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Der SR auf dem absteigenden Ast?

Startbeitrag von Spacelab am 28.11.2008 09:50

Hallo Freunde!

Ich hab eben zufällig auf SR3 ein Interview mit dem Intendant des Saarländischen Rundfunks gehört. Leider hab ich nicht alles mitbekommen da ich ja auch noch nebenbei Arbeiten muss. Was ich aber gehört habe hat mich doch etwas überrascht da ich es mir teilweise gar nicht erklären kann. Es ging um Hörerzahlen und Werbereichweite.

SR1 sei weiter auf dem Vormarsch. Die Hörer würden das neue hochwertige Programm sehr gut annehmen. Soweit keine Überraschung, aber jetzt kommts: SR2 wäre im vergleich zum Vorjahr drastisch abgerutscht. Warum hab ich leider nicht mitbekommen weil ich einen Kunden bedienen musste. Kann auch sein das es bei der ganzen Schönrederei unter den Teppich gekehrt wurde. Jedenfalls sei SR2 jetzt das Schlusslicht im Saarland und wäre sogar von einem Jugendsender überholt worden der wohl wegen mangelhafter UKW Versorgung bisher immer das Schlusslicht gewesen sei. Ich denke hier kann nur bigFM gemeint gewesen sein. Kann sich einer von euch erklären warum SR2 so dermaßen abgerutscht ist? Ich höre da des öfteren mal die Wortstrecken und Hörspiele und finde den Sender eigentlich ganz gut. Mit der klassischen Musik kann ich allerdings weniger etwas anfangen. Deshalb kann ich mir über die Musikauswahl kein eigenes Urteil erlauben, aber ein Arbeitskollege der sehr viel Klassik hört meinte das SR2 musikalisch sehr angestaubt wirke. Man würde zu viel schwere Klassik spielen und man müsse schon ein eingefleischter Klassikfan sein um das Programm über längere Zeit hören zu können. Andere ARD Klassikradios würden das deutlich besser machen. Aber erklärt dass das neuerliche weglaufen der Zuhörer? Denn soweit ich weis ist das Musikprogramm ja nicht erst seit gestern so.

Ebenfalls schwer einstecken musste auch SR3. Hier ging es zwar nicht ganz so steil bergab, aber auch hier habe man viele Hörer verloren. Man habe mit dem Schlager-/Oldiemix wohl keinen so großen Erfolg mehr. Lediglich der starke Regionalbezug habe den Sender vor weiterem Abrutschen bewahrt. Jetzt frage ich mich nur folgendes: wo gehen denn die Hörer von SR3 hin? Es gibt doch hier im Saarland keine anderen Schlager- oder Oldiesender auf die Opa Heinrich oder Oma Gerda drehen könnten?

Unser Ding habe zwar an Hörern zugelegt, bliebe aber weit hinter den Erwartungen zurück. Man habe erwartet nach der letzten Programmreform ein sattes Plus verzeichnen zu können, aber dieses blieb aus. Man überlege wieder eine Programmreform durchzuführen. Diesmal möchte man aber die Hörer mit einbeziehen und vorher eine große Umfrageaktion starten um den Geschmack der potentiellen Hörer noch genauer treffen zu können. Vor allem möchte man eine stärkere Hörerbindung haben. Das wäre es nämlich was das private Jugendradio (bigFM) hier im Saarland besser machen würde.

Das war alles was ich so während der Arbeit mitbekommen und aus der ganzen Schönrederei des Interviewpartners herausgehört habe. So schonungslos offen wie ich es hier schreibe war das Gespräch nämlich nicht.

Die 50 interessantesten Antworten:

Die Sache mit der Zusammenlegung wird immer und immer wieder angesprochen. Zuletzt als SR1 nicht so besonders gut drann war. Oder davor als der SR über leere Kassen klagte. Oder oder oder... Eine Zusammenlegung von SWR und SR wird also schon seit vielen vielen Jahren immer wieder angesprochen.

@Noch'n Saarländer: Der SR hat ein eigenes Wortprogramm. Antenne Saar. Leider spottet das "Programm" jeder Beschreibung und gammelt auf Mittelwelle und DAB (zu recht!) so vor sich hin. In dem Interview heute Morgen wurde das Programm auch schon gar nicht mehr erwähnt.

von Spacelab - am 28.11.2008 10:50
Da mußte ich doch sofort SR2 wieder in die Favoritenliste programmieren und bin doch sehr froh, daß der Sender noch so klingt wie vor 17 Jahren. Ob das nun ein Kompliment für die Programmgestalter ist, sei dahingestellt.

Ich möchte SR2 nicht als langweilig wohl aber als zeitlos entrückt bezeichnen. Da ist halt alles so wie es schon immer war und hier liegt immer das Grundproblem: Der Hörer benötigt durchaus ein paar Jahre, um sich dem Programm "zu nähern" ... oder sich scheinbar zu verabschieden.

Ansich ergänzen sich SR2 und SWR2 im Saarland doch programminhaltlich recht gut. Wer aber Klassik auf leichte Weise hören möchte, wird mit beiden Sendern nicht glücklich. WDR 3 führt ja neuerdings vor, wie das zeitgemäß klingen kann, NDR Kultur wiederum nicht.

Wenn aber auf die Hörerzahlen angesprochen wird, mag durchaus in Betracht gezogen werden, daß man mit gar keinem Klassikformat im Saarland punkten könnte, weil es womöglich keine ausbaufähige Klassikhörerschaft im Saarland gibt. Damit möchte ich die Hörerschaft auf keinen Fall als kulturunfähig bezeichnen aber womöglich ist es einfach so. (Ob es bspw. in Brandenburg ein Klassikpublikum gibt, wird der RBB wohl niemals verraten.)

gb



von gb - am 28.11.2008 11:31
Der SR wird a) nicht ganz so einen großen Geldspeicher hinterm Funkhaus stehen haben wie WDR, SWR und Co. und b) wird im Saarland bundeslandgrössenbedingt halt auch etwas weniger los sein. Es würde sich, wie früher schon einmal, eine Kooperation anbieten, z.B. mit SWR2. Dann könnte der SR ein qualitativ hochwertiges Fenster (5-6 Stunden am Tag bieten) und hätte sicher ein interessanteres Angebot, denn SWR2 kann man zu Recht loben. Wobei die Klassik-Puristen sich mit diesem Sender schwer tun, da eben zu 70% der Zeit KEINE Klassik läuft.

von Peter Schwarz - am 28.11.2008 13:20
Zitat
Noch'n Saarländer
Ist es eigentlich immer noch so, dass die laufenden Übernahmen aus SWR Contra mitten im Wort abgeschnitten werden, um um halb die zehnminütigen französischen Nachrichten von RFI, gefolgt von zwanzigminütigen Programmhinweisen zu senden?

Jap ist noch genauso. Und der Sendecomputer hängt sich immer noch manchmal auf so das man 2 Programme auf einmal hören kann. :rolleyes: Meiner Meinung nach sollte man mit diesem Quatsch ganz aufhören und lieber ununterbrochen SWR Cont.Ra senden. Nur noch unterbrochen von Landtagsdebatten und dem Ausländerprogramm. Fertig!

Über dem SR kreist schon seit Jahren der Pleitegeier und mindestens genauso lange lamentiert man schon über leere Kassen. Aber anstatt zu sparen haut man das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster raus. Manchmal könnte man echt glauben die machen das extra um eine Zusammenlegung mit dem SWR zu rechtfertigen. :rolleyes:

Was mich freut ist das SR1 so gut läuft. Es scheint doch noch Leute zu geben die nicht total dem Dummmfunk verfallen sind. Wie heißt es noch gleich so schön auf den Werbeplakaten von SR1? "Qualität sendet sich durch!"

SR3 finde ich auch nicht so gelungen. Diese krude Mischung aus Schlager und Oldies bringts absolut nicht. Wobei es noch nicht mal die Musikauswahl ist, eine Playlist würde sich sogar richtig gut lesen, es ist viel mehr die schnarchige Moderation. Nicht nur das da gesprochen wird wie mit einem total debilen 100 Jährigen, auch die fehlende Anmoderation der Titel trägt dazu bei das einem das Programm wie Kraut und Rüben vorkommt. Da werden zwei Titel wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten ohne Moderation direkt nacheinander gespielt. :rolleyes: Ob SWR4 hier eine Alternative ist weis ich nicht. Soweit ich weis geht der hier nicht mehr so wirklich Beifahrertauglich und auch Opas Kofferradio dürfte sich da schwer tun. SWR4 geht von allen SWR Programmen hier am schlechtesten. Ich teste das aber nachher nochmal im Auto genau durch.

Das bigFM hier auf dem Vormarsch ist hat mich doch etwas überrascht. Das die letzte Programmreform von Unser Ding in die Hose gegangen ist hingegen nicht. Das Unser Ding eigentlich als "interaktiver Jugendsender" an den Start gegangen ist merkt man heute nicht mehr. Und die Aussage das man bei der nächsten Programmreform doch mal die Zuhörer fragt was sie hören wollen hat mich nur in meiner Annahme bestärkt das denen die Zuhörer schei* egal sind. Sorry aber anders kann ich es nicht ausdrücken. Und da hat der Mensch heute Morgen im Interview doch tatsächlich noch den Schneid zu fragen wie es passieren konnte das man mit diesem Programm offenbar an den jugendlichen Hörern vorbei sendet. :wall:

von Spacelab - am 28.11.2008 13:29
Zitat
Peter Schwarz
Es würde sich, wie früher schon einmal, eine Kooperation anbieten, z.B. mit SWR2. Dann könnte der SR ein qualitativ hochwertiges Fenster (5-6 Stunden am Tag bieten) und hätte sicher ein interessanteres Angebot, denn SWR2 kann man zu Recht loben. Wobei die Klassik-Puristen sich mit diesem Sender schwer tun, da eben zu 70% der Zeit KEINE Klassik läuft.

