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Zimmer/RTL: UKW analog muss bleiben und DAB+ soll nicht kommen

Startbeitrag von Wiesbadener am 08.06.2009 10:55

Mal wieder ein Adrenalinstoß für alle DAB-Sympathisanten:

http://www.goldmedia.de/blog/2009/06/%e2%80%9edie-terrestrische-digitalisierung-ist-eine-fahrt-in-die-sackgasse%e2%80%9c/

Antworten:

och ja RTL mal wieder mit ner dummen Idee. - gähn- :cool:

von mor_ - am 08.06.2009 11:12
Dabei dürfte es kaum noch jemand wunden, dass auch der Geschäftsführer von RTL D sich gegen die Einführung neuer Übertragungstechniken einsetzt; (mal abgesehen von so Absurditäten wie die Dolphin oder die Grundverschlüsselung, etc.) RTL ist in der Vergangenheit erst dann nachgezogen, als fast jeder andere erstzunehmende Programmveranstalter neuestes Features eingeführt hatte. (z.B.: Videotext, 16:9, Dolby Digital, HD-TV, usw.)
Im Weiteren scheint bei RTL die Befürchtung mitzuschwingen, dass die somit langfristig geplante Einstellung der UKW-Verbreitung (wie z.B. der 97,0) eine herbe Reichweitenreduzierung bei der potenziellen Hörerschaft (ältere Hausfrauen, die nicht unbedingt technikversessen sind) mit sich bringen würde.

von Salvator - am 08.06.2009 11:22
Also irgendwie habe ich mittlerweile das Gefühl, dass das mit digitalem Radio in Deutschland nichts mehr wird, und das hat nichts mit der Technologie zu tun.
Solange das System föderal organisiert ist, fehlt der politische Druck, neue Technologien auf breiter Front durchzusetzen.

In Frankreich macht man dagegen Nägel mit Köpfen, denkt an den Nutzen für den Konsumenten, legt sich einmal fest, und zieht das dann auch durch, wie derzeit mit DVB-T.

Bei T-DMB heißt es sogar ganz deutlich in diesem Dokument

http://www.csa.fr/upload/dossier/radio_numerique_26_mai_09_b.pdf

(Zitat) :

Cette meilleure diffusion des stations nationales se fera dans le respect de la richesse et de la
diversité du paysage radiophonique, notamment régional et local. Le droit de reprise prioritaire en
mode numérique des radios aujourd’hui diffusées en mode analogique est une garantie du maintien
de cette pluralité.

Die Einführung erfolgt also gezielt zur Bereicherung des Angebots, wobei die bisherigen analogen Programme weiterhin Priorität haben.

Und da es in Frankreich mehr als 2 Dutzend nationale kommerzielle Programme gibt, die an einer flächendeckenden Versorgung interessiert sind, hat das digitale System Vorteile, da es heute schon nicht mehr genug UKW-Lokalfunzelfrequenzen gibt, um allen Ansprüchen gerecht zu werden. Die großen Anbieter planen auch schon neue Spartenradios für T-DMB.

In Frankreich sieht man also zuvorderst die Vorteile zur Erweiterung des 'Marktes', auch wenn fast alle Radios unter 10% Marktanteil liegen.
In Deutschland sieht man nur die Kosten, und denkt man kann nur mit 30% Marktanteil in der Mediaanalyse überleben. So macht sich das (Privat-)Radio auf Dauer überflüssig.

von Saarländer (aus Elm) - am 08.06.2009 12:19
Na na na, unterschätzt mal die frischgegründete ZAK nicht. Die wird DAB+ mit hoher Wahrscheinlichkeit in Rekordzeit zum Erfolg verhelfen und...


Was rede ich hier eigentlich?



von kielerförde - am 08.06.2009 12:24
Ich will jetzt keine DAB-Grundsatzdebatte vom Zaun brechen. Aber Saarländer (aus Elm) hat mit seiner Aussage:

"Also irgendwie habe ich mittlerweile das Gefühl, dass das mit digitalem Radio in Deutschland nichts mehr wird, und das hat nichts mit der Technologie zu tun."

wohl nicht unrecht.


von delfi - am 08.06.2009 12:38
Marktgetrieben wird es wohl nichts werden. Irgendwann wird die Politik aktiv werden müssen und ähnlich wie jetzt in den USA beim Fernsehen die analog terrestrische Ausstrahlung zwangsweise beenden.
Man wird ein Datum setzen müssen ab dem kein UKW Sender mehr analog senden darf, bzw. die Lizenzen einfach nicht mehr verlängern.
Anders wird es nicht gehen im Privatradiobereich.

von Terranus - am 08.06.2009 12:54
Zitat

Marktgetrieben wird es wohl nichts werden. Irgendwann wird die Politik aktiv werden müssen


Da werden zwei Dinge verwechselt: Die Politik ist bereits aktiv, um den Markt zu verhindern.

Zitat

Man wird ein Datum setzen müssen ab dem kein UKW Sender mehr analog senden darf


Das geht am Problem vorbei und wäre auch sehr fragwürdig: Wann wurden Neuerungen schon mal zwangsweise eingeführt?? Hat man seinerzeit Pferde und Kutschen verboten, damit Autos gekauft wurden?

