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Studie: 2012 mehr als die Hälfte aller Autos mit mobilem Internetzugang

Startbeitrag von Wiesbadener am 07.07.2009 08:57

Laut einer Gart­ner-​Stu­die wer­den die Au­to­bau­er ab 2012 be­reits mehr als die Hälf­te aller Neu­fahr­zeu­ge mit der nö­ti­gen An­schluss­tech­no­lo­gie für mobiles Internet aus­stat­ten.

Schon heute sind ak­tu­el­le Mo­del­le von BMW on­line. Der In­ter­net­an­schluss ist dabei Be­stand­teil des Con­nec­tedDri­ve-​Sys­tems. Der­zeit ist eine In­ter­net­nut­zung auf den Vor­der­sit­zen wäh­rend der Fahrt aus Si­cher­heits­grün­den nicht vor­ge­se­hen. Und rich­tig schnell ist das In­ter­net bei BMW auch dann nicht, wenn das Auto steht. Wegen der hohen Ver­füg­bar­keit wird die EDGE-​Tech­no­lo­gie ein­ge­setzt. EDGE ist so etwas wie ein Da­ten­tur­bo für das lang­sa­me GPRS-​Pro­to­koll und schafft im Mit­tel rund 160 Ki­lo­bit pro Se­kun­de.

Selbst eine Au­to­f­la­te­ra­te gibt es be­reits: „Wir bie­ten in Zu­sam­men­ar­beit mit T-​Mo­bi­le eine Flat­rate für 12,50 Euro im Monat an”, er­klärt BMW-​Pres­se­spre­cher Da­ni­el Schmidt. „Si­cher ist die Frage der al­ler­or­ten ver­füg­ba­ren Ver­bin­dungs­ge­schwin­dig­keit auch der Fla­schen­hals für un­se­re Ent­wick­lun­gen”, fügt er an. Mit dem 2007 erst­mals ge­zeig­ten „Per­so­nal Radio”-​Pro­jekt, hat BMW seine Lö­sung für We­bra­dio­emp­fang und per­so­na­li­sier­ter, in­di­vi­du­el­ler Mu­sik­un­ter­hal­tung im Auto schon parat.

Die Ana­lys­ten von Gart­ner kom­men der­weil zu dem Schluss, dass die „In-​Ve­hi­cle-​Kon­nek­ti­vi­tät” für Kon­su­men­ten schon 2016 ge­nau­so wich­tig sein wird, wie die The­men Fahr­zeug­si­cher­heit oder En­er­gie­ef­fi­zi­en­z1.

Auch der Nach­rüst­markt geht on­line

Blau­punkt rea­gier­te früh­zei­tig. Auf der Con­su­mer Elec­tro­nic Show An­fang 2009 in Las Vegas zeig­ten man die ers­ten Au­to-​In­ter­ne­tra­di­os für den Nach­rüst­markt. Die Mo­del­le New Jer­sey 600i und Ham­burg 600i neh­men über eine Blue­tooth­ver­bin­dung Kon­takt zu einem web­gän­gi­gen 3G-​Mo­bil­te­le­fon auf und prä­sen­tie­ren die Pro­gramm­aus­wahl des Por­tals von Mi­ro­a­mer. Die Ver­bin­dung ins Netz wird über das Handy per HSDPA her­ge­stellt.

„Die bei­den Ra­di­os kom­men, ich glau­be aber nicht an einem Ver­kaufs­start in 2009″, lässt Pres­se­spre­cher Simon Rabe durch­bli­cken. Wäh­rend das Au­to-​In­ter­ne­tra­dio auf sei­nen öf­f­ent­li­chen Auf­tritt war­tet, bie­tet Blau­punkt als einer der Weg­be­rei­ter des Di­gi­tal­ra­dio­stan­dards DAB, der­zeit noch kein DAB­plus-​fä­hi­ges Au­to­ra­dio an: „Wir kon­zen­trie­ren uns jetzt auf das In­ter­ne­tra­dio”, be­kräf­tigt der Blau­punkt-​Spre­cher den ein­ge­schla­ge­nen Kurs.

