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UKW-Frequenzband in der Vergangenheit

Startbeitrag von Winnie2 am 02.07.2009 13:41

Wie mir kürzlich bekannt wurde wurde für Hörfunk in Deutschland nicht der gesamte Frequenzbereich von 87,5 bis 108 MHz genutzt.
Von Beginn bis in die 60er Jahre wurden nur Frequenzen bis 100 Mhz verwendet, bis in die 80er Jahre nur Frequenzen bis 104 MHz.
Meine Frage: Zu welchem Zweck wurden die Frequenzen 100 bis 108, bzw. 104 bis 108 MHz früher verwendet bevor diese vom Rundfunk verwendet wurden. Hat da jemand Infos dazu?

Antworten:

Ja, die Forensuche!

Beispiele: Link 1 oder Link 2.

von PowerAM - am 02.07.2009 14:08
Ganz genau. Wenn Du die alten Röhrenradios anschaust, wirst Du das feststellen. Man hatte dann in zwei Etappen erweitert. Bei der letzten Erweiterung auf 108Mhz gab es zuerst noch Konfilkte mit dem darüberliegenden Flugfunk und es dauerte bis in die 90er-Jahre hinein, bis letztendlich alle Frequenzen mit voller Leistung betrieben werden konnten.
Man findet auch alle Sendertabellen im Netz. Ist ganz interessant, die bin ich in Stunden der Muße schon mal durchgegangen und hab mir überlegt, was ich mit der heutigen Ausrüstung damals wohl alles hätte empfangen können.


von Peter Schwarz - am 02.07.2009 14:20
In den alten Threads steht aber nicht, wofür die Frequenzen vorher genutzt wurden.
Ich nehme an, für den Flugfunk, oder sie waren großenteils ungenutzt zum Schutz der Einkreis-Empfänger, die früher beim Flugfunk üblich waren.

von Ingo-GL - am 02.07.2009 14:24
Bis 1980/81 wurden Frequenzen von 100,0 -108,0 auch für den landgestützten militärischen Flugfunk verwendet. Insbesondere das legendäre Telefunken Teleport VI Funkgerät ist mir persönlich in Erinnerung.

von digifreak - am 02.07.2009 14:48
Meines Wissens aber nur "im Westen". Die DDR verwendete den Bereich oberhalb 100 und spaeter 104 MHz nicht und nahm ihn erstmals fuer Hoerrundfunkaussendungen in Betrieb.

Bliebe noch die Frage, was andere Bruderstaaten des Warschauer Vertrages damit anstellten, da sie ja den OIRT-Bereich fuer Rundfunk nutzten...

von PowerAM - am 02.07.2009 16:31
Der Bereich zwischen 100 und 108 MHz hatte in Westeuropa eine Zuweisung für den beweglichen Funkdienst außer beweglichem Flugdienst auf geregelten Luftstraßen. Die gleiche Zuweisung gibt es auch auf 68-87,5 MHz und 146-174 MHz.

Hier der Ablauf der UKW-Bandfestlegung:

1937
USA: Festlegung durch die FCC für "Apex-Radio" - 41-44 MHz

20.05.1940
USA: Erweiterung wegen erwarteter Kapazitätsengpässe - 42-50 MHz

25.02.1946
USA: Verlegung wegen vermeintlicher Störanfälligkeit im Band I - 88-106 MHz

1947
Int. Rundfunkkonferenz Atlantic City: Festlegung für Europa - 87,5-100 MHz

1948
USA: Erweiterung durch die FCC - 88-108 MHz

1955
UK und Irland: Erste Festlegung - 88-94,6 MHz

1960
Osteuropa: Neufestlegung in Genf - 68-73,1 MHz

1961
Europ. VHF/UHF-Konferenz Stockholm:
Erweiterung für Osteuropa - 65,9-73,1 MHz
Definitive Festlegung für das übrige Europa - 87,5-100 MHz

1967
UK und Irland: Erweiterung - 88-97,6 MHz

1979
Int. Rundfunkkonferenz Genf:
Beschluss Erweiterung für Europa 87,5-108 MHz
Diverse europäische Staaten: Vorläufige Erweiterung 87,5-104 MHz

1984
Europ. VHF/UHF-Rundfunkkonferenz Genf: Allg. Gültigkeit der Erweiterung - 87,5-108 MHz

Zu erwähnten ist noch, dass Japan seit jeher ein eigenes UKW-Band von 76-90 MHz hat.

