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MW 540 aus Ungarn ( Sopron )

Startbeitrag von 102.1 am 06.09.2008 21:17

Ich halte mich berufl. in UK auf.

Die 540 kommt relativ gut und seh regelmaessig nach Einbruck der Dunkelheit hier durch.

Wieviel KW hat der Sendr?
Gibt es sonst niemanden, der auf 540 sendet? - und stoeren koennte?

Antworten:

Es müssten immer noch 2000kW sein.

von carkiller08 - am 06.09.2008 21:19

Re: MW 540 aus Solt

Stören könnte da oben Wavre-Belgien (VRT2) mit 150kw.
Der störte hier bei Nürnberg jedenfalls Kossuth an vielen Abenden,solange ich ihn via 540 hörte.
In Freising war Wavre kein Thema mehr.
MW 540 sendet übrigens aus Solt an der Donau,Mittelungarn


von Scrat - am 06.09.2008 21:37
2000 KW ist ja ziemlich "saftig".

Warum haben die Ungarn so starke MW Sender?



von 102.1 - am 06.09.2008 22:09

Re: MW 540 aus Ungarn

2000kw hat nur Solt.Marcali hat 500 und der Rest 300,100 und weniger.
Solt ist noch ein Sowjetsender der wohl eine grosse Region mit nur einem Sender versorgen soll(te).
VRT2 auf MW 540 ist wie ich gerade Lese seit 30.3.08 abgeschaltet.Da kommen für Onda Cero nur noch 50kw aus Barcelona.
Bei dem knappen Budget von MR wird es den AM Sender wohl nicht mehr lange in der Stärke geben.

von Scrat - am 06.09.2008 22:49
Die 540 ist eine der wenigen MW-Frequenzen, die ich bei Tag empfangen kann. Wahrscheinlich wegen der hohen Wellenlänge.

von andimik - am 06.09.2008 22:59
Das radioeins Medienmagazin brachte Ende Juli einen Beitrag zur MW 540 Klick.
Sehenswert sind auch die vielen Fotos unter dem im Text angegebenen Bildarchiv des ungarischen Postmuseums.

von RN - am 07.09.2008 08:02
Zitat

Warum haben die Ungarn so starke MW Sender?

Mit einem Sender ungefähr in der geographischen Mitte des Landes das ganze Staatsgebiet zur versorgen ist eine typisch europäische Eigenart aus der Beginnzeit des Radios in den 1920ern. Man wählte dazu eine möglichst lange Wellenlänge, um bei Tag eine weit reichende Bodenwelle zu erhalten. Wegen der zunehmenden Überbelegung der Lang- und Mittelwelle musste die Sendeleistungen ständig erhöhen, um in Randgebieten die Störer zu unterdrücken bis die Störer dann ihrerseits die Leistung erhöhten). Auch die Einführung kleiner tragbarer Radios haben eine Mitschuld, weil die kleinen Dinger durch systembedingte mangelhafte Erdung auf Lang- und MIttelwelle einen höheren Signalpegel brauchen.

Für Ungarn reichte lange Zeit der Sender in Lakihegy bei Budapest mit seinen 150 kW, um das ganze Land zu versorgen. Später entschied man sich, die Versorgung auf 2 Standorte in West- (Siofok) und Ostungarn (Szolnok) zu verteilen. Und dann ging man eben wieder auf einen zentralen Standort mit Superpower, weil das in den 1970ern gerde "in" war. Gerade in den Oststaaten waren damals Dutzende Sender mit 1000 bis 2000 kW in Planung.