Und womit sollen die 5-6 Stunden gefüllt werden? Literaturlesungen von saarländischen Autoren, die bisher bei SR2 keine Bühne hatten? Nun, ich finde es durchaus als Bereicherung, wenn es auch reine E-Musik-Wellen gibt, in Bayern habe ich ja zum Glück Bayern4; an der Stelle weiß es es zu schätzen, daß meine Rundfunkgebühr an den BR geht. Was allerdings als Kulturwelle manchmal dargeboten wird, ist doch sehr dehnbar ausgelegt. Da vergrault mdr Figaro seine Hörer auch schon mal mit Popmusik. Anspruchsvolle Popmusik und Spezialsendungen gehört nach meiner Meinung nicht in eine "geöffnete Kulturwelle" (oder ist das einfach nur der Mülleimer der Rundfunkanstalt?) gedrückt, sondern müssen in den Popwellen eine Heimat finden. Ansonsten hat man eben nur den Anteil der E-Musik deutlich reduziert, zusätzliche Wortbeiträge (siehe "der Tag" beim hr - das gehört in eine Magazinwelle wie hr1 es mal war oder auch nach hr info) geholt und noch die musikalische "Resterampe" übernommen. So bitte nicht!!

von Thomas (Metal) - am 28.11.2008 14:13
Ist viel Text geworden!

Dann schreibe ich auch mal was zum SR, den ich hier im Saarland auch nur höre wenn der SWR mal nicht so gut empfangbar ist…
Ist nur meine Meinung über die Programme, es darf leidenschaftlich darüber diskutiert werden:

SR1: das alte Flaggschiff Europawelle: Schlechte Moderatoren, krude Musikauswahl:
Die Morgensendung ist einfach schlecht, diese aufgesetzte Fröhlichkeit in Verbindung mit Boulevardmeldungen und ernsten Themen, abgerundet durch Moderatorenduos die ich jederzeit zu Radio Salü abschieben würde.
Ich höre sie nicht gerne und weiche nur bei Janitz & Politi auf SR1 aus.
Verbesserungsmöglichkeiten: Einfach ernster werden, nicht staubiger, seriös und locker auftreten, nicht flachsig und kindisch. Wer das möchte sollte Radio Salü hören.
Ich möchte am Morgen erfahren was in der Welt los ist, ich sehne mich hier nach Reportern aus dem ARD-Netz mit 3 minütigen Beiträgen, das ist öffentlich rechtliches Radio. Die Bildzeitungsschlagzeilen müssen nicht behandelt werden.
Nur, wer von SR1 soll diese Sendung moderieren? Ich wüsste auf Anhieb niemanden…
Was mir auch auffällt ist diese verkrampfte Sprechweise in den Nachrichten. Fällt das sonst niemandem auf? Wenn ich mir zum Vergleich die Nachrichten zur vollen Stunde auf SWR1, SWR3, HR3, Bayern 3 usw anhöre kommen die einfach nicht so gequält und angespannt rüber.

Ein Lichtblick: Exters Musikwelt am Abend: Habe ich mir gestern Abend mal komplett angehört. Wobei mir aber auch hier die Moderation der Hörerhitparade viel zu verkrampft erscheint.
Besser wurde es dann danach als die Themengebiete „Hits aus 1998“ und Worldmusic behandelt wurden. Hier überzeugte er mit Fachwissen, auch die Musikauswahl der letzten Stunde war sehr ausgewogen, Sachen die man im Tagesprogramm leider nie hört.

Kommen wir zu SR2:
Höre ich zu selten um mir darüber ein Urteil erlauben zu dürfen, allerdings könnte es hier wirklich Sinn machen noch stärker mit anderen Kulturwellen zusammen zu arbeiten, hier dürften Einsparungen sinnvoll sein? Oder?

SR3:
Nicht Fisch, nicht Fleisch
Nach der letzten Programmreform haben viele ältere Herrschaften kein richtiges Programm mehr:
Meine Oma z.B. kann mit Elton John und ähnlichen Popkünstlern nicht so viel anfangen, sie hört eben lieber die typischen Schlagerstars wie die Flippers und Co. Nur, welcher Sender bietet ihr sowas? SWR4 wäre von der Musikauswahl passend, ist aber nicht empfangbar bei ihr, im Autoradio erst recht nicht.
Hier sehe ich deutlichen Handlungsbedarf. Nur, wie sollen die 4 Wellen des SR´s aufgeteilt werden?

Kommen wir zu Unser Ding:
Ist auch nicht so ganz mein Fall, liegt eventuell an meinem Alter (31).
Ich vermisse hier eine größere Musikbandbreite in Verbindung mit einer größeren Rotation. Nur Black und Rock ist zu eng.
Was spricht gegen mehr House im Programm und Danceklassiker der 90er?
Habe immer das Gefühl, die wollen niemandem wehtun, wirken aber auch dementsprechend langweilig. Das ganze gemischt mit Moderatoren von Radio Salü die dort vor ein paar Jahren schon niemand mehr hören wollte…
Die Infos von Unser Ding: Ein Totalausfall: Zeitweise ein Gegacker, vorgetragen von 16 jährigen mit Leseschwäche…
Die Verkehrsmeldungen: „Ein Blitzer auf der A62 zwischen Hermeskeil und Rheinland-Pfalz“… Finde den Fehler…
Für mich ist es klar, dass man so keine Stammhörer gewinnt, sondern durchaus zwischen bigFM und Unser Ding hin- und herpendelt.
Früher, wie noch mehr Programmanteile von Das Ding übernommen worden sind hörte ich den Sender gerne.

Ich möchte noch kurze die Alternativen im Saarland ansprechen:
BigFm: Ist Geschmackssache, der Vergleich zu Unser Ding geht für mich 50/50 aus.
Die Moderatoren wirken zum Teil abgeklärter (das heißt nicht das sie sinnvollere Themen behandeln, ist natürlich auch ein Jugendsender, das sollte man nicht vergessen), die Musikauswahl ist ebenso eng wie bei Unser Ding, dafür liegt hier der Schwerpunkt noch stärker auf Black.
Sehr negativ bei BigFm ist die matschige Klangqualität.

Radio Salü: Ich mache es kurz. War Anfang der 90er ein Stern im saarländischen Radiohimmel und hat SR1 zu einigen fragwürdigen Veränderungen verholfen. Ist heute totformatiert, klingt grausam, die Musik läuft sonst auch überall, die Moderatoren sind einfach unbegabt, der Claim macht ist ein Abschaltpunkt mehr. Auf diesen Sender kann ich im Saarland am ehesten verzichten.

RTL-Radio:
Musikauswahl stark an SWR1 angelehnt, in vielen Ecken des Saarlandes aber besser zu empfangen wie SWR1, hier finden meiner Meinung nach viele Hörer ein neues zuhause die eigentlich über die Jahre hinweg mit SR1 gealtert sind, die aber mittlerweile mit der Europawelle nichts mehr anfangen können.
Persönlich ziehe ich allerdings SWR1 jederzeit RTL-Radio vor, das Soundprozessing von RTL mit den überlauten Bässen (klingt wie eine überdimensionierte Loudnessfunktion) mag ich auch überhaupt nicht.

Classic-Rock:
Festplattendudler mit mancher Perle im Programm, schlechte Empfangbarkeit, hier kommt wirklich alles von der Festplatte, so kann ich meine Musiksammlung auch programmieren…




von TimoSaar - am 28.11.2008 14:48
Zitat

Wäre es nicht sinnvoll, wenn der SR mit dem SWR zusammen arbeiten würde? Also das SR 2 und SWR2 so ähnlich laufen wie Unser Ding und DasDing?
Oder vielleicht wie früher zwischen SDR und SWF mit S2 Kultur. Sowas in der Art.
Damit ließe sich Geld sparen und SR 2 würde deutlich aufgewertet.

Ketzerische Frage: Wäre es nicht sinnvoll das Saarland mit Rheinland-Pfalz zu fusionieren? Das würde das SR-Problem ja schlagartig lösen :D

von Schwabinger - am 28.11.2008 19:23
Zitat
Jetzt würde mich ja nur noch interessieren wohin die Hörer von SR3 ausweichen. Deren Zielgruppe wird sich wohl nicht mit MP3 Spielen oder dergleichen abgeben (können). ;-)


Soweit das etwas angestaubte ewige Klische! :cool: Ich bekenne mich zu jener Zielgruppe - die nicht unbedingt von 80 bis 130 Jahre beträgt. Habe einen iPod (+ Ripp-Programme), ein Autoradio mit Kartenschacht uwm.- und schon viele Klienten im höheren Schüleralter in diese "Technik" eingeführt. Ob man ein technischer Nobody ist, hängt nicht vom Alter ab, sondern von der Lebensgestaltung. Ganz Junge bedienen Geräte schneller und skrupelloser, aber oft auch recht oberflächlich, wenn dann ein PC abtaucht oder ein Ripp-Wunsch auftaucht, sind sie eben oft aufgeschmissen und müssen mal den "Alten" fragen.;)

von audion - am 28.11.2008 20:12
In Baden-Württemberg hat es die meiste Zeit zwei Sender in einem Bundesland gegeben. In Berlin und Brandenburg ist der RBB entstanden, ohne dass die beiden Bundesländer fusuiniert haben. Ob man den SR als eigenständige Anstalt erhalten will, hängt also nur an der Frage, ob er finanziell überlebensfähig ist.

Das aber ist eine Frage, mit der sich alle kleineren ARD-Anstaklten befassen müssen. Der SFB hat die Konsequenz bereits gezogen, für Radio Bremen und den SR steht sie noch aus.

Der Aspekt, dass ehemalige Schlagerwellenhörer zu den neu geschaffenen "bis 90er"-Wellen wir SWR 1, Bremen 1 oder hr 1 wechseln, ist ja nicht neu. Woran dieser Effekt liegt, mag man im einzelnen untersuchen. Persönlich mache ich dafür einen "Musik meines Lebens"-Effekt verantwortlich. Man hört die Musik einer Zeit, in der man jung oder zumindest jünger war. Wer in den 80ern über 30 war, gehörte damals teilweise bereits zum WDR 4-Publikum, und sei es nur deshalb, weil das zu der Zeit die Welle mit den wenigsten "Gelaber" war.

Persönlich zähle ich mich nicht zu den Hörern der klassischen Kulturwellen wie WDR 3. Daher ging auch die Reform dieses Programms weitestgehenden an mir vorbei. Zumindest stelle ich hier aber provokant die These in den Raum, wozu es einen Kulturwelle bruacht, um nacheinander möglichte das gesamte, klassische "Deutsche Grammophon"-Repertoire abzududeln.

Das macht nur Sinn, wenn diese Musik in einen Zusammenhang eingebettet wird, der die kulturellen Aspekte dann auch ganzheitlich (also mit allen Mitteln, die dem Radio zur Verfügung stehen) abhandelt. Was ich in er letzten Zeit auf WDR 3 höre, scheint eher in diese Richtung zu deuten. Wonei ich, wie gesagt, diesen Sender eher selten höre.

von Alqaszar - am 28.11.2008 20:18
Zitat
Spacelab
SR2 wäre im vergleich zum Vorjahr drastisch abgerutscht.

