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Klang der Deutschen Welle auf 6075khz

Startbeitrag von Spacelab am 16.10.2008 08:43

Hallo Freunde!

Ich musste gestern etwas weiter und wegen mehreren Staus auch länger in der Weltgeschichte rumfahren und da ist mir der Dudelfunk so unsagbar auf den Zeiger gegangen ihr glaubt es nicht. :rolleyes: Also wollte ich etwas "Sprachprogramme" hören. Mit einem Blick auf mein Becker Grand Prix ist mir da sofort die Kurzwelle und die Deutsche Welle eingefallen. Mich hats fast vom Sitz gehauen als ich diesen Klang gehört habe. Extrem laut, schrill, wie aus einem alten Blecheimer und komprimiert ohne Ende. :kotz: Mein erster Gedanke war "naja, die Kurzwelle klingt halt nicht besser", aber als ich mal die 6190khz eingestellt hatte wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Obwohl es leicht rauschte und fadete war ich doch sehr überrascht wie gut die KW klingen kann. Wunderbar warm und satt. So im direkten Vergleich sogar noch einen Tick angenehmer als die Mittelwelle 1422khz. Das hätte ich jetzt nicht erwartet. Auch die 6155khz von Radio Österreich International klingt durchaus annehmbar. Da kann man auch mal länger zuhören. :spos: Von der Kurzwelle hab ich bisher immer nur sowas blechartiges wie auf der 6075khz erwartet. Klang die 6075khz immer schon so schlecht? Oder ist das erst seit sie aus England kommt? Eigentlich sollte man ja von einem Kurzwelle Urgestein und Vorzeigesender wie der Deutschen Welle ein deutlich ausgefeilteres Sounddesign erwarten.

Die 50 interessantesten Antworten:

Die Klangqualität auf 6075 kHz hat sich mit der Verlagerung nach England verschlechtert.
Der Sender auf 6190 kHz ist Baujahr 1950, das war eben noch Qualität.

von drm-dxer - am 16.10.2008 09:02
Wahr gesprochen. Wie gesagt, mich hat es schon etwas geschockt zu hören wie schlecht ein Aushängeschild der Kurzwelle (als solches habe ich die Deutsche Welle nämlich immer gesehen) mittlerweile klingt.

von Spacelab - am 16.10.2008 10:33
Ich kenne die 6.075 kHz der Deutschen Welle schon immer als etwas "hochfrequenter", etwas "crisper" als andere Signale im 49m-Band.

Klar ist, daß auch die "Welle" in den vergangenen Jahren gewaltig sparen mußte. Es gelingt offenbar immer weniger, der Politik in Zeiten knapper Kassen zu vermitteln, wie wichtig ein guter Auslandsrundfunk für das Ansehen Deutschlands im Ausland ist. Im Ergebnis wurden bei der DW wegen der Sparzwänge freie Mitarbeiter nicht weiterbeschäftigt, Newsschichten verlängert und unter anderem auch Senderstandorte dicht gemacht.

Normalerweise finde ich den typisch weichen, modulationsgesteuerten LW-, MW- und Kurzwellensound absoult unerreicht. Wenn dieser bei der Deutschen Welle nicht mehr so gut klingt, kann das viele Gründe haben: Ein schwacher Dienstleister, schlechter ausgebildete Techniker als früher - vielleicht ist jener legendäre Stationsound auch einfach dem Spardiktat geopfert worden.

Wenn Dir das aber jetzt im Auto so unangenehm aufgefallen ist, würde ich mal die Technische Direktion der DW darauf aufmerksam machen. So merkwürdig das klingt - vielleicht hat die es selbst noch nicht gemerkt?

von FM-FREAK HESSEN - am 16.10.2008 11:01
Hallo,

obwohl ich DW 6075 schon laenger nicht mehr gehoert habe: eine Ursache fuer diesen Effekt koennte auch Mehrwegeemfang gewesen sein. Vielleicht ist Sines auch auf dieser Frequenz zugange..

von DH3FBI - am 16.10.2008 13:17
Gibt es eigentlich irgendwo eine Sendertabelle mit drauf was so auf die 49m Band sendet? Die DW, DLF und ORF habe ich schon abgespeichert, möchte aber noch ein paar mehr interessante Sender im Bremen abspeichern die durchaus hörenswert sein (zB BBC World Service)

von Jassy - am 16.10.2008 13:21
Der frage schließ ich mich an. So eine Liste würde mich nämlich auch mal interessieren.

von Spacelab - am 16.10.2008 13:46
Sowas wie http://www.eibi.de.vu sucht ihr nicht zufällig?
Übrigens sendet auf 6005 kHz auch ein ganz toller Sender.

