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ORF-Programme Astra 19,2° neue Verschlüsselung?

Startbeitrag von The Saint am 17.03.2009 12:31

Kann das sein, das ORF 1, 2 + ATV seit gestern (16.3.09) eine andere Verschlüsselung haben?

Die 50 interessantesten Antworten:

Hier die Meldung von INFOSAT.INFO

ORF-Digital sperrt Hacker aus - Verschlüsselungscode für digitale Satellitenempfänger gewechselt
16.03.2009

Ab 16. März kommt für den digitalen Satellitenempfang der Programme ORF 1, ORF 2, ORF 1 HD, ATV, Puls 4 und Austria 9 ein neuer Verschlüsselungscode zum Einsatz. Aus urheberrechtlichen Gründen ist der ORF verpflichtet, die Fernsehprogramme ORF 1 und ORF 2 über digitalen Satellit verschlüsselt auszustrahlen. Für den ordnungsgemäßen Empfang und die korrekte Darstellung werden eine ORF Digital-Sat-Karte sowie ein Cryptoworks-tauglicher Receiver benötigt.
Einzelne in den letzten Jahren am Markt erhältliche Satellitenreceiver ermöglichen den Empfang der ORF-Fernsehprogramme jedoch auch ohne gültige ORF Digital-Sat-Karte. Um dieser Programm-Piraterie entgegenzuwirken, ist der ORF aus Sicherheitsgründen verpflichtet, in regelmäßigen Abständen einen „Keywechsel“ (= Ausspielen eines neuen Verschlüsselungscodes) durchzuführen.

Diese Maßnahme bewirkt, dass Receiver mit illegaler Software die Programme des ORF nicht mehr entschlüsseln und damit darstellen können.
Ab 16. März kommt daher ein neuer Verschlüsselungscode zum Einsatz, der via Satellit aufgespielt wird. Im Regelfall hat ein „Keywechsel“ keine Auswirkungen auf den ORF-Empfang, da Satellitenreceiver mit ordnungsgemäßer Software im Zusammenspiel mit einer gültigen ORF Digital-Sat-Karte das Signal im Hintergrund automatischen entschlüsseln und umsetzen können. Die ORF-Programme können wie gewohnt empfangen werden.
Besteht jedoch zum Zeitpunkt des Keywechsels eine illegale Umgehung der Verschlüsselung, führt dies zum Verlust des Empfangs der ORF-Programme sowie der Programme ATV, Puls 4 und Austria 9. Um weiterhin das österreichische TV-Angebot via Satellit nutzen zu können, wird empfohlen, ein Cryptoworks-zertifiziertes Empfangsgerät sowie eine ORF Digital-Sat-Karte zu beschaffen.
In Einzelfällen kann es jedoch auch vorkommen, dass einige Receiver mit gültiger ORF Digital-Sat-Karte den neuen Verschlüsselungscode nicht gleich oder gar nicht übernehmen können und so die Freischaltung der ORF-Programme verloren geht. Das Problem liegt in so einem Fall bei der Receiver- oder Modulsoftware und damit beim Gerätehersteller, da funktionstaugliche Receiver einen Keywechsel jedenfalls korrekt umsetzen müssten.

www.orf.at, http://digital.orf.at/


von DABM - am 17.03.2009 12:39
Der ORF sollte mal nachdenken, solange wie es Codes gibt ,, gibt es auch Hacker die es
knacken tun ? Das ist wie Räuber und Gendarm . Die sollten lieber Fta machen oder die Karte
offizell auch überall anbieten vielleicht wäre so manches Problem gelöst . Denn anscheinend gibt es
genügend Leute die ORF TV empfangen möchten . Ob Sie bezahlen weiß man nicht ? Es wird ja nicht ausserhalb angeboten ! Das sollte UNS zu denken geben !:)
Gruß november62

von november62 - am 17.03.2009 17:50
Zunächst einmal: ORF ist ein Sender, der nur in Österreich empfangen werden soll. Damit sind die Kosten für Filme und Sportrechte deutlich günstiger. ARD, ZDF, RTL-Group, ProSiebenSAT.1 kaufen ja die deutlich teureren Europarechte ein. Dadurch kann ganz Europa "Top-Events" (Formel1, Champions League usw.) umsonst gucken. Dass man beim ORF die Schwarzseher aussperrt hat bestimmt nichts mit den bösen Piefkes zu tun, sondern eher damit, dass man von Rechteinhabern Druck bekam. Bis jetzt hat der ORF ja das Ganze eher geduldet als bekämpft. Über lange Zeit keine Keywechsel, das alte System weiterhin on-air gelassen...
Generell ist es ein gewaltiger Rückschritt in Sachen Völkerverständigung im (angeblich) geeinten Europa. Ich spreche sehr gut französisch und würde gerne mal französische Sender schauen außer arte France und TV5. Aber TF1, France2, France3 und Konsorten sind ja dicht bis über beide Ohren. Das franz. DVB-T reicht leider nicht bis nach Trier. Wenigstens kann ich spanische Lokalsender gucken, was mir beim Erlernen dieser Sprache deutlich hilft. Die großen Privatsender und TVE-Inlandssender sind ja auch dunkel wie ne Nacht ohne Mond. Die mittlerweile ach so beliebte Beschränkung von Audio- und Video-Inhalten auf gewisse IP-Bereiche fördert das Ganze natürlich nicht. Dazu passt es ja dann auch, dass immer mehr Auslandsdienste ihren Betrieb einstellen oder Fremdsprachensendungen streichen.

von oli84 - am 17.03.2009 18:21
Zitat
Trierer
@oli84: Deinen Koordinaten entnehme ich, dass du in Tarforst/Filsch wohnst. Da bekommst du aber doch via DVB-T doch zumindest M6, oder nicht? Leider ist in der Stadt nichts von DVB-T aus Lux. zu sehen.

Das stimmt auch mit dem Wohnort. M6 kommt mit der berühmten Nudelsiebantenne ohne Probleme. Daher ist M6 mein einziger "echter" franz. Sender neben arte den ich schauen kann. Fürs Frühjahr/Sommer steht eine kleine DX-Wanderung an, bei der ich mal mit dem E5 und Notebook + DVB-T-Karte Erhöhungen um Filsch abklappern werde. Mal sehen was auf diesen Anhöhen so geht - vielleicht klappt ja dort auch ORF. :joke:

von oli84 - am 17.03.2009 19:38
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Auf 5°W aber nicht. TF1 gibt's dort zwar nur analog, aber wer sich für französisches Fernsehen interessiert, sollte unbedingt einen Multifeed oder eine eigene Schüssel für 5°W aufbauen.

Betreff ORF: es lebe DVB-T... ;)

Die Möglichkeit mit 5°W kenne ich, aber Trier ist ne Gemeinschaftsantenne auf Astra ausgerichtet und im Westerwald stehen noch Bäume im Weg. Diese werden aber bald gefällt, da sie unser Grundstück zu sehr durchwurzeln. Dann werde ich mal versuchen 5°W anzupeilen. :cool:

von oli84 - am 17.03.2009 19:48
Zwingt irgendjemand die Anbieter über Satellit auszustrahlen? Nein! Die Konsequenz einer solchen Forderung (freier Empfang in der gesamten EU) wäre also ein Wegfall der Sat-Ausstrahlung und damit "natürliche" Eingrenzung auf das gewünschte Empfangsgebiet.
Und da ja immer wieder gerne behauptet wird, dass ein freier Empfang solcher Auslandssender doch niemandem schaden würde: Falsch! Die Privatsender verlieren Zuschauer und damit Werbeeinnahmen, Pay-TV-Sender verlieren Abonnenten und damit ebenfalls Einnahmen. Ob es schade drum wäre ist natürlich ne andere Sache ;), aber geschadet wird denen schon.

von Kroes - am 17.03.2009 20:14
Re Kroes:
Man könnte es aber auch so sehen, daß der ORF vor allen Privaten zu empfangen war. Setzt man jetzt freie Entwicklungsmöglichkeiten auf neuen Empfangswegen an, könnte es sehr wohl einen freie Empfang in der Ausleuchtzohne, also europaweit, bedeuten.
Einmal mehr: Privater Rundfunk ist eher als Gast im System zu sehen!

