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KABEL-STREUEMPFANG IM OSTEN: Kabel Deutschland und die Kabellecks

Startbeitrag von LeipzigNewsMan74 am 09.01.2009 13:12

Jeder ambitionierte UKW-Empfänger kennt das Problem: man versucht einen weit entfernten UKW-Sender zu empfangen, doch Dank schleckt abgeschirmter UKW-Kabel ist dieses Vergnügen nahezu unmöglich. Und manchmal ist der Spillover oder Streuempfang so stark, dass Kabel-UKW-Sender genauso stark einfallen wie Ortssender. So passiert im Westen von Leipzig nachdem die Gebäudewirtschaft LWB am Hauptkabelkasten rumgefummelt hat. Die Abdeckung fehlt komplett - und auch bein Nebenkasten im Keller fehlt jeglicher Schutz, die Kabel hängen also in der Luft.

Ich richtete meine Beschwerde an Herrn H. von Kabelfernsehen Leipzig. Er war auch im telefonischen Gespräch äußerst nett und schickte auch heute einen Mitarbeiter vorbei. Ob ich die Namen nennen darf, oder ob mir daraus rechtliche Konsequenzen erwachsen würden, weiss ich nicht, deshalb sagen wir auch hier einfach Herr W.

Herr W ging also in den Keller und guckte sich die 2 offenen Kästen an. Dann gab er mir einen Zettel mit einer 180er Nummer, die ich im Störungsfall anrufen solle. Ich erklärte ihm mein Problem, und nachdem er Anfangs dachte mein UKW-Empfang über Kabel sei gestört, meinte er dazu, nachdem er es begriffen hatte... :

"Das geht uns nichts an, das ist Ihr Problem. Wir stören nichts, das ist völlig unmöglich. Da ist ihre Antenne kaputt. Dann hat sich also das für mich hier erledigt und wir können die Sache abhaken."

Das Ende vom Lied: Kabel Deutschland stört weiterhin den terrestrischen UKW-Empfang und fühlt sich bisher nicht berufen, daran etwas zu ändern. Ich werde noch einmal Herrn H. kontaktieren, da dieser ja mir freundlich entgegen trat.

ORIGINALMAIL an KDG Leipzig:

Sehr geehrter Herr H,

wir wohnen als einzige Mietpartei in der W.-Zipperer-Str, 63 und werden aus einer Box im Keller bzw. Nebemhaus mit Kabel analog und digital versorgt.
Vor einigen Monaten wurde das Nachbarhaus Günterstrasse 2 im Auftrag der Gebäudewirtschaft LWVB bzw eines anderen Vermieters verkabelt. Da unser Empfang irgendwie da mit dran hängt, haben die angeblich von der LWB geschickten Techniker, die Box bei uns im Keller überprüft und angeblich sei alles verrottet und müsse ausgetauscht werden. Die Jungs schafften es aber doch irgendwie den Empfang störungsfrei wieder herzustellen. Es wirkte alles sehr improvisiert.

Nur leider habe ich seither das Problem, dass mein terrestrischer UKW-Empfang durch sogenannte Kabellecks massiv gestört ist. Die LWB-Techniker riefen auch prompt bei KDG an, und angeblich sollte jemand vorbei kommt, der... :

- Messungen macht um die Ursache des Streuempfangs festzustellen
- die Box austauscht und richtig abschirmt
- wieder misst um zu sehen, ob der Streuempfang weg ist

Leider ist das bisher nicht passiert. Ich bitte Sie daher mir bei der Behebung dieses Problems zu helfen.

die größten Störsignale verursachen

88,6 Radio Brocken
94,8 Radio SAW
90,775 Radio Leipzig
93,6 RSA

Mit freundlichen Grüßen,
Jürgen Thiel

Antworten:

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Tag,
kurios klingt es schon, aber es kann/könnte auch eine Undichtigkeit beim Nachbarn oder Nachbarhaus sein.
Mach doch mal ein Photo von dem Inhalt der Kästen, dann kann man mal auf die Qualität im Verteilschrank eingehen.