Von dem geringen Niveau kann man gar nicht "drastisch abrutschen". ;)
Im Übrigen sind die Quoten von SR 2 ähnlich wie die der anderen ARD-Kulturwellen.
---> http://www.ard.de/intern/basisdaten/hoerfunknutzung/h_26_23246_3Brfunknutzung_20der_20ard-programme_20_28m/-/id=55126/1ilrjo6/index.html


Zitat
Spacelab
Ebenfalls schwer einstecken musste auch SR3. Hier ging es zwar nicht ganz so steil bergab, aber auch hier habe man viele Hörer verloren. Man habe mit dem Schlager-/Oldiemix wohl keinen so großen Erfolg mehr. Lediglich der starke Regionalbezug habe den Sender vor weiterem Abrutschen bewahrt.

Das sehe ich genauso.


Zitat
Spacelab
Jetzt frage ich mich nur folgendes: wo gehen denn die Hörer von SR3 hin? Es gibt doch hier im Saarland keine anderen Schlager- oder Oldiesender auf die Opa Heinrich oder Oma Gerda drehen könnten?

Da ich in meiner Verwandtschaft viele Vertreter dieser Zielgruppe (meine Eltern sowie Onkel/Tante etc. sind alle zwischen 70 und 80 Jahre alt) habe, kann ich aus eigener Beobachtung sagen: Es wird aus langjähriger Gewohnheit und mangels Alternative weiterhin SR 3 gehört. Dabei ist es insbesondere der starke Regionalbezug, der diese Hörer an SR 3 bindet. Wenn ich im Autoradio beim zappen schon einmal auf SWR4 umgeschaltet habe, gefällt den Senioren zwar die Musik genauso gut wie bei SR 3, aber der Heimatbezug fehlt. Kommentar dann: "Geh fott - die bringe jo nix von Saarbrigge". :D Und die originellen Werbespots mit dem "Hausmeischda"... ---> http://www.dehausmeischda.de/h-web-radio-aktuell.htm ...laufen dort natürlich auch nicht.


Zitat
Noch'n Saarländer
Eine intensive Zusammenarbeit von SR2 und (damals) SWF und SDR2 fand in den 80er Jahrenim Übrigen statt. Später wurde bis irgendwann Mitte der 90er mit hr2 zusammengearbeitet, bis der SR in einem Anfall von Selbstüberschätzung meinte, SR2 alleine fahren zu können.

Das war so: In den 60er-Jahren hatte die Studiowelle Saar (Vorgänger von SR 2) nur wenige eigene Sendungen, die über den Tag verteilt waren. Zwischendurch wurde stundenweise die Europawelle Saar übernommen. Ab Anfang 1972 gab es dann über weite Strecken des Tages (ca. 8.30 bis 12 h, 13-17.30 h, 20-24 h) ein gemeinsames Programm von SDR 2, SWF2 und Studiowelle Saar. Als dann ab Anfang 1991 SDR und SWF auf Druck der Politik kooperieren mussten und SDR 2 und SWF2 zum nun vollständig gemeinsamen S2 Kultur fusioniert wurden, stellte man gleichzeitig dem SR den Stuhl vor die Tür. Dieser übernahm dann bis 1995 weite Teile von hr2, bevor man SR 2 zum Vollprogramm ausbaute. Angeblich - so damals ein hoher SR-Vertreter im Interview - um nicht noch einmal wie 1990/91 der Willkür der großen Sender ausgesetzt zu sein. Nun übernahm man ganze Sonntagabende von Bayern 4 oder WDR 3 sowie Ortszeit und Fazit (So bis Fr 22.30 bis 24 h) von DLR Berlin bzw. Kultur.


Zitat
Spacelab
SR3 finde ich auch nicht so gelungen. Diese krude Mischung aus Schlager und Oldies bringts absolut nicht. Wobei es noch nicht mal die Musikauswahl ist, eine Playlist würde sich sogar richtig gut lesen, es ist viel mehr die schnarchige Moderation. Nicht nur das da gesprochen wird wie mit einem total debilen 100 Jährigen, auch die fehlende Anmoderation der Titel trägt dazu bei das einem das Programm wie Kraut und Rüben vorkommt. Da werden zwei Titel wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten ohne Moderation direkt nacheinander gespielt.

Das empfinde ich genauso und das ist auch ein wesentlicher Unterschied gegenüber ähnlichen Wellen wie SWR4, hr4 oder WDR 4, die etwas professioneller "rüberkommen". Daher schalte ich, wenn ich unterwegs bin, SR 3 auch eher selten ein; meist nur um zu hören wie der FC gespielt hat. ;)


von Manager. - am 29.11.2008 11:22
Zitat
alqaszar
IZumindest stelle ich hier aber provokant die These in den Raum, wozu es einen Kulturwelle bruacht, um nacheinander möglichte das gesamte, klassische "Deutsche Grammophon"-Repertoire abzududeln.


Oberflächlich könnte man hier entgegnen, dass man eine "Kulturwelle" (die meiner Meinung deutlich mehr bieten müsste als seichte Unterhaltungsmusik aus dem 18. und 19. Jahrhundert) aus dem selben Grund braucht, wie eine "Servicewelle", die als einzigen Service die Wünsche der Plattenindustrie abnudelt, weil eine Musikredaktion ja zu teuer ist.

Außerdem störe ich mich am Begriff "Klassik"... und "E-Musik" übrigens auch. Das ist der typisch deutsche Kategorisierungswahn. Nur weil eine Symphonie von Dvorak ist, ist sie noch lange nicht Klassisch. Auch Freddie Mercurys Meisterstück "Bohemian Rhapsody" ist Klassik! Daher zu verlangen, dass ein Sender wie S(W)R 2 keine Pop-Musik (was auch immer das ist) zu spielen habe, halte ich für falsch. Auch Popmusik ist Kultur.

von Ex-Trierer - am 29.11.2008 12:49
Es gäbe ja für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ja auch immer noch die Möglichkeit, falls Geld dafür vorhanden wäre, digitale Zusatzkanäle anzubieten, die dann ein reines Klassikprogramm (was immer man darunter verstehen mag) anbieten können. Das gleiche gilt auch für andere Sparten wie Oldies, Schlager oder vielleicht sogar Sport. Diese Kanäle können dann vor allem über Kabel und Satellit verbreitet werden, aber auch via Webstream oder terrestrische Digitalformate (DAB, DRM+, HD Radio oder was immer sich mal durchsetzen sollte, wenn überhaupt). Teilweise wird das ja heute schon gemacht, 1 Live diggi, Bayern Plus oder WDR 2 Klassik sind solche digitalen Zusatzkanäle. Nur über UKW, wo die Kapazitäten begrenzt sind, wird es generell nicht leicht sein, alle Hörer glücklich zu machen.

von Lahnwelle - am 29.11.2008 13:19
Zitat
gb
Ansich ergänzen sich SR2 und SWR2 im Saarland doch programminhaltlich recht gut. Wer aber Klassik auf leichte Weise hören möchte, wird mit beiden Sendern nicht glücklich. WDR 3 führt ja neuerdings vor, wie das zeitgemäß klingen kann, NDR Kultur wiederum nicht.

Das ist wohl ein Problem der Kulturwellen in Deutschland: Es existieren Programme für viele Geschmäcker, sprich sie ergänzen sich im Prinzip, sind aber nur regional zu empfangen. Persönlich ärgere ich mich über die neue "Dudelstrecke" auf WDR 3 zwischen 12 und 17 Uhr (17 bis 19:45 Uhr wurde ja ein paar Jahre früher schon gestutzt) und fühle mich etwas fehl am Platz bei Begrüßungen wie "Ein Quartett ist immer nett". Von WDR 3 war ich bisher wesentlich subtileren Wortwitz gewohnt...
Monothematische Sendungen wie die Musikpassagen sagten mir wesentlich eher zu, da mir gleich zu Beginn die Entscheidung zugesprochen wurde, ob mir das Thema der nächsten zwei Stunden goutiert, oder ob ich aus-/umschalte. Heutzutage bedaure ich, dass ich die interessanten Stücke und Berichte im dahinplätschernden Fluss leider verpassen muss. Ein Fluss, den ich mir mit einer gerippten CD-Collection und willkürlich eingestreuten, automatisch heruntergeladenen Beiträgen selbst erzeugen könnte. Dabei macht es doch die Ästhetik guten Radios aus, Zusammenhänge herauszuarbeiten und den Hörer mit verschiedenen Sichtweisen zum gleichen Thema zu überraschen. Das jedoch geht nicht in drei Minuten und ich stimme überein mit:
Zitat
alqaszar
Zumindest stelle ich hier aber provokant die These in den Raum, wozu es einen Kulturwelle bruacht, um nacheinander möglichte das gesamte, klassische "Deutsche Grammophon"-Repertoire abzududeln.

Fazit: das Radioprogramm ist überflüssig.

SWR2 hingegen ist fast zu stark strukturiert, man fährt ein Programmschema, an das man sich nur schlecht erinnern kann und so vergisst man, einzuschalten, wenn es sich lohnt...
SR 2 ist besser strukturiert, wie qualitativ hochwertig die Sendungen sind, die hinter dem Namen im Programmschema stehen, vermag ich leider nicht zu sagen. Ich habe bisher erst selten per Livestream reingehört.

Zitat
Thomas (Metal)
Anspruchsvolle Popmusik und Spezialsendungen gehört nach meiner Meinung nicht in eine "geöffnete Kulturwelle" (oder ist das einfach nur der Mülleimer der Rundfunkanstalt?) gedrückt, sondern müssen in den Popwellen eine Heimat finden.

