Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
22
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Manager, Mittelholsteiner, MatthiasW., Nordhörer, Harald P., Longus, AlanTrebber, Ole, PowerAM, Das Bellen beginnt, ... und 4 weitere

Historie: Sendepause bei NDR 2 um 13.58 Uhr

Startbeitrag von telefonfreak am 11.09.2003 20:24

Guten Abend!

Erinnert sich noch jemand an die Sendepause bei NDR 2 um 13.58 Uhr. Ich war damals um 1980 im zarten Schulalter, kann mich aber noch erinnern, dass diese Pause sogar in der Programmzeitschrift vermerkt war. An einigen Tagen passierte auf UKW und MW gar nichts, an anderen Tagen wurde entweder auf UKW oder MW der Sender kurz ausgeschaltet.

Gab es technische Gründe für diese Pause? Umschalten auf anderen Sender, weil der Dauerbetrieb sonst nicht möglich war? Heutzutage scheint eine Pause ja nicht mehr notwendig zu sein.

Schöne Grüße
Marko

Antworten:

Ich erinnere mich noch dran. Unmittelbar vor der Pause lief immer das gleiche Lied. In dem Lied kam ein Hund vor, der zu der Melodie bellte. Danach dann die Pause. Die Gründe kenne ich nicht.

von Nordhörer - am 11.09.2003 21:40
Korgis -- Rover's Return

von Das Bellen beginnt - am 12.09.2003 04:08
Also bei mir auf der Hamburger 87.6 gab es definitiv nach dem bellenden Hund eine Abschaltung. Man hörte dann nämlich immer dieses komische Piepsen, was damals auf 87.5 übertragen wurde. Kann mich allerdings zugegebenermaßen schon wieder nicht mehr daran erinnern, wofür dieser Piepser gut war. Wurde hier aber glaube ich mal irgendwo diskutiert, muss ich mal recherchieren.

von Nordhörer - am 12.09.2003 09:25
@Nordhörer

Wird wohl an Deinem weniger guten Empfänger gelegen haben, der das Eurosignal auf 87,5 nicht ganz "verpackt" hat...

von Stephan Kaiser - am 12.09.2003 10:13
Hatte nicht auch Radio Bayern1 ein pauezeichen? Ich kann mich leider nur noch schwach an den jingle der auch im bayrischen Fernsehen gesendet wurde erinnern.

von sedes - am 12.09.2003 14:33
NDR 2 vom Torfhaus(Harz-West)schaltete um diese Zeit seine Doppelsenderanlage um d.h.ein Sender strahlte das Programm aus und der andere hatte Pause - die Woche drauf wurde gewechselt.Wurde mal in einer Hörerpostsendung gesagt.
Der Wochentag war glaube Dienstag(oder Mittwoch).

von Hempe - am 12.09.2003 16:53
@ Hempe: Das kann gut sein! Jedenfalls ist mir die Prozedur aus Zeiten der Röhrensender bekannt. Der Grund dafür ist einfach:

Bei doppelt vorhandenen Sendern werden die Röhren beider Sender permanent beheizt um bei einem Ausfall des einen Senders gleich auf den anderen umschalten zu können. Die Umschaltzeiten lagen bei permanent beheizten Röhrensendern bei wenigen Sekunden. Allerdings war der Umschaltvorgang immer hörbar.

Eine neue Röhre arbeitet erst nach einer gewissen "Einbrennzeit" mit den gewünschten Kenndaten. Außerdem kann es vorkommen, daß eine neue (ungebrauchte) Röhre bereits beim ersten Einschalten "abraucht". Um eine hohe Betriebssicherheit zu erreichen wurden die Sender nach einem festen Plan wechselseitig betrieben.

Zur Materialausnutzung gab es 2 Versionen: Bei der ersten läßt man die Sender arbeiten bis an einem Sender Baugruppen (Röhren) ausfallen und schaltet dann auf erst den zweiten Sender um. Anschließend wird der defekte Sender überholt und man schaltet irgendwann wieder zurück. Nun wird der noch intakte Sender ebenfalls überholt, er lief ja nahezu die gleiche Betriebszeit. Bei der zweiten (teureren) Version werden Verschleißteile nach einem festen Betriebsstundenschema ausgetauscht, völlig gleich ob sie noch funktionieren oder nicht.

