87,5 MHz freigeben!

Startbeitrag von Hannoveraner am 08.08.2002 07:58

Wann wird endlich die 87,5 freigegeben? Das vollgestopfte UKW-Band könnte so vielleicht ein wenig entzerrt werden. Vielleicht ist es ja sogar möglich, Grundnetzsender auf 87,5 zu koordinieren. Ich denke da z.B. an den Brocken. Hier könnte man auf 87,5 mit mindestens 10KW, vielleicht sogar mit 100 KW, senden, sofern man für Radio 21 eine Ersatzfrequenz für Goslar findet (momentan 87,7). :-)

Die 50 interessantesten Antworten:

Die 87,5 MHz läßt sich nur noch in ganz wenigen Teilen Deutschlands mit einer Low Power-Frequenz koordinieren. Zu viele Sender wurden in Vergangenheit bereits auf 87,6 oder 87,7 MHz in Betrieb genommen, um eine Nachkoordinierung zu ermöglichen. Mit dem Ende des analogen Polizeifunks sollte eher darüber nachgedacht werden, ob - unabhängig von DAB - das gesamte UKW-Band nach unten erweitert wird. Das Interesse an zusätzlichen analogen UKW-Sendern ist nach wie vor immens groß - warum also nicht noch pro Bundesland eine weitere Bedeckung zwischen 86,0 und 87,5 MHz freigeben? Außer dem Polizeifunk gibt es m.W. dort keine weiteren Bedarfsträger, und nach der Digitalisierung dessen und der Abwanderung in ein anderes Band sollte ernsthaft über eine Erweiterung des UKW-Bandes nachgedacht werden. Empfänger lassen sich billig produzieren (die Erweiterung auf 100-104 MHz und später 104-108 MHz hat ja Ende der 80er auch fantastisch funktioniert) .

von West-Main-Rheiner - am 08.08.2002 08:17
Neben Polizei nutzen zwar auch Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienste noch diesen Frequenzbereich - aber dies war sicherlich mit "Polizeifunk" gemeint. :)

Wäre schon schön eine solche Erweiterung des UKW-Bands nach unten. Wird aber nicht kommen, denn dies wäre keine "technische Innovation"; schliesslich muss ja DAB ( oder was anderes ) behördlich gefördert werden. :mad:

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http://www.lokalradio-rhein-main.de
http://www.metropolis.de/television.html
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von KlausD - am 08.08.2002 09:13
Ich fürchte, Auswege sind nicht gewünscht. Es wird auf "Teufel komm raus" DAB gefördert, auch wenn FFH-Chef Hillmoth 2001 bei einer Tagung aus seiner Zustimmung zu der Begriffsbestimmung: D-A-B = D-eath A-nd B-uried ( Tot und beerdigt ) keinen Hehl machte. :angry:

Aber was eben Fördermittel der LPR-Hessen zu "neuen Innovationen" alles verändern können. Schon Adenauer sagte ja, "Was gebe ich heute auf mein Geschwätz von gestern"(Zitatende)

von KlausD - am 08.08.2002 10:22
Zwischen 87,35 und 87,419 wurde bis Anfangs 1998 das Eurosignal, ein älteres Pager-Netz in Westdeutschland, der Schweiz und Frankreich ausgestrahlt. Dieses Signal war güt hörbar als Gepiepse. Nachdem das nun seit über 4 Jahren abgeschaltet ist, könnte man in Deutschland und in der Schweiz sehr gut 87,5 für UKW-Sender nutzen, ohne andere Dienste zu stören. Nur in Frankreich wurde auf 87,39 mittlerweile ein neues Pagernetz, Alphapage Biplus, aktiviert. In Oesterreich könnte man aber die 87,5 auch sehr gut brauchen. Heute wird die 87,5 bereits in Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Zypern, Libanon, Polen, Bosnien, und mehreren Ländern der GUS genutzt.

von dxbruelhart - am 08.08.2002 12:59
Ich denke auch, dass man mit der 87.5 noch ein paar staerkere Frequenzen koordinieren koennte. Was ist denn der Grund, warum die hierzulande nicht freigegeben wird? Ob nun frueher das Eurosignal auf ca. 87.4 oder jetzt ein Radiosender auf 87.5 stoert, ist doch wurscht. Oder war das Eurosignal frueher sooooo viel schmalbandiger, dass es nicht gestoert hat, ein 100kHz weiter entfernter Radiosender aber schon??



von Andreas W. - am 08.08.2002 15:06
@ Andreas W:
Das Eurosignal war recht breitbandig; eine Hamburger Auto-Postille monierte damals, dass bei besonders schlechten Autoradios regelmässig der NDR-Ortssender auf 87,6 durch das Eurosignal gestört wurde.
@ felix:
Die 108,0 kann man nicht für UKW freigeben, da genau ab 108,0 der Flugfunk, genauer das VOR-Bakenband (zwischen 108 und 118) beginnt. Die Koordination des Säntis auf 107,8 dauerte auch etliche Jahre, genau wegen des Flugfunkproblems. Eine lokale Bake hat damals auch von 108,3 auf eine höhere Frequenz gewechselt.