Nein, nur die Bremsklötze (LMAs) und Interessenfilze auf den Mars schicken, dann läuft's von selbst. Aber die sabotöse Regulierei ist zum :kotz:
Aber das wurde schon bis zum Verdruss diskutiert: 3 mal 18 landesweite DAB+ Programme und dann geht die Post ab. Die Technik dazu würde aus den eingesparten sinnlosen Millionen für die unsäglichen LMAs bezahlt. Techniker statt Juristen!

von audion - am 08.06.2009 13:58
Anbieterseite:

UKW erwirtschaftet Gewinn; Digitalisierung verursacht Kosten.

Noch Fragen?

von Alqaszar - am 08.06.2009 14:01
Zitat

Noch Fragen?


Ja!
Ist es wirklich so einfach?
Da geht's nicht nur um Gewinn, sondern auch um Macht, Beschäftigungspöstchen in der Bürokratie, Sonderinteressen aller Art [Gewinn ist nur ein kleiner Teil davon], Konkurrenzangst usw..

von audion - am 08.06.2009 14:09
Ich weiß zwar nicht, wie gut es den deutschen Privatsendern geht. Aber die einzigen, die bei UKW so wirklich Gewinn machen dürften, sind die UKW-Sendernetz-Betreiber.

von delfi - am 08.06.2009 14:13
der Sendernetzbetreiber. Da haben wir ja weiterhin ein knallhartes Monopol. TDF Mediabroadcast beherrscht doch einsam diesen Markt. Gilt für alles terrestrische, UKW, DAB, DVB-T.... für Private.

von Terranus - am 08.06.2009 14:33
Zitat
TerranusI
Marktgetrieben wird es wohl nichts werden. Irgendwann wird die Politik aktiv werden müssen und ähnlich wie jetzt in den USA beim Fernsehen die analog terrestrische Ausstrahlung zwangsweise beenden.
Man wird ein Datum setzen müssen ab dem kein UKW Sender mehr analog senden darf, bzw. die Lizenzen einfach nicht mehr verlängern.
Anders wird es nicht gehen im Privatradiobereich.

49,7°N - 11,2°O - Lkr. FO

Den Tag will ich erleben, an dem die deutsche Politik tätig wird und Abschalttermine für UKW deklariert und diese auch einhält (siehe Sachsen - Abschalttermin sang- und klanglos kassiert). NIE UND NIMMER !!! Die Damen und Herren wollen alle vier Jahre wiedergewählt werden und haben absolut kein Interesse, es sich mit der Masse zu verscherzen. Bei einer Abschaltung von UKW wäre halt schon ziemlich jeder betroffen. Nach der ersten Gegenkampagne der BLÖD-Zeitung knicken die Volksverräter alle wieder ein. Genauso wie es für alle Zeiten in diesem unserem Lande analoges Kabelfernsehen geben wird, wagt sich keiner an die Abschaffung der UKW-Abstrahlung heran. Auf das deutsche Volk wird in den nächsten Jahren im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Lage sowieso eine Flut von schlechten Nachrichten einprasseln, da wird man die Ablenkung mit Massenmedien durch das Setzen von neuen technischen Standards nicht unnötig erschweren.

von transponder - am 08.06.2009 15:49
Es gibt unzählige Links, wie RTL in Frankreich das digitale Radio unterstützt und Kampagnen lanciert. Bei RTL in Deutschland weiss man scheinbar davon nichts - oder will nichts davon wissen.

Nur - in Frankreich steht auch der Staat dahinter und in Deutschland? Natürlich sind solche Pressemeldungen wie von RTL D immer Wasser auf die Mühlen der Digitalisierungsgegner.

Es gibt übrigens viele Gegenbeweise, dass digitales Radio auf der Senderseite billiger wird als UKW, natürlich nicht bei einer einzelnen Funzel im Glockenstuhl eines Kirchturms.

von drahtlos - am 08.06.2009 16:28
Zitat
Transponder
Den Tag will ich erleben, an dem die deutsche Politik tätig wird und Abschalttermine für UKW deklariert und diese auch einhält (siehe Sachsen - Abschalttermin sang- und klanglos kassiert). NIE UND NIMMER !!! Die Damen und Herren wollen alle vier Jahre wiedergewählt werden und haben absolut kein Interesse, es sich mit der Masse zu verscherzen. Bei einer Abschaltung von UKW wäre halt schon ziemlich jeder betroffen. Nach der ersten Gegenkampagne der BLÖD-Zeitung knicken die Volksverräter alle wieder ein. Genauso wie es für alle Zeiten in diesem unserem Lande analoges Kabelfernsehen geben wird, wagt sich keiner an die Abschaffung der UKW-Abstrahlung heran.

