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Warum gibt es so viele Klassiksender in Deutschland?

Startbeitrag von Hifi-Freak am 10.09.2003 16:10

Warum gibt es so viele Klassiksender in Deutschland? Jede Landesrundfunkanstalt hat ein eigenes Klassikprogramm im Angebot, was aber kaum eingeschaltet wird. Es würde doch reichen, wenn es ein oder zwei Klassikprogramme für ganz Deutschland geben würde. So könnte man eine menge GEZ-Gelder sparen.

Antworten:

Das frage ich mich auch. Aber wenn man bei den Sendern nachfragt, kommt der Komentar, dass im Programm ja auch viele regionale Aspekte berücksichtig werden.

von Richard - am 10.09.2003 16:19
Warum gibt es soviel Popwellen, jede Anstalt hat eine. ;) Ich bin ja weiterhin für 4 bis 5 Nationale Programme, sollte reichen...

von elchris - am 10.09.2003 16:21
Da stimme ich zu. Die senden ja eh alle das selbe. Wie wäre es mit einer Pop-welle. einer Jazz-Welle, einer Heavy Metal Welle. Wäre es bei DAB machbar, dass man sich ein Prgramm quasi selber zusammenstellen kann. Mann nimmt das Wortprogramm a und sucht sich ein Musikprogramm b. So hört man in den Wortpausen die Musik, die einem fefällt. So eine art Baukastenradio, oder wie man heute sagt Interaktiv.

von Hifi-Freak - am 10.09.2003 16:33
Also, wer im SWR-Land lebt, muss oft ohne Klassik-Angebot auskommen. KlassikRadio ist ja nicht überall empfangbar, und SWR2 kann man ja schon fast nicht mehr als Klassikprogramm bezeichnen. Da ist soviel Wort und andere Musik.

von radiofreund - am 10.09.2003 16:39
Radio1: Wortprogramm/ Information/ International.
Radio2: Kultur/ differenzierte Musikrichtungen
Radio3: Popmusik von 1960 bis jetzt (also Elvis meets Eminem)
Radio4: Klassik/ Konzerte

Fertig aus. Radio1 nicht auf UKW sondern nur auf MW/KW/LW/ Sat etc.

von elchris - am 10.09.2003 17:08
@ radiofreund

> SWR 2

Was für "andere Musik"?

von Jazzman - am 10.09.2003 17:13
Genau so was in der Art nach skandinavischen Vorbild.
zB:
SR-P1
SR-P2
SR-P3
SR-P4
SR
SR-P6 ( Radio Schweden)

von T.F. - am 10.09.2003 17:20
@Hifi-Freak
Vergiss es. LÄNDERHOHHEIT :D
Außerdem gibt es bereits eine "halbe" (zumindest abendliche) Klassik-Welle für Deutschland (namens DeutschlandRadio - dürfte aber im Bewusstsein der Hörer so gut wie unbekannt sein).

Und zu deinem Ansatz: Sinnvoll wäre es wohl, wenn sich die Öffi-Kulturwellen z.B. abends in der reichweitenschwachen Zeit (der an sich reichweitenschwachen) Sender zusammenschalten würden. Als "Konkurrenz" gäbe es dann immer noch (je nach Empfangbarkeit) DLR, DLF (abends auch blödsinnigerweise oftmals klassisch, was NICHTgerade für ein Informationsprogramm spricht) und privat Klassik-Radio.
Aber tatsächlich könnte man das gleiche für die öffi-Popdudler vorschlagen. Und auch abends für DLF/DLR :D

Und nun warte ich immer noch auf eine "bissige" Reaktion aus Hannover ;)

von Schwabinger - am 10.09.2003 17:48
Hallo zusammen.
Ich halte eine Zusammenlegung der Klassikpragramme auch für sehr sinvoll. Wenn die anderen Programme aber auch bundesweit senden, dann kann man nicht einfach aus ´über 30 Radiosendern 3 oder 4 machen. Es soll dann schon auch ganz schön was geboten werden für die GEZ-Gebühren! Ich könnte mir das z.B so vorstellen:

DER1 Jugendsender so wie XXL oder einslive (abends aber bitte nicht so 0 8 15)
DER2 Kultursender mit Wort und Musik 50:50
DER3 Schlager und Oldies
DER R Regionalprogramm für jedes Bundesland, abends evtl. Zusammenschaltung. Musik: 70er, 80er und 90er
DER+ Alternative Musik mit Schwerpunkt Rock (so wie bisher RBB R1 abends)
DERKlassik wie der Name schon sagt reines Klassikprogramm
DERNews Nachrichtenprogramm

