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vor 8 Jahren, 10 Monaten
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Mc Jack, LeipzigNewsMan74, Martyn136, Daniel28-55-59, Morten Hesseldahl, Rolf, der Frequenzenfänger, Wolfgang R, March, audion, Terranus, ... und 14 weitere

Erklärung zu verschiedenen Antennentypen?

Startbeitrag von Martyn136 am 09.02.2009 01:31

Hab hier neulich ein Bild gefunden, auf dem man ein Haus mit fünf verschiedenen Rundfunkantennen sieht.



Die oberste Antenne ist ne UHF Antenne, ebenso die dritte Antenne von oben, nur das diese kleiner ist. Und die unterste Antenne ist imho eine Antenne für VHF I und/oder VHF II (aka UKW).

Aber für was ist die zweite Antenne von oben und zweite Antenne von unten zuständig?

BTW: Das Haus steht in München-Waldtrudering.

Meine Vermutung zur Antennenausrichtung wäre: Die kurze UHF Antenne ist für den Empfang vom Olympiaturm zuständig, die lange UHF Antenne für den Empfang vom Gaisberg (Wendelstein macht ja keinen Sinn weil da ja auch nichts anderes drauf ist als Olympiaturm). Alternativ könnte ich mir auch vorstellen das vielleicht eine der beiden Antennen für den früher analogen Empfang von Sat1 und Pro7 war. Die VHF I/II Antenne ist vielleicht für den UKW Empfang der ORF Radioprogramme. Für die zwei anderen Antennen fällt mir aber an dem Ort auch kein Sinn ein.

Antworten:

Wendelstein K10 ARD (?) und noch was Österreichisches im Band III...

Mal recherchiert:

von oben nach unten:

UHF-lang: Gaisberg K29 + K32 (ATV+/ORF2)
VHF-lang: gleiche Richtung, Gaisberg K8 (ORF1)
UHF-kurz: Olympiaturm
VHF-kurz: Wendelstein K10 (ARD) der Winkel zum Gaisberg kommt auch hin
UKW zwischen Wendelstein und Gaisberg.



von Japhi - am 09.02.2009 01:35
Japhi hats schon perfekt erklärt. :spos:
Das ist die typische Münchner Antennenkombination aus der Zeit, bevor der Kanal 8 auf dem Gaisberg herunter gedreht wurde. Alternativ zum Gaisberg wurde auch die Zugspitze angepeilt, z.B. im Münchener Westen und in Untergiesing.

von Mc Jack - am 09.02.2009 09:48
Müsste mit genau dieser Antenne jetzt nicht ORF per DVB-T wieder kommen? Ausrichtung passt doch, oder?

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 09.02.2009 10:18
Ja, damit wird mit grosser Wahrscheinlichkeit DVB-T vom Gaisberg gehen. Schliesslich ist das noch eine richtige Antenne mit geschätzten 16dB echtem Gewinn und kein Designerprodukt fürs Wohnzimmer...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.02.2009 11:17
@:Rolf:
Sehr treffend formuliert. ;)
Das einzige Problem könnte der eventuell (?) verbaute (?) Vorverstärker sein, der mit den neuen 100kW-Kanälen vom Wendelstein (Sichtkontakt) überfordert ist und dementsprechend "zu macht".

von Mc Jack - am 09.02.2009 12:08
Dem wird im Winter nicht kalt... (Mobilfunk) ;)


von ATS-909 - am 09.02.2009 15:27
Das unterste dürfte schon eine UKW-Antenne sein. Für Band I scheint sie mir zu klein und sie würde auch nix reinbringen in die Richtung. Sie schaut zwischen Gaisberg und Wendelstein, um vermutlich sowohl den Empfang von BR als auch von ORF zu ermöglichen.

von Peter Schwarz - am 09.02.2009 15:34
Fünf Antennen sind aber irgendwie schon sehr freakig und in der Anschaffung sehr teuer.

Denke es müsste eigentlich schon möglicht sein mit maximal drei Antennen auszukommen.

