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ARD/ZDF: Das analoge Fernsehen soll 2012 eingestellt werden

Startbeitrag von Tobias Peper am 28.08.2008 08:47

Zitat
golem.de
[...]
Derweil werben ARD und ZDF für einen Abschied vom analogen Fernsehen und fassen als Termin für diesen "Switch-Off" das Jahr 2012 ins Auge. Mit der Abschaltung analoger Sender würden Übertragungskapazitäten für mehr digitale Sender frei.

Quelle: http://www.golem.de/0808/62040.html

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Zitat
Zwölf
Was passiet eigentlich beim digitalem Fernsehen mit nicht deutschlandweit eingespeisten Auslandsprogrammen wie z. B. ORF?

Na, ich denke mal das gleich, wie jetzt schon bei den analogen Programmen: Regionale Einspeisung.
Bei UnityMedia z.B. werden Lokalprogramme digital schon regional verschieden eingespeist. Kann man dort in der Programmbelegung Digital sehen.

von Tobias Peper - am 28.08.2008 09:18
2010 ist längst abgeblasen. Man möchte Ende 2010 die ersten analogen Astra TPs stilllegen. Das ist meiner Ansicht nach auch realistisch.

Kabel ist was anderes. Kabel ist ein Angebot von Unternehmen an Kunden. Und wenn die analog schauen wollen und dafür zahlen, warum sollte man sie zum Umstieg zwingen?

In den USA ist analoges KabelTV immer noch absolut an der Tagesordnung. Während der Satelliten praktisch komplett digital ist und das terr. TV nächstes Jahr komplett digital ist, wird im Kabel weiterhin gerne analog geschaut. Und die US Kabelfirmen haben keine Eile das zu ändern. Der Kunde gibt vor was er will, denn er zahlt dafür.

von Terranus - am 28.08.2008 09:46
Die Schlafen doch alle...
(Mal abgesehen davon das man ja immer noch Analogreceiver kaufen kann)
Die Kulturkanäle (3Sat,arte) oder der Kinderkanal wär bei mir schon am 1.1.2008 analog per Sat abgeschalten worden.3sat und arte hätte ich dann gleich in HDTV aufgeschalten.
Am 1.1.2009 würden die dritten Programme analog gestrichen werden.Dafür dann ARD und ZDF in full HDTV.Spätestens nach der WM 2010 kämen ARD und ZDF analog dran.

Im Kabel hätte ich im zweiten Schritt (nach TV5 und TRT) Sender wie CNN,NBC,n-tv,N24,Regionalsender abgeschaltet (2007),dann Eurosport, HSE,QVC oder RTL Shop (2008)
Da hätte ich schonmal viel Platz für HDTV und neue Angebote.
Jan.2009 wären die restlichen Privaten fällig,nach der WM 2010 kämen dann ARD/ZDF und die dritten dran.*ausdiemaus*

von Scrat - am 28.08.2008 09:49
Zitat
BetacamSP
Ich zweifel mal stark daran dass bis 2012 alle Kabelkunden auf digital umgestellt haben. Da gibts sicherlich etliche die sagen:"Mir reicht das Angebot und so einen blöden Kasten der nochmal Strom verbraucht brauch ich nicht"


Aber andererseits werden die Bedürfnisse und Wünsche der Kabelkunden von den Kabelanbietern ja sowieso systematisch ignoriert. Das bedeutet, daß die Kabelanbieter die Nutzer leicht zum Digitalumstieg zwingen können. Ob dann viele Leute sagen, ich will so einen blöden Kasten nicht, braucht die Kabelfirmen dann nicht zu interessieren. Wenn nichts mehr analog gesendet wird, bleibt ihnen ja nichts anderes übrig.

von Lahnwelle - am 28.08.2008 09:51
Das Digitalisierung wird viele Kabelkunden auch abschrecken, da ja erhebliche Mehrkosten je nach Programmsortiment anfallen werden und nicht jeder -zig Euro zusätzlich zahlen möchte für Programmpakete, die er nicht nutzen will. Selbst die im Kabel grundverschlüsselten jedoch über Sat freien Programme sind ja nur über eine monatliche Gebühr freischaltbar. Es will auch nicht jeder Kabelkunde paar hundert Programme, die meisten wären mit dem ehemals als "KDG-Free" angebotenen Paket sicher zufrieden.

von Radio_DDR - am 28.08.2008 10:00
Das Haus, in dem ich wohne, verfügt derzeit nur über 19,2°E Low-Band. Auf mein Nachfragen hin, ob und wann denn mit einer Umstellung auf Low+High-Band zu rechnen sei, bekam ich nur als Antwort, dass das so wie es ist ausreicht, und er (der Hausbesitzer) nicht daran denke, die Anlage umzubauen.

Immerhin: Das Angebot über 19,2° Low reicht mir eigentlich völlig aus, wenn jetzt auch noch der ARD-Hörfunk-Transponder in dem Bereich läge, wär's mir wirklich egal.

von Ex-Trierer - am 28.08.2008 10:14
Nur wenn im Kabel komplett auf digital umgestellt wurde, dann können sie ja schlecht eine Zusatzgebühr für digitale Programme erheben, da ja dann digital kein Zusatz mehr ist, sondern der Normalfall. Dann können sie nur noch die allgemeine Kabelgebühr nach Lust und Laune erhöhen. Die Kabelanbieter könnten die Programme dann möglicherweise paketweise vermarkten, aber das kann auch nach hinten losgehen. Wenn bestimmte (eigentliche Free-TV-)Sender Zuschauer verlieren, weil sie im Kabel nur noch gegen Zusatzgebühr gesehen werden können, dann werden sich die Sender das vielleicht nicht unbedingt gefallen lassen. Die Präsenz im Kabel ist für die technische Reichweite von Sendern in Deutschland schließlich von existentieller Bedeutung. Aber auch die Kabelanbieter sollten sich vielleicht mal Gedanken darüber machen, ob sie nicht doch den Kunden etwas mehr entgegenkommen sollten, vor allem auch aus wirtschaftlichen Gründen. Wenn die Kabelanbieter immer mehr Kunden verlieren würden, müßten sie doch eigentlich merken, daß sie etwas falsch machen.

Wenn über Satellit analog abgeschaltet wird, wäre es ja ziemlich albern, im Kabel noch weiter analog zu senden. Aber genauso, wie die Kabelanbieter zur Zeit die Digitalisierung durch unattraktive Vermarktung bremsen, genauso hätten sie auch die Macht, die Komplettdigitalisierung von einen Tag auf den anderen durchzusetzen.

von Lahnwelle - am 28.08.2008 10:22
@Trierer

Wie ich letztens schon geschrieben habe, so wie dir geht es vielen. Dabei wäre es doch soooo einfach: Analog genutzte Transponder abschalten und darüber dann die deutschen Programme digital im Lowband senden. Andere Länder haben ja das Problem nicht. In England hat seitdem BSkyB das Analogangebot 2001 abgeschaltet hat eh jeder ne digitaltaugliche Anlage auf 28,2° Ost ausgerichtet. In Frankreich gibts analog auch nur noch ein kleines Angebot über Sat. Da hat ja auch jeder seine digitale Sat Anlage mit Canalsat Abo. Nur Deutschland hat noch massig Anlagen mit nur-Lowband Verteilung.

