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Radioforum
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vor 14 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 4 Monaten
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digifreak, Analogiker, dxbruelhart, Manager, Saarländer (aus Elm), Schwabinger, RealRock, Andreas W, Wiesbadener, daniel

warum gibt es eigentlich keine UKW - Sender für den DLF im Saarland???

Startbeitrag von daniel am 04.08.2003 08:48

ich würde mich über einen antwort, hier im forum sehr freuen !!! danke!!! daniel

Antworten:

Naja, Frequenzen sind ja ohnehin knapp... Und für das Saarland gibt es immerhin die Saarburger Frequenz aus RLP. Wie gut kommt die denn rein im Saarland? Ansonsten hatte wohl das DeutschlandRadio Berlin erst mal Vorrang bei neuen Sendern im Saarland. Das ging ja vorher gar nicht, der DLF über Saarburg wenigstens ein bisschen.



von Andreas W - am 04.08.2003 08:59
Die beiden Senderstandorte Saarburg 104,6 und Hornisgrinde 106,3 versorgen das Saarland sehr gut mit dem Programm des Deutschlandfunks. Teilweise ist auch auf 105,1 Empfang des DLF möglich, über den Sender Blauen oder über den Sender Kaiserslautern/Dansenberg-Großer Humberg.
Da wäre es eine grosse Frequenverschwendung, wenn im Saarland selbst noch ein Sender eingeschaltet würde.

von dxbruelhart - am 04.08.2003 09:02
Problem ist Saarbrücken. Hier ist der DLF nicht oder nur sehr schlecht auf UKW hörbar, die 104,6 ist geplättet durch RPR Eins Kettrichhof (104,7), die 106,3 ist durch France Info auf 106,4 in Mitleidenschaft gezogen. Die 105,1 geht nicht wg. der 105,0 aus Neunkirchen.

von Wiesbadener - am 04.08.2003 09:08
Warum sollte der DLF im Saarland unbedingt auf UKW senden? Der kommt doch hier knüppeldick auf MW von Heusweiler. Das reicht doch für im Auto- oder Küchenradio oder im Radiowecker. Wer bessere Qualität haben möchte, kann den DLF gleich mehrfach über Satellit hören, z. B. auf Astra in ADR, DVB und Analog. Allerdings wäre es mir egal, wenn der DLF auf UKW käme und dafür entweder SR1 - 2 - 3 oder Salü auf MW käme, die ich sowieso nie höre.

von RealRock - am 04.08.2003 10:35
Lt. techn. Richtlinie ist der Mindestpegel von 54dBuV aber in 10 Meter Höhe an einer 3-El Yagi einzuhalten und nicht an der Wurfantenne im 2.Kellergeschoß.

von digifreak - am 04.08.2003 14:59
Nicht-Fachmann ?!

So hart würde ich das nun nicht bezeichnen.
Aber als Nicht-100%ig-Ortskundiger kann man schon übersehen, dass so'n paar kleine Hügel, wie wir sie hier reihenweise haben, die UKW-Ausbreitung doch gehörig dämpfen können.
Da reicht Saarburg im Bereich zwischen Saarlouis und Völklingen gerade mal noch zur stationären Mono-Versorgung, und die 106,3 kommt auch nur im Osten des Saarlandes gut.

Der größte Problemfall ist noch gar nicht genannt : Europe 1 Forbach auf 104,5

Da hat man 1995 zwar wohl am Strahlungsdiagramm gebastelt, um maximale Ausblendung Richtung Saarland zu erzielen, aber dennoch macht dieser Sender im Raum Saarbrücken den Empfang des DLF auf 104,6 v.a. im Auto zu einem ungenießbaren Erlebnis. Gegen das 'laute' französische Wortprogramm hat der DLF keine Chance, wenn man keinen extrem trennscharfen Empfänger hat.

Mögliche neue Frequenzen zur Versorgung der Landeshauptstadt (außer für 10 Watt-Funzeln) gibt's hier auch keine mehr.