An den beiden oberen Antennen für den Gaisberg lässt sich nichts rüttels wenn man ORF1, ORF2 und ATV haben will.

Aber was FM betrifft: Für die BR Hörfunkprogramme und die privaten Münchner Hörfunkprogramme gehen ja schon mal ohne Antenne. Und für die ORF Hörfunkprogramme müsste es eigentlich auch die VHF Band III Antenne für den Gaisberg tun. Der Gewinn ist zwar im Band II nicht ganz so gross wie im Band III, aber für Hörfunk müsste das schon reichen. Gross genug ist die Antenne ja.

Dann zum deutschen Fernsehen: Gabs am Olympiaturm kein ARD? Eine UHF Antenne zum Olympiaturm muss wohl sein, weil da imho auch Sat1 und Pro7 drauf waren und die nicht soviel Sendeleistung hatten. Falls es am Olympiaturm wirklich kein ARD gab, hätte ich gehofft das die VHF Band III Antenne zum Gaisberg dann auch den Wendelstein noch mitnimmt.


von Martyn136 - am 09.02.2009 23:43
Freakig? Das ist/war in München so üblich, auch bei Normalmenschen. Einfach mal ein bisschen auf die Dächer schauen - falls da noch terrestrische Antennen drauf sind dann i.d.R. sowas wie die 5er-Kombi auf obigem Bild.

von Ghuzdan1 - am 10.02.2009 00:33
Der Aufwand macht schon Sinn. Die Antennen müssen kanalselektiv zusammen geschalten werden. (evtl. schon Kanalvorverstärker) Nur mit den oberen beiden Antennen würde man sich von den stärkeren Ortssendern nur viele Schattenbilder einfangen. Antennen im gleichen Band werden über Kanalgruppen- oder Selektivweichen auf einen "Mehrbereichsverstärker" geführt. Dieser hat meist einen Eingang für UHF, Band III und einen für Band I/II. Nur mit der Band III-Antenne wird im nachfolgenden Verstärker UKW nicht mit verstärkt. Man müßte dann die Antenne über eine Weiche (Band III / Band I/II) auf beide Verstärkereingänge führen. Und das so eine Anlage ohne Verstärker betrieben wird, glaube ich nicht. Ich kenne zwar die Signalstärken der jeweiligen Sender nicht, würde die Anlage aber genau so aufbauen.

von Radio-DX - am 10.02.2009 00:35
Solche Konstruktionen kann man auch in unserer Region bewundern. Ganz oben am Mast eine große UHF, oft selektiv, für Ahrwweiler 56 (Südwest 3), eine VHF für Kanal 9 Langenberg (ARD), eine kleinere UHF für Witzhelden oder Wesel (ZDF und WDR), und oft eine VHF und/oder UHF für Roermond. Auch fünf- oder siebenelementige UKW-Monster für Linz/Rhein sind dann noch am Mast.

von Alqaszar - am 10.02.2009 00:38
VHF Gaisberg und Wendelstein braucht man ja heute nicht mehr. Wobei die VHF Gaisberg heute noch für den Hörfunk vom Gaisberg nützlich bleiben könnte. Die UKW-Antenne wird rückwärts auch noch für SDR/SWR aus Aalen interessant (gewesen) sein! Und im Osten und Südosten ist der Oly recht schnell angekratzt. Und dann macht die Hausantenne wegen Reflexionen auch für den BR etwas Sinn.

ARD analog gab's in M (zumindest in den 90ern) nur vom Wendelstein. Mit Zimmerantenne war der ziemlich verrauscht.

von Hagen - am 10.02.2009 00:39
Zitat
Martyn136
Fünf Antennen sind aber irgendwie schon sehr freakig und in der Anschaffung sehr teuer. [...]
An den beiden oberen Antennen für den Gaisberg lässt sich nichts rüttels wenn man ORF1, ORF2 und ATV haben will.

