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OIRT Band

Startbeitrag von Buschberg am 10.12.2008 16:49

Gab es in der DDR auch das OIRT Band wie in der CSSR und Ungarn?Habe in Bratislawa UKW Rundfunkgeräte gesehen welche alle zwei UKW Bänder hatten.

Die 50 interessantesten Antworten:

Bei uns in Österreich war es auch sehr streng mit den Radiofrequenzen.Man konnte nur am Mexikoplatz im 2.Wiener Gemeindebezirk Radio und Telefone erwerben welche auf andere Frequenzen arbeiteten.Das Gesetz besagte: der Besitz war erlaubt, doch die Inbetriebnahme verboten.Man sieht, wie sich die Zeiten geändert haben, jetzt könnte man solche Geräte erwerben, doch die ganze Technik hat sich geändert.Durch die Sat.- Technik und Internet ist es mit dem normalen Radiohören fast vorbei.Wer sammelt noch QSL Karten.

von Buschberg - am 10.12.2008 17:58
Zitat

Leider konnte mir bis heute niemand den Sinn für dieses Verbot nennen und selber finde ich keinen.
Einzig allenfalls plausibel wäre mir, dass in der DDR teilweise Frequenzen von 68 bis 73 MHz für Funkdienste verwendet worden wären, die man lieber geheim behalten wollte.


Vermutlich funkten dort tatsächlich Dienste, deren Aussendungen nicht für den allgemeinen Empfang bestimmt waren (Polizei, Feuerwehr, Stasi usw.).
Ähnlich verhielt es sich ja auch in der BRD. Zwar war hier nicht der Besitz solcher nicht von der Post zugelassenen Empfänger verboten, wohl aber deren Gebrauch. Benutzt werden durften bis 1992 nur Rundfunkempfänger mit dem FTZ-Prüfsiegel der Deutschen Bundespost, das nur vergeben wurde, wenn der UKW-Bereich auf 87,5 bis 108 MHz beschränkt war.

Die Benutzung nicht postkonformer Geräte war in der BRD nach dem Fernmeldeanlagengesetz eine Straftat und wurde, wenn man der damaligen Fachpresse (u.a. "funk") glauben darf, von den Behörden bis Ende der 80er Jahre streng verfolgt.

Heutzutage darf man zwar dank EU-Liberalisierung auch in Deutschland Empfänger mit allen erdenklichen Frequenzen besitzen und betreiben, das Abhören z.B. des Polizeifunks ist aber nach dem Telekommunikationsgesetz weiterhin verboten.

von senderjaeger - am 10.12.2008 18:08
Zitat
-faro-
Zitat

Die Dinger waren demnach sogar verboten! ( DDR )


Genau so war es. Leider konnte mir bis heute niemand den Sinn für dieses Verbot nennen und selber finde ich keinen.
Einzig allenfalls plausibel wäre mir, dass in der DDR teilweise Frequenzen von 68 bis 73 MHz für Funkdienste verwendet worden wären, die man lieber geheim behalten wollte.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.12.08 18:44 durch -faro-.


Ich denke mal das in diesem bereich teilweise das Russische Militär und auch die Stasi ein Funknetz hatte.
Ein hinweis zu dem Militärfunk der Russen gab es ja schon im Thread "Russentod".



von _Yoshi_ - am 10.12.2008 18:21
Zitat
db3
Hat eigentlich irgendwer Namen parat von OIRT-Empfängern ? Müßten dann ja Radios aus osteuropäischer Produktion sein. Eine Suche in der elektronischen Bucht war irgendwie ernüchternd...:confused:


Laut Aussage eines Elektroingenieurs aus der ex-DDR wurden dort in den Radiowerken auch
Empfänger mit OIRT-UKW-Teil gebaut - für den Export in die sozialistischen Bruderländer.
Die DDR hat sich als einziges Ostblockland - neben Jugoslawien - für den CCIR UKW-Bereich
entschieden und auch für die CCIR-Fernsehnorm (Schwarz-Weiss zumindest).
Nach der Wende hat ein Sendetechniker der DDR, auf das OIRT-Band angesprochen, gesagt:
"Zum Glück haben wir das hier erst gar nicht angefangen".
In der UdSSR und anderen sozialistischen Ländern wurden natürlich auch Radiogeräte
mit OIRT-Band gebaut. Informationen wird man wohl nur noch von Insidern in den entsprechenden
Ländern bekommen, denn das passierte alles vor Internet und ebay.
Vor ein paar Jahren hat Oppermann OIRT-Tuner billig angeboten. Wohl um sie überhaupt los
zu bekommen mit Anleitung zum Umbau auf das 6m-Afuband. Schien mir aber ein einfach
gestricktes Teil zu sein.

Frage an Yoshi2001:
Habe ich den ATS 909 auf OIRT erweitert und wurde nur eine Diode eingelötet?
Letzteres genügt nämlich nicht, auch wenn man auf dem neuen Band seltsame
Geräusche hört. Die PLL rastet bei diesen tiefern Frequenzen nämlich aus.

Schönen 3. Advent wünscht
Jürgen


von Jürgen Martens - am 14.12.2008 08:33
Zitat
Jürgen Martens
Zitat
db3
Hat eigentlich irgendwer Namen parat von OIRT-Empfängern ? Müßten dann ja Radios aus osteuropäischer Produktion sein. Eine Suche in der elektronischen Bucht war irgendwie ernüchternd...:confused:




Frage an Yoshi2001:
Habe ich den ATS 909 auf OIRT erweitert und wurde nur eine Diode eingelötet?
Letzteres genügt nämlich nicht, auch wenn man auf dem neuen Band seltsame
Geräusche hört. Die PLL rastet bei diesen tiefern Frequenzen nämlich aus.

Schönen 3. Advent wünscht
Jürgen


So wie das aussieht muss der VCO und der Eingangskreis neu abgeglichen werden.
Denn im unteren bereich bei 65Mhz Rastet die PLL nicht.

Ich selber habe es bei meinen ATS 909 nicht ganz hinbekommen.
Die PLL rastet erst etwa ab 66Mhz.