von dxbruelhart - am 09.08.2002 17:31
Vollkommen richtig Andreas. Eben aus diesen Problemen mit dem Flugfunk heraus wurde z.B. die 107.9 MHz ( swr4 / 6.2 kW ) der Hohen Wurzel bei Wiesbaden mit starken Einzügen ins Rhein-Main-Gebiet ausgestattet. Und mit diesen notwendigen Einzügen wird z.B. wieder der nur wenige Kilometer Liftlinie entfernte weitere swr4 Sender 91.4 MHZ / 1 kW in Mainz-Kastel begründet usw. usw. usw....... . Also vergesst die 108.0 MHz, das funktioniert nicht ( wäre ohnehin nur LowPower-Sender, so wie es auch bei 87.5 MHz wäre).

von Eckhard - am 09.08.2002 17:45
Auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, man sollte die 87,5 auf jeden Fall freigeben! Ich bin überzeugt,dass mit einer vernünftigen Koordinierung auch leistungsstärkere Sender auf 87,5 möglich sind. Warum tut sich in dieser Sache nichts? Ist daran die RegTP schuld oder gibt es doch Probleme mit dem Polizeifunk?:confused:

von Hannoveraner - am 12.08.2002 08:21
Was ist das Eurosignal?
Also, als kleines Kind habe ich mich jedenfalls über das komische Keyboard gewundert, das immer dann auftaucht, wenn man den regler ganz nach links dreht.

Was war das? Für mich ein bislang ungeklärtes Phänomen!

CU ALive

von Ohmygod!hesstillalive! - am 12.08.2002 18:34
Cityruf nannte sich das glaube ich. Das war so ein Pager Dienst, wo man irgendwelche Nachrichten übertragen konnte. Aus dem Gedudel (das ja nicht immer gleich war) hat der wohl die Buchstaben dekodiert...

Vor Jahren gabs mal ein Techno Lied mit diesem Gedudel drin ;-)
Falls das bei all den sunshine live Fans wer kennt, Bescheid mailen/posten... Würd mich mal interessieren...

von Andreas W. - am 12.08.2002 18:39
Seit ich vor etwa zwei Monaten Sonntag vormittags mal so eine halbe Papstmesse auf 87.5 mitverfolgt habe, ist diese Frequenz als Indikatorfrequenz für Italien-DX abgespeichert. Ich freue mich über jede "Rauschinsel" auf UKW, ja, hier im Norden gibt's die noch... Also, warum, vor allem für WAS, die letzte Bundesweite auch noch platt machen.

73,Erich

von Erich - am 15.08.2002 06:50
Für das Eurosignal gab es Sender in AM und in FM.
Wer im Bereich eines FM-Senders wohnte, hatte Glück: Dann kam das Signal nur auf 87,5 durch, u´nverzerrt und sauber.
Anderswo wurde in AM gesendet, und da wurde der Empfang bis 88Mhz gestört, z.B. in Hessen Hr3 auf 87,6.
Das Pagersignal aus Frankreich kann man tlw. auch noch auf 87,5 hören, zB im Schwarzwald.
108,0 geht nicht wegen Flugfunk, richtig!
Und die 87,5 ist in der Tat eine gute Es-Indikatorfrequenz.
Und für was bitte brauchen wir noch weitere Frequenzen?
Für noch mehr Dudelsender, die dann pleite gehen weil sie nur den bestehenden Sendern ein paar Promille an Hörern abzwacken können, für den 1000sten unnützen DLR-Füllsender?
Lieber das bestehende Band sinnvoll ordnen.
Zerobase Deutschland muss her!

von Peter Schwarz - am 18.08.2002 19:18
Hallo,

sorry erstmal, daß ich einen so alten Thread herausgekramt habe ;-)

Folgendes: am 08.08.2002 um 14:59 Uhr schrieb dxbruelhart:

"Nur in Frankreich wurde auf 87,39 mittlerweile ein neues Pagernetz, Alphapage Biplus, aktiviert. "

Peter Schwarz schrieb dazu am 18.08.2002 um 21:18 Uhr:

"Das Pagersignal aus Frankreich kann man tlw. auch noch auf 87,5 hören, z.B. im Schwarzwald."

Wie gesagt, das war im Jahre 2002 und lässt mich wundern: nach der Abschaltung von Eurosignal wurde in Frankreich ein neuer Paging-Dienst auf 87,39 MHz aufgeschaltet, welcher noch 2002 im Schwarzwald zu hören war?

Was hat es mit diesem "Alphapage Biplus" auf sich? Sendet es heute (2005) immer noch auf 87,39 MHz? Wer ist der Betreiber? IMHO ist nach Ausgliederung der Pagingdienste von France Telecom an e*Message im Jahre 2000 "Expresso" auf 466,075 MHz der einzige verbleibende Paging-Dienst in Frankreich.

Viele Grüße,
Klaus Wegener

von Klaus Wegener - am 22.01.2005 14:19
ich konnte diesen Pagerdienst auch schon länger nicht mehr empfangen. Bei meinem letzten Scan auf dem Plettenberg bei Balingen hätte der eigentlich gehen müssen (auf dem Klippeneck ging er 2001 noch), aber da kam definitiv nix mehr.
Von daher hat man ihn wohl abgeschafft, geht heute alles per Mobilfunk.

von PeterSchwarz - am 22.01.2005 22:11
Der Polizeifunk wird sicherlich nicht für jedermann freigegeben. Wie soll denn bitte sichergestellt werden dass manche Bürger hier nicht irgendwelche total belanglosen Informationen hineinfunken u. die Übertragung wichtiger Polizeiinformationen stören?