grüße
Christian

von Christianus - am 09.01.2009 13:23

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

KabelDeutschland ist nicht der Schuldige. Der Kabelfernsehkunde ist der Täter, heißt der Fehler ist den Netzebenen 4 und 5 zu suchen:

- zu hoch geschraubte Verstärker
- Masseverbindungen fehlerhaft oder nicht vorhanden
(--> dadurch schlechtes Fernsehbild, also muss wohl der Verstärker höher geschraubt werden :rolleyes: )
- Wurfantennen werden einfach in die Kabelfernsehanschlussdose gesteckt


Ich habe hier auch mit Kabelfersehausdünstungen zu kämpfen. Vor einigen Wochen ist es schlimmer geworden. Teilweise erreichen die Kabelradiosender hier Ortssender-Niveau :mad: !




von Günni74 - am 09.01.2009 13:27

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

OK; muss mir dazu aber noch ne Digicam organisieren

von LeipzigNewsMan74 - am 09.01.2009 13:28

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Wenn die Verteilschränke der NE4 natürlich nicht zu sind trägt KD auf jedenfall eine potentielle Mitschuld, denn da kann jeder Hans und Franz dran, was ja eigentlich nicht soll.
Und davon abhalten die Wurfantenne in die Dose zu stecken wird man den TCM Volksempfängerkunden nie können...

von Christianus - am 09.01.2009 13:39

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Habt Ihr schon mal mit der BNetzA gesprochen? Das solte ich vielleicht auch mal machen. Die hauseigenen Lecks werde ich ja selbst beseitigen wenn sie mir zu sehr auf den Sack gehen. Es gibt aber viele (Haupt-) Strassen mit Gebäuden Nähe Strassenrand. Die Ausdünstungen brezeln mir u.a. in den 3FM-Empfang.

von Staumelder - am 09.01.2009 13:59

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Da unten ist kein Licht und ich habe ein kleines Augenproblem. Da überlasse ich das Rumfriemeln lieber den Profis. Aber das mit den Fotos werd ich noch hinkriegen.

von LeipzigNewsMan74 - am 09.01.2009 14:05

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Also in meiner Umgebung gibts eigentlich keine Kabellecks. Auch in Weiden habe ich nur vereinzelt Kabellecks entdecken können.

Was mich mal interessieren wrde: Wer bitte kommt auf so eine bescheuerte Idee, einen UKW Radiodipol an die Kabelfernsehenanschlussdose zu stecken???

von BetacamSP - am 09.01.2009 14:13

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Um Radiosender zu hören die es nur im Kabel gibt:wall:

von Christianus - am 09.01.2009 14:20

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Zitat

Wer bitte kommt auf so eine bescheuerte Idee, einen UKW Radiodipol an die Kabelfernsehenanschlussdose zu stecken???

Also ich hab vor 20 Jahren als ich noch jung und unvernünftig war auch ne Wurfantenne ans Kabel angeschlossen, um auch auf den diversen Küchen-, Gartenhaus- und Badezimmerempfängern die damals volle Vielfalt im Kabel zu genießen. (Konkret hieß das NDR2, hr3, Hilversum 3, PRO Radio 4, SWF3, RTL... alles in Wuppertal mit dem Walkman im Garten!) Insofern muss ich sagen: Ich bereue nichts! ;-) Heute würde ich das natürlich nicht mehr machen, sondern lieber mit 'nem Mini-Zünder auf nicht belegten Frequenzen arbeiten!

von Free Speech - am 09.01.2009 15:09

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Zum Ausgangsposting:
Wer betreibt denn überhaupt die NE4-Anlage? Bei größeren Wohnungsgesellschaften ist normalerweise immer ein NE4-Betreiber dazwischen. LWB hört sich nach Wohnungsgesellschaft an.

