum im Bereich 790 bis 862 MHz zur Verfügung stehen und dort für mobile Dienste nutzbar sein, wo es frei ist. Allerdings gibt es keine global einheitlichen Frequenzen, in den USA und Südamerika wurde ein anderer und auch größerer Bereich festgelegt. Der Bereich 790 bis 862 MHz wird für Mobilangebote in Europa, Asien und dem Mittleren Osten geöffnet.

Vier Wochen lang rangen Vertreter von Regierungen und nationalen Regulierungsbehörden bei der ITU in Genf um die Zuweisung von Frequenzen für die kommenden vier Jahre. Zuletzt wurde von Donnerstag auf Freitag sogar die ganze Nacht verhandelt. Begleitet wurde diese Konferenz von intensivem Lobbying beider Seiten. Der Vorsitzende der WRC 07, Francois Rancy, sagte in einer offiziellen Stellungnahme im Verlauf der Konferenz, dass der Streit um die Frequenzzuweisung für den Mobilfunk die unerwartet hohe Teilnehmerzahl von etwa 2800 Delegierten erkläre. Für Regierungen sei die Neuorientierung in der Frequenzpolitik mit vielen Schwierigkeiten verbunden.

Die Entscheidung für die Öffnung des vom Rundfunk gehüteten UHF-Bereichs kam am Ende etwas überraschend. Über Wochen hatten vor allem europäische Regierungen einen Beschluss ihrer Regionalkonferenz im Rahmen der CEPT verteidigt, der eine Verschiebung der Öffnung vorsah. Doch der Kompromiss bröckelte. Laut Berichten befürworteten vor allem Frankreich und Großbritannien eine Zuweisung. Der Verband privater Rundfunk- und Telekommunikationsanbieter (VPRT) hatte die deutschen Verhandlungsteilnehmer zuvor noch einmal gedrängt, zum Schutz des Rundfunks hart zu bleiben.

Darüber, wer im Frequenzsummenspiel nun Gewinner und Verlierer ist, sind die beteiligten Parteien noch nicht einig. Aus dem Kreis der Landesmedienanstalten verwies man darauf, dass der zugewiesene Frequenzbereich kleiner ausgefallen ist. Nachforderungen sind laut dem aktuellen Stand wohl nicht auf der Agenda für die nächste WRC 2011. In gewisser Weise könnten die Rundfunker also "billiger" davonkommen. Andererseits verweisen Techniker darauf, dass wegen möglicher Interferenzprobleme ein direktes Nebeneinander von mobilen Diensten oder auch Wimax und Rundfunk wohl nicht möglich ist.

"Die Entscheidung durch die WRC ist ein wichtiger Schritt, hunderte Millionen Menschen in Entwicklungsländern und ländlichen Regionen der entwickelten Welt mit bezahlbarem Zugang zu Breitbanddiensten zu versorgen", sagte Tom Phillips, Leiter Government & Regulatory Affairs bei der GSMA. Der Ultrakurzwellenbereich eigne sich besser für diese Zwecke als Spektrum im Gigahertz-Bereich, wo die Konferenz ebenfalls Spektrum für IMT vorsah, wenn auch nicht einheitlich für alle Regionen.

Als Sieger bezeichneten sich in einer gemeinsamen Presseerklärung nach der Konferenz die Satellitenbetreiber Intelsat, Inmarsat und SES. Mit ihrer unmissverständlichen Kampagne "Keine Veränderungen" habe die Satellitenbranche es geschaft, ihre Nutzer vor möglichen Störungen durch Neulinge zu schützen. Die WRC habe ganz in ihrem Sinne eine globale Zuweisung für IMT im Satellitenband (C-Band) zurückgewiesen. (Monika Ermert) / (vbr/c't)

UND:

Sendeanstalten können Frequenzöffnung für Mobildienste auch positive Seiten abgewinnen

Der Dachverband der Rundfunkunternehmen in Europa (European Broadcasting Union EBU) hätte sich ein besseres Ergebnis der internationalen Wellenkonferenz in Genf (WRC 07) gewünscht, als Verlierer des Kampfs um die UHF-Frequenzen sieht sich die Branche aber nicht. "Wir können dem Ergebnis durchaus auch positive Aspekte abgewinnen", sagte ein Vertreter der EBU gegenüber heise online.

Die weitere Entwicklung der künftig auch für Mobilfunkangebote offenen Kanäle 61 bis 69 (690 bis 762 MHz) sei sehr stark von politischen Entscheidungen abhängig, teilte Herbert Tillmann, Technischer Direktor des Bayerischen Rundfunks, auf Anfrage mit. Tillmann vertritt die Interessen der ARD im Bereich der Frequenzpolitik. Öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk hatten die offizielle deutsche Delegation gedrängt, bei der Öffnung des begehrten UHF-Spektrums auf eine Vertagung bis zur nächsten ITU-Wellenkonferenz im Jahr 2011 hinzuarbeiten.