Mir würde als einzige bessere Lösung noch einfallen, die 107,9 von Lebach zum Schoksberg zu verlagern und dort mit 500 oder 1000 Watt Richtung Ost/Südost zu betreiben, um die Lücke zwischen Saarburg und Hornisgrinde zu füllen.
Aber da gäb's bestimmt wieder Probleme wegen internationaler Koordinierung, und eine adäquate Ersatzfrequenz für DLR Berlin in Lebach fällt mir momentan auch keine ein.

von Saarländer (aus Elm) - am 04.08.2003 15:25
Braucht man die Lebacher für DLR eigentlich? Immerhin reichen Völklingen, St. Wendel, Saarlouis, Saarbrücken und eingeschränkt noch Bärbelkreuz und vielleicht noch Saarburg in das Lebacher Sendegebiet teilweise rein.
Warum werden eigentlich die Forbacher Radio France QRG's gebraucht? Genügt nicht die Versorgung von Luttange aus? Und die Sender in Sarreguimines sind ja auch noch da.
Die Forbacher 96,6 könnte man doch stillegen und stattdessen vom Teufelskopf aus Richtung Süden das DLR senden lassen und die 107,9 sendet dann gerichtet mit 50 W vom Schoksberg nach Saarbrücken.

von Analogiker - am 04.08.2003 15:36
Der Brüli bezeichnet doch alles als "empfangbar", auch wenn es nicht mal im Ansatz empfangbar ist...
Bei ihm ist ja auch alles "ständig empfangbar", also ist der Umkehrschluss wohl auch, dass das Saarland u.a. mit dem Blauen (!) bestens versorgt ist. So einfach ist das. Oder anders: Auch in der Schweiz scheint es recht heiß zu sein heute...

@daniel
Die Zuteilung der Mini-QRG's an das DLR hat a) wohl was mit der (damals) politischen Konstallation im Saarland (damals SPD-regiert) und b) was mit der 1422 KHz zu tun.

von Schwabinger - am 04.08.2003 15:39
dxbruelhart schrieb:
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Die beiden Senderstandorte Saarburg 104,6 und Hornisgrinde 106,3 versorgen das Saarland sehr gut mit dem Programm des Deutschlandfunks. Teilweise ist auch auf 105,1 Empfang des DLF möglich, über den Sender Blauen oder über den Sender Kaiserslautern/Dansenberg-Großer Humberg.
Da wäre es eine grosse Frequenverschwendung, wenn im Saarland selbst noch ein Sender eingeschaltet würde.
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@dxbruelhart:
Saarburg und Hornisgrinde könnten das Gebiet einigermaßen abdecken, wenn die Nachbarfrequenzen frei wären. Sie sind es aber nicht (mehr). Kaiserslautern 105,1 reicht gerade bis Landstuhl und Blauen-Empfang gelingt nur DXern. Unter diesen Umständen von einer guten Versorgung zu sprechen, halte ich schlicht für abenteuerlich und völlig weltfremd.

@Wiesbadener und Saarländer (aus Elm):
Empfangseinschätzung deckt sich mit meinen Erfahrungen.

@Analogiker:
Warum so kompliziert? Einfach die Saarbrücker 107,5 dem DLF geben und die Empfangslücke wäre größtenteils geschlossen. DLR Berlin wäre in der Saarbrücker Innenstadt dann natürlich nicht mehr ganz so gut zu empfangen, aber eine der benachbarten DLR-Sender (Völklingen, Sulzbach und insbesondere Lebach) geht praktisch immer gut bis sehr gut.

von Manager - am 04.08.2003 20:49
Muß denn jeder Radiowecker und jeder Küchenbrüllwürfel als Referenz hergenommen werden? In den siebziger Jahren hat sich jeder der guten UKW-Empfang haben wollte auch eine Außenantenne aufs Dach gestellt. Die heutige Zumüllung des Äthers mit Sendern ist unzumutbar und führt keineswegs zu besserem Empfang, im Gegenteil selbst Orts- und Lokalsender sind nicht mehr störungsfrei aufzunehmen.

von digifreak - am 04.08.2003 21:04
@Markus Weidner: Ich muss dir teilweise widersprechen. Im Saarland gibt es genug Stellen, an denen der Saarburger oder der Hornisgrinde-DLF-Sender Ortssenderqualität haben. Gerade in Merchweiler/Illingen ist eine gute topographische Öffnung nach Nordwesten. Z. B. geht unten in Illingen auf dem Parkdeck bei der Illipse auf der 88,5 BRF 1 aus Liège ständig. Du weißt ja, dass Illingen von Merchweiler aus betrachtet ein gutes Stück tiefer liegt. Ebenso gehen in dieser Gegend die QRG's aus Trier gut, was z. B. im östlichen Saarland eine Seltenheit ist. Und Saarburg 104,6 ist erst Recht kein Problem.