@Lahnwelle

Ich denke dass es genauso kommen wird dass über Sat analog abgeschaltet wird aber dann noch im Kabel analog weitergsendet wird. Die Kabelnetzanbieter sind aber auch selber Schuld daran, viele Leute haben keine Lust auf die Grundverschlüsselung der Privaten im digitalen Kabel. Das sollte sofort abgeschafft werden.

von BetacamSP - am 28.08.2008 11:00
Laut der KDG Hotline wird bei meiner Freundin in Saarlouis/Fraulautern in absehbarer Zeit schon das analoge Kabelnetz abgeschaltet. Die rufen in regelmäßigen abständen an und wollen ihr einen Digitalempfänger aufs Auge drücken. Immer mit dem Hinweis das analog bald der Ofen aus sei. Das Problem ist hier das die Oma noch im Haus lebt und die alte Frau gerade noch so mit dem Fernseher zurecht kommt. Mit einem zusätzlichen Gerät wäre sie total überfordert. Das ist auch der einzige Grund warum die noch nicht auf Sat umgestellt haben. Denn meiner Freundin und ihrer Mutter geht es nämlich langsam aber sicher auf den Nerv das die KDG es anscheinent nicht fertig bringt mal alle Sender rauschfrei einzuspeisen. Und dafür müssen sie dann auch noch monatlich zahlen. Aber was tut man nicht alles für die Oma... :rolleyes:

von Spacelab - am 28.08.2008 11:04
Ich denke dass ARD/ZDF Analog-Sat meinen. Beim Kabel ist es ja Sache des Kabelnetzbetreibers ob er Analog weiterhin verbreiten möchte oder nicht. Kabel BW empfängt ja auch z.b. digital und wandelt dann in Analog um. So lange dafür Nachfrage besteht vermute ich mal können Kabelnetzbetreiber das bis zum Sankt Nimmerleinstag so weiter betreiben, auch wenn sicher das Analog Angebot ausgedünnt wird um weitere Kapazitäten für Digital zu gewinnen.

von RainerZ - am 28.08.2008 11:14
Zitat
TerranusI
2010 ist längst abgeblasen. Man möchte Ende 2010 die ersten analogen Astra TPs stilllegen. Das ist meiner Ansicht nach auch realistisch.

Kabel ist was anderes. Kabel ist ein Angebot von Unternehmen an Kunden. Und wenn die analog schauen wollen und dafür zahlen, warum sollte man sie zum Umstieg zwingen?

In den USA ist analoges KabelTV immer noch absolut an der Tagesordnung. Während der Satelliten praktisch komplett digital ist und das terr. TV nächstes Jahr komplett digital ist, wird im Kabel weiterhin gerne analog geschaut. Und die US Kabelfirmen haben keine Eile das zu ändern. Der Kunde gibt vor was er will, denn er zahlt dafür.

49,7°N - 11,2°O - Lkr. FO

Genauso ist es. Es wird auf absehbare Zeit keine ZWANGSDIGITALISIERUNG in den Netzen der drei großen Anbieter - Kabel BW, UnityMedia + Kabel D - geben. Erst vor einiger Zeit wurden diese Netzbetreiber von der Fachpresse befragt, ob und wann mit analogen Abschaltungen zu rechnen sei. Ergebnis: Unisono wurde mitgeteilt, dass vor 2015 in keinster Weise mit der Einstellung der analogen Übertragung zu rechnen ist. Dieser Service wird von einem Großteil der Kunden (mehreren Millionen) nachgefragt, daher sei an eine Beendigung nicht zu denken.

Natürlich kann ARD+ZDF schon morgen per Satellit die analoge Verbreitung einstellen. Die Umwandlung der QPSK-Signale in PAL wird bereits heute bei den Kabelkopstationen der großen Player betrieben. Letztendlich kann einzig und allein der Gesetzgeber einer Weiterverbreitung analoger Signale im Kabel untersagen. Dies wird jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einem Land wie Deutschland niemals passieren. Eher kommt der Gesundheitstest für Führerscheinbesitzer über 75 Jahre......



von transponder - am 28.08.2008 11:24
Das wird einen Grund haben, warum das nach hinten verschoben wurde. Vergessen wir nicht, das bald eine andere Analogabschaltung beendet ist: Nämlich die des terrestrischen Antennefernsehens. Da aber ARD und ZDF wegen der Gebühren einen Grundversorgungsauftrag haben, und DVB-T nicht wirklich flächendeckend zu empfangen ist, brauchen sie einen alterntaiven Empfangsweg. Dieser muss einerseits etabliert genug sein, um als "Standard" zu gelten, andererseits überall zur Verfügung stehen.

Kabel gibt es auch nicht flächendeckend, also kommt für diese Grundversorgung nur das Satellitensignal in Frage. Die Sättigung der Haushalte mit digitalen Empfängern hat aber noch keine kritische Grenze erreicht, so dass das Analogsignal nunmehr den Grundversorgungsauftrag erfüllen muss.

Weil das so ist, kann man es nicht einfach so abschalten. Da reichte ein Prozesshansel, um das zu torpedieren.

Die Digitalisierung ist bisher eher schleppend verlaufen, weil es sowohl über Satellit und Kabel mehr als 30 analoge Programme gibt, darunter alle jene, die mehr als 99 % der Einschaltquoten ausmachen. Das ändert sich gerade, weil die viele sich große Flachbildfernseher kaufen und zuhause dann feststellen, dass das Bild am analogen Kabelanschluss odr auch am analogen Sat-Receive einfch nur grauslig aussieht.

Beim Löwe Xelos mit 37" Diagonale, einem Gerät in der Preislage um 3000 ¤, ist die Bildwiedergabe so gut, dass sogar ein Qualitätsunterschied zwischen dem internen DVB-C-Tuner und einem externen, über Scart oder Composite betriebenen DVB-C-Receiver zu erkennen ist. Dieses Gerät stellt auch die Qualitätsmängel der Digitalsignae der Privaten gnadenlos dar.

Aber schon bei Supermarktgeräten reicht die Technik aus, um das große Bild am analogen Signal einfach nur schlecht aussehen zu lassen.

Das heißt: Die Digitalisierung schreitet mit dem Verkauf von großen Flachbildschirmen quasi automatisch voran, Zum ersten Mal kann man also realistisch hochrechnen, wann eine Mehrheit über den digitalen Empfangsweg fernsieht. Also kann man auch zum ersten Mal realistische Daten für die Analogabschaltung via Satellit nennen.

Die Kabelnetzbetreiber sind sowieso darauf erpicht, das analoge Signal so schnell wie möglich abzuschalten.

von Alqaszar - am 28.08.2008 11:30
Zitat
Spacelab
Laut der KDG Hotline wird bei meiner Freundin in Saarlouis/Fraulautern in absehbarer Zeit schon das analoge Kabelnetz abgeschaltet. Die rufen in regelmäßigen abständen an und wollen ihr einen Digitalempfänger aufs Auge drücken. Immer mit dem Hinweis das analog bald der Ofen aus sei.


