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Funzeln - Welche haben eine hohe Reichweite?

Startbeitrag von DX-Matze am 17.09.2008 13:29

Kennt ihr eigentlich schwache Funzeln die trotz weiter Entfernung Reinbrettern ?

Ich fang mal an, hier in Obrigheim a.N knallen rein:

87,90 - Deutschlandradio Kultur - Stuttgart (Hoher Bosper) - 1 KW - 67 KM - Signal bombig mit RDS selten durch SWR1 aus bad Mergentheim gestört.

94,00 - SWR4 OG - Hornisgrinde - 5 KW - 105 KM - Geht immer gut - teilweise mit RDS! nicht so das Wunder.

99,20 - Freies Radio Stuttgart - Stuttgart-Münster - 300 W - 60 KM - Schwächer aber gut verständlich

104,90 - Sunshine Live - Stuttgart-Münster - 1 KW - 60 KM - Deutlich besser wie FRS ca 3/5.

105,40 - Antenne 1 - Geislingen - 1 KW - 96 KM - Wenn von B5 Aktuell von der 105,3 getrennt, fällt dieser Sender bombig rein ?


Welche Erfahrungen habt ihr mit solchen Funzeln gemacht? Also ich muss zugeben das manche Funzel richtig weiter gehen als vorgesehen.

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich kann auf der 100.2 Radio Top (500W) empfangen in 96 km Entfernung. Leider nur Mono und verrauscht, weil in 11km Entfernung ein 50W-Lokalsender auf der selben Frequenz dazwischen funkt. Aber das Radio Top-Signal ist sogar stark genug, um auch noch verrauscht auf der 100.1 durchzukommen. (Allerdings ist schon ein besseres Radio notwenig)
Nr. 2: stark verrauscht und nur Mono: Rock Antenne Augsburg (87,9) aus 97km Entfernung mit 320W gesendet.
Nr. 3: nicht ganz rauschfreies Stereo bei Donau 3 FM (105,9) aus 95km Entfernung mit ca. 5 kW (kein RDS)

von Zwölf - am 17.09.2008 13:57
AUT Bezau-Baumgarten. Schafft es mit 30 Watt in RDS-Qualität auf die Alb und in DX-Qualität sogar noch bis drüber hinweg.

BEL Petergensfeld Fantasy 96.7. Mit gut 1kW ein großes Versorgungsgebiet (mehr als manche Sender mit 25kW schaffen -> z.B. 101.8 Karlsruhe als Negativbeispiel)

D Ibbenbüren. Die WDR-Funzel konnte ich noch gut im Emsland und immerhin noch mässig in Ostfriesland empfangen



von Peter Schwarz - am 17.09.2008 15:04
Ibbenbüren liegt ja auch im Vergleich zu Emsland ziemlich hoch. Ähnlich verhält es sich mit NDR Info und No-Joy von der Schleptruper Egge.

Beachtlich finde ich die Reichweiten der Sender Damme (105,0 und 106,4) sowie die schon mehrfach erwähnte 99,3 aus Molbergen. Damme und Molbergen arbeiten mit 1kW, Damme steht recht exponiert und Molbergen ist ein ziemlich hoher Mast,

von Staumelder - am 17.09.2008 15:14
Zitat
BlackDay
Kennt ihr eigentlich schwache Funzeln die trotz weiter Entfernung Reinbrettern ?

Ich fang mal an, hier in Obrigheim a.N knallen rein:

87,90 - Deutschlandradio Kultur - Stuttgart (Hoher Bosper) - 1 KW - 67 KM - Signal bombig mit RDS selten durch SWR1 aus bad Mergentheim gestört.

94,00 - SWR4 OG - Hornisgrinde - 5 KW - 105 KM - Geht immer gut - teilweise mit RDS! nicht so das Wunder.





Für mich sind diese 2 Sender definitiv keine Funzeln,der Hohe Bopser ist bald 500 m hoch und auch die Hornisgrinde mit über 1000 Meter zählt definitiv nicht dazu.

von Hallenser - am 17.09.2008 15:17
Ich nominiere die 97,40 MHz von N-Joy mit 4 kW aus 100 km Entfernung!

An sich dauerhaft hoerbar, meist sogar mit RDS. Stoerend wirkt sich bei Tropoeinfluss die Gleichfrequenzbelegung mit 100 kW vom Brocken aus, der dann bei mir N-Joy wegfegt und auch im eigenen Versorgungsgebiet diese Funzel an die Wand faehrt bzw. zumindest massiv unter Beschuss nimmt.

Der Sender Roebel steht gut und ist hoch. Beides ist im Flachland direkt mit guter Reichweite zu verbinden - wenn es keine Gleich- oder Nachbarkanalbelegungen gaebe.

von PowerAM - am 17.09.2008 15:43
Main FM vom Europaturm, besser bekannt als Ginnemer Spargel, auf der 95,10 kommt trotz Funzelleistung von 200 oder 300 Watt hier im Kinzigtal noch bombig an. Radio BOB hingegen mit seinem etwas schlechteren Standort Raimundstraße krieg ich nur wenn Tropo ist. Apropos Radio BOB: Wer hat denn so einen Mist koordiniert? Raimundstraße auf 101,40 und Schlüchtern auf 101,30 löschen sich hier gegenseitig aus. Und in Frankfurt am Main, wo ich am letzten Wochenende zweimal war, kommt selbst die 101,40 meist nur mit Gerausche an. Ich würde dafür plädieren, die 101,40 auf den Spargel umzukoordinieren.
Gruß
Reinhold

von Reinhold Heeg - am 17.09.2008 15:50
Meine persönliche Hassfunzel: Deutschlandradio Kultur auf der 104,2 MHz aus Viersen: VerBestrahlt mit seinen 500 Watt den kompletten Niederrhein bis Dinslaken und stört interessante Sender.