Es gibt Rundfunkanstalten, u.a. im hessischen Raum, die die Kulturwelle tatsächlich als Potpourri für alles, was keine 40.000 Hörer am Sonntagabend hervorlocken kann, sehen. Natürlich vergrault man damit Hörer. Spezialsendungen, z.B. auch mit Metal, am späten Abend auf hr3 (bleibt die lange harte Nacht überhaupt bestehen?) oder 1Live würden niemandem schmerzen. Und natürlich befürworte ich auch eine Trennung von E-Musik- und Informationsprogramm. Andererseits trennt man damit aber auch Kultur von Hochkultur. WDR 5 kann, so gut das Programm auch ist, keine Wortsendungen auf dem Niveau von WDR 3 (Forum etc.) fahren. Es passt nicht in das Format, und der Begriff Format ist hier ausnahmsweise positiv gemeint. Das kann nur ein WDR 3 oder ein Flickenteppich wie SWR2, bei dem eine Sendung mehr oder weniger nicht mehr auffällt. Was ist also zu tun? UKW-Kapazitäten sind keine mehr frei, alternative Übertragungswege kommen für Radio erst langsam ins Rollen (DVB-T, UMTS). Da bleibt nur eine Stärkung der Profile der Sender, und da beziehe ich ausdrücklich das DLR Kultur mit ein. Nur eine Kooperation aller (je nach Region) zwei oder drei Programme, kann das Angebot für den Hörer angenehmer machen, bei gleichzeitiger Erhaltung der Qualität.

Zitat
alqaszar
Das aber ist eine Frage, mit der sich alle kleineren ARD-Anstaklten befassen müssen. Der SFB hat die Konsequenz bereits gezogen, für Radio Bremen und den SR steht sie noch aus.

Das Ende für Radio Bremen wäre allerdings sehr bitter, heben sich die Programme doch sehr wohltuend vom NDR ab. Und da besteht ein anderes Problem: Im Rundfunkstaatsvertrag und den Gesetzen der jeweiligen Anstalten wird mit keinem Wort erwähnt, dass das Programm eine gewisse Qualität einzuhalten hat. Bildung, Kultur, Information und Unterhaltung. Ja, das soll alles berücksichtigt werden. Aber, dass es verdammt nochmal "Wettervorhersage" und nicht "der beste Wetterservice" zu heißen hat, davon ist nirgendwo die Rede. Die Artikel "Programmgrundsätze" und "Auftrag" nehmen jedoch im Rundfunkstaatsvertrag gerade einmal eine halbe Seite Platz ein. Erschreckend oder ist das die Angst vor zu großer staatlicher Einflussnahme?

von Thomas R. - am 29.11.2008 13:50
@ venusberg

Der WDR ist ja grundsätzlich in seine Magazinformate vernarrt. Es wundert mich daher nicht, daß dies nun auch bei WDR 3 Einzug gehalten hat. Mit Einschaltradio wie etwa SWR2 hat das nichts zu tun und hier nun ist man bei den derzeitigen Denkströmungen für Kulturradios angelangt:

a) Klassikdudel mit Worthäppchen i.e. WDR 3, NDR Kultur, mdr figaro, kulturradio
b) Klassik und Kultur als Einschaltradio i.e. SWR 2, DKultur
c) Klassik und irgendwie noch was anderes i.e. hr2, SR2

Bayern 4 ist damit ansich die letzte reine Klassikwelle in der ARD.

Also 4:2:2 für "Dudel & Häppchen FM".

Für SR2 wäre insofern jede Entwicklung weg vom derzeitigen Format die Aufforderung zur Kooperation mit SWR2.

Persönlich zu WDR 3 angemerkt: Das Nachmittagsprogramm hat in der Tat bisweilen erstaunliche intellektuelle Tiefschläge und Banalmoderationen. Aber im Stau ohne Schüssel/Internet ist dies neben dem DLF der einzig hörbare Sender. Und gäbe es in NRW Klassik Radio über Antenne, ich würde dennoch bei WDR 3 bleiben.

Die Sache ist einigermaßen verfahren... :-(

gb

von gb - am 30.11.2008 16:38
Re Venusberg:
Worauf ich auch hinaus möchte ist, daß man wieder mehr musikalische Vielfalt jeder Art hat. D. h. hat man fünf ö. r. Ketten, sollte eine durchgängige E-Musik-Welle genau möglich sein wie eine Pop-Kette. Daneben dann auch noch bitte eine in Richtung Schlager/Volksmusik. Ich habe also sicher nichts dagegen das gesamte (!!) Repertoir der Deutschen Grammophon in einem E-Musik-Kanal abzubilden, wohl wissend, daß dieses Label nur sprichwörtlich genannt wurde und der Fundus glücklicherweise weit größer ist ;-) .
Dagegen verliert man überall an Profil und es wird als Pausenmusik oder musikalischem Trenner dann überall der gleiche 08/15-Pop wie im Tagesprogramm eine Popwelle auch gespielt. Werden solche Trenner dann eingesetzt, sollte die gesamt Info-Sendung nicht in eine E-Musik-Welle abgeschoben werden. Dort sollen, wenn schon, bitte sie auch als klassische Musik daherkommen (der DLF macht es Vormittags zwischen 9 und 10 Uhr vor ;-) ). Ansonsten sollte man sich auch mal überlegen, ob für ein Tagesthema oder Zeitzeichen nicht auch wieder in einer Popwelle Platz sein sollte. Es geht eben nicht immer über einen Inhaltsauftrag zu sprechen, diesen aber dann der Quote wegen aus seinen Massenprogrammen vollständig zu verbannen.
Was SR2 betrifft: Wäre es ein reines E-Musik-Programm könnte man im Saarland die anderen Inhalte quasi flächendeckend via SWR2 empfangen. Vorausgesetzt man wäre bei SR2 damit entsprechend kostengünstiger, hat man so gegenüber der reinen SWR2-Übernahme noch einen zusätzlichen Mehrwert für das Bundesland.
Was hr3 Hard’n’Heavy betrifft: Ich weiß es nicht, befürchte aber das Schlimmste :-(


von Thomas (Metal) - am 01.12.2008 20:04
Zitat
Thomas (Metal)
Ich habe also sicher nichts dagegen das gesamte (!!) Repertoir der Deutschen Grammophon in einem E-Musik-Kanal abzubilden, wohl wissend, daß dieses Label nur sprichwörtlich genannt wurde und der Fundus glücklicherweise weit größer ist ;-) .

Selbstverständlich. Dann aber bitte redaktionell gut aufbereitet und ohne Unterbrechung durch einen Beitrag über die kulturelle Bedeutung des Lebkuchens für Deutschland. Wie das funktionieren kann, zeigt WDR 3 zwischen 9 und 12 Uhr, um daraufhin Nachmittags das Gegenteil zu beweisen. Bayern 4 wird, da bin ich mir sicher, auch entsprechend hochwertige Sendungen im Programm haben. Mangels UKW-Empfangsmöglichkeit höre ich jedoch kaum rein und kann mir kein Urteil bilden.

Dieses Konzept muss man natürlich auch auf Pop- und Infowellen übertragen. Eine dezente Sendeverpackung und deutlich mehr als 300 verschiedene Titel -nicht unterbrochen von Boulevardmeldungen- kann man von öffentlich-rechtlichen Programmen schon erwarten. Wofür braucht es dann überhaupt noch eine Rotation, wenn man Menschen beschäftigt, die die Musik für ihre Sendung auch aus Leidenschaft und Begeisterung für die Sache auswählen können?

@gb
DKultur ist tagsüber für meinen Geschmack leider auch eher ein Magazinradio. Radiofeuilleton und Ortszeit wechseln sich den Tag über ab. Hier mal fünf Minuten Presseschau, dort zehn Minuten Debatte. Kaum hat man sich in ein Thema reingedacht, dreht sich das Programm im Kreis.
Als man begann, Magazinformate auch auf den Kulturwellen einzuführen, war man noch beschämt vor dem was man tat: Die Morgensendung auf WDR 3 heißt Mosaik, damals ein Hinweis an den Einschaltradiohörer, dass sich hier neuerdings Kraut und Rüben austoben. Nichts gegen die inhaltliche Qualität der Sendung. Sowohl Moderatoren, Themenauswahl als auch die Musik zeugen von Qualitätsradio, aber ein bisschen mehr Struktur, Unterteilung von Wort und Musik, wäre wünschenswert. Das Gegenteil ist passiert: Aus 15 Minuten "Themen des Tages" wurden acht Minuten "Journal". Die Anstalten, nicht nur der WDR, scheinen in ihr Magazinformat tatsächlich vernarrt zu sein :(. Welchen Sinn hat da noch WDR 2 Klassik?

Für SR 2 als eigenständigen Sender sehe ich jedoch schwarz. Zum einen gibt es Konkurrenz durch SWR2 und teilweise DLF als Einschaltradios, zum anderen durch DKultur und Radio 100,7 (Lux) als Magazinradios mit Anspruch. Der SR hingegen wird immer weniger Geld übrig haben für ein eigenes Qualitätsprogramm, zumal der Finanzausgleich der Rundfunkanstalten in den letzten Jahren doch arg eingeschränkt wurde, wenn ich mich nicht täusche. Um eine "Kooperation" wird man in Kürze nicht mehr herumkommen. Man wäre jedoch gut beraten, wie von Thomas (Metal) schon angedeutet, wenn diese Kooperation der Vielfalt halber nicht mit SWR2, sondern bspw. mit Bayern 4 geschehen würde.

von Thomas R. - am 03.12.2008 16:10
Zitat
Thomas (Metal)
Anspruchsvolle Popmusik und Spezialsendungen gehört nach meiner Meinung nicht in eine "geöffnete Kulturwelle" (oder ist das einfach nur der Mülleimer der Rundfunkanstalt?) gedrückt, sondern müssen in den Popwellen eine Heimat finden.


Nein, da bin ich anderer Meinung. Ich kann mich noch dunkel an eine Rocksendung auf SWF2 erinnern.
(Eine Sendung auf Kassette müßte ich noch haben). Die war ziemlich gut. Es war aber auch nur eine Sendung in der Woche.
Ich finde es muß sowohl Anspruchsvolle Popmusik und Spezialsendungen auf den Kulturwellen geben, als auch die Spezialsendungen auf den Ppowellen.
Die Sendungem haben jeweils einen ganz anderen Charakter. So war es früher möglich Musikspezialsendungen wie der Ball ist Rund, Hard n' Heavy auf HR 3 bzw. den Schlafrock auf dem SDR 3 zu bringen aber diese Sendungen brachten aus den jeweiligen Genre verschiedene Interpreten. Während, in der Sendung im SWR 2 eine Stunde (oder waren es 45- 50 Minuten?) eine Band vorgestellt wurde. Ähnlich der Rock-Zeit des DLF.

Zitat
Thomas (Metal)
Ansonsten hat man eben nur den Anteil der E-Musik deutlich reduziert,.......