Aber zum Empfang des OIRT Bandes nutze ich jetzt einen Funkscanner ( UBC3500xlt) mit 50Khz Step und im W-FM Modus.
Mit diesen konnte ich im letzten Sommer etliche Russische Radiostationen hören.

Ich weis nicht in wie weit man den Degen 1103 auf OIRT umbauen kann.
Gibt es bei der CPU auch Config Dioden die man umlöten kann?

von _Yoshi_ - am 14.12.2008 08:55
Zitat
robiH
Ich meinte eher so Länder wie EST, LVA, LTU, ROU, BUL.
Welche von denen haben noch OIRT-FM-tx?


Bestenfalls sind in Rumänien noch ein paar Sender in Betrieb, in den anderen
genannten Ländern aber definitiv nicht mehr!

Zum ATS-909:
Abgleichen allein genügt für das OIRT-Band nicht!
Man muss im Eingangsteil kräftig umbauen und anschliessend sorgfältig abgleichen.
Man reizt dann den Bereich der Abstimmspannung fast voll aus.
Habe so etwa 30 Stück bis jetzt umgebaut und immer wieder gab es Überraschungen.
So scheinen die ICs in früheren Modellen im Oszillatorteil unten nicht so schwingfreudig zu sein.
Ist jedenfalls eine heikle Sache und deshalb gebe ich auch keine detaillierten Informationen.
Das würde nur ein mords Theater mit vermurksten Geräten geben. Nein danke!

von Jürgen Martens - am 14.12.2008 17:33
Zitat
WiehengeBIERge
Und wenn man den ATS909 OIRT tauglich macht, inkl. Abgleich und Modifizierungsmaßnahmen, dann verkurbelt man sich sicher den normalen FM-Bereich völlig, oder?


Das ist ja gerade das Problem: Das CCIR-Band soll nach der Erweiterung natürlich immer
noch uneingeschränkt funktionieren!
Die Schwingkreise nur auf tiefere Frequenzen zu verdrehen oder Kondensatoren
parallel zu schalten, solche "Tipps" sind mir auch schon quergekommen.

Wer Interesse hat: Für 50,- Euro baue ich einen ATS 909 für OIRT und CCIR um.
Das FM-Band ist dann zweigeteilt: 64 - 74 MHz und 87,5 - 108 MHz.
Ist von der software im Bedienteil so vorgesehen und nicht änderbar.
Überhaupt ein Kuriosum, dass man bei Sangean das OIRT-Band in der software
vorgesehen hat. In den Serviceunterlagen und auf der Hauptplatine gibt es absolut keine Hinweise
auf eine hardwaremäßige Version, die auch diese tiefen Frequenzen noch packt.



von Jürgen Martens - am 14.12.2008 18:29
Zitat

Laut Aussage eines Elektroingenieurs aus der ex-DDR wurden dort in den Radiowerken auch
Empfänger mit OIRT-UKW-Teil gebaut - für den Export in die sozialistischen Bruderländer.

Kann ich bestätigen: In den 80er Jahren habe ich tasächlich "meinen" Radiorecorder (Steracord KR-450) irgendwo in der CSSR mit OIRT-FM-Band im Schaufenster gesehen, glaube das war 1986 in Prag.
Ein Problem gab es scheinbar mit der Erweiterung des UKW-Bandes in den 80er Jahren. Mit der Inbetriebnahme von eigenen Frequenzen für DT64 musste Ende 1985/Anfang 1986 der UKW-Bereich von 100 auf 104 MHz erweitert werden. Auf 103,5 MHz arbeitete jedoch ein Funkdienst der Reichsbahn, teilweise noch bis 1991. Es war ein gelegentlich unterbrochener Piepton, als ich den 1988 erstmmals empfing. Sollte der schon ab 12986 verlagert werden? Wer weiß genaueres?

von Analog-Freak - am 14.12.2008 19:52
Zitat
Jürgen Martens
Zitat
robiH
Ich meinte eher so Länder wie EST, LVA, LTU, ROU, BUL.
Welche von denen haben noch OIRT-FM-tx?


Bestenfalls sind in Rumänien noch ein paar Sender in Betrieb, in den anderen
genannten Ländern aber definitiv nicht mehr!


Auf der Webseite des staatlichen rumänischen Rundfunks senden, laut der Frequenztabelle, inzwischen auch alle Sender im CCIR-Band.Die privaten Radiosender wurden eigentlich von Anfang an (nach der Revolution) im CCIR-Band ausgestrahlt.

von Steffen_K1 - am 14.12.2008 20:57
Hallo,

ich hatte in "jungen Jahren" öfters das Vergnügen, mit Russenfernsehern und auch UdSSR Stereoanlagen, welche von hier stationierten Sowjetoffizieren in der Kneipe meiner Eltern zum Verkauf usw. angeboten wurden. Die Geräte hatten ausnahmslos OIRT Norm und nach Anschluß einer Antenne war ich damals ziemlich enttäuscht, dass auf dem UKW Band absolute Funkstille war. Ich persönlich kann also nicht bestätigen, dass da irgendwelche illegalen Funkdienste waren.

Der DDR Polizeifunk lag wie die meisten anderen Funkdienste um 146 Mhz herum bis hin zum TV Band III, so wie es heute auch noch üblich ist.

Was die Russenstereoanlagen angeht, war es zwar durch Tunermodifikation möglich, auf CCIR umzubauen, aber soweit ich mich erinnere, hatten die Russen auch eine andere Stereonorm, also nicht das bei uns verwendete Pilottonverfahren, sodass zusätzlich noch ein anderer Stereodekoder eingebaut werden musste.

