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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
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Dr. Antenne, Spacelab, Radio-DX, Radio_DDR, Ex-Trierer, shianne, Mc Jack, Chief Wiggum, Ingo-GL

Hilfe gesucht: Nachgerüstete Autoantenne bereitet Probleme

Startbeitrag von Dr. Antenne am 17.03.2009 21:48

Hallo zusammen!

Da die originale 16V-Dachantenne an meinem Nissan Prmera Kombi bereits 2007 Kontaktprobleme im Antennenfuß zeigte, habe ich sie durch eine Hirschmann Auta 16V-Flex ersetzt. Ich habe mich für das Modell entschieden, da es ja auch hier im Forum zumeist nur gute Kritiken einheimste. Eingebaut habe ich das folgendermaßen:

1. neues Antennenkabel am Dachholm entlang verlegt (war erforderlich, da die Anschlüsse der Originalleitung nicht passten).
2. eine 12V-Stromleitung von der (normal nie genutzten) Kofferaumsteckdose zum Dach gelegt
3. eine blanke Stelle rings ums Loch im Dach freigekratzt, um einen Minus-Punkt für die Antenne zu schaffen
4. Antenne angeschlossen und befestigt (anschließend noch etwas Hohlraumversiegelung damit kein Rost kommt)

Nach dem Einbau traten dann aber gleich erste Probleme auf, die die Begeisterung doch erheblich dämpften: Bei relativ schwachen Sendern ist stationär kein RDS-Empfang mehr möglich, sobald man die Zündung einschaltet bzw. der Motor läuft. In einigen Frequenzbereichen (z.B. um 93,5 oder ab 107 MHz) werden schwächere Sender zudem recht auffällig durch ein Knacken und Knistern gestört. Ausserdem reagiert die Antenne gelegentlich empfindlich, wenn andere Autos links an mir vorbeifahren oder ich die Fahrertür öffne (--> Signalstärke schwankt). Auch bei ortsüblichen Sendern habe ich festgestellt, dass sie teilweise durch irgendetwas beeinträchtigt werden. Am besten macht sich das hier bei NDR 2 auf 96,2 bemerkbar, wo es öfters, wenn auch nur über Sekundenbruchteile, kratzige Rauscheinbrüche gibt. Auf 96,0 kann ich zudem manchmal ein läßtig lautes Knattern und Flattern vernehmen, dass in der Stärke variiert, wenn man mit der Hand an die Antenne fasst (--> lässt man los wird es wieder stärker). Leider weis ich nun irgendwie nicht mehr weiter wie ich das Problem bald loswerden kann, bisher bekam ich immer nur den Tipp, dass die Antenne nur genügend Kontakt zum Blech vom Dach haben müsse. Jedoch ist nun schon so viel und gründlich freigekratzt, dass die Schraube an allen Stellen runherum guten Kontakt zum Dach haben müsste. Doch es geht einfach nicht besser (Lockere ich hingegen die Schraube der Antenne, sodass kein Kontakt mehr zum Dach vorliegt, werden die Störungen auf einmal um noch einiges härter und das Knatttern und Flattern erweitert sich aufs gesamte Frequenzband).

Kann jemand hieraus vielleicht ersehen, ob ich irgendwo einen Fehler gemacht habe? Oder hat jemand vielleicht eine Idee, wie man das Problem lösen kann? Über Hilfe wäre ich euch bis in alle Ewigkeit hinein dankbar :) (kp wie oft ich mich schon daran versucht habe^^)

Antworten:

Die erste Frage, die mir nach Durchlesen der Überschrift durch den Kopf ging:
Warum werden klassische Technikthemen in letzter Zeit zunehmend im OT-Forum behandelt, währenddessen der Blabla-Anteil im Radioforum stetig zunimmt?

von Mc Jack - am 18.03.2009 14:26
Dann sorgen wir mal dafür, das der blabla Anteil im Hauptforum abnimmt , und verschieben den Thread mal dahin , wo er hingehört ;)



von Chief Wiggum - am 18.03.2009 14:56
Wieso musstest Du eine neue 12V Leitung legen? Gab es keine, oder passt der Stecker nicht? Wenn es keine gab, dann wurde die alte Antenne vermutlich über das Antennenkabel mit Strom versorgt.
Normalerweise bezieht man die +12V vom Autoradio heraus. Da drinnen gibt es eine Verdrosselung, die die Spannung säubert. Das hat auch den Vorteil, dass die Antenne nur dann Strom zieht, wenn das Radio eingeschaltet ist. Hat das Autoradio keinen Steuerausgang für eine Antenne?