Positiver: Fantasy Dance FM aus Raeren in Belgien: Trotz seiner angeblichen 600 Watt eine fantastische Reichweite bis an den Rand des Ruhrgebietes.

von Bolivar diGriz - am 17.09.2008 16:47
Oh, da kann ich schon auch einige Beispiele nennen, Sender mit relativ kleinen Leistungen, die weit reichen, ich beginne mal mit den beiden Standorten aus Frankreich:
Der Klassiker: Masvevaux-Sprickelsberg, 20 W ERP, der geht in Uster (142 km) und in Netstal (179 km) (z.B. die 100,5)
Die neue Erkenntnis: Bis nach Uster reicht auch der 5 kW-Sender aus Hirson-Landouzy-la-ville auf 97,2, 445 km von hier entfernt (mit dem Sony entdeckt und verifiziert).

von dxbruelhart - am 17.09.2008 17:11
Meine Favoriten:

88,0 Evropa 2 1 kW Teplice - Mückentürmchen
Geht hier im Elbtal noch sehr gut, auch mit RDS

91,1 BBC-RFI 1 kW Dresden Gompitz

Die Funzel geht auch noch an der Tschechen-Grenze (bei Petrovice noch ganz gut)

Die ganzen Freiberg-Funzeln aus Niederschöna:
100,7 Deutschlandradio Kultur 1 kW
94,4 R.SA 0,5 kW

Die beiden Funzeln gehen auch noch in Radebeul (im Elbtal wohlgemerkt!)

von UKW-Fanatiker - am 17.09.2008 17:30
Zitat
Daniel1
Zitat
planetradio
wie weit reicht denn eigentlich die 91,2 von N-Joy auf der Autobahn 44 Dortmund-Kassel, und stört da nicht die 91,1 von NDR 1 NDS (Steinkimmen)


Auf der A44 kommt dann auch schon die 91.3 vom Rimberg ins Spiel ! Mobiltauglich kommt doch die 91.2 auf der A44 nicht mehr an...

Und Mobil stört hier sofort auch Radio 91.2 aus Dortmund.
Aber im guten Autoradio vom Firmenwagen (neuer Audi A3 Sportsback Kombi) geht der Sender ab Warstein fast störungsfrei!

von pete04 - am 17.09.2008 18:05
In Frankreich gibt es hoch über Chamonix den Sendestandort Aiguille du Midi (ungefähr in 3800m hoch). Hier werden die staatlichen franz. Programe mit nur 50 Watt ausgestrahlt, konnten aber früher an den Südhängen des Schwarzwaldes (Bereich Feldberg) empfangen werden, zumindest eine Frequenz (Weiß nur nicht mehr welche).
Toll ist auch der Standort Castel San Pietro Therme bei Bologna. Dort werden u.a. RMC und RTL mit 1kW ausgestrahlt. Beide sind in Kärnten noch empfangbar (zumindest in St.Urban) in 338 km Entfernung.

von HeibelA - am 17.09.2008 18:30
Da wäre zum einen die 95,7 von Radio Westfalica zu erwähnen, die geht ja im Süden von Bremen noch.
Der Sender Hallenberg deckt mit nur 100 Watt auch ein großes Gebiet von Nord und Mittelhessen ab.

Aus Österreich möchte ich noch die 106,2 von Welle 1 nominieren. Früher mit 500 Watt, jetzt mit 2 kW kommt man ja bis in die Kammlagen vom Bayr. Wald und dort auch noch mobiltauglich an.

von ziyati - am 17.09.2008 19:54
Ganz klar Ö3 von der Zugspitze auf 97,1. Das geht schon auf der A9 in Höhe Denkendorf teilweise in rauschfreiem Mono. Die ERP, Hauptstrahlrichtung 260°, dürfte in diese Richtung bei wenigen Watt (!!) liegen.
Ansonsten natürlich alles hessische vom Heidelstein in Richtung Bayern. Die ERP liegt nach Südosten bei etwa 500W bis 1 kW. Trotzdem sind um Bayreuth oder Nürnberg, ca. 130 km entfernt, je nach freier Frequenz (N leider nur 100,9 und 104,8) noch saubere Mono-Empfänge zu machen.
Für weniger hohe Standorte werfe ich die 104,7 mit 500W aus Bamberg in den Ring. Sie ging bei mir in Rieneck, ca. 90km entfernt, mit einer 8-Elemente-Yagi und Standardfiltern (!!) an einem Aiwa-Tuner bis zur Aufschaltung der Hammelburger 104,6 in rauschfreiem Mono. Heidelstein 104,8 konnte genau in dieser Richtung ausgeblendet werden. Die 88,5 aus Bamberg kommt nicht an, da Bayern2 vom Pfaffenberg und Charivari aus Karlstadt nicht genauso stark ausgeblendet werden kann.

von Thomas (Metal) - am 17.09.2008 20:13
Na dann werfe ich doch mal meinen Haussender Münster-Fernmeldeturm ins Spiel. :D

Antenne Münster hat für seine 160 Wättchen eine erstaunliche Reichweite, gerade was mobilen Empfang betrifft. In Möhnesee kommt die 95,4 mit RDS und beifahrertauglich rein. Weiter nördlich ist der Sender bis Rheine mobil gut hörbar, nordöstlich verliert Antenne Münster erst kurz vor den Ortsschildern von Osnabrück den Kampf gegen Radio 21 (95,3).

Die Sender aus Bad Rothenfelde kommen auch sehr weit. Hier in Münster wechseln sich auf der 91,2 N-Joy und Radio einundneunzig-zwei Dortmund fleißig ab. Die 97,9 macht selbst in vielen Teilen des westlichen Kreises Steinfurt (von Altenberge bis Burgsteinfurt) den NDR 2-Empfang aus Lingen (97,8) schwierig, wenn man kein Radio mit schmalen Filtern besitzt.

von NurzumSpassda - am 17.09.2008 20:18
Relativ weit geht Tegernseer Tal/Wallberg, mit nur 100 Watt, aber aus 1600m Höhe geht der (mit Unterbrechungen) vom Chiemgau bis München und vielerorts im Oberland in RDS-Qualität (heute mal ohne Wertung, sonst krieg ich wieder eine auf den Deckel :D ).