Wenn man hier von "Schuld" sprechen kann, dann ist diese bei dem NE4-Betreiber zu suchen. Dass NE4-Schränke aufgebrochen werden kommt übrigens immer wieder vor, gerade auch von Subunternehmen, die nicht alle nötigen Schlüssel dabei haben und z.B. einen Internetkunden trotzdem installieren, damit abgerechnet werden kann...
Es kann natürlich auch sein, dass die LWB die NE4 selbst betreibt, ist bei großen Unternehmen aber selten.

Ich stand grad heute erst wieder mit entsetzen vor so einem aufgebrochen und extrem verpfuschtem Schrank der Ish-ks (ehemalige TelekolumbusWest-Anlage, das sind meist auch die wildesten ;-))

von WiehengeBIERge - am 09.01.2009 16:36

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Also alleine der Satz "Da ist ihre Antenne kaputt" zeugt schon von der tiefen Ahnung des "Technikers".

Der Grund für all die lustigen Kabel- Rundfunkprogramme, die man prima ohne eigenen Kabelanschluss hören kann, sind eigentlich nie die Netzbetreiber. In 99,99999% aller Fälle ist das das Ergebnis sogenannter Hobbybastler, die mit Schnürsenkeln, T- Stücke vom freundlichen Polen um die Ecke (Flohmarkt, kunststoffummantelt, 50 Cent/Stck.), unsauberen Masseverbindungen, Kurzschlüssen und "Kabelzusammendrehen", "fliegender Verdrahtung" und Antennendosen von Anno 1875 "arbeiten", weil sogar im Kohlenkeller ein Fernseher stehen muss.

Und ich gehe jede Wette ein, das kein KDG- Techniker auch nur annähernd in der Lage ist, dies als Grund herauszufinden. Besser gesagt nicht herausfinden will. Letztendlich wird es auf eine angeblich fehlerhafte Digitalbox geschoben, oder dein UKW- Tuner/Antenne/Kabel ist kaputt...

Warum? Ganz einfach, würde man dagegen vorgehen wollen, müssten diese Techniker ganze Strassenzüge x- fach in den Städten heimsuchen und in JEDER Wohnung die obengenannten Dinge überprüfen. Denn was hilft es, wenn in deinem Haus letztlich alles fachgerecht verarbeitet wird - und der Nachbar verwendet wieder Klingeldraht um seinen Lieblingssender auch in der Besenkammer hören zu können - und deine Antenne auf dem Dach (natürlich NICHT kaputt) empfängt bei der Gelegenheit die gleichen Signale...
Das ist ein unmögliches Unterfangen...


PS: Freu dich auf den Tag, wo ein netter Nachbar auf die sensationelle Idee kommt, PowerLAN zu installieren...




von HAL9000 - am 09.01.2009 17:49

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Kann man so nicht sagen. Zumindest nicht für Upgrade-Netze. Warum? Weil da alle "undichten" Stellen nicht nur abstrahlen, sondern auch jede Menge Störungen von außen einfangen und den Rückkanal stören (wenn kein "Rückkanal-Loser" Verstärker am HÜP installiert ist). Zumindest dagegen geht jeder Kabelbetreiber vor (OK, sie selbst seltener, eher werden dafür Subunternehmen beauftragt), und wenn wirklich an jedem Hausanschluss gesucht weden muss. Da braucht es gar nicht so viele Einstrahlungen, und schon ist ein kompletter C-Linienverstärker völlig zugemüllt.
Ich musste auch schon Kunden abklemmen aufgrund "undichter" Anschlüsse...
Aber in der Regel wird da einfach der Filter im ÜP eingeschaltet und gut is ;-). Dann ist der Rückweg sauber, die Abstrahlung bleibt.

Zitat

Selbst wenn ich bei der BNetzA anrufen würde, würde KD kaum was machen.

