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Worldspace erhält BNetzA-Zulassung für erdgebundene Relais-Sender

Startbeitrag von KlausD am 20.04.2008 15:52

Meldung gerade eben über meine mailbox bei -Satelli-Line- entdeckt.

"Worldspace erhält BNetzA-Zulassung für erdgebundene Relais-Sender

Der Satellitenradio-Betreiber Worldspace ist bei der Etablierung eines Dienstes in Deutschland einen Schritt weiter gekommen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat Worldspace Europe die Erlaubnis erteilt hat, ein 12,5-MHz-Spektrum im L-Band bundesweit für den Betrieb eines erdgebunden Netzes von Relaisstationen in Deutschland zu verwenden. Das berichtet das Internetportal "reinHören". Die Relaisstationen sollen in Verbindung mit den Radio-Satelliten deutschen Autofahrern als Satellitenradiodienst im Abo schmackhaft gemacht werden, hieß es. www.worldspace.org"

Hat da schon jemand näheres Informationen oder Vorstellungen, wie dies laufen soll? Abo-Radio im (DAB-)L-Band? Danke.

Antworten:

ah
hier die Quelle: http://www.rein-hoeren.de/inhalt/659.shtml

von mor_ - am 20.04.2008 16:10
So kommt das für DAB ungeeignete L-Band ja doch noch zu seinem Nutzen.Zu lange wurde auf die Anti-DAB-Technoligie "L-Band" gesetzt. Neben einigen anderen Fehlern, die bei der Einführung dieser Technik gemacht wurde, war die Nutzung des L-Bandes einen der Sargnägel für das Digitalradio.

Daher sollten alle noch in Betrieb befindlichen L-Band Ensembles sofurt ins Band III verlegt werden.

Die Nutzung des L-Bandes für DMB ist auch weitgehend vom Tisch, nachdem die eigentliche Zieltechnik, nämlich die Übetragung von audiovisuellen Medien an mobile Handheld-Geräte (also Handys), nunmehr im Wesentlichen von DVB-T übernommen wird. An dieser Stelle kann natürlich DAB doe Rolel des Übetragers von Radiosendern werden, die bei DVB-T ja nur unnötig Kapazität wegnehmen.

Letztlich wird das L-Band somit frei und steht für terrestrische Stützfrequenzen für atellitengestützte Übetragung von digitalem Radio.

Auf der anderen Seite steht die Frage, ob wegen der relativ hohen Anzahl notwendiger Stützsender überhaupt ein wirtschaftlicher Betrieb von Worldspace in Europa möglich ist.

von Alqaszar - am 20.04.2008 16:27
@ mor_ : Danke, die Quelle war ja genannt. Ich hatte mehr die technische Umsetzung gemeint (bitte KEINE neue DAB-Diskussion !!). Also Pay-DAB-Radio im L-Band, vermutlich im DAB+ Verfahren? ... und das soll DAB wieder auf die Sprünge helfen :confused:. Na ich weiss nicht so recht.
Zitat
alqaszar
..Auf der anderen Seite steht die Frage, ob wegen der relativ hohen Anzahl notwendiger Stützsender überhaupt ein wirtschaftlicher Betrieb von Worldspace in Europa möglich ist...

Exakt in diese Richtung gingen meine Zweifel, denn billig würde ein solches Abo nicht, von der Attraktivität des Programmangebotes bei worldspace mal abgesehen ( kann ja noch werden ).

von KlausD - am 20.04.2008 16:31
Die Anzahl der Stützsender wird wesentlich niedriger sein, als für L-Band-DAB notwendig wären.
Das Ganze stellt sich für mich ziemlich so dar, wie es auch in den USA mit XM/Sirius gelaufen ist,
nämlich terrestrische Repeater nur dort, wo der Satellit abgeschattet ist (Tunnel, Unterführungen, problematische Topographie, dichte Innenstadtbebauung).
Mit anderen Worten: mindestens 80% der begehbaren Landschaft wird ausschließlich per Satellit versorgt.
Würde mich nicht wundern, wenn die kleine Schweiz mehr Sender braucht als ganz Deutschland.


von Nohab - am 20.04.2008 16:46
Es sollen die oberen 12,5 MHz genutzt werden, also die DAB-Kanäle LP oder LQ bis LW. Die waren ohnehin für S-DAB reserviert und wurden terrestrisch nie genutzt.
Auch in UK hat sich Worldspace für die Frequenzen beworben.

http://blogs.rnw.nl/medianetwork/worldspace-bids-for-l-band-spectrum-in-uk


von Ingo-GL - am 20.04.2008 17:02
Zitat
KlausD
Also Pay-DAB-Radio im L-Band, vermutlich im DAB+ Verfahren? ... und das soll DAB wieder auf die Sprünge helfen :confused:.