PS: Mir fehlt zudem der Inhalt der ORF-Programme, es geht mir zu häufig in die Richtung Unterschichtenfernsehen. Dagegen sind die beiden ARD- und ZDF-Hauptprogramme weit besser aufgestellt.

von Thomas (Metal) - am 17.03.2009 20:37
Zitat
Kroes
Zwingt irgendjemand die Anbieter über Satellit auszustrahlen? Nein! (...)


Ich gebe dir generell Recht! Niemand zwingt den ORF zur DVB-S Verbreitung!

Allerdings kenne ich einige bewohnte Täler in Tirol, in welchen es kein DVB-T/C und oft nur einen stark angerauschten Analog-Empfang gibt.

M.E. hat der ORF heutzutage (im Zeitalter von DVB-T/C/S) die Pflicht, die gesamte GIS zahlende Bevölkerung mit einer "zeitgemäßen" Bildqualität zu versorgen und nicht mit einer Bildqualität wie es zu Beginn des analogen TV angemessen war.
(Ich persönlich würde mich extrem aufregen, wenn ich die gleiche GIS-Gebühr für ein schlechtes und angerauschtes Analog-Signal bezahlen müsste wie jemand, z.B. aus Innsbruck, der ein "gutes" DVB-T Signal für sein Geld bekommt.)

Da aber momentan in einigen Gegenden kein Kabel oder DVB-T Empfang möglich ist, und eine 100% flächendeckede Umstellung auf DVB-T bzw. DVB-C vermutlich teuerer ist als die verschlüsselte Ausstrahlung via Sat ist, hat man vermutlich auf die Sat-Variante gesetzt.

(Das ist meine persönliche Meinung - k. A. ob es eventuell andere Gründe für die DVB-S Verbreitung gibt)

von March - am 17.03.2009 20:51
Zitat
Trierer
Naja... Freier Warenverkehr muss ja nicht FTA bedeuten, aber dass ich als Deutscher eine Karte für ORF kaufen darf, das wäre doch denkbar. Dann würde der ORF nicht mehr die Rechte für Österreich, sondern für alle seine Kunden in Europa kaufen. Allerdings bedeutet dies im Umkehrschluss auch, dass dann die Privaten verschlüsseln müssten, um ihrerseits die Rechtekosten zu drücken.

Wie attraktiv wäre ORF1 (im Ausland) wohl noch, wenn er plötzlich ~10 Euro im Monat kosten würde? Ich bin mir sicher, dass dank der in Deutschland weit verbreiteten Aldi-Mentalität plötzlich nur noch wenige Leute das Programm sehen möchten. Für irgendwelche Hacker-Lösungen wird bereitwillig Geld ausgegeben, aber ein offizielles Abo, das über einen längeren Zeitraum gesehen wahrscheinlich nicht viel teurer käme, wäre bestimmt nicht annähernd so attraktiv. Aber so ist halt der Mensch...

Der ORF hat durchaus auch interessante Sendungen im Programm, aber wenn er hier nicht mit relativ wenig Aufwand terrestrisch empfangbar wäre, würde ich wohl keinen grossen Aufwand treiben, um ihn sehen zu können.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 17.03.2009 20:54
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Wie attraktiv wäre ORF1 (im Ausland) wohl noch, wenn er plötzlich ~10 Euro im Monat kosten würde? Ich bin mir sicher, dass dank der in Deutschland weit verbreiteten Aldi-Mentalität plötzlich nur noch wenige Leute das Programm sehen möchten. Für irgendwelche Hacker-Lösungen wird bereitwillig Geld ausgegeben, aber ein offizielles Abo, das über einen längeren Zeitraum gesehen wahrscheinlich nicht viel teurer käme, wäre bestimmt nicht annähernd so attraktiv. Aber so ist halt der Mensch...

Da wirst Du einerseits Recht behalten, andererseits auch nicht. Einfache Boxen waren/sind für unter 40¤ zu haben.

von Thomas (Metal) - am 17.03.2009 21:09
Der ORF hat, wie fast alle Sender, an Qualität eingebüßt. In den 90ern war ne Hochzeit, da kam schon einiges im ORF, was man sich lieber dort als in den dt. werbeverseuchten Privaten angesehen hätte.
Aber jetzt? Die Filme, die einen interessieren hat man meist vorher schon gesehen und viele interessante Serien kauft der ORF erst gar nicht mehr.
In Österreich ist es angesichts der dort vergleichsweise hohen TV Gebühren sehr umstritten, ob sich ein Sender wie der ORF tatsächlich alle teuren Rechte leisten muss, nur um die Sendungen dann parallel zu den dt. Privaten zu senden.
Der ORF wird - um seine beiden TV Programme weiter legitimieren zu können -, und vor allem dafür die Mittel zu erhalten, noch stärker um Österreich spezifische Inhalte bemühen, und wenn es nur die Adaptionen ausländischer Konzepte wie "Millionenshow" ist. Aber das reine Abspielen von US-Filmen und Serien, halt ohne Werbung, legitimiert eben auf Dauer eine so hohe TV Gebühr nicht.

Der ORF hat ja erst spät mit der Satverbreitung begonnen, anfang 2000, die Österreicher waren also lange auf die Terrestrik angewiesen. Analog hat man nie per Satellit gesendet, eben wegen der Urheberproblematik. Digital konnte man dann verschlüsseln. Die Satverbreitung hat natürlich erst mal zur "Restversorgung" gedient, später hat sie sich wie in Deutschland zum primären Empfangsweg entwickelt. Nur eben mit dem Manko der Verschlüsselung - man braucht für jedes TV Gerät mit Satempfang ne Karte.
Daher wundert es nicht, dass der ORF - anders als ARD/ZDF - eine möglichst hohe Abdeckung mit DVB-T erreichen will, die deutlich über 95% liegt. Aber beim ORF wird man sich auch nicht einbilden, dass einer größeren Zahl an Österreichern ein DVB-T Mux mit drei Programmen reichen wird... man nutzt DVB-T also ähnlich wie in Deutschland als Art Redundanz, die dort aber wegen der Codierung noch sinnvoller erscheint...
@Trierer: die österreichischen Privaten verschlüsseln ja auch ! Es ist ja keine Sache des ÖR oder Privat TVs.
Es geht einfach darum, dass die Rechte für ein Land mit 9 Mio Einwohnern weit günstiger als für 80 Mio sind. Und der "Aufschlag", den die dt. TV Sender zahlen müssen, weil statt 80 Mio jetzt 89 Mio schauen können, ist weit geringer, als das was die Rechte in Österreich kosten. Denn die Rechteinhaber nehmen ja doppelt ein, einmal den Aufschlag, und noch die Nur-Österreich Rechte.

Das Gleiche haben wir auch mit Großbritannien und Irland. Während die Briten die Rechte für Irland locker mitkaufen (und FTA dort sind) müssen die Iren verschlüsseln (RTE...)