Die Versorgung sollte dann folgendermaßen aussehen
DER1-3 und R flächendeckend
DER+ und Klassik auf Frequenzen der evtl. 5.Kette (nur in manchen Ländern) und außerdem in Grenzregionen, wo 2 oder mehr Rundfunkanstalten empfangbar sind ( z.B rhön insgesamt 8 Frequenzen(HR und BR) ,Thüringen srahlt dort auch noch mit rein!)
Und falls ihr den Namen DER sch...findet, mir fiel grad nichts bessres ein ;-)



von Onabi - am 10.09.2003 18:13
Klassik ist das einzige kulturelle, was die Öffis noch senden. Mit Ausnahme der Nachrichtenwellen und einiger Wortprogramme äffen sie doch die Privaten nach!

von cappu - am 10.09.2003 18:19
Es würde in der Tat einen Haufen Gebühren sparen, wenn man Klassikwellen zusammenlegen würde. Der NDR (NDR 3 Kultur) und der RBB (Radio 3) kooperieren schon eingeschränkt (Radio 3 vom RBB übernimmt große Teile von NDR 3 Kultur).
So was wäre natürlich ausbaufähig: "Befreundete Anstalten wie NDR und WDR könnten ihr 3. Programm gemeinsam gestalten und Radio Bremen und den RBB noch "mit ins Boot holen".
Popwellen zusammenzuelgen finde ich nicht sinnvoll: mir hat seinerzeit als ich in bayern war BR 3 nicht zugesagt und ich war froh als ich wieder NDR 2 hören konnte (mittlerweile aber auch grottenschlecht geworden). Desweiteren sendet Bayern 3 (eigentlich alle Programme des BR) nicht rund um die Uhr, der NDR hat aber eigene Nachtprogramme. Und: was soll ich als "Nordlicht" mit verkehrsmeldungen aus Bayern? Also bei Pop und Infowellen wäre eine Zusammenlegung in meinen Augen nicht sinnvoll.

von Longus - am 10.09.2003 18:44
Die große Radiofreiheit in guter Qualität gibt es im Moment nur über Satellit. Dort sind alle ARD-Programme und viele Private zu empfangen. Wenn man beim DAB zu den Landensrundfunkanstalten die freien Plätze mit bundesweite Privaten füllen würde wäre toll. Mir Fehlt ein Musik und Informationsprogramm, das man Bundesweit empfangen kann. Fährt man nach Süd Tirol kann man von Paderborn kommend erst die WDR-Wellen hören. Hinter der Egge sind schon die hessischen Programme und Radio ffh zu hören. Ist man hinter Kassel auf der A7 Richtung Süden kriegt man auch schon BR3 rein. Wie schön wäre es, seinen Sender von der Nordseeküste bis zu den Alpen zu hören. Fieleicht mit DRM über Mittelwelle was. War nicht mal ein Trucker und Vielfahrerprogramme DRM Langewelle geplant?

von Hifi-Freak - am 10.09.2003 20:11
NDR Kultur verkommt ja immer mehr zum Klassik-Weichspüler. Wellenchef Knauer ist ja nun gegangen, wohl weil er die Veränderungen nicht mittragen will. Seine Nachfolgerin Frau Mirow will das Programm noch moderner machen und mehr Quoten erzielen. Hier oben im Norden empfängt man - sofern man kein DVB, DAB o.ä. hat - nur NDR Kultur, Klassik Radio (noch dudeliger), in Teilen Nordwestradio (was mit dem guten alten RB 2 ja auch nichts mehr zu tun hat). Okay, da wäre zum Glück natürlich noch das Deutschlandradio. Aber ein ganztägiges Hochkulturprogramm, wie es WDR 3 glaube ich noch immer anbietet, sucht man hier vergebens. Schade, dass sich der NDR immer mehr an die Privaten anpasst. Ich hätte hier z.B. auch gern eine Popwelle mit seriösen, gerne etwas älteren Moderatoren und ausführlichen Informationen. Stattdessen beginnt hier oben das Leben, und zwar mit Nachmittagsshow, Wochenendshow und jeder Menge Gelaber von Moderatoren, die anscheinend nur BIld und Bunte lesen, nie aber Spiegel oder FAZ. Auf NDR Info auszuweichen, kann auch nicht das goldene Los sein - nach einer Viertelstunde weiß man angeblich alles. Komisch nur, dass man auf Sendern wie DLF oder WDR 5 nach ein, zwei Stunden immer noch das Gefühl hat, noch Neues vermittelt zu bekommen. Fazit: NDR Info liefert längst nicht die Informationsdichte wie sie manch andere Anstalt liefert. So, genug gelästert für heute ;-)

von Nordhörer - am 10.09.2003 21:20
Sorry, meinte nicht DAB, sondern ADR.