Noch 'ne Frage: Werden die Empfangssignale schwächer, wenn Du die 12V-Versorgung aus der Steckdose ziehst?

von Ingo-GL - am 18.03.2009 15:07
Zitat
Ingo-GL
Normalerweise bezieht man die +12V vom Autoradio heraus. Da drinnen gibt es eine Verdrosselung, die die Spannung säubert.

Genau das wirds sein.



von shianne - am 18.03.2009 15:14
zwischem dem '+' der Steckdose und dem '+' von Radio wird auch eine Spannungsdifferenz sein, die jedoch kein reiner Gleichanteil, sondern mit allerlei Störungen überlagert ist(extern, als auch vom Fahrzeug, wie Generator, Motormanagement usw.).

von Radio_DDR - am 18.03.2009 15:29
Ja ich musste ein neues Kabel legen, weil die Universal-Stecker von der Hirschmann Antenne nicht auf die herstellerspezifischen Stecker passten. Ich hätte der Einfachheit wegen auch eine Originalantenne kaufen können, nur ist diese erheblich teurer und ist trotzdem nicht so der Bringer (einige andere die das gleiche Auto wie ich haben haben sich auch schon daran gestört).

Zitat

Noch 'ne Frage: Werden die Empfangssignale schwächer, wenn Du die 12V-Versorgung aus der Steckdose ziehst?

Ja werden sie.

Zitat

Hat das Autoradio keinen Steuerausgang für eine Antenne?

Das Problem daran ist, dass man die halbe Armaturenbrett dafür auseinanderbauen muss um hinter das eigentliche Radio zu kommen. Ich muss zugeben dass ich mich davor bisher gedrückt habe, weil es wirklich sehr kompliziert ist bei dem Modell*.

Zitat

zwischem dem '+' der Steckdose und dem '+' von Radio wird auch eine Spannungsdifferenz sein, die jedoch kein reiner Gleichanteil, sondern mit allerlei Störungen überlagert ist.

Das heißt, wenn ich Stom vom Radio abgreife würde das Problem möglicherweise behoben sein?


*Hier nochmal ein Bild: Das Radio ist unten noch am Rand zu sehen (an der Front ist der Einwuf für CDs). Um jedoch daran zu kommen, muss die gesamte Mittelverkleidung samt Bedienpanel abgebaut werden.


von Dr. Antenne - am 18.03.2009 17:27
Aaaalso, der Verstärker der Hirschmann Antenne ist erfahrungsgemäß recht empfindlich was Störungen betreffen die über den Stromanschluss kommen. Die Blaupunkt 16V Antenne ist da aber auch nicht viel besser. Deshalb sollte man auch immer den Strom für die Antenne vom entsprechenden Anschluss am Radio nehmen. Wie meine Vorredner nämlich schon anmerkten haben die Radios intern eine entsprechende Entstörung und geben saubereren Strom für die Antenne aus. Ich hab hier regelmäßig Spezies die greifen den Strom für die Antenne einfach an der Endstufe im Kofferraum ab weil das so schön nah ist. Da brauch man dann keine langen Stromkabel zu verlegen. Das aber Car-Hifi Endstufen ein Schaltnetzteil intus haben das so den ganzen Empfang versaut wissen die wenigsten.