Auch die Hohe Salve aus Tirol geht mit 400W aus 1800m Höhe ziemlich weit nach Norden raus, das kommt sicher auch tlw. auf 100km Entfernung.

von Habakukk - am 17.09.2008 21:55
Eine Superfunzel in der Schweiz ist der Niesen im Berner Oberland. Mit seinen 25W schafft es dieses 2364m hoch gelegene Senderchen (Radio BeO auf 88,8) bis hierher in die schweizerisch-deutsche Grenzregion bei Schaffhausen. An höhergelegenen Stellen ist der Sender trotz ~150km Distanz noch mit gutem Signal zu empfangen und teilweise geht er sogar noch in den Tälern. Trennscharfer Empfänger ist wegen des starken Grünten auf 88,7 allerdings Pflicht...

Ein sehr guter Funzelstandort ist auch der Strichboden bei Alt St. Johann. 200W und 75km Distanz bis zu mir, aber stationär noch mit RDS empfangbar.

Die Zugspitze wurde ja bereits erwähnt. Mit ihren 150W überbrückt sie die 173km bis hierher recht gut. Wenn die Frequenzen nicht allesamt 100kHz neben starken Ortssendern liegen würden (die 97,1 liegt sogar auf einer Ortssenderfrequenz --> nicht empfangbar), wäre sogar Stereoempfang mit nur leichtem Rauschen möglich. Vielleicht kann ja dxbruelhart mal seinen MacGyver™-Empfänger von Sony mitbringen. Würde mich interessieren, wie der sich da schlägt... ;)

Nachtrag: eine sehr ärgerliche Superfunzel ist für mich der Feusisberg am unteren Zürichsee. Der schiesst auch weit übers Ziel hinaus und stört an einigen Stellen hier in der Region sogar den Empfang von Ortssendern (Pfänder 98,2 z.B.). Bei mir daheim ist er zum Glück etwas abgeschattet und kein grosser Störfaktor...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 18.09.2008 04:26
Nachdem hier schon der Begriff "Hassfunzel" gefallen ist, würde ich mal einen ganz neuen Terminus ins Feld führen: Den der Schurken-Senderanlage! :-)

Als solche würde ich die Media Broadcast-Senderanlage auf der 452 m hohen Schrodhalbe bei Neuhaus im Solling bezeichnen. Eigentlich soll die 85 m hohe Antenne die WDR-Programme 1 - 5 nur ins vom Standort Teutoburger Wald abgeschottete Wesertal zwischen Polle, Holzminden und Beverungen bringen. Sie strahlt mit ihren 500 Watt aber ziemlich weit übers Ziel hinaus. - Bis zu 70 km geht sie wegen ihres exponierten Standorts in guter Qualität nach Westen und stört gleich mehrere Nachbarkanäle:

Die 93,9 MHz (WDR 5) erschwert den Empfang von Bremen 1 auf 93,8 MHz erheblich; die 96,4 MHz macht einen BR 3-Empfang in OWL über die 96,3 MHz Kreuzberg/Rhön praktisch zunichte.

Neuhaus im Solling strahlt auf 102,2 MHz Radio ffn ab - ungerichtet und mit 500 Watt gegen satte 100 kW vom - ebenfalls rund sendenden und nur 119 km :eek: entfernten - Inselsberg!
Ich habe mal den Test gemacht und bin vom Inselsberg-dominierten Göttingen über Uslar und Schönhagen in den Hochsolling gefahren.

Ergebnis: Auf der B241 Richtung Neuhaus, unmittelbar bei der Ostkurve vor der Gaststätte "Altes Forsthaus" überlagert ffn überhaupt erstmals Antenne Thüringen - das sind gerade mal 22 km Reichweite nach Osten - echt übel für 500 Watt ERP. Selbst hinter dem Ortsausgang Schönhagen auf der B497, nur 5 km vom Sender entfernt, setzt sich kurzfristig noch immer das Signal vom Inselsberg durch – eine bemerkenswert harte Gleichwellen-Koordinierung.

Als ich dann auf der L549 durch die Ortschaft Neuhaus fuhr, kamen kurze Modulationsfetzen vom Inselsberg auf der 102,2 MHz sogar noch in einer Entfernung von unter 2 km zur Senderanlage durch.

Erst, als ich auf dem steil nach Westen abfallenden Bergrücken in Richtung Boffzen/Holzminden weiterfuhr, wurden sämtliche Signale der Senderanlage endlich sauber und interferenzfrei.

Was den NRW-Lokalfunk angeht, so fallen mir die Funzeln Herford-Eggeberg (Radio Herford auf 94,9 MHz, 0,5 kW) und Oelde-Stromberg (Radio WAF auf 96,3 MHz, 0,25 kW D) ein. Letztere sorgt durch die Gleichwellenbelegung für eine weitere Empfangsbeschränkung für BR 3 vom Kreuzberg. :mad:

von FM-FREAK HESSEN - am 18.09.2008 12:17
Eine Funzel die auch noch recht weit geht ist der Baden-Badener Merkur.
So konnte ich beispielsweise SWR4, das nur mit 0,4 KW sendet im 129 Kilometer entfernten Longeville noch mit mittleren Beeinträchtigungen empfangen.
Eine noch weitere Reichweite hat die französische Funzel St. Dié-des-Vosges. Diese konnte ich im Schwarzwald sogar in Tallagen sowie im nördlichen Lothringen noch mobil empfangen.
Auch aus Frankreich, mit 1KW Stärke, ist Radio Studio 1 fast im gesamten Saarland und auch an den Osthängen des Schwarzwaldes in teilweise sehr guter Qualtiät zu empfangen.

von Romain Lebong - am 18.09.2008 12:29
Mir fallen folgende Kandidaten ein:

97,2 MHz von Antenne AC aus Simmerath. Gesendet wird mit 20 Watt von einem exponierten Standort, Richtung Norden und Westen geht es nur noch bergab. Die Folge ist, dass ich den Sender schon in 120 km Entfernung verständlich aufnehmen konnte.
Auch mit der 107,8 MHz vom Donnerberg (400 Watt) kleckert Ant AC nicht gerade, hier in Bonn mit O=4 zu hören und folglich hört man in den Verkehrsmeldungen die mit Marketinggrütze a la "für Aachen-Stadt und -Land" eingeleitet werden, stets auch Staus aus Köln.