Ich gebe Dir in so fern recht, dass diese Sendungen nur ein Farbtupfer in den Kulturwellen darstellen sollten und zeitlich nicht zu sehr ausgeweitet werden sollten. Da, es sonst tatsächlich zu wenig Sendestrecken für klassische Musik gibt.

von Radionicki - am 06.12.2008 00:15
Zitat
Noch'n Saarländer
Aber SR2 ist dem SR einfach zu teuer. Und deshalb wird es - im Vergleich zu seinen Schwesterprogrammen - einfach billig gefahren. Über weite Strecken handelt es sich einfach um eine E-Musik-Abspielstation, die zwischen den Titeln kaum Mehrwert bietet.


Zur finanziellen Lage des SR: Als ich 2000 endlich einen ADR-Receiver hatte und SR 2 hören konnte, stellete ich fest das es das saarländische Pendant zum bayerischen Zündfunk den Querfunk (nicht zu verwechseln mit einem Radiosender aus Karlsruhe) nicht mehr gab. Ich habe dann beim SR nachgefragt und es hieß damals schon, dass sie aus Kostengründen die Sendung streichen mußten.

Aber eine E-Musik-Abspielstation ist ja als Alternative zu dem doch sehr wenig Klassik spielenden SWR 2 gar nicht so schlecht. (Nichts gegen den SWR 2, aber der SWR hat nun mal das Problem, das
er nicht wie BR und WDR die Kulturwelle splitten konnte).

Gibt es Gebiete im Saarland wo kein SWR 2 Empfang besteht? Umgekehrt dürfte ganz Reinland- Pfalz
und so gar weite Teile von Baden-Württemberg SR 2 Empfang haben.



von Radionicki - am 06.12.2008 00:32
Zitat
Spacelab
Ob SWR4 hier eine Alternative ist weis ich nicht. Soweit ich weis geht der hier nicht mehr so wirklich Beifahrertauglich und auch Opas Kofferradio dürfte sich da schwer tun. SWR4 geht von allen SWR Programmen hier am schlechtesten. Ich teste das aber nachher nochmal im Auto genau durch.


Eigentlich erstaunlich, das der nicht gut im Saarland zu Empfangen ist. Hatte micht der Vorgängersender des SWR, im Wetterbericht sich als Ortssender neben Ba-Wü und RLP auch fürs Saarland empfohlen? ("Der Wetterbericht für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland und die Kölner Bucht.").
(Eigentlich hätte sich der andere Vorgängersender, dank der Aalener Frequenzen mit einem Wetterbericht für Baden-Württemberg und Bayern empfehlen können).

von Radionicki - am 06.12.2008 00:43
Grundsätzlich sind alle SWR Programme mehr oder weniger gut im Saarland zu empfangen. Man muss nur, wenn man die Sender auch mobil hören will, einen richtig guten Tuner haben. Die Signalstärke wäre noch nicht mal so das Problem, das Problem sind die sehr lauten französischen Sender die den SWR immer wieder schwer ankratzen. Am besten gehen hier SWR3, SWR1, SWR2 und SWR4. In der Reihenfolge. SWR4 ist, zumindest hier im Kreis Saarlouis, oft nicht mehr Beifahrertauglich und bei SWR2 kommt es auf das Programm an. Wortbeiträge kann man sich noch gut anhören, aber leisere klassische Musik geht gar nicht. Da bekommt man ja einen Herzinfarkt wenn da permanent irgendein Franzose in ohrenbetäubender Lautstärke reinkracht. Der Saarlouiser Talkessel ist halt eben am schlechtesten versorgt mit SWR. In die Saarbrücker Richtung wird es etwas besser und in Richtung Merzig bekommt der SWR sehr schnell Ortssenderstärke.

von Spacelab - am 06.12.2008 08:12
Zitat
Radionicki
Umgekehrt dürfte ganz Reinland- Pfalz
und so gar weite Teile von Baden-Württemberg SR 2 Empfang haben.


Wenn man nicht gerade in Trier wohnt. Die Topographie macht SR-Empfang im Tal nur sehr schwer möglich. Dürfte in anderen Teilen des Moseltals ähnlich sein (natürlich mit Ausnahme des Abschnitts an der Luxemburgischen Grenze, wo der Sender Moseltal deutlich präsent ist)

von Ex-Trierer - am 06.12.2008 09:32
Zitat
Radionicki
Umgekehrt dürfte ganz Reinland- Pfalz und so gar weite Teile von Baden-Württemberg SR 2 Empfang haben.

Genau wie "Der Wetterbericht für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland und die Kölner Bucht" ein wenig Wunschtraum war, war es auch der Wetterbericht für Saar-Lor-Lux und Rheinland-Pfalz.

Für den Empfang bietet sich ab einer bestimmten Entfernung zum Saarland leider nur noch die Göttelborner Höhe an. Betrachten wir aber die Interferenzsituation, stellen wir fest: Auf 95,4 MHz (vergleiche: SR 3 95,5) sendet SWR2, auf 91,3 MHz (Gleichwelle SR 2) sendet Dasding, beide aus Bad Marienberg, und erschweren den SR-Empfang für Nicht-DXer erheblich. Und welches Programm den Empfang von SR 1 (88,0 MHz) zwischen Düsseldorf und Koblenz unmöglich macht, werdet Ihr sicher auch wissen.

Sollte man jedoch ernsthaft eine für alle vorteilhafte Lösung anstreben, könnte man den SR 1-Sender in Saarbrücken an SWR2 abgeben.

von Thomas R. - am 06.12.2008 10:53
Zitat
SR1 … Was mir auch auffällt ist diese verkrampfte Sprechweise in den Nachrichten


WDR, SWR und BR setzen als Nachrichtensprecher noch überwiegend Sprecher mit Ausbildung ein /Schauspielstudium) und beim SR sprechen oft Redakteure oder " ungelernte " (Viviane Shabanzadeh) die Nachrichten.

Die letzten ausgebildeten Nachrichtensprecher wie Klaus Greinke, Claudio Surland (später ZDF), Horst Klein, Hans Dieter Knöfler wurden nach ihrem Weggang oder Pensionierung nicht mehr ersetzt.

von Dampfradio - am 28.01.2009 23:25
@Dampfradio: Es gibt aber doch diese für den SR prägende weibliche Nachrichtenstimme, die meiner Meinung nach schon seit Ewigkeiten beim SR spricht und meist voller Hoffnungslosigkeit in der Stimme daherkommt. Leider sind Namen für mich Schall und Rauch, aber Viviane Shabanzadeh ist es nicht. Auf jeden Fall ist die für mich das Markenzeichen des SR. Auch wie die Tatsache, dass nach jedem Attentat auf der Welt die Meldung herausgegeben wird, dass im Saarland die Terrorgefahr möglicherweise noch nicht gestiegen sei.

von Ex-Trierer - am 29.01.2009 09:23
Als Zugezogener im Saarland möchte ich auch mal meinen Senf hier beisteuern ;)

Zum SR. Eigentlich mein ich wirklich dass man den SR jedenfalls teilweise mit dem SWR fusionieren sollte.
btw:Als absolutes No-go empfinge ich das dyn PS auf UKW. (Muss man denn den privaten Dumdudlern alles nachmachen??)

Zu den Radiosendern - Entschuldigt wenn meine Ausführungen etwas hart sein werden.:

Vorweg , bin

von Felix 99 - am 29.01.2009 11:17
Also dann will ich doch auch mal einen überblick geben was ich von der hiesigen Radiolandschaft halte. Ich könnte es zwar auch mit einem Wort sagen, aber solche Worte geziemen sich nicht für einen Moderator. :joke:

*SR1*
SR1 war damals immer mein absoluter Lieblingssender. Aber seit ein paar Jahren komme ich absolut nicht mehr damit klar. Man möchte sich wohl von dem Einheitsbrei abheben und ein Erwachsenes, seriöses Programm machen. Dabei aber nicht die aktuellen Hits vergessen. Das Ergebnis ist ein Mischmasch aus Dudelfunkmusik, ab und zu mal einer musikalischen Perle, seriösen und staub trockenen Nachrichten und Blödsinn quatschenden Moderatoren. :rolleyes:

*SR2*
Manche Reportagen und Hörspiele sind interessant. Ansonsten wirkt das Programm sehr verstaubt. Was die Musik angeht kann ich persönlich nicht viel dazu sagen, aber ein guter Freund von mir ist Klassikfan und beschreibt die Musikauswahl als zu schwer und von daher schnell ermüdend. Mal leichtere Klassik, oder mal etwas Kammermusik würden das Programm ungemein auflockern. Ansonsten hat man das gleiche Problem wie SWR2. Der Klassikfan stört sich an den viel zu langen Reportagen, Features und anderen Wortbeiträgen. Und der wortorientierte Zuhörer kommt mit der schweren klassischen Musik nicht zurecht von der manches Stück auch mal eine ganze Sendestunde in Beschlag nehmen kann. Für die meisten ist der Sender einfach weder Fleisch noch Fisch.

*SR3*
Hier müsste wirklich am dringendsten nachgebessert werden. Da kommt ein Trallala Schlager auf einen fetzigen Oldie und davor lief härteste bayerische Volksmusik. Das ganze dann ohne Moderation dazwischen. Noch nicht mal ein Jingle oder ähnliches. Da sitzt man manchmal vor dem Radio und fragt nur noch erstaunt "Hallo?! :confused: ". Dazu kommt das die Moderatoren anscheinend eingetrichtert bekommen haben mit den Hörern zu reden als wären sie Senil oder extrem Schwer hörig oder so. :rolleyes: So mancher ältere Zuhörer fühlt sich hier zu recht verdummbeutelt.

*Unser Ding*
Hier höre ich wirklich nur sehr selten mal rein. Das Musikspektrum ist mit diesem unsäglichen Kindergartenrock und etwas Black dazwischen einfach viel zu monoton. Außerdem wirkt das Programm auf mich irgendwie langweilig. Ich weis nicht ob es an dem für ein Jugendprogramm etwas zu sterilen Sounddesign liegt, jedenfalls könnte ich mich halb tot gähnen wenn ich den Sender über längere Zeit hören muss. Die absolute Krönung ist aber die mehr als peinliche Moderation. Gut, es ist ein Jugendsender, aber müssen solche Sachen wie gerade eben wirklich sein? "Rock Barry die alte Rampensau ist wieder im Saarland und er Rockt garantiert wieder die Hallen bis der Putz von der Wand rieselt." Au weia!!! :wall: Das Sahnehäubchen an der ganzen Sache war aber das die Moderatorin dieses BlaBla mit dem Enthusiasmus eines toten Kanarienvogels vorgetragen hatte. Man hörte dass das ganze einfach nur vom Blatt abgelesen war und sie selbst nicht den blassesten Schimmer davon hat wer dieser "Rock Barry" überhaupt ist. Und ehrlich gesagt ich auch nicht. :sneg:

*Radio Salü*
Hier kann ich mich kurz fassen: Schrott! Schott Sounddesign das einfach nur matschig und total bassarm ist. Peinliche Moderatoren die überhaupt keine Ahnung haben was sie da überhaupt sollen und nerviges rumgeclaime ohne Ende. Also ein Sender für den wohl das Wort "Dummfunker" erfunden wurde. Schade! Denn mit den Frequenzen könnte man viel besseres anfangen. Vielleicht sollten sie mal mit ihrem Tochtersender "Classic Rock Radio" tauschen.