"Zentralsender" gibt bzw. gab es z.B.:
Belgien Wavre und Wolvertem
ehem. CSSR Uherske Radiste 270 kHz
Dänemark Kalundborg
ehem. DDR Burg und Oranienburg
Deutschland - wegen der schon anfänglichen föderalen Struktur zentrale "Landessender", sofern die möglich war, z.B. Mühlacker und Langenberg
England Droitwich 198 kHz
Frankreich Allouis 162 kHz
Griechenland mehrere Standorte um Athen
Irland Tullamore bzw. Athlone
Marokko Azilal 207 kHz
Niederlande Flevoland (früher Lopik)
Polen Solec Kujawski 225 kHz
Rumänien Bod 153 kHz
Schweiz Beromünster, Sottens und Monte Ceneri (jeweils etwa im Bevölkerungsschwerpunkt der Sprachgruppe)
Slowenien Domzale 918 kHz
Ungarn Solt 540 kHz

von Wasat - am 07.09.2008 09:35
Leicht OT: Wien hatte auch mal einen Sender auf MW mit ziemlich langer Wellenlaenge und konnte damit auch gute Ergebnisse mit der Bodenwelle erziehlen. Ich denke, 585? oder so.

Die Leistung war aber erheblich niedriger, 100 KW tagsueber, 300 KW bei nachts !

von 102.1 - am 07.09.2008 10:19
Das war der MW-Sender Wien-Bisamberg.
Ein 265 m-Mast für die 585 kHz mit dem Programm Österreich Regoinal
Und ein 120 m-Mast für 1476 kHz mit Österrecih 1
Heute sendet nur noch die MW 1476 kHz und die soll auch demnächst abgeschaltet werden.
Näheres dazu gibt es hier: http://www.asamnet.de/~bienerhj/1476.html
Bilder: http://www.wabweb.net/radio/sender/bisamberg2005a.htm



von DX-max - am 07.09.2008 16:54
@Wasat: In deiner Liste der zentralen Sender fehlt meiner Meinung nach noch der Langwellensender des DLF in Donebach im Odenwald (153 kHz). Wenn man von den Auswirkungen der Ausblendung Richtung Rumänien absieht, ist er auch deutschlandweit zu empfangen.

von Hagbard Celine - am 07.09.2008 19:20
Die Solter 540 kHz ist ja beinahe eine "Quasi-Langwelle". Ungarn war das einzige Land des Ostblocks, das über keinen zentralen Langwellensender verfügte. Diese Funktion konnte Solt übernehmen.

von Alqaszar - am 07.09.2008 21:09
Beromünster 531 dürfte man auch dazu zählen, wobei die Schweiz eh nicht sehr groß ist.


von Peter Schwarz - am 07.09.2008 22:03
Zitat
Hagbard Celine
In deiner Liste der zentralen Sender fehlt meiner Meinung nach noch der Langwellensender des DLF in Donebach im Odenwald (153 kHz). Wenn man von den Auswirkungen der Ausblendung Richtung Rumänien absieht, ist er auch deutschlandweit zu empfangen.

Naja, also hier im Saarland ist das nix mehr für Normalhörer und in Richtung Bayern soll es noch schlimmer sein. Dann hätte man eher die ex "Europawelle Saar" dazu zählen müssen. Die hatten nämlich damals mit 1200kW gezündet.

von Spacelab - am 08.09.2008 07:51
Bloß zentral gelegen ist die Europawelle Saar nicht :p

von Hagbard Celine - am 08.09.2008 12:49

Re: MW 540 aus Ungarn

Zitat

Bloß zentral gelegen ist die Europawelle Saar nicht :p


Zentral in Westeuropa :D

von Japhi - am 08.09.2008 14:31

Re: MW 540 aus Solt

Hole das mal raus aus dem tiefen der "Suchmaschiene" :-)
Und http://www.panoramio.com/photo/78595585?source=wapi&referrer=kh.google.com zeigt eine gute Übersicht des Sendestandortes von einer Luftaufnahme.
Rekonstruieren hört sich so nach an als ob der Mast in Zustand versetzt wird wie es mal früher war:D
https://de.wikipedia.org/wiki/Rekonstruktion
oder eine Wort aus der DDR für Ersatz oder Erneuerung, also quasi renovieren eines Gebäudes:D

von DJ Taifun - am 31.07.2016 09:54
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