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vor 14 Jahren, 12 Monaten
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UKW-Yagi Antennen

Startbeitrag von DX-Timo am 22.08.2003 22:52

Hallöchen !

Besitzt jemand eine von den drei UKW-Yagi Antennen, welche die Apotheke "Conrad" anbietet (im aktuellen Katalog 2004 auf Seite 262) ?
Kann jemand einen Erfahrungs- bzw. Empfangsbericht zu diesen Antennen abgeben ?

Wo gibt es noch Yagi-Antennen zu kaufen (und vor allem günstiger :-) )

Gruß Timo

Antworten:

Antenne Blankenburg,oder eBay!

von Handydoctor - am 22.08.2003 23:55
Ich hab' die 5-Elemente-Yagi vom Conrad vor ner Woche gekauft für immerhin 46,40 Euro. Jedoch hat sie mich erstmal enttäuscht - ich hab sie mal im Garten aufgebaut und auch da wo keine Häuser vor sind waren die Ergebnisse schlechter als bei der Teleskopantenne vom Sangean - Bestes Beispiel: Danubius Radio - was ich sooo gern regelmäßig hören will - auf 100,5 ist nicht mal so gestört von der 100,6 Radio City Maribor (näheres bei meinem Graz-Bandscan http://dxproject.de.vu/graz.htm - jedoch bei der Yagi, auch wenn ich mich auf ne Leiter stelle und sie hochhalte Richtung Ost-Nord-Ost - kein Empfang. Mit der Teleskopantenne vom Sangean Feldstärke bis zu 5 von 12 (?).

Das nur mal so zur Info. Was sie dann am Dachboden bringt weiß ich nicht.

In den Urlaub (zum DXen) verabschiedet sich vom 24.8.-6.9. euer



von DX-Project-Graz - am 23.08.2003 06:11
Bei den handelsüblichen Yagi-Antennen würde ich vorsichtig sein, da kann´s nämlich leicht passieren, daß man eine erwischt, die oberhalb 104 MHz nur noch 0 dBd Gewinn hat. Ich würde Konni empfehlen, dort kann man eine 3 m lange 8-Element-Yagi bekommen, die relativ breitbandig ist und nicht nur den kompletten UKW-Bereich abdeckt, sondern auch im Band I und III absolut DX-tauglich ist. Kleinere Antennen sind natürlich auch im Angebot. Im Internet findet man die Firma Konni unter http://www.konni-antennen.de
Der Ansprechpartner wäre der Herr Köhler. Es sind auch Sonderanfertigungen möglich, wobei auch ausgefallene Wünsche berücksichtigt werden. Da man direkt ab Werk kauft, sind die Preise ziemlich niedrig.
Nur zur Information: auf der UKW-Tagung in Weinheim (welche dieses Jahr am 30./31. August stattfindet) hat Konni immer einen Ausstellungsstand, wo man den Herrn Köhler auch treffen kann.

von MHM - am 23.08.2003 07:40
Hi MHM,

ist ja irre Konni gibts noch! Habe mal als kleiner Junge ein Faltblatt von denen in Händen gehabt "Antennen direkt ab Werk" Echt stark! Guter Tipp von Dir!

Schönes WE
tomfritz

von tomfritz - am 23.08.2003 08:18
... und auf dem Faltblatt stand immer drauf "Sonntags kein Verkauf!"... :cool:
Noch ein richtig kleiner emsiger Familienbetrieb eben.:-)
Ich kenne den Herrn Köhler auch persönlich.

von sat-tv - am 23.08.2003 08:27
Hi Tomfritz,

habe mir bei Konni mal eine 8,40 m lange 25-Element-Yagi zusammenbauen lassen. Solche Spezialitäten kann man dort also auch kriegen. Leider sind die Antennenkennwerte (VRV, Gewinn, Öffnungswinkel) noch nicht ganz optimal, aber das lag nicht an Konni sondern an meinen falschen Angaben zu den Abmessungen. Werde demnächst die Antenne mal umbauen.