*bigFM*
Obwohl ich Black eigentlich gar nicht so mag finde ich den Sender noch nicht mal sooo schlecht. Mit der passenden Anlage macht auch das wuchtige bassstarke Sounddesign Spaß. Leider hat der Sender noch die ein oder andere Empfangslücke im Saarland.

*Classic Rock Radio*
Dort wo man den Sender empfangen kann ist er recht beliebt. Das "Classic Rock" Konzept ist hier im Saarland noch neu und unverbraucht. Sowas wie Rockland und dergleichen gab es hier nie und CRR ist der erste Sender dieser Art im Saarland. Außerdem werden hier noch die ungekürzten original Versionen gespielt. Auch wenn diese mal 8, 9 oder 10 Minuten dauert. Leider ist die Empfangbarkeit unter aller sau. Vor allem jetzt wo man das DAB L-Band abgeschaltet hat. Alles in allem ein (wohl dank der massiven Werbung) sehr schnell beliebt gewordenes Programm das dringendst ein paar ordentliche UKW Frequenzen bräuchte.

*Radio 99.6 Saarbrücken*
Naja, also sooo schlecht wie das Programm hier immer dargestellt wird ist es nun auch wieder nicht. Ich finde es sogar mal ganz erfrischend nur deutsche Musik zu hören weitab von irgendwelchen Schlagern. Leider kann man die Moderation in die Tonne treten und das Sounddesign müsste man auch mal überarbeiten. Viel zu dumpf und breiig. Außerdem ist es ein Unding das ein Stadtradio eine derart schlechte Frequenz hat das man trotz gutem Autoradio in der gesamten Stadt mehr Mono- als Stereoempfang hat. Stellenweise ist der Empfang sogar richtig mies. Ein Stadtradio muss einfach in der ganzen Stadt brüllwürfeltauglich sein.

*RTL 93.3&97.0*
Sorry aber mit dem Sender komm ich gar nicht klar. Schlechte Moderation und ein unglaublich nerviger Klang. Dazu noch Musik die sich schon mehr als tot gespielt hat. Man hat sich zwar seit dem letzten Relounch wieder etwas gebessert, aber gut ist was anderes.

Was hört man sonst so im Saarland? Also ich höre hauptsächlich SWR1 und SWR3. Auch wenn der Empfang in manchen Ecken ganz schlecht ist. Mit den französischen Programmen kann ich gar nichts anfangen da ich kein Wort verstehe (entgegen aller Cliches ist das bei 99% aller Saarländer so). Ein bisschen nervig ist auch die erzwungene französisch Quote. Anscheinend sehen das auch die Radiosender so. Auf Fun Radio zum Beispiel wird der französische Titel oft schon nach dem ersten Refrain abgewürgt und es geht mit Dancemucke weiter. :D Die einzigen guten französisch sprachigen Sender kann man hier gar nicht empfangen. Da wären Fun Radio, Voltage und Radio FG.

von Spacelab - am 29.01.2009 13:47
Zitat

*SR3*
Hier müsste wirklich am dringendsten nachgebessert werden. Da kommt ein Trallala Schlager auf einen fetzigen Oldie und davor lief härteste bayerische Volksmusik. Das ganze dann ohne Moderation dazwischen. Noch nicht mal ein Jingle oder ähnliches. Da sitzt man manchmal vor dem Radio und fragt nur noch erstaunt "Hallo?! ". Dazu kommt das die Moderatoren anscheinend eingetrichtert bekommen haben mit den Hörern zu reden als wären sie Senil oder extrem Schwer hörig oder so. So mancher ältere Zuhörer fühlt sich hier zu recht verdummbeutelt.


Von die Musikmischung her klingt der Sender sehr gut :D Da hör ich gleich mal rein :D

von Jassy - am 29.01.2009 14:09
Zitat
Spacelab
*SR3*
Hier müsste wirklich am dringendsten nachgebessert werden. Da kommt ein Trallala Schlager auf einen fetzigen Oldie und davor lief härteste bayerische Volksmusik. Das ganze dann ohne Moderation dazwischen. Noch nicht mal ein Jingle oder ähnliches. Da sitzt man manchmal vor dem Radio und fragt nur noch erstaunt "Hallo?! :confused: "


Sarkastische Rückfrage: Du findest also Formatradio gut? :rp:

von Ex-Trierer - am 29.01.2009 14:19
Zitat
Trierer
Zitat
Spacelab
*SR3*
Hier müsste wirklich am dringendsten nachgebessert werden. Da kommt ein Trallala Schlager auf einen fetzigen Oldie und davor lief härteste bayerische Volksmusik. Das ganze dann ohne Moderation dazwischen. Noch nicht mal ein Jingle oder ähnliches. Da sitzt man manchmal vor dem Radio und fragt nur noch erstaunt "Hallo?! :confused: "


Sarkastische Rückfrage: Du findest also Formatradio gut? :rp:

Ich muss gestehen, sowas Ähnliches hab ich auch gedacht. Ich find' sowas klasse. Richtig breit gefächert und ohne nervige Jinglei... Gäb's solche Pop/Rock-Sender würde Radio auch wieder Spaß machen.

Also wenn ich im Saarland bin höre ich notgedrungen SR 1 aber wo es geht nur RTL2 aus Frankreich. Der Sender ist von der Musik her einfach genial und dazu recht unaufdringlich.

von Sebastian Dohrmann - am 29.01.2009 14:21
Das hat mit Formatradio nix zu tun. Viel mehr müsste man etwas ordnung in die Sache bringen. Eine einfache Anmoderation würde da schon wunder bewirken. Außerdem scheint dieses "breit gefächerte" die Zuhörer mehr zu verwirren als zu erfreuen. Was man ja unschwer an den immer weiter schwindenden Zuhörerzahlen der letzten Jahre erkennen kann. Wo es geht, sprich wo der Sender zu empfangen ist, wechseln die Zuhörer zu SWR4. Anscheinend wollen die Hörer lieber ein Formatradio.

von Spacelab - am 29.01.2009 14:51
Nein die Hörer wollen Radio mit Format und kein Formatradio.

Zur guten alten Zeit hatten viele der Moderatoren selbst ihr Programm zusammengestellt. Z.B. beim SR: Duszynski, Eckel, Hellmann, Wolf. Und daher wußten sie auch eher, wann sie was sagen sollten oder Titel mit Moderation trennen mußten, die nicht zusammen passten! Außerdem behaupte ich mal dass viele Moderatoren auch mit der Technik in den Selbstfahrerstudios überfordert sind und dass auch viele einfach unvorbereitet ins Studio gehen und sich vor´s Mikro setzen oder stellen.

SR 3 spielt ein Sammelsurium von Titeln über den ganzen Tag. Oldies, Schlager und in Fenstern auch mal Musical und Volkstümlich.

Ich meine auch eine Welle wie SR3 sollte zur Kernzeit (06.00 - 18.00 Uhr) schon sehr aktuell in der Musikfarbe sein. Am Abend oder am Wochenende kann man da ruhig mal in die Oldiekiste greifen und Raritäten spielen.

von Dampfradio - am 30.01.2009 00:15
Dampfradio hat da den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Problem wird sein das die meisten Moderatoren einfach total unvorbereitet und scheinbar manche auch ohne die geringste Musikkenntnis ins Studio gehen und einfach mal die Sendung durchziehen. Da wird einfach das gespielt was der Musikcomputer als nächstes anzeigt. Die Moderatoren haben doch überhaupt keinen Plan wann man mal dazwischen reden und eine gescheite Ansage machen muss. Da werden Titel die wunderbar zusammen gepasst hätten durch eine Moderation oder einen Bericht unterbrochen und Titel die sich regelrecht beißen werden direkt hintereinander gespielt.

von Spacelab - am 30.01.2009 07:33
Zitat
Spacelab
*Radio Salü*
Hier kann ich mich kurz fassen: Schrott! Schott Sounddesign das einfach nur matschig und total bassarm ist. Peinliche Moderatoren die überhaupt keine Ahnung haben was sie da überhaupt sollen und nerviges rumgeclaime ohne Ende. Also ein Sender für den wohl das Wort "Dummfunker" erfunden wurde. Schade! Denn mit den Frequenzen könnte man viel besseres anfangen. Vielleicht sollten sie mal mit ihrem Tochtersender "Classic Rock Radio" tauschen.

*Classic Rock Radio*
Dort wo man den Sender empfangen kann ist er recht beliebt. Das "Classic Rock" Konzept ist hier im Saarland noch neu und unverbraucht. Sowas wie Rockland und dergleichen gab es hier nie und CRR ist der erste Sender dieser Art im Saarland. Außerdem werden hier noch die ungekürzten original Versionen gespielt. Auch wenn diese mal 8, 9 oder 10 Minuten dauert. Leider ist die Empfangbarkeit unter aller sau. Vor allem jetzt wo man das DAB L-Band abgeschaltet hat. Alles in allem ein (wohl dank der massiven Werbung) sehr schnell beliebt gewordenes Programm das dringendst ein paar ordentliche UKW Frequenzen bräuchte.
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Da ist was dran !

Nach 20 Jahren Salü- Schrott sollte man jetzt die Konsequenzen ziehen:

Das Salü-Programm behält nur noch seine Hauptfrequenz 101,7. Das Bliestal- und das Moseltal-Relais wird *Classic Rock Radio* zugeteilt. Die dann überflüssige St. Ingberter Frequenz wird zum Schaumberg verlagert. Und schon kann man *Classic Rock Radio* fast saarlandweit hören :spos:

Zitat
Jassy
*SR3*
Von die Musikmischung her klingt der Sender sehr gut :D Da hör ich gleich mal rein :D

Hier bietet sich doch ein Programmaustausch mit (oder Rebroadcasting von) den NL- Humbatäterä- Piraten auf > 1600 kHz geradezu an :joke:



von RealRock - am 30.01.2009 08:31
Zitat
Dampfradio
Salü hat in Merzig und Mettlach auch noch jeweils eine Füllfrequenz !!