Müssen sie auch nicht, denn damit haben sie wenig bis gar nichts zu tun!
Für die Hausverkabelungen ist der NE3-Betreiber nicht zuständig, so lange kein Rückkanal im Spiel ist. Eher schon müsste die BNetzA in so einem Fall "was machen", sprich den Störer ermitteln und notfalls vorübergehen lahmlegen.

von WiehengeBIERge - am 09.01.2009 18:02

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Aber spätestens an den Hausanschlussverstärkern ist für den Rückkanal Ende, wenn in dem jeweiligem Gebäude kein Internetkunde ist. alles was hinter normalen Hausanschlussverstärkern ohne Rückkanal an Pfusch ist, ist in Sachen Rückkanal-Einstrahlung uninteressant. Und auch nicht Sache des Netzbetreibers. In einem ausgebautem Gebäude, sprich mit Rückkanalverstärker sieht die Sache anders aus.

von WiehengeBIERge - am 09.01.2009 18:39

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Die RegTP bzw Netzagentur wird aber sicherlich nicht's unternehmen, wenn durch ein Kabelleck ein Sender gestört wird, der nicht für das betreffende Gebiet sendet, oder? Die Ortssender sind meistens so stark, daß eine Kabelleck-Störung kein Problem darstellt.

von OWL - am 09.01.2009 19:19

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Wahrscheinlich ist das eine "Ermessensfrage", sprich es hängt davon ab, ob der Beamte Lust dazu hat oder nicht ;-).

von WiehengeBIERge - am 09.01.2009 19:20

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Selbst wenn die letzten terrestrischen analogen Abstrahlungen in Deutschland enden, wirds wohl trotzdem noch terrestrisch Analog TV geben dank Kabelnetz ;) Dann gehts mit Kabelnetz DXen los..."hey ich empfange das Kabelnetz aus XYZ aus 10 km Entfernung" ;)

von BetacamSP - am 10.01.2009 05:11

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Übrigens befürchten die Kablenetzbetreiber eher, daß die Ortssender in deren Kabel Störung verursachen, als andersrum, deswegen hat man früher nicht die gleichen Frequenzen ewählt, auf denen terr. gesendet wird

von OWL - am 10.01.2009 07:35

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Ganz einfach, Seitenschneider und die Kabel rausschneiden.... Fertig! ;-)

Nein, mal ernsthaft... Setz doch mal die Bnetza über diesen Vorgang in Kenntniss! Die sollten sich um alles kümmern was mit Störungen zu tun hat... Egal wie und warum und welcher Sender.



von TheSpirit - am 10.01.2009 10:00

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Danke erstmal für Eure zahlreichen Antworten.

>>Wer betreibt denn überhaupt die NE4-Anlage?

von LeipzigNewsMan74 - am 10.01.2009 10:57

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Zitat
OWL
Übrigens befürchten die Kablenetzbetreiber eher, daß die Ortssender in deren Kabel Störung verursachen, als andersrum, deswegen hat man früher nicht die gleichen Frequenzen ewählt, auf denen terr. gesendet wird

Wäre es nicht gerade deshalb sinnvoll Ortssender auf den gleichen Frequenzen auszukabeln? Klar kann es bei entsprechend starken Kabelsignalen Empfangsstörungen geben. Da der Störer aber das gleiche Programm ausstrahlt, dürfte es nicht so schlÜmm sein.

In Osnabrück gibts recht harte Kampfbelegungen, die manch Discounterblinkblinkbluetooth-Autoradio ins Schwitzen bringen. BFBS R1 (103,0) hat zu kämpfen mit ssl (102,85) und Bremen Eins (103,15). Nett ist auch die zzt. unbelegte 103,9 MHz gegen Radio RST auf 104,0. Der Brüller schlechthin ist No-Joy auf 106,25 gegen BFBS R2 auf 106,30 MHz. Letzere ist zwar nur eine Funzel aber auch in unmittelbarer Nähe des Senders gibts Kabellecks. Manch schlaues Autoradio liest N-Joy aus, schaltet auf die 96,4 und weg ist BFBS :rolleyes:

von Staumelder - am 10.01.2009 20:15

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Zitat
Staumelder
Wäre es nicht gerade deshalb sinnvoll Ortssender auf den gleichen Frequenzen auszukabeln?

