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Entwicklung des Senderstandortes Großer Feldberg im Taunus

Startbeitrag von Kay B am 19.03.2009 14:45

Auf diversen Seiten gibt es ja derweil einige sehr historische Senderphotos vom Großen Feldberg im Taunus. Dabei stellen sich mir jedoch einige Fragen.

Der erste Sendeturm wurde offensichtlich im Jahr 1937 errichtet.

[attachment 975 GrosserFeldberg19392.jpg]
Quelle

Gegen Kriegsende wurde dieser Turm durch einen Bombentreffer größtenteils zerstört:



Soweit ich weiß, sollte das Rhein-Main-Gebiet über diesen Senderstandort mit dem Reichsfernsehen versorgt werden. Warum baute man aber für die Ausstrahlung eines einzigen Fernsehprogramms so einen gigantischen Senderkomplex mit einem Hochhaus-ähnlichem Sendeturm? Ganz schön viel Betriebsfläche um ein Fernsehprogramm auszustrahlen. Wozu brauchte man so viele Betriebsgeschosse? Man könnte fast meinen, daß sich dieses Gebäude auch als Büroturm oder Hotel hätte nutzen lassen können.



In den 1950er Jahren sah der Gipfel dann so aus:



Großaufnahme von den Sendeanlagen


Der alte Sendeturm sowie der Aussichtsturm wurden wieder aufgebaut. Welche Programme wurden zu jener Zeit von dort ausgestrahlt? Der Hessische Rundfunk hatte den Aussichtsturm wieder aufgebaut. Also dürften die ersten UKW-Abstrahlungen auch von dort gekommen sein. Welche Funktion hatte der Mastaufsatz des ganz kleinen Turmes, also der rechte im obigen Bild?

Wurde der alte Sendeturm, also der Bundespost-Turm, zu jener Zeit nur für Richtfunk genutzt? Aus welchem Material war bzw. ist eigentlich die Verkleidung überhalb der Richtfunkplattform?



Auf der Seite von senderphotos-bb finden sich weitere historische Senderphotos vom Großen Feldberg.

Dieses Photo dürfte ebenfalls aus den 1950er oder den frühen 1960er Jahren stammen, da hier der Bundespost-Turm noch keinen GFK-Zylinder trägt:



Der Aussichtsturm trägt hier jedoch nun einen längeren Mast, der jedoch noch ziemlich nackt aussieht. Der Mastaufsatz des kleinen (im Bild linken) Mastes sieht ebenfalls nackt aus. Oder war das vielleicht eine Schlitzantenne für UKW?

Ähnlich sieht es auf diesem Photo, das etwa aus dem Jahr 1965 stammen soll, aus:



Der hr-Mast fehlt offensichtlich noch. Das Photo könnte aber noch früher als 1965 entstanden sein, da dieses Photo, welches aus dem Jahr 1963 sein soll, bereits den hr-Mast und den Bundespost-Turm mit GFK-Zylinder zeigt.



Hier taucht nun der noch ziemlich nackte hr-Mast auf.



Die Angabe 1970 kann allerdings nicht stimmen, da zu jener Zeit der Bundespost-Turm schon einen GFK-Zylinder trug. Ich würde das Photo eher in die erste Hälfte der 1960er Jahre einordnen.



Dieses Photo aus circa 1963 zeigt nun den Bundespost-Turm mit einem ersten GFK-Zylinder und den Sendemast des Hessischen Rundfunks.



Weiß jemand, wann die UHF-Ausstrahlungen vom Großen Feldberg begannen? Und wann wurde der hr-Mast errichtet? Ist das noch der selbe Mast wie heute? Der auf dem Bild sichtbare schaut etwas schlanker als der heutige Mast aus.



Um 1967 bekam der Bundespost-Turm dann einen neuen, etwas größeren GFK-Zylinder:





Die folgenden Bilder zeigen quasi die gleiche Situation auf dem Feldberg, werden aber zeitlich von Mitte der 1960er Jahre bis 1973 eingeordnet:




Der Mast auf dem Aussichtsturm trägt nun Antennen. Gut erkennbar ist zudem, daß die UKW-Antennen am hr-Mast damals bedeutend tiefer angebracht waren. Die VHF-Antennen für den E08 befanden sich damals dort, wo sich heute die UKW-Antennen befinden, also am Gittermastteil.

Später wurden die VHF-Antennen mittels eines Mastaufsatzes erhöht und die UKW-Antennen ebenfalls weiter nach oben versetzt:



Wann wurde diese Masterhöhung vorgenommen und wie stark vergrößerte sich dadurch der Versorgungsradius des E08 und der UKW-Sender?


Dieser Mastumbau muß in der Zeit stattgefunden haben, als dieses Photo gemacht wurde:



Hier trägt der hr-Mast bereits den Aufsatz für die VHF-Antennen. Soweit das erkennbar ist, sind auch die alten UKW-Antennen an der unteren Masthälfte, die heute größtenteils nackt ist, noch vorhanden. Zudem hat das hr-Gebäude einen Anbau bekommen. In der Zeit danach muß auch der GFK-Zylinder am Bundespost-Turm ausgetauscht worden sein, da der auf dem Photo abgebildete noch in grau statt in Flugwarnfarben gehalten ist.