Kann das jemand bestätigen?

von TieEm - am 02.01.2009 14:09
Hallo,
also, das die OIRT-Empfänger in der DDR verboten waren ist mir mehr als unbekannt. Ich bin ein 68-iger Jahrgang und hatte über einen langen Zeitraum selbst einen Empfänger russischer Bauart. Wie das Teil hieß weis ich heute nicht mehr, er hat irgendwann das zeitliche gesegnet. Der Empfänger hatte OIRT und West-UKW, LW, ich glaube selbst die MW war geteilt und weiterhin hatte er 4 KW-Bänder, wobei lediglich die vier Skalen getrennt waren aber auch alles zwischen den offiziellen Bändern zu hören war ca. 5800 khz bis irgendwas bei 12xxx khz. War nicht schlecht das Teil. Ich hatte den Empfänger 1986 mit auf einer Reise nach Polen und konnte dort gut die Voice of Vietnam auf 10xxx khz empfangen.

Fazit: Im Osten war nicht alles verboten, es war vielleicht nicht alles gern gesehen aber gemacht wurde es trotzdem und es galt das was auch heute noch gilt es ist alles erlaubt, selbst das nichterlaubte man darf sich bloss nicht erwischen lassen :-))))))))))

von Mecki2 - am 04.01.2009 13:44
Zitat
SK1
Ich bin seit Weihnachten stolzer Besitzer eines OIRT Radios aus Tschechoslowakischer Produktion.
Seltsamerweise sind im besagten QRG Bereich mehrere UKW Sender zu hören.
Sind das Spiegelungen ?


Sind sehr wahrscheinlich Spiegelungungen von Sendern, die 21,4 MHz
(2x 10,7 MHz ZF) höher senden.
Ein starker Sender auf 90 MHz würde z.B. auf 68,6 MHz erscheinen.
Verbesserungen sind praktisch nicht möglich :-(

von Jürgen Martens - am 04.01.2009 14:28
Zitat
Jürgen Martens
Zitat
SK1
Ich bin seit Weihnachten stolzer Besitzer eines OIRT Radios aus Tschechoslowakischer Produktion.
Seltsamerweise sind im besagten QRG Bereich mehrere UKW Sender zu hören.
Sind das Spiegelungen ?


Sind sehr wahrscheinlich Spiegelungungen von Sendern, die 21,4 MHz
(2x 10,7 MHz ZF) höher senden.
Ein starker Sender auf 90 MHz würde z.B. auf 68,6 MHz erscheinen.
Verbesserungen sind praktisch nicht möglich :-(


Den Ausführungen von Jürgen kann ich nur bestätigen. Einziger Ausweg wäre, wenn technisch sinnvoll und machbar, ein Bandpassfilter für 65 - 75 MHZ einzubauen. Dieses wäre zw. Antennenbuchse und Tunereingang zu schalten. Und evt. müsste man hier und da im Tunerbereich noch was abschirmen, damit keine "Westsender":D durchschlagen.


von Radioboy - am 04.01.2009 14:38
Ich hab grad auf ner Internetseite gelesen das mein radio ein eher seltenes Produkt ist.
Das tesla Sazava das ich habe empfängt OIRT und CCIR.
Jetzt hab ich gelesen das Tesla der einzige Hersteller von Geräten beider Normen war.
Hab ich jetzt ein wertvolles Gerät oder einen Stinknormalen Oldtimer?

Ich will ihn auf keinen Fall bei Ebay Verkloppen. Mich Interresiert nur was das Gerät Wert ist.

Und mal was anderes.
Ist jemandem Bekannt ob OIRT Überreichweiten aus den Ländern wo noch Sender in Begtrieb sind hier ankomen?


von SK1 - am 09.04.2009 13:48
Zitat
SK1
Und mal was anderes.
Ist jemandem Bekannt ob OIRT Überreichweiten aus den Ländern wo noch Sender in Betrieb sind hier ankomen?


Aber ja doch!
Bei sporadic-E treten Überreichweiten zuerst bei niedrigeren Frequenzen auf.
Aus diesem Grund war dieses Band auch so interessant!
Vor gut 10 Jahren konnte ich im Frühjahr / Sommer in Südwestdeutschland regelmässig
Sender aus Rumänien, Bulgarien, Moldawien und der Ukraine empfangen.
Die Entfernung dorthin ist optimal. Auch Sender aus Belarus, Ostpolen, Leningrad,
Moskau und dem Baltikum waren empfangbar. Ungarn, Polen und ex. CSSR waren zu nah.
Da in der ex-UdSSR immer noch Sender im OIRT-Band betrieben werden, lohnt sich ein
Bandscan auch heute noch. Die sporadic-E Saison dürfte bald wieder losgehen.
Der Empfangszeitraum kann von ein paar Sekunden bis zu mehreren Stunden variieren.
Die Gebiete, aus denen Sender gehört werden können, sind meist eng abgegrenzt,
können aber im Laufe der Zeit wandern.
Mehr über sporadic-E Empfang dürfte zuhauf im Internet und in älteren Ausgaben der
Reflexion zu finden sein.
Viel Spaß dabei!



von Jürgen Martens - am 09.04.2009 18:41
Ich überlege gerade, ob es wohl machbar wäre, einen Konverter zu bauen, der 66...73 MHz z.B. auf 76...83 MHz umsetzt, also die heutzutage häufigen tragbaren Empfänger, die den japanischen UKW-Bereich mit drin haben (z.B. Degen), um OIRT zu erweitern. Man muss natürlich eine gute Vorselektion drin haben, aber sonst müsste doch eigentlich ein Oszillator (z.B. den Synthesizer FA-SY-1 vom "Funkamateur" für knapp 40 Euro) und ein Mischer (z.B. SBL-1) reichen, oder?