Das läuft so in dem Rechtehandel, da kommt es auf die Größe an.

von Terranus - am 17.03.2009 21:11
@Terranusl: Ich zielte eigentlich darauf ab, dass ein Sender nicht mehr die Rechte für ein Land kauft, sondern für "seine" Kunden. Wenn dann der ORF nach Rolfs Vorschlag 10,- kostete und den jeder in der EU abonnieren könnte, so müsste der ORF die jeweilige Kundenzahl bei Vertragsabschluss zugrundelegen.

Aber bevor Verwirrung aufkommt: Mir ist auch klar, dass dies eine vollständige Abkehr vom aktuellen System wäre, die Gleichbehandlung aller Sender erforderte (Verschlüsselung) und Aspekte wie terrestrischer Empfang damit nicht abgedeckt wären.

Es ist alles nicht so einfach.

OT:
Nein, vom ORF interessiert mich noch nicht mal ORF2E.

von Ex-Trierer - am 17.03.2009 21:37
Zitat
TerranusI
Doch das macht Sinn, weil man konzernintern sich keine Konkurrenz machen will. Wenn Deutsche PULS schauen bringt das Pro7Sat1 nichts, denn die Werbung ist für Österreicher bestimmt. Im Gegenteil, die schauen dann gerade nicht die deutsche Werbung, die sie aber schauen müssen, damit die Quotenmessung in Deutschland das mitrkriegt...

ProSiebenSat1 und RTL Media haben es aber auch nicht anders verdient, so wie die ihre Free TV Programme mit Werbung verseuchen.

Es ist klar das ein privates Free TV Programm nicht ohne Werbung auskommen kann, aber man müsste es ja nicht übertreiben, sondern könnte die Werbung so platzieren das sie möglichst zwischen zwei Sendungen fällt und insgesamt etwas reduzieren.

Und eigentlich sieht sicht die Werbung auf den Free TV Programmen ja eh niemand mehr an. Entweder zappt man dann auf einen anderen Sender der gerade keine Werbung hat, oder man nutzt die Werbepause für andere Beschäftigungen (z.B. kurzes Telefonat, Kaffee oder Essen machen, Klo gehen, ...)

von Martyn136 - am 17.03.2009 21:39
Zitat
March
OT:
Ist schon interessant wieviele User hier in "unmittelbarer Grenznähe" zu Österreich gewohnt haben ... :xcool:

____________________________________________________________________________________________
UKW: 7-Ele. H (Rotor)/UHF: 91-Ele. V (Warner Barracks Bamberg); 43-Ele. Kathrein & Zehnder AA200
SAT: 100cm auf USALS Motor/RECEIVER: Koscom SPVR 5400 / BK: Kabel Digital Home
TUNER: Sangean ATS 909 W (2x 110kHz Filter), Sony XR-C33R & Pioneer VSX-405RDS Mk II
TV/DVB-T: Hitachi C21-F880 SNT Full-Multisystem / Dexatek 7" DK1801 Multisystem
QTH: Lkr. Bamberg


Klar,Ö 3 geht doch ständig hier,also klappts auch mit dem ORF 1 Empfang ;)


Zitat

Aufgrund des erhöhten Anrufaufkommens kann es derzeit zu längeren Wartezeiten bei unserer Service-Hotline kommen. Wir ersuchen um Ihr Verständnis.


Wie viele Anrufer wohl aus Deutschland dabei sind :joke:

von Robert S. - am 17.03.2009 22:07
Zitat
TerranusI
Daher wundert es nicht, dass der ORF - anders als ARD/ZDF - eine möglichst hohe Abdeckung mit DVB-T erreichen will, die deutlich über 95% liegt. Aber beim ORF wird man sich auch nicht einbilden, dass einer größeren Zahl an Österreichern ein DVB-T Mux mit drei Programmen reichen wird... man nutzt DVB-T also ähnlich wie in Deutschland als Art Redundanz, die dort aber wegen der Codierung noch sinnvoller erscheint...
Es sind ja zwei MUXe mit 6.1 Programmen.

Und von den Inhalten her hat man mit ORF1, ORF Sport Plus, ATV und Puls4 schon einziges an Unterhaltung, und bei den beiden ORF2 Programmen und 3sat gibts dann ne Priese News und Kultur dazu. Das ist imho ne ausgwogene Mischung, damit ist die Grundversorgung abgedeckt.

Ich finde DVB-T in Österreich mit seinen 6.1 Progammen wesentlich attraktiver als DVB-T in Ostbayern mit 12 Programmen, die zwar News und Kultur bis zum abwinken bringen, aber kaum (für 12-35 jährige Zuschauen) intressante Unterhaltung bieten.

Zitat
Rolf
Wie attraktiv wäre ORF1 (im Ausland) wohl noch, wenn er plötzlich ~10 Euro im Monat kosten würde? Ich bin mir sicher, dass dank der in Deutschland weit verbreiteten Aldi-Mentalität plötzlich nur noch wenige Leute das Programm sehen möchten. Für irgendwelche Hacker-Lösungen wird bereitwillig Geld ausgegeben, aber ein offizielles Abo, das über einen längeren Zeitraum gesehen wahrscheinlich nicht viel teurer käme, wäre bestimmt nicht annähernd so attraktiv. Aber so ist halt der Mensch...

10¤ würde ich für ORF1 nicht ausgeben, aber wenn es ein angemessener Preis wäre, dann würde ich für ein Programm wie ORF1 durchaus zahlen. Denke fair wären, für ORF1 allein wären so 2,95¤ angemessen, für das ganze Österreich-Paket mit ORF1, ATV, Puls4 und Austria9 würde ich so 5,95¤ als angemessen betrachten.

von Martyn136 - am 17.03.2009 22:23
Zitat
March
OT:
Ist schon interessant wieviele User hier in "unmittelbarer Grenznähe" zu Österreich gewohnt haben ...


München wurde seinerzeit fast schon gewollt vom ORF mitversorgt.
Ich bin, wie alle Münchner, mit FS1 und FS2 aufgewachsen (FS1 immer in einwandfreier Qualität, FS2 stets leicht vergrieselt), die Programme wurden genauso selbstverständlich gesehen, wie ARD, ZDF und das Dritte. Ohne ORF wäre die TV-Landschaft in den 70er und 80ern ziemlich fad gewesen...

von _Christoph - am 17.03.2009 22:34
Zitat
TerranusI
jo, ein Blick auf die Münchner Dächer zeigt das ohne Zweifel. Kein Haus ohne die beiden Gaisberg Schlegel. Im Westen sieht man auch einige Zugspitzyagis.
Muss man auch so sehen, alleine München steigerte die Technische Reichweite des ORF um fast 20%... 1,5Mio Einwohner.

49,7°N - 11,2°O - Lkr. FO


Ich habe hier etwas sehr interessantes in meinem Zeitungsarchiv gefunden.
Im Oktober 1974 brach eine orkanartige Böe den Sendemast des BR am Hohen Bogen.

Die Tage darauf wurde ein Diskussion bezüglich des in Furth i. Wald nicht vorhandenen österreichischem "FS 1" angefacht.

Dazu hier ein ausführlicher Zeitungsartikel von damals (Kötztinger/Chamer Zeitung vom 23. Oktober 1974)

Zitat daraus "Das Programm des ORF sei volksnaher..."

http://s4b.directupload.net/file/d/1737/22wu2r3x_pdf.htm


Und zwei Wochen später dann diese Meldung vom Fernmeldeamt Regensburg, wie viele Bayern Österreichisches Fernsehen sehen können - und das 1974!
(Kötztinger/Chamer Zeitung vom 29. Oktober 1974)

http://s2b.directupload.net/file/d/1737/cjarsqt8_pdf.htm

von Daniel28-55-59 - am 18.03.2009 05:27
Zitat
Martyn136
ProSiebenSat1 und RTL Media haben es aber auch nicht anders verdient, so wie die ihre Free TV Programme mit Werbung verseuchen.