Rütteln lässt sich daran insofern, dass die VHF-Antenne für den Gaisberg heute nicht mehr benötigt wird. Aber "freakig" ist das noch lange nicht. Hier in der Region waren früher auch Masten mit bis zu sechs Antennen üblich, um die damals zehn theoretisch möglichen TV-Programme zu empfangen. Als es noch keine Alternative zur Terrestrik gab, war man froh um jedes zusätzliche Programm und hat den entsprechenden Aufwand nicht gescheut.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.02.2009 04:49
Zitat
Martyn136
Fünf Antennen sind aber irgendwie schon sehr freakig und in der Anschaffung sehr teuer.

Denke es müsste eigentlich schon möglicht sein mit maximal drei Antennen auszukommen.

An den beiden oberen Antennen für den Gaisberg lässt sich nichts rüttels wenn man ORF1, ORF2 und ATV haben will.

Aber was FM betrifft: Für die BR Hörfunkprogramme und die privaten Münchner Hörfunkprogramme gehen ja schon mal ohne Antenne. Und für die ORF Hörfunkprogramme müsste es eigentlich auch die VHF Band III Antenne für den Gaisberg tun. Der Gewinn ist zwar im Band II nicht ganz so gross wie im Band III, aber für Hörfunk müsste das schon reichen. Gross genug ist die Antenne ja.

Dann zum deutschen Fernsehen: Gabs am Olympiaturm kein ARD? Eine UHF Antenne zum Olympiaturm muss wohl sein, weil da imho auch Sat1 und Pro7 drauf waren und die nicht soviel Sendeleistung hatten. Falls es am Olympiaturm wirklich kein ARD gab, hätte ich gehofft das die VHF Band III Antenne zum Gaisberg dann auch den Wendelstein noch mitnimmt.



Zu FM:
Wenn FM auch mit Band-III-Antennen geht, frage ich mich, weshalb es überhaupt FM-Antennen gibt?
Zur ARD:
Wendelstein und Gaisberg haben unterschiedliche Ausrichtungen und können nicht mit einer Antenne gleichzeitig angepeilt werden. Digital geht sowas schon mal, analog ging es nicht. Abgesehen davon wurden sehr oft Einkanalyagis verwendet.
Zum Oly:
Ja, Sat 1 und Pro 7 waren drauf, genauso wie RTL, RTL 2, DSF, TV München und nicht zu vergessen ZDF und BR.

Wenn fünf Antennen freakig sein sollen frage ich mich was dann sieben Antennen, die in München und Umgebung auch möglich waren, sind?!


von Mc Jack - am 10.02.2009 08:20
Auch in Frankfurt bzw. südlich davon gab es bis zu 5 Antennen auf den Dächern.
VHF Gr.Feldberg ARD
UHF Gr.Feldberg ZDF/HessenTv
UHF Gr.Feldberg HessenTv (manchmal mit e. zusätzlichen Antenne und nicht zusammen mit ZDF)
UHF Donnersberg SW3-RP
UHF "Aschaffenburg" Bayerisches Fernsehen (In meinem "Block" auf VHF umgesetzt)
UHF Mainz/Wiesbaden Sat.1/afn tv
In den 80ern gab es vereinzelt auch Antennen fürs DDR-Fernsehen.

von Nordi - am 10.02.2009 08:47
Zitat
Martyn136
Fünf Antennen sind aber irgendwie schon sehr freakig und in der Anschaffung sehr teuer.


Ich bin in Assens (Fünen)/Dänemark aufgewachsen. Als ich Kind war, hatten fast alle Häuser auch genau 5 Antennen und zwar:

1. Eine UHF-Antenne gerichtet nach Flensburg – für ZDF (K39) und N3 (K57). Außerdem wurde RTL aus Niebüll (K40) mitempfangen.
2. Eine UKW-Antenne gerichtet nach Flensburg.
3. Eine VHF-Antenne gerichtet nach Flensburg – für ARD (K4)
4. Eine UHF-Antenne gerichtet nach Tommerup – für TV2 (K22)
5. Eine VHF-Antenne gerichtet nach Rangstrup für DR1 (K7)

Dafür wurde meistens ein Verstärker mit folgenden Eingängen eingesetzt:
1. Band I (VHF-L)
2. Band II (UKW)
3. Band III (VHF-H)
4. UHF (K22)
5. Rest UHF (K24-60)


Morten Hesseldahl


von Morten Hesseldahl - am 10.02.2009 11:33
In und um Bamberg waren 7 Antennen auch nahezu normal.