Im Gegenteil: Der Polizeifunk wird komplett digitalisiert bis 2020, so dass Bürger diesen nicht mithören können, geschweige denn selber senden.

von Winnie2 - am 16.01.2015 16:22
Zitat
Winnie2
(...) so dass Bürger diesen nicht mithören können, geschweige denn selber senden.


So die Theorie. In der Praxis ist die Verschlüsselung bereits ausgehebelt worden. Herrlich fand ich die Aussage eines Polizeibeamten, der Polizeifunk wäre in Zukunft digital, also abhörsicher. :joke:

von .:. - am 16.01.2015 16:40
Ich denke mal dass es um folgende Meldung geht:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/TETRA-Digitalfunk-fuer-jedermann-1253092.html

Darin steht allerdings dass die Behörden TETRA sicher verschlüsseln u. lediglich von Unternehmen genutzter TETRA Funk leicht abgehört werden kann.

Es wurde also Digitalfunk abgehört, aber nicht der von der Polizei. Bitte weitergehen. Hier gibt es nichts weiter zu sehen...

von Winnie2 - am 16.01.2015 19:15
Zitat
_Yoshi_
Man soll angeblich mit ein RTL SDR Stick unter Linux den Digitalen Polizeifunk abhören können.
Zwar nicht in echtzeit aber es soll funktionieren.
Passende Software konnte ich bisher noch nicht finden.
Für Linux gibt es doch genug Software die "sowas" kann :) Schau mal genauer hin.Also SDR Software meint ich aber.

von Anonymer Teilnehmer - am 16.01.2015 19:39
Zitat
Hannoveraner
Wann wird endlich die 87,5 freigegeben? Das vollgestopfte UKW-Band könnte so vielleicht ein wenig entzerrt werden.


Mit einer einzigen zusätzlichen Frequenz soll ein Frequenzband von ~20 MHz Breite entzerrt werden? :gruebel:

von FrankSch - am 16.01.2015 20:37
Zitat
Andreas W.
Cityruf nannte sich das glaube ich. Das war so ein Pager Dienst, wo man irgendwelche Nachrichten übertragen konnte. Aus dem Gedudel (das ja nicht immer gleich war) hat der wohl die Buchstaben dekodiert...

Vor Jahren gabs mal ein Techno Lied mit diesem Gedudel drin ;-)
Falls das bei all den sunshine live Fans wer kennt, Bescheid mailen/posten... Würd mich mal interessieren...



Zwar schon länger her... Das lied was ich kenne mit diesem Eurosignal ist ..

https://www.youtube.com/results?search_query=loopzone+mega+htz

Gruß Jan

von Jan_dx - am 17.01.2015 10:29
Zitat
stefsch
Gab es nicht mal Bestrebungen das UKW-BAND von 108-111 Mhz zu erweitern? Der Flugfunk soll diesen Bereich doch schon länger geräumt haben!?

stefsch


Der Flugfunk hat und wird diesen Bereich nicht räumen.
Wird auch WELTWEIT ab 108 Mhz genutzt.

von Karl Ranseyer - am 17.01.2015 13:40
So will ich mal anfangen aufzuzeigen, wo es keinen 4 Meter-BOS-Funk mehr gibt:
- In weiten Teilen Baden-Württembergs, so z.B. entlang der Grenzen der Schweiz und im Grossraum Stuttgart/Heilbronn
- Im Nordschwarzwald
- Im Grossraum München

Wie sieht es bei Euch aus?

von dxbruelhart - am 17.01.2015 16:29
Zitat
dxbruelhart
So will ich mal anfangen aufzuzeigen, wo es keinen 4 Meter-BOS-Funk mehr gibt:
- In weiten Teilen Baden-Württembergs, so z.B. entlang der Grenzen der Schweiz und im Grossraum Stuttgart/Heilbronn
- Im Nordschwarzwald
- Im Grossraum München

Wie sieht es bei Euch aus?

Im Grossraum München sendet nur die Pol digital. Feuerwehr und Rettung noch analog im 4m Band.
BP glaube ich auch noch analog.

von cain - am 17.01.2015 19:02
Zitat
dxbruelhart
So will ich mal anfangen aufzuzeigen, wo es keinen 4 Meter-BOS-Funk mehr gibt:
- In weiten Teilen Baden-Württembergs, so z.B. entlang der Grenzen der Schweiz und im Grossraum Stuttgart/Heilbronn
- Im Nordschwarzwald
- Im Grossraum München

Wie sieht es bei Euch aus?