Es ist klar das ein privates Free TV Programm nicht ohne Werbung auskommen kann, aber man müsste es ja nicht übertreiben, sondern könnte die Werbung so platzieren das sie möglichst zwischen zwei Sendungen fällt und insgesamt etwas reduzieren.

Schönes Posting. Du lieferst dir die Antwort warum so viel Werbung auf den Privaten läuft nämlich gleich mit.

Zitat
Martyn136
Und eigentlich sieht sicht die Werbung auf den Free TV Programmen ja eh niemand mehr an. Entweder zappt man dann auf einen anderen Sender der gerade keine Werbung hat, oder man nutzt die Werbepause für andere Beschäftigungen (z.B. kurzes Telefonat, Kaffee oder Essen machen, Klo gehen, ...)

Es gab da mal so ein schönes PDF von ProSieben/Sat.1 in dem schön dargestellt wurde wie wenig Leute überhaupt noch Werbung schauen. Das haben die Werbetreibenden natürlich auch spitz gekriegt und zahlen weniger für die Werbeminute. Da die Filme und Serien aber gleichzeitig nicht billiger werden muss man halt mehr Werbung senden. Da muss man halt die maximal erlaubte Werbezeit bis zur letzten Sekunde ausschöpfen. Hinzu kommt ja noch das dieses nur für die Hauptsendezeiten gilt. In den Nebenzeiten sind die Werbebuchungen stark zurück gegangen. Unter anderem wegen der Wirtschaftskriese. Also muss man versuchen diese verlustigt gegangenen Werbezeiten irgendwie wieder reinzuholen. Und das kann man halt nur über mehr Werbung in der Primetime.

Zitat
Daniel28-55-59
Dazu hier ein ausführlicher Zeitungsartikel von damals (Kötztinger/Chamer Zeitung vom 23. Oktober 1974)

Zitat daraus "Das Programm des ORF sei volksnaher..."

Der Meinung bin ich auch heute noch.

von Spacelab - am 18.03.2009 07:29
Zitat

Was kostet den die "GIS" in Ö. monatlich??

Ist vom Wohnort (BL) abhängig - auf alle Fälle teurer als GEZ.Aus dem Kopf: in Salzburg sind es ca. 21.70 ¤ , Wien um die 24 ¤ . (Es gibt sicher eine Tabelle beim ORF)

dafür muss ich sagen man bekommt m.E: w e n i g e r als der GEZ Zahler bei ARD und ZDF.
ORF1 ist ein Abspielsender, ORF* /TW1 kann es kaum mit mit Arte, und den dt Spartensendern 1*, phoenix ... aufnehmen.
Es gibt weniger hochwertige Radios (zwar kann man mit FM4 punkten aber der Infobereich wird m.E. nur durch die Oe 1 Journale abgedeckt, ORF info ist zwar existent aber...)


von mor_ - am 18.03.2009 08:29
Sind wir doch ehrlich beim Thema HDTV in Deutschland:

Wir werden nie einen werbefreien Free-TV Sender haben, der Blockbuster in HDTV zeigt.
Entweder kommt so ein tolles RTL HD auf dem man dann mit Werbung im Film genervt wird oder das ach so tolle Pay-TV von Premiere.

Die deutschen öffentlich rechtlichen Sender sind ein Witz gegen ORF.
Keine Blockbuster, keine amerikanischen Serien, einfach zum in die Tonne treten. Statt dessen dürfen wir uns dann mit Rosamunde Pilcher und Mutantenstadel in HDTV begnügen und dafür auch noch zahlen.

von Chris4981 - am 18.03.2009 08:34
Zitat

Wir werden nie einen werbefreien Free-TV Sender haben, der Blockbuster in HDTV zeigt.
Entweder kommt so ein tolles RTL HD auf dem man dann mit Werbung im Film genervt wird oder das ach so tolle Pay-TV von Premiere.

Nein "wir" werden ab Feb 2010 unverschlüsselte ÖR HD-Programme (ARD-HD, ZDF-HD, 1*HD, Arte HD) sowie Anixe HD als kleiner Privater.
Die "grossen" Privaten werden sich m.E. mit der HD Verbreitung nicht mehr im FTA Bereich bewegen. Dort wird man versuchen ein low-cost pay-TV zu installieren. Die RTL DVB-T Abzocke in Stuttgart und Leipzig-Halle ist der Versuchsballon.

PS für deine "Blockbuster" empfehle ich dir "Konserve" ;)

von mor_ - am 18.03.2009 08:41
Zitat
Trierer
Täusche ich mich oder hat man in diesen Zeitungsartikeln zu suggerieren versucht, dass der ORF eigentlich zur Grundversorgung in Deutschland dazugehört? Ich bin etwas irritiert.


Ja das wurde damals heiß diskutiert. Eine solche Vorstellung, daß an einem BR-Senderstandort ein Umsetzer für österreichisches Fernsehen installiert werden soll, ist allein schon ein Wunschdenken.

Der Zuschauer-Wunsch nach FS 1 war trotz der Entfernung von hier (südliche Oberpfalz - 170 km nach Salzburg) überall. Der Versuch, hier damals die Bundespost in die Pflicht zu nehmen, schlug natürlich fehl.

von Daniel28-55-59 - am 18.03.2009 08:47
Zitat
Daniel28-55-59
.Eine solche Vorstellung, daß an einem BR-Senderstandort ein Umsetzer für österreichisches Fernsehen installiert werden soll, ist allein schon ein Wunschdenken.

Der Zuschauer-Wunsch nach FS 1 war trotz der Entfernung von hier (südliche Oberpfalz - 170 km nach Salzburg) überall. Der Versuch, hier damals die Bundespost in die Pflicht zu nehmen, schlug natürlich fehl.

Interessanter Gedanke, wenn man es auf die 70er oder frühen 80er bezieht. Das die DBP, ansonsten zuständig für vereinfacht gesagt alle nicht ARD-Sendeanlagen, nicht zuständig für die Versorgung war, ist selbsterklärend. Aber hätte eine Gemeinde mit einem entsprechenden Auftrag an die DBP herantreten können? Ganz dunkel habe ich in Erinnerung, daß es irgendwo in Südbayern eine solche, öffentliche, Abstrahlung von "nicht zuständigen Programmen" sogar gab.
Ähnlich hat es sich ja sicher auch auf Helgoland verhalten, allerdings nur mit "ortsfremden" deutschen öffentlich-rechtlichen Programmen.

von Thomas (Metal) - am 18.03.2009 09:07
@Chris: Natürlich ist es so in Deutschland...weil wir einfach zu viele Privatsender mit zu viel Geld im Hintergrund haben. Da bleibt den Öffis trotz aller Gebühren einfach nicht die Möglichkeit, hochwertige Spielfilmpakete mit vielen Blockbustern zuzulegen...Werbung ist ja nach 20 Uhr nicht gestattet. Es gibt nur drei Möglichkeiten, dass die Öffis das hinbekommen: Werbung nach 20 Uhr (will zum Glück kaum jemand), höhere Gebühren (will hier auch niemand) oder weniger Geld bei den Privatsendern...zumindest Punkt 3 könnte sich aufgrund der aktuellen Lage zum Glück bald von selbst ergeben. ;) Im ORF-Land dagegen gab es bis vor ein paar Jahren überhaupt kein Privat-TV und somit auch keine Konkurrenz und damit geringere Rechtekosten - gleichzeitig aber gibt es höhere Gebühren als in Deutschland. Da ist klar, dass der ORF sich Blockbuster leisten kann, die in Deutschland nur bei den Privatsendern laufen.