Diese Masche ziehen Kabel Deutschland bzw. die von ihnen beauftragten Call-Center schon seit Jahren ab: "Wenn Sie jetzt nicht auf digital umsteigen, wird in wenigen Monaten der Bildschirm schwarz".

von Richard34 - am 28.08.2008 11:31
Zitat
Richard34
Zitat
Spacelab
Laut der KDG Hotline wird bei meiner Freundin in Saarlouis/Fraulautern in absehbarer Zeit schon das analoge Kabelnetz abgeschaltet. Die rufen in regelmäßigen abständen an und wollen ihr einen Digitalempfänger aufs Auge drücken. Immer mit dem Hinweis das analog bald der Ofen aus sei.


Diese Masche ziehen Kabel Deutschland bzw. die von ihnen beauftragten Call-Center schon seit Jahren ab: "Wenn Sie jetzt nicht auf digital umsteigen, wird in wenigen Monaten der Bildschirm schwarz".

Unter anderem hier nachzulesen: http://www.test.de/themen/bild-ton/meldung/-Irritation-um-Kabel-Deutschland-Gebuehren/1495962/1495962/

Zitat
Sicher sei allerdings, dass Kabel Deutschland bis auf weiteres auch das normale Analog-TV-Signal liefern werde.


von transponder - am 28.08.2008 11:35
Wenn ich mal meinen Senf dazugeben darf:

Die KNB in Deutschland machen den gleichen folgenschweren Fehler, den Leo Kirch 1996 mit dem Start von DF1 gemacht hat: Sie verlangen für Content, der größtenteils frei empfangbar ist Geld und gängeln den User mit Zwangsboxen und sogar teilweise proprietären CA-Systemen ohne CI-Möglichkeit.

Die Zuordnung digital = PayTV, die beim Sat-Empfang erst durch die breite Verfügbarkeit billiger FTA-Boxen gelöst werden konnte, wird beim Kabel gerade wieder gefestigt.

Der Kunde braucht einen "digitalen" Kabelanschluss, muss sich ein "KD free"-Paket abonieren um das digital zu sehen, was er analog schon so hatte.

Was tut er also? Der neue große Plasma wird halt weiterhin analog gespeist, denn man sieht es nicht ein, noch mehr Geld zu zahlen. Kabel ist sowieso teuer genug.

Das ist der falsche Weg. Was bei KabelBW gut begann ist spätestens seit der schleichenden NDS-Einführung ein großer Fehler: Ohne NDS-Receiver läuft demnächst nichts mehr, Fernseher mit eingebautem DVB-C-Tuner brauchen dennoch einen Receiver. Das ist Schwachsinn hoch drei, behindert die technische Entwicklung.

Und Premiere beginnt gerade wieder, den gleichen Fehler wie 1996 zu machen: Man setzt dem User Zwangsreceiver vor. Das hat mit der dbox nicht geklappt, das wird auch mit Interaktiv-Recivern nicht klappen.

Wenn verschlüsselt, dann ein offenes System mit CI bei freier Receiverwahl. Alles andere wird floppen.

Der Deutsche ist zwar bequem, aber nicht dämlich. Wer das nicht glaubt, darf gerne mal ein bisschen zu entavio recherchieren.

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 28.08.2008 11:43
Zitat

Wenn über Satellit analog abgeschaltet wird, wäre es ja ziemlich albern, im Kabel noch weiter analog zu senden. Aber genauso, wie die Kabelanbieter zur Zeit die Digitalisierung durch unattraktive Vermarktung bremsen, genauso hätten sie auch die Macht, die Komplettdigitalisierung von einen Tag auf den anderen durchzusetzen.

Ja, aber mit der Gefahr, dass ihnen viele Kunden abspringen; in den Grosstädten auf DVB-T und im ländlichen Raum auf Sat. Man denke auch daran, was bei einer Analogabschaltung beisspielsweise in Altersheimen los wäre.


von Zwölf - am 28.08.2008 11:53
Ich denke auch dass, was Sat betrifft, die Privatsender eher auf eine baldige Digitalisierung drängen als die Öffis. Grund: Die Privatsender bekommen keine monatlichen GEZ Millionen und haben mit sinkenden Werbeerlösen zu kämpfen. Früher hatte man nur eine Analoge Verbreitung, heute hat man eine analoge und eine digital Verbreitung und zahlt somit doppelt, wobei die analoge Verbreitung ein Vielfaches der digitalen Verbreitung kostet. Man sieht es ja auch schon, kleine Sender wie Bloomberg und 1-2-3.tv schalten analog ab weil es sich absolut nicht mehr rentiert und man so ne Menge Geld einsparen kann.

von BetacamSP - am 28.08.2008 12:14
Zitat
TerranusI
2010 ist längst abgeblasen. Man möchte Ende 2010 die ersten analogen Astra TPs stilllegen. Das ist meiner Ansicht nach auch realistisch.


Was die ÖR angeht hast du da recht, ansonsten ist die "Stilllegung" ja jetzt schon im Gange. Ich denke dass wir uns Ende 2010 tatsächlich von den meisten ÖR-Programmen analog verabschieden können.

Zitat
alqaszar
Kabel gibt es auch nicht flächendeckend, also kommt für diese Grundversorgung nur das Satellitensignal in Frage. Die Sättigung der Haushalte mit digitalen Empfängern hat aber noch keine kritische Grenze erreicht, so dass das Analogsignal nunmehr den Grundversorgungsauftrag erfüllen muss.


Naaja... über Satellit gucken allerdings schon mehr digital als analog. Ist statistisch bewiesen... rechne für Ende 2008 mal mit knapp 5 Mio. verbleibenden Analoghaushalten über Sat.

Zitat
Zwölf
Ja, aber mit der Gefahr, dass ihnen viele Kunden abspringen; in den Grosstädten auf DVB-T und im ländlichen Raum auf Sat.


Das ist den KNBs denke ich bewusst - sonst würden sie Internet/Phone nicht ohne TV anbieten. Die wissen genau, dass sie langfristig viele TV-Kunden verlieren werden und versuchen das so aufzufangen. Eventuell auch ein Grund dafür, dass sich im Kabel so gar nix mehr tut (jedenfalls bei KDG).

von htw89 - am 28.08.2008 14:08
Ich verstehe nicht, warum hier immer davon gesprochen wird, dass man die freien privaten im digitalen Kabel abonnieren müsse.
Ich wohne im Gebiet von Unity und hier sieht es so aus: Wenn ich vom analogen Kabel zum digitalen Wechsel dann bekomme ich von Unity eine Box und eine Smartcard. Sollte ich mich für keines der Pay-Pakete entscheiden, dann habe ich mit dieser Variante alle Öffis und alle freien privaten Kanäle. Ich zahle dann für den digitalen Anschluss eine monatliche Gebühr, die um 1 Euro unter der für den analogen Anschluss liegt. Mit diesem Preisunterschied möchte man die Leute vom analogen wegholen. Dass natürlich die analogen Kanäle nicht aus meinem Anschluss rausgefiltert werden ist auch klar :)
Wie genau es möglich ist, aktuell noch eine weitere Karte zu erhalten, um einen zweiten Receiver anzuschließen, weiss ich nicht. Vor gut einem Jahr war eine solche Karte für einmalig 20 EUR zu bekommen, mit ihr konnte man eine die freien privaten sehen. Die Öffis sind natürlich IMMER ohne Karte anzuschauen.