Ich will so etwas nicht unbedingt für DX verwenden (dafür nehme ich normalerweise bessere Geräte als so einfache Reiseradios). So einen Konverter dabei zu haben, wäre aber ganz praktisch bei einer Reise durch OIRT-Lande. Bei meiner Transsib-Reise im letzten Sommer wäre es schön gewesen wenn ich so einen Konverter dabei gehabt hätte, für lokale Empfänge und zum Checken, ob in FMLIST gemeldete Frequenzen noch in der Luft sind.


von Udo Isaenko - am 09.04.2009 20:08
Sowas war im "Elektronischen Jahrbuch 1988" ab S.178 (Militärverlag der DDR) mit drin. Umgesetzt wurde auf den Bereich 100 bis 107 MHz, wobei die Mischfrequenz (173MHz) natürlich auch anders eingestellt werden kann. Ist aber relativ "primitiv" aufgebaut mit 3 Transistoren (Eingangsstufe / Oszillator / Ausgangsstufe ). EIngangsseitig ist nur ein Hochpass vorgesehen und ausgangsseitig wird gar nicht gefiltert.
Der einzige Abgleichpunkt ist die Spule im Oszillator (Mischfrequenz).
All zu viel würde ich von so einem Teil nicht erwarten, auch wenn
der Oszillator sich sicher mit einer PLL kombinieren ließe.


von carkiller08 - am 09.04.2009 20:58
Frequenzknappheit...OIRT-Band am Leben zu erhalten

Jetzt wirste wohl gleich Prügel von der DAB Lobby beziehn, die mit dem gleichen Argument DAB durchsetzen wollen.
ACHTUNG: Bitte jetzt keine DAB Pro/Contra Diskussion. War nur so ein Gedanke.

Um beim Thema zu bleiben:
Wenn die Überreichweiten losgehn, kaann ich nur hoffen das diese die gespiegelten UKW Sender wegdrücken die sonst meinen OIRT Bereich zumüllen.
Ich frag mich sowieso wie die Tschechen früher ihr OIRT überhaupt nutzen konnten?
So stark wie das UKW Band dort gespiegelt wird, mussten die einheimischen Sender stark gestört worden sein.Zumindest in Grenznähe zu D und Ö.


@Jürgen Martens
Danke für deinen Beitrag.
Jetzt hab ich richtig Hoffnung was zu empfangen.
Belarus auf UKW is doch mal was anderes als die gewöhnliche Kurzwelle.

von SK1 - am 10.04.2009 10:07
@SK1:
Wenn man die Oszillatorfrequenz eines Empfängers nicht oberhalb, sondern unterhalb der Empfangsfrequenz schwingen lässt, gibt es keine Probleme mit Spiegelfrequenzen aus dem CCIR-Band im OIRT-Band. Dann kämen die Spiegelfrequenzen aus dem Bereich 44,6...51,6 MHz, man hätte also höchstens Signale vom Bildträger des TV-Kanals R1 (49.750) bzw. evtl. des TV-Kanals E2 (48.250) zu fürchten, die dann den Bereich um 69.65 (von E2) bzw. 71.15 MHz (von R1) dicht machen könnten. Ich vermute mal, dass die OIRT-UKW-Radios so aufgebaut waren, dass der Oszillator von 55.3 bis 62.3 MHz schwang.

Zur Erinnerung: Spiegelfrequenzen kommen immer von Frequenzen, die um das doppelte der ZF ober- oder unterhalb der eingestellten Empfangsfrequenz liegen (je nachdem, ob der Oszillator des Superhets ober- oder unterhalb der eingestellten Frequenz schwingt).


von Udo Isaenko - am 10.04.2009 11:22
Zitat

Bei der Frequenzknappheit in unserem UKW-Band und der Kommerzialisierung auch im Osten: Wäre das nicht ein Grund, das OIRT-Band am Leben zu erhalten, bzw. sogar noch auszubauen? Was sind die Nachteile?


Es gibt nur einen Nachteil: Die Regulierbürokratie könnte ihren Aktivismus nicht mehr weiter betreiben. Sie lebt von der künstlichen Verknappung, denn eine solche lässt sich hervorragend regulieren. Es sind rein politische Motive, die eine technisch gut Lösung verhindern. Die Polit-Behörden haben wohl auch Angst, dass sie die Übersicht verlieren und halten die Zügel straff.

von audion - am 10.04.2009 11:51
@ Udo Deutscher

die Idee mit dem Synthesizer FA-SY-1 und Mischer (z.B. SBL-1) sollte funktionieren. Ich nehme mal an, die Mischfrequenz soll 142 MHz sein. Dann sollte das Unterdrücken der Spiegelfrequenz bei 218MHz nicht so aufwendig werden.
Ich habe mir selbst gerade beide Platinen zugelegt für ein ähnliches Projekt, nämlich den normalen UKW Bereich Perseus-tauglich auf irgendwo zwischen 0 und 40 MHz umzusetzen.

von Werner53 - am 10.04.2009 12:04
@Werner53:
Das klingt ja sehr spannend. So etwas (UKW-Perseus-Konverter) spukt auch schon in meinem Kopf herum.

Meine angedachte Mischfrequenz (Oszillatorfrequenz) war jedoch nicht 142 MHz, sondern eigentlich 10 MHz. Aber du hast natürlich Recht: Mit 142 MHz komme ich natürlich auch von 66 auf (-)76 MHz und so würde sich die leidige CCIR-Spiegelfrequenzfrage erledigen. Allerdings würde dann 67 MHz auf (-)75 MHz gemischt und wäre mit dem Degen nicht mehr empfangbar. Ich müsste also 149 MHz als Oszillatorfrequenz nehmen, dann käme 66 MHz bei 83 MHz raus und 73 MHz bei 76 MHz. Allerdings habe ich dann das OIRT-Band spiegelverkehrt und man müsste bei jeder Frequenz umrechnen (100 kHz nach unten in der Abstimmung entsprächen 100 kHz nach oben in der Realität).


von Udo Isaenko - am 10.04.2009 12:41
@Udo Deutscher
Interesante Info.
Kann ich aber schlecht beeinflussen. Da ich Technisch nicht so Versiert bin.
Hier ist Übrigens mein Radio:

http://www.volny.cz/aandel/RadiaTesla/2827B_5celo.jpg


Mal ne andere frage:
Das radio hat nen Externen Antennen Eingang.
Giebt es Adapter mit denen ich meine UKW Yagi anschliesen kann?
Die Vorhandenen Anschlüsse sind mit den heutigen Steckern nicht Kompatibel.

