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vor 14 Jahren, 10 Monaten
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sedes, dxbruelhart, Peter, MarcelB, Rolf, der Frequenzenfänger, Christian, baumbeisser, Funzel

Radiogeschichte ab 1.11.83

Startbeitrag von Funzel am 01.09.2003 20:30

1. November 1983

Das „Radio in der deutschen und rätoromanischen Schweiz“ beginnt um Mitternacht mit der Ausstrahlung des dritten Programms. „DRS 3“ richtet sich an ein jüngeres oder jung gebliebenes Publikum und sendet vor allem Rock- und Popmusik im weitesten Sinn. Der Generaldirektor der „SRG“, Leo Schürmann, eröffnet gemeinsam mit Programm-Chef Peter Bühler den Sender. Das 24-Stunden-Programmangebot besteht neben moderner Unterhaltungsmusik aus aktuellen Informationen, Servicerubriken über das Wetter und den Strassenzustand, Verkehrsmeldungen und Konsumenteninformationen. Als weitere Neuerung wird im Mittagsprogramm von „DRS 1“ um 12.15 Uhr eine erste, fünfminütige Ausgabe des Regionaljournals eingefügt.
Am ersten Sendetag von „DRS 3“ sind folgende Sender in Betrieb: Üetliberg 102,7 MHz, Säntis 103,1 MHz, Bantiger 101,7 MHz, Valzeina 97,2 MHz, Feschel 101,1 MHz und St. Chrischona 103,5 MHz, später folgen die Sender Pfänder 102,0 MHz, Gebidem 96,6 MHz, Niederhorn 100,4 MHz und Rigi 101,3 MHz.

1. November 1983

Sieben der 36 vom Bundesrat konzessionierten Lokalradiosender nehmen ihren Betrieb auf. In den folgenden Kantonen melden sich:

Baselland
„Radio Raurach“ 102,9 MHz - Geschäfts- und Programmleitung: Robert Bösinger. Chefredaktion: Remo Antonini.

Basel-Stadt
„Radio Basilisk“ 100,9 MHz (ab 2. November 100,6 MHz, wegen Störungen von Radio Dreyeckland/Elsass ) - Chefredaktor: Christian Heeb. Informationschef: Urs Hobi.

Bern
„Radio ExtraBe“ 97,7 MHz - Programmdirektor: Matthias Lauterburg. Redaktoren: Hermann Baumberger, Michel Haefeli, Urs Maurer, Peter Miles.

Zug
„Radio Sunshine“ 93,1 MHz - Programmleiter: Peter Matter. Redaktion/Nachrichten: Alfons Spirig.

Zürich
„Radio 24“ 101,8 MHz - Programmdirektor: Roger Schawinski. Redaktionskollektiv: Markus Gilli, Andi Büchi, Thomas Diethelm, Dani Wyler, Ueli Müller.

„Radio Z“ 101,1 MHz - Programmdirektor: Hans-Peter Meng. Chefredaktion: Alfred Fetscherin.

„Radio Zürisee“ 103,5 MHz - Programmdirektor: René Bondt. Reporter/Nachrichtenredaktoren: Robert Michel, Hannes Heldstab, Ruth Burri.


7. November 1983

Eine Woche lang strahlt „Concert-Sender Amsterdam“ versuchsweise ein klassisches Musikprogramm über Kabelnetz (102,4 MHz) aus.

14. November 1983

Aus Zürich meldet sich ein weiterer Lokalsender. Das alternative Lokalradio, kurz „LORA“, existiert bereits seit 1976 auf dem Papier und von nun an auch im Äther. Täglich wird ein hörernahes, werbefreies Programm von 17 bis etwa 01.00 Uhr auf 88,1 MHz ausgestrahlt. Zweitausend Mitglieder unterstützen „LORA“ mit einem jährlichen Beitrag von 50 Franken.

16. November 1983

Der Bundesrat hat zwei weiteren Lokalsendern definitive Versuchsbewilligungen erteilt. Es handelt sich um „Radio Svizzera del Verbano“ in Locarno und „Radio Corol“, Crans-près-Céligny.