Schönes Wochenende,

MHM

von MHM - am 23.08.2003 08:47
@sat-tv: Genau! Bin echt verwundert, daß sich ein solch mittelständischer Betrieb halten konnte, kann man denn mit Antennen heute noch was verdienen??? :confused:
@MHM: Mein Gott, 8,4m Länge und was für ne Windlast hat das Teil? Hast Du denn einen extra Mast im Garten??
Immerhin mit so einem MEGA-YAGI ist man ja auch ein kleines Stück dichter am Sender dran
:)

von tomfritz - am 23.08.2003 09:00
@tomfritz:
Die Windlast ist fürchterlich schlecht, immerhin hat das Teil einen 11-fach-Reflektor. Ich überlege mir, ob ich einen Teil der Reflektorelemente künftig weglasse, ein 4-fach-Reflektor tut´s wahrscheinlich auch. Die Antenne ist leider so gut wie nie in Betrieb (zuhause arbeite ich regelmäßig nur mit einer horizontalen und einer vertikalen 8-Element-Yagi), aber sie war letztes Jahr in Frankreich auf dem DX-Camp im Einsatz und gleiches ist auch dieses Jahr auf dem DX-Camp auf Rügen geplant.

Nun bin ich für eine Woche wieder offline und werde gleich nach Italien abdüsen.

von MHM - am 23.08.2003 10:15
@MHM: Denke eine 8erYagi ist auch schon okay. Ansonsten würde ich den Reflektor nicht verändern. Meine Erfahrung zeigt, daß Reflektoren meist mehr bringen als Direktoren, also schraub lieber vorne 2-3 Elemente ab. Aber insgesamt könnte eine umgebaute 25erYagi schlechter sein, als eine optimierte 8erYagi. Und dann könnte man ja notfalls direkt im Anschlußkasten der 8erYagi noch einen (sehr) rauscharmen Verstärker unterbringen. Schönes Wetter und gut-DX!

von tomfritz - am 23.08.2003 10:38
@tomfritz:
Danke für die Hinweise, ich werd auch nochmal das Computermodell befragen, was es dazu meint. Wichtig ist vor allem, daß die Yagi komplett inhomogen ist, während sie im Augenblick noch gemischt-homogen-inhomogen ist. Das heißt, daß die vorderen Direktoren alle die gleichen Abstände untereinander haben und alle die gleiche Breite. Wenn man die Abstände vergrößert und die Elemente verkürzt, ergibt sich ein besseres Resultat bzgl. Gewinn/Öffnungswinkel.

A propos Vorverstärker: kennst Du eine Firma, wo man sehr rauscharme UKW-Mastvorverstärker bekommen kann? Die Firma Burdewick hatte so etwas mal im Angebot, aber die ist ja leider flötengegangen. Bin schon lange auf der Suche nach so einem Teil, das nicht breitbandig von 50 MHz bis 2000 MHz alle Signale verstärkt, sondern nur selektiv das UKW-Band.

Nun bin ich aber endgültig weg. Bin in einer Woche wieder zurück. Viel Spaß beim DXen :-)

von MHM - am 23.08.2003 10:54
Zitat

Gibt es wirklich nur noch die Rauschdosen mit Rauschmaß=8dB und mehr? Mir wäre weniger eindeutig lieber. Mehr als 10-12dB Verstärkung muss er nicht haben.
Hat jemand eine Idee?


Hallo,

da fällt mir eigentlich nur der Selbstbau ein, ist natürlich nicht jedermanns Sache. Es gibt etwas teurere MMIC's zu kaufen, die auch annehmbare rauschzahlen haben, so ca. 2-3 dB. Entsprechende Selektion im Eingang machen, dann hat man seinen UKW-Verstärker.

Oder man muß sich eben mit entsprechenden Transistoren F < 1dB selbst was bauen, einen Rauschmeßplatz vorausgesetzt ist das auch zu realisieren.