Heilbronn hat noch analoges 4m BOS.

von DX-Matze - am 17.01.2015 21:50
Hier sind wohl in einigen Städten die Feuerwehren noch auf 4m aktiv. Bis die 4m Frequenzen abgegeben werden, kann das aber noch dauern. Die sollen angeblich noch für Katastrophenfälle gehalten werden. Offenbar traut man Tetra nicht so ganz, was ich durchaus verstehen kann.

von Marc_RE - am 17.01.2015 23:29
Zitat
stefsch
Gab es nicht mal Bestrebungen das UKW-BAND von 108-111 Mhz zu erweitern? Der Flugfunk soll diesen Bereich doch schon länger geräumt haben!?


Woher kommt eigentlich diese immer wieder auftauchende Behauptung?
Ohne Anwendungen in diesem Frequenzbereich wird bei schlechtem Wetter kein Flugzeug landen können. Weltweit.
In diesem Bereich arbeiten Landekurssender für Instrumentenlandesysteme, die für jedes IFR-Flugzeug (= für Instrumentenflug zugelassenes Luftfahrzeug) ausrüstungspflichtig sind.
Daran wird sich auch die nächsten 20 Jahre nichts ändern.
Da ILS-Sender ab 108,1 MHz und die mittlerweile weniger wichtigen VORs ab 108,05 (oder sogar 108,00 MHz?) arbeiten, erübrigen sich auch Diskussionen über UKW-Rundfunk auf 108,0 MHz.

Ansonsten, bei ähnlichen Diskussionen: Man lese einfach mal die Frequenzzuweisungen gemäß Frequenznutzungsplan der BNetzA, und überlege mal, was bei gegebener Signalbandbreite innerhalb eines jeweiligen Frequenzbands die grenznächste benutzbare Frequenz ist... (Signalbandbreiten findet man in der Regel in den zugehörigen, kostenlos im Internet bei der ETSI erhältlichen Fachnormen).
--> www.etsi.org

Dabei ist es erstmal irrelevant, ob aktuell auf einer zugewiesenen Frequenz eine Nutzung stattfindet oder nicht.

von DH0GHU - am 18.01.2015 10:27
Zitat

Warum dürfen aber einige Länder, wie Spanien oder Italien auf 108,0 Radiosender ausstrahlen?

Da stelle ich mir immer noch die Frage ob sie "dürfen" - oder einfach nur machen?
z.B. unser Liebling "Evolution FM" Madrid 87.5 ist ja anscheinend keine lizensierte Station.
Auch in GRC gab/gibt es Sender auf der 108.0.

von iro - am 18.01.2015 13:08
Zitat
Fred54
Genau, es gibt aber eine Lösung für die Frequenzknappheit...
...sie heißt DAB+.

Und wieder Grundsatzdiskussion in 3...2...1... :sneg:
Langsam nervt es nur noch das jeder Thread mit DAB zugelabert wird!
Was hat DAB mit 87,5 und 108 MHz zu tun? NICHTS!


Fest steht, beide Frequenzen sind dem UKW-Rundfunkband zugewiesen, können aber aufgrund der Bandbreite eines Rundfunksignals nicht als Trägerfrequenz genutzt werden, da dieses Signal dann das Band verlassen würde. 87,6 und 107,9 MHz sind somit die niedrigsten bzw. höchsten zuweisbaren Frequenzen. Daran wird sich in den nächsten Jahrzehnten nichts ändern, denn der Flugfunk wird ersteinmal analog bleiben.

von Marc_RE - am 18.01.2015 13:35
Zitat

Allerdings wird der BOS Funk ja nach und nach auf TETRA umgestellt, so dass man vielleicht in 5 Jahren die 87,5 MHz nutzen könnte.

Kleiner Gedankenfehler dabei: Der BOS-Funk hat den Bereich 85,005 - 87,265 MHz (nicht: 87,5 MHz!)

Daran schließt sich an: 87,3 - 87,5 MHz für
Frequenznutzungsteilplan 184 - Eintrag 184004: Mobiler Landfunkdienst / ziv / Betriebsfunk und
Frequenznutzungsteilplan 184 - Eintrag 184005: Mobiler Landfunkdienst / ziv / Reportagefunk.
(entnommen aus: BNetzA_Frequenznutzungsplan2011.pdf)

von iro - am 18.01.2015 14:56
Der analoge BOS-Funk wird in Deutschland – zumindest die 2, 4 und 8 Meter Bänder – sicherlich nicht vor 2020 eingestellt werden.
Die Feuerwehren und Rettungsdienste haben nämlich bis 2020 Zeit zur Umstellung u. dürfen bis dahin ihre alten analogen Funkgeräte weiter nutzen.
Die Landes- und Bundespolizei hingegen dürften schneller auf Digitalfunk umstellen.
Der Katastrophenschutz möchte jedoch zumindest einige analoge BOS Funkkanäle (mit hoher Reichweite) erhalten, für den Fall dass die TETRA-Infrastruktur im Katastrophenfall überlastet ist oder ausfallen sollte.

Von daher kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht über eine Räumung des 4 Meter BOS Bandes entschieden werden u. deshalb kann der Frequenzbereich unterhalb 87,5 MHz vor 2020 nicht für Rundfunkdienste genutzt werden.
Die 200 kHz die von Betriebs- u. Reportagefunk genutzt werden zu räumen bringt nicht viel. Das würde die Bandbreite das UKW-Band gerade mal um 1% erhöhen.

von Winnie2 - am 18.01.2015 15:23
Zitat
Winnie2
Die 200 kHz die von Betriebs- u. Reportagefunk genutzt werden zu räumen bringt nicht viel. Das würde die Bandbreite das UKW-Band gerade mal um 1% erhöhen.