1) UHF H Geisberg ARD
2) UHF H Kälberberg ZDF u. BR
3) UHF H Heidelstein HR
4) UHF V Kälberberg Sat1, RTL, Pro7, DSF (bzw. Tele 5)
5) UHF H Bleßberg MDR (bzw. DDR 2)
6) VHF H Bleßberg DDR 1
7) UKW Antenne

Und teilweise, aber eher selten, noch eine 8. Antenne

8) UHF V Warner Barracks AFN TV




von March - am 10.02.2009 12:10
Noch eine Erinnerung an bessere Fernsehzeiten (technisch und programmlich), Foto 2004:
Standort: Wald (Zürcher Oberland am Alpennordhang):

Von oben nach unten:
UHF Hochrhein D
UHF Rigi CH
UHF Mühlhausen F
VHF Feldberg
UKW D/F
VHF Rigi CH



von audion - am 10.02.2009 13:10
Jeder normale Mensch wird niemals nachvollziehen können wieso wir sowas schön finden ;)

von BetacamSP - am 10.02.2009 13:32
Zitat
BetacamSP
Jeder normale Mensch wird niemals nachvollziehen können wieso wir sowas schön finden ;)


Stimmt!:D
Bevor ich dieses Forum entdeckt habe dachte ich immer, dass ich der einzige Mensch bin mit 'nem "Antennen-Tick"

von March - am 10.02.2009 13:40
Ja da hast Du recht.

Was meinst Du, wie oft ich schon angesprochen (nicht negativ) wurde, warum ich soviele (neue) Antennen auf meinem Dach habe.

Ich antworte dann immer, daß eben jeder sein Hobby oder seinen "Tick" hat.
Und wenn ich den Leuten dann erzähle, was ich so alles über diese Antennenanlage empfangen kann (u.a. ORF), dann sind sie überrascht, daß sowas überhaupt möglich ist.

Das digitale Antennenfernsehen ist leider auch heute noch bei vielen Fernsehzuschauern ein Fremdwort.
Viele verbinden mit dem Begriff Fernsehantenne immer noch "drei Programme" und ein "Flimmern" im Fernsehbild.

von Daniel28-55-59 - am 10.02.2009 14:18
Zwecks der schweizer Antenne: Solche AM-Reussenantennen habe ich bei mir in der Umgebung noch nie gesehen, sind die besonders in CH polulär, oder gibt es andere Regionen, wo diese eingesetzt werden?

Was ist der Vorteil gegenüber dieser UMKL-Antennen (Horizontale Stab für UKW, Vertikaler Stab für MKL), die bei uns die Spitze fast jedes Mastes zieren? Besserer AM-Empfang?

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 10.02.2009 14:29
Zitat
BetacamSP
Jeder normale Mensch wird niemals nachvollziehen können wieso wir sowas schön finden ;)

Die Frage ist nicht nur die Optik, sondern auch das Kosten-Nutzen Verhältniss. Bei 7 Antenne, eine entsprechend diemensionierte Befestigung, die benötigten Teile für Zusammenführung und Vorverstärkung erreicht dann schnell ein Niveau bei dem es sich dann einfach nicht mehr rechnet und Sat Empfang selbst bei den anfänglich teureren Preisen wohl günstiger gewesen wäre.

von Martyn136 - am 10.02.2009 14:59
Zitat
Martyn136
Die Frage ist nicht nur die Optik, sondern auch das Kosten-Nutzen Verhältniss. Bei 7 Antenne, eine entsprechend diemensionierte Befestigung, die benötigten Teile für Zusammenführung und Vorverstärkung erreicht dann schnell ein Niveau bei dem es sich dann einfach nicht mehr rechnet und Sat Empfang selbst bei den anfänglich teureren Preisen wohl günstiger gewesen wäre.