Dann fällt mir noch der Sender "Oberes Ahrtal" des SWR ein (4x10 Watt), den ich immerhin schon in 60 km Entfernung empfangen konnte, wo er mir den Empfang des BRF1 auf gleicher Frequenz unmöglich gemacht hatte.

von Thomas R. - am 18.09.2008 13:51
Die 97.2 von Antenne AC mag einen hohen DX-Radius haben. Es gibt einen großen Bereich, wo diese Funzel so grad über der Grasnarbe reinkommt. Das eigentliche Stereo-Verbreitungsgebiet ist höchst gering. Sehr exponiert gg. dem Norden steht er, allerdings wird stark gerichtet nach Süden gesendet. Nach Norden gehen keine 5 Watt raus.
So ist der Empfang schon knapp 500m vom Sender in Sichtweite gestört durch Radio2, und 1km nördlich ist kaum noch was von der Funzel zu hören. Erst einige km weiter taucht er dann aus dem Schatten des Eifelrands wieder auf.
Bei mir geht diese Funzel mit Richtantenne etwa mit O=3. Mobil gar nicht.


von Peter Schwarz - am 18.09.2008 14:42
Genau. Ich hatte mich vorhin unpräzise ausgedrückt:

Die 97,2 hat tatsächlich einen großen "DX-Radius" weil sie 500 Meter über dem Rheinniveau steht, während der normalhörertaugliche Empfangsradius winzig sein dürfte. Normalhörertauglich im großen Radius empfangbar ist dagegen die 107,8 MHz, trotz ihrer nur 400 Watt. Koordiniert ist diese Frequenz an diesem Standort jedoch für 20 kW, demzufolge ist die Frequenz noch relativ frei, und das macht sich positiv bemerkbar.

Auch hatte ich oben "Richtung Norden und Westen" geschrieben, es sollte "Richtung Norden und Osten" heißen.

von Thomas R. - am 18.09.2008 14:56
Hier in der Euregio fällt auf dass HR3 bzw Omroep Brabant immer öfter durch Einslive 87,6 in Köln (Mediapark-Kölnturm) mit 300 W gestört wird. Zusätzlich verhindert der WDR (2) mit der 88,4 Ville (Glessener Höhe) mit 500 W den empfang des BRF1 auf seiner Hauptfrequenz 88,5 aus Lüttich im Rheinland.

Was ich gar nicht verstehe sind die 2 Frequenzen vom CFN in Nato City bei Geilenkirchen. Die beiden Frequenzen 96,9 1600 Watt und 99,7 beide Brunssum (JFC HQ) 500 Watt sind sowohl im Norden, als auch im Süden der Euregio gleich gut zu empfangen. RTL 97,0 ist seid dieser Koordinierung unmöglich südlich von Roetgen was früher laut RTL klare Zielgruppe war. Inzwischen sendet man laut Jingles aber ja nur noch für die Eifel und nicht mehr für das Rheinland.

Die beste Ironie des Schicksals ist aber die 102,7 Aachen (Karlshöhe-Mulleklenkes) 500 Watt. Sie stört sich selbst mit der 102,8 aus dem Niederrhein. Zwischen Aachener Kreuz und Mönchengladbach geht keiner der beiden Sender :joke:



von TobiAC - am 18.09.2008 15:40
Zitat
planetradio
doch die 92,6 von Radio BoB (Gießen) geht weit, in Schwalmstadt (55 km) und in Limburg (60km). An beiden Standorten konnte man ihn super hören mit RDS.


Die geht selbst hier in Altenstadt (60 km) noch.
Und die 94,7 geht mindestens bis Hanau. Weiter hab ich es nicht getestet.

von DX OberTShausen - am 18.09.2008 22:30
@smseplus: Die beiden Frequenzen für CFN machen absolut Sinn. Die 96,9 kann nach Osten nicht stark gefahren werden, da dort Radio Berg aktiv ist. Also wird insbesondere die NATO-Airbase mit dieser Frequenz nur schlecht erreicht. Die 99,7 dagegen hat nach Norden massive Einzüge, um Kleve nicht zu stören. Ob dort irgendwo noch Angehörige der Streitkräfte wohnen, ist mir allerdings bei den Kanadiern nicht bekannt. Mit beiden Frequenzen zusammen bekommt man aber jedenfalls eine Art "Rundstrahlung" hin und hat somit ein ähnliches Sendegebiet (auch mobil sollen die Kanadier ihr Programm ja hören können) wie früher auf der 91,5, die man abgeben musste. Du hast eben leider nur im Norden der Euregio (der aber nicht exakt nördlich von Brunssum liegt) und im Süden der Euregio getestet, wo wirklich beide Frequenzen annähernd gleich gut ankommen.
Zur 102,7 muss ich dir absolut Recht geben...die Nutzung dieser drei Frequenzen (102,7 Aachen, 102,7 Nordhelle, 102,8 Wesel) ist einfach nur eine Katastrophe, da alle drei Standorte recht weit reichen und sich somit gegenseitig stören.