Greetz,
++J++

von ++J++ - am 28.08.2008 14:27
Zitat

Ich zahle dann für den digitalen Anschluss eine monatliche Gebühr, die um 1 Euro unter der für den analogen Anschluss liegt. Mit diesem Preisunterschied möchte man die Leute vom analogen wegholen.


Das gilt aber auch nur, wenn man einen Einzelnutzervertrag bei Unity hat. Wenn man aber die Kabelgebühren über die Mietnebenkosten zahlt - und das dürfte bei der großen Mehrheit der Kabelzuschauer der Fall sein - zahlt man drauf.

von Lahnwelle - am 28.08.2008 14:46
Beim terrestrischen Umstieg hat die Digitalisierung sehr gut geklappt, analoges Fernsehen wird es Ende 2008 per Antenne in Deutschland kaum oder gar nicht mehr geben. Weshalb hinken hier die Kabelnetzte nun so hintennach? Die Umstellung für einen Kabelkunden ist doch wesentlich einfacher als für einen terrestrischen TV-Kunden, DVB-T braucht ja überwiegend einen viel höhreren Antennenaufwand als der analoge Empfang es bedurft hatte.

von dxbruelhart - am 28.08.2008 15:01
@dxbruelhart:

1. Es gibt mehr als 30 Programme analog im Kabel. Ohne Zusatzbox, ohne Zusatzkosten. Einfach TV /VCR / DVD-R anschließen, Sendersuchlauf, und fertig.

2. 30 Programme reichen einem Großteil der Zuschauer vollkommen aus.

3. Digital wird verschlüsselt in den meisten Netzen in Deutschland, Ausnahme BadenWü. Man braucht einen passenden Decoder samt Karte. Man muss pro Gerät zahlen. In bestimmten Fällen fallen sogar Zusatzkosten an für Sender, die bereits analog ohne Zusatzkosten zu sehen sind.

4. Alleine die Tatsache, dass man ne Zusatzbox braucht, hält viele davon ab. Denn gerade das wird weiterhin als DER Vorteil des Kabels überhaupt angesehen.

5. Erst seit 2006 sind die Privatsender überhaupt im Kabel digital vertreten. Vorher gab es eine jahrelange Hängepartie. Nur für Premierekunden war digitales Kabel überhaupt interessant.

6. Erst seit kurzem betreiben die Kabelanbieter offensiv Werbung für den Digitalempfang.

kurz gesagt: analog Kabel ist einfach extrem bequem. Viele brauchen, wollen nicht mehr.
Beim Satempfang brauchte es immer schon ne Box. Ob die nun digital oder analog ist, interessiert nicht. Wenn die analoge kaputt geht, kaufen viele ne neue digitale. Daher steigt hier der Anteil stetig.

Geht beim Kabel der TV kaputt kauft man auch nen neuen. Dank der Verschlüsselung sind die aber weiterhin nur analog tuner und DVB-T Tuner eingebaut :rolleyes:

=> Kabel wird es sehr schwer haben DVB-C durchzusetzen, und zwar nicht nur in Deutschland. Auch in den USA, Niederlande, Belgien, Österreich und der Schweiz sowie den skand. Ländern ist der Anteil der analogen Kabelnutzer weiterhin sehr hoch.

von Terranus - am 28.08.2008 15:11
Letztlich bleibt festzustellen, dass mit zunehmender Digitalisierung des Kabels die Vorteile dieses Empfangswegs gegenüber anderen abnehmen und die Kundenzahlen damit auch. RTL steigt 2009 scheinbar in Mitteldeutschland ein, und ich vermute, wenn das wirklich so kommt, wird das nicht der letzte Ballungsraum sein. Und wenn RTL dabei ist, fassen vielleicht auch andere Anbieter Mut und wollen in weiteren Gebieten senden.

Das könnte am Ende wirklich so aussehen, dass das Land weit mit Satschüsseln bedeckt ist und die Städte, in denen es auch Private gibt, zunehmend DVB-T nutzen (jedenfalls die denen das Angebot reicht und die Bildqualität).

Werden auf jedenfall noch interessante Zeiten... DVB-C werden wohl später nur die haben die nicht anders können, sei es wegen Vermieter oder mangelndem Blick nach Süden. Naja, und vielleicht noch diejenigen die bestimmte Pay TV-Sender haben wollen und die die es im Bundle mit Internet und Telefonie oder sonstwie günstiger bekommen... wobei das mit dem Pay TV auch immer besser über Satellit erledigt wird, mit arenaSAT gibts ja nun ne Plattform die das auch vorantreibt (was man von Premiere ja trotz Star nicht so behaupten kann).

Und all das wissen die KNBs und deshalb setzen sie jetzt auch so stark auf Internet und Telefonie - sie wissen, dass sie im TV mittel- bis langfristig nicht mehr wirklich wachsen werden, sondern eher schrumpfen. KDG hat ja alleine letztes Jahr wenn ich mich nicht irre 500.000 Kunden verloren.

von htw89 - am 28.08.2008 15:33
absolut richtig. Wir werden hier seit Monaten mit Kabel phone /internet Werbung der KDG überhäuft. Praktisch alle zwei Wochen kommt ein Werbebrief, der Kabel und Internetflat anpreist. Wird auch immer billiger, jetzt wollten sie zuletzt 24,95 haben.
Und immer wird betont, sie brauchen kein TV zu abbonieren, keine Kabel TV Gebühren zahlen. "Sie können weiter TV schauen wie bisher".
Die KDG setzt beim TV schon lange nur noch auf die Bestandskundschaft. Ich hab seit Jahren keinen Werbebrief für Kabel TV mehr bekommen.

Keine Ahnung ob die KDG dann Filter verbaut, um das analog TV auszufiltern, ob es ihnen schlicht egal ist, hauptsache die Leute kaufen Internet und Telefon bei ihnen. Und ehrlich gesagt ist das Angebot nicht mal schlecht, gerade hier auf dem Land, wo DSL oft nur 384 Kriechgeschwindigkeit hat.
Trotzdem schrecke zumindest ich noch vor Telefon über Kabel zurück. Wir brauchen nen stabilen Telefonanschluss, und da hat uns ISDN über die letzten 11 Jahre nicht enttäuscht.

von Terranus - am 28.08.2008 15:41
Zitat
Terranusl
absolut richtig. Wir werden hier seit Monaten mit Kabel phone /internet Werbung der KDG überhäuft. Praktisch alle zwei Wochen kommt ein Werbebrief, der Kabel und Internetflat anpreist. Wird auch immer billiger, jetzt wollten sie zuletzt 24,95 haben.


Kenn ich. Sind seit etwa August 2007 ausgebaut und seitdem haben wir deshalb 8 Briefe und 3 Anrufe bekommen.

Zitat

Keine Ahnung ob die KDG dann Filter verbaut, um das analog TV auszufiltern, ob es ihnen schlicht egal ist, hauptsache die Leute kaufen Internet und Telefon bei ihnen.


Soweit ich weiß, haben die mittlerweile spezielle Filter...

von htw89 - am 28.08.2008 15:54
Zitat
TerranusI
...auf dem Land, wo DSL oft nur 384 Kriechgeschwindigkeit hat. Wir brauchen nen stabilen Telefonanschluss, und da hat uns ISDN über die letzten 11 Jahre nicht enttäuscht.