von Nordhörer - am 10.09.2003 21:21
@ r@dio -=DJ=-:

Ich wär nicht für DER, sondern für rd1,2,3... Radio Deutschland ;) :)

von elchris - am 10.09.2003 21:55
Länderhoheit... da liegt der Hund begraben. Warum wird das nicht endlich aufglöst? Seit spätestens 1989 sind doch alle ehemaligen Besatzungszonen aufgelöst...

von Staumelder - am 11.09.2003 08:01
@Chris:
Warum nicht gleich DeutschlandRadio ? ;-)

von Andreas W - am 11.09.2003 08:05
@Andreas:
Die praktikabelste unter den unmöglichen Lösungen. Die Anstalt existiert schon, müsste nur noch ein paar Programme mehr produzieren. Der Verkehrsservice wäre meiner Meinung nach auf der regionalen Kette (und nur dort) am besten aufgehoben - per RDS könnte er für die Autofahrer dann ja auch auf den anderen Wellen zugänglich gemacht werden. Die Vorschläge von radioDj klingen schon nicht schlecht - würde ich persönlich allerdings etwas anders gestalten:
* Schlager und Oldies auf die regionale Kette, da das Interesse an regionalen Informationen bei den älteren Hören IMHO am höchsten ausgeprägt sein dürfte.
* Dafür ein nationales Unterhaltungsprogramm mit breiter Musikauswahl und natürlich mit Sendungen und Moderatoren, über die man im nationalen Rahmen spricht (vielleicht mit dem Vorbild BBC R2).
* Was mir in der obigen Auflistung noch fehlt, ist ein wortorientiertes Vollprogramm (etwa wie BBC R4), selbiges könnte aus dem heutigen Deutschlandfunk hervorgehen.

von studix - am 11.09.2003 08:34
An und für sich klingen die Vorschläge schon ganz gut.

Nur einen Kritikpunkt habe ich:

Warum wollt ihr immer Oldies und Schlager zusammenlegen?

Nicht jeder, der gern Oldies hört, hört auch gerne Schlager.

So bringt SWR1 z.B. viele gute Oldies, aber keine Schlager. Wer Schlager hören will, hört SWR4. Wenn ihr schon alle Ketten zusammenlegt, dann muß so viel Trennung noch sein :-)

Auch an eine Zusammenlegung der 3. FS-Programme kann man nachdenken: Ein Überregionales Mantelprogramm und Auseinanderschaltung zu Regionalnachrichten => Vorbild: RAI tre

Da wird richtig Kohle frei :cheers:

von Wolfgang R - am 11.09.2003 09:49
@Andreas W:

Abkürzung: DR. Ham wer schon - Dänen!

Und DDR würde ich es nicht abkürzen ;)

von elchris - am 11.09.2003 10:31
Ein oder maximal 2 regionale Rundfunkprogramme würden in der Tat reichen. Ein Kulturprogramm könnte bundesweit gesendet werden, ebenso ein reiner Nachrichten- und Reportagesender.

Aber die Chance ist mit der Niederlage im 2. Weltkrieg begraben worden. Die Alliierten waren sich damals einig, kein zentralistisch regiertes Deutschland zu dulden. Dabei wurde auch festgelegt, die Rundfunkhoheit an die Bundesländer zu übertragen um die "Gleichschaltung" nachhaltig zu unterbinden. Die regionale Vielfalt kostet uns je nach Bundesland Milliarden für oftmals 6 oder 7 regionale Programme.

Und da alles das viel Geld kostet, versuchen die öff.-rechtl. Rundfunkanstalten diesen Wahnsinn mit Werbeeinnahmen abzufangen. Folglich prügelt man sich mit den privaten Programmveranstaltern um die interessante Werbezielgruppen. Damit ist auch zu erklären, warum sich öff.-rechtl. und private immer ähnlich werden. Würden diese Werbeeinnahmen nicht da sein so würdet ihr nicht mehr einen Pauschalbetrag an die GEZ zahlen sondern (ähnlich wie bei den Sozialabgaben) einen Prozentsatz eures Gehaltes. Und das wäre deutlich mehr als bisher...



von PowerAM - am 11.09.2003 10:50
Warum nicht gleich Ö1 für Deutschland? (Smiley)

von andimik - am 11.09.2003 12:44
Zitat von Nordhörer:
NDR Kultur verkommt ja immer mehr zum Klassik-Weichspüler.