Hier noch meine weitreichendste Funzel: Die neue 105,9 von BRF2 aus Raeren macht sich ziemlich gut. Stationär natürlich am ganzen Niederrhein - das Gelände dorthin fällt ja unglaublich schnell ab - problemlos empfangbar...und gestern stoppte im Nachbarort sogar der automatische Suchlauf des VW-Autoradios auf der 105,9 und brachte ein relativ sauberes Signal.

von Kroes - am 19.09.2008 07:49
Bei überdimensionierten Funzeln fallen mir folgende Sender ein (die meisten liegen sehr weit oben oder haben hohe Türme):

Koblenz-Naßheck DASDING 99,4 200 Watt - reicht 50 km weit bis in den Süden (Idar-Oberstein/Simmern)
Bornberg/Kusel SWR4 KL 99,6 500 Watt - deckt auch das Gebiet 30 km herum gut ab, wie die anderen SWR-Frequenzen vom Bornberg

von DC3 - am 19.09.2008 11:31
Der am weitesten nach Norden reichende Lokal-/Regionalsender aus der Schweiz sendet mit 2 kW nach Norden (max. ERP 4 kW), das ist die
88,0 Radio Sunshine Rooterberg
und kommt so noch über die schwäbische Alb hinweg und kann noch in Sindelfingen in einer Distanz von 181 km gehört werden, also in der Region Stuttgart, siehe auch http://www.fmlist.org/export/bandscan1094.htm

von dxbruelhart - am 19.09.2008 14:30
1990, als ich gerade mit dem DXen angefangen hatte, fiel mir der dauerhafte extrem schwache Empfang von SWF3 auf 99,7 MHz auf.
Ich hatte damals gerade eine kleine (nicht ganz aktuelle) Franzis-Sendertabelle gekauft, die nur Sender ab 1 kW listete. Hab dann nach einiger Zeit des Rätselns im Buchhandel eine detailliertere Senderliste gefunden, die den Standort 'Brandenkopf' mit 500 Watt listete.
Da dachte ich mir also, sooo weit kann der nicht weg sein, und hab erstmal in einer Saarland/Rheinland-Pfalz-Straßenkarte den ganzen Hunsrück nach einem Berg mit entsprechendem Namen abgesucht, hab aber nach einiger Zeit aufgegeben.
Irgendwann hab ich ihn dann in einem Aral-Straßenatlas mitten im Schwarzwald gefunden und musste feststellen, dass er in der Deutschlandkarte vom Diercke Weltatlas zwar mit Höhe, aber nicht mit Namen verzeichnet war. Heute mit Internet wäre die Suche wohl kein Problem gewesen.

Jedenfalls hätte ich nicht damit gerechnet, dass neben der 80 kW Hornisgrinde und dem 5 kW Feldberg auch diese Funzel aus immerhin schon 150 km Entfernung noch in meiner ungünstigen Tallage ankommt. Dass es ein TV-Grundnetzsender-Standort ist, wusste ich damals allerdings auch nicht.

Seit einigen Jahren kriege ich ihn außer bei Tropo nicht mehr rein, er ist mir jedoch als meine ultimative UKW-Funzel in Erinnerung geblieben.

Andere bereits genannte Funzel-Standorte drumherum (Baden-Baden, St. Dié) habe ich dagegen bislang höchstens mal bei Mega-Tropo empfangen.




von Saarländer (aus Elm) - am 19.09.2008 14:44
Zitat
Peter Schwarz
Die 97.2 von Antenne AC mag einen hohen DX-Radius haben. Erst einige km weiter taucht er dann aus dem Schatten des Eifelrands wieder auf.
Bei mir geht diese Funzel mit Richtantenne etwa mit O=3. Mobil gar nicht.


Ich lasse mich nicht regulieren!

QTH: Kerkrade
06e04/50n52
Kenwood KT-980F 8-ele-Yagi h drehbar, Grundig S700


Ja Peter, die 97,2 ist ja auch eigentlich nur für den Bereich um Simmerath gedacht. Dafür geht sie dort recht gut. Selbst in die Tallage in Richtung Heimbach kann man die 97,2 MHz besser empfangen als die 107,8 MHz (eigentlich klar) die dafür besser in die Dürener Ecke kommt.
Über die Funzel 105,0 MHz in Monschau braucht man wohl kein Wort drüber zu verlieren mit ihren 0,05 KW.

von Dienideg - am 19.09.2008 18:27
Zitat

Immer wieder erstaunt mich der Empfang der 0,05 kw Funzel von BFBS R.2 aus Bad Fallingbostel auf 95,2.


Zwei Leute - selber Gedanke, ähnliche Feststellung.

Bis hierher sind es zwar nur 36km, wenn man sich jedoch auf eine Garage stellt oder sich auf den Dachboden begibt, ist die Frequenz häufig noch mit Sofort-RDS empfangbar, und zwar auch mit einfachen Geräten wie diesem Panashiba-RDS-Radio. Heute hab ich erst herausgefunden, dass auch Indoor im Erdgeschoss mit einer einfachen (allerdings selbstgemachten) Wurfantenne zur Nordwand mit der Stereoanlage noch O=3-4 Empfang drin ist.

von Dr. Antenne - am 19.09.2008 19:34
Bei mir hier im Lkrs. Cham / Oberpfalz geht Welle 1 vom Gaisberg/Salzburg auf der 106,6 MHz dauerhaft in guter Stereo-Qualität. Der Stationsname kommt auch hin und wieder im Display.
Das ist auch ein ziemlich schwacher UKW-Sender.
Entfernung 164 km


Ich weiß nicht, ob man die UKW-Sender am Kitzbüheler Horn (4,5 kW ERP) auch als Funzeln bezeichnen kann?
Zumindest geht bei mir mit meiner 3-Elemente UKW-Antenne trotz 202 km Entfernung dorthin dauerhaft mit RDS und in sehr guter Qualität Radio Tirol auf der 95,4 MHz.