Wobei DSL immer noch günstiger ist als extrem teure Zeittarife für Wählverbindungen über ISDN, selbst wenn das DSL genauso langsam wie ISDN wäre. Ich kann auch nur von DSL träumen, bis mind. 2011.

von Radio_DDR - am 28.08.2008 16:04
Ich sehe es wie RainerZ: Solange die Kapazität der Kabelnetze für digitale Angebote ausreicht, wird man die analogen Kanäle nicht abstellen. Es gibt genügend Kunden, denen das analoge Angebot quantitativ und qualitativ ausreicht und die nach einer Abschaltung gleich auf DVB-S wechseln würden. Die Zuführung für die analogen Kabelangebote erfolgt (zumindest hier bei Kabel-BW) bereits ausschliesslich digital; man kann es also einfach solange weiter laufen lassen, wie es eine ausreichende Nachfrage gibt.

Zitat

In den USA ist analoges KabelTV immer noch absolut an der Tagesordnung. Während der Satelliten praktisch komplett digital ist und das terr. TV nächstes Jahr komplett digital ist, wird im Kabel weiterhin gerne analog geschaut. Und die US Kabelfirmen haben keine Eile das zu ändern. Der Kunde gibt vor was er will, denn er zahlt dafür.

Eben, und genauso wird sich das hier auch entwickeln.

In einem neuen Hostelin Canmore/Kanada habe ich allerdings vor zwei Wochen einen Digital-TV gesehen, der am Kabelnetz von Monrach Cable hängt. Die Programme kamen digital, inklusive einem Dutzend HD-Programme. Daneben gibt es aber weiter das übliche analoge Angebot.

Zitat
Marcus.
Im Kabel verliert man durch die Digitalisierung ja den Vorteil, dass man mehrer TVs gleichzeitig nutzen kann.

Nö, warum? Ich kann hier beliebig viele Fernseher an den digitalen Kabelanschluss hängen. Die neueren Geräte haben meist schon einen DVB-C-Tuner eingebaut, sonst braucht's natürlich eine Settop-Box pro Analog-TV.



von ulionken - am 28.08.2008 17:28
Ganz einfach:
1. DVB-C ist speziell für Kabelanwendungen entwickelt worden.
2. DVB-C ist entwickelt und eingeführt worden, als noch niemand an DVB-T dachte.
3. Die Anzahl der Kanäle ist begrenzt, da kann man nicht auch noch Kanäle dazu nutzen,
die eh schon vorhandenen Programme ein drittes Mal in einer weiteren Norm auszukabeln.
4. DVB-T ist unökonomisch. Man geht bei DVB-C schon von QAM64 weg zu QAM256, um
eben die vorhandenen Kanäle möglichst effizient zu nutzen. Dazu kommt, DVB-C in QAM64 erlaubt merklich mehr Programme als DVB-T in QAM 64. Grund: Die bei DVB-T hohe, für
Kabelverbreitung unnötige starke Fehlerkorrektur.

Mit anderen Worten: DVB-T im Kabel ist Blödsinn. Könnte höchstens in einigen Jahren sinnvoll
sein, wenn die Industrie es bis dahin nicht hinbekommt, Fernseher mit DVB-C-Eingang und
CI-Slot herzustellen und bis dahin die Analogverbreitung im Kabel ganz abgeschaltet ist.


von Nohab - am 29.08.2008 09:09
@andimik: ganz einfach: man will die Privaten zumindest hier in Deutschland nicht unverschlüsselt im Kabel senden. Der einfache Empfang (egal in welcher Norm) ist nicht erwünscht, weil man die Programme paketiert verkaufen will. Das wollen auch so die Privatsender selbst.

Für mich stellt sich die Lage so dar: ARD/ZDF quengeln ständig rum wegen der analog Abschaltung, weil sie für sich die "digitale Welt" geregelt sehen - unverschlüsselte Einspeisung überall, Kundschaft braucht nur DVB-C Tuner.

Anders die Privaten: sie wollen die Verschlüsselung durchsetzen, und zwar so, dass sie später für weitere "Anwendungen" zB Adressierung etc nutzbar ist. Da dies allerdings derzeit alles andere als geregelt erscheint, haben es die Privaten speziell im Kabel so eilig mit der Abschaltung nicht.
Denn man hat ja durch raffinierte Vermarktung die Simulcastkosten im Kabel schon auf den Kunden abgelegt. Den Privaten kostet die parallele digital/analog Ausstrahlung im Kabel keinen cent extra - das zahlt der Kabelkunde über die erhöhten "Grund"gebühren mit.

kurz: die Privaten wollen entweder noch lange analog, oder digital verschlüsselt! Aber keinesfalls die einfache unverschlüsselte Einspeisung. Dafür wird ein sehr viel längerer Umstieg in Kauf genommen. Denn er tut ihnen nicht weh.

von Terranus - am 29.08.2008 11:41
Zitat
alqaszar
Kabel gibt es auch nicht flächendeckend, also kommt für diese Grundversorgung nur das Satellitensignal in Frage. Die Sättigung der Haushalte mit digitalen Empfängern hat aber noch keine kritische Grenze erreicht, so dass das Analogsignal nunmehr den Grundversorgungsauftrag erfüllen muss.

Weil das so ist, kann man es nicht einfach so abschalten. Da reichte ein Prozesshansel, um das zu torpedieren.


Warum? Die Grundversorgung kann doch genausogut digital erfolgen, wer sagt denn, daß das analog stattfinden muss? Jeder Zuschauer könnte sich doch einen digitalen Sat-Receiver zulegen und ist somit weiterhin (mehr als) grundversorgt. Der Prozesshansel würde verlieren!

Und die Kabelnetzbetreiber sind ja auch nicht ganz frei bei der Umstellung auf Digital, immerhin haben die ja alle noch die analog-must-carry-Regelungen an den Hacken.

von iro - am 29.08.2008 14:01
Zitat
TerranusI
http://satundkabel.magnus.de/wirtschaft/artikel/update-kabel-deutschland-stellenabbau-weniger-kabelanschluesse.html

Da wird es praktisch bestätigt ...man wird wohl bald unter 9 Mio Anschlüsse haben.

49,7°N - 11,2°O - Lkr. FO


Und die Sache ist, hier sind schon die Kunden durch den Kauf von Orion Cable-Netzen eingerechnet. Ohne die würde die Anschlusszahl wohl bereits bei 8,5 Mio. liegen... dann hätte KDG innerhalb von 2 Jahren etwa ne Mio. Kunden verloren.

von htw89 - am 29.08.2008 14:47
Zitat

wenn die Industrie es bis dahin nicht hinbekommt, Fernseher mit DVB-C-Eingang und
CI-Slot herzustellen


Ferseher mit DVB-V Tuner gibt es von Sony, Metz, Loewe und Technisat.
Bei Sony haben fast alle Modelle ab 32" DVB-C drin.
Ob es noch andere Hersteller gibt weiss ich nicht. Habe selber einen Sony, AlphaCrypt Light Modul rein, Karte rein von KG und alle Programme sind zu sehen.