Nein was ganz anderes. Was du meinst wäre S-DAB. Das wurde aber nie umgesetzt und jetzt hat sich halt Worldspace das Prinzip etwas abgeguckt. Das Modulationsverfahren wird wohl ein anderes sein wie bei DAB+ und ob AAC(+(v2)) zum Einsatz kommt ist auch fraglich. Es war schon öfters zu lesen das Worldspace ein eigenes (properitäres) Audioformat einführen will das nur bei Worldspace zum Einsatz kommt. Ich denke das wird sich, genauso wie das Audioformat von HD-Radio, sehr sehr stark an AAC+ anlehnen, aber ein paar zusätzliche Anpassungen geschneidert bekommen. Das Fraunhofer Institut bzw. Thomson Multimedia haben ja extra dafür eine eigene Entwicklungsabteilung. Das Audioformat ist also im Grunde immer das gleiche. Nur das drummrumm ist individuell Maßgeschneidert.

Das das ganze ein Pay-Radio wird, das vielleicht auch nicht ganz billig ist, steht für mich außer frage. Bei allem anderen muss man halt erstmal abwarten. Aber bei dem Tempo das die vorlegen kann das ja nicht mehr so lange dauern.

von Spacelab - am 20.04.2008 18:11
12,5MHz ???? Ihr meint wahrscheinlich 12,5GHz :confused: ?

von DJ Taifun - am 20.04.2008 19:15
Nein...gemeint ist die Bandbreite der zugewiesenen Kanäle. Von der untersten Frequenz bis zur obersten Frequenz sind es dabei eben 12,5 MHz...und das eben im oberen L-Band, also knapp unter 1500 MHz.

von Kroes - am 20.04.2008 19:24
Ich bin mal gespannt ob das mit Worldspace was wird. Ich zweifle hier weniger an der Technik als an dem Konsumenten. Denn wenn der Deutsche für Radio bezahlen soll, dann hört bekanntermaßen die Begeisterung sehr schnell auf. Sogar bei der heiligen Kuh, dem TV, läuft Pay-TV hierzulande nicht so wirklich gut. Wenn man da mal in andere Länder schaut...

von Spacelab - am 21.04.2008 08:29
Im Gegensatz zu DAB könnte Worldspace theoretisch auf einen Schlag sehr viele Stationen anbieten. 12,5 MHz dürften für 100 Programme reichen. Das wäre ein ganz entscheidender Vorteil. Aber nur, wenn die Programme auch wirklich attraktiv sind, würde wohl auch jemand dafür bezahlen. Reine MP3-Abspielkanäle reichen da eher nicht. Schön wären aus meiner Sicht gut moderierte Programme wie BBC 6music, radioeins, Caroline, gerne auch gelungene Programme für andere musikalische Geschmäcker. Und zusätzlich einige Infokanäle. Aber ob die etablierten Stationen bereit sind, sich als Pay-Radio vermarkten zu lassen?
Und nicht zuletzt gibt es ja hier in Europa das Sprachproblem. Und noch ein technisches: die Satelliten stehen in Nordeuropa recht tief am Himmel. Eine großzügige Fehlerkorrektur wäre da wünschenswert, Aussetzer wird es trotzdem geben, denn es wird wohl kaum für jedes Dorf und jeden Baum ein Repeater hingestellt.
Wenn Worldspace all diese Probleme löst, kann es was werden. Ich würde mich freuen, denn technisch ist Satellitenradio ja eine sehr effiziente und effektive Lösung. Ein kostenloser Ansatz wäre natürlich schöner.

von peeraxel - am 21.04.2008 11:53
Auf der Worldspacehomepage gibt es gut versteckt (man muss so tun als möchte man diesen suuuper Worldspaceempfänger kaufen) ein paar ganz dürftige Infos. Da wird von mehr als 60 Kanälen gesprochen. In einem Punkt muss ich dich aber enttäuschen; die Werbeseite über die zukünftigen Pläne sagt was von "Non Stop Music Channels". Also doch nur wieder seelenlose Musikcomputer. :-( Richtige moderierte Programme sind wohl zu teuer. Dennoch muss ich zugeben das mich das System interessiert. Aber abwarten, Tee trinken und warten bis das ganze auf Sendung ist. Zu viele gute ideen haben sich schon kurz nach dem Start als totaler Dünnschiss entpuppt.