Alles das ist bei heutigen volltransistorisierten Sendern nicht mehr erforderlich. Deshalb leistet man sich immer seltener den Luxus und baut Sendeanlagen mit Reservesender auf. Wenn man dann noch die Wartungpläne beachtet(meist 1 x jährlich bzw. nur alle 2 Jahre) steht einem zuverlässigen Sendebetrieb nichts im Weg.



von PowerAM - am 12.09.2003 18:40
Diese Sendepausen gab's auch bei anderen ARD-Sendern.
Beim hr wurden alle damaligen 3 UKW-Programme tagsüber für 5 Minuten unterbrochen. Dies war in den siebziger Jahren so (was zuvor war weiß ich nicht) und endete erst Anfang der achtziger Jahren. Bei hr3 war diese Sendepause von 14.03 h bis 14.08 h. Wenn ich mich recht erinnere (bin mir aber nicht mehr ganz sicher) verschwand diese Sendepause bei hr3 mit der großen Programmreform (-> von der Autofahrer-Welle zur Pop-Welle) am 01.05.81. Evt. war es auch bereits ein, zwei Jahre früher. - Wer weiß es noch genauer?
Auch bei SWF3 wurden die Sender in den Anfangsjahren des Programms Mittwoch abends "für Messzwecke" abgeschaltet. Da dauerte die Pause aber wesentlich länger. Damals gab's jeden Mittwoch von 21.00 bis 22.30 h "SWF3-Sportreport". Danach bis (offiziell) 24.00 h die Sendepause, in der die Sender selten ganz abgeschaltet wurden, sondern fast immer Messtöne zu hören waren. Meist wurde schon vor 23.30 h SWF1 aufgeschaltet (Wunschkonzert "Vom Telefon zum Mikrofon"); ab 0.05 h dann parallel auf SWF1/2/3 das ARD-Nachtprogramm. Alle 2 Wochen gab's bei SWF3 von 22.30 bis 23.00 h die Sendung "SWF3-Kontakt" (eine Sendung "für Behinderte und Nicht-Behinderte"). Dann begannen die Messtöne eine halbe Stunde später. Anfang/Mitte der achtziger Jahre verschwand diese Sendepause dann genauso wie die Kontakt-Sendung.
Beim SDR glaube ich gab's in den siebziger Jahren ähnlich kurze Pausen wie beim hr. An genaue Zeiten kann ich mich aber nicht mehr erinnern.
Beim SR gab's diese Sendepausen zur gleichen Zeit nicht (mehr).
Auch beim RIAS gab's jeden Morgen von 4.15 bis 4.25 h eine Sendepause mit Dauer-Pfeifton und der Ansage "RIAS Berlin". Dies änderte sich erst mit der großen Programmreform (-> neues rias2) 1985.
Der Deutschlandfunk hatte früher (vor der Programmreform am 01.04.84) eine kurze Sendepause am frühen Morgen; ich glaube, das war kurz vor 5 h (4.58 bis 5.00 h).
Und beim Bayerischen Rundfunk gab's lange Jahre jeden Morgen von 5.27 bis 5.30 h auf allen Wellen nur das BR-Pausenzeichen sowie das Impressum des Senders zu hören. Außerdem von 18.57 bis 19.00 h eine Schaltpause auf Bayern 3 (bis Angang/Mitte der achtziger Jahre), während der einige Sender (Ismaning, Dillberg ?) glaube ich zum Gastarbeiterprogramm umschalteten; auf den anderen Frequenzen war dann wieder das BR-Pausenzeichen zu hören.

Es gab' also sowohl Wartungs- als auch Umschaltpausen.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hab' ich das alles nach 20 und mehr Jahren noch richtig in Erinnerung gehabt?
Bin für jede Ergänzung/Korrektur dankbar!