Deine Aussage stimmt, aber einen plausiblen Grund für eine Abschaltung von UKW hat noch keiner genannt. Und da es dafür auch keinen gibt, braucht man auch keine Nachfolgetechnologie, die in der Summe auch nicht viel mehr bringt (ich will jetzt nicht alle Argumente gegen DAB der letzten 10 Jahre wiederholen).
Ein digitalisiertes Kabel hat einen Mehrwert gegenüber analogem Kabel: Programmauswahl und Bildqualität. Der Grund, warum das da nicht läuft ist die Politik der Kabelleute in Sachen Grundverschlüsselung. Ich verstehe zwar, warum man im Kabel eine Grundverschlüsselung braucht, vorallem um Schwarzseher abzuschalten. Nicht nötig sind aber Zwangsboxen und ansehenliche Gebühren für jede weitere Karte. Solange das nicht kundenfreundlich läuft, wird das analoge Kabel weiter laufen.

von Free Speech - am 08.06.2009 16:37
Zitat
Terranusl
Marktgetrieben wird es wohl nichts werden. Irgendwann wird die Politik aktiv werden müssen und ähnlich wie jetzt in den USA beim Fernsehen die analog terrestrische Ausstrahlung zwangsweise beenden. Man wird ein Datum setzen müssen ab dem kein UKW Sender mehr analog senden darf, bzw. die Lizenzen einfach nicht mehr verlängern. Anders wird es nicht gehen im Privatradiobereich.

Doch, es kann ganz anders gehen. Gesetzt gegebenenfalls die Politik oder sonst wer, kommt zu diesem Schluss, dann fällt einfach das Medium Radio wie wir es bisher kennen für die überwiegende Mehrheit schlichtweg weg. Und wenn 80 % der Bevölkerung dann von einem digitalen Nachfolgemodell nicht erreicht wird, ist das der Tod des gesamten Mediums in D. Punkt. Ob dann bei nur-öffi die Qualität etc. besser ist, spielt gesellschaftlich schlichtweg keine Rolle.

@al
Der Vergleich mit Frankreich hinkt hinten und vorne. In D gibt es kein landesweites System oder landesweit agierende Ketten auf Localfunzeln (KR mal abgesehen, aber bundesweit sind die nicht aktiv am UKW-Markt). Bei DAB prallen alle Unzulänglichkeiten des deutschen "Sonderweges" im Vergleich zu der restlichen EU nun einmal politisch und damit auch irgendwie technisch unvereinbar zusammen:
Keine bundesweiten Sender, regionale Aufsichtsgremien, regionale Öffis, nur ein medienpolitisch und gesellschaftspolitisch schlichtweg unwichtigen Zwitter-Kompromiss eines regional getragenen öffi-bundesweiten Senders, nur unwichtige landesweite Kabel-Player ohne nennenswerte Akzeptanz.
Was im Fernsehen nie gehen würde, ist beim Radio seit Jahrzehnten zementiert. Und -evtl. das wichtigste- auch seit Jahrzehnten so eingespielt.
DAB wäre da eine Chance was neues und nicht förderales an den Markt zu bringen und dem kleinlichen provinziellen LMA-Politik-Denken ein Ende zu setzen und würde die gesamte eingefahrene Struktur neu aufrollen (Stichwort bundesweite Sender von FL bis GAP und AC bis BZ), aber da sitzen aufgrund der deutschen Situation einfach die falschen Leute am Hebel (s. o., deutscher "Sonderweg").

von Schwabinger - am 08.06.2009 17:25
am vergangenen samstag konnten wir (ich + herr robert s.) bei der "onair-schaltung" des OK saalfeld mit der thüringer landesmedienanstalt u.a. über die zukunft von DAB/+ reden:

Zitat
cybertorte / aus nachbarthread
[...]
wir konnten auch das thema DAB ansprechen. hier wurde uns, ja - schon fast ein versprechen, zugesichert, das DAB tot ist und DAB+ die zukunft wäre! es wird definitiv kommen, aber aufgrund der aktuellen finanziellen wirtschaftslage wird sich das ein bisschen verschieben, geplant wäre/war 2010. ein problem machen auch die privaten sender, die auf IHR UKW beharren.
es wird wohl ein bundes-mux & 2 landes-muxe geben; weniger sender aber diese dann mit 10kw leistung.
man konnte schon ganz klar erkennen, dass die TLM dieses DAB nicht gern mag & mehr als eine kostenstelle ist. der spruch des tages war ja: "was wollen sie mit DAB und den drei programmen???"
[...]


von Tesco.live - am 08.06.2009 18:35
Zitat
delfi
Ich will jetzt keine DAB-Grundsatzdebatte vom Zaun brechen


Zu spät :D


von HAL9000 - am 08.06.2009 19:51
DAB/DAB+ würde auch eine Reichweitenreduzierung vorallem im stationären Empfang bringen. Denn FM ist ja nur deswegen so erfolgreich weil bereits soviele dafür geeignete Geräte im Umlauf sind, so das es verdammt einfach ist Radio über FM zu hören. Bei DAB/DAB+ müssten sich erst die Hörer neue Geräte zulegen. Für den stationären Empfang ist das aber unintressant, da es auch Webradio gibt. Und bei Webradio haben die Programmanbieter einen erheblich grösseren Konkurrenzdruck als bei FM, da das Angebot tausendfach grösser ist, als was es lokal über FM gibt.