Die meisten Riesenanlagen sind wohl aus den 80’er Jahren? In Dänemark z.B. gab es bis 1988 nur einen Sender und zwar DR. DR sendete damals etwa 7 Stunden (von 16 bis 23 Uhr). Satellitenfernsehen war in Dänemark bis 1991 für private Haushalte verboten. Deswegen waren zu den Zeiten die deutschen bzw. schwedischen Sender sehr populär. Also es war damals keine Frage vom Preis/Leistung Verhältnis.

von Morten Hesseldahl - am 10.02.2009 15:26
Und genaus das ist der Punkt.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis spielt bei jemandem, der einen "Antennen-Tick" hat, nur eine untergeordnete Rolle.

Und dazu zähle ich mich auch...;)

von Daniel28-55-59 - am 10.02.2009 15:26
wenn ich meine Anlage hoffentlich im Frühjahr umbauen kann plane ich folgende Antennen:

UKW Nürnberg/Büttelberg
UHF Aalen K50 (wg. WDR)
UHF Rotbühl K28 (wg. Südbayern)
UHF Nürnberg/Kälberberg (vertikal) - kommt bei mir aus der selben Richtung wg. Reflek.
VHF Nürnberg 12A/12D bzw. noch-K6 vertikal

Derzeit ist noch drauf
UKW Nürnberg
UHF TVU Ebermannstadt ( darüber geht Kälberberg aber jetzt schon einwandfrei)
B I Kreuzberg ... die werd ich wahrscheinlich abbauen.
VHF TVU Ebermannstadt ( darüber geht derzeit Dillberg)

Ist halt Mordsaufwand, weil der Mast umgelegt werden muss, sonst kommt man nicht hin.

von Terranus - am 10.02.2009 15:52
@Wolfgang R
Zitat

Zwecks der schweizer Antenne: Solche AM-Reussenantennen habe ich bei mir in der Umgebung noch nie gesehen, sind die besonders in CH polulär, (...)
Was ist der Vorteil gegenüber dieser UMKL-Antennen (...)?


Sie wurden - wie der Rest der gezeigten Antenne auch - von einer Firma (WIPIC) hergestellt, die das "Letzte" herausholte und auch die "besten Preise" hatte. Der Empfang dürfte nur unwesentlich besser gewesen sein, als mit einer gleichlangen Rute, denn man kann auf Grund der höheren Kapazität gegen Erde eine gewisse Wirkung als "Dachkapazität" hinein interpretieren.

Der Zweck war ein anderer: Auf Grund der "dicken" Bauform im Vergleich zur Rute, waren Prasselstörungen ("Coronaentladungen") deutlich geringer als bei einer Rute. WISI und Andere versahen die Rute aus demselben Grund oben mit einer Kugel. Diese Kugel war also nicht ein optischer Gag. Man vergleiche mit den Kugel an einer Elektrisiermaschine. Auch diese sind dort, um "Coronaentladungen/Elmsfeuer" zu verhindern.

Die sog. LMK/UKW-Kombinationen sind/waren "Tiefpreis"- und "Platzspar"- Kompromisse. Die Trennung von LMK und UKW ist selbstverständlich "sauberer". Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich meine diejenigen Gebilde, wo die UKW-Antenne (meist 3-Element) auf halber Höhe der Rute war. Kreuzdipole mit aufgesetzter Rute sind wieder ein anderes Thema (nur bei Rundempfang sinnvoll).
3-Element-UKW-Antennen mit aufgesetzter Rute entsprechen einer normalen Rute mit unmittelbar darunter am Mastende angebrachter 3-Element-UKW-Antenne.
Solche Kombinationen haben eine mehr oder weniger gute "eingebaute Weiche" LMK+UKW und erfordern deshalb an der Hauptweiche unter Dach nur einen Eingang und sparen etwas Koaxialkabel.