Was sich mit diesem Photo ebenfalls verändert hat ist, daß auf dem kleinen hr-Turm nun kein Mastaufsatz, sondern ein GFK-Zylinder, der auch heute noch vorhanden ist, montiert ist:



Welche Funktion hat dieser GFK-Zylinder? Ist oder war da eine Ersatzantenne für die UHF-Programme vom Bundespost-Turm drin?



Sehr interessant finde ich auch dieses Photo von Analog-Freak aus dem August 1990, welches einen mir bisher unbekannten Sendemast zeigt:



Quelle

Und zwar ist es der rechte Mast im Bild. Es handelt sich nicht um den hr-Mast, da dieser teilweise am linken Bildrand zu sehen ist. Und dieser Mast ist auch auf keinem der oben gezeigten Photos zu sehen. Welche Funktion hatte dieser Mast? Wann wurde er gebaut und wann abgrissen?



Dann hätte ich noch ein paar allgemeine Fragen.

Wann wurden die einzelnen UKW- und Fernsehprogramme am Großen Feldberg aufgeschaltet? Wann begann AFN mit UKW-Ausstrahlungen vom Großen Feldberg? Laut älteren Frequenztabellen aus der Sammlung von Heinz Schulz sendete AFN damals auf 94,8 MHz mit 10 KW vom Großen Feldberg. Wurde damals auch schon vom Bundespost-Turm gesendet? Und wann fanden der Wechsel auf 98,7 MHz und die Leistungserhöhung auf 60 KW statt? Wann wurde Hitradio FFH auf 105,9 MHz aufgeschaltet?

Seit 2006 werden AFN und Hitradio FFH nicht mehr vom Telekom-Turm, sondern vom hr-Mast abgestrahlt. Warum fand dieser Umzug statt? Welche Funktionen hat jetzt der Telekom-Turm noch?

Die Sendeleistung von AFN wurde mit dem Umzug zum hr-Mast aufgrund der höheren Antennenposition auf 50 KW gesenkt. Hitradio FFH hat seine Sendeleistung von 100 KW hingegen beibehalten. Haben sich die Versorgungsgebiete von AFN und Hitradio FFH mit dem Umzug markant geändert?

Wo befindet sich die DAB-Antenne? Oder wird DAB mit über die Antenne für den E08 vom hr-Mast ausgestrahlt?

Antworten:

zum Fernsehen kann ich sagen:

der Feldberg war neben dem Brocken und Berlin-Funkturm der dritte Standort, von dem bereits vor dem Krieg Fernsehen gesendet wurde, ab 1938.

nach dem Krieg begann der reguläre Betrieb auf K8 genau am 29.Mai 1953.

Der Bundespost UHF Sender ging am 1.Mai 1961 mit dem Programm "ARD-2" auf K34 auf Sendung, was der "Adenauer-Fernsehen" Ersatz bis zum ZDF Start am 1.April 63 war.

am 5.Oktober 1964 geht der zweite UHF Sender auf K54 auf Sendung, mit dem dritten Programm.


Der HR war in Sachen Fernsehen sehr früh dran, der BR hinkte da zB weit hinterher...

UKW ging am Feldberg am 15.März 1950 auf Sendung.

von Terranus - am 19.03.2009 14:56
Zur Bauform Stahlbetonfernsehtürme waren eine "Erfindung" der 50er (Stuttgart). Die Alternative zum "Hochhaus" wäre wohl der Stahlgittermast ala Berliner Funkturm gewesen. Ich vermute hier spielt Präsentation- und Imponiergehabe eine wichtige Entscheidung für den Hochausturm er sollte wohl auch optisch prägnant wirken. Das ganze Ensemble (1.Foto) gleicht ja eher einer Trutzburg als einer Sendestelle. (Schau dir mal den Flughafen Tempelhof an).


von mor_ - am 19.03.2009 15:18
Hier habe ich noch einen Link gefunden, mit einigen interessanten Details zu den Bauwerken auf dem Großen Feldberg, allerdings ohne besonderen Rundfunkbezug:

http://www.feldbergrennen.de/feldberg%20im%20taunus.htm

Edit: ich hatte zuerst was anderes geschrieben, aber ich habe die Türme durcheinandergebracht.

von Christian_66 - am 19.03.2009 17:23
Ich sehe das ähnlich wie mor_. Das wird wohl einfach nur ein größenwahnsinniges Projekt gewesen sein wie die "Welthauptstadt Germania" (klick) :rolleyes: Für mich gleicht das erste Foto auch eher einer Festung, was auch prima in diese Ideologie passt.

von Rosti 2.0 - am 19.03.2009 17:37
@ MiRo

Zitat

Für mich gleicht das erste Foto auch eher einer Festung, was auch prima in diese Ideologie passt.