Den Satz "Versorgung für DXer in weiten Teilen des Saarlandes ausreichend." würde ich so formulieren:
"Versorgung für Normalhöhrer in einigen Landesteilen ausreichend.

von Analogiker - am 05.08.2003 05:02
Ich kenne die Prämisse der Mindestfeldstärke von 54 dBµV/m; ich kann mit einem Empfänger, der auch eine sehr gute, geeichte Feldstärkeanzeige hat, diese Werte auch messen.
Ich denke aber, es reicht für die meisten Hörer, wenn ein Empfang mit vielleicht 20 - 25dBµV/m möglich ist; ein guter Empfänger bringt mit einem solchen Signal ein sehr gutes, absolut rauschfreies Signal zum Lautsprecher.
Ich kenne im Saarland ebenso wie Markus Weidner die Region um Merchweiler-Illingen besonders gut; ich weiss, dass da Saarburg wirklich "knüppeldick" kommt, und das mit einfachem Autoradio, ohne Dynas/Sharx oder ähnliches, der geht da mit dem sprichwörtlichen nassen Finger. Mir ist auch klar, dass in Saarbrücken da weniger Signal von Saarburg ankommt, und in manch' anderer Ecke der Saarlands kommt der natürlich auch schwächer.
Die Hornisgrinde geht - gerade im Raum Merchweiler/Illingen wirklich auch sehr gut, das kann in anderen Gegenden des Saarlands aber wieder ganz anders sein. Blauenund Kaiserslautern sind nun aber effektiv Fälle für DXer, das stimmt nun auch wieder, da ist ansosnten die 105,0 von UnserDing zu stark.
Seit Mitte der 80er Jahre gilt nun der neue Genfer Plan mit 100 kHz-Frequenzabständen; der 100 kHz-Frequenzabstand ist ein Murcks, das ist klar; nachdem dieser Plan nun schon seit 17 Jahren in Kraft ist, sollte der interessierte Hörer nun vielleicht auch eine Möglichkeit gefunden haben, diesen knappen Frequenzabstand zu bewältigen; hier bewähren sich beispielsweise die 110 kHz-UKW-Filter ganz gut.
Mir ist auch klar, dass heute mit dem vollen UKW-Band deutlich mehr Aufwand vonnöten ist, um Sender, die nicht direkt vor der Haustüre stehen, sauber empfangen zu können.
Es lohnt sich aber wirklich, gerade für den DLF Aufwand zu treiben! Ich bin nicht selten in Deutschland mit dem Auto unterwegs; welches Programm läuft da bei mir im Autoradio? Wenn ich nicht gerade das Band abgrase, um Aenderungen etc. zu suchen und zu entdecken, dann höre ich Deutschlandfunk, und nichts anderes! Dieses Programm ist IMHO das beste Programm für alle, die sich wirklich informieren wollen, da gibts kein besseres Programm im ganzen deutschsprachigen Europa. Gerade deshalb lohnt es sich auch, sich einen wirklich guten Empfänger und eine adäquate Antenne (-nanalage) zuzulegen, um auch in Saarbrücken dieses Qualitätsprogramm sauber empfangen zu können, davon bin ich überzeugt. Qualitätsempfänger sind IMHO beispielsweise Onkyo-Tuner à la T-4970 oder T-4711, Grundig Satellit-Radios, Blaupunkt Woodstock DAB52.
Die Nachbarkanalbelgung in Saarbrücken ist nun wirklich eine Krux; hier könnten die Vorschläge von Analogiker und Saarländer (aus Elm) doch weiterhelfen.
Der Hörer ist nun aber insbesonere gefordert, seine Empfangsanlage zu verbessern, das lohnt sich doch wirklich; ansonsten ist eine Entzerrung der Frequenzsituation à la Analogiker und Saarländer (aus Elm) und Manager sehr zu empfehlen.

von dxbruelhart - am 05.08.2003 05:27
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