von Spacelab - am 21.04.2008 12:26
Also ich stehe dem ganzen SEHR skeptisch gegenüber. Ich hatte Worldspace über mehrere Jahre im Auto eingebaut und hab es auch oft genutzt. Allerdings musste man genau wissen wo es ging. Das große Problem auf vielen Autobahnen sind die hohen Bäume, die zumindest bei uns in Österreich vielerorts gepflanzt sind. Da man auf der Strecke von Wien nach Salzburg zu diesen "südlich" gelegenen Hindernissen ausreichend Platz hatte, funktionierte das Radio ganz gut. Von Salzburg nach Wien hingegen war das Signal nur zu rund 30% nutzbar. Mit anderen Worten: Da würde es viele L-Band-Sender brauchen, um diese Abschattungen auszugleichen. Außerdem stört jedes südlich vom Auto gelegene Haus. Womit der Empfang in Ortschaften grundsätzlich nicht funktionierte. Berge waren indes kaum ein Hindernis.

Der Vergleich mit den USA ist ja immer schön und gut. Nur, dass die um einiges südlicher liegen als Deutschland, wird nur allzu gerne übersehen. Womit die Satelliten bei den Amis auch höher über den Köpfen sind, als bei uns. Auch das erleichtert den Empfang. Zuletzt arbeitet das US-Sirius-System ja auch nicht mit geostationären Satelliten.

Der Erfolg von WorldSpace ist für mich auch aus einem zweiten Grund fraglich. Astra/Eutelsat planen gemeinsam ja auch ein Sat-Radio-System, das ebenfalls 2009 starten soll. Obwohl sie mit dem gleichen Empfangsproblem zu kämpfen haben werden, erwarte ich mir von denen ein wesentlich besseres Marketing.




von delfi - am 21.04.2008 13:47
Ich weis zu wenig über sowas, ich gebs ja zu, aber könnten die Worldspace Satelliten nicht anders positioniert werden so das sie höher am Himmel stehen? Übrigens arbeitet man auch in Amerika mit geostationären Satelliten. XM nutzt zum beispiel solche.

Das Astra auch ein mobiles Satradio plant ist ja schon seit jahren im gespräch. Aber das das auch 2009 an den Start gehen sollte wusste ich nicht. Deshalb hat es Worldspace wohl auch so eilig. Die wollen wohl den Vorsprung haben der erste am Markt zu sein.

von Spacelab - am 21.04.2008 14:31
Nein, die Satelliten lassen sich nicht höher platzieren. Die geostationäre Umlaufbahn ist rund 36.000 km über dem Äquator. Bei südlichen Satelliten, wie hierzulande etwa Astra 19,2° Ost, beträgt die Elevation im südlichen Österreich rund 34°. In Norddeutschland sind es nur noch an die 27° über dem Horizont.

Die XM-Satelliten sind geostationär. Jene von Sirius aber "wandern" über den USA und sind nicht geostationär.

Der AfriStar-Worldspace-Satellit ist auf 21° Ost.

von delfi - am 21.04.2008 14:38
Zitat
delfi
Also ich stehe dem ganzen SEHR skeptisch gegenüber. Ich hatte Worldspace über mehrere Jahre im Auto eingebaut und hab es auch oft genutzt. Allerdings musste man genau wissen wo es ging. Das große Problem auf vielen Autobahnen sind die hohen Bäume, die zumindest bei uns in Österreich vielerorts gepflanzt sind... Mit anderen Worten: Da würde es viele L-Band-Sender brauchen, um diese Abschattungen auszugleichen. Außerdem stört jedes südlich vom Auto gelegene Haus. Womit der Empfang in Ortschaften grundsätzlich nicht funktionierte...

Der Vergleich mit den USA ist ja immer schön und gut. Nur, dass die um einiges südlicher liegen als Deutschland, wird nur allzu gerne übersehen. Womit die Satelliten bei den Amis auch höher über den Köpfen sind, als bei uns...