Seltsam ist aber dann, daß diese Festung nur von einem Viertelkreis (also das Betriebsgebäude) umgeben ist.


von Kay B - am 19.03.2009 18:16
Es wirkt ja auch nur wie eine Festung und hat wohl einfach nur der Demonstration gedient (der "Größe" wegen), in dieser Ideologie passt ja so einiges nicht logisch zueinander ;)

von Rosti 2.0 - am 19.03.2009 18:49
Hallo,

Dieser fünfte Mast, der nur kurze Zeit stand, war mit UHF 34/54 sowie mit 98,7 UKW (Richtstrahlung!) ein Ersatz-Antennenträger. Damals wurde der 'dicke' Turm renoviert..
Ich hab mir damals die Sache angeguckt: Dicke Koaxkabel kamen aus dem dicken Turm und führten zu dem Ersatzturm..

von DH3FBI - am 19.03.2009 20:12
@mw_88: Von wann bis wann stand dieser "fünfte Mast"?

Als ich im Sommer 1990 (Mit Eltern und Verwandschaft - *grr* - was hat man damals nicht für die erste große Reise in den Westen in Kauf genommen) dort oben waren, war das Ausflugsrestaurant geschlossen. Laut Angaben meiner in Frankfurt wohnenden Verwandschaft seien (1990) die Eigentumsverhältnisse bezüglich der Gaststätte ungeklärt. Am Terassencafé sah es wirklich übel aus, ein Teil der Schieferplatten am Gebäude war abgefallen. Hing das mit der Renovierung zusammen oder was war daran an diesem Gerücht mit den Eigentumsverhältnissen?


von Analog-Freak - am 19.03.2009 20:47
Zitat
Kay B
Die Sendeleistung von AFN wurde mit dem Umzug zum hr-Mast aufgrund der höheren Antennenposition auf 50 KW gesenkt. Hitradio FFH hat seine Sendeleistung von 100 KW hingegen beibehalten. Hat sich das Versorgungsgebiet von AFN und Hitradio FFH mit dem Umzug markant geändert?

Ich kann jetzt nur für den Nordspessart sprechen, QTH2. Dort war früher ein Unterschied vor allem zwischen hr und DTAG-Standort festzustellen, bei genauer Antennenausrichtung der 8-Elemente-Yagi kamen auch die Programme vom DTAG-Standort auf O=5. Seit der Umschaltung wurde vor allem die 105,9 "richtungsunempfindlicher". D. h. ich kann die Antenne auch zum Pfaffenberg ausrichten und O=5 bleibt, die 98,7 ist nur unwesentlich schwächer. Dagegen wurde die 96,7 und vor allem 102,5 gegenüber früher schlechter, kommen aber immer noch auf O=5.
Festgestellt habe ich das ganze bei einem Scan Anfang 2007, da die Antenne normalerweise auf einer "Universaleinstellung" etwa zwischen Heidelstein/Kreuzberg und Sonneberg ausgerichtet ist. Feldberg kommt so über Reflexionen übrigens auch noch auf mindestens O=4-5, auf 89,3/96,7/98,7/105,9 sogar O=5. 94,4 und 102,5 werden durch Sonneberg etwas angefressen, was auf der 102,5 seitdem stärker geworden ist.

von Thomas (Metal) - am 19.03.2009 21:14
Zitat
TerranusI
UKW ging am Feldberg am 15.März 1950 auf Sendung.

Bin im Besitz einer Lektüre die beschreibt den Aufbau und Arbeit einer Rundfunkanstalt. Herausgeber: Hessischer Rundfunk.
Darin steht u.a.: Am 13. Mai 1950 wird der erste UKW-Sender des Hessischen Rundfunks auf dem Feldberg im Taunus in Betrieb genommen.

Desweiteren - vielleicht auch nicht uninteressant: Ein 2. Hörfunkprogramm vom HR startete am 15. Oktober 1950.

von bikerbs - am 19.03.2009 21:32
FFH ging am Feldberg (und zeitgleich auch am Hohen Meißner) als Testsendung am 01.04.1992 in Betrieb. Der Regelbetrieb wurde zu Ostern aufgenommen, ich erinnere mich noch an ein ganzes Roxette-Konzert zum Mitschneiden :spos: ; heute wäre sowas nicht nur bei FFH undenkbar.

von Thomas (Metal) - am 19.03.2009 21:43
@ Thomas (Metal)

Zitat

FFH ging am Feldberg (und zeitgleich auch am Hohen Meißner) als Testsendung am 01.04.1992 in Betrieb.