"Die Medaille hat zwei Seiten", ist die Sicht der Rundfunkanbieter auf das Ergebnis der WRC 07. Der obere Teil der UHF-Frequenzen (Kanäle 61 bis 69 oder 790 MHz bis 862 MHz) ist ab 2015 weltweit zur Nutzung durch Mobilfunk freigegeben. Das bedeute, dass die bisher in Europa für den Rundfunk exklusive primäre Frequenzzuweisung in den Kanälen 61 bis 69 durch eine so genannte "co-primäre Zuweisung" – gemeinsam mit Mobilfunkdiensten – ersetzt worden sei. Die Kehrseite der Medaille: "Die Zuweisung für Mobilfunk ab 2015 ist unter gewissen Randbedingungen auch früher nutzbar", ergänzt der BR-Technikchef.

"In einigen Ländern wird es sofort losgehen mit Lizenzierungen für Mobilfunkangebote", sagt der EBU-Vertreter. Je kleiner die Märkte für neue Zugangsangebote, desto höher allerdings auch die Kosten für mögliche neue Gerätegenerationen, räumte er ein. In Deutschland sei noch unklar, wann die Kanäle 61 bis 69 wirklich für mobile Dienste genutzt werden kann, meint Tillmann: "Der größte Teil dieses Spektrums wird zurzeit militärisch genutzt". Vor einer Nutzung muss geklärt werden, auf welchen Teil das Militär verzichtet.

In den vergangenen Jahren wurde von Experten immer wieder darauf hingewiesen, dass es bei den vom Militär genutzten Frequenzen noch Raum für eine effektivere Nutzung gibt. Vor zwei Jahren hatte die Regulierungsbehörde bereits vom Bundesministerium für Verteidigung zurückgegebenes Spektrum im Bereich von 880–890/925–935 MHz den großen Mobilfunkbetreibern zur Verfügung gestellt.

Die neuen Genfer Entscheidungen haben laut Tillmann zunächst keinen Einfluss auf den Rollout von DVB-T. Mittelfristig hänge das allerdings von der Umsetzung der WRC-07-Ergebnisse auf europäischer und nationaler Ebene ab. In Genf wurden gleichzeitig mit der möglichen Freigabe der UHF-Frequenzen auch Studien zu möglichen Interferenzen beschlossen. Zwar habe die EBU dafür plädiert, diese Studien noch vor der Freigabe zu machen, sagte der EBU-Vertreter. Dennoch begrüße man den Beschluss zu den Studien, da noch unklar sei, welche Pufferzonen zwischen den verschiedenartigen Angeboten eingehalten werden müssten.

Er halte es auch für möglich, dass die freigeräumten Bänder gar nicht für neue Dienste genutzt werden, sagt Tillmann. Das Bundeswirtschaftsministerium lädt Ende des Monats zu einer Nachbetrachtung der WRC-07-Entscheidungen. Vereinbarte Strategie auf deutscher Seite sei eine Paketlösung gewesen, die die Freigabe von UHF-Frequenzen mit der gleichzeitigen Freigabe im C-Band (3,4 bis 4,2 GHz) koppeln sollte. Dagegen hatten sich laut Tillmann Vertreter aus Mittel- und Südamerika gewandt, wo dieses Frequenzband intensiv für Satellitendienste genutzt werde. Gleichzeitig haben sich afrikanische Staaten sehr stark für die Öffnung des UHF-Bereichs ausgesprochen, ebenso wie die US-IT-Branche. (Monika Ermert) / (vbr/c't)



Quelle für beide Artikel: www.heise.de




von Optimierer - am 10.01.2008 16:43
Das stimmt teilweise - siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/99247 . Ab 2015 (in Einzelfällen auch eher), darf dieser Bereich _auch_ von Mobilfunkangeboten (nicht zwingend muss das GSM sein - wer weiß schon, welcher Standard bis dahin gilt) genutzt werden...die Zuweisung für Rundfunk entfällt aber nicht. Sie wird nur umgewandelt in eine parallele Nutzung, die dann wohl in den jeweiligen Regionen entsprechend entschieden werden muss.

von Kroes - am 10.01.2008 16:55
@HeinerW: Wer hat das bloß koordiniert:

Zitat

- Wechsel von RBB II. Berlin: E07 => E50(nach RRC06 E27, aber ich gehe nicht von einem Wechsel E07 RBB II. => E27 und E27 RBB I. => E50 aus)

Yo, dann ist für DX im Raum Parchim der Kanal auch pfutsch - schade, auch wenn Hörby K50 nicht mehr analog sendet. Wenn Schwerin doch noch auf K50 on air geht - gute Nacht :mad:

Zitat

- Wechsel von MABB I. Berlin: E05 => E58

Problematisch! Dannenberg, Uelzen und Visselhövede nutzen bereits den K58 (2. NDR-Bouquet). Wegen Berlin darf DAN ja auch schon das ZDF-Bouquet (K27) nicht ausstrahlen.