Ja leider! Eigentlich hat NDR Kultur den Namen nicht verdient. Die müßten vom Programm her ehr NDR Klassik heißen! Denn außer Klassik gibt’s da ja fast nichts. Wenn man sich das aktuelle Programm anguckt: „Klassisch in den Tag“, „Matinee“, „Klassik a la carte“, „Klassisch unterwegs“, „Konzert“, „Klassisch in die Nacht“. Ausnahmen sind noch Am Morgen/Abend Vorgelesen und das Journal um 19.00 Uhr. Wo aber sind Reportagen, Features, Hörspiele, andere Musikstile?? Man sollte lieber diese Schwerpunkte aus dem NDR Info Programm nehmen und bei NDR Kultur unterbringen, so daß NDR Kultur ein richtiger Kultursender wird! (und wenn man schon dabei ist, kann man NDR Kultur auch gleich wieder in NDR 3 und NDR Info wieder in NDR 4 umbenennen - NDR 2 heißt ja auch nicht NDR Pop - )

Ich wäre eigentlich auch dafür, die Klassik- bzw. Kultursender zu einem gesamtdeutschen Sender zusammenzulegen, daß seinen Schwerpunkt auf klassischer Musik hat. Im Gegenzug sollte die Klassik aus dem Programm von DeutschlandRadio Berlin genommen werden!

Zitat von Nordhörer:
Wellenchef Knauer ist ja nun gegangen

Und was wird dann aus dem „Reißwolf“? Für den war er doch auch verantwortlich, bzw. hat ihn moderiert. In der letzen Sendung hat er noch angekündigt, daß die Sendung bis Oktober in die Sommerpause geht.

von dudelfunk - am 11.09.2003 16:05
Warum gibt es in Deutschland 16 Bundesländer? Würde man Bremen zu Niedersachsen und Hamburg, ferner das Saarland zu Rheinland-Pfalz packen, hätten wir 2 Sendeanstalten übrig. Die Bundesrepublik leistet sich nun einmal den "Luxus", nicht zentralistisch ausgerichtet zu sein. Jegliche Änderung an diesem Zustand dürfte auf heftigsten Widerstand der betroffenen Bevölkerung stoßen. Für diesen Verwaltungsaufwand ist uns trotz knapper Kassen fast nichts zu teuer.

Die Folgen des Zentralismus für den Kulturbetrieb kann man in Frankreich schön beobachten, wo sich in Paris alles überschlägt, während die Provinz manche Entwicklung verschläft. Die Klassikwellen der ARD-Anstalten sind - anders als manches Dudelradio - programmlich wenig homogen, wie ich als früherer DSR-Nutzer nur zu schätzen weiß.

von Klausi - am 11.09.2003 17:11
Studix schrieb:
* Schlager und Oldies auf die regionale Kette, da das Interesse an regionalen Informationen bei den älteren Hören IMHO am höchsten ausgeprägt sein dürfte.

studix schrieb aber auch:
Der Verkehrsservice wäre meiner Meinung nach auf der regionalen Kette (und nur dort) am besten aufgehoben

Ich finde, dass Verkehrsservice eher zu einem Pop Format o.Ä. gehört. Deshalb sollte die regionale Kette auch ein solche Musik spielen. TP schön und gut, aber es gibt ja weniger Schlagerhörer als Popmusikhörer un deshalb müssen dann natürlich die Volksmusik-Freaks im Auto TP benutzen. Im Übrigen möchte ich nochmal betonen, dass ich mir für das Regionalprogramm eine SWR1-Musikauswahl (nicht NDR2, siehe anderer Thread) vorstelle. Und auch das 1. bundeesw. Programm ist ja eine Jugendwelle, sodass es kein richtiges AC-Programm gibt, was ich gut finde, da man sich so sehr von den priv unterscheidet.


Wolfgang R schrieb:
Nicht jeder, der gern Oldies hört, hört auch gerne Schlager.