Wie wurde denn Hitradio FFH vor 1992 in Nordhessen und im Rhein-Main-Gebiet verbreitet? Der Sender ging ja schon 1989 on air.


von Kay B - am 20.03.2009 15:30
Zitat

in Nordhessen


Eisenberg 100,3
Korbach 107,7
Habichtswald 103,7
Eschwege 104,6

Zitat

im Rhein-Main-Gebiet


Heidelstein 100,9
Krehberg 105,0
Wiesbaden 102,0
Frankfurt 100,2
Diesburg 90,1

von -Ole- - am 20.03.2009 15:37
Auf der Liste fehlt Hoherodskopf 104,8 mit 20 kW (allerdings gerichtet). In Genf für die Wasserkuppe koordiniert, ging sie 1996 für HR1 auf den Heidelstein.

von Hagbard Celine - am 20.03.2009 16:22
Diese ganzseitige Anzeige erschien am 13.11.89 (2 Tage vor Sendestart) in allen hessischen Tageszeitungen:

---> http://s11.directupload.net/file/d/1739/ve929aca_jpg.htm



von Manager. - am 20.03.2009 16:50
Zitat
TerranusI
zum Fernsehen kann ich sagen:

der Feldberg war neben dem Brocken und Berlin-Funkturm der dritte Standort, von dem bereits vor dem Krieg Fernsehen gesendet wurde, ab 1938.

nach dem Krieg begann der reguläre Betrieb auf K8 genau am 29.Mai 1953.

Der Bundespost UHF Sender ging am 1.Mai 1961 mit dem Programm "ARD-2" auf K34 auf Sendung, was der "Adenauer-Fernsehen" Ersatz bis zum ZDF Start am 1.April 63 war.

am 5.Oktober 1964 geht der zweite UHF Sender auf K54 auf Sendung, mit dem dritten Programm.


Der HR war in Sachen Fernsehen sehr früh dran, der BR hinkte da zB weit hinterher...

UKW ging am Feldberg am 15.März 1950 auf Sendung.

49,7°N - 11,2°O - Lkr. FO


Wäre es eigentlich möglich gewesen die neuen DVB-T Kanäle K22, K57, K64 auch vor DVB-T mit Analog zu belegen?



von musicmaestro - am 21.03.2009 10:03
Nochmal zu den Bildern zurück. Damals wurde 80kW ERP für die hr-Hörfunkprogramme angegeben. War der alte Mast respektive die verwendeten Antennen daran die Ursache? Immerhin waren nur 6 Einzelantennen mit dann 12 Dipolen pro Richtung montiert, heute sind es ja 8 / 16, was dann ja einen entsprechend höheren Antennnengewinn ergibt. Bei gleichen 10kW TRP-Leistung würde das dann mit 80 / 100kW ERP in etwa hinkommen.

von Thomas (Metal) - am 21.03.2009 10:14
Zitat
musicmaestro
Wäre es eigentlich möglich gewesen die neuen DVB-T Kanäle K22, K57, K64 auch vor DVB-T mit Analog zu belegen?


K 22, 57: Auf keinen Fall auf dem Gr. Feldberg, da sie an anderen Standorten nach dem Wellenplan ST61 genutzt wurden (Hohes Lohr, Kaiserslautern (22), Rimberg (57) und diverse Füllsender).
K 64: Nein. Die Kanäle öberhalb von 60 waren in Deutschland nicht für Rundfunk zugelassen; die Kanäle 64 bis 66 sind seit 2004 für DVB-T zugelassen.

von Manfred Z - am 21.03.2009 12:01
@ MiRo

Zitat

Es wirkt ja auch nur wie eine Festung und hat wohl einfach nur der Demonstration gedient (der "Größe" wegen), in dieser Ideologie passt ja so einiges nicht logisch zueinander ;)


Ja, da hast du vollkommen recht.



Auf der von Christian_66 verlinkten Seite findet sich auch folgendes Photo:



Im Gegensatz zum ersten Bild im Ausgansposting fehlt hier noch der Aufsatz auf der Turmspitze. Unter diesem Aufsatz war dann höchstwahrscheinlich die Antenne montiert.

Auf welchem Kanal bzw. welcher Frequenz und mit welcher Leistung wurde das Reichsfernsehen damals vom Großen Feldberg ausgestrahlt?



Was mich zudem auch mal interessieren würde ist, wie es im Inneren des Telekom-Fernmeldeturmes aussieht. Auf der Seite der Taunus Relais Gruppe gibt es zumindest dieses Photo:

[attachment 976 GrosserFeldbergTelekominnen010.jpg]

Antennen sind aber keine zu sehen, obwohl die Aufnahme noch aus einer Zeit stammen dürfte als die 98.7 und die 105.9 noch vom Fernmeldeturm abgestrahlt wurden. Wo genau befanden sich die UKW-Antennen?


Auf der gleichen Seite gibt es auch eine Nahaufnahme der Verkleidung des Telekom-Turmes:

[attachment 977 GrosserFeldbergTelekom0103_07.jpg]

Aus welchem Material besteht diese Verkleidung? Ist das auch Glasfaserkunststoff oder was anderes?

von Kay B - am 23.03.2009 13:29
Die Seiten der Taunus Relais Gruppe erweisen sich als richtige Fundgrube.