Eine wirkliche Chance hätte DAB/DAB+ deswegen eher nur beim mobilen Empfang, wo auch Webradio noch immer nicht ganz so einfach möglich ist wie beim stationären Empfang. Und da steht man vor dem grossen Problem, das es einfach kaum intressante Geräte gibt, z.B. Handys und MP3 Player mit DAB/DAB+ Funktion gäbe, so das die Leute dafür geeignete Geräte bekommen, ohne das sie sie explizit kaufen und seperat mitschleppen würden.

Ansonsten müsste DAB/DAB+ in der Programmpalette auch einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem FM Angebot bieten, und das wird schwierig. Denn zusätzliche Regionalvarianten und moderationslose Sender die man genauo durch eine eigene Playlist ersetzen könnte sowie Sender mit einer alzu eigenwilligen und/oder anspruchsvollen und/oder alternativen Musikauswahl werden von normalen Hörern nicht als Mehrwert angesehen sondern einfach ignoriert. Da müsste schon was anderes her.

@ 50 Grad N, 8 Grad O: Ich sehe eigentlich keinen Grund für die Verschlüsselung der privaten Free-TV Sender bei DVB-C. So gross würde ich die Gefahr von Schwarzsehern nicht ansehen, zumindest nicht solange es DVB-S und Analogempfang gibt. Und ein paar Schwarzseher sind für die Kabelanbieter auch kein Schaden, den diese Schwarzseher werden sich bei Grundverschlüsselung auch keine Smartcards holen sondern einfach DVB-S oder Analogempfang nutzen. Und ob man jetzt Schwarzseher hat oder ob diese Leute zu DVB-S oder Analogempfang nutzen ist egal.

von Martyn136 - am 08.06.2009 21:30
Zitat
HAL9000
Zitat
delfi
Ich will jetzt keine DAB-Grundsatzdebatte vom Zaun brechen

Zu spät :D

Ja, leider. Es wurde wieder mal erfolgreich ein Köder ausgelegt... :rolleyes:

@ Martyn: alles absolut nichts neues, was du da schreibst. Haben wir schon gefühlte 3756 Mal durchgekaut.

In diesem Sinne: "Ich muss weg"... :D

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.06.2009 04:06
Zitat
drahtlos
Es gibt unzählige Links, wie RTL in Frankreich das digitale Radio unterstützt und Kampagnen lanciert. Bei RTL in Deutschland weiss man scheinbar davon nichts - oder will nichts davon wissen.


RTL hat in Frankreich auch eine ganz andere Stellung als in Deutschland. Es ist, meines Wissens, der meistgehoerte Rundfunksender im Land. Wenn dort ein Politiker ein "Interview bei RTL" (oder Europe 1) gibt, ist das in etwa so, wie wenn es in Deutschland heisst "Herr Politiker so und so sagte im Deutschlandfunk...".

In Deutschland spielt RTL, und eigentlich Radio im allgemeinen, eine sehr untergeordnete Rolle. Leider.





von Klaus Wegener - am 09.06.2009 08:05
Zitat
Klaus Wegener
wie wenn es in Deutschland heisst "Herr Politiker so und so sagte im Deutschlandfunk...".

Politker-Interviews im Radio haben in D schon lange keine wirkliche Bedeutung. Was ein Politiker im DLF sagt, kriegt die Mehrheit schlichtweg gar nicht mal am Rande mit. Allenfalls, wenn in der Tagesschau auf ein Interview verwiesen wird "Politiker A hat im Deutschlandfunk gesagt..." Vergleichbar wie Politiker B sagte der irgendwas-Zeitung.
Wenn Politiker C in der "Bild" was sagt oder Politiker D bei Anne Will & Co., ist das bedeutungsmäßig was ganz anderes. Das kriegen die Leute noch irgendwie direkt mit, z. B. Steinmeier am Sonntag, der einem echt leid tun konnte.

von Schwabinger - am 09.06.2009 17:30
Ukw Ist tot verursacht nur noch Störungen wegen der vielen Sender UKW stammt aus den 60ern.Im Auto ist es heutzutage schrecklich noch UKW Radio zu hören.Man hat ja auch keine Cassetten mehr im Auto.Also UKW und Analog TV müssen weg ist nur noch Müll:mad:

von bronski79 - am 09.06.2009 19:15
Auch als entschiedener DAB-Sympathisant kann ich dem letzten Posting nicht 100%ig zustimmen.

von kielerförde - am 09.06.2009 19:27
Es gibt nur 2 Möglichkeiten: Entweder ein SFN-fähiges Digitalsystem (DAB/DRM+) oder eine
bundesweite Zerobase mit kompletter Neuverteilung aller Frequenzen und kompletter
Neukoordinierung aller Sender, einschließlich des entsprechenden Umbaus der
Richtdiagramme, sodaß möglichst viele / alle Füllsender eines Programms auf einer Frequenz
senden. Ich sehe keine andere Möglichkeit, das aktuelle Chaos und die Funzelteppiche der
DRadios loszuwerden. Nur dazu braucht es auch den politischen Willen, das durchzusetzen.
Und genau diesen politischen Willen sehe ich derzeit nicht. Die Verantwortlichen in den
Parteien sind mental nicht mal fähig, die Ursachen für das schlechte Abschneiden bei der
Europawahl da zu suchen, wo sie zu finden sind: Bei sich selber. Stattdessen diskutiert
man ernsthaft Wahlpflicht und Geldstrafen bei Stimmenthaltung. Wo soll da der Wille
zur Sanierung des deutschen Radiosystems herkommen?