So kommt man an eine Karte von KDG und auch an eine zweite Karte.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-144-2140.html

von ACDC - am 29.08.2008 17:53
Da könnte man aber auch einfach den DVB-C-Receiver patchen. :D Aber auch hier ist die Zukunft unbekannt, man müßte zumindest ständig am Ball bleiben um das Bild immer "hell" zu haben.
Sicher nicht daß, was Otto-Normal sich vorstellt, wenn er von Analog auf Digital umsteigt: Er will einschalten, ein Bild haben und zappen, mit kurzen Umschaltezeiten versteht sich.

von Thomas (Metal) - am 29.08.2008 18:26
Die KNB sind in D das Zünglein an der Waage - da wird im Telefonmarkt reguliert und per EU-Beschluss den Anbietern kostensenkungen verordnet - aber im Kabelnetz? Für 23,60¤ würde man mir nen "digitalen Anschluss" auf die Dose pflanzen. Ich hab verzichtet und eine Jahresgebühr Astra+Eutelsat+DVB-T...

SAT ist den meisten Leuten einfach schmackhaft zu machen - nach dem Aus von Entavio ist von einer Grundverschlüsselung nichts mehr zu hören, die Leute kaufen laut nem Bekannten spätestens wegen HD-TV die Hardware wie blöd.

DVB-C ist okay und reicht für den Normaluser völlig aus - nur die zu zahlenden Kosten (16,90¤ bei der KDG im Einzelabschluss) sind wucher und völlig übertrieben - das seh ich nicht ein - und drum ist ne Wohnung mit Möglichkeit eine kleine Astraschüssel aufzustellen für mich essentiell - gespartes Geld - ich hab meine recht teure Anlage schon längst wieder "drin"!!

Ne richtige Miesere (hab ich grad im Bekanntenkreis) sind diese lokalen Kopfstationen mit Verteilung, da gibts ein hypererotisches Konstrukt aus Versakom (Vertragspartner) mit einer Bastellösung der Gewofag zur Versorgung - eingespeist wird der Kabelkiosk, die Öffis - das wars. Sowas darf 2008 für 14¤ im Monat nicht mehr sein - ich glaub ich muss da am Montag mal wieder laut werden - so ein beschissen lauwarmes Kabelsignal und eigentlich alles nur analog *rausch**flimmer*. Analog war eigentlich nur direkt via Antenne brauchbar - im Kabel hast ja schon immer eine verdammt gute Verteilung und nen guten Tuner gebraucht - für digital reicht nen 20¤ Receiver völlig aus.

Wenn wir via Sat bis 2012 schaffen wär das toll - und würde auch ebenjene kleinen Anbieter vor die Frage stellen, warum das ganze eig. noch nach Analog umsetzen - einfach nach DVB-C umsetzen - oder ne feine ZF-Verteilung einbauen.

Bei den großen Netzen lohnt sich das wohl nicht, da kann man fein weiter analog einspeisen - 2030 dürfte der letzte Mensch tot sein, der ohne TV aufgewachsen ist und sich damit angeblich gegen alles neue Sperrt.

Kann ich widerlegen - meine Oma war noch 1/2 Jahr vor ihrem Tod (Herzversagen, plötzlich) lernbegierig und hat sich von Antenne analog auf Astra digital umbauen lassen - sagt sie doch mit ihren 85 Jahren wie sauber jetzt das Bild ist und nimmer von der im Bahnhof einfahrenden S-Bahn gestört wird - die Leute müssen den Unterschied nur sehen, grad auf einem großen und guten TV (sie hatte nen 1m Loewe) ist der gewaltig.

von elchris - am 29.08.2008 18:58
Zitat

Keine Ahnung ob die KDG dann Filter verbaut, um das analog TV auszufiltern, ob es ihnen schlicht egal ist, hauptsache die Leute kaufen Internet und Telefon bei ihnen.

Von Kabel Deutschland weiß ich es nicht, aber bei Unitymedia ist es so:
Filter gibt es zwar, werden aber kaum verbaut (setzen auch immer Sternverkabelung vorraus, die es ja bei weitem nicht überall gibt), hat auch kaum ein Sub überhaupt auf Lager ;-). In der Regel wird dann einfach an der MMD (Multimdiadose) mit einem Siegel-Aufkleber der TV und Radio-Anschluss zugeklebt - wenn überhaupt. Denn die Subs, die die Installationen ja ausführen, interessiert das nicht großartig - ist ja auch nicht deren Aufgabe. Dafür gibts dann die sogenannten Medienberater :D.
Die von Baumverkabelungen bekannten Sperrdosen gibt es als "Multimedia-Version" jedenfalls nicht.

von WiehengeBIERge - am 29.08.2008 20:22
Wir ja auch langsam Zeit, wir leben in einem digitalen Zeitalter.

Wer empfängt heute noch analoge Fernsehsignale über Antenne?
Analoger Satelittenempfang wird wohl auch bald der Vergangenheit angehören.
So können die Sendeanstalten etliche Megawatt an Energie einsparen.


DVBT und DVBS ist ja heute fast überall empfangbar.

von Morphymen - am 30.08.2008 14:47
Zitat
robiH
Das kann, wer nicht auf DVB-S umsteigen will (LNB!), in in den kommenden paar Jahren genau so machen.


Nur zur Info:
Man kann schon auf DVB-S umsteigen, wenn man nur ein 9750MHz LNB hat. Bekommt man halt auch nur den ARD-, ZDF- und ARD-Digital-Transponder (Extra, Festival, Plus, Phoenix, Arte). Diese Programmauswahl begleitet mich schon seit 2 Jahren. Ich vermisse (bis auf ARD-Radio-Transponder) nichts...


von Ex-Trierer - am 30.08.2008 20:15
Zitat
robiH
Zitat

Und das ist kein einziges.

Wie bitte? Soweit ich nicht fehlinformiert bin, ist der DVB-T-Vollausbau, zumindest, was die ÖR angeht, Ende 2008 vollendet.


Das ja, aber von Flächendeckung kann keine Rede sein.

Zitat
robiH
Doch. Beide sind einfach und preisgünstig.


Das ist DVB-S auch. Es ist jedenfalls nicht wesentlich komplizierter als Sat analog. Und obs teuer kommt, hängt allein davon ab was für Equipment man nutzen will. Reicht eine einfache Zappingbox kommt man doch relativ günstig davon.

Zitat
robiH
Im Ernst: Von 1987 bis 1993 war es üblich, sich die ÖR von der Antenne und die Privaten von der Schüssel zu ziehen.


Das tut überhaupt nix zur Sache. Vielleicht ist es dir entgangen, aber das ist bereits 15 Jahre her und kann mit den heutigen Bedingungen überhaupt nicht verglichen werden. Und komm jetzt nicht wieder mit deinen seltsamen Planspielen die nicht den winzigsten Bezug zur Realität haben. Generell scheints sowieso dass du irgendwie in einer Traumwelt lebst die weit weit weg von der echten ist. Schade, aber so kann man dich einfach nicht als ernstzunehmender Gesprächspartner ansehen.

Zitat
robiH
Das kann, wer nicht auf DVB-S umsteigen will (LNB!), in in den kommenden paar Jahren genau so machen.