Auf dieser Seite gibt es weitere Bilder vom Fernmeldeturm in der Zeit vor 1945 sowie Einblicke in das Innere des jetzigen Fernmeldeturms.

http://www.bilder-hochladen.net/files/dqr-7r-7a61-jpg-nb.html
http://www.bilder-hochladen.net/files/dqr-7s-4734-jpg-nb.html
http://www.bilder-hochladen.net/files/dqr-7t-d947-jpg.html
http://www.bilder-hochladen.net/files/dqr-7u-6392-jpg-nb.html
http://www.bilder-hochladen.net/files/dqr-7v-db8e-jpg-nb.html
http://www.bilder-hochladen.net/files/dqr-7w-20f0-jpg-nb.html
http://www.bilder-hochladen.net/files/dqr-7x-07cd-jpg-nb.html


...Und weitere Bilder gibt es auf den Seiten
http://www.trg-radio.de/0106_006.shtml
und
http://www.trg-radio.de/0106_007.shtml

Übersicht: http://www.trg-radio.de/0106.shtml und http://www.trg-radio.de/fotos


Die UKW-Antennen für die 98.7 und die 105.9 sind darauf aber auch nicht erkennbar. Das ganze schaut eher aus wie eine leere Scheune.


Auf den Seiten wird der Abbau und Umzug der Amateurfunkrelais vom Fernmeldeturm zum Aussichtsturm des hr dokumentiert. Wenn Radio, Fernsehen und Amateurfunk nun vom alten Fernmeldeturm abgezogen sind, dürfte der doch quasie leer und fast funktionslos sein.

von Kay B - am 23.03.2009 13:43
Dank eines Mitgliedes der Taunus Relais Gruppe habe ich jetzt auch ein Photo von der alten UKW-Antenne, die für AFN und Hitradio FFH im Einsatz war:



Überraschenderweise handelte es sich um eine Schmetterlingsantenne, die - soweit erkennbar - in 6 Ebenen aufgebaut war. Demnach könnte man davon ausgehen, daß der alte AFN-Sender eine Trägerleistung von ca. 10 KW hatte und über die Antenne dann eine ERP von 60 KW erreicht wurde. Um die ERP von 100 KW für Hitradio FFH zu erreichen dürfte ein Sender mit einer Trägerleistung von mehr als 10 KW nötig gewesen sein.

Laut der Taunus Relais Gruppe wurde diese Antenne abgebaut und entsorgt.

Kann jemand einschätzen, wie hoch die Dämpfung durch das Holz und die Verkleidung des Turmes ist?


von Kay B - am 30.03.2009 14:24

:eek:
Die Antenne wurde ja auch als Leiter missbraucht...


von Chief Wiggum - am 30.03.2009 15:05
Oder FFH hat von da nie mit 100kW gesendet, was ich als für wahrscheinlicher halte. Kuriose Anlage.

von Terranus - am 30.03.2009 15:11
Zitat

Auf welchem Kanal bzw. welcher Frequenz und mit welcher Leistung wurde das Reichsfernsehen damals vom Großen Feldberg ausgestrahlt?


Ich habe nie irgendwelche Hinweise gefunden, das in der Vorkriegszeit die Sender auf dem Brocken und auf dem Feldberg in einen Regelbetrieb gegangen sind. Lediglich auf dem Brocken wurde ein Versuchsbetrieb mit einem fahrbaren Sender gemacht (so gelesen in "Rundfunk in Deutschland II. Die Rundfunkpolitik im Dritten Reich.").

Im folgenden Link steht:

Zitat

Im April 1939 war noch ein weiterer Fernsehsender auf dem Brocken in Betrieb genommen worden Dieser Sender stellte aber schon zur Jahresmitte 1939 seinen Versuchsbetrieb vorerst wieder ein. Der Kriegsausbruch verhinderte weitere Versuche. Ein auf dem Feldberg geplanter Sender ging gar nicht erst in den Versuchsbetrieb.

http://www.mdr.de/doku/468238-hintergrund-482713.html

Sollte es dennoch Belege für einen Fernsehbetrieb außerhalb Berlins geben, würde mich das brennend interessieren.


von DO4NC - am 30.03.2009 15:33
@ Chief Wiggum

Zitat

Die Antenne wurde ja auch als Leiter missbraucht...


Ja, mich wundert es sehr, daß die Leiter mit den Antennenfeldern verschraubt ist. Demnach müßte die Leiter aus einem nichtleitenden Material sein, damit sie die Resonanz der Antennenfelder und das Strahlungsdiagramm nicht verändert. Auf dem Bild schaut das aber so aus, als ob die Leiter aus Metall wäre.


von Kay B - am 30.03.2009 15:46
In einem älteren Beitrag hat Kroes die Funktionen der einzelnen Senderstandorte auf dem Großen Feldberg zusammengetragen.

Demnach ist oder war in dem GFK-Zylinder auf dem hr-Gebäude die Ersatzantenne für den E08 untergebracht. Eine Schmetterlingsantenne dürfte da ja reinpassen. Es stellt sich die Frage, ob man da jetzt eine vertikal polarisierte Ersatzantenne für den E08 eingebaut hat.