Dieser Bereich wird ja schon für Rundfunkähnliche Aussendungen verwendet. ;)

von _Yoshi_ - am 18.01.2015 16:13
Zitat
cain
Zitat
dxbruelhart
So will ich mal anfangen aufzuzeigen, wo es keinen 4 Meter-BOS-Funk mehr gibt:
- Im Grossraum München

Im Grossraum München sendet nur die Pol digital. Feuerwehr und Rettung noch analog im 4m Band.
BP glaube ich auch noch analog.


Im Outback rundrum sendet die Polizei auch noch munter analog weiter. Die Autobahnpolizei ist auch immer noch zu hören.

Übrigens ist zumindest in Salzburg die 87,5 regulär für Rundfunk in Betrieb, allerdings nur temporär für das Fußball-Stadionradio (1-2 wöchentlich "Bundesliga-On-Ear" und wenn die Nationalmannschaft spielt). Leistung ist wohl nicht mehr als 1 Watt. In Reichenhall, Freilassing und sogar in Ainring sind noch Reste davon zu hören.

von Habakukk - am 18.01.2015 16:42
Zitat
BetacamSP
Der Flugfunk wird sicherlich noch länger analog bleiben. Allerdings wird der BOS Funk ja nach und nach auf TETRA umgestellt, so dass man vielleicht in 5 Jahren die 87,5 MHz nutzen könnte.


Vermutlich nicht, weil die CEPT längst entschieden hat, wie die weitere Nutzung des Bandes 85 - 87,5 MHz aussehen wird. Siehe ECC Decision (06)06 "The availability of frequency bands for the introduction of Narrow Band Digital Land Mobile PMR/PAMR in the 80 MHz, 160 MHz and 400 MHz bands", zuletzt im November 2013 korrigiert.

Das findet man hier: http://www.erodocdb.dk/doks/doccategoryECC.aspx?doccatid=1


>> EXPLANATORY MEMORANDUM

1 INTRODUCTION

This ECC Decision addresses the use of the bands 68-87.5 MHz, 146-174 MHz, 406.1-430 MHz, and 440-470 MHz which are planned for narrow band applications within the land mobile service. The term Narrow Band Digital Land Mobile PMR/PAMR is intended to cover digital systems such as digital single or duplex frequency systems with and without base stations, radio trunked mode systems which offer fast set-up calls, many services such as single, group, priority and emergency calls, data, etc. These systems may be operated self provided, self-used or third party provided.

2 BACKGROUND

Although analogue PMR/PAMR equipment is still in use it is expected that the new delivered equipment will be digital across all market segments. This ECC Decision has been developed in order to provide confidence to industry and potential users that the necessary frequency spectrum to meet the digital requirements will be provided in CEPT countries in accordance with the market developments.

The CEPT/ERC Recommendation T/R 25-08 (revised 2008) provides the planning criteria and coordination of frequencies for the land mobile service in the range 29.7-921 MHz. Those radio applications do not refer to a special standard or specification. This ECC Decision covers both duplex operation and single frequency operation in which the latter one includes e.g. simplex operation and TDD (Time Division Duplex) operation.

This ECC Decision covers exclusively the designation and especially the availability of frequency bands. This means the relevant bands should be designated in the national frequency usage tables and should be made available by the administrations. The current software controlled radio equipment technology offers the flexibility with regard to different frequency availability situations within the CEPT member countries, which facilitates European frequency planning. Separate ECC Decisions are required to deal with the licence (service/telecommunication licence and/or radio licence) related matters and for the carriage and use of equipment throughout Europe. Definitions, descriptions and further information regarding PMR/PAMR can be found in ERC Report 73 and ECC Report 25. [...]

3 REQUIREMENT FOR AN ECC DECISION

The allocation or designation of frequency bands for use by a service or system under specified conditions in CEPT administrations is laid down by law, regulation or administration action. It is considered necessary to designate and implement frequency bands for Narrow Band Digital Land Mobile PMR/PAMR. Only the real availability of an appropriate amount of radio spectrum and not only the designation within the national frequency usage tables encourages manufacturers and operators to make the necessary investments in these radiocommunication technologies. > “The European Conference of Postal and Telecommunications Administrations,

considering

[...]

DECIDES

1. that this Decision covers Narrow Band Digital Land Mobile PMR/PAMR using channel spacing up to 25 kHz, including digital paging systems;

2. that a sufficient amount of spectrum shall be made available in response to market demand for Narrow Band Digital Land Mobile PMR/PAMR within one or more of the following bands
• 68-87.5 MHz,
• 146-174 MHz;
• 406.1-410 MHz,
• 410-430 MHz,
• 440-450 MHz,
• 450-470 MHz;

3. that this Decision enters into force on 8 November 2013;

4. that the preferred date for implementation of this Decision shall be 8 May 2014;

5. that CEPT administrations shall communicate the national measures implementing this Decision to the ECC Chairman and the Office when the Decision is nationally implemented.

von Manfred Z - am 18.01.2015 16:50
Zitat
PowerAM
Eher gaebe es Nachnutzungsmoeglichkeiten fuer das in unseren Nachbarlaendern aufgegebene OIRT-Band.