Quelle: http://lokalrundfunktage.de/2009/wird-das-webradio-mobil/

Antworten:

Tja, das wird schwierig. Wie sieht die Versorgung in ländlichen Gebieten aus und wie entwickelt sich das wenn plötzlich zig tausende Autofaher Zugriff aufs Netz haben wollen? Da müssen noch viele Fragen geklärt werden, aber kommen wird sowas. Da bin ich mir sicher. Allerdings die Hälfte aller Auto bereits in 2012 gehört wohl eher in den Bereich Sciene-Fiction.

von zerobase now - am 07.07.2009 12:53
Nicht so pessimistisch! Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft™ gibt es flächendeckende Versorgung und gaanz viel Bandbreite. Und das ganze bezahlbar...

von Japhi - am 07.07.2009 19:22
Zitat
Japhi
...Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft™ .....

Davon bin ich auch überzeugt, nur in welchem Jahr .......???

von KlausD - am 07.07.2009 19:27
Ist das jetzt ein Beitrag aus der Rubrik "Erfindungen, die die Welt nicht braucht"?
Die Herren aus München. Sind das nicht auch die, die seit den 70er Jahren am Wasserstoffauto rumbasteln? Immer alles ganz fortschrittlich und elitär. Derweil uns die Chinesen bald elektrisch um die Ohren fahren werden.
"Laut einer Gart­ner-​Stu­die ...."
An solchen war die letzten Jahre kein Mangel. Glücklicherweise sind die Menschen vergesslich. Man kann den hirnrissigsten Stuss verzapfen, es muss nur irgendwo Internet dabei sein. Diesmal halt im Zusammenhang mit Rundfunk, EDGE, TriplePlay. Fehlt nur noch Mehrwert,....
2000 lässt grüßen. Auf zum nächsten Absturz. Ach was, vergessen.

Reinhard

von Reinh_M - am 07.07.2009 20:02
Zitat
Japhi
Nicht so pessimistisch! Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft™ gibt es flächendeckende Versorgung und gaanz viel Bandbreite. Und das ganze bezahlbar...



Na, - da bin ich mal neugierig.

Im Prinzip wuerde es bedeuten, dass dann auch Zugang zu Internet-Radios mobil moeglich ist.

von 102.1 - am 07.07.2009 20:25
Naja... da lass ich mich überaschen. Soooo viele sind es nun auch wieder nicht die ein Auto aus München fahren. Da müssten vor allem die vielen "Kleinwagen-Hersteller" mitziehen.
Und was hilft die schöne Technik, wenn sie nur lückenhaft verfügbar ist?

von delfi - am 07.07.2009 21:07
Zitat
Reinh_M
Ist das jetzt ein Beitrag aus der Rubrik "Erfindungen, die die Welt nicht braucht"?


Auf den ersten Blick vielleicht. Aber eine intelligente und zentrale Routenplanung könnte viele Staus verringern helfen. Das Auto meldet per GPS seine Position und die Verkehrsleitstelle kann Routen erstellen, die die Kapazitäten der freien Straßen besser auslasten.

Warum ich so sicher bin, dass das kommen wird? Nun...

... Schäuble bzw. seine Nachfolger werden sozusagen gratis gleich noch ein paar Bewegungsprofile auf dem Tisch haben. Wer würde sich da der Technik verweigern und sie nicht sogar noch fördern?

von Ex-Trierer - am 07.07.2009 21:20
Jajaaa, schön wär es.
"Schäuble" Der richtige Mann für Fahrzeuge, stimmt schon...


von Peter Schwarz - am 07.07.2009 22:43
Wie ist es, wenn man die Staatsgrenzen verlässt? Solche Flat-Roamings sehe ich im Moment noch gar nicht.... Schön wenn dann die Monatrechnung auf einmal 1000-5000 EUR kostet, weil man sich zufällig in einem Land aufgehalten hat, wo es keine Flatrate gibt und das Radio von selbst die Verbindung ins Netz aufgenommen hat. Uebrigens: schon mal in Italien mobil mittels GSM gesurft? Ich könnte euch Geschichten erzählen... alle 50m einen Verbindungsabbruch und so ähnlich.

von drahtlos - am 08.07.2009 05:44
Zitat

Das Auto meldet per GPS seine Position und die Verkehrsleitstelle kann Routen erstellen, die die Kapazitäten der freien Straßen besser auslasten.

