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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
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Wiesbadener, ofdm, Lizenzinhaber, Harald Z, Staumelder, Nohab, AFNBEKENNER, Oliver.M, Peter Schwarz

Was ist eigentlich Einrichtungsfunk?

Startbeitrag von ofdm am 12.05.2009 19:54

Ich habe den Begriff "Einrichtungsfunk" ein paar mal gelesen. Aber was ist denn das eigentlich?

Antworten:

Zitat
ofdm
Ich habe den Begriff "Einrichtungsfunk" ein paar mal gelesen. Aber was ist denn das eigentlich?



""Einrichtungsfunk" meint ein Angebot von Sendungen, die im Zusammenhang mit den Aufgaben bestimmter Einrichtungen stehen und auch nur in den Einrichtungen empfangen werden können. Die Zulassung von Einrichtungsfunk erfolgt auf Grundlage des vereinfachten Zulassungsverfahrens nach dem Hessischen Privatrundfunkgesetz (HPRG). Die Ausstrahlung von Werbung im Rahmen von Einrichtungsfunk ist nicht zulässig "

Quelle Google :-)

von AFNBEKENNER - am 12.05.2009 20:03
Im HPRG taucht zwar ein Vereinfachtes Zulassungsverfahren auf, und auch ein Bereich "innerhalb von Einrichtungen" (-allso nicht der Öffentlichkeit?) aber von Einrichtungsfunk steht da nix. Das "nur dort empfangen werden können" lässt die Verwendung von UKW von vornherein ausscheiden.



von ofdm - am 12.05.2009 20:16
Tut es nicht. Ich arbeite ja gerade bei einem solchen und wir senden da ganz legal mit geringster Leistung (um 100mW). Je nach Größe der zu versorgenden Einrichtung wird diese Sendeleistung angepasst.

von Peter Schwarz - am 12.05.2009 20:54
Die Frequenz eines Einrichtungsfunks muss zumeist nur bei der BNetzA beantragt werden, nicht aber bei der zuständigen LMA, weil eben nur die Einrichtung versorgt werden soll. Die Praxis hat freilich gezeigt, dass es je nach Lage der Sendeanlage auch schon mal zu einem Overspill von bis zu 2 km kommen kann. Bei der BNetzA gibt es sogar ein Formular zur Benatragung einer UKW-Sendeanlage auf seinem Grundstück.

von Wiesbadener - am 13.05.2009 04:48
Danke Für die Antworten. Aber bei der BNetzA und im TKG find ich auch nix von "Einrichtungsfunk"

von ofdm - am 13.05.2009 09:15
Einfach die ukwtv Sendertabelle befragen. Dort gibt es in D bei jeden Bundesland (außer HAM;SAA und THÜ) ganz am Ende: Einrichtungsfunk.

von Harald Z - am 13.05.2009 09:32
Zitat
Wiesbadener
Die Frequenz eines Einrichtungsfunks muss zumeist nur bei der BNetzA beantragt werden, nicht aber bei der zuständigen LMA, weil eben nur die Einrichtung versorgt werden soll.


Leider stimmt das so nicht. Da es sich um Rundfunk handelt, muss auch die LMA mit einbezogen werden. Am Land kommt man damit nicht vorbei.

von Oliver.M - am 13.05.2009 09:55
@Oliver M.: Hmmm, also wenn du bei der LMA anrufst, werden die natürlich immer sagen, man bräuchte eine Lizenz. Aber ich kenne auch genügend Beispiele, wo solche Grundstücksfunksender OHNE Lizenz betrieben werden.

von Wiesbadener - am 13.05.2009 10:04
Zitat
Wiesbadener
Aber ich kenne auch genügend Beispiele, wo solche Grundstücksfunksender OHNE Lizenz betrieben werden.


Echt? Nenn mal Beispiele.

von Lizenzinhaber - am 13.05.2009 10:08
Wie schaut's denn mit den Autokino-Sendern aus, z.B.?

von Wiesbadener - am 13.05.2009 10:11
Wie Autokinos brauchen keine Genehmigung von der BNetza?

von ofdm - am 13.05.2009 11:24
@ofdm: Man muß hier 2 Arten von Lizenzen unterscheiden:
1.: Die technische Genehmigung der BNetzA
2.: Die rundfunkrechtliche Genehmigung der zuständigen Landesmedienanstalt.
Da aber Autokinos und andere auf ein Firmengrundstück begrenzte Sender nicht zur öffentlichen Rundfunkversorgung dienen, gelten hier andere Regeln, was die rundfunkrechtliche Seite betrifft. Soetwas rundfunkrechtlich genehmigt zu bekommen, dürfte daher um Größenordnungen einfacher sein, als bei einem richtigen Rundfunksender. Eine Genehmigung der BNetzA ist immer notwendig, diese kann sich wie z.B. bei Minizündern und CB-Funk-Geräten aus der Gerätezulassung automatisch ergeben, bei anderen Funkanlagen ist eine gesonderte Genehmigung zu beantragen, dies ist üblicherweise verbunden mit der Zuweisung der Betriebsfrequenz, damit andere Anwender nicht gestört werden.



von Nohab - am 13.05.2009 11:42
@Nohab
zu 2: Da genügt dann eine Unbedenklichkeitsbestätigung der Landesmedienanastalt.

@Wiesbadener
In dre internen BNetzA-Datei stehen ALLE Minizünder drin, auch die aktuell nicht in Betrieb befindlichen und geplanten. Ich denk Du hast Zugriff. Die 96,4 steht nicht drin. Aber 100m Reichweite mit 50nW ERP finde ich beachtlich. Wenn ich der Gegend bin komme ich mal auf eine Besichtigung und ein Bier vorbei.



Bei der einen oder anderen Sache wundert mich die Genehmigungslage aber trotzdem.



von Lizenzinhaber - am 13.05.2009 11:59
@Lizenzinhaber: Ooch, Penny hatte zuletzt kleine Zünder verkauft, die sogar 1 km weit reichen, ein Bekannter von mir hat so einen. Da würde mich auch mal interessieren, was an ERP tatsächlich raus geht.

von Wiesbadener - am 13.05.2009 12:04
Was mir gerade auffällt (betrifft allerdings Veranstaltungsfunk und nicht Einrichtungsfunk):
Rennstrecke Motopark Oschersleben (san): 93,7 minus 13 dBW
Rennstrecke Sachsenring Hohenstein-E.: 99,6 20 dBW
Für eine vergleichbare Sache einmal 50 mW und eimal 100000 mW ?

von Harald Z - am 05.06.2009 06:59
Zitat
Wiesbadener
Ooch, Penny hatte zuletzt kleine Zünder verkauft, die sogar 1 km weit reichen, ein Bekannter von mir hat so einen.

Was für ne Kiste war das? Gibts die zufällig in der Bucht?

von Staumelder - am 08.06.2009 10:06
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