Also: Entweder Gebühren erhöhen oder Privat- und Pay-TV abschaffen, dann klappt es. Punkt 1 ist "bild-lobbytechnisch" nicht gewollt, Punkt 2 leider unrealistisch. Sicher haben die Privatsender ursprünglich mal was zur Aufhebung verkrusteter Strukturen bei den Öffis beigetragen...aber aktuell würde ich nicht viel vermissen, wenn es kein Privat-TV mehr gäbe und Livesport bei den Öffis statt im Pay-TV zu sehen wäre.

von Kroes - am 18.03.2009 09:22
Zitat
March
M.E. hat der ORF heutzutage (im Zeitalter von DVB-T/C/S) die Pflicht, die gesamte GIS zahlende Bevölkerung mit einer "zeitgemäßen" Bildqualität zu versorgen und nicht mit einer Bildqualität wie es zu Beginn des analogen TV angemessen war.
(Ich persönlich würde mich extrem aufregen, wenn ich die gleiche GIS-Gebühr für ein schlechtes und angerauschtes Analog-Signal bezahlen müsste wie jemand, z.B. aus Innsbruck, der ein "gutes" DVB-T Signal für sein Geld bekommt.)

Da aber momentan in einigen Gegenden kein Kabel oder DVB-T Empfang möglich ist, und eine 100% flächendeckede Umstellung auf DVB-T bzw. DVB-C vermutlich teuerer ist als die verschlüsselte Ausstrahlung via Sat ist, hat man vermutlich auf die Sat-Variante gesetzt.

Es gibt bei DVB-T keine Richtlinie, welche Bildqualität der ORF haben muss. Die Bitrate muss nur zwischen den beiden Anbietern ATV und ORF aufgeteilt werden (für 3 bzw. 4 TV-Programme plus mhp + Audio + Teletext + EPG). Dank der mhp-Reduzierung hat sich da eh was getan.

Die noch on air befindlichen analogen Umsetzer wurden nur verändert, dass sie die Zuführung nicht mehr analog, sondern digital via DVB-T erhalten. An der Signalgüte wurde nichts verändert, daher gibt es auch kein plötzlich aufgetretenes angerauschtes Bild.

von andimik - am 18.03.2009 10:04
Zumindest das ORF2 Bild scheint per DVB-T nicht schlecht zu sein, ich war jetzt 4 Wochen in München zwangsverkabelt, und hab öfters mal bei ORF2 reingeschaut (was dort ja vom K32 analog eingespeist wird) und man musste schon genau hinsehen, um da Artefakte zu erkennen. Ok, per RGB sieht man es eher, der typische leichte "Kabelgriesel" (dank der zig Streckenverstärker...) kaschiert das etwas.
Aber das Bild ist eindeutig besser als der ARD, die in München auch per DVB-T ins analoge Kabel kommt.

von Terranus - am 18.03.2009 13:28
@ Trierer

Zitat

Naja... Freier Warenverkehr muss ja nicht FTA bedeuten, aber dass ich als Deutscher eine Karte für ORF kaufen darf, das wäre doch denkbar. Dann würde der ORF nicht mehr die Rechte für Österreich, sondern für alle seine Kunden in Europa kaufen.


Meiner Meinung nach wäre es auch am besten, wenn alle öffentlich-rechtlichen Anbieter Europas über Satellit verschlüsseln und es jedem Europäer ermöglichen, sie zu abonnieren. Die Preise sollten sich dann - wie du auch schreibst - nach der Anzahl der Abonnenten richten.



@ Martyn136

ProSiebenSat1 und RTL Media haben es aber auch nicht anders verdient, so wie die ihre Free TV Programme mit Werbung verseuchen.

Es ist klar das ein privates Free TV Programm nicht ohne Werbung auskommen kann, aber man müsste es ja nicht übertreiben, sondern könnte die Werbung so platzieren das sie möglichst zwischen zwei Sendungen fällt und insgesamt etwas reduzieren.

Und eigentlich sieht sicht die Werbung auf den Free TV Programmen ja eh niemand mehr an. Entweder zappt man dann auf einen anderen Sender der gerade keine Werbung hat, oder man nutzt die Werbepause für andere Beschäftigungen (z.B. kurzes Telefonat, Kaffee oder Essen machen, Klo gehen, ...)



@ Spacelab

Zitat

Da die Filme und Serien aber gleichzeitig nicht billiger werden muss man halt mehr Werbung senden. Da muss man halt die maximal erlaubte Werbezeit bis zur letzten Sekunde ausschöpfen.


Das machen die aber nicht. Gegen die Werbeblocks an sich hätte ich ja gar nichts einzuwenden. Äußerst nervend finde ich hingegen die ganzen Trailer, Vorschauen und Eigenwerbung der Sender, die nach dem eigentlichen Werbeblock immer laufen. Diese stellen ja nun definitiv keine Einnahmequelle dar.



@ Chris4981

Zitat

Die deutschen öffentlich rechtlichen Sender sind ein Witz gegen ORF.
Keine Blockbuster, keine amerikanischen Serien, einfach zum in die Tonne treten. Statt dessen dürfen wir uns dann mit Rosamunde Pilcher und Mutantenstadel in HDTV begnügen und dafür auch noch zahlen.


Ja, sehe ich auch so.



@ Kroes

Zitat

Es gibt nur drei Möglichkeiten, dass die Öffis das hinbekommen: Werbung nach 20 Uhr (will zum Glück kaum jemand), höhere Gebühren (will hier auch niemand) oder weniger Geld bei den Privatsendern...zumindest Punkt 3 könnte sich aufgrund der aktuellen Lage zum Glück bald von selbst ergeben. ;)


Möglichkeit 4: Unseren aufgeblähten deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkapparat endlich mal kräftig schrumpfen zu lassen. Ein deutschlandweites drittes Programm mit Regionalfenstern täte es auch. Und wozu bitteschön braucht (fast) jedes deutsche Bundesland seine eigene Popwelle, seine eigene "Seniorenwelle", seine eigene Klassikwelle, seine eigene Kulturwelle und seine eigene Infowelle, wobei die letzten drei obendrein schon eher Minderheitenprogramme darstellen? Ein Radioprogramm für jedes Bundesland würde vollkommen genügen.


von Kay B - am 18.03.2009 15:48
Terranusl oder TerranusI (L oder I?):

Am Bild kann man bei ruhigen Szenen in der Tat nichts aussetzen, blöd ist halt nur die Beschränkung auf ca. 4 MBit. Kameramänner (speziell Bundesland heute) haben aber gelernt, ruhiger zu filmen, weniger zu zoomen, also alles, was Bitrate (also Kosten) verursacht.

Unsere Umsetzer sind ja noch immer analog, das Bild ist (wenn man weiß, dass es eigentlich ein analogisiertes DVB-T-Bild) extrem gut (ich sag mal, weniger Artefakte als mit einer DVB-T-Box selbst) :spos:

Ich weiß nicht, wie das geht, aber da sieht man, was professionelles Equipment kann.

Wie das DVB-T-Bild ist, kann sich eigentlich jeder über ORF2E ansehen, da ist auch die Video-Bitrate auf ca. 4 MBit beschränkt.