Es wäre auch logisch, daß von diesem kleinen Turm vor dem Bau des jetztigen Rohrmastes der E08 abgestrahlt wurde, da laut TerranusI schon seit 1953 Fernsehen vom Großen Feldberg abgestrahlt wird und der Rohrmast wohl erst ca. Mitte der 60er Jahre gebaut wurde.

Bei dieser Aufnahme, die schätzungsweise aus den 1950er Jahren stammt, könnte der Mast auf dem kleinen hr-Turm (links im Bild) eine Schlitzantenne für den E08 oder ebenfalls ein GFK-Zylinder mit einer Schmetterlingsantenne sein:




von Kay B - am 30.03.2009 16:03
Soweit mir bekannt, hat es auf dem Feldberg schon reichsdeutsche TV-Testausstrahlungen gegeben. Und zwar ebenfalls mit einem der fahrbaren Sendeanlagen.
Was mich eigentlich viel mehr gewundert hat war, dass der erste Turm schon in den 30er-Jahren gebaut wurde.

von delfi - am 30.03.2009 20:17
Eine Frage hat mir noch niemand beantwortet: über welchen Mast auf dem Feldberg wurde denn das Eurosignal ausgestrahlt?

von Wiesbadener - am 31.03.2009 16:29
Zitat
Wiesbadener
Eine Frage hat mir noch niemand beantwortet: über welchen Mast auf dem Feldberg wurde denn das Eurosignal ausgestrahlt?



Das Eurosignal wurde ebenfalls aus dem dicken Holzturm abgestrahlt. Soweit ich mich erinnern kann hing diese Antenne über der AFN-Antenne. Sechs Dipolfelder mit Reflektor auf einer Ebene sorgten für die Rundstrahlung dieses AM-Signals.
Der AFN Röhrensender hatte tatsächlich 10kW, wie mir der Bedienstete damals sagte...

Damals vor gut 30 Jahren im Rahmen einer Klassenfahrt unserer Berufsschulklasse... ;)

von DH3FBI - am 16.03.2012 15:58
Zitat
Kay B

Kann jemand einschätzen, wie hoch die Dämpfung durch das Holz und die Verkleidung des Turmes ist?


für diesen Frequenzbereich praktisch keine Dämpfung

von Funker1 - am 16.03.2012 16:48
Zitat
mw_88
Zitat
Wiesbadener
Eine Frage hat mir noch niemand beantwortet: über welchen Mast auf dem Feldberg wurde denn das Eurosignal ausgestrahlt?



Das Eurosignal wurde ebenfalls aus dem dicken Holzturm abgestrahlt. Soweit ich mich erinnern kann hing diese Antenne über der AFN-Antenne. Sechs Dipolfelder mit Reflektor auf einer Ebene sorgten für die Rundstrahlung dieses AM-Signals.
Der AFN Röhrensender hatte tatsächlich 10kW, wie mir der Bedienstete damals sagte...

Damals vor gut 30 Jahren im Rahmen einer Klassenfahrt unserer Berufsschulklasse... ;)


beide UKW-Sender waren 10kw - Spritzen und beide gingen sie über eine Weiche auf diese Superturnstyle-Antenne.

Derzeitige Nutzung des DFMG-Turmes findet man u.a. in Wikipedia.
Hier noch ein Link zu einem Nutzer: http://www.db0ft.de/

von Funker1 - am 16.03.2012 16:54
@ Funker1

Zitat

beide UKW-Sender waren 10kw - Spritzen und beide gingen sie über eine Weiche auf diese Superturnstyle-Antenne.


Gibt's davon noch Bilder? War das ein Rohde & Schwarz oder ein Telefunken?


Auf den Seiten der Taunus Relais Gruppe sind derweil auch noch neue Photos:
http://www.trg-radio.de/fotos/category/3-umzug-der-relais-am-feldberg-phase1-abbau
http://www.trg-radio.de/fotos/category/3-umzug-der-relais-am-feldberg-phase1-abbau?start=25

Über der einstigen UKW-Schmetterlingsantenne ist offenbar noch eine Etage, in der Band-III-Antennen montiert sind oder montiert waren:
http://www.trg-radio.de/images/phocagallery/thumbs/phoca_thumb_l_126-2611_img.jpg
http://www.trg-radio.de/images/phocagallery/thumbs/phoca_thumb_l_126-2610_img.jpg

Wurde da etwa DAB aus dem Holzturm abgestrahlt oder waren diese Antennen für andere Funkdienste?

Und was ist das hier
http://www.trg-radio.de/images/phocagallery/thumbs/phoca_thumb_l_antennendemontage%20db0ft%2003.03.2007%20022.jpg
für eine Antenne?