Ich weiß das meine UKW Yagi auch nicht OIRT Kopatibel ist, aber besser als die Teleskopantenne wird sie schon sein, nehm ich an.




von SK1 - am 10.04.2009 13:53
Zitat
Werner53
@Udo Deutscher
für 10MHz gibt es fertige Quarzoszillatoren; warum dann den Aufwand mit dem Synthesizer FA-SY-1 treiben ?


Genau, bei Reichelt gibt es solche Oszillatoren (z.B. OSZI 10,000000) für 1,55 Euro.
Der Synthesizer wäre gerechtfertigt, wenn verschiedene Frequenzen erzeugt
werden sollten. Das ist hier aber nicht der Fall, warum also so kompliziert?
Vor dem Mischer würde ich noch einen Vorverstärker einbauen und davor natürlich ein
Bandpassfilter für 66...74 MHz. Nach der Vorstufe nochmals, evt. verbunden mit
einem Sperrfilter für den CCIR-Bereich. Die Vorstufe sollte abgeschirmt werden, damit
keine Spiegelfrequenzen direkt zum Mischer überspringen
Nach der Mischstufe sollte ein weiteres Bandpassfilter für den Bereich 76...87 MHz vorgesehen werden.
Wie man sieht, ist das Konzept ist wegen der Lage des Spiegelfrequenzbereiches kritisch.
HF-Messmöglichkeiten sollten unbedingt vorhanden sein, um die Unterdrückung zu optimieren.

Eine Oszillatorfrequenz oberhalb der Empfangsfrequenz scheidet bei Konvertern aus,
da dann das umzusetzende Frequenzband gespiegelt wird. Das macht kein Mensch.


Viel Erfolg,
Jürgen


von Jürgen Martens - am 12.04.2009 07:43
Hallo,

ich habe gerade beim googlen zum Thema das Buch "HF-Technik mit dem NE/SA 602/612" gefunden. Eine Schaltung darin: "Konverter 30...50 auf 88...108 MHz". Das ist doch schon fast das, was wir brauchen. Ok, die Eingangsfrequenzen müssten natürlich umdimensioniert werden. Hat jemand das Buch zufällig schon? Ansonsten gibt es das hier

mfg tojo

von tojo - am 12.04.2009 14:20
@tojo:
Ja, ich habe das Buch, habe die angesprochene Schaltung auch schon mal irgendwann eingescannt und herumgefragt (ich glaube nicht im Forum), wie das umzudimensionieren wäre. Zu einem Ergebnis kam ich damals noch nicht. Der Oszillator läuft dort mit einem Obertonquarz, der auf 58 MHz schwingt (3x 19,3 MHz).

@Werner53 und Jürgen Martens:
Klar, mit einem Quarzoszillator wäre das noch einfacher. Ich habe den FA-SY-1 schon aufgebaut hier herumliegen, daher dachte ich erstmal an dieses Teil. Ein gespiegeltes Frequenzband ist natürlich nix für Normalhörer, aber DXer sind ja Technik-Freaks und könnten damit wohl leben (und mit einer Umrechnungstabelle umgehen). Wenn man dafür viel weniger Filteraufwand treiben müsste, wäre es mir das vielleicht wirklich wert.

Als HF-Messmöglichkeiten habe ich hier den FA-Netzwerktester zur Verfügung, habe aber noch nicht viel Erfahrung bei solchen Konverterprojekten gesammelt.



von Udo Isaenko - am 12.04.2009 15:11
Die Ukraine scheint nun OIRT-UKW auch aufgegeben zu haben und sendet wohl nur noch in unserem CCIR-UKW-Band:

Mediumwave Info von Idun Ritz meldet: http://mediumwave.info/news.html

On February 5, ALL transmitters carrying state national and regional channels in the low FM band (64-72 MHz) were switched off, so UR-1/2/3/regional channels can now be heard in very few locations on the "high" FM band (87.5-108 MHz) because NRCU has few licences in that band.

von dxbruelhart - am 22.02.2013 05:47
Zitat
Säbelzahnigel
Ist irgendwo noch ein OIRT Tuner, wie zum Beispiel der Videoton RT 7300 S aufzutreiben?
Die Bucht, A....n oder Google waren bisher nicht mein Freund :-(
Über einen Link oder ein Angebot von euch würde ich mich sehr freuen. :spos:


Muss es unbedingt ein stationärer Tuner sein? Dein Tecsun PL-380 (lt. Signatur) reicht für den sommerlichen Sporadic-E-Empfang im OIRT-Band dicke aus! ;-)

von senderjaeger - am 23.02.2013 00:20
Zitat
Weltempfängermatze
Zitat
Säbelzahnigel
Ist irgendwo noch ein OIRT Tuner, wie zum Beispiel der Videoton RT 7300 S aufzutreiben?
Die Bucht, A....n oder Google waren bisher nicht mein Freund :-(
Über einen Link oder ein Angebot von euch würde ich mich sehr freuen. :spos:


Muss es unbedingt ein stationärer Tuner sein? Dein Tecsun PL-380 (lt. Signatur) reicht für den sommerlichen Sporadic-E-Empfang im OIRT-Band dicke aus! ;-)


Da hast du recht, ein stationärer Tuner hätte für mich aber noch einen speziellen Reiz. ;)

von xxxxxxxxxxxxxx - am 23.02.2013 00:30
Zitat
Säbelzahnigel
Ist irgendwo noch ein OIRT Tuner, wie zum Beispiel der Videoton RT 7300 S aufzutreiben?