von Wasat - am 02.07.2009 17:59
Und dann noch dies: Vor der Erweiterung auf 108MHz waren oberhalb 104MHz die
Übertragungsstrecken der Fußballreporter zu finden. Das schaffte es sogar in die
Lokalpresse hier in MG. Leider hatte der Schreiberling keine Ahnung von der Materie
und schrieb einen Blödsinn von defekten Radios.
Daß jedes legal mit 108MHz verkaufte Radio diese Funk-Strecken reinbekam,
konnte sich der Herr 'Journalist' offensichtlich nicht vorstellen.


von Nohab - am 02.07.2009 18:52
Zitat
Nohab
Und dann noch dies: Vor der Erweiterung auf 108MHz waren oberhalb 104MHz die
Übertragungsstrecken der Fußballreporter zu finden. Das schaffte es sogar in die
Lokalpresse hier in MG. Leider hatte der Schreiberling keine Ahnung von der Materie
und schrieb einen Blödsinn von defekten Radios.
Daß jedes legal mit 108MHz verkaufte Radio diese Funk-Strecken reinbekam,
konnte sich der Herr 'Journalist' offensichtlich nicht vorstellen.



Die sendeten um 1980 noch unter 104MHz. Konnte wechselweise Samstags die Ü-Wagen vom Bökelberg in MG und aus der Krefelder Grotenburg zwischen 103 und 104 MHz hören.

Der WDR betrieb zu dieser Zeit auch schon 2 Sender oberhalb 100 MHz zur Übertragung seiner Gastarbeitersendungen. Aus Langenberg auf 100,5 (bin nicht ganz sicher) und Aachen 102,5MHz.
Ab 1980 füllten sich die Frequenzen oberhalb 100MHZ hier am Niederrhein immer mehr mit, mehr oder weniger legalen, Stationen aus Belgien und Piraten aus den Niederlanden. Da der Frequenzbereich sonst kaum genutzt wurde konnten mit relativ kleinen Leistungen enorme Reichweiten erzielt werden.

von Karl Ranseyer - am 02.07.2009 19:08
Zitat
Michael_Fischer
Aus Langenberg auf 100,5 (bin nicht ganz sicher)

=> 100,4 :cheers:

von Manager. - am 02.07.2009 19:34
Waren in DL alle Rundfunksender über 100 MHz vor dem Beschluss von Genf 1979 illegal oder gab es da Sondergenehmigungen? Beweglicher Funkdienst war das ja nicht.

von digifreak - am 02.07.2009 19:58
Hierzulande war auf 100-108 MHz früher (in den 80er Jahren) auch diverse Funkdienste, insbesondere im Zusammenhang mit Veranstaltungen, als z.B. auch Bühnenmikrofone, die aber schon eine rechte Reichweite von einigen hundert Metern bis über 1 km hatten, zu hören.

von dxbruelhart - am 02.07.2009 20:03
Ich habe in den Jahren 1985 bis 1987 (?) oberhalb der 100 MHz (genaue Frequenz nicht mehr im Kopf) am "Standort Schwiegermutter" mit einem normalen Radio Funkverkehr hören können. Ich denke es waren Segelflieger, da die Signale nur bei schönem Wetter zu empfangen waren. Die Signalstärke war dabei recht gut. Da der Standort sehr hoch und frei liegt, könnten die Signale auch aus Bayern gekommen sein (nur 35 km entfernt). Die Gespräche waren immer nur sehr kurz und ohne auffälligen Dialekt. Ist da etwas bekannt?

von Radio-DX - am 02.07.2009 20:38
Soweit ich mich hier an einen alten Eintrag zurückerinnern kann, war die Grundlage für Belegung von 100 - 104 MHz das Darmstädter-Abkommen von 1974. Allerdings hätten da wohl einige Länder nicht mitgemacht, wodurch die geplanten Ketten nie in Betrieb gegangen seien. Die hier genannten Frequenzen für Langenberg (100,4) und Aachen (102,5) waren daraus. Ebenso auch die nicht nur für mich legendäre 103,1 vom Donnersberg. Die Frequenzen wurden hier auch schon mal gepostet, leider habe ich sie damals nicht abgespeichert :-( .