Wenn die Phasenverschiebung (Laufzeitunterschied) des Trägers nicht wäre, dann wäre es durchaus machbar.
Hier in Leer kämpft Radio Ostfriesland seit Jahren (Entfernung zum Sender 3km) auf 103.9 MHz gegen den Kabel-Sender BFBS Radio (mono) auf gleicher Frequenz 103.90 MHz.
Was mich am meisten ärgert: SLAM!FM 99.6 gegen SkyRadio NL 99.50 :mad: !

von Günni74 - am 10.01.2009 20:24

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

@Leipzig

Nichts für ungut, aber ich würde meine Daten (Name, Adresse) nicht so ohne weiteres im Internet jedem zugänglich machen, zumal du auch noch schreibst, dass du bestimmte Esel und Laufvögel nutzt.

von Mujek3 - am 18.01.2009 07:44

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Es ist ja nicht verboten, Esel zu benutzen. Und auch Laufvögel darf man benutzen, sofern man nicht bei Premiere oder KD das Licht augehen lässt. Also alles völlig legal und harmlos.

Für LeipzigNewsMan74's Problem ist aber in der Tat die BNetzA zuständig, wenn der Kabelbetreiber nicht reagiert. Liegt das Problem an unsachgemäßer Verkabelung in einem Nachbarhaus, so kann rechtlich nur die BNetzA was machen, sprich den Eigentümer zwingen, das in Ordnung zu bringen.

Wenn du das gesamte UKW-Band am ÜP herausfilterst, bekommst du da keinen Ärger mit anderen Hausbewohnern, die gerne Kabel-UKW hören möchten?

von Alqaszar - am 18.01.2009 14:44

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Nein, weil meine Eltern, wo ich seit Sanierung und Mietverdopplung meines Studentenwohnheimes notgedrungen wieder wohne, die einzige Mietpartei sind.

Das Problem mit dem herausfiltern besprechen wir gerade

HIER


von LeipzigNewsMan74 - am 18.01.2009 19:29

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

In Wittenberg gibt es in der Berliner Strasse auch so eine Stelle. Da in Wittenberg der UKW-Empfang von MDR Info eher schlecht ist, schaltet das Autoradio munter zwischen Jessen-87,6; Dessau-90,0 und Collm-105,9 hin und her. Mein Autoradio entscheidet sich an besagter Stelle fast immer für die 87,6. Auf dieser Frequenz ist dann Radio Brocken aus dem KDG-Netz zu hören und das Radio schaltet sofort auf 102,3. Vielleicht sollte MDR Info in seine AF-Liste mal die Wittenberger Kabelfrequenz mit reinsetzen:D

von dlf-fan - am 20.01.2009 23:50

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Normalerweise sollte es ein (Auto-)Radio merken, wenn auf der gleichen Frequenz plötzlich ein anderer PI kommt und dann eine AF des ursprünglich gewählten Programms suchen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.01.2009 05:19

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Das dachte ich eigentlich auch, aber mein Ford 5000 RDS (Bj.97-98) ist eben anderer Meinung und überschreibt den Sender einfach. Dieses Radio ist auch sonst nicht der Brüller mit seinen für meinen Geschmack zu breiten Filtern, aber in einen 11 Jahre alten Kombi, der genau 2.500 ¤ :cool:wert ist, baue ich nun auch kein neues mehr.

von dlf-fan - am 21.01.2009 23:04

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Was es alles gibt...

Tja, jedenfalls kam heut einer von KDG und hat den Verstärker raus genommen, weil die LWB was in dem Haus macht. Resultat: die Kabellecks haben sich deutlich von der Stärke her reduziert. Sie sind zwar noch da (Bsp.: Radio Brocken 88,6), aber deutlich schwächer als vorher.