25. November 1983

Pünktlich um 21 Uhr beginnt in Schaffhausen das Lokalradio-Zeitalter. „Radio Munot“ strahlt von nun an sechs bis sieben Stunden Eigenproduktionen auf 91,5 MHz aus. Die Leitung hat Norbert Neininger. Von der „SRG“ werden Nachrichten und einzelne Musiksendungen übernommen.

28. November 1983

„Radio Thohoyandou“, Republik Venda, führt auf Mittelwelle einen Auslandsdienst ein. Ab sofort strahlt der 100-kW-Sender Testsendungen aus. Für den Inlandsdienst stehen vier UKW-Sender zur Verfügung.

1. Dezember 1983

In Island wird ein zweites Radioprogramm eingeführt. Seit 10 Uhr strahlt der Sender Reykjavik auf 99,9 MHz das zweite Programm aus.

1. Dezember 1983

Zwölf Glockenschläge der Luzerner Hofkirche sind das Startzeichen für die Radiomacher vom Lokalsender Pilatus. Punkt 00.00 Uhr nimmt „Radio Pilatus“ mit dem Werbeslogan: „Lokal, schnell und aktuell“ auf 99,5 MHz seine Sendungen auf. Felix Walker zeichnet als leitender Redaktor.

Um 16 Uhr des gleichen Tages nimmt das erste Oberwalliser Lokalradio den Sendebe-trieb auf. „Radio Matterhorn“ erreicht eine Hörerschaft von rund 30 000 Personen von Zermatt bis St. Niklaus und sendet täglich von 18 bis 22 Uhr auf 96,0 MHz. Geschäftsleiter ist Stephan Perren.

Antworten:

Das waren noch Zeiten. Bei der Sendestation wurde damals über die uralte Schlitzantenne mit 300W gesendet. Später baute man neben dem alten Turm (49.5m) eine breitbandigere Antenne mit 6 Feldern, wobei dann DRS3 auf 103.8 MHz wechselte und mit 30kW sendete.
Schade, dass die Zeiten vorbei sind...

von Peter - am 01.09.2003 20:34
schade, dass ich 1983 noch so jung war, dass ich von all dem nichts mitbekommen hab...!

Wann ging eigentlich das Lokalradio von Winterthur Radio Eulach auf Sendung? Und auf welcher Frequenz waren die damals drauf?

Ich weiss nur noch so ganz im Dunkeln, dass die mal auf 102.1, später dann auf 107.2 und glaubs so ab 1996/97 auf 103.5 MHz wechselten. Um diese Zeit wurde dann zusätzlich auch in Wiesendangen die 96.1 aufgeschaltet.

von baumbeisser - am 01.09.2003 21:42
Radio Eulach - das ging irgendwann Anfang 1984, vielleicht auch erst im Frühling auf Sendung; zuerst waren Sie effektiv auf 102,1, sendeten von Brütten-Chomberg. So gegen 1987 hätten Sie dann auf 107,2 wechseln sollen, sie zögerten den Wechsel dann aber jahrelang heraus. Irgendwann wurde ihnen auch der Sender auf dem Chomberg gestohlen.
Im Juni 1994 wurde dann der zweite Sender auf dem Hasliberg (Oberhasli) 99,4 eingeschaltet.
1995 wurde der Hauptsender von Brütten-Chomberg verlegt auf den Brühlberg; die Frequenz wurde dann 103,5; im September 1995 wurde der Sender Zürichberg auf 107,2 eingeschaltet; der Zürichberg wechselte dann im Mai 1997 auf 104,5; damals wechselte auch Lora auf 97,5.
Der Sender Wiesendangen kam im November 1996 dazu auf 96,1.

@ Peter: Dein Posting bezieht sich doch auf den Rigi, sehe ich das richtig?

von dxbruelhart - am 02.09.2003 04:31
Jup, das is korrekt. Hab ich vergessen, reinzuschreiben.

von Peter - am 02.09.2003 08:59
Welches waren die ersten 36 vom Bundesrat konzessionierten Lokalradiosender?? Ich glaube Radio Akteull und Radio Thurgau waren auch von anfang dabei oder? Sendete Radio Aktuell schon damals auf der 92.90 MHz wie heute? Wen ich nämlich eure Liste sehe von damals. Wurde praktisch jede frequenz geändert!

Gruss sedes

von sedes - am 02.09.2003 10:12
Zitat

Zug
„Radio Sunshine“ 93,1 MHz - Programmleiter: Peter Matter. Redaktion/Nachrichten: Alfons Spirig.