von Thomas (Metal) - am 02.07.2009 20:47
"Standort Schwiegermutter"
??? Drachenfels???


von Peter Schwarz - am 02.07.2009 20:53
Zitat
Wasat
1955
UK und Irland: Erste Festlegung - 88-94,6 MHz

1967
UK und Irland: Erweiterung - 88-97,6 MHz


1959 sendeten Sandale auf 94,7 MHz und Wenvoe auf 96,8 MHz.
Die praktische Beschränkung auf 6,6 MHz kommt wohl daher, dass jeweils ein Bereich von 2,2 MHz für eines der drei BBC-Programme genutzt wurde.
(Sandale und Wenvoe übertrugen North und Scottland bzw. West und Wales, hatten also vier Programme.)

Irland hatte bis in die 70er Jahre nur ein einziges Programm (mit 5 UKW-Sendern), brauchte also nur einen Teilbereich.

Dagegen benutzte der AFN in Deutschland den Bereich über 100 MHz bereits ca. 1970.

von StGr - am 02.07.2009 21:02
@ Peter Schwarz

Nein, das kleine Dorf Kleina. Dieser Ort war schon zu DDR-Zeiten bei den Funkamateuren sehr beliebt. Bei Schwiegermutter im Garten hatte ich extra einen 15 m hohen drehbaren Mast mit Aufstellhilfe errichtet. Der wurde von den Funkamateuren im September zum großen "24 Std. Europa-Contest" gern genutzt. Da hatten sie optimale Bedingungen: Stromanschluß, Mast, Wiese für die Zelte und Bewirtung durch Schwiegermutter. Achja, und ich hatte viel zu gucken und staunen. Ich hab den 1000-fachen Anruf "CQ Contest - CQ Contest" heute noch im Ohr. Immerhin hatten die Funkfreunde von diesem Standort einen 4.Platz in einer "Disziplin" erreicht. Die Funker waren damals aus Greiz. Vielleicht schaut ja mal einer hier im Forum vorbei. Der persönliche Kontakt ist leider abgerissen, aber den "Funkamateur" mit der Ergebnisliste habe ich noch.

von Radio-DX - am 02.07.2009 21:43
Zitat
StGr
Die praktische Beschränkung auf 6,6 MHz kommt wohl daher, dass jeweils ein Bereich von 2,2 MHz für eines der drei BBC-Programme genutzt wurde.
(Sandale und Wenvoe übertrugen North und Scottland bzw. West und Wales, hatten also vier Programme.)

Nicht nur, oberhalb von 98MHz war bei den Briten auch noch der Blaulichtfunk etabliert.
Erst Ende der 80er wurden dann diese Frequenzen endgültig dem Rundfunk zugeschlagen,
der Blaulichfunk wechselte auf 2m. Der letzte Dienst war ein lokales Alarmsystem auf 107.8MHz,
der wechselte 1995 ebenfalls auf 2m. ( http://www.wibble.co.uk/links/ukspectrum/spectrum.html )






von Nohab - am 03.07.2009 12:51
Ich erinnere mich noch gut an die Zeit zurück als der Frequenzbereich ab 100 MHz so gut wie frei war. Die einzigsten die dort zu hören waren, war die Wetterschleife vom Flughafen Hannover-Langenhagen und später als erster Sender BFBS Bielefeld auf 103,00 MHz.

von Der Langenhagener - am 03.07.2009 17:03
Zitat
dxbruelhart
Hierzulande war auf 100-108 MHz früher (in den 80er Jahren) auch diverse Funkdienste, insbesondere im Zusammenhang mit Veranstaltungen, als z.B. auch Bühnenmikrofone, die aber schon eine rechte Reichweite von einigen hundert Metern bis über 1 km hatten, zu hören.


Das hätte ja bedeutet, daß man in den 80ern mit einem handelsüblichen Kassettenradio, das bis 108 MHz empfing, Konzerte mitschneiden und illegal als Bootleg vertreiben konnte. Hat man das möglicherweise sogar gemacht?

von Lahnwelle - am 03.07.2009 17:20
Zitat
Thomas (Metal)
Soweit ich mich hier an einen alten Eintrag zurückerinnern kann, war die Grundlage für Belegung von 100 - 104 MHz das Darmstädter-Abkommen von 1974. Allerdings hätten da wohl einige Länder nicht mitgemacht, wodurch die geplanten Ketten nie in Betrieb gegangen seien. Die hier genannten Frequenzen für Langenberg (100,4) und Aachen (102,5) waren daraus. Ebenso auch die nicht nur für mich legendäre 103,1 vom Donnersberg. Die Frequenzen wurden hier auch schon mal gepostet, leider habe ich sie damals nicht abgespeichert.