EDIT: Jetzt nach Rückgang der Tropo gibt es doch wieder stärkere Kabellecks, mit SAW auf 94,8. Allerdings war es wiegesagt schon schlimmer. Auf der 102 kommt jetzt DLF und kein SL mehr.

Zufällig war ich gerade zeitgleich im Keller und hab kurz bevor der Kabelmensch kam den Verstärker vom Strom getrennt. Resultat: da wo in glasklarem Stereo SAW seinen Supershit für Sachsen-Anhalt dudelte, kam jetzt in rauschfreiem Mono Metropol FM. Und auf der 102 wo sunshine live strahlte, kam jetzt IMPULS mit sofort-RDS

w z b w

von LeipzigNewsMan74 - am 23.01.2009 12:03

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Zitat
dlf-fan
In Wittenberg gibt es in der Berliner Strasse auch so eine Stelle. Da in Wittenberg der UKW-Empfang von MDR Info eher schlecht ist, schaltet das Autoradio munter zwischen Jessen-87,6; Dessau-90,0 und Collm-105,9 hin und her. Mein Autoradio entscheidet sich an besagter Stelle fast immer für die 87,6. Auf dieser Frequenz ist dann Radio Brocken aus dem KDG-Netz zu hören und das Radio schaltet sofort auf 102,3. Vielleicht sollte MDR Info in seine AF-Liste mal die Wittenberger Kabelfrequenz mit reinsetzen:D

"Vergessen Sie nicht, Ihre Antenne zu erden!"

QTH: Halle-Passendorf (11e56 / 51n28)
HMK- T200 (DDR- Spitzengerät, modifiziert mit 110 kHz- ZF- Filtern) an 3-Elemente- GA Richtung Osten sowie mobil Sony ICF- SW 7600



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.09 00:50 durch dlf-fan.


Eigentlich drückt die Kabelfrequenz 87,6 MHz von Radio Brocken im gesamten Stadtgebiet mal mehr oder weniger durch und stört bei mobilen Geräten (mp3-player,Handy), den nicht gerade starken Empfang vom Jessener MDR info manchmal erheblich.Die Oschatzer MDR info Frequenz 105,9 MHz kommt in etwa gleich stark wie die Jessener, würde ich mal sagen.Die Dessauer 90,0 MHz MDR info Frequenz kann man mit mobilen Geräte erst ab Coswig/Anhalt einigermaßen hören.Beim Autoradio hat man selbstverständlich , dank stärkerer Antenne besseren Radioempfang.

QTH: Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt)

von Steffen_K1 - am 23.01.2009 23:11

Re: LEIPZIG: Kabel Deutschland und die Kabellecks

Na das hört sich doch nun viel eher nach einem Fall für die BnetzA an. Da ist ja die Rundfunkversorgung der Allgemeinheit nicht gewährleistet. Da würde ich mal eine Mail an die Technikabteilung des MDR, sowie die BnetzA schicken. Die KDG muss mal eine Quitttung dafür kriegen, dass ihre hiesigen Auftragsfirmen so schlampig arbeiten.

von LeipzigNewsMan74 - am 24.01.2009 10:46

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Zitat
Günni74
Zitat
Staumelder
Wäre es nicht gerade deshalb sinnvoll Ortssender auf den gleichen Frequenzen auszukabeln?

Wenn die Phasenverschiebung (Laufzeitunterschied) des Trägers nicht wäre, dann wäre es durchaus machbar.
Hier in Leer kämpft Radio Ostfriesland seit Jahren (Entfernung zum Sender 3km) auf 103.9 MHz gegen den Kabel-Sender BFBS Radio (mono) auf gleicher Frequenz 103.90 MHz.
Was mich am meisten ärgert: SLAM!FM 99.6 gegen SkyRadio NL 99.50 :mad: !