Zitat

- Wechsel von NDR II. Hamburg: E09 => E36

Na toll! Das beißt sich dann schön mit Hannover-Braunschweig :mad:

Zitat

- Wechsel von MDR II. Leipzig: E09 => E35

Das Hallenser MDR-SAN-Bouquet muss dann auf Gleichwelle mit Wittenberg K38 gehen (ist das nicht schon geplant?)

Zitat

- Wechsel von NDR I. Braunschweig: E08 => E53

Dürfte schwierig werden wegen DVB-H Hamburg K53 :mad:


von Analog-Freak - am 10.01.2008 17:44
Eine ähnliche "Diskussion" hatte ich gerade mit einem (nicht wirklich einsichtigen) nervigem Zeitgenossen im DF-Forum: Es wird nicht für DXer geplant, sondern für Normalempfänger. Es interessiert im Überschneidungsgebiet außer ein paar "Freaks" niemanden, ob da jetzt was zu empfangen ist oder nicht. Für DVB-T gibt es zwei Hauptanwendungsgebiete:
- Satempfang nicht möglich, Kabel zu teuer, also Zimmerantennen-Empfang (Dachantenne wird ja dann auch nicht erlaubt): Man ist so nahe am Hauptsender, dass keine Störungen entstehen - und in den Genuß weiter entfernter Sender kommt man mit der Ausstattung sowieso nicht
- Ergänzung zum Satempfang: Hier wird dann vielleicht sogar mit Dachantenne gearbeitet. Dadurch ist häufig eine Ausblendung möglich...und wenn nicht, dann ist es eben auch nicht ganz sooo tragisch, da eben der Satempfang immer noch da ist

Für uns DXer ist das zwar alles insgesamt Schade, aber es geht wohl einfach nicht anders. Man muss schließlich _flächendeckend_ 6 Bouquets zwischen K21 und K60 unterbringen und diese auch noch mit dem Ausland abstimmen - da sind Wiederverwendungen nach maximal 150-200 Kilometern einfach notwendig.

von Kroes - am 10.01.2008 17:56
@Kroes: Dürften aber dann nicht allein angehobene Bedingungen für totalen Bild- und Tonausfall reichen? Wer am Südrand von HH wohnt, dürfte dann schnell mal Probleme auf K36 und 53 haben - ebenso wie am nördlichen Rand Braunschweigs, ebenso dürfte es mit K58 in den westlichen Stadtbezirken Berlins aussehen - Das ZDF-Bouquet darf ja auch nicht in Dannenberg ausgestrahlt werden.

Bei der neulichen fetten Tropo hat sich das schon bemerkbar gemacht: Bei Ausrichtung meines "Nudelsiebes" Richtung Nord (QTH: "Ruhner Berge 1" mit freier Sicht nach Norden) hatte ich auf dem UHF fast komplett einen dicken Rauschteppich, der selbst die fett einfallenden TV2-Sender unter sich begrub und den Tuner meines TV-Apparates hoffnungslos übersteuerte. Das kam alles aus Schweden! Und dabei habe ich schon eine "Ankaro Zap-V Plus", welche gegenüber anderen "Nudelsieben" einen rauscharmen Verstärker hat. Nach Herunterregeln des Verstärkers hatte ich wenigstens noch mehrere Logs aus POL. Leider konnte auch der Digipal1 mit dem Gewirr nicht viel anfangen: lediglich DTT Nät 4 aus Halland (K45) sowie DTT Nät 5 mit einem "Kanal Lokal Östergötland" (K62) wurden eingelesen. Schlimmer noch: Der Ortssender Schwerin war gar nicht empfangbar, auch das fette DVB-T-Signal aus Dannenberg auf K43 war zeitweilig nicht oder nur mit Aussetzern zu empfangen, vermutlich störte das DTT Nät 2 aus Skåne.

Tja, es ist leider so, aber bald kann dann Antenne und TV-Apparat an den berühmten Nagel hängen ... Vor 10 Jahren noch hätte ich meine blanke Freude an den vielen Schweden-Logs bei Tropo über der Ostsee.

von Analog-Freak - am 10.01.2008 18:13
Zitat

. Wegen Berlin darf DAN ja auch schon das ZDF-Bouquet (K27) nicht ausstrahlen.