Meinst du diesen Thread (Darmstädter Plan 1973) ?
---> http://forum.mysnip.de/read.php?8773,478012,478152#msg-478152

von Manager. - am 03.07.2009 18:37
Re Manager:
Das sollte der gewesen sein, Danke! Ich hatte noch eine 101,9 für AFN vom Gr. Waldstein im Kopf. Die Frequenz(en) wurden von Bernhard gepostet.

von Thomas (Metal) - am 03.07.2009 18:59
Ja, die ist ein Post weiter oben. ;)

von Manager. - am 03.07.2009 19:12
Zitat
Wasat
Erweiterung für Osteuropa - 65,9-73,1 MHz


Wie bekomme ich denn meinen Degen in diesen Frequenzbereich? Habe schon mehrere Tricks versucht, aber es klappt einfach nicht :(

von DX OberTShausen - am 03.07.2009 22:35
Drachenfels :joke: Sehr schön!

Das Thema hatten wir glaube ich schon mal aber ich frage trotzdem: Wie lange wurde das UKW-Band für Ü-Wagen-Strecken genutzt? 1990 waren in NRW schon die ersten Lokalsender oberhalb von 104 MHz aktiv. Trotzdem konnte ich im Sommer auf 106,5 eine Zuspielung vmtl. für das Osnabrücker NDR-Studio mit schwachem Signal beobachten. Das war übrigens die einzige Zuspielung die ich überhaupt beobachtet habe.

Ansonsten kann ich die Beobachtungen von Michael Fischer bestätigen. Bei Nebel war der Bereich über 105 MHz voll mit Tesssstamteurrrrrren oder dubiosen Stationen wie "De Hollandse Hitradio" aus NL.

von Staumelder - am 04.07.2009 07:07
Zitat

Das Thema hatten wir glaube ich schon mal aber ich frage trotzdem: Wie lange wurde das UKW-Band für Ü-Wagen-Strecken genutzt? 1990 waren in NRW schon die ersten Lokalsender oberhalb von 104 MHz aktiv. Trotzdem konnte ich im Sommer auf 106,5 eine Zuspielung vmtl. für das Osnabrücker NDR-Studio mit schwachem Signal beobachten. Das war übrigens die einzige Zuspielung die ich überhaupt beobachtet habe.

Zu der gleichen Zeit müssten die Testsendungen von Radio Westfalica auf 106,6 gelaufen sein.
Ist ja nicht gerade weit weg, weder örtlich noch frequenzmäßig...

von WiehengeBIERge - am 04.07.2009 08:19
Dem ist auch so. Ich wollte eigentlich gucken ob die Schleife noch aktiv ist und hab dann plötzlich eine Zuspielung gehört.

von Staumelder - am 04.07.2009 08:28
Zitat
Radio-DX
Ich habe in den Jahren 1985 bis 1987 (?) oberhalb der 100 MHz (genaue Frequenz nicht mehr im Kopf) am "Standort Schwiegermutter" mit einem normalen Radio Funkverkehr hören können. Ich denke es waren Segelflieger, da die Signale nur bei schönem Wetter zu empfangen waren. Die Signalstärke war dabei recht gut. Da der Standort sehr hoch und frei liegt, könnten die Signale auch aus Bayern gekommen sein (nur 35 km entfernt). Die Gespräche waren immer nur sehr kurz und ohne auffälligen Dialekt. Ist da etwas bekannt?