Ö1 und Ö3 vom Kitzbüheler Horn werden bei mir durch andere UKW-Sender zugedeckt.

von Daniel28-55-59 - am 20.09.2008 04:03
Funzeln mit hoher Reichweite betrachte ich eher als Problem. Das tritt auf, wenn von einem hohen Standort mit geringer Leistung gesendet wird, weil ein fremdes Schutzgebiet innerhalb des Radiohorizonts des hohen Standortes liegt. So wird mit einem kleinen Sender ein großes Gebiet unvollständig versorgt und blockiert.

Optimale Frequenz- und Leistungs-Ökonomie erhält man, wenn die Feldstärke an der Versorgungsgrenze sowohl durch die Sendeleistung als auch den Radiohorizont gleich stark begrenzt wird.

Da Nordi gerade Heidelberg erwähnt hat: Früßer wurde vom SWR-Turm DASDING auf 91,5 MHz abgestrahlt. Da dessen Radiohorizont bis nach Frankreich reicht und dort die 91,5 MHz lokalen Schutz genießt, musste die Feldstärke an der Landesgrenze allein durch die die Sendeleistung in diese Richtung reduziert werden.

Vermutlich weil man keine eigene Antenne aufbauen wollte, wurde die große Rundstrahlantenne (64 aktive Dipole) mitverwendet. Richtung Frankreich durfte aus dieser Höhe die ERP nur 50 W betragen. Der Sender lieferte 5 W an den Combiner und jeder Dipol erhielt davon 80 mW.

Damit blockierte 91,5 MHz den Umkreis von etwa 50 km. Versorgt wurde primär der Rhein-Neckar-Raum, wobei in der Innenstadt von Mannheim (15 km) schon kein ausreichender Empfang mehr möglich war. Je nach Lage war der Sender aber noch in knapp 100 km zu empfangen und konnte andere schwache Sender stören. Heute steht der Sender viel tiefer (SWR-Funkhaus in Mannheim-Oststadt) und darf von dort mit ERP = 4 kW abstrahlen.

Alle Standorte sollten so koordiniert werden, dass die benutzten Frequenzen innerhalb des gesamten Radiohorizonts genutzt werden dürfen. Leider wird darauf kaum geachtet und stattdessen weiter "zugefunzelt". Aber auch deshalb sind von hohen Standorten praktisch keine Neukoordinationen mehr möglich. Alle Frequenzen innerhalb deren Radiohorizont sind bereits (durch Funzel-Schutzgebiete) belegt.

Bernhard


von Bernhard W - am 20.09.2008 08:13
Also wären die (theoretisch) besten Senderstandorte ein hoher Berg für einen 100kW Brenner da dieser ja eh irgendwann durch den Horizont begrenzt wird, und tief hängende Antennen im Tal für kleine Funzeln. Hab ich das jetzt so richtig verstanden?

Eigentlich wäre ja die Anzahl der Frequenzen die ein Sender nutzt in der heutigen Zeit ziemlich egal. Dank RDS bräuchte der Autofahrer ja nicht mehr wie wild am Radio kurbeln oder gar auf seinen Sender verzichten. Dies würde aber dann voraussetzen das die Senderstandorte schlau gewählt werden. Denn meiner Meinung nach ist nix schlimmer als eine Funzel die noch in zig Kilometern Entfernung die Frequenz zurauscht und kracht. Zum hören ist der Sender zu schwach, aber er ist noch stark genug und die Frequenz auf weite Entfernung unbrauchbar zu machen. :wall:

von Spacelab - am 20.09.2008 08:30
Genau so wäre es sinnvoll, ja. Erst mal die Fläche von exponierten Standorten mit dicken Brummern beschallen und dann die vorhandenen Lücken mit _richtigen_ Füllsendern ausleuchten. Allerdings gibt es dann wieder - besonders hier im Forum - sogenannte Experten, die dann mit Sprüchen wie "diese Funzel kann man echt vergessen, die kommt ja in Richtung x keine drei Meter weit" hier ankommen, obwohl genau dieses ja beabsichtigt wäre.

von Kroes - am 20.09.2008 08:34
Irgendwie kann ich mich mit dem Titel nicht anfreunden. Sender mit hoher Reichweite bei geringer Leistung haben nichts mit "Funzeln" zu tun.
Sender mit geringer Leistung sind nicht automatisch Funzeln. Funzeln sind für mich eher Sender, die entweder einen schlechten Standort und geringe Sendeleistung haben, oder einen schlechten Standort und eine hohe Sendeleistung haben.
So ist z.B. Ibbenbüren für mich keinesfalls eine Funzel, da große Antennenhöhe auf einem höher als das Umland liegendem Berg.

von WiehengeBIERge - am 20.09.2008 09:12
Ich finde die Definition aus Wikipedia ziemlich treffend:

"... Funzel ... umgangssprachlich abwertend eine schlecht brennende Lampe bezeichnet bzw. eine Lampe, die nur sehr wenig Licht spendet... Im Technikerjargon wird Funzel scherzhaft als Bezeichnung für Rundfunksender schwacher Leistung oder für Füllsender verwendet..."

Da sehe ich keinen Widerspruch zum Titel.

Eine Funzel auf einem hohen Berg taucht ein großes Gebiet in dunkles Dämmerlicht, während sie z. B. ein kleines Tal ausleuchten könnte.

Bernhard


von Bernhard W - am 20.09.2008 09:40
Zitat

Was den NRW-Lokalfunk angeht, so fallen mir die Funzeln Herford-Eggeberg (Radio Herford auf 94,9 MHz, 0,5 kW) ein...