SLAM!FM Vs. Skyradio, das ärgert mich auch terisch umd das schlimme ist man kann dagegen nix machen...DOCH! Einfach auf DAB+ schalten und SLAM!FM auswählen. 11C löst das Problem

von UKW vs. DAB+ - am 15.06.2013 20:14
In Frankfurt ist es richtig geil: 91,2 DKultur gegen die Kabelfrequenz von Bayern 1, ebenfalls auf 91,2! Dies macht den Empfang von DKultur in einigen Stadtteilen Frankfurts quasi unmöglich. Ebenso die 107,5 von Klassik Radio - im Kabel funkt da harmony.fm.

In Darmstadt gibt es noch was viel schlimmeres: ich wollte planet auf 90,1 hören - und es gab DKultur mit RDS! Die Frequenz 91,1 könnte abgeschaltet werden, wenn, ja wenn die Kabellecks geschlossen würden. Da sollte dringendst etwas getan werden.

von RheinMain701 - am 15.06.2013 20:23

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Auch im DAB Bereich stören die Kabellecks.
Der Bereich E5 - E12 ist da noch mit Analoge Sender belegt.

von _Yoshi_ - am 15.06.2013 20:29
Nichtnur UKW/DAB+ wird gestört, sondern auch der DVB-T Empfang leidet. Also dass mit SLAM!FM nerft schon sehr, ich hab im auto (noch) kein DAB+ Radio und hör SLAM!FM eigentlich sehr gerne (und morgens auf dem weg zur Arbeit Achmet's Spasstelefon auf Radio Ostfreisland).Sogar im Auto wird das Signal von Slam dermassen gestört sodass man's in der Stadt/Dorf (überall wo eben kabelhaushalte sind) eigentlich vergessen kann. Deshalb lieber Radio Ostfriesland, ganz gut zum Crusen...

von UKW vs. DAB+ - am 15.06.2013 20:46
Irgendwo in Ostdeutschland...



Man beachte auch die obskure Einspeisung. Was bitteschön hat den Betreiber dazu gebracht, diese lausige Magerbitraten-Dudelei auszukabeln? Ich hätte allerdings auch noch FM4 im Angebot gehabt, war dann jedoch für einen nicht-kontinentaleuropäischen Sender. Auch irgendwelches obskures Hotbird-Zeugs wäre noch verfügbar gewesen.

von Chris_BLN - am 15.06.2013 22:41

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Zitat

Wäre das nicht an und für sich Aufgabe der Bundesnetzagentur Kabellecks aufzuspüren und für deren Schließung zu sorgen?

Das wäre es nicht nur, sondern das ist es und das machen die auch schon längst, und das nicht zu knapp. Ich weiß es, weil ich da quasi direkt dran beteiligt bin ("Leckstellen-Aufspürer und Beseitiger" )
Das machen die sogar weitaus öfter als irgendwelche mutwilligen Piratensender aufzuspüren.

Es ist nicht mehr so wie noch vor einigen Jahren, dass die Kabelbetreber einfach sagen können "kommt aus der NE4, geht uns nichts an" (da der Beitrag uralt ist, habe ich auf den älteren Seiten noch die alte Situation geschildert).

von WiehengeBIERge - am 16.06.2013 06:57

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Ich denke das die BNetzA nur bei einen Bestimmten Pegel anrücken.
Dazu müsste erst der Pegel wohl so hoch sein das man mit ein Tragbaren TV ein Sauberes Analog Bild vorm Haus Empfangen kann.

Am Nervigsten sind die Kabellecks im UKW Bereich wenn man von zu hause aus DXen will.
Auch die Schwächsten Signale aus dem Kabelnetz nerven hier schon gewaltig.

von _Yoshi_ - am 16.06.2013 07:05

Re: Die Kabel Deutschland Story - KDG und die Kabellecks

Zitat

Ich denke das die BNetzA nur bei einen Bestimmten Pegel anrücken.
Dazu müsste erst der Pegel wohl so hoch sein das man mit ein Tragbaren TV ein Sauberes Analog Bild vorm Haus Empfangen kann.