Das Problem ist freilich, dass mögliche Ausweichrouten bestenfalls die Hälfte jenes Verkehrs aufnehmen können als sie sollten. In Ballungsräumen zur Stoßzeit sind sogar sämtliche Straßen über oder knapp unter der Auslastungsgrenze. Somit kann auch das klügste Navi in solchen Fällen bestenfalls den Stau nur gleichmäßig verteilen.

von Wasat - am 08.07.2009 06:00
Zwar etwas OT, aber nur mal ein kleiner Vorgeschmack was auf die Sender zukommen würde, wenn ALLE ihr Radio oder TV über Internet nutzen wollen:

http://www.teltarif.de/michael-jackson-trauerfeier-internet/news/34867.html

Wobei wir freilich in 10 Jahren auch in punkto Bandbreite ein gehöriges Stück weiter sein dürften.

von Wiesbadener - am 08.07.2009 09:27
Wer glaubt dass Webradio in Zukunft so attraktiv sein wird der muss nur mal die aktuelle Entwicklung verfolgen.
Es gibt immer mehr Einschränkungen der Verbreitungsgebiete von Webradio, meist Begrenzungen der Angebote auf ein Land oder einen Kontinent. Zudem gibt es immer mehr kostenpflichtige Angebote im Netz.
Wer in Zukunft kostenlose Webradioangebote nutzen möchte muss seinen Musikgeschmack vermutlich umstellen, denn die am meisten nachgefragten Inhalte wird es entweder nicht mehr ohne Werbeunterbrechungen oder Abogebühren geben.

von Winnie2 - am 08.07.2009 18:30
Zitat
Winnie2
Wer glaubt dass Webradio in Zukunft so attraktiv sein wird der muss nur mal die aktuelle Entwicklung verfolgen.
Es gibt immer mehr Einschränkungen der Verbreitungsgebiete von Webradio, meist Begrenzungen der Angebote auf ein Land oder einen Kontinent. Zudem gibt es immer mehr kostenpflichtige Angebote im Netz.
Wer in Zukunft kostenlose Webradioangebote nutzen möchte muss seinen Musikgeschmack vermutlich umstellen, denn die am meisten nachgefragten Inhalte wird es entweder nicht mehr ohne Werbeunterbrechungen oder Abogebühren geben.


Also wieder der Zustand wie er jetzt auf UKW ist (nur, dass man nicht die Wahl zwischen Abo und Werbung hat)?



von Ex-Trierer - am 08.07.2009 18:46
Wie die Zukunft aussehen wird kann ich auch nicht sagen. Ich möchte damit ausdrücken dass es für einen Betreiber eines Webradios (zumindest in den USA) kostspielig ist auch nur ein einziges Musikstück eines Interpreten oder einer Band zu spielen welche einen Vertrag mit einem großen Musiklabel hat. Die Mindestgebühr dafür beträgt jährlich 25.000 $, nur für die Ausstrahlungsrechte. Das kann kaum ein Privatmann aus eigener Tasche finanzieren. Dazu kommt dass die Gebühren mit steigender Anzahl der Hörer weiter steigen.
Irgendwie müssen die Kosten der Radiobetreiber ja wieder refinanziert werden. Es gibt also nur die Möglichkeiten:
Keine gebührenpflichtigen Musikstücke (oder gebührenpflichtigen Inhalte überhaupt) zu senden,
Werbung auszustrahlen oder
Gebühren von den Nutzern zu verlangen.


von Winnie2 - am 08.07.2009 23:45
Zitat
Winnie2
Es gibt also nur die Möglichkeiten:
Keine gebührenpflichtigen Musikstücke (oder gebührenpflichtigen Inhalte überhaupt) zu senden,
Werbung auszustrahlen oder
Gebühren von den Nutzern zu verlangen.