von Nohab - am 09.06.2009 20:04
Die Probleme mit UKW und den Versuchen mit digitalen Übertragungen sid ja hinreichend bekannt und hier auch schon etliche Male in vielen Themen besprochen wurden. Das sich das Wunschdenken und die Realität nur ein sehr wenigen Punkten einig sind, dürfte auch dem Letzten mittlerweile klar geworden sein. Jede weitere Diskussion wird keine neuen Erkenntnisse zu diesem Thema bringen und es wird sich auch nicht viel von amtlicher Seite ändern.

von Radio_DDR - am 09.06.2009 21:08
Zitat
Klaus Wegener
In Deutschland spielt RTL, und eigentlich Radio im allgemeinen, eine sehr untergeordnete Rolle. Leider.


Richtig, wie man z.B. an folgender Anfrage in einem anderen Forum merkt:
Zitat

Ich vor kurzen von meinem Opa ein Röhrenradio geerbt bekommen. Es sieht so aus als käme es aus den 50er jahren, aber so genau weiß ich das nicht. Leider kenn ich mich damit nicht so gut aus und ich möchte das schätzchen auch nicht Kaputt machen.

Hier ein paar Fragen die ich hab:
-Was sind die unterschiede von Ultra-Kurz-Welle und Mittelwelle
-Was hat ein UKW Schaltplan was ein MW Schaltplan nicht hat, bzw, wie sind sie Aufgebaut?
-Was muss ich bei alten Radios beachten?
etz..

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.

Beste Grüße
DAC324

von DAC324 - am 10.06.2009 06:49
Zitat
robiH
UKW erwirtschaftet Gewinn

Fragt sich nur, wie lange noch.


Wenn UKW mit einer nahezu 100 %-Versorgung keinen Gewinn mehr erwirtschaftet, wird es ein mögliches digitales Nachfolgemodell, z. B. DAB oder DAB+, erst recht nicht. Dass Webradios ernsthaft UKW ins Hintertreffen bringen werden, bezweifel ich für die nächsten 15 Jahre.

von Schwabinger - am 10.06.2009 17:29
Da bis heute keine flächendeckende Abdeckung mit Diensten im UKW/VHF-Bereich realisiert ist, werden breitbandige Datenfunkdienste als Grundlage für mob. Internet ("Webradio") es erst recht nicht in absehbarer Zeit schaffen, eine gleichwertige Lösung darzustellen. Wer soll den die nötigen Vorraussetzungen zum Betrieb dieser Dienste bereitstellen, wo schon heute UMTS u.ä. teilweise mit Problemen bei der Kapazität/Zellenbelegung zu kämpfen haben?

von Radio_DDR - am 10.06.2009 17:44
Zitat
robiH
...welches Hörfunksystem dann?

Dann halt gar keines! Und Aus für das Medium Radio.

von Schwabinger - am 10.06.2009 21:41
Zitat

Und was machen die Leute dann im Auto?

CD, mp3

von Schwabinger - am 10.06.2009 22:16
Das eine Digitalisierung fuer die bestehenden Privaten aus wirtschaftlicher Sicht eher Nachteile bringt merken die ja nun im TV Bereich. Deshalb wollen sie ja auch gerne ins PayTV wechseln.
Also warum sollten die nun eine Digitalisierung des Radios wollen. Um noch mehr Wettbewerb zu schaffen und letztendlich gar nix mehr zu verdienen?
Die Pro DAB Fraktion hier sieht das immer nur unter dem Aspekt der Programmvielfalt aber wirtschaftlich funktioniert das eben nicht so. Und DAB+ ohne ein Mehr an Programvielfalt wird auch nicht funktionieren da dann der Verbraucher nicht mitmacht.

von Nordlicht2 - am 11.06.2009 09:05
Zitat

Die Pro DAB Fraktion hier sieht das immer nur unter dem Aspekt der Programmvielfalt

Und auch das ist ja sehr relativ wegen des fehlenden Overspills. Was hätte jemand davon, künftig doppelt so viel Programme aus seinem eigenen Bundesland zu empfangen, aber dafür keine Programme mehr aus umliegenden Bundesländern und dem Ausland.

von Free Speech - am 11.06.2009 09:11
Overspill wäre bei DAB sicher auch möglich, wenn eine anständige Leistung dahinter steht.