ICh denke das hat eher mi den Kosten zu tun.



von Marcus. - am 10.01.2008 22:08
Nein, der K27 ist überhaupt nicht für Dannenberg vorgesehen - allerdings ist der eben auch für Berlin und den gesamten Westen Brandenburgs geplant (inkl Sender Dippmannsdorf, auch wenn der sehr wahrscheinlich nie wieder für TV in Betrieb gehen wird), während K58 ausschließlich für Berlin selbst gedacht ist.

Zu den möglichen Problemen: Klar, bei Tropo ist DVB-T sehr anfällig - aber auch schon in ziemlicher Sendernähe. Ob der Störer dann aus 100 km oder aus 300 km Entfernung kommt, dürfte auch weniger eine Rolle spielen. Klar ist natürlich, dass die Wiederholentfernung der einzelnen Kanäle schon sehr gering ist...nur war das eben wohl ziemlich sicher das Beste, was bei einer flächendeckenden Sechs-Kanal-Planung rauszuholen war. Natürlich hätte man auch einige Regionen nur mit drei Kanälen planen können...aber dann hätte man bei einem "plötzlichen" Privatsendereinstieg wieder das Problem, was wir bei den "Versäumnis-Bundesländern" auf UKW kennen...dort gibt es eben vor allem in NRW keine Möglichkeiten für eine weitere Privatkette, während andere Bundesländer eben vorher viel mehr Großsender koordiniert haben. Nachträglich reinschieben geht dann nicht, also vorher alles auf 6 Kanäle planen und mit den schnellen Wiederholungen leben. Es ist nunmal Mangelverwaltung bei den terrestrischen Kanälen, auch wenn es aufgrund der _aktuellen_ Gegenheiten _stellenweise_ nicht so aussieht.

von Kroes - am 10.01.2008 22:38
Zur Kanalnutzung in Berlin:

Der Wellenplan GE06 unterscheidet zwischen Kanälen für
a) Berlin-Brandenburg und
b) Berlin allein mit einer gewissen Einstrahlung ins Umland.

Zu a) gehören die Kanäle 33, 27, 25, 44, 47, 59, 07.
Zu b) gehören die Kanäle 58, 50, 65, 56.

Streng nach Plan wäre K 59 der Ersatz für K 7; und K 5 würde durch einen der Kanäle unter b) ersetzt. Die Nutzer des bunten Bouquets von K 5 werden sicher keine UHF-Großsender mit 2 x 50 kW finanzieren wollen, sodass die Reichweite dann eher dem jetzigen K 56 entsprechen wird.

Der jetzt für DVB-H genutzte Kanal 39 gehört eigentlich zur Region Magdeburg und könnte demnächst dort für DVB-H benötigt werden (oder man nimmt dort den K 45). In Berlin müsste dann K 50 genutzt werden.

Alle Änderungen der jetzigen Kanalnutzung in Berlin stehen aber unter dem Vorbehalt, dass noch bestehende analoge Nutzungern in Polen nicht gestört werden dürfen. Im Übrigen werden die Kanäle 5 und 7 frühestens Ende 2009 für DAB benötigt - wenn es denn was wird mit dem geplanten DAB(+)-Relaunch ("Big Bang").

Man kann aber auch Kanäle aus benachbarten Regionen dauerhaft für Berlin koordinieren: Modifikation des Plans GE06 nach § 4 des Abkommens. Solches ist schon in der Region Leipzig geschehen (Eintrag K4 bei den Senderdaten der BNetzA) und zur Zeit in Stuttgart und Oberbayern in der Koordinierungsanfrage (A4 in den Senderdaten).



von Manfred Z - am 10.01.2008 23:08
Neben der Problematik starker Tropos wird es doch erst dann wirklich kritisch, wenn DVB-T flächendeckend auch von den Privaten genutzt würde.
Einen erheblichen Dämpfer für die derzeit unerwartet gute Akzeptanz von DVB-T wird es sicher geben, wenn eine über mehrere Jahre gewohnte Empfangsvielfalt durch Neuaufschaltungen in Mitleidenschaft gezogen würde. Bis dahin muss man die in etlichen Gegenden bestehende Programmvielfalt einfach stillschweigend genießen und hoffen, dass sich die Privaten auch künftig auf die derzeitigen Ballungsräume beschränken.
Gekniffen wären ansonsten nur die Zuschauer, die kein Sat-Fernsehen genießen können, denn zumindest im analogen Kabel hat sich das Programmangebot aus Kommerzgründen in den letzten Jahren deutlich verschlechtert.

von Rudi-Tam - am 10.01.2008 23:12
Wenn VHF weg ist, ist DVB-T wirklich Überallfernsehen (fürs Schlafzimmer mit kleiner Stabantenne), für den Hauptaufbau im Wohnzimmer ist das ganze unsinnig - da kann man gleich ne Satschüssel aufbauen, wenn eine große Antenne aufm Dach nötig wär.

von elchris - am 11.01.2008 07:57
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