von audion - am 10.02.2009 16:28
Ah, und direkt neben der Antennenanlage ein Mobilfunkmast der schön auf die Antennen reinstrahlt, sieht jedenfall so auf dem Bild aus. Wird schön stören oder? Bei mir in der Siedlung steht seit etwa 2 Jahren ein Handymast der vorheriges Jahr noch mehr bestückt wurde auf einen 6 Stöckigen Haus. Beim testen der UKW 50nw Minifunzel habe ich festgestellt das im Radio genau in der Handy Strahlungsrichtung ab einen gewissen Pegel der unterschritten wird ein starkes Rauschen auftritt der um 100m reicht und dann wieder einmählich schwächer wird.

von DJ Taifun - am 10.02.2009 19:57
Mit großer Erheiterung las ich den folgenden Beitrag:


Zitat
Martyn136
Zitat
BetacamSP
Jeder normale Mensch wird niemals nachvollziehen können wieso wir sowas schön finden ;)

Die Frage ist nicht nur die Optik, sondern auch das Kosten-Nutzen Verhältniss. Bei 7 Antenne, eine entsprechend diemensionierte Befestigung, die benötigten Teile für Zusammenführung und Vorverstärkung erreicht dann schnell ein Niveau bei dem es sich dann einfach nicht mehr rechnet und Sat Empfang selbst bei den anfänglich teureren Preisen wohl günstiger gewesen wäre.



Aha.
Kleines Gedankenspiel:
Angenommen, die Antennenanlage ist "nur" 18 Jahre alt, dann bedeutet das, das sie im Jahr 1991, also in der guten alten Astra 1A/1B-Ära, montiert wurde.
Wie, lieber Martyn136, hättest du in der damaligen Zeit die Programme ARD, ZDF, BFS, tv München (damals noch Weiß-Blau?), ORF 1 und 2 kostengünstiger via Satellit heran geholt, mal abgesehen davon das ein Teil der Programme damals und auch heute nicht über normalen Sat-Weg empfangbar waren und sind?

Zweites Gedankenspiel:
Angenommen, die Antenne hat ein "normales", "übliches" Alter von 20 Jahren oder mehr, wären wir schon in der (Pre-)Astra-1A-Ära, in der die deutschen Programme über mehrere Satelliten verstreut waren, ganz zu schweigen davon das einige davon gar nicht, nicht für Geld und gute Worte via Satellit zu haben waren. Das wären z.B. die ARD mit dem Bayern-Fenster, das ZDF, ORF1 und 2 usw..

Des Weiteren gehen wir einfach mal davon aus das in dem Haushalt drei Fernsehgeräte stehen.
Damit wäre dann eine Mehrteilnehmeranlage für drei Receiver, mindestens zwei Satellitenpositionen (wird nicht reichen) und ausreichenden Schüsseldurchmessern fällig gewesen.
Das, lieber Martyn136, war in der Zeit vor 1991 freakig und kostenintensiv, nicht fünf stinknormale terrestrische Antennen auf dem Hausdach.

von Mc Jack - am 10.02.2009 20:15
So meine Herren, ich hab jetzt mal rumgeschaut, denn ich bin auf der Suche nach einer richtigen UHF-Antenne mit so viel Gewinn wie möglich. Da bin ich bei Tripol z B auf diese beiden gestoßen:

Dipol 44
http://shop.tripol.de/karte/a2682.php?sid=98fea1bd84c949e&nettoprice=30.00&bruttoprice=35.70&vat=19

ATX-91
http://shop.tripol.de/karte/a3710.php?sid=98fea1bd84c949e&nettoprice=29.49&bruttoprice=35.09&vat=19

Beide haben also 17db - anscheinend ist das doch nicht eine Frage der Elemente... . Welche ist Eurer Meinung nach besser - z B in Sachen Richtwirkung und Ausblendung von Nebenkeulen?


von LeipzigNewsMan74 - am 13.02.2009 22:31
Die Dipol 44 hat nur 15dB und den größeren Öffnungwinkel.
Die ATX-91 hat laut Diagramm einen Peak bei 18dB und auch den kleineren Öffnungswinkel.
edit Stop, meine Aussage zur Dipol 44 stimmt nicht ganz.Das Diagramm gibt andere Werte her..