Wobei diese Nutzung dann robust genug gegen die im Sommer häufigen Überreichweiten aus Russland, Weissrussland und vermutlich auch noch eine Weile aus der Ukraine sein muss.
Oder gibt es in diesen Ländern konkrete OIRT-Abschaltplanungen?
Bei der Ukraine kann ich mir das noch am ehesten vorstellen, alleine aus Kostengründen.

Gruß
Arne

von Arne_BLN - am 18.01.2015 18:50
Kleine Randnotiz: Eine Einführung von Hörfunk auf 87,5 MHz ist ähnlich problematisch wie die Einführung von DAB, denn zumindest mir sind auch schon Radios untergekommen, die sich garnicht auf 87,50 MHz einstellen lassen... Warum sollten sie auch...
Da außerdem bisher kein Nachbar-UKW-Sender unterhalb 87,6 MHz war, dürfte auch kaum irgendwo 87,5 MHz noch vewendbar sein, weil Nachbarbelegungen auf 87,6/87,7/87,8 MHz vorhanden sind.

Mag zwar egal sein, weil aus schon genannten Gründen sowieso 87,5 MHz nie (legal) von UKW-Rundfunk genutzt werden wird, es zeigt aber auf, wie überflüssig solche Überlegungen eigentlich sind.
Vor allem: Für was? 0,5% Kapazitätssteigerung wären durch mehr Einsatz von Richtstrahlung im Rahmen einer "Zero-Base Light" mehrfach zu haben.

von DH0GHU - am 19.01.2015 12:20
Zitat
DH0GHU
Mag zwar egal sein, weil aus schon genannten Gründen sowieso 87,5 MHz nie (legal) von UKW-Rundfunk genutzt werden wird, es zeigt aber auf, wie überflüssig solche Überlegungen eigentlich sind.
Vor allem: Für was? 0,5% Kapazitätssteigerung wären durch mehr Einsatz von Richtstrahlung im Rahmen einer "Zero-Base Light" mehrfach zu haben.


Wie schon einige Seiten vorher erwaehnt: in den 80ern war auf 87,4x MHz noch fast flaechendeckend in Deutschland das Eurosignal empfangbar. Das hatte auch eine gewisse Bandbreite und trotzdem kamen sowohl BOS-Funk als auch benachbarte Radiosender auf 87,6 MHz offenbar damit zurecht. Also: wo ein Wille, da ein Weg. Freilich loest die 87,5 alleine nicht den Engpass auf UKW, aber in der einen oder anderen Stadt waere es immerhin eine Frequenz mehr. Besser als gar nichts!

Nebenbei: in Brasilien wird gerade das UKW-Band von 87,5-108 auf 76-108 MHz erweitert. In anderen Laendern scheint so etwas also kein Problem zu sein. Wir sprechen da von immerhin 1/3 mehr Kapazitaet.

Man haette generell schon laengst weltweit 64-108 MHz fuer Rundfunk freischaufeln sollen. Das haette dann OIRT-Band, Japan-Band und West-Band ein fuer alle mal vereinheitlicht und genug Kapazitaet geschaffen.

von Habakukk - am 19.01.2015 12:38
Naja, angesichts von DAB+ ist so eine Erweiterung hierzulande so oder so schon zum Scheitern verurteilt, da braucht man eigentlich gar nicht weiter diskutieren.
Interessant wird es aber schon, mal die Entwicklung in Brasilien zu beobachten.
Aber das ist eigentlich alles OT, hier geht es ja NUR um die 87,5 MHz, die praktisch alle Empfaenger empfangen koennten (das sind wirklich nur *ganz wenige* Ausnahmen, die die 87,5 nicht koennen).

von Habakukk - am 19.01.2015 12:49
Da hat man in Brasilien zwei TV-Kanäle im Zuge der Digitalisierung aufgegeben und dem Hörfunk gegeben. Vielleicht ist VHF Low komplett aufgegeben worden.

Übliche VHF-Low-Kanäle in Amerika:
2 - 54-60 MHz
3 - 60-66 MHz
4 - 66-72 MHz
5 - 76-82 MHz
6 - 82-88 MHz

Der Wechsel ist in der ITU-Region 2 unproblematisch, kann aber kaum ein Vorbild für die ITU-Region 1 sein. Bis eine solche Erweiterung wirksam wäre, wäre FM in manchen Ländern schon abgeschaltet.

von Manfred Z - am 19.01.2015 12:59
Zitat
DH0GHU
Kleine Randnotiz: Eine Einführung von Hörfunk auf 87,5 MHz ist ähnlich problematisch wie die Einführung von DAB, denn zumindest mir sind auch schon Radios untergekommen, die sich garnicht auf 87,50 MHz einstellen lassen... Warum sollten sie auch...
Da außerdem bisher kein Nachbar-UKW-Sender unterhalb 87,6 MHz war, dürfte auch kaum irgendwo 87,5 MHz noch vewendbar sein, weil Nachbarbelegungen auf 87,6/87,7/87,8 MHz vorhanden sind.