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Bei mir ist es umgekehrt, ORF1 interessiert mich nicht, auch wenn ich es zahle. Schaue lieber deutsches ö-r TV, das hat deutlich mehr Anspruch.

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Ach so, in München ist der ORF doch noch mit ORF2 drinnen? Ich dachte, er ist da TV-mäßig komplett rausgeflogen?

von andimik - am 18.03.2009 15:52
@ Kay B
Zitat
Ein deutschlandweites drittes Programm mit Regionalfenstern täte es auch.

Einspruch! Viele der Dritten deutschen haben zahlreiche interessante Eigenproduktionen, die sich mit der Region, bzw. Heimatbundesland beschäftigen, die ein "zentrales Drittes" garnicht auf die Beine stellen könnte.
Die Dritten sollten auf jeden Fall bleiben!

@ andimik: nein, ORF 2 ist noch in den Kabelnetzen in Bayern eingespeist, wo es früher auch war.

von Radiopirat - am 18.03.2009 18:51
Zitat
_mor
dafür muss ich sagen man bekommt m.E: w e n i g e r als der GEZ Zahler bei ARD und ZDF.

Durch die Tatsache, dass man in AUT ARD & Co für lau empfängt hinkt dieser Vergleich etwas.

Ich wäre gern bereit für eine höhere Qualität der öff.R. in D. mehr zu bezahlen. Ein DeutschlandRadio reicht völlig aus und 12 Dritte sowie 3 Kulturkanäle zur besten Sendezeit sind auch unnötig.
Das gesparte Geld könnte man in Kombination mit einer Grunverschlüsselung sehr gut zur Qualitätssteigerung nutzten.



von w_weinmann - am 18.03.2009 19:14
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Zitat
Trierer
Naja... Freier Warenverkehr muss ja nicht FTA bedeuten, aber dass ich als Deutscher eine Karte für ORF kaufen darf, das wäre doch denkbar. Dann würde der ORF nicht mehr die Rechte für Österreich, sondern für alle seine Kunden in Europa kaufen. Allerdings bedeutet dies im Umkehrschluss auch, dass dann die Privaten verschlüsseln müssten, um ihrerseits die Rechtekosten zu drücken.

Wie attraktiv wäre ORF1 (im Ausland) wohl noch, wenn er plötzlich ~10 Euro im Monat kosten würde? Ich bin mir sicher, dass dank der in Deutschland weit verbreiteten Aldi-Mentalität plötzlich nur noch wenige Leute das Programm sehen möchten. Für irgendwelche Hacker-Lösungen wird bereitwillig Geld ausgegeben, aber ein offizielles Abo, das über einen längeren Zeitraum gesehen wahrscheinlich nicht viel teurer käme, wäre bestimmt nicht annähernd so attraktiv. Aber so ist halt der Mensch...

Der ORF hat durchaus auch interessante Sendungen im Programm, aber wenn er hier nicht mit relativ wenig Aufwand terrestrisch empfangbar wäre, würde ich wohl keinen grossen Aufwand treiben, um ihn sehen zu können.


Rolf, ich würde für ein ORF Abo mit allen Sendern gern 20¤ bezahlen pro Monat!

von musicmaestro - am 18.03.2009 19:36
20¤ monatlich wäre mir das Programm auch nicht wert. Für diesen Preis kannst du dir die meisten der auf ORF1 gezeigten Hollywoodschinken auf DVD kaufen, und um genau diese dürfte es ja den meisten Leuten hier gehen.
Um einige der Eigenproduktionen wäre es allerdings wirklich schade. Deswegen habe ich die einmalige, geringfügige Investition in den (legalen) ORF-Empfang nicht bereut.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 19.03.2009 05:34
Zitat
w_weinmann
Ich wäre gern bereit für eine höhere Qualität der öff.R. in D. mehr zu bezahlen. Ein DeutschlandRadio reicht völlig aus und 12 Dritte sowie 3 Kulturkanäle zur besten Sendezeit sind auch unnötig.

Du widersprichst dich. Auf der einen Seite willst du Qualität, dann möchtest du die qualitativ hochwertigen Programme abschaffen :confused:

Merke, euer dt. TV ist um einiges besser als österreichisches. Es gibt nur wenige richtige niveauvolle Sendungen in Ö.

Im Gegenzug: Allein im ZDF-Digitalpaket sind Sendungen drinnen, die keinesfalls gestrichen werden sollten.

von andimik - am 19.03.2009 07:32
@ andimik

Zitat

Du widersprichst dich. Auf der einen Seite willst du Qualität, dann möchtest du die qualitativ hochwertigen Programme abschaffen :confused:


Das tut er nicht. Es kommt einfach darauf an, was er unter "Qualität" versteht. Qualität bedeutet für mich persönlich die Ausstrahlung von Blockbustern und US-Serien. Und das könnte der öffentlich-rechtliche Rundfunk ja durch das Zusammenlegen einiger Programme und damit den Sparmaßnahmen erreichen.


Zitat

Merke, euer dt. TV ist um einiges besser als österreichisches. Es gibt nur wenige richtige niveauvolle Sendungen in Ö.


Wieso muß das Fernsehen immer aus niveauvollen Sendungen bestehen? Ihr dürft einfach nicht vergessen, daß der Großteil der Zuschauer nunmal einfach pure Unterhaltung vom Fernsehen erwartet.


von Kay B - am 19.03.2009 11:44
Ich sehe das anders.

Fernsehen soll mir das liefern, was ich nicht kaufen oder mieten kann. Dazu zählt Unterhaltung (Shows), Sport, Nachrichten, Politik, Infos, Wetter, etc.

Für Hollywood-Blockbuster gibt es seit Jahrzehnten Videotheken. Auch ohne Werbung und sogar mit Extras und das noch vor der TV-Austrahlung.

Es gibt eine gesetzliche Auflage, dass US-Produktionen bzw. außereuropäische Sachen im ORF nicht die Überhand nehmen dürfen. Finde das sehr gut. :spos:

von andimik - am 19.03.2009 12:40
Zitat
andimik
Fernsehen soll mir das liefern, was ich nicht kaufen oder mieten kann. Dazu zählt Unterhaltung (Shows), Sport, Nachrichten, Politik, Infos, Wetter, etc

Für Nachrichten, Politik, Infos und Wetter finde ich das Fernsehen und Radio sowiso nur zweite Wahl. Früher gab es keine Alternativen, aber ansonsten finde ich für diesen Bereich das Internet dem Fernsehen überlegen.

Denn im Internet kann man die Themen gezielt nach seinem Intresse und Wünschen auswählen und zusätzlich sich nicht nur passiv berieseln lassen sondern aktiv diskutieren.

Zitat
andimik
Für Hollywood-Blockbuster gibt es seit Jahrzehnten Videotheken. Auch ohne Werbung und sogar mit Extras und das noch vor der TV-Austrahlung.
Dort muss man aber erstens bezahlen und zweitens ist es noch ein zusätzlicher Aufwand die Filme dort erst zu holen und wieder zurückzubringen.

Da ist dann in häufigen Fällen sogar PayTV die billigere und bequemere Alternative.

von Martyn136 - am 19.03.2009 18:11
Zitat

Ich muss auch für TV bezahlen, dieses Argument lasse ich nicht gelten.