Wobei wohl nur Möglichkeit 2 praktikabel ist.

Ohne gebührenpflichtige Musikstücke kann man, ausser alternativ angehauchten Randgruppen kaum jemanden begeistern. Und für Radio bezahlen tut wohl auch kaum jemand.

von Martyn136 - am 09.07.2009 03:30
Zitat
Winnie2
Keine gebührenpflichtigen Musikstücke (oder gebührenpflichtigen Inhalte überhaupt) zu senden...

Die Produktionskosten bleiben dennoch, egal, ob UKW- oder Internet-Radio.

Die Verbreitungskosten machen jedoch auch bei UKW-Ausstrahlung nur den geringeren Teil der Kosten aus. Die Personalkosten sind der größte Brocken an den Gesamtkosten.

Unmoderierte Festplattendudler wurden erfunden, um Pesonalkosten zu sparen und so trotz hoher Lizenzgebühren Profit zu machen. Das Überragungsverfahren ist wie erwähnt nicht der maßgebliche Faktor und damit zweitrangig.

von Wasat - am 09.07.2009 06:28
Alles wird billig, wenn es massenhaft prouziert wird. Das Problem ist:

Internet im Auto ist eigentluch völlig nutzlos, wenn man davon ausgeht, dass man Webseiten betrachtet, Mails schreibt und Forenbeiträge verfasst. Das alles geht während der Fahrt nicht.

Bleibt also das Internet als Transportmedium für Radio, anstelle des klassischen Autoradios oder zumindest als Ergänzung dazu.

Wenn dann 2012 tatsächlich knapp 50 % aller Autos einen Internetzugang über die Mobilfunknetze haben sollten -- egal ob GSM oder UMTS -- wird es in den Netzen allerdings eng. Denn selbst mit AAC plus wird der Klang erst ab 48 kbit/s@ 48 kHz einigermaßen erträglich. Da dürfte also einiges an Traffic auf die Netzbetreiber zukommen.

von Alqaszar - am 09.07.2009 11:59
Zitat
alqaszar
Internet im Auto ist eigentluch völlig nutzlos, wenn man davon ausgeht, dass man Webseiten betrachtet, Mails schreibt und Forenbeiträge verfasst. Das alles geht während der Fahrt nicht.


Für den Fahrer nicht, aber für den/die Beifahrer...

Und ich würde auch nicht ausschließen, daß Navis sich eines Tages quasi zur Laufzeit aktualisieren und auf diese Weise Staus und auch längerfristige Umleitungen (die im klassischen Verkehrsfunk nicht übertragen werden können) in ihre Berechnungen einbeziehen und beispielsweise auch Feedback über empfehlenswerte oder nicht empfehlenswerte Routen geben können.

Zitat

Bleibt also das Internet als Transportmedium für Radio, anstelle des klassischen Autoradios oder zumindest als Ergänzung dazu.


Ich habe ja immer noch den Traum, im Auto dann auf meine komplette heimische Musiksammlung zugreifen zu können. Das würde mir all das Rumgeeiere mit CDs, FM-Transmittern usw. ersparen. Und gerade für diesen Zweck würde ja eine "langsame" Synchronisierung reichen, man kann ja gut und gerne eine Playlist im Voraus berechnen und sich dann bei Mobilfunkempfang die MP3s auf Vorrat aufs Autoradio ziehen.

Ciao
Christoph

von _Christoph - am 09.07.2009 12:21
Zitat
jkr
zu

Ich habe ja immer noch den Traum, im Auto dann auf meine komplette heimische Musiksammlung zugreifen zu können. Das würde mir all das Rumgeeiere mit CDs, FM-Transmittern usw. ersparen. Und gerade für diesen Zweck würde ja eine "langsame" Synchronisierung reichen, man kann ja gut und gerne eine Playlist im Voraus berechnen und sich dann bei Mobilfunkempfang die MP3s auf Vorrat aufs Autoradio ziehen.