Was ist eigentlich mit Bayern1 und Bayern3? Wird es das noch heuer in Bayern über DAB (nicht+) geben? In irgendeinem Artikel vom BR selber, war glaub ich sowas gestanden.

von Ralfifranken - am 11.06.2009 11:53
Und welche Vielfalt denn überhaupt? Statt einem oder zwei dann zehn Dudelsender, die alle dasselbe spielen? Na, herzlichen Glückwunsch...dafür brauche ich kein digitales Hörfunksystem. Es gab doch schon über verschiedene Verbreitungswege Versuche, andere Programmangebote durchzusetzen. Finanzierbar war davon letztlich aber - leider - nichts. Warum soll sich durch ein digitales UKW-Nachfolgesystem daran grundlegend was ändern? Lasst UKW weiterlaufen und gut ist. Ich persönlich brauche jedenfalls in diesem Bereich - ganz anders als im TV-Bereich, wo ich die Digitalisierung sehr begrüße - keine neue Technik, die zum Austausch von mehreren Hundert Millionen Empfängern führt.

von Kroes - am 11.06.2009 12:12
Zitat
robiH
Und Infos?

Internet, TV, Zeitung etc. zuhause (oder auf dem Rastplatz an der Autobahn). Und mit Navis braucht man auch den klassischen VF nicht mehr.

Zitat

Die Pro DAB Fraktion hier sieht das immer nur unter dem Aspekt der Programmvielfalt

Wenn es die geben würde, sähe die Diskussion UKW vs. DAB ja ganz anders aus. Nur es gibt sie auf DAB nicht. Wo es wie in Bayern ein paar Sender mehr gibt, sind das austauschbare mehrheitlich langweilige Festplattendudler.

von Schwabinger - am 11.06.2009 17:48
Es geht auch anders:

Zitat

11/06/2009 - Denmark opts for DAB radio

The much talked-about FM re-planning in Denmark has been dropped and instead there will be a full focus on DAB.

Yesterday, the government and the other parties agreed on a supplementary agreement to the media political agreement for 2007-2010 - this agreement states that the future of radio is digital. The government will drop the re-planning of the FM network, and instead rely completely on DAB.

The agreement contains, among other things:

• The FM re-planning will not be carried out

• The DAB transmitting opportunities in MUX 2 will be offered to the commercial stations at a beauty contest, as soon as possible. And there will be lower transmission costs for sending on DAB.

• The DAB transmitting net will be upgraded with a MUX 3 expansion, so it will be possible for the local and regional stations to be on DAB as well.

• 11 million DKK (1,45 million Euro) has been allocated to a DAB information campaign.

• When the fifth and sixth FM channel (where Radio 100 FM and Nova FM are broadcasting), will be offered again, it will be at a beauty contest, and not by auction. Furthermore there will be an investigation in relation to the payments to KODA and Gramex.

• A long term digitization plan for radio in Denmark will be worked out, this plan will include the transition plan from DAB to DAB+.

Erik Henz Kjeldsen, Chairman of DAB Digital Radio Danmark says: " The Politicians have, with this agreement, made visionary media politics. It will benefit the Danes with a diverse and versatile radio future. In Denmark, we will soon have more commercial radio stations on DAB and when the DAB transmitting net is expanded with MUX 3, then Danes also will have the regional and local radio stations on DAB.
The only thing we need now is the essential message of a FM switch-off date - or at least it’s needed to define the criteria for a FM switch-off"

Jim Receveur, CEO, Radio 100 FM says:
"I am very happy that the media agreement focus on DAB. There are still some unanswered questions about what will happen with respect to the fifth and sixth FM channel, distribution costs on DAB and payments to KODA and Gramex - we’re a commercial radio and we obviously have to look at costs in connection with these things. All in all, things are moving in the right direction and we are very positive towards the political agreement, but we would also like to have answers to the unanswered questions."


Culture Minister Carina Christensen says:
"I am very pleased that we managed to create a broad consensus in the media agreement group to develop the Danish radio market in order to improve the framework for a more versatile and diverse radio offering for the Danish listeners. We have particularly emphasized the need to strengthen the commercial radio industry by providing better business environment, including securing more commercial broadcasters on DAB."




von drahtlos - am 11.06.2009 18:00
Es ist schon erstaunlich, in anderen Ländern geht es, nur in Deutschland nicht.
Aber das betrifft nicht nur DAB, das betrifft auch die Vielfalt im Radio.
Blickt man in die Nachbarländer, dann sieht man, daß da einfach mehr geht.
Fakt ist, vor 1990 gab es im deutschen Rundfunk mehr Abwechslung und Auswahl als heute.
Und das ohne Privatradio. Heute gibt es nur noch 4 Sparten:
Dudelfunk, Dummfunk, Klassik/Kultur, Wort/Nachrichten.
Daraus darf man dann wählen, wobei es die meiste Abwechslung noch auf den Klassik/Kultur-Kanälen gibt.
Ist es wirklich so, daß Programme wie Jazzradio, Radio10Gold, oder ein vernünftig gemachtes
Country-Format in DL nicht gehen? (Truckradio zählt nicht, Stichwort Mittelwelle.)