LNBs gibt es bereits für unter 10 ¤. Wer deshalb nicht umsteigen will ist ein Geizhals, und ein Tor sowieso.

von htw89 - am 30.08.2008 20:39
Zitat
robiH
Da kommen, bezogen auf ihr Versorgungsgebiet, noch etliche Dritte hinzu.

Dann kanst du das öffentlich-rechtliche Fernsehen über analogen Sat ja eingenlich gleich ganz abschlten. Ich meine, was bliebe denn dann noch übrig? Arte, Phönix, DW-TV, BR-Alpha; bzw. nach deiner Theorie würdn Arte und Phönix dann nur noch für Mecklenburg-Vorpommern analog ausgestrahlt werden; und Alpha könnte man als eine Arte "2. Drittes" sehen, das im Herkunftsland Bayern auch über DVB-T empfangbar ist. Und DW-TV hat ja als auslandsorientierter Sender überhaupt keine Analoge Sat-Pflicht, oder?
Da in vielen Teilen Deutschands nur DVB-T-Empfang über Dachantenne möglich ist, bezweifel ich etwas, ob es sinnvoll ist statt einer DVB-S-Erweiterung, noch eine große UHF-Antenne aufzubauen, und pro TV-Gerät womöglich auch noch zwei Receiver zu haben. Und es ist doch so, den Privaten, kann es mit der Analogabschaltung ja auch nicht schnell genug gehen. Verschwinden die großen Öffis, wird auch das Privatfernsehen gehen (späterstens). Das ist doch wie an einer großen Tafel. Steht der Hausherr auf, gehen auch die (letzten) Gäste.

von Zwölf - am 30.08.2008 22:35
Naja, ich denke, dass DVB-T vielleicht für Zweitfernseher etc. benutzt wird, oder als Ergänzung zu DVB-S, wenn bestimmte Regionalteile oder Auslandsprogramme nicht über Sat ausgestrahlt werden; aber als Ergänzung zu analog-Sat? Das einzige was DVB-T noch zusätzlich in ländlichen Regionen bietet, sind mehr- oder weniger wichtige Digitalsender von ARD/ZDF. Was die großen über analog-Sat betrifft: Es gibt kein dazwischen; entweder alle, oder keiner. Ich bin sicherlich der letzte, der was gegen DVB-T hat, aber wenn über DVB-T nicht die Privaten zur Verfügung sind, die man über Sat gerne sieht, ist es doch sinnvoll in aller Gemütlichkeit auf DVB-S umzustellen.
Das man nochmal vier Jahre draufgibt, sehe ich allerdings als nicht ganz gerechtfertigt an, wenn man es mal mit der Umstellungszeit des terrestrischen Fernsehens vergleicht.


von Zwölf - am 30.08.2008 23:14
Da die Öffentlichen gebührenfinanziert sind, wird man eher die Gebühren erhöhen oder "umstrukturieren"(z.B. für jedes Gerät zahlen lassen, also Zweit-, Drittgerät usw.), ehe man eine Einsparung durch Wegfall von Analog-Sat in Erwägung zieht. Sicher wird AnalogSat in absehbarer Zeit wegfallen, aber man wird es nicht wegen vorhandener DVB-T-Versorgung abschaffen. Da eben der Grundversorgungsauftrag besteht und DVB-T nicht überall, selbst mit großer "Ochsenkopfantenne" nicht störungsfrei klappt und auch keine Kleinstfunzelei wie zu Analogzeiten wieder aufgebaut werden kann und soll.

von Radio_DDR - am 31.08.2008 10:19
Hier mal Zahlen der Funkanalyse Bayern 2008 (siehe Seite 4):

http://funkanalyse.tns-infratest.com/2008/2_tv/1nutzung/2TVEmpfangsbed.pdf

ca. 1,5 Mio Haushalte in Bayern schauen noch analog über Sat. Die anderen drei Viertel Sat-HH empfangen bereits digital.
Warum man da nicht gleich 2010 analog abschalten kann, versteh ich nicht so ganz, so teuer sollte die Umrüstung auf DVB-S auch wieder nicht sein. Außerdem gibt es ja schon einen jahrelangen Simulcast; bei der DVB-T-Umstellung bekamen die meisten vielleicht 2 Monate zuvor Bescheid, und dann wurde von heut auf morgen nur noch digitlal gesendet ganz ohne Simulcast.

von Zwölf - am 31.08.2008 11:33
Schon vor 20 musste jeder Gebührenzahler für 1Plus, 3sat und co. Gebühren zahlen, obwohl damals nur die wenigsten Kabel und Sat haben. Es gibt im Rundfunkgebührenstaatsvertrag KEIN WORT darüber, dass irgendjemand das auch gucken können muss, wofür er bezahlt. Ich will das gar nicht werten, aber so ist es. Und DVB-S Receiver gibt es ab 20 EUR. Insofern wäre ich für eine Abschaltung aller analogen Astra-Transponder schon zum 1.1.2010, die kosten nämlich richtig Geld. Aber es gibt Fristen und die Verträge sind für viele Jahre gemacht. Aber in Analog-Sat sollte kein ct mehr neu gepumpt werden. Terrestrisch ist Ende 2008 alles Analoge abgestellt und was die privaten Kabelgesellschaften mit ihren Kunden ausmachen, ist ein ganz anderes Thema und geht den Staat erstmal nix an. Insofern bin ich zuversichtlich, dass der Staat und die öffR bis 2012 alles Analoge abgeschaltet haben, was Private machen müssen sie selbst wissen.

von Free Speech - am 31.08.2008 11:39
Die terrestrische Analogabschaltung Ende diesen Jahres ist ganz schön früh. Andre Länder wie Frankreich, Spanien oder Großbritannien wollen erst 2010 bis 2012 abschalten...Naja allerdings ist da das terrestrische Fernsehen auch noch stärker verbreitet als bei uns. Wie gesagt mein Vorschlag wäre es die Analogtransponder abzuschalten und darüber DVB-S laufen zu lassen, dann kann man sich die LNB Umstellung sparen. Und alte Multischalter etc. könnten auch weiterverwendet werden. Somit blieben dann nur noch ca. 100¤ für nen guten DVB-S Receiver.

von BetacamSP - am 31.08.2008 15:06
Zitat
TerranusI
absolut richtig. Wir werden hier seit Monaten mit Kabel phone /internet Werbung der KDG überhäuft. Praktisch alle zwei Wochen kommt ein Werbebrief, der Kabel und Internetflat anpreist. Wird auch immer billiger, jetzt wollten sie zuletzt 24,95 haben.
Und immer wird betont, sie brauchen kein TV zu abbonieren, keine Kabel TV Gebühren zahlen. "Sie können weiter TV schauen wie bisher".
Die KDG setzt beim TV schon lange nur noch auf die Bestandskundschaft. Ich hab seit Jahren keinen Werbebrief für Kabel TV mehr bekommen.

Keine Ahnung ob die KDG dann Filter verbaut, um das analog TV auszufiltern, ob es ihnen schlicht egal ist, hauptsache die Leute kaufen Internet und Telefon bei ihnen. Und ehrlich gesagt ist das Angebot nicht mal schlecht, gerade hier auf dem Land, wo DSL oft nur 384 Kriechgeschwindigkeit hat.
Trotzdem schrecke zumindest ich noch vor Telefon über Kabel zurück. Wir brauchen nen stabilen Telefonanschluss, und da hat uns ISDN über die letzten 11 Jahre nicht enttäuscht.