Das kannst Du schon heute mit diversen USB-Sticks einfacher haben.


Eben nicht - bei den Sticks (die meisten Autoradios haben leider keine Anschlußmöglichkeit dafür) ist es immer noch notwendig, daß Du selber sie aktiv am Rechner befüllst und sie anschließend physikalisch ans Autoradio steckst. Und Du hast natürlich immer nur eine (kleine) Teilmenge Deiner Sammlung auf dem Stick.

Das, was ich möchte, ist jederzeit vollständigen Zugriff auf meine Sammlung, ohne irgendwelche Transportmedien von A nach B tragen zu müssen.

Ciao
Christoph

von _Christoph - am 09.07.2009 12:30
Hallo Zusammen,

Natürlich sollte / wird es eine Vernetzung von Fahrzeugen geben aber " nur " zum Musikhören ?
Es gibt da bestimmt Wichtigeres und Nützlicheres zum Beispiel die Erhöhung der Sicherheit durch
Unterstützung des Fahrers mit intelligenten Programmen denn der am Steuer sitzende Mensch ist
das " schwächste Glied in der Sicherheitskette " Man denke nur an das Problem Sekundenschlaf.
" Intellegentere Fahrzeuge " miteinander Vernetzt würden der Sicherheit dienlich sein.
Ganau das sollte Priorität im Datentraffic haben. Das ist aber noch Zukunftsmusik aber doch nicht
unmöglich, selbst ein " Autopilot " wäre denkbar wenn man mal " keine Lust hat selbst zu steuern "
MFG Det.


von RADIO354 - am 09.07.2009 12:36
Zitat
_Christoph
Zitat
jkr
Das kannst Du schon heute mit diversen USB-Sticks einfacher haben.

Und Du hast natürlich immer nur eine (kleine) Teilmenge Deiner Sammlung auf dem Stick.

Das, was ich möchte, ist jederzeit vollständigen Zugriff auf meine Sammlung, ohne irgendwelche Transportmedien von A nach B tragen zu müssen.

Da stellt sich natürlich die Frage, was eher passiert: Daß ein 256GB-USB-Stick für 20 Euronen
bei Atelco weggeht oder die notwendige Infrastruktur für Internetradio in allen Autos geschaffen wird?
Ich gehe davon aus, daß es zuerst den dicken USB-Stick geben wird. Autoradios mit dicker
Festplatte gibt es schon und dann stellt sich auch die Frage, wieviel Platz die Musiksammlung
wirklich braucht. Dazu ein Beispiel: Ich habe ca. 400 CDs. Mit 256kBit codiert sind das knapp
50GByte. 64GByte-Sticks kommen so langsam in den bezahlbaren Bereich. Kodiert man mit
AAC oder Ogg-Vorbis, dann ist das klangmäßig so gut, daß selbst auf guten
Wiedergabesystemen kein Unterschied mehr hörbar ist. Und im Auto sowieso nicht.



von Nohab - am 09.07.2009 14:29
Zitat

Und ich würde auch nicht ausschließen, daß Navis sich eines Tages quasi zur Laufzeit aktualisieren und auf diese Weise Staus und auch längerfristige Umleitungen (die im klassischen Verkehrsfunk nicht übertragen werden können) in ihre Berechnungen einbeziehen und beispielsweise auch Feedback über empfehlenswerte oder nicht empfehlenswerte Routen geben können.

Sowas ähnliches gibt es bereits über Radio: http://oe3.orf.at/verkehr/stories/370106/ (aber halt ohne Rückmeldung)
Obs das allerdings in Deutschland auch gibt, weiß ich nicht.

von Zwölf - am 09.07.2009 15:11
Zitat
Zwölf
Sowas ähnliches gibt es bereits über Radio: http://oe3.orf.at/verkehr/stories/370106/ (aber halt ohne Rückmeldung)
Obs das allerdings in Deutschland auch gibt, weiß ich nicht.