Gruß
Fred



von Vorverstaerker - am 03.09.2004 06:13
Sollte jemand am bauen sein, bitte gleich Kleinserie. Bestelle hiermit mal schon 2 Stück
Stelle mir das nicht so einfach vor. Habe den Schaltplan des Axing TVS 11 (Conrad-Nr.280097) vor mir. Bei der Vorselektion werden 5 Luftspulen eigesetzt. Wenn man hier die Abmessungen, besonders die Windungsabstände, nicht genau einhält
kommt man schon in andere, ungewollte Frequenzbereiche. Und zur Pegeleinstellung wird hier ein Bauelement benutzt, welches aus 4 regelbaren Widerständen besteht, alle durch eine einzige Plastik-Einstellschraube regelbar. Den Pegel kann man zwischen 5 und 25 dB Verstärkung regeln. Oftmals kommt es schon bei schätzungsweise etwas über 10 dB zu Übersteuerungen. Deshalb wüde ich theoretisch auch von dem Spaun VFM 25 F abraten, man kann ihn nur von 15 bis 25 db regeln, auch wenn hier ein Rauschmaß von kleiner 5 dB angegeben ist (Axing kleiner 7 dB).
Beide sind für Kabelanlagen gedacht, also mit integr. Netzteil. Ein Umbau auf Batteriebetrieb scheint nicht sinnvoll, da hoher Stromverbrauch.
Also Experten ran und einen Verstärker bauen mit niedrigen Rauschmaß, guter Vorselektion, niedrigen Stromverbrauch und einer Pegelreglung, die schon bei sehr kleiner Verstärkung beginnt. Und die Auslieferung der Kleinserie in der Reihenfolge der Bestelleingänge - siehe oben. :-)

von Harald Z - am 03.09.2004 09:19
Bei der Firma Schwaiger (http://www.schwaiger.de) kann man fündig werden. Von Interesse könnten dort die Verstärker der Serien BN 2241, BN 2338 und BN 2348 sein. Für UKW wird eine Verstärkung von 20 dB bei einem Rauschmaß von 3,5 dB angegeben. Die beiden letzteren Modelle verfügen zudem über einen 3fachen bzw. 4fachen Pegelsteller (0 bis -20 dB), was manchmal auch sehr nützlich sein kann. Die UKW-Verstärkerstufe ist separat ausgeführt (es gibt noch weitere Eingänge für die TV-Bänder). Ich werde mir wahrscheinlich den BN 2348 zulegen, sofern ich nicht was anderes finde.

Eine andere Alternative kann ich noch anbieten: von der Weinheimer UKW-Tagung ist mir der Name Dirk Fischer bekannt, der u.a. auch Vorverstärker nach eigenen Wünschen anfertigt. Zwar sind die Produkte seiner Firma amateurfunkspezifisch, aber man kann auch den gewünschten Frequenzbereich angeben. Zu finden ist dies unter http://www.dfe-online.de. Auch Antennenkoppler sind dort im Prinzip erhältlich, allerdings könnte das je nach Sonderwünschen etwas teuer werden.



von MHM - am 03.09.2004 11:09
Bei Rx-Verstärkern habe ich immer etwas Angst, dass diese Stör- bzw. Geistersignale erzeugen und diese sogar mitverstärken. Ist diese Angst bei den höherwertigen Verstärkern berechtigt?

von Analogiker - am 03.09.2004 11:24
MHM: wenn Du Dir das Teil zulegst, bin ich natürlich sehr interessiert, wie es sich in der Praxis schlägt. Ich denke, das werde ich abwarten, bis ich da mal selbst zuschlage.
Ansonsten gilt ja immer noch: Der beste Verstärker ist eine gute Antenne und ein verlustarmes, kurzes Kabel!

von PeterSchwarz - am 03.09.2004 17:59
@Analogiker
Ein genereller Nachteil bei Vorverstärkern ist, daß der Dynamikbereich des Empfängers aufgrund der Verstärkung kleiner wird, das Großsignalverhalten wird schlechter und Störungen durch benachbarte Stationen nehmen merklich zu. Dummerweise offenbart dieses Verhalten eine ausgeprägte nichtlineare Charakteristik, so daß der Effekt mitunter recht heftig ausfallen kann. Vom Kauf eines handelsüblichen Breitbandverstärkers, der von ca. 50 bis 2500 MHz alles verstärkt, rate ich ab. Hochwertige selektive Verstärker sollte man auf alle Fälle vorziehen, leider beschränken sich diese heutzutage mehr und mehr auf den Amatateurfunkbereich.