Mit "DER3 Schlager und Oldies" habe ich das nur so gemeint wie z.B bei Bayern 1, also schlager und 50er und 60er
70er bis 90er ist dann ja DER R

Und DER klingt echt nich gut, rd gefällt mir jetzt auch besser

Es gibt echt viele Namen mit D und R (DRS, DLR, DR Px, DDR....) :D



von Onabi - am 11.09.2003 17:21
@radio dj
Aber gerade bei der Welle mit Schlagern/volkstümlicher Musik würde doch eine Regionalisierung Sinn machen, da es speziell hier auch regionale Unterschiede bei den Musik-Geschmäckern gibt. Wer möchte denn schon in Bayern das Hafenkonzert hören - oder wer möchte in Schleswig-Holstein stundenlang mit bayerischer Dicke-Backen-Musik belästigt werden? Und beim Verkehrsfunk drängt sich die Notwendigkeit der Regionalisierung ja geradezu auf, wenn man da keine Verkehrs-Exzesse von 10 Minuten haben möchte. Eine andere Lösung wäre natürlich auch einfach, das nationale Programm für den Verkehr kurz aufzusplitten.

Und gegen eine ordentliche nationale AC-Welle hätte ich eigentlich nichts einzuwenden, solang da auch brauchbares Programm gemacht wird (sagen wir mal z.B. etwa so wie bei NDR 2 in den späten 80ern) und nicht einfach die Kopie eines Privatsenders über den Äther geht (z.B. wie bei NDR 2 heute). Auch in diesem Segment möchte ich eigentlich nicht auf Privatsender angewiesen sein, da ich diese i.d.R. grundsätzlich meide.

von studix - am 11.09.2003 18:02
Oldys sind nicht einfach Oldys. Da gibt es auch die verschiedensten Richtungen. Oldys können Schlager aus den 60ern und 70ern sein, aber auch Heavy Metal aus den 70ern. Ist doch alles Definitionssache, was man alles unter Oldys versteht.

von Hifi-Freak - am 11.09.2003 18:08
Oldys sind Wortschöpfungen von Rechtschreibgenies ...

von Andreas Mikula - am 11.09.2003 20:33
@dudelfunk und andere:

Es ist meiner Meinung nach nicht möglich, die Kulturwellen ( tlw. Klassikwellen ) zusammenzulegen, da in diesen Programmen vieles sehr regional begrenzt ist. Man könnte allerdings so ein System wie bei den NRW-Lokalradios besteht aufbauen.

Das könnte dann zB so aussehen:

01.00-06.00
r:d Kultur: klassisch durch die Nacht
06.00.08.00
r:d Kultur NRW: Journal am Morgen
08.00-10.00
r:d Kultur NRW: Aktuelle Kultur Aus NRW
10.00-15.00
r:d Kultur: Die "deutsche Kultur "
15.00-18.00
r:d Kultur NRW Journal am Nachmittag
18.00-20.00
r:d Kultur NRW: Nonstopwortprogramme mit regionalem Bezug, zB Plattdeutsches Hörspiel
20.00-00.00
r:d Kultur: Kulturhintergrund / Konzerte / Hörspiele / Features / Interviews / Talks
00.00-01.00
r:d Kultur Nachttalk ( ala 2254 )

Mit einem Schema dieser Art könnte eine Menge Geld eingespart werden, denn das tatsächlich eigenproduzierte Programm beträgt nur 9 Stunden, und dennoch wird in den Haupthörzeiten ein großer Teil an regionalen Kulturinfos geliefert!

von QLC - am 11.09.2003 20:56
@zwobot:
sollte das nicht eher die Aufgabe der Jugendsender sein?

von studix - am 12.09.2003 06:19
@ ZWOBOT:

Das soll nicht passieren. Die Programminhalte die du beschreibst sollten dann bei r:d 4 u ( das Jugendprogramm ... ) ab 20 Uhr zu finden sein!

von QLC - am 12.09.2003 10:04
Jazzman schrieb:

Zitat

@ radiofreund

> SWR 2

Was für "andere Musik"?


Oft ist das Abendkonzert um 19 Uhr ein Jazz-Konzert.
Oder es wird experimentelle Musik gespielt, was ja auch nicht jeder Klassik-Liebhaber gern hört.
In "Radiophon" wird auch ein Alle-Musikstile-Mix gespielt
In speziellen Sendungen werden Jazz-/Rock-/Weltmusik/...Interpreten vorgestellt.

u.v.m.