Man hat wirklich den Eindruck, Deutschland ist Rundfunkwüste, viel heiße Luft, wenig Brauchbares.


von Nohab - am 11.06.2009 18:50
@Nohab:
Zwei Aussagen von dir muss ich widersprechen
1.
Zitat

Es ist schon erstaunlich, in anderen Ländern geht es, nur in Deutschland nicht

Was DAB betrifft "geht" es in UK und CH mehr schlecht als Recht, in vielen anderen Ländern (z.B. BeNeLux) lief nie was nennenswertes (da war D noch "gut" dabei) und was hochtrabende Pläne wie F oder DK angeht, muss man mal sehen, was dabei tatsächlich rauskommt. Hochfliegende Pläne gab es in D auch genug. Nebenbei: Flächendeckendes Internet ist auch ein hochfliegender Plan. Auch darf man auch da nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. In D sind fast überall 20 UKW Programme zu empfangen. In Frankreich in der Fläche nicht. Wenn man den Franzosen also 30 Sender via was auch immer verspricht, ist das natürlich interessant. Hier in Rhein-Main hab ich eh 30 Sender und mehr als 20 Sender kann der Markt eh nicht kostendeckend betreiben.
2.
Zitat

Man hat wirklich den Eindruck, Deutschland ist Rundfunkwüste, viel heiße Luft, wenig Brauchbares.

Das ist eine typisch deutsche Aussage so wie "Servicewüste Deutschland" etc. - woanders ist alles besser, ja klar. Als jemand, der etliche Wochen pro Jahr dienstlich im Ausland unterwegs ist und seinen Urlaub grunsätzlich nur im Ausland verbringt, kann ich das so nicht bestätigen. Ich habe in D eigentlich nur zu kritisieren, dass die Dudelfunker den Hörern so wenig Abwechslung geben. Ich finde die Musikfarbe in Deutschland bei den Dudelfunkern von FFH bis SWR1/3 sehr gut - ich brauch da nix anderes und will auch nix anderes. Was ich seeeeeehr schade finde, muss es immer "der größte Hit" von einem Künstler oder Gruppe sein. Hat Europe nur "the final countdown" gemacht, hat Laura Branigan nur "Selfcontrol" gemacht? Nein! Mal abgesehen von echten "one hit wondern" hatten die Meisten mindestens 2-3 Singles draußen. Cherie FM oder Veronica spielen auch mal die anderen Hits von Künstlern, was die Rotation natürlich sehr erhöht. Hier wünsche ich mir mehr Mut von den deutschen Radiomachern. Ich freue mich aber immer, wenn ich von der Schweiz oder Frankreich kommend wieder SWR hören kann. So schlecht ist Deutschland nicht!
Und selbst in Genf ist SWR1 im Kabel-Radio. So unbeliebt scheinen die deutschen Dudelwellen auch im Ausland nicht zu sein.

von Free Speech - am 12.06.2009 07:40
Zitat
50 Grad N, 8 Grad O

Was DAB betrifft "geht" es in .... CH mehr schlecht als Recht,....


Hallo Leute !

Zumindest was die Technik betrifft :
Kann Ich die oben gemachte Aussage so nicht bestätigen, Läuft hier einwandfrei, War Mobilerweise unterwegs, Im Radio lief Deutschlandradio Kultur.... Mobil geht hier Digitalradio besser als alles Andere.

von RADIO354 - am 12.06.2009 12:14
Es sind wohl eher die schlechten Marktanteile von DAB im Vergleich zum analogen Radio in diversen wenn nicht sogar allen Laendern gemeint...

von Nordlicht2 - am 12.06.2009 12:59
Zitat
50 Grad N, 8 Grad O
Zitat

Die Pro DAB Fraktion hier sieht das immer nur unter dem Aspekt der Programmvielfalt

Und auch das ist ja sehr relativ wegen des fehlenden Overspills. Was hätte jemand davon, künftig doppelt so viel Programme aus seinem eigenen Bundesland zu empfangen, aber dafür keine Programme mehr aus umliegenden Bundesländern und dem Ausland.
Genau das befürchte ich ich auch, ich denke das man mit DAB/DAB+ allein sogar deutlich weniger Programme zur Verfügung hätte als derzeit über FM.

von Martyn136 - am 12.06.2009 15:10
Zitat

Genau das befürchte ich ich auch, ich denke das man mit DAB/DAB+ allein sogar deutlich weniger Programme zur Verfügung hätte als derzeit über FM.

Hier in Rhein-Main wäre das sicher so. Und das war ja auch mein Hauptargument, warum ich seit 10 Jahren gegen DAB kämpfe. Ein Parallelbetrieb UKW/DAB war nie vorgesehen (auch von den größten DAB Fans nicht), sondern es war (und ist) immer von "Abschaltung von UKW" die Rede. Will ich mir hier in Rhein-Main Bayern 3 oder Regenbogen abschalten lassen? Nein! Will sich der NRW-Rheinländer SWR3 oder NED3 abschalten lassen? Nein! Und was wurde uns als Alternative geboten/versprochen: Z.B. Radio Teddy, 1livediggi und die Zeitansage! :joke: Dass ich nicht lache. Und dafür soll der Alzeyer auf hr verzichten und der Kölner auf SWR?! :wall: Ist schon gut, dass sich DAB in Deutschland erledigt hat.

von Free Speech - am 12.06.2009 16:56
Hier in Ostbayern wäre wäre vorallem der Verlust von Evropa 2, Kiss Proton, Radio Egrensis und Hitradio Ö3 ein Verlust.