49,7°N - 11,2°O - Lkr. FO


also ich hab jetzt seit 2,5 wochen inet un telefon von KD.
1. jawohl,spezieller filter wurde verbaut bei mir

2. wegen telefon habe ich die gleichen bedenken wie du und mich ewig dagegen gesträubt weil ich auch viel schlechtes in einigen foren gelesen habe. aber irgenwann dachte ich mir doch:wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Fazit: alles einwandfrei, bis jetzt kein einziger ausfall, sprachqualität absolut gleich zum normalen anschluss,kein unterschied hörbar.

inet: geschwindigkeitsrekord bis jetzt bei 21,5mbit bei gebuchten 20. upload auch immer zuverlässig bei 1 mbit.

ich bin jetzt im nachhinein echt froh das ich es gewagt habe und würde es dir somit auch empfehlen.

von orf-fan - am 21.09.2008 00:38
Für die Diskussion noch ne kleine Hintergrundzahl aus dehnmedia:
Zitat
dehn
Auch in Deutschland stehe es um die HDTV-Einführung nicht gut, hatte Prof. Ulrich Reimers, einer der „Väter des digitalen Fernsehens“, während der Funkausstellung eingeschätzt. Ende 2008, so die Öffentlich-rechtlichen, werde es etwa 10 Mio. „HDready“-Fernseher in deutschen Haushalten geben, jedoch nur 550.000 Empfänger. Diese 1,5 Prozent der Fernsehhaushalte seien für den Start eines Regelbetriebes zu wenig. Daß ARD/ZDF ganz froh sind mit ihrer behutsamen Einstiegsstrategie sind (im Gegensatz zur gescheiterten von ProSiebenSat1) wirkt da durchaus verständlich.

http://www.dehnmedia.de/?page=update
In Österreich sieht es ähnlich aus 1 Mio HDTV fähige "Monitore" zu 115 000 Empfängern.

Offensichtlich gibt es beim Verbraucher ein grosses Missverständnis.

von mor_ - am 21.09.2008 07:13
Zitat
mor_
(...)
In Österreich sieht es ähnlich aus 1 Mio HDTV fähige "Monitore" zu 115 000 Empfängern.

Offensichtlich gibt es beim Verbraucher ein grosses Missverständnis.

Tja, es gibt halt andere Länder, wie die Schweiz, die es mit der HD-Einführung richtig machen:
Zitat
Wo HD draufsteht, muss auch HD drin sein

http://www.infosat.de/Meldungen/?srID=26&msgID=49047
Die werden im April 2015 die SD-Ausstrahlungen komplett einstellen und nur noch in HD senden. Zu diesem Zeitpunkt werden in Deutschland noch etliche Millionen sich mit analogem Kabelfernsehen auf 50 Zoll Plasmas begnügen. Der deutsche Verbraucher hat auch nichts besseres verdient! :D

von transponder - am 21.09.2008 10:02
Bei der KDG kostet DigitalFree keinen Aufpreis und wer schon langjaehriger Kunde ist bekommt auch den KDG Receiver (meisst Humax) zum Nulltarif. Ist natuerlich nicht HD.
Das Argument gegen Digital ist die gleichzeitige Nutzung mehrere TV je Anschluss. Das geht nur mit KDG zertifizierten Receivern wobei man dann die Seriennummer angeben muss um eine weitere Karte zu bekommen. Am PC geht's schon mal gar nicht (ausser die Oeffentlichen natuerlich). Somit ist das Aufnehmen und spaetere Archivieren von Sendungen der Privaten fast unmoeglich was so ziemlich jeden der die Moeglichkeit von Sat oder DVB-T hat dazu bewegen duerfte eben nicht auf digitales Kabel umzusteigen.

von Nordlicht2 - am 22.09.2008 08:50
Zitat
HeinerW
Letztlich bleibt festzustellen, dass mit zunehmender Digitalisierung des Kabels die Vorteile dieses Empfangswegs gegenüber anderen abnehmen und die Kundenzahlen damit auch. RTL steigt 2009 scheinbar in Mitteldeutschland ein, und ich vermute, wenn das wirklich so kommt, wird das nicht der letzte Ballungsraum sein. Und wenn RTL dabei ist, fassen vielleicht auch andere Anbieter Mut und wollen in weiteren Gebieten senden.

Das könnte am Ende wirklich so aussehen, dass das Land weit mit Satschüsseln bedeckt ist und die Städte, in denen es auch Private gibt, zunehmend DVB-T nutzen (jedenfalls die denen das Angebot reicht und die Bildqualität).

Werden auf jedenfall noch interessante Zeiten... DVB-C werden wohl später nur die haben die nicht anders können, sei es wegen Vermieter oder mangelndem Blick nach Süden. Naja, und vielleicht noch diejenigen die bestimmte Pay TV-Sender haben wollen und die die es im Bundle mit Internet und Telefonie oder sonstwie günstiger bekommen... wobei das mit dem Pay TV auch immer besser über Satellit erledigt wird, mit arenaSAT gibts ja nun ne Plattform die das auch vorantreibt (was man von Premiere ja trotz Star nicht so behaupten kann).

Und all das wissen die KNBs und deshalb setzen sie jetzt auch so stark auf Internet und Telefonie - sie wissen, dass sie im TV mittel- bis langfristig nicht mehr wirklich wachsen werden, sondern eher schrumpfen. KDG hat ja alleine letztes Jahr wenn ich mich nicht irre 500.000 Kunden verloren.


Das sehe ich ähnlich. Die Privatsender werden daher m.E nicht umhin kommen auch ihr DVB-T Angebot zu erweitern. Wenn dem so ist werden sicherlich auch einige, die von vielen als hässlich empfundenen Parabolspiegel zugunsten von althergebrachten UHF Antennen verschwinden. Denn wie schon gesagt wurde, 20-24 Programme reichen vielen aus.

von Toto_Pfalz - am 23.09.2008 09:37
RTLs Strategie sieht scheinbar so aus, dass sie die Verschlüsselungspläne über Satellit verworfen haben (zumindest für Standard-TV) und mit der Lage im Kabel nicht zufrieden sind. Um ihre Marktanteile zu wahren wollen sie nun mit DVB-T arbeiten, da dort der Markt überschaubar ist. Außerdem haben an sich alle neuen Flachbildschirme nen DVB-T-Tuner, und Handys haben auch immer öfter DVB-T. Man ist denke ich selbst überrascht davon, wie gut DVB-T läuft. Denn mit Handys und in Fernseher eingebaute DVB-T-Tuner gibt es mittlerweile einige Millionen DVB-T-Empfänger.

Das ist eine sehr große Gefahr für die KNBs. Ein DVB-T-Angebot von 24 und mehr Sendern könnte viele Kunden abspenstig machen, z.B. auch Wohnungswirtschaften. Eine genauso große Gefahr ist, zumindest potentiell, IPTV. Ist es doch schließlich eine Art 2. Kabelnetz. Sicher, Kabel wirds auch weiterhin in vielen Mio. Haushalten geben, aber die Bedeutung könnte doch schrumpfen.

von htw89 - am 23.09.2008 17:35
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