Ah, ja, richtig, diese Funzeln hatte ich doch glatt vergessen. In dieser Gegend bin ich nur selten, und wenn ich da mal durchfahre, werde ich ganz sicher nicht danach suchen, auf welchen Frequenzen man Salü noch überall hören kann.

Klar, die müssen auch zu *Classic Rock Radio* ! :spos:

Mit der 101,7 alleine kommt Salü dann immer noch da hin, wo die meisten Prolls :drink: wohnen, das müsste genügen. :D



von RealRock - am 30.01.2009 16:48
Zitat
fusselfusel
Aber um realistisch zu bleiben: Wenn Classic Rock Radio noch ne Frequenz in Lebach (Hoxberg) und in Homburg kriegen würde, hätte man ja schon den Großteil des Saarlands (inkl. den größten Städten) versorgt. Probleme dürfte es dann nur noch um Merzig herum, bei St. Wendel und natürlich im Moseltal (Perl) geben.


Um mal Realismus hier rein zu bringen: Das Saarland ist hinter Dillingen und Lebach noch nicht zu Ende, auch wenn das sprachlich und kulturell schon so ist. Also Lebach und Homburg versorgen nicht einen Großteil des Saarlandes. :rolleyes:

Aber wenn ich mir hier so anhöre, was mit Rockland passiert ist, denke ich, dass man an einem größer auftretenden Classic Rock Radio auch in zwei Jahren keinen Gefallen mehr fände. Irgendwie mündet alles in elendem Rumgeclaime, "übersichtlicher" Rotation und Voicetracking bis hin zur plumpen Übernahme anderer Programme (bestimmt wird bald wieder ein Stau in Niedersachsen auf Rockland vermeldet...)

von Ex-Trierer - am 31.01.2009 12:55
Classic Rock Radio ist aber auch in Saarbrücken und Umgebung nicht überall zu empfangen, weil das Antennendiagramm so grausam verbogen ist. Und außerdem hächeln DLF und DRadio Kultur auch immer noch nach neuen Frequenzen!
Ich wollte ja immer noch ein Lokalradio im Kreis Saarlouis initiieren aber nach der Pleite mit 99,6 in SB habe ich eigentlich keinen Bock mehr drauf. Wie geschehen weiß man nie was die Geldgeber nachher bestimmen. Da sende ich noch weiter ein bisschen auf 97eins in Mainz - Bodenheim und bei Radio Herz in Kanada, da brauche ich mich wenigstens nicht mehr über die Dramen hinter den Kulissen zu ärgern!

Ich glaube einfach, dass sich die Radiolandschaft zu sehr negativ verändert hat, weil es einfach zu viele Radios gibt! Und die Hörgewohnheiten der jüngeren Generationen wird sich auch ändern, sodass ich nicht vorhersagen möchte wohin die Reise mit dem Radio geht, besonders über UKW oder DAB.

Vielleicht arbeitet man beim SR schon daran eine Teilfusion mit dem SWR anzustreben. Man passt das Programm und die Musikfarbe von SR 3 allmählich etwas an SR 1 an und kann dann SR 1 opfern und SWR 3 ins Land holen. SR 3 bleibt als regionales SR- oder SWR Landesprogramm erhalten und der Rest geht in den SWR über.

Und beim Fernsehen geht ja schon eh seit Jahren beim SR nicht mehr viel. Und nach dem Skandal bei der Telefilm (der mittlerweile sehr elegant aus der Presse verschwunden ist ) gibt es auch keine größeren Produktionen mehr!

von Dampfradio - am 31.01.2009 13:14
Zitat
Dampfradio
Ich glaube einfach, dass sich die Radiolandschaft zu sehr negativ verändert hat, weil es einfach zu viele Radios gibt!

Das ist der große Irrtum, es gibt nicht zuviele Radios, es gibt zuviele gleiche Radios.
Der Radiomarkt in den USA zeigt, daß in einer einigermaßen dicht besiedelten Agglomeration locker 30-40 kommerzielle Radioprogramme überleben können. Da verschwindet mal einer, dann kommt ein neuer, oder es wird mal Musikfarbe oder Programmart gewechselt, aber die Anzahl bleibt in etwa immer auf dem gleichen Level. Nun ist USA nicht 1:1 mit Europa oder DL vergleichbar, aber ich denke, mit mehr Engagement und Ideen ist auch hier deutlich mehr machbar, als es jetzt gemacht wird. Ich habe mehr den Eindruck, man will nicht mehr, weil im Einheitsbrei ist gut suhlen. :kotz:


von Nohab - am 31.01.2009 13:31
Da hast Du recht, dass zu viele Radios gleich klingen und nach der gleichen Masche aufgezogen werden.Leider sind gerade deswegen die Lokalradios in RLP keine richtigen Lokalradios, weil sie auch nach dem Einheitsbrei Muster ablaufen.
Was hätten Michael Daub und ich in SB oder in PS ein wunderschönes Lokalradio machen können, wenn nicht Schwenk und Knall auch nach dem Einheitsbrei Rezept am Küchenherd stehen würden!
Ich habe leider in vielen Meetings feststellen müssen, dass da wenig Liebe zum Radio vorhanden ist!!

von Dampfradio - am 31.01.2009 13:39
Es mag sich in der Musikfarbe abheben aber nicht im Profil. Tausendmal am Tag das wunderschön gesungene neuundneunzig......sechs..! In jedem Jingle und Trailer die gleiche stupide Aussage.
Die Nennung der Station vor dem Wetter im Wetter nach dem Wetter, vor dem Verkehr, beim Verkehr...lach.... nach dem Verkehr, auch das ist stupider Einheitsbrei!! Die Musikfarbe auf 99,6 ist aber nichts für ein 24 Stunden Lokalradio. Bundesweit mag das gehen aber gerade ein Lokalradio sollte die Vielfalt der Region widerspiegeln!!
Auch wenn 40 mal in der Stunde 99....6....gesagt oder gesungen wird, das macht das Programm nicht besser !!!

von Dampfradio - am 31.01.2009 14:13
@Trierer: Also ich denk schon, dass bei CRR zusätzliche Frequenzen in Homburg und Lebach zusammen mit den schon bestehenden in Saarbrücken und St. Ingbert den Großteil des Saarlandes versorgen würden. Natürlich sicher nicht in der fast störungsfreien Qualität, wie es die 100kW-Sender auf der Göttelborner Höhe bzw. dem Schoksberg tun, aber doch so, dass mit nem einigermaßen ordentlichen Radio weitestgehend Empfang da ist. Gerade Lebach würde einiges abdecken, wie man an der 107,9 (D-Kultur) sehen kann. Die geht ja anscheinend hoch bis zur Landesgrenze zwischen Losheim und Zerf - da kann also keine Rede davon sein, dass hinter Dillingen Schluss ist. Größere Probleme würde es wohl, wie bereits geschrieben, im Nordosten des Saarlandes geben.

@Dampfradio: Also im Autoradio hatte ich bei CRR im Stadtgebiet von Saarbrücken bis jetzt keine Probleme. Klar, wenn man nördlich rausfährt wird's schnell grausam, aber Saarbrücken selbst scheint gut versorgt zu sein.

von SaarLux03 - am 31.01.2009 14:13
Der SR könnte meinetwegen lieber heute statt morgen zum SWR gehen. Das RSO ist schon in Kaiserslautern, SWR1 SL als Nachfolger von SR3, SWR3 statt SR1 und SWR2 SL als Nachfolger von SR2 (die Lokalisierung von SWR2 ist immerhin mehr als nur ein unterschiedliches RDS-PS). SWR4 SB bekommt die 103,7 und UnserDing macht ganz zu. Seit der Pensionierung von Manfred Hubele sind auch die Sportnachrichten nicht mehr wirklich einer eigenen Station würdig.

Das immer vorgetragene Argument einer fehlenden Identität mag wohl nicht ganz abwegig sein (der SWR interessiert sich für Trier mithin überhaupt nicht) allerdings sendet der SR bis auf Lokalnachrichten ein völlig beliebiges Programm.

Und die LMS könnte auch noch mit der LMK vereint werden, Salü mit RPR1 (würde gar eine Steigerung bedeuten) und CRR bekommt die Rockland-Frequenzen. Frage nur, was man mit den ehem. Politikern der LMS macht, die keinen anderen Posten bekommen konnten...

@fusselfusel: Der Vollständigkeit halber: Die 100kW-Brutzler aus Göttelborn schaffen auch nicht das gesamte Saarland. Gerade in den Kreisen MZG und im nördlichen WND sind doch viele Ortschaften in Tallagen, wo das Signal entweder abgeschattet oder durch Reflektionen stark gestört ist. Die Topographie des Saarlandes ist für eine zentrale Rundfunkversorgung nicht gerade gut geeignet. Die Göttelborner Höhe kann nicht das leisten, was der Brocken (man denke nur an die 89,0) für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist.


von Ex-Trierer - am 31.01.2009 15:12
Zitat
Um mal Realismus hier rein zu bringen: Das Saarland ist hinter Dillingen und Lebach noch nicht zu Ende, auch wenn das sprachlich und kulturell schon so ist. Also Lebach und Homburg versorgen nicht einen Großteil des Saarlandes. :rolleyes:


Würde ich nich so sagen. Schau dir mal die 107,9 an, die Richtung Südosten mit 100w und in die restlichen Richtungen mit 10 w betrieben wird. Die 100,9 ist fast durchgängig mit 1 KW nur nach Osten mit EInzügen koordiniert. Schau dir mal an wie die 107,9 in Saarlouis mit ihren 10 w geht.

Dazu noch die 89,6 aus Homburg für Hom, Bex, Blieskastel. Die Frequenz in NK kann dann der DLF haben.,

Dann fehlt einzig noch die Region Merzig und Mettlach. Meiner Meinung sollte man hier Antenne West die Frequenzen entziehen

von Marcus. - am 01.02.2009 12:33
Zitat
er Vollständigkeit halber: Die 100kW-Brutzler aus Göttelborn


Die 100 KW ( 40 KW mit Einzug) Brutzler haben schon Schwierigkeiten im Köllertal, da kratzt es schon teilweise sehr schlimm, auch im Raum Saarlouis knistert es teilweise ganz gehörig, obwohl Sichtverbindung besteht.