Wieso nicht? Das ist doch ein sehr gutes Argument. Denn wenn ich schon für Fernsehen bezahlen muss kann ich auch ein etwas breiter gefächertes Angebot verlangen. Das heißt nicht nur Dokus, Reportagen und BlaBla von und für (Pseudo-)Intellektuelle sondern auch mal ganz tumbe Unterhaltung a la Hollywood Spielfilm oder US-Serie. Alle Jubeljahre mal an Feiertagen einen Harry Potter Film zeigen der schon mal auf einem Privaten gelaufen ist reicht einfach nicht. Man muss ja nicht gleich jeden Abend eine US Produktion nach der anderen zeigen. Aber hin und wieder mal einen Blockbuster oder eine aufwendige Serie wie zum Beispiel "Fringe" würde auch nicht gleich den Untergang des Abendlandes bedeuten. :rolleyes: Stattdessen muss ich ZUSÄTZLICH Geld in eine Videothek tragen um sowas (ohne Werbeunterbrechungen) zu sehen. :sneg:

von Spacelab - am 20.03.2009 07:59
Solche Diskussionen sind irgendwie typisch für dieses Forum :rolleyes:


Sowohl die dt. Rundfunkanstalten als auch der ORF bieten ein gutes, breit gefächertes Angebot wie ich es vom öffentlichen Rundfunk erwarte. Dass das Angebot von ORF und deutschen öR-Sendern aber doch so verschieden ist, liegt ganz einfach an den unterschiedlichen Gegebenheiten.

Wir Deutsche erhalten für die Gebühren ein im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern insbesondere quantitativ, aber durchaus auch qualitativ sehr großes und gutes Angebot (dies ist aber nicht als Rechtfertigung für die Gebühreneintreiberei der GEZ zu verstehen).

Der ORF kann das aufgrund der niedrigeren Bevölkerungszahl und der daraus resultierenden GIS-Einnahmen natürlich bei Weitem nicht bieten. Dafür nutzt er aber halt den Vorteil, dass er Rechte an Filmen und anderem Material vergleichsweise günstig einkaufen konnte (bedingt durch die Bevölkerungsgröße und die späte, verschlüsselte Sat-Aufschaltung) und wertet auf diese Weise sein Programm auf. Ich kenne natürlich keine Zahlen, aber ich gehe mal davon aus, dass für den ORF der Einkauf entspr. Rechte tendenziell günstiger ist als die Eigenproduktion eines gleichartigen Spielfilms (in Deutschland dürfte das Gegenteil der Fall sein).

Letztendlich ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk also sowohl in Deutschland als auch in Österreich ein Kompromiss unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten, den politischen Rahmenbedingungen (z.B. hohe Kosten in D. durch Föderalismus), dem Anspruch ein attraktives Programmangebot zu bieten usw.

Ich persönlich bin jedenfalls froh, dass ich hier beide Angebote ganz legal empfangen kann!

von ANDREAS R-|-DJ - am 20.03.2009 12:51
Mein Kernproblem mit den Öffis ist, dass man sie nurnoch am Logo unterscheiden kann. Ob jetzt mal (vllt. einmal im Monat) was für mich auf 3Sat kommt - oder im Ersten - oder im Regionalprogramm für Berlin - scheissegal.

Und dann noch diese Parallelausstrahlungen - abends zapp ich 20mal an der Nase von der tagesschau vorbei - um 22Uhr kommt dann im MDR und im rbb "Riverboat".

Da wäre doch der Vorschlag eineS Dritten mit regionaler Auseinanderschaltung (via DVB-S/-C recht einfach - via -T kommt halt nur "dein" Regionalprogramm) am Vorabend. Da müssten die Sender nicht wie derzeit mal wieder nen Bond zeigen, nur um Sendezeit zu füllen.

Sonntag abend ist eigentlich der einzige fixe Tag in der Woche, wo das Erste abends bei mir überhaupt beachtet wird, denn das, was man da sieht, sieht man dann über die Woche verteilt in allen anderen Senderchen nochmal durchgekaut.

von elchris - am 20.03.2009 13:16
Zitat
andimik
Nein, es steht nirgends, dass man Hollywood auf- und abspielen soll. Vom ORF wird verlangt, Unterhaltung zu bringen. Das kann auch britischen, französischen oder japanischen Ursprungs sein.
Von mir aus können es theoretisch ruhig auch deutsche, britische, französische, japanische oder was auch immer Filme und Serien sein, nur sollen es eben Blockbuster und Topserien sein, und keine so moralisch-kulturell orientierte Nischenproduktionen.

Nur überwiegend da derzeit einfach die US Produktionen.

von Martyn136 - am 20.03.2009 14:41
Ich hoffe sehr,das der ORF und alle anderen Sender,die Programme verschlüsselt ausstrahlen dies bald nicht mehr tun. Man sollte auch wisse,das die Europäische Union viele Filme finanziell unterstützt. So sollte jeder EU Bürger das Recht haben,diese Filme frei zu empfangen.

Nur ein Beispiel. Würde z.B. der ORF die Sesamstraße aus dem Stidio Hamburg ausstrahlen,die u.a. durch deutsche GEZ Gebühren und garantiert auch Zuschüsse der EU finanziert wird,warum soll jene Sendung dann verschlüsselt sein? Dies verstößt doch bestimt auch gegen Gesetze der EU.

Der ORF ist kein privater Sender wie Arena & Premiere, jene Sender müssen verschlüsseln um zu überlben und zeigen überwiegend US Spielfilme und Sport.

Ich finde,kein Europäischer Staatsender der öffentliche Gelder aus der EU bezieht darf sein Programm für andere EU Bürger verschlüsseln.

Seit Ihr nicht selber Meinung?

von Markus,DO1HBK - am 05.05.2009 12:27
@ Markus,DO1HBK

Zitat

Ich hoffe sehr,das der ORF und alle anderen Sender,die Programme verschlüsselt ausstrahlen dies bald nicht mehr tun. Man sollte auch wisse,das die Europäische Union viele Filme finanziell unterstützt. So sollte jeder EU Bürger das Recht haben,diese Filme frei zu empfangen.
(...)
Ich finde,kein Europäischer Staatsender der öffentliche Gelder aus der EU bezieht darf sein Programm für andere EU Bürger verschlüsseln.


Das ist leider absolute Utopie. Es geht halt in erster Linie um die Rechte der US-Studios, da gerade ORF1 nunmal hauptsächlich aus US-Material besteht. Zumindest gibt es mit ORF2E einen Ansatz, in dem der ORF zeigt, daß er durchaus gewillt ist, seine Programme auch frei europaweit verfügbar zu machen.

Was ich hingegen viel gerechter empfinden würde wäre, daß jeder innerhalb Europas jeder selbst bestimmen könnte, welche öffentlich-rechtlichen, privaten odere staatlichen Programme er abonniert. Also dass z.B. ein spanischer Staatsbürger statt die Programme der TVE die Programme der YLE aus Finnland "abonnieren" kann. Dieses Rundfunksystem, daß auf dem Aufzwingen einer Rundfunkanstalt basiert, sollte entgültig abgeschafft werden und stattdessen der Markt der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (soweit man da überhaupt von einem Markt reden kann) liberalisiert wird. Die Preise für den Einkauf von Ausstrahlungsrechten ließen sich so einfach über die Anzahl der "Abonnenten" ermitteln.


von Kay B - am 05.05.2009 13:50
Zitat

Nur ein Beispiel. Würde z.B. der ORF die Sesamstraße aus dem Stidio Hamburg ausstrahlen,die u.a. durch deutsche GEZ Gebühren und garantiert auch Zuschüsse der EU finanziert wird,warum soll jene Sendung dann verschlüsselt sein?