Gucke in der Bucht doch mal nach dem OIRT- unterstützenden Autoradios AEG CS-MP 750 BT & AEG CS-MP 700 BT. Ich habe hier genaueres zu geschrieben mit weiterführenden Links (Bedienungsanleitung). Du hast Spaß im Sommer und so ein Gerät macht sich im Auto alles andere als fies. :-)

Guckst Du:

http://www.ebay.de/itm/Autoradio-AEG-CS-MP-750-BT-BLUETOOTH-NEU-OVP-/221192051530?_trksid=p2047675.m1850&_trkparms=aid%3D222002%26algo%3DSIC.FIT%26ao%3D1%26asc%3D11%26meid%3D5788444532678186196%26pid%3D100011%26prg%3D1005%26rk%3D2%26sd%3D261026969610%26

von Mathias Volta - am 23.02.2013 04:21
Ich schätze, das wurde im Link nicht hervorgehoben.
Das Gerät sieht gut aus und scheint auch laut dem anderen Thread OIRT FM EU Beitrittsländer
sehr interessant zu sein.
Ich habe es schon mal irgend wo gesehen.
Vielen Dank für den Tipp.
Klar, der Tecsun hat halt den Vorteil der kleinen Frequenzschritte, auch eignet er sich optimal der Grösse wegen zum portablen Einsatz an meinen Lieblings_scan_Plätzen.
Dennoch hätte so ein stationärer Tuner den " nostalgischen " Reiz. ;)

von xxxxxxxxxxxxxx - am 23.02.2013 21:07
Zitat
drahtlos
Was mich jetzt etwas irritiert ist die Tatsache, dass beim AEG auf dem eBay-Link nur 87,5 - 108 MHz steht. Habe ich da etwas falsch verstanden? Ich dachte es ginge um OIRT?


Es geht auch um OIRT. ;-)
Ich hatte um 2006 rum Gelegenheit, dieses Gerät mal zu testen und es hinterlies einen sehr guten Eindruck, was Empfang, Trennschärfe, etc. angeht. Vermutlich hat man im Link deswegen "87,5 - 108 MHz" erwähnt, weil wohl die wenigsten der anvisierten Zielgruppe "Normalverbraucher" etwas mit "65 - 74 MHz" bzw. "OIRT" anfangen können. Ohne etwas falsches zu schreiben, ist mir eine "Westeuropa-Version" nicht bekannt und somit sollte auch dieses im Link erwähnte Gerät die laut Bedienungsanleitung aufgeführten Normen unterstützen.
Ich übernehme aber für dieses keine 100%ige Garantie. Falls wider Erwarten doch nicht: Einfach wieder in der Bucht verscherbeln und gut is'. ;-)

von Mathias Volta - am 23.02.2013 21:42
Zitat
Habakukk
Die Tecsuns haben auch den Vorteil, dass sie - im Gegensatz zu einem OIRT-tauglichen Sangean ATS 909 - im 10kHz-Raster abstimmbar sind. Da kann man dann auch exakt auf die meist ungerade Frequenz abstimmen, was beim Sangean mit seinen 50kHz-Schritten leider nicht geht.


Ich hab mal eine Frage dazu:
Wie ist das mit Stereo und RDS im OIRT-Band? Gibt es da so etwas? Kann man mit den Tecsuns OIRT Sender in Stereo hören?

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 23.02.2013 23:21
Zitat
WiehengeBIERge
Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es bei OIRT-Sendern zwei verschiedene Stereosysteme gab. Ein mal das "normale" Multiplexverfahren wie bei uns, und ein mal ein ähnliches Verfahren, was für das Differenzssignal eine andere Frequenz nutzt und auch nicht in AM moduliert wie bei dem hier bekannten MPX-Verfahren !? Genau kann ich mich aber nicht mehr erinnern, wo ich das gelesen hatte.


Interessant, wozu wardas gut?
Oder liegt das ganz einfach daran, wer es entwickelt hat und damit in den Oststaaten marktführend wurde?
Verglichen mit MP3/WMA : der Effekt ist das gleiche! ( etwas vom thema abgekommen )

von xxxxxxxxxxxxxx - am 24.02.2013 09:53
Zitat

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es bei OIRT-Sendern zwei verschiedene Stereosysteme gab. Ein mal das "normale" Multiplexverfahren wie bei uns, und ein mal ein ähnliches Verfahren, was für das Differenzssignal eine andere Frequenz nutzt und auch nicht in AM moduliert wie bei dem hier bekannten MPX-Verfahren !? Genau kann ich mich aber nicht mehr erinnern, wo ich das gelesen hatte.


Ja gab es, einmal das kompatible System zum Rest der Welt und einmal das Polarsystem. So sah das ganze aus: http://www.radioradar.net/files/Image/articles/scientific_technical/ukv_radio_pic/ris1.gif

Hauptunterschied: Keinen 19 kHz Stereopilot, dafür statt dem unterdrückten 38 kHz Träger einen reduzierten bei 31,25 kHz.

von Lorenzo W. - am 01.03.2013 14:47
So, nun habe ich endlich einen OIRT fähigen Tuner gefunden und bin seit heute stolzer Besitzer eines Tesla T710A aus Bratislava.
Schon auf Mittelwelle leistet er fantastischen Klang und zahlreiche Sender dank einer angebauten schwenkbaren Feritantenne.
Als Verstärker für den Tesla benutze ich mein altes Kenwood, das ich stationär betreibe.
Nun überlege ich, welche Antenne für OIRT geeignet ist.
Meine Idee ist, den Tesla mit einem Verteiler mit an den Ringdipol anzuschliessen, wo auch das Kenwood dran hängt.
Ist das empfehlenswert?? Denn so langsam entsteht hier in der Wohnung ein Antennenwald ;)
[attachment 1309 IMAG0097.jpg]
[attachment 1310 IMAG0098.jpg]

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.04.2013 21:05
Zitat
DX-Matze
Aus der Bucht?

Den hab ich auch gesehen, aber ich will was zumindest mit Frequenzzähler.

Ganz nettes Gerät.


Danke dir, ja - den habe ich aus der Bucht.
Frequenzzähler? Ist das die Digitalanzeige? Sorry, das ich frage, ...
Also es gibt im Internet eine ganze Menge Videoton 7300 S.
Aber die findet man leider nur auf ungarischen Seiten, für 9000 bis 12000 Forint.
Leider hat kein Verkäufer, die ich auf englisch angeschrieben habe geantwortet.
Aber die Scala gibt dem Tuner noch n historischen Touch :cool:

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.04.2013 21:42
@ Säbelzahnigel

Schönes Gerät. Kann das nur FM-OIRT oder auch FM-CCIR (also unser UKW)?

