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Software für UKW-Empfang

Startbeitrag von Onuseit am 06.03.2008 00:56

Gibt es eine Radio-Software für XP, mit der man vernünftig DXen kann? In meinem PC steckt eine Medion TV Tuner 7134-Karte mit Philips Chipsatz, die an die 7 Elemente-Dachantenne angeschlossen ist. Hardwareseitig sehe ich weniger Probleme, aber die mitgelieferte Software ist eine Katastrophe.

Antworten:

Naja, also die Karte ist recht taub. Zum DXen ist das Teil eher weniger geeignet. Egal mit welcher Software.

von Spacelab - am 06.03.2008 08:18
Was gibt es für Alternativen? Gibt es USB-Sticks mit FM-Radio, bei denen man Radio mit dem PC steuern und nutzen kann?

von Handydoctor - am 06.03.2008 09:42
Und wie das Teil taub ist. Habe in meinem Medion PC dieselbe Karte und die mitgelieferte Dipolantenne angeschlossen. Sender die mit anderen Radios im Haus wunderbar mit Drahtwurfantenne gehen, gehen mit der PC Karte nur mit Rauschen.

von BetacamSP - am 06.03.2008 11:30
Also ein normaler Büro-PC ist zum UKW-DXen mit einer Drahtwurfantenne ohnehin nicht geeignet. Der erzeugt selbst schon so viele Störungen und einen angehobenen Rauschpegel, dass man damit oftmals allerhöchstens Ortssender gerade so rauschfrei empfängt. Ein TFT-Monitor trägt auch seinen Teil dazu bei.

Mein Technics steht 2 Meter nebendran, und wenn ich beim Tropo-DXen über eine schwache Station bzw. Frequenz stolpere, die ich nicht zuordnen kann, dann hilft nur folgendes :

PC einschalten -> Frequenztabelle suchen -> Sender identifizieren -> PC ausschalten -> weiter DXen

Beim Sporadic E-DXen kritzel ich alle empfangenen Frequenzen und alles, was ich identifizieren kann, auf Papier und guck dann später im PC die Senderlisten durch. Bis der nämlich rauf und wieder runtergefahren ist, ist so manche Station wieder weg. Selbst im Standby gibt's nämlich noch angehobenes Rauschen durch Netzteile etc.

@Schwagalla

Hast Du diese Software schon probiert ?

http://flesko.cz/programs.html

Die habe ich vor Jahren mal benutzt, bevor ich eine DVB-S Karte im PC hatte. Sie bietet immerhin 24 Speicherplätze. Die Originalsoftware meiner Radiokarte bot ganze 6 (sechs !) Speicherplätze.



von Saarländer (aus Elm) - am 06.03.2008 12:03
Ist UKW-DX mit dem PC theoretisch überhaupt möglich? Ein PC erzeugt ja sehr viel HF-Störungen ...

Grüße aus der Steiermark!

edit: so das war jetzt gleichzeitig mit dem Eintrag von Saarländer

von Valkosipuli - am 06.03.2008 12:04
das kommt wohl darauf an, wie gut die Karte geschirmt ist. Meine Erfahrung ist auch negativ mit den beiden Hauptgründen breitbandige Filter und Unempfindlichkeit.

Meine externen Empfänger kann ich gut zusammen mit PC's verwenden; da ist die Schirmung ausreichend

von Werner53 - am 06.03.2008 12:44
Also mit externen Empfängern hab ich auch keinerlei probleme. Mein (modifizierter) Sangi hat keinerlei probleme mit dem PC. Mit einer internen Karte wird das aber wohl wieder anders aussehen. Ich hab mal, das ist jetzt aber schon jahre her, mal eine UKW Karte gesehen die komplett verkleidet war. Da hat nur noch der PCI Anschluß rausgeschaut. Diese Karte war aber auch nicht für 20 Mark zu haben (wie die damals übliche Karte von Typhoon) und die Sinn frage hat sich da natürlich gestellt. Naja, ich hatte die Karte eh nicht lange in Betrieb da zu der Zeit die ersten PCI-Satkarten auf den Markt kamen. Aber ich denke DXen geht schon mit dem PC. Voraussetzung ist eine gute Software und ein Empfänger den man außerhalb des PCs betreibt. Also einen USB Empfänger. Diesen natürlich nicht direkt in den PC stecken sondern mit einer USB Verlängerung möglichst weit aus dem Störnebel raushalten. Dann KÖNNTE es vielleicht klappen. Wenn ich auch nicht weis welcher USB Empfänger dafür geeignet wäre. Denn wie wir ja schonmal hier im Forum festgestellt hatten sind die bei UKW alle ziemlich unempfindlich.