Bekomme ich jetzt meine Pizza, MIL?

von kielerförde - am 16.10.2008 14:25
Die wohl umfangreichste Frequenzliste gibt es
hier


von drm-dxer - am 16.10.2008 14:36
Ach ja! Wer ein DRM-Autoradio sein Eigen nennt der kann auch... vergesst es. ;-)

von kielerförde - am 16.10.2008 15:22
Der schlechte Klang von der DW ist mir auch schon aufgefallen, war mir nur nicht sicher, ob sich da was geändert hat oder ich mir das nur einbilde.

Aber bei den heutigen Billig-Plärrradios (wenn die denn noch Kurzwelle haben) fällt das sowieso niemand auf...

Auch andere Sender versauen ihren Klang.
Beim MDR 1 Radio Sachsen auf der 93,9 fällt mir morgens am Wochenende immer auf,
dass mal mehr Höhen und mal mehr Tiefen kommen.
Immer abwechselnd und schlagartig.
Als ob schaltet jemand um.

Und der DLF sendet Musik im MP3-Format.
Klingt einfach eklig. (erstmalig ist mir das bei einer Sendung über Scala aufgefallen)

Leipzig91.3 übersteuert abends schon mal kräftig (irgendwelche Techniker mögen Bässe sehr...)

Und wenn man schon auf UKW so pfuscht, warum soll man das nicht auf KW genau so tun?
Die Masse bemerkt es sowieso nicht und der Rest wird für dumm oder sonstwas erklärt...

von shianne - am 16.10.2008 15:28
@dokä: :rp:

Ich denke die Deutsche Welle macht es mittlerweile wie die privaten Dummfunker und will nur möglichst laut sein. Wobei die hier eindeutig übertreiben und es manchmal sogar schon etwas verzerrt.

Zitat
shianne
Und der DLF sendet Musik im MP3-Format.
Klingt einfach eklig. (erstmalig ist mir das bei einer Sendung über Scala aufgefallen)

Normalerweise wird bei den beiden D-Radios recht viel wert auf gute Klangqualität gelegt. Neulich hab ich aber auch eine Liveübertragung gehört die wohl über eine normale ISDN Leitung übertragen wurde. Und ein Klassisches Konzert mit 128kb/s MP2 klingt nicht wirklich prickelnd. :sneg:

von Spacelab - am 16.10.2008 15:53
Zitat
Spacelab
Ich denke die Deutsche Welle macht es mittlerweile wie die privaten Dummfunker und will nur möglichst laut sein.


Die DW war schon vor 20 Jahren sehr laut und kräftig moduliert - da war die Mehrzahl der privaten Dummfunker in der BRD noch gar nicht auf Sendung... ;)

Bei einem internationalen Kurzwellendienst erfüllt eine durchschlagende Modulation ja auch einen Zweck, nämlich auch unter ungünstigen Signalbedingungen und auf billigen Empfängern eine gewisse Verständlichkeit zu gewährleisten.

Ein krasses Gegenbeispiel zur DW ist übrigens Radio Damaskus. Der syrische Auslandsdienst bläst seit vielen Jahren jeden Abend 2 x 500 kW in die Luft, ist aber wegen der sehr dünnen Modulation im Zielgebiet kaum zu verstehen.

Alles in allem hast Du aber völlig recht: Die DW klingt grausam. Andere Auslandsdienste wie BBC, VoA, CRI usw. komprimieren ihre Audiosignale ebenfalls, klingen aber in meinen Ohren dennoch angenehmer.

Zitat
Spacelab
Mein erster Gedanke war "naja, die Kurzwelle klingt halt nicht besser", aber als ich mal die 6190khz eingestellt hatte wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Obwohl es leicht rauschte und fadete war ich doch sehr überrascht wie gut die KW klingen kann. Wunderbar warm und satt.