In deinem Falle gibt es jetzt aber drei Möglichkeiten:
Die erste Möglichkeit wäre den Strom selbst zu glätten. Dafür hält der Fachhandel entsprechende Entstörfilter bereit. Beim "Big C" gibts sowas zum Beispiel, oder bei Reichelt natürlich auch. Da ich nicht (und außerdem dem Hersteller auch kein anderer Mensch auf diesem Planeten) weis wie die Bauteile in diesem Entstörfilter dimensioniert sind besteht hier die Gefahr das nicht alle Störungen bereinigt werden. Vor allem im AM Bereich und auf der Langwelle im speziellen sind oft immer noch Störungen zu hören. Hier wäre es vielleicht Ratsam einen Entstörfilter bei Conrad zu kaufen, vorsichtig auszuprobieren und wenn es nicht klappt innerhalb von 14 tagen zurück zu bringen.

Möglichkeit zwei: Du musst in den sauren Apfel beißen und das Armaturenbrett zerlegen um hinters Radio zu kommen und dort den Strom am entsprechenden Anschluss für die Antenne abgreifen.

Möglichkeit drei: Du misst mal den original Stecker durch und schaust an welchem Kabel dort 12 Volt anliegen. Achte aber drauf dass das Radio eingeschaltet ist! Hört sich zwar jetzt blöd an aber selbst mir ist das schon passiert das ich mir den Wolf gemessen hab und den ganzen Kabelstrang schon rausreißen wollte bis mir aufgefallen ist das ich vergessen hab das Radio einzuschalten. :rolleyes: Jedenfalls kannst du mal den Stecker durchmessen und wenn du das Stromkabel gefunden hast einfach durchschneiden. Dann schließt du das Stromkabel der Antenne an und umwickelst das ganze mit Panzertape oder idealerweise mit Schrumpfschlauch. Das dürfte vielleicht einfacher sein als das ganze Armaturenbrett zu zerlegen.

Im übrigen ist es nicht so schlimm wenn der Verstärker der Antenne nicht mit dem Radio ausgeht. Der Stromverbrauch ist so niedrig dass die Gefahr sehr sehr niedrig ist das die Aktiv-Antenne die Batterie leer zieht. Es sei denn man möchte das Auto überwintern lassen. Wie ein Cabrio zum Beispiel. Die Hirschmann zieht kaum 50mA und die Blaupunkt UKW/DAB Kombiantenne 65mA. Selbst nachgemessen.

von Spacelab - am 18.03.2009 18:25
Was waren das noch Zeiten als noch DIN-Einbauschächte vorhanden waren. :rolleyes:

von Ex-Trierer - am 18.03.2009 20:16
Es ist eigentlich ja sogar ein DIN-Radio, wenn man wollte könnte man in den Schacht auch ein anderes Radio bauen. Damit wäre das Radio halt nur nicht mehr über dieses vereinheitlichte Bediensystem namens "N-Form" ansteuerbar...


Aber ich möchte mich auf jedenfall erst einmal für Eure schnellen und überaus informativen Antworten bedanken!! :cheers: Wie gesagt, dieses Problem beschäftigt mich schon seit etwas längerer Zeit aber ich kam einfach nicht mehr weiter. An einem der nächsten Wochenenden werde ich versuchen Eure Tipps in die Tat umzusetzen.

von Dr. Antenne - am 18.03.2009 21:13
Es gibt auch Radios, die haben 2 Schaltausgänge: Einen für die Antenne, der nur im Tunerbetrieb aktiv ist(um die Automatikantenne nur bei Radiobetrieb auszufahren) und einer für die Ferneinschaltung der Leistungsverstärker("Endstufen"), also in jeder Betriebsart aktiv.

von Radio_DDR - am 18.03.2009 23:44
Das ist aber sehr selten geworden. Es gibt zwar noch einige Radios die zwei Schaltausgänge haben aber die führen permanent Strom sobald man das Radio einschaltet. Denn wenn die Motorantenne eingefahren ist funktioniert ja auch der Verkehsfunk nicht mehr. ;-)

Zitat

Was waren das noch Zeiten als noch DIN-Einbauschächte vorhanden waren. :rolleyes:

Ja und dann hatte Ford angefangen mit ihren 1,8 DIN Radios. Die Doppel-DIN Radios aus Amerika waren zu groß und normale DIN Radios passten natürlich auch nicht. Und zur Krönung waren die Ford Tröten auch noch qualitativ das allerletzte. :sneg: Anfangs musste man basteln bis zum Umfallen und sogar eine eigene Mittelkonsole aus GFK basteln nur um ein anderes Radio einbauen zu können. Wegen eines Rechtsstreites, Ford dachte sie könnten sich dieses 1,8 DIN Format patentieren lassen oder so, durfte kein Hersteller Adapterrahmen verkaufen. Nach einigem hin und her aber wurde Ford in seine Schranken verwiesen und es gab endlich Adapterrahmen mit passendem Adapterstecker für Strom und Lautsprecher zu kaufen. Irgendwann hat sogar die Ford selbst diese Adapter verkauft.

von Spacelab - am 19.03.2009 05:52
So, da ja in den letzten Wochen Osterferien waren hatte ich endlich mal die Gelegenheit weitere Ursachenforschung zu betreiben. Um noch einmal auf Einbau und gesamte Fehlersuche zurück zu blicken: Die alte originale Antenne muss damals über Phantomspeisung versorgt worden sein, denn ich habe mal alles auf den Kopf gestellt und keine weiteren Stromanschlüsse gefunden wodran die origiale Antenne hätte angeschlossen sein können. Mit dieser Annahme habe ich ja damals ja auch die 16V-Flex gekauft, weil sie angeblich mit Phantomspeisung laufen sollte. Ich hab mich damals schon nach dem Einbau gewundert wieso die neue Antenne über das Antennenkabel aber auf einmal keinen Strom mehr bekommt, im Gegensatz zur alten Antenne. Zudem hatte die alte Antenne auch keinen direkten Kontakt zum Dach, d.h. da war ja die ganze Lackierung auf dem Blech zwischen. Da ich ja nun für die neue Antenne aber irgendwo Stom herbekommen musste habe ich dann die Alternativmethode gewählt und eben eine seperate Stromleitung von der Antenne zur Kofferaumsteckdose gelegt. Nach dem Anschließen stellte ich jedoch fest, dass überall ein lautes Rauschen und Knattern auch bei starken Sendern zu vernehmen war, daraufhin habe ich dann eine Stelle rund um das Loch im Autodach freigekratzt damit die Antenne am blanken Metall Masse hat. Dies führte eben schon zu einer enormen Verbesserung, jedoch war das Problem noch nicht vollständig behoben, eher nur stark abgeschwächt. Das Kratzen und Knattern blieb bei schwachen Sendern, am geringsten sind die Störungen nur wenn keine Zündung eingeschaltet ist und somit kaum andere Aggregate im Fahrzeug laufen. Auffällig wahrzunehmen sind die Probleme noch bei 93,5 MHz, 94,4 MHz und um 96 bis 97 MHz. Radio 21, welcher hier auf 93,5 schwach, aber eigentlich noch RDS-tauglich einfällt ist auch im Stand mit ausgeschaltetem Motor mit einem zarten Knattern versehen, genau wie NDR Kultur auf 94,4 MHz. Mit eingeschalteter Zündung oder gar laufendem Motor sind die Sender in einem Mischmasch aus Knattern und Rauschen eigekeilt und somit kaum noch richtig wahrnehmbar.

Um sicher zu gehen, dass auch die Phantomspeisung der neuen Antenne überhaupt funktionstüchtig ist, habe ich mal einen Adapter besorgt der eine Phantomspeisung in das Antennenkabel ermöglicht. Dazu habe ich rein probehalber 12V vom Zigarettenanzünder im Armaturenbrett abgegriffen und diese zum Phantomspeiseadapter gelegt, gleichzeitig habe ich die andere Stromzuführung aus dem Kofferaum zur Antenne unterbrochen. Das Resultat war, das die Antenne und der eingebaute Verstäker unverändert weiterliefen, die Phantomspeisung in der neuen Antenne muss also okay sein. Ich Frage mich nur wieso das nicht klappt wenn ich die Antenne mit dem Antennenkabel normal am Radio verbinde. Denn normal müsste da ja auch brauchbarer Strom herkommen.