von Spacelab - am 06.03.2008 13:41
bei sporadic E brauche ich unbedingt einen PC, um mir die PI Codes auszulesen und die Station identifizieren zu können ( RDS dauert da viel zu lange und kommt oft gar nicht ).

von Werner53 - am 06.03.2008 14:00
Und was sind eure Meinungen wie weit eine Antenne für DX-Empfang mindestens vom PC entfernt sein sollte?

von Valkosipuli - am 06.03.2008 14:11
Am allerbesten wäre sowieso eine richtige Außenantenne. Aber dann werden wohl die meisten USB Sticks überfordert sein. Die Erfahrung musste auch ein freund mit seinem Laptop und diversen PCMCIA Karten und USB Sticks machen. Mit der mitgelieferten Dipol Antenne sind die teile fast alle taub ohne Ende und wenn man eine ordentliche Dachantenne drannhängt hat man jeden auch nur halbwegs starken Sender gleich mehrfach auf der Skala. Irgendwann hat er aber dann doch kapiert das diese ganzen Dinger wohl eher nur zur Hintergrundberieselung mit dem örtlichen Hitdudler gedacht sind. Die Hersteller solcher Empfänger haben entweder den DXer Markt noch nicht entdeckt oder dieser Markt ist zu klein und der mehrheit genügt es wenn sie ihr Hitradio Antenne Hastdunichtgesehen empfangen können.

von Spacelab - am 06.03.2008 14:36
.

von fm_am_dx - am 06.03.2008 15:48
Ich hab mir mal ein D-Link USB Radio ersteigert. Mit der alternativsoftware Radiator sollte man eigentlich unter 87,5 und über 108 kommen, Hat bei mir damals nicht gefunzt (2005).

Gibt es für das Teil schmalbandige Softwarefilter, RDS-PI-Plug-Ins, oder Treiber bzw eine Alternativsoftware mit der man OIRT, BOS, usw. wirklich kriegt und nicht nur Rauschen. Da ging ja nicht einmal die Leipziger Wetteransage, die mit meinem Anaogscanner ging. Im UKW-Band ging eigentlich alles fast so gut wie im Onkyo - sprich; wenn da RadioEins rauschfrei geht, geht es mit D-Link USB Radio auch,

von LeipzigNewsMan74 - am 06.03.2008 15:48
Leute, wartet mal noch geschätzte ein bis zwei Jahre, dann gibt es echte softwaredefinierte Empfänger (SDRs), die auch bis über 100 MHz direkt empfangen, d.h. die Eingangsfrequenz direkt verarbeiten.

Also nix à la Winradio oder PCR-1000 & Co., sondern sowas wie bereits jetzt der Perseus, der für Frequenzen bis 40 MHz einfach genial ist. Die Bandbreite wird dann sicher auch direkt per Software beliebig einstellbar sein und die Filter eine bisher nicht gekannte Flankensteilheit besitzen. Beim Perseus kann man jetzt schon die Filter nach unten und oben separat einstellen, exakt so wie es die Störsituation gerade erfordert. Ist echt toll.

Hauptsache, die Entwickler denken dann auch an RDS und wirklich auch an breite FM-Filter und nicht nur BOS-taugliches Scannerzeugs.

73
Udo


von Udo Isaenko - am 06.03.2008 16:57
hallo Udo; stimme dir im Prinzip zu, aber bei Frequenzmodulation kann ich ja nicht wie bei AM über eine schmalere Bandbreite Störungen minimieren, indem ich einfach auf Höhen im Audiobereich verzichte; da ist gleich das ganze Signal betroffen...

von Werner53 - am 06.03.2008 17:13
Welcher Frequenzbereich wird eigentlich von nem normalen Büro PC gestört? Gehen die Störungen auch noch bis ins Band III?

von BetacamSP - am 06.03.2008 18:43
@Werner53:

Es geht mir bei SDRs nicht um die Audio-Bandbreiten-Reduzierung, sondern um ddie HF-Bandbreite. Klar, bei AM-Empfang auf MW/KW gehört beides zusammen. Aber stell dir vor, du hast einen SDR und kannst die per Software realisierte HF-Bandbreite ganz variabel (und nicht nur in Schritten von 56, 82 und 110 kHz) einengen bzw. die Filterkurve so verschieben, dass ein benachbarter Störer (vielleicht gar im Spektrum sichtbar?) rausfällt. Hardware-ZF-Filter braucht man dann keine mehr. Bei schmalen (damit meine ich bis ca. 25 kHz) Bandbreiten und KW kann das die Software schon jetzt besser als Hardware-Filter.