Ob sich die deutlich längere ATX-91 auch unter Dach bewährt, will ich nicht beurteilen.
Ich habe mit solch langen Rechen unter Dach eher zwiespältige Erfahrungen gemacht..

von Mc Jack - am 13.02.2009 22:38
Grund meines Umdenkens ist die Anschaffung einer One-For-All 46db Zimmerantenne, die nicht wirklich das bringt, was ich erwartet hab. Daher werde ich mir von Conrad die 50Euro wieder holen... . So kommt z B der CT1 E38 SCHLECHTER als mit der Zehnder, um nicht zu sagen kaum, also nur an einer Stelle auf nem Stuhl aufm Dachboden. Vielleicht liegt das aber auch an DVB-T Wittenberg. Von Usti analog E50 ist nichts zu sehen. Das Ding ist ein Witz, vor allem für 50 Euro.

Und jetzt suche ich halt das Internet high and low nach einer UHF-Antenne. Also muss ich neben der Gewinnangabe und einem möglichst hohem Vor-Rückverhältnis nach einem geringem Öffnungswinkel schauen... OK.

von LeipzigNewsMan74 - am 13.02.2009 22:54
Woher soll die One for All ihr Nutzsignal herbekommen? Die UHF-Antenne ist nichts weiter als eine zu kleine Drahtschleife. Was bringen die 46dB des Verstärkers, wenn er von der untauglichen Antenne nur Schrott zugeführt bekommt?

Wenn es mit der Zehnder nicht klappt, bist du unter Dach schon ziemlich am Ende deiner Möglichkeiten angelangt. Die AA200 leistet unter Dach sehr gute Arbeit, da kannst du letztendlich nur noch mit superrauscharmen Vorverstärkern mehr raus holen. Gute Verstärker kosten aber Geld, die dazu passende Antenne muss dann auch noch angeschafft werden.

Mein Tip an dich, lieber Jürgen, nimm ihn nicht persönlich:
An deiner Stelle würde ich endlich mal damit aufhören die ganze Kohle für wertlosen Chinaschrott auf den Kopf zu hauen und versuchen, nicht länger auf lächerliche Werbesprüche herein zu fallen. Das einzige was dich weiter bringt ist eine saubere Überdachinstallation mit richtigen Antennen. Und trenn' dich endlich von deinem USA-Tick! Deine Godar-USA-Antenne ist nichts weiter als teuer eingekaufter Ultraschrott!

BTW:
Weshalb hast du dir eigentlich diesen Thread ausgesucht?


von Mc Jack - am 13.02.2009 23:14
Ich hab den Thread ausgewählt, weil es der Aktuellste zum Thema Antennenvergleich war. Passt zwar nicht 100 Prozent, weil ich möchte ja nur eine UHF-Anttenempfehlung... aber gut. Hab da nochwas gefunden :


http://www.antennentechnik.de/Shopxt/product_info.php?info=p37

Wär das Ding sein Geld wert?



von LeipzigNewsMan74 - am 14.02.2009 00:11
Leicht OT, wo wir gerade dabei sind:
Es wurden Antennenanordnungen in München angesprochen. Kann Jemand mal diese Konstruktion erklären?

von WiehengeBIERge - am 14.02.2009 08:27
Zitat
Mc Jack
Mit großer Erheiterung las ich den folgenden Beitrag:

Kleines Gedankenspiel:
Angenommen, die Antennenanlage ist "nur" 18 Jahre alt, dann bedeutet das, das sie im Jahr 1991, also in der guten alten Astra 1A/1B-Ära, montiert wurde.
Wie, lieber Martyn136, hättest du in der damaligen Zeit die Programme ARD, ZDF, BFS, tv München (damals noch Weiß-Blau?), ORF 1 und 2 kostengünstiger via Satellit heran geholt, mal abgesehen davon das ein Teil der Programme damals und auch heute nicht über normalen Sat-Weg empfangbar waren und sind?