Für weitere Verwunderung sorgte dann letzten Winter folgene Auffälligkeit: Nachdem der Empfang im letzten Oktober auf einmal noch ein bischen schlechter als sonst schien, drehte ich nach der Heimfahrt aus der Stadt etwas genervt den Antennenstab etwas weniger gefühlvoll ab und schraubte ihn so auch wieder drauf. Auf einmal war der Empfang schwacher Sender ab dann erheblich besser, obwohl immer noch vereinzelt ein leichtes Knacken und Zischeln in den oben genannten Frequenzbereichen zu hören war. Ich hatte mir eigentlich geschworen die Antenne danach nie wieder anzufassen weil ich mit dem Stadium hätte leben können, aber im Dezember wollte mir jemand eine Freude machen und war mit dem Wagen in der Waschstraße, weshalb die Antenne abgeschraubt worden war :mad: . Danach bestand das alte Problem wieder wie eh und je.

Voller Tatendrang habe ich dann nu in den letzten Ferien mal mir die Zeit genommen, von hinten an das Radio zu kommen und habe auch unzählige dort vorhandene 12V-Anschlüsse durchprobiert, jedoch kam ich zu dem Ergebnis: Die Störungen sind immer noch in nahezu unverändertem Umfang da, und der Antennenverstärker schien auch deutlich eingebremst worden zu sein. Dies machte sich mit einem deutlich unempfindlicheren automatischen Suchlauf bemerkbar. Da mir dies auch nicht gefiel habe ich dann wieder Strom vom Kofferraum bezogen. Doch weil ich ja nun schon einmal am Basteln war, habe ich danach mal einen Entstörfilter vom Mediamarkt besorgt und ihn zwischen das Stromkabel vom Kofferraum zur Antenne zwischengebaut. Ergebnis: 0% Veränderung. Es war egal ob ich nun den Entstörfilter dazwischengebaut habe oder nicht.

Ausserdem ist mir schon seit dem Einbau der neuen Antenne 2007 aufgefallen, dass die Antenne relativ anfällig auf links von mir vorbeifahrende Fahrzeuge reagiert. Entweder weden manche schwache Sender in der kurzen Sekunde stärker sodass ich auf einmal ein RDS-Signal habe, oder die Sender kratzen kurz an bzw. sind total verrauscht. Auch eine geöffnete Fahrertür oder Kofferaumklappe an meinem Wagen scheint irgendeinen besonderen Einfluss zu haben. Besonders bei der Fahrertür merkt man das. Vorhin hörte ich WDR 5 auf 90,6 MHz und je weiter dir Tür aufging, desto schlechter wurde der Empfang. Ich konnte sogar einen Punkt ausfindig machen, bei dem der Empfang ganz abrupt ins totale Rauschen abfiel. Drückte man die Tür 2cm weiter auf, war schlagartig wieder leicht verrauschter Empfang möglich...

Auf der Suche nach Hilfe habe ich mich auch schon an eine Markenwerkstatt gewendet, und sie gaben mir als Antwort dass am Dach möglicherweise nur zu wenig blanke Kontaktfläche für die Antenne vorliegt. Ein Bekannter, der Flug- und Fahrzeugbau studiert hat und seit Jahren Autos repariert meinte jedoch, dass es wenn nur richtig oder kar keine Masse gibt, und nicht noch irgendwas dazwischen.