@Jens Ullrich
Zu den Preisen von Schwaiger konnte ich leider auch nichts finden, außer daß in e-bay der BN 2212 gerade für 15,50 Euro angeboten wird. Dabei handelt es sich aber um einen breitbandigen Antennen-, Kabel-, Hausanschluß-Verstärker für den Frequenzbereich 47-862 MHz.
Nun ja, eine Rauschzahl von 3,5 dB kann man schon eher akzeptieren, aber die Burdewick-Verstärker kamen auf etwa 1 dB. Rauschzahlen von unter 0,5 dB sind seit einiger Zeit realisierbar, allerdings nur mit entsprechend hochwertigen Eingangskreisen. Zudem steigt der mechanische Aufwand und die Verstärker sind dann auch nicht mehr so kompakt. Die Rauschzahl hängt vor allem von der Güte des Eingangskreises ab, deshalb benötigt man besonders hochwertige Trimmer mit einem verlustarmen Dielektrikum (Teflon, Glas, Keramik). Weniger gut sind preisgünstige Folientrimmer. Ich vermute, daß Verstärker mit Rauschzahlen zwischen 0,5 und 1 dB preislich noch halbwegs im Rahmen bleiben, aber bei unter 0,5 dB wird´s wahrscheinlich schon ziemlich teuer.

@Peter Schwarz
Genau, deshalb habe ich bislang immer auf Verstärker verzichtet und stattdessen in Antennen und Kabeln etwas mehr investiert. Ich werd mich erstmal bei dfe-electronic erkundigen, wie teuer eine Sonderanfertigung nach meinen Wünschen käme. Falls dies zu sehr ins Geld gehen sollte, lege ich mir den BN 2348 zu, notfalls über den Umweg bei Media Markt o.ä.



von MHM - am 04.09.2004 10:20
@Jens Ullrich:
Danke für den Hinweis. Für den BN 2348 werden 2859 Tschechische Kronen verlangt, das entspricht 90 Euro.
Bei http://www.sss-amateur.de habe ich zwei Breitbandverstärker (50-3000/5000 MHz) gefunden, die im UKW-Bereich eine Rauschzahl von nur etwa 1,9 dB aufweisen. Außerdem sollen diese Verstärker sehr großsignalfest sein. Für die Amateurfunkbänder 2 m und 70 cm werden zudem extrem rauscharme Vorverstärker mit Rauschzahlen bis herab zu 0,1 dB angeboten! Es müßte eigentlich möglich sein, diese Verstärker so zu vertrimmen, daß man sie auch für niedrigere Frequenzen optimal einsetzen kann. Ich werd mich da mal schlau machen.



von MHM - am 04.09.2004 16:13
MHM: Gib alles!
Wie stehen denn die Planungen für die gestockten Yagis???
Übrigens ist die Zugspitze anscheinend schneefrei, wär doch jetzt der Zeitpunkt für die Rotwandlspitze.
Ich schwitz hier grad bei 28° im September! Der Herbst scheint an Sonnenstunden nachzuholen, was der Sommer uns vergönnt hatte.

von PeterSchwarz - am 05.09.2004 13:54
@Peter Schwarz
Momentan bin leider ständig unterwegs und komme überhaupt nicht zum DXen. Das Wochenende könnte tropomäßig aber lohnend werden, denn es dürfte sich eine herbstliche Hochdrucklage einstellen. In Karlsruhe herrschte auch eine unerträgliche Hitze von 27°. So etwas wäre selbst im Juli eine Frechheit. Auf der Zugspitze gibt´s gerade leichten Schneefall bei -4°C.

Wegen der gestockten Yagis und rauscharmen Vorverstärker habe ich mich auf der UKW-Tagung in Bensheim erkundigt. Ich hoffe, beim Treffen in Bad Bentheim mehr dazu erzählen zu können. Wenn es die Zeit zuläßt, werde ich bis dahin einen Vortrag über Antennensimulationen vorbereiten. Den Vortrag über die meteorologischen Aspekte der Überreichweiten habe ich schon fertig.



von MHM - am 15.09.2004 20:55
Gerade vor zwei Stunden ist das Thermometer zum ersten mal diese Saison in den einstelligen Bereich gerutscht. Um Frostbeulen bei meiner Frau vorzubeugen, hatte ich vorsorglich mal die Heizung angschmissen.
Wegen mir kann der Winter zeitnah Einzug halten, der letzte war eine Frechheit mit Regen und zweitstelligen Temperaturen im Januar!

von PeterSchwarz - am 16.09.2004 00:05
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