Etwas späte Antwort, aber eher zufällig habe ich diese Woche 5km von hier eine Stelle gefunden, an der Radio Herford im Auto noch mit RDS ankommt. Der Ort liegt wenige Kilometer nordwestlich des Flughafen Hannover, der Sendemast ist von dort aus 75km entfernt. Hier vor Ort geht sie an nach West exponierter Stelle auch in O=4, aber nur noch ohne RDS.

von Dr. Antenne - am 24.10.2009 13:16
Zitat
venusberg
Mir fallen folgende Kandidaten ein:



Dann fällt mir noch der Sender "Oberes Ahrtal" des SWR ein (4x10 Watt), den ich immerhin schon in 60 km Entfernung empfangen konnte, wo er mir den Empfang des BRF1 auf gleicher Frequenz unmöglich gemacht hatte.


ja,SWR3 vom Ahrtal 99,4 macht hier Dasding aus Koblenz komplett platt,keine chance:mad:

Antenne AC bekomme ich hier in lohmar und noch weiter östlich,selbst unten im siegtal noch mit RDS:eek:

Radio Bonn/Rhein-Sieg 98,9 die geht völlig Problemlos bis hinter leverkusen noch,andere Richtung hatte ich den sender noch in Bad Hönningen am Rhein Empfangen,wenn auch etwas verrauscht,richtig einbrechen tut der erst kurz vor Leutesdorf:eek:,da bin ich erstaunt.

In Eckenhagen oben am Blockhaus,gehen sämtliche Lokalsender mit RDS Radio BN/SU 98,9/die lohmarer frequenz,der ölberg,die ahrtalfunzel,da gingen sogar noch holländer/Belgier teilweise mit RDS

Da oben müßte man echt mal bei Tropo oder so mal scannen,da wird man schwer überrascht sein

von Rheinländer - am 24.10.2009 15:15
Aber bei 65km Reichweite würd ich noch nicht von einer reichweitenstarken Funzel sprechen. Ansonsten würd bei mir nahezu jede Frequenz als reichweitenstarke Funzel durchgehen.

Ich werf auch noch Landeck-Krahberg in die Runde. Der Standort geht bei mir mit Ö1 auch noch dauerhaft, aber recht schwach. Life Radio Tirol von dem Berg geht auch halbwegs. Sind etwas über 130km Luftlinie.

von Bengelbenny - am 24.10.2009 16:08
Hi erstmal vom "neuen"...

Ich habe das Thema jetzt nicht ganz durchgelesen, aber ich lese schon lange hier mit... Mich verwunderts nur immer, wie ihr bei Sendeleistungen von 100W und mehr (hier ist ja die rede von tlw 1kW) von "funzeln" reden könnt. Für mich ist soein ebay ukw sender wie der lineX eine "funzel" aber sowas? Was ist da bitte "funzelig" - im Amateurfunkbereich werden mit diesen Leistungen etliche Kilometer überbrückt. Ok, das ist zwar nur schmalband FM und kein W-FM wie auf UKW aber immerhin... Konnte mal vor einer weile Problemlos einen Amateurfunker (2m) über ein Relais hören, der von Österreich aus nach München funkte und das mit nur 5W an der Antenne (zugegeben eine Yagi)...

In diesem Sinne, für mich sind das keine "Funzeln" ;)

von Stefan02 - am 24.10.2009 17:03
Zitat

...der von Österreich aus nach München funkte und das mit nur 5W an der Antenne (zugegeben eine Yagi)...

5 Watt an einer Yagi mit 13 dB Gewinn ergibt 100 Watt effektive Strahlungsleistung. Damit kann man mit Schmalband-FM natürlich problemlos ein Relais, das 200 km entfernt und entsprechend hoch steht, ansprechen. Die effektive Strahlungslleistung des Relais selbst braucht gar nicht hoch sein (üblich 5 bis 50 Watt), da ja mit der Sendeantenne auch empfangen und das Signal entsprechend verstärkt wird.

Bei den Leistungsangaben von UKW-Sendern wird immer die effektive Strahlungsleistung angegeben, da man die Senderausgangsleistung meist nicht kennt. Bei UKW-Hörfunk haben die Hauptsender 100 kW ERP (damit Senderausgangsleistung meist 10 kW). Im Vergleich dazu sind 100 Watt eben sehr wenig.

Im Amateurfunk schafft man übrigens auch die Entferung Erde-Mond-Erde (770.000 km) mit 100 Watt Sendeleistung, allerdings muss die Antenne etwa 35 dB Gewinn haben, was ca. 300 kW effektive Strahlungsleistung ergibt.

von Wasat - am 24.10.2009 17:51
@Stefan02: Du musst das so sehen: Eine sehr effektive Leuchte mit 100 Watt kann man sehr weit sehen, die kann einen großen Saal erhellen. Ist die Birne aber matt und dazu noch staubig und steht irgendwo in einer Ecke zwischen Schrank, Wand und Sofa, dann ist das Ding trotz 100 Watt ne ärmliche Funzel, die nix nutzt, ausser den Stromzähler zum Rotieren zu bringen!


von Peter Schwarz - am 24.10.2009 19:13
Dito. Die 94,9 kommt hier auch noch mit O=2-3 rein. Ca.100km mit sehr vielen Hügeln dazwischen.
Genauso die berühmte 97,7 aus dem Wiehengebirge mit sehr gutem Standort.
Und bei den NRW Lokal"funzeln" gibts auch ein paar Kandidaten, die sehr weit reichen. 88,1 Radio Hochstift z.b oder auch 105,2 Radio RST kommt hier am westlichen Harzrand mit O=2 bei 2,5Kw und 200km.

Noch krasser ist allerdings der eine WDR Sender Hallenberg. Die Leistung von 100W ist funzeltypisch, aber guckt mal die Höhe: biszu 400m HAAT! Im Forum hier gabs neulich erst nen Thread, wo doch einer Schlager auf 96,1 hatte, und es dann WDR4 war, aus sehr großer Entfernung. Erinnert sich wer an den Thread?

von BFBS - am 24.10.2009 20:56
Zitat
Rheinländer
In Eckenhagen oben am Blockhaus,gehen sämtliche Lokalsender mit RDS Radio BN/SU 98,9/die lohmarer frequenz,der ölberg,die ahrtalfunzel,da gingen sogar noch holländer/Belgier teilweise mit RDS

Da oben müßte man echt mal bei Tropo oder so mal scannen,da wird man schwer überrascht sein


Auf dem Blockhaus hat man freie Sicht zum Siebengebirge, dort ist viel möglich aus der Richtung. War da früher oft wandern als ich noch in der Gegend wohnte.