Seit dem Einbau der neuen Sendeverstärker und erst recht nach der Erneuerung der Sendeantennen, die 30 Meter tiefer hängen, ist der Empfang der Göttelborner Höhe sehr abgefallen. Im Raum Neunkircher Kreuz bis Homburg auf der A8/A6 schaltet RDS sehr oft auf den Sender Bliestal um.

von Dampfradio - am 01.02.2009 14:11
Zitat
Trierer
Der SR könnte meinetwegen lieber heute statt morgen zum SWR gehen. (....)
Das immer vorgetragene Argument einer fehlenden Identität mag wohl nicht ganz abwegig sein (der SWR interessiert sich für Trier mithin überhaupt nicht) allerdings sendet der SR bis auf Lokalnachrichten ein völlig beliebiges Programm.

:spos: Auch wenns leider so ist, der SR ist nicht mehr das was er mal war. Ich habe mit einigen Leuten aus dem Saarland gesprochen und sie meinten, dass der SR-Hörfunk früher deutlich besser war. Persönlich sprechen mich die aktuellen Programme auch nicht wirklich an. Hier bestünden schon Einsparpotenziale. UnserDing könnte ja wieder von DasDing ersetzt werden, aber dann nicht mit 100 kW vom Schoksberg! Der SWR interessiert sich nur bei SWR4 RP für Trier, ansonsten ist Trier weder im Wetter noch in den Hauptnachrichten kaum präsent.
Radio Salü gehört ja teilweise dem SR und die Anteile würden nach einer Fusion zunächst mal an den SWR übergehen. GLaube kaum, dass die ihre Anteile freiwillig an ihren Erzrivalen RPR1 verkaufen würden. RPR1 ist vielen beim SWR ein Dorn im Auge, da sowohl SWR3-Hörer als auch die jüngeren SWR1-Hörer gerne mal bei RPR1 hängen bleiben.

von oli84 - am 01.02.2009 14:31
Ergänzung zur Meldung am Nachmittag:


Zitat
www.volksfreund.de
Röntgengerät brennt – Rundfunksendung fällt aus

Trier Schaden in Höhe von rund 70.000 Euro ist am Montagmittag beim Brand eines Röntgengeräts in einer Arztpraxis in der Hosenstraße entstanden. Betroffen war auch das darüber liegende Südwestrundfunk-Studio, das nach der Räumung des Gebäudes nicht mehr senden konnte.

[...]

Das in der oberen Etage untergebrachte Südwestrundfunk-Studio Trier konnte sein SWR4-Mittagsmagazin „Heute um 12“ mit Moderatorin Christina Heidt nicht auf Sendung bringen.

Als Ersatz wurde das Koblenzer Regionalprogramm ausgestrahlt. Entgegen der ersten Prognosen erstreckte sich die Zwangspause für das SWR-Team auf den ganzen Tag.


Quelle (mit Video) ---> http://www.volksfreund.de/totallokal/region/Region-Trier-Feuer-Brand-Feuerwehr-Polizei;art1129,1967002

von Manager. - am 02.02.2009 21:09
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Trierer
Frage nur, was man mit den ehem. Politikern der LMS macht, die keinen anderen Posten bekommen konnten...

Das wird so schwer nicht sein.
LMA-Gremium aufblähen, irgend ein Büro für irgendwas in Brüssel aufmachen oder kommunale und staatliche Unternehmen mit "Fach- und Führungskräften" versorgen, auf die diese Unternehmen schon immer gewartet haben.
Wir hatten ja mal nach der Widervereinigung auch 3 Bundesminister-Lichtgestalten aus der ex-DDR mit dem grandiosen Titel "ohne Geschäftsbereich" :wall:

von Schwabinger - am 03.02.2009 17:45
Mir ist gestern nochmal das Programm von 1994 noch mit der Mittelwelle Heusweiler in die Hände gefallen. Das war um längen besser:

Höherer Nachrichtenanteil auf SR 1 (3 x Infozeit)
Fragen an den Autor / Musikmagazin noch auf SR 1
SR1 mehr Einschaltradio
SR2 dank SR4 nicht so Musiklastig
Auf SR3 gab es noch die Region am morgen und Abend
und abends der tägliche Sportreport

Damals startete zwar schon immer um 22:30 der Nachtexpress, aber dafür war das Programm den Tag über besser gewesen.

Natürlich hat der SR auch schwierig, da er mit SR1 praktisch 2 Radios abdecken muss (SWR1/3, HR1/HR3,...), aber man sollte trotzdem nicht ausser acht lassen das auch SR2 sehr Musiklastig ist.




von Marcus. - am 17.03.2009 11:07
Also rein von der Musikpalette gesehen finde ich es sogar als ien Segen das SR1 zwei Programme abdecken muss. Man ist nicht nur an die aktuelle Dudelmusik gebunden wie SWR3 oder HR3. Man kann ja eigentlich alles Rock/Pop mäßige spielen von den 60ern bis heute. Ich sehe da ein großes Potential. Aber wirklich ausschöpfen tut man das nicht. Ganz im Gegenteil. Auf mich wirkt das Programm teilweise recht gequält. So weder Fleisch noch Fisch. Man will keinem weh tun. Dadurch wirkt das ganze Programm über große Strecken hinweg sehr mut- und kraftlos. SR1 hätte die gleiche Chance eine extrem große musikalische Bandbreite anzubieten wie RTL Radio. Aber beide verschenken diese Chance irgendwie.

von Spacelab - am 17.03.2009 11:26
Leider hab ich in den 80ern (da war ich noch keine 10 Jahre alt) ausschließlich Radio Luxemburg gehört, mit Rolf Röpke am Morgen, SR1 nicht, das war mir zu erwachsen.

Aber in meiner Kassettensammlung hab ich noch versehentliche Aufnahmen vom Ende der Nachrichten, der Programmübersicht (gibt's ja auch nicht mehr), dem Verkehr und dem Intro des Kraftpakets (mit Werner Reincke als Station-Voice) aus dem Jahre 1991.

Ich hoffe, ich kann die mal noch irgendwann finden. Leider hab ich die Kassetten allesamt NICHT beschriftet. Man war halt jung und dachte nicht an sowas. :-)

Aber insgesamt war das etwas, was man gerne eingeschaltet hat. Europarade, Hits der Woche, Top100, DanceHouse, Als dann aber "die schönsten Songs" oder sowas Ende 1992 (?) anfing, da war's dann vorbei. Da stand dann Tommi Schminke plötzlich in der Merziger Innenstadt und interviewte ahnungslose Schüler nach ihrem "schönsten Song".

von Ex-Trierer - am 17.03.2009 18:08
SR fit für die Zukunft

Bis kurz vor der Eröffnung wurde noch an den Außenanlagen beim Saarländischen Rundfunk gearbeitet. Am 18. Juni um 11.00 Uhr war es dann soweit. In Anwesenheit von rund 200 Gästen weihte SR-Intendant Fritz Raff das grundsanierte Fernsehgebäude ein.

(18.06.2009) Auf dem Saarbrücker Halberg ist heute das „neue“ Fernsehgebäude des SR eingeweiht worden. Es wurde grundsaniert und mit modernster Technik ausgestattet. Der Umbau, der 2006 begonnen hatte, kostete 14,7 Millionen Euro. Zuvor war das Hörfunkgebäude saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden.

Weitere Etappe der Modernisierung

SR-Intendant Fritz Raff stellte am Donnerstag rund 200 geladenen Gästen den neuen Fernsehbereich vor. Er kündigte gleichzeitig an, dass damit die Arbeiten beim Saarländischen Rundfunk aber noch nicht abgeschlossen seien. „Die Grunderneuerung des Gebäudes stellt die nächste Etappe auf dem Weg der baulichen Modernisierung auf dem Halberg dar“, sagte er bei der Eröffnungsfeier. Dies sei aber nicht die letzte. Im kommenden Jahr werde der Hörfunk B-Bau auf dem Gelände in Angriff genommen.

Der Bürotrakt des Fernsehbaus war zunächst grundsaniert worden. Ein "Lifting" der Studuios, so der Intendant, stehe noch bevor. Das Studio 1 werde zu einem Eventstudio für größere Veranstaltungen ausgebaut. Nach dem Hörfunk ist auch das Fernsehen auf dem Weg zum bandlosen Produktions- und Sendebetrieb. „Die Digitalisierung ist zwar noch nicht komplett, aber die ersten Hürden und Etappen sind schon genommen“ sagte Raff. Schon seit einem Jahr produzierten die Fernsehnachrichten „Aktuell“ ihre Abendsendung digital.

Übergang zwischen Hörfunk- und Fernsehgebäude
Kommunikationsräume wurden geschaffen

Mit dem Umbau von Hörfunk- und Fernsehgebäude wurde eine Neuordnung der Arbeitsplätze geschaffen. "Crossmedialität und Konvergenz" – das seien die Schlüsselbegriffe für die Medienhäuser der Zukunft, so Intendant Raff.

Jetzt gruppierten sich rund um die neue Brücke zwischen Hörfunk und Fernsehgebäude die zentralen, multimedialen Redaktionsbereiche der Tagesaktualität. Auf der einen Seite des Gebäudes der Saartext, die Online-Redaktion und die Hörfunknachrichten.
Video und Audio

* SR-online.de
Neues SR-Fernseh-Gebäude [Aktueller Bericht, 18.06.2009, 2:43 Min.]
* SR-online.de
Interview mit Fritz Raff [Aktueller Bericht, 18.06.2009, 3:28 Min.]
* SR-online.de
Eröffnung SR Fernsehgebäude, SR3-Beitrag vom 18.06.2009 [Länge: 3:23 Min.]

Auf der anderen Seite die Fernsehnachrichten. Dazwischen das Herz der redaktionellen Informationsverarbeitung – der Newsroom. Ziel sei es gewesen, die Wege zu verkürzen und neue Kommunikationsräume zu schaffen.

Zusätzlich zu den Büroräumen wurde ein neues repräsentatives Foyer geschaffen, dass sich über zwei Etagen erstreckt.

Medienstandort Saarland

In seiner Rede wies Raff auf die Bedeutung des Umbaus hin: „Für den Saarländischen Rundfunk war und ist der Umbau des Fernsehgebäudes eine wichtige Maßnahme zur Sicherung des Medienstandortes Halberg, Saarbrücken und letzten Endes auch für das gesamte Saarland“.

Quelle: SR-Online

von Dampfradio - am 28.06.2009 11:47
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