Interessant ist auch dieses Bild
http://www.trg-radio.de/images/phocagallery/thumbs/phoca_thumb_l_p1010034.jpg
mit der "sichtbaren" HF. :D

von Kay B - am 27.07.2012 23:11

Sieht mir schlicht und ergreifend nach Trittstufen zum Hochklettern aus!

von DH0GHU - am 28.07.2012 06:52
Zitat
Ulrich Hilsinger

Sieht mir schlicht und ergreifend nach Trittstufen zum Hochklettern aus!


genau! :spos:

von Funker1 - am 28.07.2012 16:05
Zitat
Kay B
@ Funker1

Zitat

beide UKW-Sender waren 10kw - Spritzen und beide gingen sie über eine Weiche auf diese Superturnstyle-Antenne.


Über der einstigen UKW-Schmetterlingsantenne ist offenbar noch eine Etage, in der Band-III-Antennen montiert sind oder montiert waren:
http://www.trg-radio.de/images/phocagallery/thumbs/phoca_thumb_l_126-2611_img.jpg
http://www.trg-radio.de/images/phocagallery/thumbs/phoca_thumb_l_126-2610_img.jpg

Wurde da etwa DAB aus dem Holzturm abgestrahlt oder waren diese Antennen für andere Funkdienste?


Ja, u.a. Flugfunk welcher noch aktiv ist. DAB wurde nur im L-Band abgestrahlt.

von Funker1 - am 28.07.2012 16:09
Habe den Feldberg letzten Sonntag (fahrt nach Ffm) zum ersten Mal gesehen. Hab mich früher für sowas garnicht interessiert als ich oft in Frankfurt war, daher hab ich ihn nochnie gesehen vorher. Der steht ja eig. recht kurz vor Frankfurt, und kommt einem etwas klein vor, hab mir ihn größer vorgestellt. Und der graue Turm müsste dem Empfangsbereich doch auch minimal etwas abschatten

von bennicool888-Siegengermany - am 29.07.2012 19:05
Dieser graue Turm ist im oberen Teil aus Holz und mit Glasfaserplatten verkleidet. Da kommt die HF also problemlos durch.

von Kay B - am 29.07.2012 19:51
Kann es sein, daß der Telekom-Fernmeldeturm in den 1960er Jahren mal erhöht wurde?

Wenn man diese Bilder hier jeweils links und rechts mal miteinander vergleicht





sieht man, daß der Holzturm in der oberen Etage erst drei Fenster an jeder Seite hatte. In den 1960er Jahren sind diese drei Fenster offensichtlich verschwunden und der Turm hat im oberen Bereich eine neue Hülle bekommen.

Das sieht man auch sehr deutlich an diesem Bild:



Quelle: http://willerich.blogspot.de/2012/02/9k-2h-groer-feldberg-leicht-neblig.html


Insgesamt erscheint der Turm auch etwas höher.

Erst mit der Renovierung des Turmes im Jahr 2003 bekam die obere Etage wieder Fenster und die wellblechartige Hülle wurde durch eine Hülle mit einer glatten Oberfläche ersetzt.

von Kay B - am 29.07.2012 21:03
Derweil ist ein Bild vom alten AFN-Sender reingekommen:



Es war also ein Rohde & Schwarz SU155 für die alte 98,7 im Einsatz.


Und noch die alte UKW-Antenne:





Die Quelle möchte ungenannt bleiben.

Die Bilder dürfen nicht vervielfältigt oder anderweitig irgendwo eingesetzt werden!!!

von Kay B - am 29.12.2012 23:50
@ DO4NC

Zitat

Zitat

Im April 1939 war noch ein weiterer Fernsehsender auf dem Brocken in Betrieb genommen worden Dieser Sender stellte aber schon zur Jahresmitte 1939 seinen Versuchsbetrieb vorerst wieder ein. Der Kriegsausbruch verhinderte weitere Versuche. Ein auf dem Feldberg geplanter Sender ging gar nicht erst in den Versuchsbetrieb.

http://www.mdr.de/doku/468238-hintergrund-482713.html

Sollte es dennoch Belege für einen Fernsehbetrieb außerhalb Berlins geben, würde mich das brennend interessieren.


Auf der Seite
http://www.feldbergrennen.de/grosser%20feldberg%20im%20taunus.htm
heißt es:
"Die Firmen Telefunken und AEG montieren einen fahrbaren Fernsehsender auf zwölf LKWs und bringen ihn in Hamburg, auf dem Brocken im Harz und auf dem Großen Feldberg im Taunus zum Einsatz.
(...)
So werden 1936 vom Feldberg aus schon erste Fernsehbilder ausgestrahlt."

Und ein Bild von dem fahrbaren Fernsehsender gibt es dort auch:



Schon interessant, daß es auf dem Großen Feldberg vor dem Bau der Sendeanlagen mal drei Gasthäuser gab:


Da muß ja damals echt der Bär da oben gesteppt haben, wenn sich da drei Gasthäuser rentiert haben.