Also SWR2 ist ein Kulturprogramm, aber nun wirklich keine Klassikwelle!

von radiofreund - am 12.09.2003 10:19
Mein Wunschtraum wäre folgende Aufteilung:

Deutschland 1, Popwelle UKW 87,6-90,0
Deutschland 2, Kulturwelle UKW 90,1-92,5 + KW + DRM
Deutschland 3, Regionalprogramm (SWR1-like) UKW 92,6-97,0
Deutschland 4 Schlagerprogramm 97,0-99,5
Nationaler Privater UKW 99,5-101
Regionale Private 101-104
Lokale Private 104-107
Freier o. .ä. 107-108
Deutschland 5 News DAB+MW+DRM+KW
Deutschland 6 Klassik DAB
Deutschland 7 Jugend DAB+DRM
Deutschland 8 Rock DAB+DRM
Deutschland 9 Utility (Börse, Sport, Bundestag o.ä.) DAB+DRM+MW

weitere nationale private Spartenkanäle auf MW/DRM/DAB und was sonst noch gefällt.

von Horst - am 12.09.2003 14:17
@Zwobot

So eine Aufteilung wäre in Ordnung. So wären unterschiedliche Genres abgedeckt. Viele Bands fühlen sich als Musiker, die ernsthaft Musik machen und nicht als "Superstars". Auch Rock und Havy-Bands machen selber "richtige" Musik und keine Onehitwonder. Sendungen wo neue Musik vorgestellt wird, die nicht unbedingt mainstreamtauglich ist, findet man auf Einslive nur nach 20:00 Uhr, wenn die Tageshörer auf Fernsehen umschalten. Leider werden solche Sendungen in Zeiten gedrückt, wo eh keine großen Einschaltquoten herrschen im Radio. Die meisten Höhrer kriegen davon garnichts mit.

von Hifi-Freak - am 12.09.2003 17:01
QLC schrieb:

Zitat

@dudelfunk und andere:
....
Man könnte allerdings so ein System wie bei den NRW-Lokalradios besteht aufbauen.


Die sind wohl eher ein abschreckendes Beispiel.

Zitat

Das könnte dann zB so aussehen:

01.00-06.00
r:d Kultur: klassisch durch die Nacht


Das Nachtprogramm war immer schon ARD-weit zusammengeschaltet.

Zitat

06.00.08.00
r:d Kultur NRW: Journal am Morgen
08.00-10.00
r:d Kultur NRW: Aktuelle Kultur Aus NRW
10.00-15.00
r:d Kultur: Die "deutsche Kultur "
15.00-18.00
r:d Kultur NRW Journal am Nachmittag
18.00-20.00
r:d Kultur NRW: Nonstopwortprogramme mit regionalem Bezug, zB
Plattdeutsches Hörspiel


keine Musik?

Zitat

20.00-00.00
r:d Kultur: Kulturhintergrund / Konzerte / Hörspiele /
Features / Interviews / Talks


Bei den Konzerten ist es so, dass die Sender haeufig auch als (Mit-)Veranstalter auftreten (u.a. unterhalten die meist ein eigenes
Orchester) und so das regionale Kulturleben bereichern. Eine Zusammenlegung wuerde hier zu nicht unerheblichen Abstrichen
in einem ohnehin durch Kuerzungen gebeutelten Bereich fuehren.
Waehrend der Sommerpause erfolgt hier auch jetzt schon eine Zusammenschaltung von Sendern.

Zitat

Mit einem Schema dieser Art könnte eine Menge Geld eingespart
werden, denn das tatsächlich eigenproduzierte Programm
beträgt nur 9 Stunden, und dennoch wird in den Haupthörzeiten
ein großer Teil an regionalen Kulturinfos geliefert!


Ob das wirklich so viel ist? Es ist ja nicht so, dass zwischen den
Sendern kein Austausch von Programmmaterial besteht. Ohne
Regionalbezug sind eigentlich nur die reinen Musikabspielsendungen.
Die kosten aber auch nicht allzuviel.

Georg

von georgk - am 14.09.2003 09:33

Föderalismus=Vielfalt

Zitat

Mein Wunschtraum wäre folgende Aufteilung:

Deutschland 1, Popwelle UKW 87,6-90,0
Deutschland 2, Kulturwelle UKW 90,1-92,5 + KW + DRM
Deutschland 3, Regionalprogramm (SWR1-like) UKW 92,6-97,0
Deutschland 4 Schlagerprogramm 97,0-99,5
Nationaler Privater UKW 99,5-101
Regionale Private 101-104
Lokale Private 104-107
Freier o. .ä. 107-108
Deutschland 5 News DAB+MW+DRM+KW
Deutschland 6 Klassik DAB
Deutschland 7 Jugend DAB+DRM
Deutschland 8 Rock DAB+DRM
Deutschland 9 Utility (Börse, Sport, Bundestag o.ä.) DAB+DRM+MW



Und mal wieder wird die "Zentralisierungs-Sau" durchs Dorf getrieben!
Passend zum Föderalismus-Bashing, das derzeit sehr in Mode ist.