KW kann durchaus sehr gut klingen. Ich denke z.B. mit Wehmut an die späten 80er und frühen 90er Jahre zurück, als Radio Beijing (heute China Radio International) noch mit altmodischer Technik auf ungestörten Frequenzen weit außerhalb der Rundfunkbänder sendete (u.a. 11500 kHz). Das Sonntagskonzert mit traditioneller chinesischer Musik im deutschen Programm war - z.B. auf einem Röhrenradio - ein echter Hörgenuss, fast schon Hifi. :spos:

von Weltempfängermatze - am 16.10.2008 19:11
Ich finde den Klang der Deutschen Welle im Vergleich so schlimm nicht. Klar, das Soundprozessing ist übertrieben, aber die Verstaändlichkeit ist gegeben.
Der Sender des DLF auf 6190 kHz hat zwar einen offenbar vollkommen unverbastelten Klang, aber er macht auch nur noch so etwa 6 kHz Bandbreite. Von Höhen keine Spur. Da machen sich vielleicht ein paar Alterserscheinungen bemerkbar.
CRI hat bei einigen Sendeanlagen 15 kHz Bandbreite. Das klingt auch heute noch gut, wenn der Empfänger mitspielt und vor allem wenn die Frequenz und die Nachbarfrequenzen frei sind.

Ansonsten gibt es aber zahlreiche Beispiele für stark verbesserungswürdigen Sound bei Kurzwellensendern:
Radio Damaskus wurde schon genannt, Radio Kairo ist auch so ein Beispiel.
Kaputte Sender aus Saudi Arabien hatten noch vor kurzem das ganze 19 Meter Band unbrauchbar gemacht.
Der Sender auf 9290 kHz aus Litauen hat einen völlig verbogenen Frequenzgang.
Nigeria 15120 kommt stark aber kaum verständlich. usw. usw.

von Christian_66 - am 16.10.2008 19:54
Eine laute und durchschlagende Modulation ist eine Sache, aber Männerstimmen rasseln ja schon deutlich hörbar. Hier wird eindeutig zu viel des guten getrieben. Man muss nur etwas Fingerspitzengefühl zeigen und es geht auch laut und kräftig ohne das es nach 5 Minuten in den Ohren schmerzt. Das AM laut und trotzdem sehr sauber klingen kann haben ja die Techniker bewiesen als die 1422khz renoviert wurde. Es fehlt zwar ein bisschen der warme Grundton, die 6190khz klingt hier noch etwas satter und voller, aber man kann sogar stundenlang zuhören ohne das einem die Ohren abfallen. Das die DW auf der 6075khz bis zum Anschlag komprimiert ist zeigte eine Reportage heute Nachmittag. Bei der kleinsten Sprechpause der Reporterin wurden die Hintergrundgeräusche (spielende Kinder) sofort so laut das man ganz unwillkürlich mit den Augenlidern zuckte. Meiner Meinung nach ist sowas sogar abträglich für eine gute Sprachverständlichkeit. Auf den billigen Weltempfängern vom Kaffeeröster mit ihren Quäklautsprechern quillt so nur noch krähender Klangbrei.

von Spacelab - am 16.10.2008 19:59
Sicher ist die DW auf 6075 kHz heftig komprimiert, aber der derzeitige Klang ist beinahe noch HiFi gegenüber zuvor, wo über einige Jahre hinweg die Modulation nur noch schrill gedröhnt und gebrüllt hat. Dies hat man seit einigen Monaten nun vorteilhaft wieder auf ein erträgliches Maß reduziert.

Nach meiner Meinung muss ein AM-Sender, besonders auf Kurzwelle, immer kräftig durchmoduliert sein, sonst klingt das nicht und geht im Störgeräuschen unter.
Ein solches Negativ-Beispiel ist der DLF- Sender auf 6190 kHz. Dieser ist viel zu schwach moduliert, sein Signal ist total dünn und kommt hier praktisch unbrauchbar an. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es irgend eine Gegend gibt, wo die 6190 kHz besseren Empfang bietet als eine der sonstigen DLF- Frequenzen. Man sollte diesem Sender wenigstens einen Optimod spendieren (zB. wie für die 1422), so wie jetzt ist dessen Betrieb hinausgeworfenes Geld.