Na ja, auch in den USA soll es Bäume geben, die das Satellitensignal kurzfristig abschatten und trotzdem funktioniert es irgendwie, ohne das jeder Baum einen Repeater erfordert. Satelliten, die nicht geostationär sind und somit "höher" am Himmel stehen können, verbessern die Lage ein wenig, können aber nicht die alleinige Lösung sein. Da muß noch etwas anderes sein, was mir bis jetzt auch keiner erklären konnte. Worldspace mobil ist in der Tat eine Katastrophe, aber dafür wurde das System auch nie gebaut.

Für meinen ganz popeligen Geschmack wären sauberer Mobilempfang der Worldspace-Musikkanäle, BBC World Service und NPR Worldwide schon eine starke Versuchung. Wenn dann noch die BBC-Inlandskanäle dazukämen wäre das Abo gebongt...falls der Preis vertretbar ist...

Catperson


von catperson - am 23.04.2008 19:12
Mein Problem war eher die teilweise sehr durchwachsene Klangqualität. Die 128kb/s MP3 mancher Sender klangen manchmal eher wie 32kb/s WMA.

Aber wieso brauch jeder Baum einen Repeater? Mit einem 1kW starken L-Band Sender auf einem Hochhausdach machen auch die höhsten Bäume keine Probleme mehr. Das hört sich bei euch immer so an als wäre der Senderadius eines Repeaters mit dem eines WLAN Routers vergleichbar. Nehmt doch nur mal das aktuelle L-Band Sendernetz hier im Saarland. Das ist so stark, da bräuchte man quasi gar keinen Satelliten mehr. :D Aber mal im Ernst; mit halbwegs intelligent platzierten Repeatern dürfte es hier genauso gut funktionieren wie in den USA. Die berechtigte Frage ist nur ob Worldspace diese Herausforderung auch in angemessener Zeit stemmen kann. Denn diese L-Band Repeater wachsen ja nicht aus dem Boden und wenn man ein System erfolgreich einführen und sogar Geld dafür haben will, dann muss man dem zahlenden Kunden auch einen stabilen Empfang garantieren können. Und ich persönlich traue das Worldspace nicht zu. Ich meine, es gibt ja noch gar keine Tests oder sonstige Erfahrungswerte. Ob man die Erfahrungen aus Amerika so einfach 1:1 übernehmen kann glaub ich nicht.

von Spacelab - am 23.04.2008 19:28
Zitat
Spacelab
Mein Problem war eher die teilweise sehr durchwachsene Klangqualität. Die 128kb/s MP3 mancher Sender klangen manchmal eher wie 32kb/s WMA.

Das muß jeder mit sich selber ausmachen. Ich bin jahrelanges Radiohören auf Mittel- und Langwelle gewöhnt und finde einen schönen fetten AM-Sound einfach wunderbar, Digitalartefakte allerdings weniger. Worldspace muß man aber zu gute halten, daß deren System nicht als Konkurrenz zu flächendeckender UKW-Versorgung ausgelegt war, sondern als Alternative zu wechselhaftem Kurzwellenempfang. Wieviel Hoffnung man darauf haben sollte, daß mit der neuentwickelten Hardware alles besser wird, ist ein anderes Thema...

Zitat

Aber wieso brauch jeder Baum einen Repeater? Mit einem 1kW starken L-Band Sender auf einem Hochhausdach machen auch die höhsten Bäume keine Probleme mehr...

Wenn der fragliche Baum irgendwo in den Rockies steht, wo im Umkreis von hunderten von Meilen kein Hochhaus (oder irgendetwas anderes Brauchbares) zu finden ist, darf der Empfang auch nicht ausfallen. Und bei dem Worldspace-System, so wie es jetzt ist, fällt er jedes Mal aus! Wenn ich dann aber ein flächendeckendes System von Repeatern brauche (auch wenn sie mehrere Kilowatt stark sind)...

Zitat

...da bräuchte man quasi gar keinen Satelliten mehr. :D

Ebend. :D Dann kann ich auch gleich ein DAB-Sendernetz bauen.

Zitat

...Die berechtigte Frage ist nur ob Worldspace diese Herausforderung auch in angemessener Zeit stemmen kann. Denn diese L-Band Repeater wachsen ja nicht aus dem Boden und wenn man ein System erfolgreich einführen und sogar Geld dafür haben will, dann muss man dem zahlenden Kunden auch einen stabilen Empfang garantieren können.

Deswegen schrieb ich ja auch, daß "sauberer Mobilempfang" der genannten Kanäle mich überzeugen könnte.

Zitat

Und ich persönlich traue das Worldspace nicht zu.... Ob man die Erfahrungen aus Amerika so einfach 1:1 übernehmen kann glaub ich nicht.