Sind die Stereostandards zwischen FM-OIRT und FM-CCIR eigentlich gleich?


Zitat

Nun überlege ich, welche Antenne für OIRT geeignet ist.


Da wirst du wohl eine neue Antenne aufstellen müssen. Alte Antennen für den Kanal E04 könnten da wohl brauchbarer als UKW-Antennen für das Band II sein.


Zitat

Frequenzzähler? Ist das die Digitalanzeige? Sorry, das ich frage, ...


Heute werden Radios meist mittels PLL und Mikroprozessor abgestimmt. Bei älteren Radios (wie bei deinen) war die manuelle Abstimmung über einen Drehkondensator bzw. C-Dioden und Potentiometer üblich.

Dann gab es einige Tuner, die zwar manuell abgestimmt wurden, die abgestimmte Frequenz aber mittels Frequenzzähler ermittelt und digital dargestellt wurde. So ein Tuner war z.B. der Telefunken RR 200:
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,495320,1117403#msg-1117403

von Kay B - am 05.04.2013 17:51
Erstmal danke für die vielen Tipps und Informationen. :spos:
Also, der Tuner hat auf der Rückseite zwei Antenneneingänge, einen Koaxanschluss für 75 Ohm, daran ist zur Zeit der Ringdipol angeschlossen und einen Stecker für 300 Ohm, daran ist im Moment nichts angeschlossen.
Die Scala ist wie folgt aufgebaut:
76 Mhz bis 100 Mhz, aber die erste frequenz müsste bei 65 Mhz liegen, die letzte Frequenz ist die 103,8 Mhz, da empfange ich noch WDR4 von der Nordhelle.
Das Frequenzband ist aber unterbrochen, zwischen etwa 72 Mhz/73Mhz und 88 Mhz ist kein Empfang möglich.
Mir ist aufgefallen, das der Tuner aber erst WDR5 auf 90,3 Mhz von der Nordhelle empfängt.
Schwerte WDR2 87,8 Mhz und Langenberg WDR5 88,8 Mhz empfängt der Tuner nicht.
Stereo klingt etwas basslastig, aber Stereo ist in der Ecke wo ich ihn stehen habe zum Beispiel auf 102,4 Mhz Einslive Bonn kein Problem, der Kenwood bekommt die 102, 4 nicht in Stereo rein.
Er ist recht trennscharf, 102,2 Mhz Radio Essen und Einslive 102,4 Mhz trennt der Tesla ganz prima.
Auch DLF 102,8 BFBS 1 103,00 Funkhaus Europa 103,30 ist kein Problem.
Mein Minizünder, den ich auf 97,1 getestet habe klingt übersteuert, da muss ich den Winamp auf 32 % Volume einstellen.
Der Dreknopf ist sehr sensibel und lässt sich vorzüglich feineinstellen, die kleinen Potentiometer der drei Stationsspeicher sind etwas hackig und eine Feinabstimmung ist nicht ganz einfach.
Sender, die im OIRT Bereich tätig sind, habe ich noch nicht empfangen, hier sind es aktuell 3 Grad celsius.
Ich probiere mal meinen 1,60m Dipol, den ich selbst gebaut habe an der 75 Ohm Buchse aus, aber heute wird erstmal das Zimmer renoviert ( streichen und so... ) weitere Tests berichte ich. Eventuell finde ich nach dem Umbau des Zimmers platz für eine grössere Antenne :cheers:

von xxxxxxxxxxxxxx - am 06.04.2013 03:03
@ WiehengeBIERge

Danke. Dann hatten die es bei OIRT also mit zwei Stereo-Standards zu tun.

Hatte sich da einer von den beiden durchgesetzt?

Oder war das länderabhängig, wo welcher Stereo-Standard im OIRT-Band eingesetzt wurde?

Das wäre ja eigentlich seltsam gewesen, wenn sich die OIRT-Länder, die ja eigentlich irgendwie alle aus Moskau gelenkt wurden, nicht auf einen Standard einigen konnten.

von Kay B - am 06.04.2013 19:09
Zitat
cain
Zitat
Kay B
Auch ein interessantes Teil:
http://www.youtube.com/watch?v=3HAD3DrGMOg


Richtig! Ein Videoton RT 7300S.
Wenn ich im Mai in Ungarn bin werde ich mir einen mitbringen.
Bin mal gespannt wie empfindlich der ist und wie breit die Filter sind.


Der Videoton macht einen guten Eindruck.
Auf den tschechischen und ungarischen Seiten wird er sehr häufig zum Verkauf angeboten, leider ist das nicht so einfach dort einen von hier aus zu kaufen. :-(

von xxxxxxxxxxxxxx - am 10.04.2013 20:32
Das scheint ja ein interessantes Teil zu sein.

Demnach hatten die Ungarn schon 1982 Tuner mit mikroprozessorgesteuerter PLL und digitaler Anzeige gebaut:
http://www.radiohistoria.sk/Oldradio/mainhu.nsf/wcatalid/0002251

Die DDR hatte sowas erst 1988 hergestellt.


Hier gibt es die Daten zu dem Gerät:
http://www.avforum.hu/index.php?showtopic=2724

Das dürfte auch für FM-CCIR interessant sein, da es sich offenbar auch dort in 10-kHz-Schritten abstimmen läßt.


Hier die Schaltpläne:
http://oldradio.tesla.hu/szetszedtem/327videoton-szintezeres-tuner/rajz/videoton-rt-7300s.htm


Das Gerät läßt sich offenbar von 50,00 bis 133,50 MHz durchstimmen, wie dieser Bandscan aus Budapest
http://www.youtube.com/watch?v=LECaPmlyOUg
es zeigt.

Mittelwelle macht das Gerät in 1-kHz-Schritten, wie es in diesem Filmchen
http://www.youtube.com/watch?v=xMq-MNStxfE
zu sehen ist.