Ohne TMCplus vom ORF genau zu kennen, aber das dürfte technisch ähnlich oder gar gleich dem deutschen TMCpro bzw. TMC sein. Das Problem an der Sache ist halt nur, dass die Datenraten bei TMC nicht die allerhöchsten sind (60bit/s). Mit digitalem Radio könnte man zumindest diese unidirektionale Aussendung von Verkehrsdaten deutlich beschleunigen. Dies würde aber nichts daran ändern, dass bei eine bidirektionalen Datenverbindung es möglich wäre jeden Stau schnell zu registrieren.

@Wasat: natürlich sind die Ausweichstrecken nie so stark wie die Hauptrouten, aber wenn ein Stau statt 5km nur 3km Länge hat, ist schon viel Zeit gewonnen. Von großräumigen Umleitungen auf langen Strecken ganz zu schweigen. Gerade wenn unsere Freunde in Bayern auf der A3 oder A6 mal wieder drauf kommen am Freitag Nachmittag vor dem langen Wochenende Markierungsarbeiten durchzuführen, was in >20km Stau endet...

Wer dann etwa in Bremen losfährt, um nach München zu fahren, weiß schon vorher, was ihn erwartet und nicht erst, wenn er im Sendegebiet von SWR oder BR ist. Da der DLF bei den wenigsten wegen des Verkehrsfunks gehört werden dürfte ist das dann schon nicht mehr so einfach, den Stau rechtzeitig zu umgehen.

von Ex-Trierer - am 09.07.2009 16:56
Zitat

Dies würde aber nichts daran ändern, dass bei eine bidirektionalen Datenverbindung es möglich wäre jeden Stau schnell zu registrieren.

Ja, oder irgendein Scherzkeks mach sich nen Spaß draus da falsche Infos weiterzugeben, zu manipulieren, oder vertippt sich beim eingeben.

von Zwölf - am 09.07.2009 20:03
@Zwölf: Mit Hilfe von signierten Nachrichten kann das Problem relativ leicht umgangen werden. Die On-Board-Unit kann Nachrichten senden (längere Phase von Stop-and-Go außerhalb eines Parkplatzes etwa), die aber von ihr signiert werden müssen. So lässt sich sicherstellen, dass die Nachricht nur von dieser einen Unit stammen kann. Das Szenario ist nicht, dass jemand auf einen Knopf drückt, wenn er im Stau steht, sondern, dass das automatisch geschieht.

Allerdings wären wir da wieder bei Herrn Schäuble: Durch die Signatur lässt sich (fast) zweifelsfrei feststellen, von wem die Nachricht gesendet wurde und damit auch, wo er ist. Die Zertifizierung der benutzen Schlüssel müsste daher außerhalb des Meldesystems geschehen.

Im Prinzip wäre also neben dem "Verkehrsrechenzentrum" und den angeschlossenen Kfz mit Onboard-unit noch eine dritte Person nötig, die die Onboard-Units gegenüber dem Rechenzentrum authentifiziert (also bestätigt, dass die Nachricht wirklich von einem gültigen Nutzer stammt, ohne zu sagen wer es ist).

Allerdings zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, was den e-Pass, die Internetsperren, die LKW-Maut, und noch einige andere Dinge angeht, dass in unserer politischen sog. Elite leider selten Leute mit ausreichend technischem Sachverstand vertreten sind. Daher, am Ende dieses länglichen Postings, steht die Erkenntnis, das es entweder auf Zwölfs Szenario oder Totalüberwachung hinausläuft.

von Ex-Trierer - am 09.07.2009 21:25
Zitat
alqaszar
Alles wird billig, wenn es massenhaft produziert wird.

Das gilt aber nicht für Produkte, die Manpower erfordern. Nun sind unsere Hitdudler sowieso schon so flach organisiert, dass sie weitgehend ohne Manpower auskommen, und sind dennoch oft defizitär. Da gibt es kaum noch Einsparmöglichkeiten. In den USA bestehen viele Radiostationen wirklich nur mehr aus einem PC mit einer Leitung zum Sender, der 30 Jahre alt ist. Dennoch können 40% der kommerziellen Radiostationen von der Werbung nicht leben. Andere Einnahmen gibt es aber nur, wenn tatsächlich Programm gemacht wird, was aber Manpower erfordert.