Bei beiden Fragen bin ich auch eher skeptisch. Ich dachte, das hätte ich auch so geschrieben ;)

Catperson



von catperson - am 23.04.2008 19:51
So ähnlich hab ichs auch verstanden. Wollte dir nur Recht geben. ;-)

Irgendwie ist das mit dem Satellitenradio nicht so einfach wie Worldspace sich wohl das vorstellt. Wenn die damit mal nicht eine Bauchlandung hinlegen. Um mich selbst mal zu zitieren: Viele anfangs gute Ideen haben sich im Nachhinein als toter Dünnschiss entpuppt.

von Spacelab - am 23.04.2008 20:07
Zitat

Der Vergleich mit den USA ist ja immer schön und gut. Nur, dass die um einiges südlicher liegen als Deutschland, wird nur allzu gerne übersehen. Womit die Satelliten bei den Amis auch höher über den Köpfen sind, als bei uns. Auch das erleichtert den Empfang.


Da fällt mir noch ein schönes Beispiel ein :
Wir hatten bei uns in der Firma vor ein paar Jahren mal die Anfrage zur Messung eines in den USA entwickelten Ku-Band Satellitensystems (VSAT) für Eisenbahnzüge. Die Antenne war nachführbar und das System sollte auch in Europa erprobt werden. Das Lustige war eben, dass die Elevationsausrichtung der Antenne nach unten mechanisch beschränkt war, so dass das ganze maximal bis zur geografischen Breite von Luxemburg funktioniert hätte. Was daraus geworden ist, weiß ich momentan nicht. Die Webseite finde ich auch nicht mehr. Aber es zeigt die Probleme auf, die man mit für andere Teile der Welt optimierten Satellitentechnologien in Europa haben kann.


von Saarländer (aus Elm) - am 24.04.2008 08:23
Heute mittag war im 3sat Computermagazin "neues" auch ein Bericht über Worldspace. War insgesamt ein gut gemachter Beitrag. Bei der Datenrate der Sender wurde von 256 kbp/s gesprochen und von ca. 50 Musikprogrammen.

Wdh. der Sendung in der Nacht von Montag auf Dienstag um 01:35 Uhr im ZDF.

von seventeen - am 04.05.2008 19:08
Zitat
seventeen
Bei der Datenrate der Sender wurde von 256 kbp/s gesprochen und von ca. 50 Musikprogrammen.

Das würde ja bedeuten das man die Klangqualität über die Senderauswahl setzt. Also Qualität statt Quantität. :spos: Natürlich vorausgesetzt es bleibt auch tatsächlich bei diesen Angaben. Ich meine es wäre ja nicht das erste mal das man nach und nach die Datenrate immer weiter absenkt.

von Spacelab - am 04.05.2008 19:27
Zitat
seventeen
Heute mittag war im 3sat Computermagazin "neues" auch ein Bericht über Worldspace. War insgesamt ein gut gemachter Beitrag. Bei der Datenrate der Sender wurde von 256 kbp/s gesprochen...

Ich denke dass hier die Bruttodatenrate gemeint ist und nicht die Nettodatenübertragungsrate. 256 kbit/s netto nutzt kein modernes digitales Radiosystem für die Übertragung eines Programmes.

Gerade bei der Satellitenübertragung für mobile Empfangsgeräte werden sehr leistungsfähige Verfahren beim Fehlerschutz eingesetzt um eine fehlerfreie Übertragung und damit einen störungsfreien Empfang zu ermöglichen.
Die nutzbare Nettodatenrate beträgt dabei nur 25 bis 50% der übertragenen Bruttodatenrate. Könnte also durchaus möglich sein dass zwar 256 kbit/s pro Kanal brutto (inkl. Fehlerschutz) übertragen werden, das wären dann aber nur 64 bis 128 kbit/s netto pro Programm(kanal).

von Winnie2 - am 04.05.2008 20:57
Zitat
Winnie2
Die nutzbare Nettodatenrate beträgt dabei nur 25 bis 50% der übertragenen Bruttodatenrate. Könnte also durchaus möglich sein dass zwar 256 kbit/s pro Kanal brutto (inkl. Fehlerschutz) übertragen werden, das wären dann aber nur 64 bis 128 kbit/s netto pro Programm(kanal).