Föderalismus bedeutet Vielfalt - und das nicht nur im Radio. Wer das öffentlich-rechtliche Hörfunkangebot in Frankreich und Deutschland vergleicht, wird sofort merken, von was die Rede ist: Während den Franzosen mit nur einem einzigen Kulturprogramm (France Culture) von Lille bis Ajaccio ein zentral in Paris produzierter Einheitsbrei, der keinerlei Rücksicht auf die Regionalkulturen nimmt, vorgesetzt wird, gibt es in Deutschland über 5 Kulturwellen (Bayern2, SWR 2, WDR 3/5, MDR Kultur, hr2, SR 2,...). Diese Radiovielfalt hat wiederum Auswirkungen auf den Kulturbetrieb, d.h in Deutschland werden mehr Hörspiele produziert, mehr Festivals von den unterschiedlichen Rundfunkanstalten präsentiert und unterstützt und so weiter. Ein anschauliches Beispiel: Wo hätte denn ein süddeutsches Mundarthörspiel, wie es regelmäßig im SWR zu hören ist, in einem zentralistischen Kulturprogramm Platz?

Wer hier einfach fordert, alle öffentlich-rechtlichen Hörfunkwellen zusammen zu legen, sie dann einfach "Deutschland" oder "ARD" nennen will und dann einfach durchnummeriert, mag zwar einen Sinn für Übersichtlichkeit zu haben, hat aber die Konsequenzen seiner Forderungen nicht bedacht.

Kein Mensch behauptet, dass Föderalismus einfach ist, wer genau hinschaut sieht jedoch, dass er sich lohnt.

von Fred - am 14.09.2003 13:34

Re: Föderalismus=Vielfalt

Hallo, georg !!!

Darf ich fragen, aus welchem Bundesland / Sendegebiet ??

von QLC - am 14.09.2003 13:46

Re: Föderalismus=Vielfalt

@ ZWOBOT

> Fr: Hörspiel für Kinder

Am Abend?? Wie spät denn? Soweit ich weiß ist der späteste Sendetermin für den Ohrenbär 19:45 im Programm von XYZ.

von Jazzman - am 14.09.2003 18:18

Re: Föderalismus=Vielfalt

@ Fred

Volle Zustimmung!! Auch in Foren wie diesen, wo sich Leute treffen, die Radio wahrnehmen und nicht nur im Wachkoma konsumieren, wird zwar immer Vielfalt gefordert, aber nur für die eigenen Vorlieben.Schöne Toleranz!!

Die Vielfalt an Kulturwellen via ADR heißt auch, ich kann mir ein Programm/Sendung aussuchen, wenn mir z.B. Mahler oder Experimenta-Jazz nicht zusagt, kann ich jederzeit umschalten und mit ein Interview oder Oper aussuchen. Und das ist auch gut so!

Folgendes habe ich in diesem Forum auch schon öfters angebracht, interessiert aber im Kulturwellen-abschaff-Wahn nicht: Würde das mit dem regionalen Bezug auch funktionieren, dann wäre der ORB/RBB Brandenburg nicht den Weg mit Radio 3 gegangen, der dem Kulturleben in Brandenburg auch ein Forum gibt - was bei RADIOkultur nicht der Fall war. Und ich werde ab 1.12. Radio 3 auch vermissen.

Wobei ich beide Programme mag und auch beide in meinen Augen/Ohren ihre Existenzberechtigung haben. Allerdings läßt der 1.12. Schlimmes befürchten, wenn die Mitarbeiter schon jetzt gegen die Vorgaben der Obrigkeit murren.

von Jazzman - am 14.09.2003 18:30

Wieviele Sender brauchen die Ö-R?

In diesem Zusammenhang möchte ich auf meine Umfrage bei der Radioszene aufmerksam machen: Wieviele Sender braucht eine Ö-R- Anstalt, um ein optimales Programmangebot auf die Beine zu stellen und den Gebührenzahler nicht zu sehr zu belasten? :confused:

von radiofreund - am 15.09.2003 14:47

Re: Wieviele Sender brauchen die Ö-R?