Dieses Problem zu lösen scheint auch genau so schwer wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen...

von Dr. Antenne - am 19.04.2009 11:31
Das es nur richtig oder gar keine Masse gibt ist falsch. Da kann dir jeder Car-Hifi Bastler ein Lied davon singen. Ich sag nur: pfeifende Endstufe! :kotz: Und genau da liegt auch der Hase im Pfeffer. Wenn es denn wirklich ein reines Masseproblem ist dann kannst du weitersuchen bis du schwarz wirst. Was haben wir in der Firma schon Stunden damit verbracht die Schwachstelle zu suchen wo das Masseproblem liegt. :rolleyes: Ein sehr beliebtes Problem sind die bei neueren Fahrzeugen nicht mehr miteinander verschweißten, sondern nur noch verklebten Karosserieteile. :wall:

In deinem Fall hat die Antenne die meiste Masse in die linke Richtung. Was seltsam ist. Denn ich hab mal hier im Forum gelesen das eine am hinteren dachende platzierte 16V Antenne immer (leicht) nach vorne gerichtet empfängt da dort die meiste Masse liegt. In wiefern dir das aber jetzt bei deinem Problem helfen kann... Keine Ahnung!

Ich kann mich noch daran erinnern das einige CB-Funk Kollegen die ihre Antennen an der Stoßstange, oder einer relativ kleinen Heckklappe befestigt hatten, immer ein zusätzliches Massekabel vom Antennenfuß zu einem guten Massepunkt gelegt hatten. Wir machen das in unserer Werkstatt genauso wenn wir Endstufen einbauen. Denn sehr oft haben wir eine bessere Masseverbindung wenn wir manchmal 2 Meter Massekabel verlegen als wenn wir das Massekabel der Endstufe direkt neben der selbigen festschrauben. Wir nehmen zum suchen der besten Masseverbindung immer ein herkömmliches Multimeter.

Zitat

Dieses Problem zu lösen scheint auch genau so schwer wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen...

Wenn du Pech hast findest du die Nadel zuerst.

von Spacelab - am 19.04.2009 12:01
Ich habe bei manchen 16V-Antennen im Internet auch schon fest installierte Masseanschlüsse im Antennenfuß gesehen, allerdings waren es meist so billige noname-Antennen. Ein weiterer Vorschlag der mir auch schon gemacht wurde war,ebenfalls nachträglich ein ausreichendes Massekabel am Hirschmann-Fuß anzubringen. Ich werde das mal als nächsten Versuch probieren.

von Dr. Antenne - am 19.04.2009 12:58
Darauf wollte ich auch hinaus. Einfach mal ein Massekabel am Antennenfuß anbringen. Das hab ich zwar auch noch nie gemacht denn bisher hatte ich bei meinen Antenneninstallationen solche Probleme noch nie, aber wenn es ja funktioniert wäre das ein Trick den man sich unbedingt mal merken sollte.

von Spacelab - am 19.04.2009 13:49
@ Dr. Antenne

Ich kenne zwar Deine spezielle Antenne nicht,aber es sieht sehr nach fehlender "HF-Masse" aus. Die "elektrische Masse" (Minus) kommt über die Abschirmung des Antennenkabels zustande. Wenn eine Dachantenne richtig arbeiten soll, benötigt sie die Karosserie als "Gegenpol" ("HF-Masse"). Du kannst nur mal das Antennenkabel aus dem Radio ziehen und dann mit einem Durchgangsprüfer (Ohmmeter) prüfen ob zwischen dem Massekontakt am Antennenstecker und der Karosserie eine leitende Verbindung besteht. Ich vermute durch irgendwelche Dichtungen oder Plasteteile hat die Antenne keinen Kontakt zu der blanken Stelle an der Karosserie. Als Du mal an der Antenne gewackelt hast, könnte das Gewindestück (Metallschaft) zufällig Kontakt mit der blanken Stelle in der Bohrung bekommen haben und es trat eine Besserung ein.


von Radio-DX - am 19.04.2009 15:10
Hat sich das Antennenproblem inzwischen gelöst? Es würde mich interessieren woran es nun lag.

von Radio-DX - am 24.04.2009 20:05
Nein ich bin noch nicht wieder dazu gekommen mich der Sache anzunehmen ;) . Hab im Moment auch etwas Prüfungsstress wg. Schule etc. aber wenn ich wieder geschraubt habe werde ich das umgehend hier posten. Mal schauen ob ich in den nächsten 1 bis 2 Wochen dazu komme.