Das finde ich ja mal interessant.... Peter Matter ist heute Geschäftsführer von www.sumatronic.ch und Alfons Spirig der Chef von www.radiocentral.ch
ehemals Radio Schwyz. Wie die Zeiten sich ändern...

von Christian - am 03.09.2003 11:41
Ach ja, das waren noch Zeiten... als damals 13jähriger habe ich die Anfänge von DRS3 und den ersten Lokalradios sehr genau mitverfolgt. DRS3 war damals der Kultsender schlechthin. Meine damalige Radio-Ausstattung war noch sehr primitiv (ein UHER-Tuner mit "Seilzug-Abstimmung" an einer Kreuzdipol-Gemeinschaftsantenne), aber trotzdem konnte ich sehr viele der neuen Lokalradios empfangen (und DRS3 sowieso). Radio Munot aus Schaffhausen kam natürlich am besten (ist ja auch nur einen Katzensprung entfernt), aber auch die Zürcher Sender waren recht gut zu hören. Ebenfalls sehr gut kam Radio Eulach (heute TOP), damals noch auf 102,1. Als man später auf die 107,2 wechselte, wurde der Empfang sogar noch besser. Mit dem Wechsel auf 103,5 vertikal war's dann aber leider vorbei mit dem guten Empfang.
Radio Aktuell aus St. Gallen konnte ich mit meinem relativ einfachen Equipment sogar auch schon empfangen. War allerdings nur in Mono zu geniessen. Ich meine mich zu erinnern, dass die zu Anfang auf 100,8 gesendet haben. Stimmt das? Überhaupt haben fast alle Sender im Lauf der Jahre ihre Frequenz gewechselt. Immerhin blieb Radio Munot seiner 91,5 bis heute treu... ;)

Tja, die guten alten Zeiten... vielleicht kommt ja mit dem Relaunch von DRS3 wieder ein bisschen von dem alten Charme zurück. Das war damals alles noch nicht so glatt und professionell wie heute. Genau deswegen war es wohl auch so liebenswert. Wenn es mal eine Zeitmaschine geben sollte, würde ich gerne ins Jahr 1983 zurück reisen und das alles nochmal erleben.



von Rolf, der Frequenzenfänger - am 04.09.2003 18:21
Stimmt das waren Zeiten. Ich erinnere mich noch das Radio Aktuell (1984 schon auf der 92.90Mhz) von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr eine Sendung hatte namens Jukebox. Da konnten die Hörer musikwünsche aufs telefonband sprechen. Sogar aus Deutschland wurde angerufen da es damals noch keine Privatenradiosender in Deutschland gab. Und ganz Thurgau lachte drüber das Radio Thurgau im Oberthurgau gar nicht empfangbar war obwohl si vom Ottenberg sendeten und die Leute Radio aus St.Gallen hören mussten. Das waren noch zeiten:-)))

von sedes - am 04.09.2003 18:50
R. Aktuell sendete anfangs auf 101,5 vom St. Gallen-Chrichli St. Peter und Paul, da sind sie auch heute noch, seit ? ca. 1986/87 auf 92,9 (musste auch nachsehen, die 101,5 war mir nicht mehr klar)

von dxbruelhart - am 04.09.2003 21:51
Nicht ganz alle Frequenzen wurden verändert. ExtraBe (heute ExtraBern) hat seine 97,7 bis heute behalten. Nur wurde Anfangs 100 W vertikal ab dem katastrophalen Ostermundigenberg gesendet, später gings auf 200 W, dann auf 400 W, dann auf 600 W und zum Schluss waren's glaub ich sogar 1 Kw. Erst dann hat das Bakom begriffen, dass es nicht geht.

Am 1.1.84 um 00.01 kam dann in Bern der Alternative Lokalradiosender Radio Förderband auf 96,7 Mhz (ebenfalls Ostermundigenberg 100W) dazu. Nach der Umwandlung in ein "normales" Lokalradio wurde provisorisch (!) auf 104,2 Mhz gewechselt, 1990 mussten sie wieder auf 96,7 zurück und seit der Umbenennung in "BE1" senden sie auf 101,7.

von MarcelB - am 05.09.2003 08:50
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