Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren
Beteiligte Autoren:
Marcus., Rolf, der Frequenzenfänger, Kroes, Hanzo

Frage zum Thema "Guard Intervall" (Schutzintervall) bei DVB-T

Startbeitrag von Hanzo am 07.11.2008 18:25

Ich habe eine Frage zum Thema "Guard Intervall" (Schutzintervall) bei DVB-T. Hoffentlich könnt Ihr mir helfen. Der Einfachheit halber will ich meine Frage auch gleich in ein konkretes Beispiel verpacken:

Nehmen wir an, ich empfange zwei Sendestandorte eines SFN (Gleichwellennetz). Der eine Standort ist etwa 15 km von mir entfernt und der andere etwa 90 km. Aufgrund der topographischen Begebenheiten fallen beide Standorte etwa gleich stark bei mir ein.

Die Übertragungsparameter sollen die bei uns üblichen Werte haben ( 8k, GI = 1/4), was Laufzeitunterschiede bis zu 67 km erlaubt. Siehe dazu z.B. http://www.lrz-mv.de/media/downloads/dvb-t_leitfaden.pdf (S.16).

Wie man unschwer ausrechnen kann, sind in meinem Beispiel die Laufzeitunterschiede etwas zu groß (90 km - 15 km = 75 km > 67 km ).

Meine Frage ist nun: Wird der zu große Laufzeitunterschied meinem Empfänger Probleme bereiten (Auslöschungen ?) oder sind die Empfänger so gebaut, dass das "zu spät" eintreffende Signal einfach ignoriert wird?

Danke!



Antworten:

Für den Empfänger ist es dann so, als ob da zwei komplett verschiedene Signale auf dem Kanal sind. Und dann gibt es - siehe z.B. WDR-Bouquet Dortmund und VRT-Bouquet Genk auf gleichem Kanal - bei annähernd gleich starkem Empfang eben keine Möglichkeit der Decodierung mehr. Der Receiver findet im vorgegebenen Zeitraum keinen Punkt, an dem er die eintreffenden Signale synchronisieren kann (quasi das schnellere Signal etwas aufhält) und kann somit im schlechtesten Fall nichts mehr sinnvolles draus basteln.

von Kroes - am 07.11.2008 18:59
Das kann man nicht pauschal beantworten. Wenn die Überlappungs-Situation senderseitig durch entsprechende Massnahmen (Verzögerung) ausgeglichen wird, sollte es keine Probleme geben. Wird das nicht gemacht, d.h. laufen beide Standorte exakt synchron, wird das Signal wahrscheinlich nicht decodierbar sein.

--> Ausprobieren! ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.11.2008 19:01
Normerlweise fallen ja auch beide Standort nicht genau stark ein. Dann könnte man mit Zimemrantenne oder gerichteter Dachantenne schon Erfolg haben.

von Marcus. - am 07.11.2008 20:03
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.