Theoretisch wäre es auch denkbar, per Software sowas wie Dynas/Sharx einzubauen, die entsprechenden Programmierkenntnisse (die ich nicht habe) vorausgesetzt. Das ist ja der Vorteil von solchen SDRs, dass so gut wie alles per Software bereits auf der HF-Seite machbar ist bzw. sein wird.

Ein sehr schneller Rechner wird aber sicherlich für all das (v.a. für breite Filterung) nötig sein.

Ich glaube, in den nächsten Jahren kommen da noch einschneidende Veränderungen in Empfängerkonzepten auf uns zu, die jedoch sicher nicht im Kostenbereich von billigen 20-Euro-TV/Radio-Karten, sondern wahrscheinlich wie beim Perseus eher gegen 1000 Euro hin zu haben sein werden, schätze ich.


von Udo Isaenko - am 06.03.2008 19:11
Wäre es nicht möglich sowas auch mit DSPs zu realisieren? Dann wäre es doch auch möglich ein wirklich universelles Radio zu bauen das man transportieren könnte wie ein richtiges Kofferradio. So eine Art super Morphy Richards.

von Spacelab - am 06.03.2008 20:42
Zitat
Werner53
bei sporadic E brauche ich unbedingt einen PC, um mir die PI Codes auszulesen und die Station identifizieren zu können ( RDS dauert da viel zu lange und kommt oft gar nicht ).


Wo? Bei FMLIST?


Zitat
LeipzigNewsMan74
Ich hab mir mal ein D-Link USB Radio ersteigert. Mit der alternativsoftware Radiator sollte man eigentlich unter 87,5 und über 108 kommen, Hat bei mir damals nicht gefunzt (2005).


Die Software kann man ja ändern. Habe auch eine Interne Tunerkarte, die aber nix bringt, aber Experimente eignen sich gut. So kann man beim Befehl "Tune0=8750000" schnell auf 40 MHz ändern, was tatsächlich klappt. Und das Ende des UKW-Bandes "Tune1=10800000" irgendwo auf 300 MHz setzen, dann hat man den TV-Ton eines Kabelanschlusssenders.

von BieMa - am 06.03.2008 20:56
Da kommen sicher interessante Dinge auf uns zu. Gerade die Filtersache klingt sehr interessant. Letztendlich dürften diese deutlich steileren Filterflanken ja auch bewirken, dass ich bei gleicher Trennschärfe einen deutlich verbesserten Klang haben werde, oder umgekehrt bei gleicher klanglicher Verzerrung eine deutlich verbesserte Trennschärfe. So wird man vielleicht dann 100kHz neben absoluten Ortssendern Signale rauskitzeln können, die dann vielleicht nicht unbedingt mal so verzerrt klingen, wie man das heute von z.B. 56kHz-Filtern gewohnt ist.

von Habakukk - am 07.03.2008 11:59
mein Punkt war, dass sich das Spektrum der AM Modulation grundsätzlich von dem bei FM Modulation unterscheidet, z.B. gehen Lautstärkeunterschiede bei AM in die Amplitude ein, bei FM dagegen nicht. Es würde also total andere Softwarefiltermethoden auch im HF Bereich gegenüber AM erfordern, um bei FM eine Störreduzierung zu erreichen.
Eine Nachbildung von Sharx / Dynas in Software wäre natürlich klasse.
Alle diese SW Lösungen brauchen viel Rechenleistung. Transportable Systeme sehe ich da " Batteriekritisch ".