Hier noch ein guter Tip:

Auf dem Flugplatz "Dümpel" bei Bergneustadt sollte auch mal jemand ein Scan machen. Dort gehen viele lokale Sender von Bonn bis Wuppertal. Der Dümpel ist unweit der Grenze zum Kreis Olpe.

von Rosenelf - am 25.10.2009 00:04
Hier in Hüfingen finde ich folgende Empfänge (zwar mit 3-Element-Richtantenne und leicht verrauscht) bemerkenswert, da es sich um schwache und auch relativ niedrig gelegene Senderstandorte handelt:

- Bayern 1 vom Sender Lindau auf 88,1 MHz
- Bayern 2 vom Sender Lindau auf 92,0 MHz

Entfernung ca. 130 km

- Deutschlandradio Kultur vom Sender Konstanz auf 94,5 MHz

Entfernung ca. 60 km



von wolfgangF - am 25.10.2009 17:02
Mir fiel noch eine Funzel ein: 104,6 in Heidelberg. Die kommt trotz des schlechten Standorts und nur 300 Watt erstaunlich weit.

Ähnlich die 107,1 in Wiesloch. Die kommt an einigen Stellen in der Nähe des Senders zwar schwach, erstaunt mich aber dann woanders manchmal wieder, wie weit die geht, obwohl der Sender denkbar schlecht steht.

von Heinz Wäscher - am 26.10.2009 16:17
Zitat
BetacamSP
Hier gibt es leider keine Funzeln die recht weit gehen, außer Ramasuri vom Rotbühl mit 1 kW, der soll angeblich recht weit gehen. Würden AFN, Galaxy, etc. in Amberg vom dortigen Mariahilfberg gesendet, hätten die wahrscheinlich auch ne recht große Reichweite.

Bei AFN und Galaxy Amberg sind ihmo die Frequenzen das grösste Problem.

Die 90.0 von AFN kollidiert vorallem in Richtung Osten mit der 90.0 von Kiss Proton vom Standort Plzen-Radec.

Und die 105.5 kollidiert gegen Osten mit der 105.5 von Evropa 2 vom Standort Votice-Mezivrata und gegen Süden mit der 105.5 von Radio Trausnitz aus Landau.

Was AFN betrifft bin ich froh das der Sender nicht stäker ist, den sonst würde er möglicherweise auch hier Kiss Proton stören.

Bei Radio Galaxy gibt es immerhin die 89.8 als Ausweichmöglichkeit, wobei daber dort dann das Diagramm in Richtung Südost ungünstig ist, so das der Empfang auch da nicht überall gut ist.

von Martyn136 - am 26.10.2009 21:20
Antenne AC mit seinen 400 Watt vom Stollbärsch-Sender hat auch eine beachtliche Reichweite.
Und wie weit Falcon Radio aus Berg en Terblijt (hat ja immerhin 1kW) geht, wissen wir ja seit unserem Jahrestreffen.

Ansonsten darf ich mal wieder den Bleialf-Sender anführen. Der hat es mit seinen paar Watt, aber mittels eines exponierten Standortes schon bis in die Champgane geschafft.
Und Bezau-Baumgarten mit 30 Watt ist ja eh schon legendär...



von Peter Schwarz - am 27.10.2009 08:33
In den vergangenen Monaten sind mir immer wieder kleine Sender aus dem Sauerland aufgefallen, die hier im relativen Flachland und/oder dessen Anhöhen erstaunlich gut zu empfangen sind (auch ohne Tropo). Dazu zählen Hallenberg, Arnsberg, Schmallenberg und etwas außerhalb vom Sauerland die Standorte Bochum-Grumme (98,5) und Wickede (107,3). Ebenso reicht Radio Lippe (106,6 / 107,4) ziemlich weit nach Norden, ich empfange das Programm gern mal auf der A1 nordöstlich von Bremen im Auto.

von Staumelder - am 08.07.2015 05:45
Ich weiss nicht, ob ich damit schon einmal kam...

Die 92,20 und 93,80 MHz MHz vom Sender Roebel fuer Ostseewelle und Antenne MV scheinen m. E. ordentlich in die Flaeche zu gehen. In rund 91 km an meinem Wohnort gehen beide noch ganz manierlich, die 92,20 MHz allerdings nur ohne Tropobeschuss durch 100 kW aus Dresden.

Die 97,40 MHz fuer N-Joy ist mit ihren 4 kW erheblich staerker, wird aber durch die Gleichkanalbelegung mit 100 kW vom Brocken ebenfalls oft spuerbar in ihrer Reichweite eingeschraenkt. Diese Beeintraechtigungen sind bei entsprechenden Wetterlagen bis in das eigentliche Versorgungsgebiet des N-Joy Senders hinein zu bemerken.

von PowerAM - am 08.07.2015 08:16
Das erstaunlichste, was ich hier dauerhaft empfangen kann: (hatte ich schon mal irgendwo geschrieben)

87.6 CZE Hitradio FM Plus / 0,4 kW / 135 km / O=2 (kann ich selbst auf meinem Radiowecker noch ganz schwach auf 87,5 hören!) - obwohl laut FMscan 9 (!) andere Funzeln wahrscheinlicher wären.
102.2 CZE CRo 2 Dvojka / Kutna Hora (Vysoka) / 0,25 kW / 106 km / O=1-2
103.4 CZE Relax Radio / Kralupy / 0,2 kW / 75 km / O=5 mit RDS
107,5 CZE Radio Beat / Kutna Hora (Kaňk) / 0,2 kW / 105 km / O=2

von Cha - am 08.07.2015 13:56
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