Zitat
Ex-Trierer
...aber wenn ein Stau statt 5km nur 3km Länge hat, ist schon viel Zeit gewonnen.

Das läuft aber nicht so, denn die Ausweichrouten können meist weniger als 10% des Verkehrs der Hauptroute abziehen und sind dann auch hoffnungslos verstopft. Der Kapazitätsunterschied zwischen Autobahn und Landstraße ist nämlich fast immer so groß, dass es sinnlos ist, zu Verkehrsspitzen den Verkehr in größerem Umfang umzuleiten. Und zu Zeiten mit normalem Verkehr macht es sowieso keinen Sinn.

Es wurden schon verschiedentlich Testfahrten angestellt: Ein Fahrzeug blieb im Stau, ein anderes Fahrzeug folgte den Ausweichempfehlungen des Navis. Alle diese Versuche endeten damit, dass das Fahrzeug, das auf der Autobahn im Stau blieb, früher am Ziel war.

Wenn man schon effektiv ausweiohen möchte, dann wirklich nur ganz großräumig, damit auch sonst niemand anderer auf die Idee kommt. Ich bin z.B. früher, als ich öfters in Heidelberg zu tun hatte, öfters durch das Neckartal gefahren, um dem Dauerstau auf der A6 auszuweichen. Das hätte mir aber ein Navi sicher nie empfohlen.




von Wasat - am 09.07.2009 21:53
Zitat
Martyn136
Zitat
Winnie2
Es gibt also nur die Möglichkeiten:
Keine gebührenpflichtigen Musikstücke (oder gebührenpflichtigen Inhalte überhaupt) zu senden,
Werbung auszustrahlen oder
Gebühren von den Nutzern zu verlangen.

Wobei wohl nur Möglichkeit 2 praktikabel ist.

Falls ein Radiobetreiber es schafft Werbepartner zu finden. Denn Werbepartner hätten gerne eine ganz bestimmte Zielgruppe und streben danach möglichst viele Leute zu errreichen.
Was bedeutet dass die Radioanbieter Programminhalte für bestimmte Zielgruppen anbieten müssen und viele Zuhörer anstreben müssen um entsprechende Werbeeinnahmen zu erzielen.
Das Problem dabei ist dass die Kosten für einen Radioanbieter mit steigender Höreranzahl ebenfalls steigen.

Zitat
Martyn136
Ohne gebührenpflichtige Musikstücke kann man, ausser alternativ angehauchten Randgruppen kaum jemanden begeistern. Und für Radio bezahlen tut wohl auch kaum jemand.

Genau aus diesem Grund wird Webradio vermutlich so schnell kein Massenmedium werden. Alleine über Werbung lassen sich bestimmte Angebote über Webradio nicht finanzieren.
Solange die Finanzierung für die Webradioanbieter nicht gesichert ist wird Webradio ein Nischenmarkt bleiben.

Ich fasse mal zusammen:

Keine lizenzpflichtigen Inhalte - Vermutlich nicht attraktiv genug für die Masse der Zuhörer.

Werbefinanzierung - Zuerst müssen die Zuhörer da sein bevor Geld durch Werbung hereinkommen kann; Webradioanbieter müssen den Sendebetrieb quasi vorfinanzieren.

Pay Radio - Bereitsschaft der Hörer für Radio zu bezahlen vermutlich zu gering.


von Winnie2 - am 09.07.2009 22:24
Datenverbindungen von Auto zu Auto wird es irgendwann auch mal geben. Einen Standard dafür gibt es bereits.

IEEE 802.11p

von Winnie2 - am 09.07.2009 22:28

Re: Studie: 2012 mehr als die H¤lfte aller Autos mit mobilem Internetzugang

Meinen privaten Festplattendudler habe ich bereits im Auto: 8 GB aus eigenen Archiven in mp3 mit 192 kB/s VBR ergeben ca. 60 Stunden Spielzeit. Ich habe etwa zwei Drittel mit Musik nach Genres sortiert und beim Codieren die passenden ID3-Tags gesetzt. So kann mein Abspielgeraet nach Genres sortiert Playlists erstellen und abspielen. Das verbleibende Drittel sind Podcasts und Features ueberwiegend aelteren Datums. Meist geschichtlicher Inhalt, manchmal auch was aus Forschung und Wissenschaft. Einiges englischsprachig.