Hat schon mal jemand versucht, mit Dream FM zu dekodieren und wie waren die Ergebnisse ?


von Werner53 - am 07.03.2008 13:53
Zitat

Hast Du diese Software schon probiert ?

http://flesko.cz/programs.html



Leider führt dieser link ins Nirvana. Könnt Ihr mal passende Software für

"TV Tuner 7134-Karte"n "mit Philips Chipsatz" namentlich nennen ?

von Felix II - am 07.03.2008 13:54
Da könnte ich zum Beispiel die Shareware "Fly2000 TV" empfehlen, die kann neben (analogem) TV auch Radio, und das sogar lustigerweise im OIRT-Band! Zumindest kann man die Frequenzen durchstimmen... empfangen hab ich mangels Sender damit noch nix.

von Joe2006 - am 07.03.2008 17:29
da klink ich mich doch mal ein ;-)
Ich habe in meinem Linux Server ne alte ISA Radiokarte (Radiotrack) drin, die mir nen Shoutcast Server speisst (LineIn Soundkarte). Nun ist die Zeit der ISA Slots mittlerweile vorbei, für den nächsten Server muss ich mir was anderes überlegen. Weis jemand obs für Linux (SuSE) ein PCI/USB Radio gibt ?
Ein externes Radio (Tuner) ist nur die 2. Wahl, da ich per Putty die Frequenz ändern möchte.


von mobi - am 07.03.2008 18:09
@ Werner53:

Wenn du mit Störreduzierung solche genialen Dinge wie z.B. Phasing meinst, sowas wird bei FM naturgemäss nicht gehen, das geht nur bei AM mit seinen beiden Seitenbändern, dass man da die Störungen in einem digital vom anderen "abziehen" und so die typischen Splatter rausrechnen kann. Aber vielleicht meinst du auch was ganz anderes, das ich nicht so richtig verstehe, weil ich in den Details digitaler Demodulation keine Ahnung habe (ich hatte lediglich an variabel breite Filter gedacht) und wir reden einfach aneinander vorbei?

Klar, das alles braucht Rechenleistung und ein dickes Schlepptop mit noch dickerem Akku. Sowas kann man portabel höchstens im Auto bzw. Wohnmobil oder auf dem Campingplatz aufbauen, aber nicht mal schnell im Rucksack auf die Berge mitnehmen.

Ich habe vor ein paar Monaten mal testweise die 10,7 MHz ZF aus meinem AR-3000A ausgeleitet und auf den HF-Eingang sowohl des Winradio als auch des Perseus gegeben und dann mit Dream und auch irgendeiner anderen Software (die noch in Entwicklung ist, deren Name mir gerade niocht einfällt, die aber auch grosse FM-Bandbreiten bis 150 kHz verspricht) gegeben. Leider sind die derzeit erzielbaren Bandbreiten so schmal (z.B. max. 25 kHz beim Perseus nativ ohne Dream), dass es sehr doll verzerrt war, schlechter als mit dem NFM-Filter am AOR. Wie gross die machbare Bandbreite bei Dream ist, erinnere ich mich gerade nicht, es war jedenfalls auch sehr verzerrt. Aber da wird sicher bald schon was entwickelt, jedenfalls wenn die Software-Spezialisten auch an uns WFM-DXer denken und nicht nur an die Scannerfraktion.


von Udo Isaenko - am 07.03.2008 22:07
Zitat
mobi
da klink ich mich doch mal ein ;-)
Ich habe in meinem Linux Server ne alte ISA Radiokarte (Radiotrack) drin, die mir nen Shoutcast Server speisst (LineIn Soundkarte). Nun ist die Zeit der ISA Slots mittlerweile vorbei, für den nächsten Server muss ich mir was anderes überlegen. Weis jemand obs für Linux (SuSE) ein PCI/USB Radio gibt ?
Ein externes Radio (Tuner) ist nur die 2. Wahl, da ich per Putty die Frequenz ändern möchte.
Eine vorgefertigte Lösung/Kombination Radio-Karte mit Software für Linux wirst Du nicht finden. Aber eigentlich sollten die meisten PCI-Slot-TV-Karten mit Radioteil und nicht allzu exotischen Chip vom v4l oder v4l2-Treiber von Linux unterstützt werden. Muß man ausprobieren oder vorher den enthaltenen Chip recherchieren. Mit der DX-Tauglichkeit ist das da aber meist so eine Sache... Aber wenn denn die Karte (oder genauer, die auf der Karte verbauten Chips) vom Video4Linux-Treiber unterstützt wird, ist die Steuerung mit Putty kein Problem, dafür gibt es die fm-tools zur Steuerung des UKW-Tuners über Kommandozeile.

von Hagen - am 07.03.2008 23:50
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