von RealRock - am 17.10.2008 07:32
Hallo,

zuerst lese ich
Zitat

aber als ich mal die 6190khz eingestellt hatte wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Obwohl es leicht rauschte und fadete war ich doch sehr überrascht wie gut die KW klingen kann. Wunderbar warm und satt. So im direkten Vergleich sogar noch einen Tick angenehmer als die Mittelwelle 1422khz.


aber dann

Zitat

Der Sender des DLF auf 6190 kHz hat zwar einen offenbar vollkommen unverbastelten Klang, aber er macht auch nur noch so etwa 6 kHz Bandbreite. Von Höhen keine Spur. Da machen sich vielleicht ein paar Alterserscheinungen bemerkbar.


und weiter

Zitat

Ein solches Negativ-Beispiel ist der DLF- Sender auf 6190 kHz. Dieser ist viel zu schwach moduliert, sein Signal ist total dünn und kommt hier praktisch unbrauchbar an.


Also was nun? Negativ-Beispiel oder angenehmer Klang? De gustibus non est disputandum?

Ich selbst kann an dem Klang nichts Schlimmes finden, aber mir steht auch nur einfachste Empfängertechnik zur Verfügung :D

Beste Grüße
DAC324

von DAC324 - am 17.10.2008 09:03
Ich glaube das ist wie auf UKW auch eine reine Geschmacksfrage. Ich finde eben diesen unverbastelten Klang der 6190 wunderbar. Und so schlimm finde ich es noch nicht mal das er etwas leiser sendet als die anderen. Also im nördlichen Saarland rauscht er zwar hörbar, aber es ist nicht unangenehm. Da stört das natürliche Faden schon mehr. Und wenn der Frequenzbereich "nur" bis 6khz geht dann ist das schon mehr als über die Mittelwellenfrequenz rausgeht. Hier wird sich nämlich peinlichst genau an die Vorschriften gehalten und bei 4,5khz dicht gemacht.

Zitat
MIL
Der HF Pegel ist nämlich für 17kW nicht schlecht.

Dazu kann ich nichts sagen da ich bei dem Thema bei der Kurzwelle absolut nicht durchblicke. Manchmal höre ich Piraten mit nur wenigen Watt aus den Niederlanden bei mir problemlos, wobei andere Sender mit etlichen kW rauschen und Faden wie verrückt.

von Spacelab - am 17.10.2008 09:17
Sagt mal, täuscht mich meine Erinnerung oder war die frühere analoge DW-Frequenz auf 75 m (3995 kHz?) klanglich die angenehmste Frequenz? Ich erinnere mich, daß sie zwar recht heftig komprimiert war, dadurch aber in Verbindung mit einem recht klaren Klang aber insbesondere bei fadendem Empfang punkten konnte. Nun ist sie ja ausschließlich digital, oder?

von PowerAM - am 18.10.2008 13:29
Ja, sollte sie sein. Jedoch ist sie meines Wissens in DRM unterwegs. Falls es noch analoge Sendestunden gibt, dann wuesste ich sie gern! Mit Abstand war die 3995 kHz die am besten klingende DW-Frequenz, die ich in Erinnerung hatte.

von PowerAM - am 18.10.2008 21:59
Schade, denn analog war sie eine der Frequenzen, die ueber weite Strecken des Tages gut bis sehr gut empfangbar war. Gut, diese Vorteile kassiert jetzt die DRM-Ausstrahlung. Ich denke mal, dass es eine der in Europa am besten hoerbaren DRM-Frequenzen sein wird.

von PowerAM - am 19.10.2008 08:04
Wäre interessant, ob die DW überhaupt bei allen (relativ) gleich klingt. Diese miserable Modulationsqualität, die ich im vergangenen Winter an verschiedenen Standorten im Ruhregbiet mit unterschiedlichen Geräten genau drei Wochen beobachten konnte, ist mir bis heute ein Rätsel (http://forum.mysnip.de/read.php?8773,467102,551272#msg-551272).