von Dr. Antenne - am 24.04.2009 20:15
Ein Bekannter von mir hatte vor vielen Jahren auch so ein Problem. Ich habe stundenlang rumgefummelt, bis es dann endlich funktioniert hat. Mir fällt aber nicht mehr ein, woran es letztendlich gelegen hat.

von Radio-DX - am 24.04.2009 20:28
Das kann ja auch wirklich eine Qual werden wenn der Fehler nicht gleich eindeutig zu erkennen ist. Gerade bei neuen Automodellen wo man immer mehr Ursachen und Fehlerquellen beachten muss. Aber ich vermute mittlerweile auch, dass das Problem hier wohl mit dem Kontakt am Dach zu tun hat. Ich wäre auch so glücklich wenn das mal ein Ende hätte... :joke:

von Dr. Antenne - am 24.04.2009 20:44
Beim Aufräumen ist mir der originale Antennenfuß in die Hände gefallen. Beim Zerlegen, um herauszufinden woher sie ihren Strom bekam, ließ sich eindeutig erkennen, dass der Verstärker der Werksantenne mit Phantomspeisung betrieben wurde. Die Hirschmann Antenne soll ja auch mit Phantomspeisung laufen, allerdings bleibt der Verstärker der 16V-Antenne funktionslos wenn man die Antenne nur ohne seperate Stromzuführung an das Radio anschließt. Hirschmann hatte ein 5m-Antennenverlängerungskabel mit bei gelegt. Kann eventuell hier auch ein Fehler auftreten oder sind die Antennenkabelverlängerungen automatisch Phantomspeisetauglich? Ansonsten fällt mir nicht mehr viel ein (ausser ein Defekt-Ab-Werk) wieso die alte Antenne mit der Phantomspeisung lief und die neue nicht. :confused:

von Dr. Antenne - am 29.06.2009 16:42
Ich hatte bis jetzt keine Probleme mit der Hirschmann auf Phantomspeisung. Irgendwie ein seltsamer Fehler. :confused:

von Spacelab - am 29.06.2009 16:57
@ Spacelab

Ich habe mich gestern mit einem Kfz-Meister aus dem elterlichen Freundeskreis verabredet gehabt um dem Fehler nun direkt ausfindig zu machen. Dabei haben wir viele mögliche Fehlerquellen wie fehlerhafte Verbindungen, fehlende Masse an der Antenne oder Stromwiderstande geprüft bzw. auch ausgemessen: Fehlanzeige. Wir haben den Strom von verschiedenen Quellen (u.a. Radio, Kofferraumdose) bezogen und jedes Mal war der Fehler bzw. die beschriebenen Störungen wieder da. Insgesamt haben wir 4 Stunden lang alles mögliche probiert, zum Schluss auch nochmal den Einbau einer AIV-Heckscheibenantenne. Mit letzterer waren alle Probleme trotz korrektem und fachgerechten Einbau nur nochmal stärker. Letztendlich wurde es immer wahrscheinlicher, dass der Empfänger selbst nicht 100% fehlerfrei zu sein scheint. Die "Antennenanlage" war einwandfrei. Weil es aber a) superaufwendig und b) kostenintensiv ist, das Radio zu ersetzen, haben wir uns dazu entschlossen alles nun so zu lassen wie es ist (immerhin isind die Störungen noch in einem aushaltbarem Rahmen).

Ich möchte an dieser Stelle nochmal allen danken, die hier mit den hilfreichen und informativen Postings geantwortet haben :) .

von Dr. Antenne - am 12.07.2009 12:06
Wir haben auch schon mal 9 Stunden an so einem blöden Masseproblem rum gesucht bis es endlich behoben war. Mit 4 Stunden liegst du also noch im Mittelfeld. Das Auto mit dem ich aktuell auf der Messe bin (Mazda 5) war auch so ein Kandidat. Über 8 Stunden gesucht und gesucht. Das ärgerliche ist ja dass das Zeit ist die mir keiner bezahlt. :mad:

von Spacelab - am 12.07.2009 12:16
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