Na das klingt doch schon realistischer.

von Spacelab - am 04.05.2008 21:09
Laut den Spezifikationen nutzt Worldspace Viterbi FEC 1/2 und Reed Solomon Fehlerschutz 12,5% bei der Übertragung, das ergibt rechnerisch 43,7% netto bezogen auf die Bruttodatenrate.
Rechnerisch sind das ca. 112 kbit/s netto bei 256 kbit/s brutto.

von Winnie2 - am 04.05.2008 22:39
Zitat

Heute mittag war im 3sat Computermagazin "neues" auch ein Bericht über Worldspace.

Und heute morgen um 07:00 wurde der Beitrag in "neues kompakt" auf ZDFinfokanal wiederholt. (Nächste Termine heute nacht zum Pfingstmontag 01:00 und mittag 13:02. Ich weiß aber nicht, ob das Wdh.-Sendungen sind)

Der Inhalt kann auf der 3sat-Seite nachgelesen werden:

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/neues/sendungen/magazin/121518/index.html

Erstaunlich finde ich die optimistischen Verkaufstermine Ende 2009. Interessant aber vor allem die Erwähnung des Antennenherstellers in Bad Salzdetfurth :D Was weiß unser Außendienstkorrespondent vor Ort zu dem Thema zu berichten?! ;)

Video der Worldspace Europe-Seite.



von Erich Hoinicke - am 11.05.2008 21:37
Zitat

Die Produktion läuft wohl demnächst an, wie man munkelt....

Und zum WeihnachtsgeschäftTM geht's richtig los ;-)

von Free Speech - am 12.05.2008 11:00
Und pünktlich zur IFA Stehen mindestens 100 Geräte in den Regalen. :joke:

von Spacelab - am 12.05.2008 11:45
In jedem Fall machen die von Worldspace schon ganz schön viel Wind. Relativ viel Öffentlichkeitsarbeit. So im Vergleich zu DAB... :rolleyes:

von Spacelab - am 12.05.2008 19:41
Zitat

Bundesweite Zulassung für die WorldSpace Europe Holdings ApS
Ergebnisse aus der 102. Sitzung des Medienrates der LMS
(pressebox) Saarbrücken, 20.06.2008 - Die Mitglieder des Medienrates der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) haben gestern der WorldSpace Europe Holdings ApS, Kopenhagen, die bundesweite Zulassung als Veranstalterin von insgesamt 23 Hörfunkspartenprogrammen für die Dauer von jeweils 10 Jahren erteilt. Die weitestgehend werbefreien Programme mit den Schwerpunkten musikalische Unterhaltung, Unterhaltung und Information bzw. außermusikalische Unterhaltung sollen als Pay Angebote im Abonnement über Satellit in der Bundesrepublik Deutschland vertrieben werden. Eine Verbreitung über UKW ist nicht vorgesehen.

Quelle: http://www.pressebox.de/pressemeldungen/lms-landesmedienanstalt-saarland-1/boxid-184962.html

von kielerförde - am 20.06.2008 11:36
23 Programme ist aber mager. Sollten das nicht mal mehr sein?

von Spacelab - am 20.06.2008 11:43
Vielleicht meinen sie nur die Programme, die speziell auf Deutschland zugeschnitten sind?

Übrigens sehe ich gerade, dass man Radio Voyager unter www.worldspace-europe.eu hören kann. Den Sender habe ich seit der Abschaltung auf Afristar nicht mehr zu hören bekommen. ;)

von kielerförde - am 20.06.2008 12:10
Ich weis nicht ob das immer noch so ist, aber vor längerer Zeit war das mal so das man dort jede Woche einen anderen Sender hören konnte. Seltsamer weise ist die Klangqualität im Internet manchmal besser gewesen als über Worldspace. Dabei sollte es doch eigentlich anders rum sein.

von Spacelab - am 20.06.2008 14:24
In den zurückliegenden PR war von 40 bis 50 Programmen die Rede. Und nun sollen es nur halb so viele sein?

Was mich auch wundert, ist dass die LMS in ihrer Mitteilung nur die Verbreitung per Satellit erwähnt. Und was ist mit den von Worldspace geplanten terrestrischen Repeatern? Bin gespannt, wie sich Worldspace selbst zu der Entscheidung äußern wird. Eine diesbezügliche PR konnte ich auf der Webseite des Anbieters bisher nicht finden.

von quasselradio - am 20.06.2008 15:00
In der Pressemitteilung stand lediglich was von nicht Verbreitung per UKW.

von Spacelab - am 20.06.2008 20:03
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