Nur glaube ich nicht, dass der ORF die geschenkt bekommt, sondern da werden schon GIS-Gebühren nach Deutschland fließenn. Und im deutschen Fernshen wird/wurde die betroffene Sendung in der Regel ja auch ausgestrahlt, weshalb man nicht sagen könnte, dass die Deutschen es nicht sehen konnten.

Zitat

Der ORF ist kein privater Sender wie Arena & Premiere, jene Sender müssen verschlüsseln um zu überlben und zeigen überwiegend US Spielfilme und Sport.

So wahnsinnig gut steht der ORF in finanzieller Sicht jetzt auch wieder nicht da... Außerdem würde es dann zum offenen Krieg zwischen ORF und RTL, ProSiebenSat.1,... kommen. Das würde auf beiden Seiten wahrscheinlich zu Verschlechterungen führen, im schlimmesten Fall dazu, dass ein Sender den Betrieb einstellen muss. Für den ORF könnte das mittelfristig dann so aussehen, dass Spielflime mit Werbeunterbrechungen gezeigt werden müssten oder sich die Spielfilm- und Serienlandschaft auf ORF1 mehr in Richtung ARD/ZDF orientieren würde - auf deutsch: das was wir heute als "ORF1" kennen dadurch kaputt gienge.

Zitat

Ich finde,kein Europäischer Staatsender der öffentliche Gelder aus der EU bezieht darf sein Programm für andere EU Bürger verschlüsseln.

Da ist vielleicht schon ein bisschen was wahres dran, aber überleg dir mal, ob das fair wäre. Es ist doch klar, dass sich mit Milliarden GEZ-Einnahmen leichter Europa-Rechte einkaufen lassen, als mit den GIS-Millionen. Länder wie Österreich wären dann benachteiligt; hätten ein wesentlich größeres Problem, ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen. Und die EU-Gelder bekommen ja alle; von daher könnte man nicht von Bevorzugung/Benachteiligung sprechen.

von Zwölf - am 05.05.2009 14:07
@andimik

Anstatt das du hier ständig rummeckerst, könntest du lieber Leuten Karten besorgen, damit sie den ORF auch in Deutschland sehen können. Das man ORF1 ohne gültige Karte empfangen konnte, daran ist der ORF doch selbst Schuld, sollen sie halt wenigstens jede Woche mal den Key wechseln und nicht nur alle Paar Jahre mal, dann hätten sie keine Schwarzseher. Die Leute, die so schrottige Receiver haben, die den Keywechsel nicht verkraften, die haben halt dann Pech gehabt, aber auf sowas nimmt der ORF halt Rücksicht.

von Yagi - am 05.05.2009 15:46
Zitat
Yagi
Anstatt das du hier ständig rummeckerst, könntest du lieber Leuten Karten besorgen, damit sie den ORF auch in Deutschland sehen können.


Dieses Forum erreicht DF-Niveau.

Eine Überlegung:

Ich leihe mir von Hrn. Maier etwas. Hr. Maier besteht drauf, dass ich es nicht weiterleihe oder gar verkaufe, nur ich dürfte es verwenden (weil es mir ja nicht gehört). Ich leihe oder verkaufe es Hrn. Müller weiter, aber Hr. Müller weiß genau, dass es Hr. Maier ihm nie im Leben geliehen oder verkauft hätte.

Leute, seid nicht kindisch, so etwas tut man nicht. Bitte beachtet sowohl die Netiquette als auch Gesetze, Normen und Vorschriften. Dazu gehören auch Nutzungsbedingungen (auch wir im Forum haben welche!)

von andimik - am 05.05.2009 16:02
Es wir Zeit das Deutschland endlich sich mal über eine Gesamtverschlüsselung einigt.Mit welchem Recht sieht ganz Europa die deutschen Programme(wofür wir GEZ bezahlen)und kein anderes europäisches Land sendet seine Hauptprogramme free-to-air(ausgenommen die analogen Franzosen-die aber auch bald fort sind).Einen einmaligen Betrag von ca.40¤ würde ich da gerne ausgeben....Ich freu mich dann schon auf das Gejammer der Ösis...............

von quappi - am 05.05.2009 18:51
Ich würde den "Ausländern" schon auch den ORF gönnen. Es stimmt auch, dass wir blöd aus der Wäsche schauen würden, gäbe es bei uns die deutschen Sender nicht mehr.

@andimik
Dass man die ORF-Karte nicht im Ausland betreiben darf, ist auch mir bekannt. Aber ganz ehrlich: Wenn ich mit dem Wohnmobil mit Sat-Schüssel in Urlaub fahre und dabei die österr. Staatsgrenzen überschreite und mit meiner Karte z.B.: in Dänemark ORF schaue, habe ich KEIN schlechtes Gewissen dabei.
Abgesehen davon, wenn man bedenkt, was der ORF inzwischen für die Karte abcasht, würde ich nicht gerade sagen, dass mir die von mir erworbene Karte nicht gehört.

Und so ganz nebenbei: Tun wir nicht allevielleicht sogar täglich Sachen, die wir nicht tun dürften? Das fängt schon damit an, wenn wir mit 55 km/h durchs Ortsgebiet fahren...

von delfi - am 05.05.2009 19:57
Viel sinnvoller als Verschlüsselungsarien wäre es, wenn sich sämtliche ÖRs im deutschsprachigen Raum und ggfs. auch noch benachbarter Länder sich mal zusammenraufen würden und die Rechte für den entsprechenden Sprachraum / Gebiet komplett kaufen würden. Auf diese Weise könnten sich ORF und SF-DRS die Verschlüsselei sparen und gleichzeitig hätten sie den Zugriff auf ein deutlich größeres Angebot. Daß die Privaten es dann schwerer haben, an gutes Material zu kommen, ist ein wünschenswerter Nebeneffekt.


von Nohab - am 06.05.2009 06:38
Zitat
quappi
Es wir Zeit das Deutschland endlich sich mal über eine Gesamtverschlüsselung einigt.Mit welchem Recht sieht ganz Europa die deutschen Programme(wofür wir GEZ bezahlen)und kein anderes europäisches Land sendet seine Hauptprogramme free-to-air(ausgenommen die analogen Franzosen-die aber auch bald fort sind).Einen einmaligen Betrag von ca.40¤ würde ich da gerne ausgeben.................


Wieso willst du noch mal 40¤ bezahlen, reicht der GEZ-Beitrag nicht?

Wenn schon Grundverschlüsselung, dann Smartcards an GEZ-Zahler.
Mit Einführung von HDTV ab 2010-12 und Abschaltung der analogen Sat-Ausstrahlung bietet sich eine günstige Gelegenheit, so Stück für Stück neue Receiver mit Smartcards einzuführen.

Ich selber bin gegen Grundverschlüsselung.
Wenn Fernsehrechte aber mit Grundverschlüsselung billiger wären, siehe ORF, und die GEZ- Gebühr auch dadurch erheblich sinken würde, könnte man darüber noch mal reden ....

von schnappdidudeldey - am 06.05.2009 06:48
Zitat
andimik
@ delfi: OT: Es gibt sogar einen, der deswegen eine Selbstanzeige gemacht hat und daher eine jahrelange politische Krise inkl. Ortstafelverrücken entstanden ist. ...

Nein, nicht derjenige der die Selbstanzeige gemacht hat hat die Krise erzeugt, die Grundlage wurde von Anderen gelegt.
Aber das brauch ich dir als Kärntner nicht erklären ...
;)
Im Ernst - die Diskussion der letzten Tage hier im Thread zeigte ein Niveau im DF Bereich :sneg:

von mor_ - am 06.05.2009 09:59
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