Die terrestrischen Radiosender im Berliner Raum dienen nur noch der Information. Meistgehoerte Sender sind DLF, rbb-Inforadio, BBC Worldservice und manchmal D-Kultur. Ausserhalb Berlins kommt noch NDR Info hinzu.

von PowerAM - am 10.07.2009 10:16
Zitat
Wasat
Wenn man schon effektiv ausweiohen möchte, dann wirklich nur ganz großräumig, damit auch sonst niemand anderer auf die Idee kommt. Ich bin z.B. früher, als ich öfters in Heidelberg zu tun hatte, öfters durch das Neckartal gefahren, um dem Dauerstau auf der A6 auszuweichen. Das hätte mir aber ein Navi sicher nie empfohlen.


Ich bezog mich nicht auf das Szenario, dass auf einer AB auf dem Land ein Stau entsteht, den man nur durch die ausgeschilderte U-Strecke umgehen kann. Mir ist klar, dass ich auf einer AB, im Stau stehend nur seltenst einen Vorteil davon habe, die ausgeschilderte Umleitungsstrecke ab der nächsten AS zu nutzen. Dies lohnt wenn überhaupt nur dann, wenn ich a) die Umgebung genug kenne oder weiß, dass die Engstelle keine Chance auf Entlastung bringen wird.

Großräumig können aber die wenigsten Navis etwas planen, da schlicht die Information fehlt. Auf der A7 kurz vor Hannover weiß ich eben nicht, ob ich besser auf die A2 abfahre oder auf der A7 bleibe, um nach SW-Deutschland zu fahren. Die Verkehrssituation rund um Köln oder Frankfurt ist mir da via TMC(pro) leider unbekannt. Und der DLF sendet in dem Moment auch nur Staus ab 10km Länge. Wenn dann 8km auf der A5 vor F, 8km auf der A66 vor WI bzw. A60 vor MZ und nochmal 9km auf der A63 vor AK Alzey sind, bekomme ich das nicht mit.

Vor einigen Jahren wollte ich von Saarbrücken in Richtung Braunschweig und hörte mir in SB die Verkehrslage auf SR1 an, die hatten wie gewohnt keine Meldung. Zwar standen wir dann auf der A6 in Höhe Kaiserslautern im Stau (DFB-Pokalspiel KL-Schalke war damals), und da erklärte uns SWR3, dass die A5 zwischen Frankfurter Kreuz und Nordwestkreuz F immer noch wegen eines LKW-Unfalls länger gesperrt sei, es müsse das Erdreich ausgegraben werden (war glaube ich ein leckgeschlagener Tank-LKW). An diesem Punkt war es dann egal, dass ich ab Saarbrücken auch via A1/A48/B49 nach Gießen und von dort weiter nach BS hätte fahren können. Der Unfall war längerfristig bekannt und auch in Frankfurt war gerade DFB-Pokal, so dass ich dann nochmal drei Stunden auf der A66 brauchte von WI bis F.

Seit dieser Zeit versuche ich irgendwie an Verkehrsmeldungen angrenzender Radiostationen zu gelangen.

von Ex-Trierer - am 11.07.2009 09:11
@ Ex-Trierer:
Einfach vor Fahrtantritt (oder von unterwegs) in's Internet gehen...
---> http://www.dradio.de/verkehr/
---> http://www.swr.de/verkehr/-/id=4201888/fstq1s/index.html
...und erst dann losfahren. ;)



Zitat

2012 mehr als die Hälfte aller Autos mit mobilem Internetzugang

Zahlrendreher oder Lobbyisten-Meldung? 2021 sind wir wohl soweit, aber 2012 sicher noch nicht.





von Manager. - am 11.07.2009 09:52
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