Das düften Spiegelfrequenzen gewesen sein, doppelte Empfänger-ZF (10,7x2)+Empfangsfrequenz.
Wohnte damals in der Nähe eines Sport- und Segelflugplatz der auf 123.4MHz funkte. Konnte die Funkgespräche besten auf 102,0 hören ,leicht verzerrt da Amplutidenmodulation.
Auch der Empfang von RTL 97,0 MHz wurde oft durch Flugfunkverkehr auf 118,4 gestört.

von Karl Ranseyer - am 04.07.2009 11:08
Zitat
Staumelder
Trotzdem konnte ich im Sommer auf 106,5 eine Zuspielung vmtl. für das Osnabrücker NDR-Studio mit schwachem Signal beobachten

Auf gleicher Frequenz konnte ich auch mehrfach in Oldenburg (mit starkem Signal) eine Sportreportage des NDR aus einer Oldenburger Halle beobachten. Vmtl. für's OL-NDR-Studio und natürlich bevor der OK OL auf gleicher Frequenz aufgeschaltet wurde. Irgendwann in den 90ern...

von iro - am 04.07.2009 11:17
Zitat
Peter Schwarz
"Standort Schwiegermutter"
??? Drachenfels???

Ich habe Dich doch richtig verstanden, oder? Du hast den "Wohnort eines Hausdrachens" gemeint und nicht einen "echten" Drachenfels. In diesem Fall handelt es sich aber um einen sehr zahmen, gutmütigen und menschenfreundlichen Drachen. Darum schrieb ich ja auch: "Bewirtung durch Schwiegermutter" (und alle leben noch) :D


von Radio-DX - am 04.07.2009 11:19
In den 1990er Jahren konnte ich einmal Sportberichte von der Pfererennbahn empfangen, die für das Funkhaus in Hannover gesendet wurden.

von Der Langenhagener - am 04.07.2009 17:44
Zitat
Michael_Fischer
Auch der Empfang von RTL 97,0 MHz wurde oft durch Flugfunkverkehr auf 118,4 gestört.

Ja, das war immer ärgerlich, wenn man bei der Hitparade oder den Großen Acht den Kasettenrecorder mitlaufen hatte und dann mitten im Lied der Flugfunk störte. :mad:

von Manager. - am 04.07.2009 18:06
Zitat
Radio-DX
Zitat
Peter Schwarz
"Standort Schwiegermutter"
??? Drachenfels???

Ich habe Dich doch richtig verstanden, oder? Du hast den "Wohnort eines Hausdrachens" gemeint und nicht einen "echten" Drachenfels. In diesem Fall handelt es sich aber um einen sehr zahmen, gutmütigen und menschenfreundlichen Drachen. Darum schrieb ich ja auch: "Bewirtung durch Schwiegermutter" (und alle leben noch) :D


QTH: Nähe Neustadt a.d. Orla (Ostthüringen)

[OT] Dann waren es sicher nicht Fasolt und Fafner ;-)

von Thomas (Metal) - am 04.07.2009 20:32
Ich dachte, die Nibelungen hatten noch keinen Amateurfunk. :D

von Radio-DX - am 05.07.2009 00:37
Vielen Dank für euere Antworten.

von Winnie2 - am 08.07.2009 18:36
Zitat
Manager.
Zitat
Michael_Fischer
Auch der Empfang von RTL 97,0 MHz wurde oft durch Flugfunkverkehr auf 118,4 gestört.

Ja, das war immer ärgerlich, wenn man bei der Hitparade oder den Großen Acht den Kasettenrecorder mitlaufen hatte und dann mitten im Lied der Flugfunk störte. :mad:


Interessant, hier nach Jahren diese Erklaerung zu lesen. Kann mich auch noch daran erinnern, dass das Programm von RTL (97.0) manchmal durch Sprechfunk gestoert wurde. Hatte da aber nie eine Erklaerung fuer und als Jugendlicher ohne Internet damals nicht die Moeglichkeit, fuer die Gruende zu googeln... Wohnte in der Naehe von Duesseldorf. Ob das ein Sportflughafen/Segelflughafen, der Duesseldorfer Flughafen oder ueber einen rueberfliegende Flugzeuge waren kann man heute nicht mehr sagen, oder?

Da es sich um eine Spiegelfrequenz handelt noch die Frage: dann muss das "Problem" vermutlich am Sender gelegen haben, nicht am Empfaenger?



von Klaus Wegener - am 09.07.2009 10:02
Solche Flugfunkstörungen gab es bei uns früher im Bereich zwischen 100 und 103MHz. Meist sehr laut, verzerrte Sprache und recht breitbandig.


von Peter Schwarz - am 09.07.2009 10:37
Zitat
Klaus Wegener
Da es sich um eine Spiegelfrequenz handelt noch die Frage: dann muss das "Problem" vermutlich am Sender gelegen haben, nicht am Empfaenger?