Die BNetzA rück erst mal nur an und misst. Dann bekommen wir den Auftrag, messen auch erst mal, suchen dann den Fehler und beseitigen diesen (macht ganz besonders Spaß, unangekündigt bei irgendwelchen fremden Leuten in die Wohnung zu wollen...).
Danach rückt die BNetzA noch mal an und misst.

27dBµV/m Minimum in 3 m Abstand vom jeweiligem Gebäude sind einzuhalten (auf VHF, wo wir die Kabenetzkennung messen). Damit kann man vorm Haus kaum ein erkennbares Bild empfangen... Googlen nach SchuTSEV hilft auch weiter.
Es werden allerdings vorrangig Anlagen bearbeitet, die den Flugfunk / Betriebsfunk stören, aber diese Anlagen stören in der Regel auch die anderen Bänder...

von WiehengeBIERge - am 16.06.2013 07:20
Es sind ja nicht immer die kabelbetreiber schuld, es ist auch der Fehler beim Endverbraucher zu suchen. Wenn ich da so unser "kabelnetzwerk" anguck wird mir schlecht :kotz: :
auf dem Dachboden unendlich viele splitter, selbst bei mir im zimmer ist einer. Das Problem sind ja nicht nur diese ganzen verbindungen sondern grösstenteils die sehr schlecht abgeschiermten kabel die ja noch alle vom alten Antenntenenfernsehn so übernommen wurden. Es wurde eigentlich nur statt der Dachantenne das Kabeldeutschland Kabel angeschlossen. Die verstärker und alten 80ger Jahre Kabel bleiben. Somit ist es kein wunder dass ich im ganzen haus, sogar mehrere meter vom haus weg die Programme noch krieg. Aber alles zu erneuern will niemand.

von UKW vs. DAB+ - am 16.06.2013 09:50
An Kabellecks sind die Kabelbetreiber so gut wie nie Schuld - nur müssen sie inzwischen auch in den Hausnetzen (Netzebene 4) entstehende Störstrahlung beseitigen.

So wie du das beschreibst sind unzählige Kabelfernsehanlagen "gebaut" worden.
Aber, wenn die Antennenalage damals fachgerecht gebaut wurde, dann ist das (abstrahlungstechnisch) gar nicht mal so schlimm (selbst, wenn es nur einfach geschirmtes Kabel ist).
Viel problematischer sind nicht korrekt montierte Stecker oder mutwillige Pfuscherreinen (wie Lüsterklemmen als Verteiler, Abschirmung am Koaxkabel abgeschnitten / abgeklebt (!!!), Kabel an Hausantenne angeschlossen usw. )

von WiehengeBIERge - am 16.06.2013 09:58
An meinem Zweitwohnsitz hatten wir bis vor kurzem auch so einen Spezialisten. Der wollte seinen Lieblingssender den er nur über Kabel bekam auch im Garten hören und schloss eine alte Zimmerantenne an die Kabeldose an. :wall:

Der Mann der Nachbarin hatte damals die Wohnung renoviert und Antennenkabel dahin gelegt wo er es gebraucht hat. Natürlich hat er penibelst darauf geachtet das er ja nur nicht die Abschirmung anschießt denn diese ist ja nur da um das Kabel abzuschirmen und es wird nicht mit den Steckern verbunden. :wall: Und von dieser Ansicht war er nicht abzubringen.

von Spacelab - am 17.06.2013 07:00
Direkt Meldung an die BNetzA raus. Die erklären ihm dann schon, wie toll seine Ansichten sind. ;)

von Sebastian Dohrmann - am 17.06.2013 07:03
Das Gute ist, dass wir jetzt berechtigt sind, solche Anlagen außer Betrieb zu nehmen - bringt nur nix, wenn man meist (und eigentlich ja sogar zu recht) gar nicht erst rein gelassen wird ;-)

von WiehengeBIERge - am 17.06.2013 17:10
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