Seitdem klingt es summa summarum so, wie es seit ehedem von der Insel geklungen hat, nachdem man die Laufzeitunterschiede beim Parallelbetrieb in den Griff bekommen hat: brachial, laut und teils etwas übersteuert. Insgesamt kann ich damit leben, zumal der Empfang aus G meist ausgezeichnet ist und man wohl glücklich sein kann, daß es überhaupt noch einen Auslandsdienst der BR Deutschland gibt. Was mich aber stört ist, daß bei O-Tönen oft die Hintergrundgeräusche so laut sind, daß das gesprochene Wort kaum noch zu verstehen ist.

Besonders peinlich aber finde ich nach wie vor, wenn der Sender um xx59 für etwa dreißig Sekunden abgeschaltet wird – im laufenden Programm! – und erst mit Beginn der Nachrichten um xx00 wieder on air geht.

Dem alten Wertachtal-Sound, der mir doch etwas zu knackig-spitz und höhenbetont war und besonders beim ehemaligen Pausenzeichen immer recht heftig klirrte, mag ich jedoch auch nicht unbedingt hinterhertrauern. Merkliche klangliche Unterschiede der 6075 zur 3995 gab es meiner Erinnerung nach, zumindest in der Endphase des Sendebetriebs aus dem Allgäu, nicht.

Zur klanglichen Premiumklasse auf KW würde ich die 6065 aus Schweden zählen, BBC in Englisch hört man ja irgendwie nur noch aus Botswana oder Singapur, da fällt die Beurteilung nun schwerer…
Die Berliner 6190 klingt in meinen Ohren dagegen – vom meist mäßigen Empfang abgesehen – eher leise und muffelig, wobei natürlich kein Geheimnis ist, daß ein solider Klangkörper beim LMK-Empfang grundsätzlich Wunder bewirken kann.


von ardey.fm - am 19.10.2008 08:46
Um noch mal auf die 6190 aus Berlin zurückzukommen. Ich finde nicht, dass die sich schlecht oder dünn anhört: Mitschnitt

von kielerförde - am 19.10.2008 11:10
Subjektiv ist sie leiser als viele andere Sender im 49 m-Band.

von PowerAM - am 19.10.2008 11:20
:spos: Stimmt, dafuer erkauft man sich einen schlechteren Signal-Rauschabstand.

von PowerAM - am 19.10.2008 11:54
Ja das ist ein Teufelskreis den man bis zum erbrechen fortführen kann.

von Spacelab - am 19.10.2008 12:04
Ich beobachte momentan zwei relativ starke aber sehr verzerrte Geistersignale der Deutschen Welle auf ca. 6018 kHz und 6132 kHz.
Der Empfang gelingt sowohl mit dem Degen als auch mit dem WinRadio.
Das habe ich so noch nie beobachtet, also könnte es eventuell eine Störung des Senders in England sein. Oder ist es doch ein Empfänger-Phänomen? Zumindest das WinRadio hat bei mir noch nie solche Signale produziert.
Kann die Signale jemand bestätigen?

von Christian_66 - am 30.10.2008 09:23
Kann ich bestätigen hier an der tschechischen Grenze mit meinem Kenwood TS680S und einer 25m-Langdrahtantenne.

von DF8NZ (MAK) - am 30.10.2008 10:16
Danke. Dann liegt es nicht bei mir.
Das ist ja schrecklich, was die Anlage in Woofferton da produziert.
So eine Fehlfunktion sollte doch den Technikern da auffallen.


von Christian_66 - am 30.10.2008 10:33
Hier am Niederrhein dasselbe. Übelster Splatter vom Feinsten.
Und am Radio liegt es definitiv nicht.
(Mit 2 Geräten getestet.)

Habe mal eine Mail via DW-World.de abgeschickt, mal sehen, wann das abgestellt wird.


von Nohab - am 30.10.2008 11:35
So, die Störungen sind weg, scheinbar ist es den Klempnern bei VT jetzt aufgefallen.


von Nohab - am 30.10.2008 12:30
Und die Splatter sind wieder da!
Das war wohl Pfusch, was die Senderklempner da gestern gemacht hatten.

von Christian_66 - am 31.10.2008 09:01
Vielleicht rächt sich hier das man einen so günstigen Senderbetreiber genommen hat.

von Spacelab - am 31.10.2008 09:12
Ich habe hier jetzt nichts. Die haben es wohl diesmal etwas früher gemerkt.


von Nohab - am 31.10.2008 11:10
Bin mal gespannt ob die Reparatur jetzt etwas länger hält oder ob der Fehler morgen Vormittag wieder auftritt.