Hier ein Filmchen vom Inneren des Gerätes:
http://www.youtube.com/watch?v=txZYME5iuss

Der Einsatz bei E-Skip:
http://www.youtube.com/watch?v=rN5E-PXZTro

Und noch ein DX aus Budapest:
http://www.youtube.com/watch?v=4uVXUCfOmLI


Weitere Bilder und Infos:
http://www.avx.hu/forum/index.php?/topic/38450-videoton-rt7300/
http://www.jofogas.hu/tolna/Videoton_RT_7300S_tuner_6026144.htm


Das Teil scheint in den (ehemaligen) OIRT-Ländern ein beliebtes Gerät bei DXern zu sein.

Insgesamt dürfte das ein schönes Gerät sein, das sich auch auf der HiFi-Anlage im Wohnzimmer gut macht.

von Kay B - am 10.04.2013 23:53
Falls jemand ein OIRT Empfänger benötigt, ich biete gerade ein sehr seltenes Exemplar an.
Tesla Sazava aus der CSSR der als einer der sehr wenigen Modelle OIRT und UKW gleichzeitig kann.

http://www.ebay.com/itm/200918745208?ssPageName=STRK:MESELX:IT&_trksid=p3984.m1555.l2649

Falls diese Info die man auch als Werbung sehen kann gegen die Forenregeln verstoßen sollte, bitte ich um Entschuldigung, dann bitte löschen.

von SK1 - am 27.04.2013 12:39
Es scheint so das der Sony ST-SE520 OIRT schon kann.
Laut dieser Anleitung Seite 6 http://pdf.crse.com/manuals/3865569411.pdf

Da ist die Rede von Polar Mode (Stereo Plus).


Erst den Tuner ausschalten.
Dann die Taste "2" Gedrückt halten und den Tuner wieder ein schalten.
Dabei muss für 2 sec. der Schriftzug "Pilot" im Display angezeigt werden.
Dann sollte der Tuner im OIRT Modus sein.


von _Yoshi_ - am 27.04.2013 12:57
@ SK1:
Wie gut sind die Empfangseigenschaft auf unserem UKW-Band? Insbesondere interssiert mich hier die Empfindlichkeit, Trennschärfe und Grossignalfestigkeit, damit ich abschätzen kann, ob dieses Radio wirklich tauglich ist für den OIRT-Sporadic-E Empfang.


Die Empfangsqualität ist wie leider bei vielen Geräten dieses Alters üblich nicht mehr optimal.
Ich habe es in den letzten Jahren was FM betrifft lediglich für stärker einfallende sender nutzen können.
Zum DXen eher ungeeignet.
Was MW und LW betrifft, ist der Empfang aber gut, kommt aber nicht an einen heutigen Weltempfänger ran.

von SK1 - am 27.04.2013 13:06
Zitat

Ja, bei älteren Radios mit diesen L-C-Filtern kann man gut nachvollziehen, wieso die Kanalbreite auf UKW damals auf 300 kHz festgelegt wurde.

Das hat damit nicht so viel zu tun, du brauchst ja nun mal die ~210-150 kHz Bandbreite, um das MPX-Signal nicht zu beschneiden und damit üblen Klirrfaktor zu produzieren...
Du könntest auch ein extrem steilflankiges Filter für 10,7 MHz als LC-Filter bauen, wird nur halt etwas bauteilintensiver.

von WiehengeBIERge - am 05.05.2013 16:57
@ WiehengeBIERge

Zitat

Das hat damit nicht so viel zu tun, du brauchst ja nun mal die ~210-150 kHz Bandbreite, um das MPX-Signal nicht zu beschneiden und damit üblen Klirrfaktor zu produzieren...


Wenn man sich immer noch so pingelig daran halten würde, dann hätte man das 300-kHz-Kanalraster auf UKW nicht über den Haufen werfen dürfen. Aber dann gäbe es wahrscheinlich nur 1/3 von den UKW-Sendern, die es jetzt gibt. :joke:


Zitat

Du könntest auch ein extrem steilflankiges Filter für 10,7 MHz als LC-Filter bauen, wird nur halt etwas bauteilintensiver.


Ja, das bestimmt. Aber wozu, wenn man stattdessen einfach noch einen keramischen Filter nachrüsten könnte?

von Kay B - am 05.05.2013 23:14
Zitat
Kay B
Zitat

Du könntest auch ein extrem steilflankiges Filter für 10,7 MHz als LC-Filter bauen, wird nur halt etwas bauteilintensiver.


Ja, das bestimmt. Aber wozu, wenn man stattdessen einfach noch einen keramischen Filter nachrüsten könnte?

Ich wollte damit nur sagen, dass die "Abschaffung" des 300 kHz-Rasters nichts damit zu tun hat, dass man keramirsche ZF-Filter erfunden hat, Filter mit identischen Daten kann man (wenn auch mit großem Bauteil und vor allem Abgleichaufwand) auch als LC-Filter realisieren.
Das hier:
Zitat

Ja, bei älteren Radios mit diesen L-C-Filtern kann man gut nachvollziehen, wieso die Kanalbreite auf UKW damals auf 300 kHz festgelegt wurde.

hörte sich nämlich ein bischen so an ;-)...

von WiehengeBIERge - am 06.05.2013 11:36
Vorab: Ich kenne das Gerät nicht.
Zu Keramikfiltern: Einfach so ein Filter in eine bestehende Schaltung mit LC-Filtern einzubauen geht meist schief. Zu beachten wären die Anpassung (330 Ohm) und natürlich die zusätzliche Dämpfung des Keramikfilters (ca. 6....10 dB) . Nach dem Umbau sollte der ZF-Verstärker durchgewobbelt werden. Erfordert Ahnung und geeignete Messgeräte.
Für das OIRT-Band wurden meist spezielle Tunerbausteine eingebaut, schließlich liegt der Frequenzbereich ca. 30% unterhalb des CCIR-Bereiches. Laut meinen Informationen wurden in der DDR auch UKW-Empfänger für die sozialistischen Bruderländer produziert. Dafür wurden dann spezielle OIRT-Tuner eingebaut, andere Skalen und auch andere Beschriftungen.

von Jürgen Martens - am 06.05.2013 15:54
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