Mag zwar egal sein, weil aus schon genannten Gründen sowieso 87,5 MHz nie (legal) von UKW-Rundfunk genutzt werden wird, es zeigt aber auf, wie überflüssig solche Überlegungen eigentlich sind.
Vor allem: Für was? 0,5% Kapazitätssteigerung wären durch mehr Einsatz von Richtstrahlung im Rahmen einer "Zero-Base Light" mehrfach zu haben.


Die 87,5MHz wird sehr oft im Kabel mit ein Sender belegt.
Im Kabel werden viele Sender auf "Krumme" Frequenzen gelegt.
Demnach muss es genügend Radios geben die auch die 87,5MHz empfangen können.
Radios die es nicht können haben nur 100KHz Step fest eingestellt.

von _Yoshi_ - am 19.01.2015 16:50
Wenn zwei TV-Kanäle vom Fernsehrundfunkdienst auf den Tonrundfunkdienst umgewidmet werden, ist das immernoch eine Zuweisung für den Rundfunkdienst. Das ist eine ganz andere Baustelle.
Die Umstellung von 174 MHz bis 230 MHz von AM-TV bzw. DVB-T auf DAB+ geht ja auch problemlos, weil es eben beim Rundfunkdienst bleibt.

@Habakuk: Das hat ja auch nix mit Eurosignal zu tun. Das war ja außerhalb des Rundfunkbereichs (d.h. komplett unterhalb 87,5 MHz). Schon immer durften Sendespektren des Rundfunks aber bis an 87,5 MHz heranreichen (was dann zu einer Mindest-Trägerfrequenz von 87,6 MHz führte). Das bedeutet auch, ass überall UKW so koordiniert wurde, dass 87,5 MHz +- 100 kHz nicht mehr frei sein muss. Damit muss nirgends (aber kann) 87,5 MHz belegbar sein.
Beispiel: Am Standort X soll ein Sender auf 87,5 MHz betrieben werden. Die Frequenz ist dort frei. Knapp nördlich beginnt aber der geschützte Bereich eines Senders auf 87,6 MHz, und knapp südlich der eine Senders auf 87,8 MHz. Da die beiden Bereiche sich nicht überlappen, konnten beide so betrieben werden. Durch den Abstand der beiden Bestands-Sender stören die sich auch nicht gegenseitig.
Der Sender auf 87,5 MHz würde beide Versorgungsgebiete stören (außer mit Mini-Leistung). Wenn man sich die Belegungen in D anschaut, wird man schnell feststellen, dass das fast überall Realität ist, nahezu überall ist das untere Bandende irgendwie schon "voll". Man mußte eben nirgendwo Schutzzonen zu einer möglichen Belegung auf 87,5 MHz einhalten.

Edit: Dass bei 107,9 MHz noch so viel Platz ist, liegt übrigens am Schutz des Flugnavigationsfunkdienstes, da gibts besondere Schutznotwendigkeiten...

von DH0GHU - am 19.01.2015 16:52
In Polen gibt's auch einen Standort, der auf 87,5 MHz sendet: und zwar Polskie Radio 1 (also ÖR-Sender) mit 10 kW. Dort geht das also auch, wenn man will.

Nun wurde schon über so einige Bandbereiche gesprochen, aber was soll eigentlich mit dem TV-Band-I von 47-68 MHz passieren? Analog-TV sendet da hierzulande ja nix mehr, für DVB-T wurden die Kanäle aber auch nie genutzt.

von Cha - am 20.01.2015 15:15
Der Sender von PR1 aus Częstochowa / Wręczyca hat durch seine Exklusivfrequenz auch eine mächtige Reichweite, so ist er im Raum Dresden in halbwegs günstigen Lagen noch hörbar, via Scatter taucht er auch immer wieder ikn Wien auf. Bei den hervorragenden Tropobedingungen im Dezember 2004 konnte ich den bei mir in Uster empfangen. Damit will ich sagen, dass hier bereits ein starker Sender auf 87.50 aktiv ist, der auch nach Deutschland und in andere Länder reinstrahlt.
In der Schweiz war auch schon mal ein Veranstaltungsradio (mit Lizenz des Bakom) aus Schmerikon auf 87.50 aktiv.

von dxbruelhart - am 20.01.2015 15:41
Nur weil das hier oder da gemacht ist, muß das noch lange nicht normkonform sein, außerdem ist Frequenznutzung nach wie vor Hohheitsrecht der Nationalstaaten, sofern Frequenzbereiche nicht europäisch oder weltweit harmonisiert sind.