Zweites Gedankenspiel:
Angenommen, die Antenne hat ein "normales", "übliches" Alter von 20 Jahren oder mehr, wären wir schon in der (Pre-)Astra-1A-Ära, in der die deutschen Programme über mehrere Satelliten verstreut waren, ganz zu schweigen davon das einige davon gar nicht, nicht für Geld und gute Worte via Satellit zu haben waren. Das wären z.B. die ARD mit dem Bayern-Fenster, das ZDF, ORF1 und 2 usw..


Ich denke ich hätte wie gesagt die beiden grossen Antennen zum Gaisberg ausgerichtet, und eine UHF Antenne zum Olympiaturm.

Das hätte dann schonmal ORF1, ORF2, ZDF, BR, Sat1, Pro 7, RTL, RTL2, DSF, ATV und tv.münchen reingebracht.

Und was Hörfunk betrifft, die Münchner Programme brauchten ohnehin keine Aussenantenne, und für die Ö3 Programme hätte die VHF Band III Antenne mitgenutzt werden können.

ARD allein war imho keine eigene Antenne wert: Entweder wäre es indierekt reingegangen oder nicht.Und als als Astra 1A/1B kam, gab es immerhin Eins Plus was dann ja quasi ARD war.

von Martyn136 - am 15.02.2009 21:28

Re: Erkl¤rung zu verschiedenen Antennentypen?

Kann jemand Zehnder AA-130 und 200 vergleichen und etwas dazu sagen?

von PowerAM - am 15.02.2009 22:10
Zitat
Morten Hesseldahl
Satellitenfernsehen war in Dänemark bis 1991 für private Haushalte verboten.

Kann mir da mal jemand Geschichtsunterricht geben? Warum war denn der private Satempfang verboten?

von Spacelab - am 19.08.2009 11:15
Die Antenne mit den "drei Direktoren" dürfte in der V-Ebene etwas besser bündeln und breitbandiger sein als die andere. Für die andere Antenne (LAB 52W) gibt es ja leider kein Datenblatt. Vielleicht hast Du auch die Chance, noch auf irgend einem Leipziger Dach eine alte Berlin-Antenne abzustauben. Kostet erstmal nichts, schützt Dich bei Misserfolg vor unnötigen Kosten und passt für den Kanal 38 (ex Berlin 33 und 39). Wenn Du mit Deiner Antenne nicht aufs Dach darfst oder willst, kannst Du im Voraus eh nie sagen, welche Antenne unterm Dach die bessere ist, weil nunmal das Wellenfeld unterm Dach meist recht verzerrt ist. Sind eben keine optimalen Bedingungen. Um ein hohes Vor-/Rückverhältnis zu erreichen baute man früher in Leipzig-Grünau (WK 7) an den Neungeschossern, z.B. Jupiterstrasse, die Berlin-Antennen an die Nordwand. Man ordnete 4 x 16 Elemente horizontal zusammen an und hatte dadurch einen sehr kleinen Öffnungswinkel und weniger Gleichkanalstörungen beim Berliner ZDF (Kanal 33), weil der Bless durch das Gebäude schön abgeschirmt war. Bei Überreichweiten hatte man auf der 33 dann allerdings manchmal den Schweden drin, der kam aus der gleichen Richtung und dagegen war dann nichts zu machen. Aber für solche Fälle hatte man ja noch eine ZDF-Antenne Richtung Hof auf dem Dach.:cool:

von dlf-fan - am 19.08.2009 22:52
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