von Martyn136 - am 12.06.2009 17:51
@Martyn136

Na, na - OE3 auf DAB, dass ich nicht träume, die bleiben mit Sicherheit bei UKW - auch wenn Deutschland schon längst nur noch DAB+ hat ;-) - ist ja Österreich, hat nichts mit Deutschland zu tun.

von drahtlos - am 12.06.2009 18:46
Das Ganze ist politisch an die Wand gefahren worden...
Möglich wäre ab der Frequenzbereitstellung B III Deep Indoorempfang für Frankfurt am Main :
3 Multiplexe mit je 15 DAB+ Programmen davon 1 Bundesweiter, 1 Landesweiter für Hessen,
und 1 Lokaler für Frankfurt macht 45 Programme.
Der oben genannte Deep Indoorempfang bringt UKW gewohnten Overspill ins Digitalradio.
Dazu aus Bayern und BW noch jeweils bis zu 30 Landesweite bzw. Lokale Programme. Macht
Zusammen mehr als es in Frankfurt auf UKW hat. Das ist der Technische Aspekt. Würde aber
etwas Arbeit machen und dürfte nicht wieder an den Baum gefahren werden. Wird man`s platzen lassen
oder nicht ? Jedenfalls sollte es möglich bleiben in Europa grenzüberschreitend Radio zu hören...
MFG Det.

von RADIO354 - am 13.06.2009 06:51
Aber den Overspill ist nicht erwünscht. Beim TV wurden die NL-Programme derart abgeschottet, dass ein Empfang wie zu Analogzeiten nicht mehr möglich ist. Beim Radio wird das dann nicht anders sein. Radio NRW hätte bestimmt was dagegen, wenn man in NRW weiterhin aus Rheinland-Pfalz Programme empfangen kann. Es mindert die Hörerschaft und somit Werbeeinnahmen. Meiner Meinung nach wäre eine Umstellung auf DAB+ nur erfolgreich, wenn man dies hnlich wie in DVB-T umsetzt. Programme aus anderen ARD-Anstalten, z.B: SWR, NDR, HR und viele private Radiosender. Aber das wird nie umgesetzt.

von pfennigfuchser - am 13.06.2009 07:35
Zitat
pfennigfuchser
Meiner Meinung nach wäre eine Umstellung auf DAB+ nur erfolgreich, wenn man dies hnlich wie in DVB-T umsetzt. Programme aus anderen ARD-Anstalten, z.B: SWR, NDR, HR und viele private Radiosender.

Na ja. Bei DVB-T werden lediglich weitere Dritte ausgestrahlt. Zuschauermagnete sind die auch nicht immer. Hier beispielsweise als zusätzliches Drittes nur SWR-BW. Im Kabel gibt es NDR und WDR und beide m. E. bessere Programme als das aus BAD/S.

Overspill muss sein, aber dass z. B. SWR 3 in MS ausgestrahlt wird und NDR 2 in B, halte ich für nicht durchsetzbar.

Mit
Zitat

Aber das wird nie umgesetzt.
hats du zweifelos recht. Ich bezweifel auch, dass nennenswerte deutschlandweite Private umgesetzt werden, also alles was RTL-Radio und Klassik Radio übersteigt (z. B. ein "FFH Deutschland", NRJ oder so.).

Zitat
Nohab
Ist es wirklich so, daß Programme wie Jazzradio, Radio10Gold, oder ein vernünftig gemachtes Country-Format in DL nicht gehen? (Truckradio zählt nicht, Stichwort Mittelwelle.)

Es ist so. Versuche die es gab (megaradio) und erfolglos gibt (z. B. RTL) waren und sind Radio-Mist.
Selbst RTL ist schlichtweg zu doof ein Radioprogramm auf die Beine zu stellen, welches "megaradio-Qualität" in Sachen Bedeutung und Akzeptanz übersteigt (da ist selbst manch OK professioneller als RTL in Sachen Kabel-Radio).
Außerdem liegt das daran, dass wir bisher kein deutschlandweites Privatradio haben, dass außerhalb Kabel/Sat/Internet sendet (Klassik Radio mal mit leichteren Abstrichen was UKW betrifft). Provinzieller Radio-Förderalismus-Irrsinn, entstanden 1945-1949 als das noch einen Sinn hatte und man den Deutschen noch vor einem starken "Ganzen" schützen musste.
Heute aber breit getreten von Provinz-Bewahren in den Öffis/LMAs und den Länder-Staatskanzleien. Ein Fortschritt wäre ja schon eine bundesweite Kulturwelle. Aber das ist ein ganz anderes Thema.


von Schwabinger - am 15.06.2009 17:56
DKULTUR_! Ist allerdings Ö/R.

von dlf-fan - am 15.06.2009 19:10
Zitat
dlf-fan
DKULTUR_! Ist allerdings Ö/R.

Richtig. Aber aus den oben genannten Gründen auch nicht wirklich deutschlandweit auf UKW. Mit
Zitat
ich zitiere mich selbst
eine bundesweite Kulturwelle
meinte ich eher eine gemeinsame Klassik-Welle der regionalen Öffis.
Aber das ist etwas am Thema dieses Threads vorbei ;)

von Schwabinger - am 16.06.2009 16:37
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