47 MHz bis 68 MHz ist nicht nur dem Fernsehrundfunkdienst sondern diversen anderen Funkdiensten zugewiesen. Nebenbei ist das für portable und mobile Massenanwendungen ein äußerst ungünstiger Frequenzbereich.

von DH0GHU - am 20.01.2015 16:04
Die Frequenznachführung bei RDS funktioniert auf der 87,5 MHz nicht, das ist nicht spezifiziert. Ein solcher Sender muss also ohne AF leben (die Nachführung geht dann nur über Autoradios mit Doppeltuner)

Siehe (kostenpflichtiges) PDF EN 50067:1998 unter Punkt 3.2.1.6.1 AF code tables

Zitat
RDS-Spec

0 0000 0000 Not to be used
1 0000 0001 87.6 MHz


von andimik - am 20.01.2015 16:15
Zitat
dxbruelhart
So will ich mal anfangen aufzuzeigen, wo es keinen 4 Meter-BOS-Funk mehr gibt:
- In weiten Teilen Baden-Württembergs, so z.B. entlang der Grenzen der Schweiz und im Grossraum Stuttgart/Heilbronn
- Im Nordschwarzwald
- Im Grossraum München

Wie sieht es bei Euch aus?


Das kann aber nicht sein, hier im Kreis Waldshut funken wir noch nach wie vor auf 76,575/86,375

von @nd1 - am 20.01.2015 16:54
Ich halte die 87,5 nach wie vor für sehr interessant. Zuletzt habe ich beim Sendestart von Radio Hannover daran gedacht. Auf der 87,5 wären für Radio Hannover mit Sicherheit ein paar mehr Watt drin, als zur Zeit auf der 87,6. Ich schätze mal, dass 1-2 KW möglich wären. Außerdem könnten die Gleichkanalstörungen zur 87,6 aus Hamburg minimiert werden. Und AF braucht Radio Hannover eh nicht...

Das gleiche könnte man natürlich auch mit anderen Funzeln machen: Auf 87,5 umkoordinieren und paar Watt mehr spendieren. Sicherlich ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein um die Frequenzknappheit zu lindern. Aber immerhin! Ich würde mich jedenfalls über einen verbesserten Empfang von Radio Hannover im Umland freuen.

Und wer weiß, wie lange UKW noch leben wird. Da sollte man meiner Meinung nach auch die kleinsten Erweiterungsmöglichkeiten nutzen (idealerweise natürlich auch die 108,0).

von Hannoveraner - am 24.01.2015 19:00
@Hannoveraner:

"Interessant" heißt noch lange nicht, dass es möglich bzw. zulässig ist! Für dich noch einmal:

geschrieben von: DH0GHU - Datum: 19. Januar 2015 13:20

Kleine Randnotiz: Eine Einführung von Hörfunk auf 87,5 MHz ist ähnlich problematisch wie die Einführung von DAB, denn zumindest mir sind auch schon Radios untergekommen, die sich garnicht auf 87,50 MHz einstellen lassen... Warum sollten sie auch...
Da außerdem bisher kein Nachbar-UKW-Sender unterhalb 87,6 MHz war, dürfte auch kaum irgendwo 87,5 MHz noch vewendbar sein, weil Nachbarbelegungen auf 87,6/87,7/87,8 MHz vorhanden sind.

Mag zwar egal sein, weil aus schon genannten Gründen sowieso 87,5 MHz nie (legal) von UKW-Rundfunk genutzt werden wird, es zeigt aber auf, wie überflüssig solche Überlegungen eigentlich sind.

Vor allem: Für was? 0,5% Kapazitätssteigerung wären durch mehr Einsatz von Richtstrahlung im Rahmen einer "Zero-Base Light" mehrfach zu haben


P.S.

Die 828 kHz ist jetzt frei - auch in NL!

von hegi_ms - am 27.01.2015 13:11
Man sollte froh sein wenn die 87,5Mhz nicht durch ein Sender belegt ist.
Wenn man ein Autoradio hat was auf 87,5MHz Abgestimmt werden kann und ein Minizünder der ebenfalls auf 87,5MHz senden kann ist das doch Top!
So hat man zum größtenteil keine Störungen.
Eventuell nur von den Nachbarsender auf der 87,6MHz und starke Kabellecks wo ein Sender auf der 87,5MHz sendet.

Apropo Kabel, hier in Leer und umzu wird die 87,5MHz für NDR2 genutzt!

von _Yoshi_ - am 27.01.2015 16:12
Strenggenommen ist der Minizünderbetrieb auf 87,5 MHz (und auf 108,0 MHz) illegal.
Da diese Anwendungen nur den Frequenzbereich 87,5 MHz bis 108,0 MHz nutzen dürfen, liegt die Hälfte ihres Sendesignals außerhalb des zulässigen Bereichs, sobald sie auf 87,5 oder 108,0 MHz eingestellt werden.
Bei der geringen Reichweite gilt natürlich: "Wo kein Kläger, da kein Richter". Das ändert aber nichts am Sachverhalt.
Aber: Müßige Diskussion. Es GIBT diese Erweiterungsmöglichkeit nicht, sie ist schlichtweg nicht durchführbar. Alles andere ist Traumtänzerei und vergeudete Zeit/Energie.

von DH0GHU - am 27.01.2015 18:58
Radio Essen reagiert auch schon auf die neue Konkurrenz und stellt auf Schlager um: http://www.radioessen.de/index.php?id=1403#/index.php?id=1419&tx_ttnews%5Btt_news%5D=33711007&cHash=3672021a44f8ae5a04029ce94511000

Anscheinend sieht die Funke Mediengruppe keine Chance gegen Antenne Essen.

von Japhi - am 01.04.2015 07:55
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