Zitat

Deutschland 1, Popwelle UKW 87,6-90,0
Deutschland 2, Kulturwelle UKW 90,1-92,5 + KW + DRM
Deutschland 3, Regionalprogramm (SWR1-like) UKW 92,6-97,0
Deutschland 4 Schlagerprogramm 97,0-99,5
Nationaler Privater UKW 99,5-101
Regionale Private 101-104
Lokale Private 104-107
Freier o. .ä. 107-108
Deutschland 5 News DAB+MW+DRM+KW
Deutschland 6 Klassik DAB
Deutschland 7 Jugend DAB+DRM
Deutschland 8 Rock DAB+DRM
Deutschland 9 Utility (Börse, Sport, Bundestag o.ä.) DAB+DRM+MW


n0ja horsti n bissle besser hättest des schon machen koennen wo isn das programm für die leute die techno hören entweder Sunshine-Live Landes weit auf Ukw oder es muss noch n server hinn wie Deutschland 10 The Club mit Techno mukke
mfg da blubber

von blubber - am 15.09.2003 16:10
Ich bin kein reiner Klassikfan. Aber Stand in Berlin:

Popdudelwellen: rs2, rtl 104.6, 100.6, BRF, Energy, Kiss-FM, BB-Radio, Jam-FM verkommmt auch zur Pop-Dudelfunk!, RBB Radio 1 und RBB Fritz tagsüber inzwischen auch Popdudelfunk- Charts werden abgespult!

bei Klassik:

KlassikRadio, und in Zukunft nur ein RBB KulturRadio

Vom MDR-Bereich schweigen wir lieber. Ich glaube die schlechtetste Radiolandschaft ist der MDR-Bereich ( Sa, S-AN, Thuer ). Über ADR, DVB kann man sich ja einen Überblick verschaffen. Mit dem SWR-Bereich sieht es seit der Fusion SWF und SDR nicht besser aus!

Wo bleibt da die Parität - mit der meinung es gäbe zu viel Kultur/Klassikwellen. Wer anspruchsvolle U-Musik hören will muß sich aus einzelnen Programmteilen vom NordWestRadaio, Bayern2radio, NDR-info ab 20 Uhr, MDR-Kultur, WDR 5, das noch bis Dezember bestehende RBB RadioKultur- danach Fusion mit RBB RadioDrei - etc. einzelne Sendungen mühsam rauspicken.

Auch wenn man Pop-Fan ist- ein bißchen Realitätssinn muß auch sein!

von gunter - am 15.09.2003 20:01
"Jam-FM verkommmt auch zur Pop-Dudelfunk"

Die bringen doch Rap / HipHop und gelegentlich R&B, was hat das mit Dudelfunk zu tun???

von Sven - am 15.09.2003 20:49

Re: Föderalismus=Vielfalt

QLC schrieb:

Zitat

Hallo, georg !!!

Darf ich fragen, aus welchem Bundesland / Sendegebiet ??


NRW.

Georg

von georgk - am 16.09.2003 08:46

Re: Föderalismus=Vielfalt

Kann mich der Auffassung von gunter nur anschliessen.
Wer beispielsweise im Auto Klassik - und Kultursender hören möchte hat schlechte Karten: Fast alle reichweitenstarken QRGs sind von leistungsstarken Dudlern belegt.
Ich frage mich ernsthaft: Warum werden mit der eingangs gestellten Frage die Dinge schlichtweg auf den Kopf gestellt ?

Es müsste vielmehr heissen:

Warum so unendlich viele Dudelsender ??

Gruss
emse

von emsebremse - am 16.09.2003 11:23
@ gunter

Zitat:
Ich bin kein reiner Klassikfan. Aber Stand in Berlin:

Popdudelwellen: rs2, rtl 104.6, 100.6, BRF, Energy, Kiss-FM,
BB-Radio, Jam-FM verkommmt auch zur Pop-Dudelfunk!,
RBB Radio 1 und RBB Fritz tagsüber inzwischen auch Popdudelfunk- Charts werden abgespult!

Und wie deiner Meinung nach mit SPREERADIO 105,5 und 98.2 Radio Paradiso aus?

Und JAM FM ist kein POPdudler!

Und wie man radio EINS und Fritz als Popdudelwellen bezeichnen kann, verstehe ich überhauptnicht!
Das sind die besten Radiosender, die in Deutschland produziert werden!

Zitat:
bei Klassik:

KlassikRadio, und in Zukunft nur ein RBB KulturRadio

Die Zusammenlegung von RADIO 3 und RADIOkultur finde ich eigentlich vernünftig!

Jemand der in Berlin wohnt, dürfte sich doch nicht beschweren. Da gibt’s vielleicht ein paar zu viel Popdudelsender, aber es existieren ja genug Alternativen! (87.9 star fm / Jazz Radio 101.9 / RADIOmultikulti / infoRADIO / OK Berlin)

Zitat:
Ich glaube die schlechtetste Radiolandschaft ist der MDR-Bereich ( Sa, S-AN, Thuer ).

Irrtum, die schlechteste Radiolandschaft ist Mecklenburg-Vorpommern, leider :-(

von dudelfunk - am 16.09.2003 13:01
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