Gruß
Manager

von Manager - am 12.09.2003 19:40
Manager:

Kurze Ergänzung. Auf BR 2 oder BR 4 war zumindest bis 2001 frühmorgens lt. Programmschema noch eine halbe Stunde für "Messtöne" eingeplant.

von Ole - am 12.09.2003 19:48
@ Ole:
Stimmt, bei BR 2 und BR 4 gab's früher auch 'ne Pause (keine Messtöne) ; zuletzt von 5.00 h bis 5.27 h, davor von 4.00 h bis 5.27 h und "ganz früher" (vor dem Start des ARD-Nachtkonzerts 1981) sogar die ganze Nacht. Da sendete der BR auf allen Wellen nach den 0.00 h Nachrichten erst die bayerische, dann die deutsche (National)-Hymne und schaltete gegen 0.08 h die Sender bis zum Morgen ab; außer Bayern 1 -> hier kam das ARD-Nachtprogramm.

von Manager - am 12.09.2003 20:36
@Manager:
In den späten 80ern gab es bei hr3 morgens vor oder nach den 10-Uhr Nachrichten (ich weiß es nicht mehr genau) auch noch eine 1-minütige Sendepause, die immer angekündigt wurde ("Wir gehen jetzt unsere Antennen Putzen", "der Höhepunkt des Tages", usw.) Wann das aber eingestellt wurde, weiß ich nicht.
An die Meßtöne auf SWF 1/3 kann ich mich auch noch erinnern, vom tiefen Brummton bis zum sehr hohen Ton war alles vertreten.

von Harald P. - am 12.09.2003 21:11
Die Sendepausen waren in den 70ern beim NDR noch länger:
NDR 1: Dienstags von 10.40 - 11.00 Uhr
NDR 3: Dienstags von 09.00 - 09.30 Uhr und
NDR 2: Montags und Dienstags von 13.35 Ihr (nach den Nachrichten) bis
14.10 Uhr (Beginn der "Musik für junge Leute").
In den 90ern gabe es in der "NDR 2 - Nacht", ich glaube von 2.58 - 3.00 Uhr auch noch eine kurze Sendepause.

von Longus - am 13.09.2003 09:18
Ich kann mich noch daran erinnern, dass bei Bremen 4 (wir wohnten damals noch bei Bremerhaven) bis zum Anfang der 90er Sonntag morgens das Programm erst um 9 (?) mit den Nachrichten und dann der Kindersendung "Zebra 4" begann. Davor war ein Leerträger auf der 100,8 MHz. Wie es an den anderen Tagen war, weiss ich leider nicht, da war ich noch zu lütt *g*...

von Mittelholsteiner - am 13.09.2003 11:14
@Longus:
Betraf die Sendepause dienstags bei NDR1 nur die UKW-Sender oder gleichzeitig auch die Mittelwellen?

@Mittelholsteiner:
In der Tat gab es bei Bremen 4 in den Anfangsjahren am Sonntagmorgen zwischen 6.00 h und 9.00 h auf 101,2 und 100,8 nur einen Leerträger zu "hören"; aber nur sonntags.

von Manager - am 13.09.2003 14:23
Mittelholsteiner:
"Ich kann mich noch daran erinnern, dass bei Bremen 4 (wir wohnten damals noch bei Bremerhaven) bis zum Anfang der 90er Sonntag morgens das Programm erst um 9 (?) mit den Nachrichten und dann der Kindersendung "Zebra 4" begann. Davor war ein Leerträger auf der 100,8 MHz. Wie es an den anderen Tagen war, weiss ich leider nicht, da war ich noch zu lütt *g*..."

An den Leerträger am Sonntagmorgen kann ich mich nicht erinnern. Obwohl, es könnte stimmen, da auf RB1 das 'Hafenkonzert' gesendet wurde und die Sendung nicht wirklich zu RB4 paßte. Auf jeden Fall fing das RB4-Programm in den ersten Jahren seines Bestehens um 9.00 Uhr an. Davor lief - demzufolge ja dann werktags - auf der 101.2 und der 100.8 der 'Bremer Kaffepott' von der Hansawelle, dem damaligen Flaggschiff Radio Bremens.

von MatthiasW. - am 13.09.2003 16:54
Kaffeepott natürlich.



von MatthiasW. - am 13.09.2003 16:55
@Matthias W.:
Das könnte natürlich sein. Der "Bremer Kaffeepott" lief auch immer auf den Frequenzen von Radio Bremen 3.

von Mittelholsteiner - am 13.09.2003 22:26
...am Sonntag morgen vor neun lagen die hippen Bremen-4-Macher und Hörer sowieso noch "in sauer" nach einer langen Nacht.

Was auffällt: Während die ö-r zum Teil bis in die neunziger Sendepausen machten, sind mir diese bei den Mitte der achtziger an den Start gegangenen Privatsendern nicht bekannt.

Brauchten die keine Meßtöne zum einmessen der Sender?

von AlanTrebber - am 14.09.2003 17:31
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.