(Bilderquelle: http://www.feldbergrennen.de/grosser%20feldberg%20im%20taunus.htm )

von Kay B - am 09.01.2013 16:45
Den Feldberg müsste man doch eigentlich so ziemlich überall empfangen können? Der steht doch absolut optimal! also HR3 vor allem

von Rheinländer - am 09.01.2013 17:32
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Da muß ja damals echt der Bär da oben gesteppt haben, wenn sich da drei Gasthäuser rentiert haben.

Es gab früher (ca. vor 90 Jahren) auf diversen Bergen gut besuchte Ausflugsgaststätten (davon zeugen u. a. auch diverse Ansichstskarten in der bei mir auf dem Dachboden liegenden, uralten Sammlung.
Das war auch noch bis in die frühen 90er so, ich kann mich noch erinnern, dass es hier in der Umgebung auch diverse Ausflugslokale auf Bergen gab. Da steppte durchaus auch vor ~25 Jahren noch der Bär.
Die sind Ende der 90er fast alle verschwunden und heute größtenteils verfallen.
Beispiele unter anderem die Lokale In Porta am Jakobsberg und am Kaier-Wilhelm Denkmal. Letzteres gibt es zwar noch, aber der Betrieb ist mit früher nicht zu vergleichen. Auch die Souvenierläden und Kioske haben da kaum noch geöffnet. Am Jakobsberg existieren sie schon seit Jahren nicht mehr.
Hier bei mir im Ort gab es früher auch zwei "Berggaststätten". Sind auch beide längst Geschichte...
Dabei war das hier noch nicht mal ein "besonderer" Berg...

von WiehengeBIERge - am 09.01.2013 18:51
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WiehengeBIERge
Die sind Ende der 90er fast alle verschwunden und heute größtenteils verfallen.
Beispiele unter anderem die Lokale In Porta am Jakobsberg und am Kaier-Wilhelm Denkmal. Letzteres gibt es zwar noch, aber der Betrieb ist mit früher nicht zu vergleichen...


Sehr OT: Am Kaiser-Wilhelm-Denkmal gibt es keine Gastronomie mehr. Kein Gasthaus, kein Kiosk..

von Housefieber - am 09.01.2013 19:40
Kann gut sein, dass das inzwischen sogar ganz zu ist...
Auf jeden Fall ist es noch nicht zur Ruine verfallen, so wie auf dem Jakobsberg gegenüber.

Früher standen da im Sommer neben dem festen Kiosk sogar noch Würstchenbuden und vergleichbares.

von WiehengeBIERge - am 09.01.2013 19:43
OT: Die gastronomische Situation am Kaiser-Wilhelm-Denkmal...
[attachment 1051 IMG_1788.JPG]
[attachment 1052 IMG_1784.JPG]

Richtig blöd kommt man sich vor, wenn man einen Beitrag so "zumüllt"...

von Housefieber - am 09.01.2013 20:05
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Richtig blöd kommt man sich vor, wenn man einen Beitrag so "zumüllt"...

Na denn...

von WiehengeBIERge - am 09.01.2013 20:08
Ich habe gerade noch ein paar Infos von der Quelle, die ungenannt bleiben möchte, bekommen.

In dem GFK-Zylinder auf dem hr-Gebäude
http://sfbb.sf.funpic.de/bilder/feldberg28.jpg
steckt noch die alte ARD-Reserveantenne für den E08 und wird als Reserveantenne für DAB+ genutzt. Das soll auch schon der Fall gewesen sein.

Die UKW-Schmetterlingsantenne stand im Telekom-Holzturm an der Nord-Nordwest-Seite. Das würde dann erklären, warum AFN und FFH damals nach Süden doch etwas schlechter gingen als die hr-Programme, während hier in östlicher Richtung kaum ein Unterschied zwischen AFN, FFH und den hr-Programmen feststellbar war.

von Kay B - am 10.01.2013 05:50
Der Große Feldberg ist gerade off air.

So sieht es hier in Südwestthüringen aus:
89,3 MHz --> Deutschlandradio Berlin
94,4 MHz --> komplett leer
96,7 MHz --> komplett leer
98,7 MHz --> ganz schwach MDR Figaro, ansonsten leer
102,5 MHz --> Antenne Thüringen
105,9 MHz --> komplett leer

von Kay B - am 07.05.2013 00:28
@Kay B:
Das lag hauptsächlich an den unterschiedlichen Höhen der Antennen. Die Antenne im Telekom-Turm für die 98,7 und die 105,9 war in sehr niedriger Höhe angebracht, was über den Altkönig hinweg in den Bereichen Kronberg und Eschborn zu mehr Abschattungen und Verzerrungen führte als dies beim HR-Mast auch heute noch der Fall ist. In letzterem Fall beschränkt sich das Gebiet auf den Norden von Kronberg zwischen Falkenstein und Schwimmbad.

von Stefan Z. - am 07.05.2013 10:06
Da muss ja eigentlich ganz Hessen off air gewesen sein, da der Feldberg alle hessischen Grundnetzsender speist.

von RheinMain701 - am 07.05.2013 11:52
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