von Spacelab - am 31.10.2008 11:17
*Thread hochhol*
Wir haben es jetzt amtlich: Die Deutsche Welle ist eine Behörde.
Hatte am 30. Oktober über deren Webformular eine Message bezüglich des Splatters abgesetzt, heute kam die Rückmeldung, man würde das an die zuständige Redaktion weiterleiten. Das nenne ich mal eine schnelle Reaktion. :eek:
Übrigens, ich habe mir extra den Header angesehen, die Antwortmail ist wirklich erst heute abgegangen. Liebe DW, überlegt euch doch mal, wie man den Maileingang bei euch mal etwas optimieren könnte, Meldungen über solche Sachen müssen innert 30 Minuten an die zuständigen Techniker gehen. Sonst kann es passieren, daß die zuständige Fernmeldebehörde irgendwann die Sender dauerhaft ausknipst. Und nein, das Outsourcing an die Briten war keine gute Idee.



von Nohab - am 21.11.2008 19:33
Hallo Nohab,

Die DW ist öffentlich-rechtlich - da ist der Vergleich mit einer Behörde gar nicht mal so falsch.
Aber mal was anderes:

Glaubst Du wirklich, dass irgend jemand von der DW hier mitliest?
Glaubst Du wirklich, dass sich jemand für solche Meldungen ernsthaft interessiert? - zumindest kaum jemand von den an der Weiterleitung von Informationen aus einem Webformular beteiligten Personen.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Mails aus dem Webformular eben NICHT automatisch an das Postfach einer natürlichen Person weitergeleitet werden, sondern dass nur hin und wieder mal einer schaut (wenn gerade nichts anderes zu tun ist), ob vielleicht was übers Webformular reingekommen ist.

Beste Grüße
DAC324

von DAC324 - am 21.11.2008 22:44
Ja sowas ist leider die Regel in der letzten Zeit. Das ist aber nicht nur bei Radiosendern so, sondern auch bei richtigen Firmen die eventuell etwas verkaufen wollen oder mir schon verkauft haben. Da könnte ich mich dann besonders aufregen! :mad:

von Spacelab - am 22.11.2008 07:29
Zitat
Nohab
Hatte am 30. Oktober über deren Webformular eine Message bezüglich des Splatters abgesetzt, heute kam die Rückmeldung, man würde das an die zuständige Redaktion weiterleiten. Das nenne ich mal eine schnelle Reaktion.


Mir haben sie bei meiner letzten Störung eigentlich recht zügig (und auch interessiert) geantwortet (3 Tage) und meine Beobachtungen wohl "umgehend" an die Mess - und Kontrollstation (MKZ) weitergeleitet. Dort hatte man allerdings auch nichts feststellen können. Ich solle in zukünftigen Fällen die MKZ unmittelbar telefonisch kontaktieren (0228-429-3273); anbei, kennt jemand eine Mailadresse von denen?

Nun hab ich seit einigen Tagen - neue Woche, neue Störungen - so ein blödes Brummen auf der 6075 (nur auf dieser QRG im 49m-Band). Doch bei dem ganzen Störnebel hier gewöhnt man sich langsam daran, daß das Radio seltsam klingt. Also morgen erstmal Standort-Hopping machen.


von ardey.fm - am 22.11.2008 08:06
Schlechter Klang auf AM. Mir fällt da immer der ERF ein (1539kHz, aber auch früher auf dem Monte-Carlo-Frequenzen): stark komprimiert, extrem blechern, keine Höhen, kein Bass. Vor allem Musik (und davon bringen die mittlerweile viel) hört sich grausam an.



von Peter Schwarz - am 22.11.2008 08:10
Ich muss mich berichtigen, es heißt auch Bockhacken: http://www.fading.de/bockhack.php

von kielerförde - am 22.11.2008 20:53
Das wirds wohl sein! Nettes Teil, da würde ich auch gerne mal nen Bandscan machen. In Hückeswagen steht das also; ist ja gleich um die Ecke :)
Ob da wohl auch die Schlapphüte was messen?