Spiegelfrequenzen liegen immer am Empfänger. ;) Die allermeisten Radios sind aus Kostengründen als Einfachsuper aufgebaut und damit besonders anfällig für Spiegelfrequenzen. Doppelsuper, die besser gegen Spiegelfrequenzen abgesichert sind, findet man i.d.R. nur bei den höherklassigen Weltempfängern oder Scannern, wobei selbst diese im UKW-Bereich meist nur Einfachsuper sind.

von Weltempfängermatze - am 09.07.2009 23:33
Einspruch! Ob Einfachsuper oder Mehrfachumsetzung, das ist grundsätzlich egal.
Entscheidend ist etwas anderes: Wie ist die Eingangselektion aufgebaut.
Standard war früher bei Röhrenradios ein ziemlich breiter Eingangskreis, der irgendwo
auf Bandmitte abgestimmt war. Am Ausgang der Vorstufe fand sich der einzige mitlaufende
Selektionskreis. Eine Spiegelfrequenzdämpfung von 20dB oder weniger war da normal.
Leider hat sich dieses Konzept in die Halbleiterära herübergerettet, jedes billige Gerät
ist genauso aufgebaut. Der einzige Unterschied: Statt Breitbandkreis findet sich jetzt ein
keramischer Bandpaß, da stört der Flugfunk nicht ganz so stark. Gute Geräte haben
minimal 2, besser 3 mitlaufende Kreise im Eingang, bei hochwertigen Geräten finden
sich teilweise bis zu 6 mitlaufende Kreise im Eingang, was dann aber nichts mehr mit
der Spiegelfrequenzdämpfung zu tun hat, sondern mit Empfindlichkeit und Großsignal-
festigkeit. Ich habe hier auch noch einen Sailor 46 stehen, der ist auch nur ein Einfachsuper
mit 455kHz ZF, trotzdem habe ich bei dem Ding noch nicht eine Spiegelfrequenz gefunden.
Auch hier 2 mitlaufende Vorkreise hoher Güte, die auf Langwelle bereits
bandbreitenbestimmend sind. Der ganze Doppel- und Dreifachsuperkram bei billigen
Weltempfängern hat einfach nur den Zweck, an der Vorselektion und Filtern zu sparen.
Ein Beispiel eines Röhreneingangsteils:
http://home.pages.at/chirt/Oldies/Horny676/wh676asch1.jpg
L3 ist der einzige abgestimmte Eingangskreis, L4 ist der Oszillatorkreis
des selbstschwingenden Mischers. Und jede Menge billige Transistorradios
und Radiorekorder waren gleichartig aufgebaut. Kein Wunder, daß da der Flugfunk durchschlägt.


von Nohab - am 10.07.2009 00:22
In der DDR wurde der UKW-Bereich erst gg. Ende 1985 von 100 MHz auf 104 MHz erweitert -> Neue Frequenzkette für DT64. Da DT64 erst im März 1986 auf Sendung ging, wurden die neuen Frequenzen für erweiterte Regionalprogramme genutzt. Ein Problem gab es dabei: Die Deutsche Reichsbahn nutzte die 103,5 MHz für eine Art Funkdienst. Mein KR450 (Radio-Kassetten-Rekorder, UKW 87.5- ca. 104.5 MHz), den ich bei Wochenendfahrten ab und zu mal mitnahm, fand 1988 dicht neben Radio HH ein Piepton, der ab und zu mal kurzzeitig aussetzte (bei Ludwigslust). Dieser war nur in Bahnhofsnähe zu hören. Auf dem Bahnhof Osterburg war diese Funkanlage bis Mitte 1991 noch in Betrieb, auf anderen Bahnhöfen aber nicht mehr. Mein damals (1990) neuer, mit PLL-Tuner ausgerüsteter Radiorecorder fand dieses Signal auf genau 103.5 MHz. Dafür spricht auch die Frequenzvergabe, die UKW-Sender mussten den entsprechenden Abstand halten (naheste QRG: Calau DT64 103,2 MHz, Oschatz DT64 103,7 MHz, Helpterberg DT64 103,8 MHz).
Kennt jemand den Zweck dieses Signals auf 103,5? Codierter Bahnfunk? Bahnsignalsteuerung? Es war jedenfalls kein Sprechfunk und war nur in Bahnhofsnähe empfangbar.

von Analog-Freak - am 10.07.2009 16:36
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