Bei Wiki gibt es ein etwas neueres Bild (- das bei fading ist aber stimmungsvoller).

von ardey.fm - am 23.11.2008 07:56
http://funk.breloehr.de/fotos-n/dwmess.htm hat noch mehr Fotos

von kielerförde - am 23.11.2008 14:10
die Antennen im Kreis sehen stark nach Peiler aus

von Werner53 - am 23.11.2008 14:18
Hochhol.
DW 6075 kHz zur Zeit mit bösen Nebenausstrahlungen auf ca. 6015 und 6135 kHz.


von Christian_66 - am 27.05.2009 16:51
Zitat
Markus Weidner
Eines verstehe ich nicht: Wie kann man die Modulation des DLF auf 6190 kHz gut finden? Sie ist viel zu basslastig und tiefenbetont, was bei schwachem Signal für eine extrem schlechte Sprachiverständlichkeit sorgt, wie ich Anfang Mai erst wieder auf Fuerteventura erlebt habe. Klar, wenn ich in Mitteleuropa ein sehr gutes Signal habe, ist es O.K.

Sehe ich ähnlich. Allerdings ist die Modulation auch in nur knapp 3000 Meter Entfernung vom Sender ( also bei rund um die Uhr gutem Signal ) unangenehm, teilweise wirkt sie sogar übersteuert. Kein Vergleich zu den anderen AM-Sendern hier in Berlin ( 177kHz, 693kHz, 990kHz ) - die klingen deutlich angenehmer.

von Arne_BLN - am 27.05.2009 18:24
Ich weiß nicht wie oft das vorkommt, aber am Donnerstagabend war auf der 6075 ziemlich glasklar Radio Taiwan in französisch zu hören, die DW nur leise im Hintergrund. Müßte dann wohl ein Abfallprodukt der 6045 aus Rampisham gewesen sein, auf der das Signal ironischerweise deutlich schwächer war. Der Effekt war mit allen gerade zur Hand befindlichen Empfängern zu beobachten, auch bei solchen, die normalerweise keine Geisterfrequenzen im 49m-Band verursachen.

Im aktuellen DW-Sendeplan ist nun der Hinweis zu lesen, daß "bestimmte Frequenzen aus technischen Gründen bis zu fünf Minuten früher als angegeben abgeschaltet werden" können. Allerdings sind die Ausfälle auf der 6075 ja auch zu Zeitpunkten zu beobachten, an denen gar keine Umschaltung (etwa von Rampisham auf Woofferton) vorgesehen ist. Das war zumindest in der Vergangenheit so, habe das länger nicht mehr verfolgt.

Überhaupt sollte es für VT doch eigentlich möglich sein, seine Kunden darüber zu informieren, zu welchen Zeitpunkten nur 55 Sendeminuten pro Stunde zur Verfügung stehen, damit diese ihr Programm dahingehend anpassen können. Oder die Bonner pfeifen jetzt auf solche Petitessen - schließlich hat man das altmodische Pausenzeichen gerade erst abgeschafft...

von ardey.fm - am 30.05.2009 20:49
Auf der 6075 holpert und stolpert es heute morgen mal wieder besonders eindrucksvoll :rolleyes:

von ardey.fm - am 30.06.2009 09:07
Heute mal keine Aussetzer, dafür ist der Klang (bei bestem Empfang) wieder total dumpf, blechern und kratzig. Erinnert mich etwas an die HR-Mittelwelle 594 kHz. Die 13780 klingt dagegen relativ normal.

Edit: Nach dem üblichen Signalausfall um 11:59 ist der Klang seit 12:00 wieder normal. Da wurde wohl auf eine andere Sendestelle umgeschaltet - was dem aktuellen Sendeplan leider nicht mehr zu entnehmen ist.

von ardey.fm - am 03.07.2009 09:59
Zitat
terredx
Nach dem üblichen Signalausfall um 11:59 ist der Klang seit 12:00 wieder normal. Da wurde wohl auf eine andere Sendestelle umgeschaltet - was dem aktuellen Sendeplan leider nicht mehr zu entnehmen ist.


Das ist der Wechsel von Woofferton nach Rampisham, steht im Sendeplan.

von EmmWeh - am 03.07.2009 16:05
Aha, danke, hatte das andere pdf.

Ist ja auch logisch, daß man diese Infos unter "Sendesprachen" findet :D

von ardey.fm - am 03.07.2009 16:25
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