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vor 8 Jahren, 3 Monaten
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Wiesbadener, Peter Schwarz, Rolf, der Frequenzenfänger, DX-Matze, Bengelbenny, musicmaestro, dxbruelhart, HeibelA, Zwölf, Stefan Z., Lutz2, Radiopirat

Einzüge Säntis Richtung D außer 101,5

Startbeitrag von Stefan Z. am 24.07.2009 12:44

Liebe Forumsgemeinde,

angeblich haben die Säntis-Frequenzen 95,4; 99,9; 105,6 und 107,8 Einzüge von ca. -10/11 dB Richtung NO (Unterallgäu). Meine Beobachtungen dort zeigen aber, daß diese gar nicht soviel schwächer sind als die 101,5. Es ist sogar so, daß die 105,6 die 105,7 vom Wendelstein bis weit in den Bereich Buchloe stört. Sind die Einzüge tatsächlich noch vorhanden ? Danke für Eure Antworten !

Antworten:

Also hier 235 km vom Säntis in Richtung NNW vom Sender aus gesehen kommt DRS1 mit mind O=2-3 an, DRS2 mit min O=2, DRS3 ist meistens O=1, dreht aber bei jeder noch so kleinen Tropo auf, also die Einzüge sind definitiv da. RSI1 auf der 99,9 schafft es jedoch bei stärkerer Tropo SWR3 aus 27km aus HD-Königsstuhl anzukratzen, Rete Uno auf 107,8 wird hier gequetscht, verhälst sich so wie DRS3. Also die Einzüge sind hier schon zu spüren.

von DX-Matze - am 24.07.2009 12:49
Hier in Augsburg merke ich die Einzüge auch deutlich, Während DRS1 auch mobil noch brauchbar ist ist dies bei den anderen Frequenzen nicht so einfach zu realisieren. Dass aber DRS3 in Buchloe noch "stört" ist jetzt nicht so erstaunlich. Die Höhe des Säntis bedingt einfach eine hohe Reichweite (und das ist auch gut so).

von Bengelbenny - am 24.07.2009 13:07
ja, stimmt, hier in Augsburg ist DRS1 auf 101,5 der einzige, den ich mit meinem "einfachen" Radiowecker von Grundig sehr gut empfangen kann. Für RDS reichts auf dem Wecker nicht, aber das Signal ist nahezu rauschfrei. Alle anderen Säntis QRGs sind mit dem Wecker garnicht empfangbar. Auf dem Degen DE1103 gehen diese natürlich schon, bis auf DRS3 auf 105,6. Der ist durch B5 auf 105,5 platt, denn mein Degen ist unmod.
Auf der Yagi macht DRS aus 95,4 aber meist ORF auf 95,3 und Chari 95,5 platt.
Der Säntis geht einfach sehr weit. Kein Wunder, auf der Höhe mit freier Sicht nach Bayern.

von Radiopirat - am 24.07.2009 13:35
Wenn die Frequenzen freier werden, könnte der Säntis noch viel weiter kommen. Man könnte von diesem Berg aus mit etwa 100kW auch den ganzen Süden von Baden-Württemberg versorgen. Bevor so was aber mal passiert, wird es eher in der Atacama-Wüste eine Regenzeit geben.


von Peter Schwarz - am 24.07.2009 13:53
Zitat
hausfieber
Also ich habe keine Probleme sowohl stationär als mobil !!


Ist ja auch bei der Entfernung deines QTH zum Säntis nicht wirklich verwunderlich.



Modifizierte Empfänger vorausgesetzt ist der Empfang aller Säntis-Frequenzen in meinen Breitengraden noch in recht großen Entfernungen möglich.

Ich höre den Säntis in Augsburg ausschließlich terrestrisch, da dies dank modifizierter Empfänger immer noch ein Hörgenuss ist.
Subjektiv die stärkste Frequenz nach DRS1 ist hier übrigens RSR-1ère (optimal auf der 99,89).

DRS3 lässt sich dank der Empfänger von Wendelstein und der hiesigen B5-Funzel auch nicht wirklich stören und geht in recht sauberem Stereo.
Wie Peter Schwarz schon sagte: Freie Frequenzen vorausgesetzt wäre die Reichweite enorm.

DRS1 hebt sich aber schon, wie bereits erwähnt, deutlich von den anderen Frequenzen ab. Die 101,5 geht in weiten Teilen Augsburgs sogar noch mobil mit RDS in meinem Auto.

von Bengelbenny - am 24.07.2009 15:42
Schaut doch einfach mal in die BNetzA-Daten, liebe Leute! ;)

Die 101,5 ist mit 60kW rund koordiniert und dürfte wohl auch so betrieben werden. Die anderen UKW-Frequenzen haben folgendes Diagramm:



Von 0° bis etwa 190° gibt es also deutliche Einzüge. Da geht die (koordinierte) Leistung teilweise auf ca. 5kW runter. Die vollen 60kW gehen nur in Richtung 240° raus.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 24.07.2009 16:11
Typisch diese Schweizer: Wollen mal wieder nicht ihre Radiowellen mit dem Ausland teilen! :D

Na ja, die Deutschen sind auch nicht besser: Vom Sender Stolberg geht nicht viel in Richtung Belgien raus.

von Lutz2 - am 24.07.2009 19:50
Also zumindest die westlichen Teile Baden-Württembergs sind voll in der Ausleuchtzone. Das merkt man auch. Richtung Schwarzwald oder auf der westlichen schwäb. Alb gibt es kaum Unterschiede zur 101.5. Umsoweiter man z.B. auf der A8 nach Osten fährt, umso mehr schwächeln sie und nur die 101.5 kann sich lange halten. Schon kurz vor Ulm z.B. muss die 95.4 (nebst der 95.5 Geislingen) auch mit der 95.3 von der Zugspitze kämpfen. Weiter westlich ist es der Hardberg.
Wie gesagt, die Frequenzen sind ungünstig.
95.4 wie eben beschrieben
99.9 gegen Heidelberg und weiter östlich dann 100.0 Augsburg (und dieser Zustand schon quasi ewig)
105.6 gegen Donnersberg sowie gegen Stuttgart und Wendelstein auf 105.7
107.8 gegen Stuttgart und Hochries auf 107.7. Die geplante 107.9 Furtwangen/Stöcklewald wäre noch die Krone obendrauf gewesen, da scheint aber mittlerweile einsichtig geworden zu sein, so eine Energieverschwendung gar nicht erst zu bauen. Man hat wohl aus der 100.0 FDS gelernt. Die hatte ja damals eine Stereoreichweite von nicht einmal 2-3km, und das mit 100 Watt von einem exponierten Standort aus. Wie gesagt, dort kommt die 99.9 ja noch volles Rohr.

Würde man bspsw. die Witthoh-Frequenzen ab Säntis betreiben, sähe das viel besser aus.

von Peter Schwarz - am 24.07.2009 21:41
Zitat
Peter Schwarz
Würde man bspsw. die Witthoh-Frequenzen ab Säntis betreiben, sähe das viel besser aus.

Aus deutscher Sicht vielleicht, aber in der Schweiz und teilweise auch in Österreich hätte dann vieles anders koordiniert werden müssen.

Sehen wir es realistisch: aufgrund der von Peter genannten Gleich-/Nachbarkanalbelegungen ist vom Säntis kein anderes Diagramm mehr machbar, ohne den Empfang für den Normalhörer zu stören. In Augsburg musste die 101,5-Funzel bekanntlich die Frequenz wechseln, weil es einfach nicht ging. Aber an leistungsstarken Standorten wie Wendelstein oder Stuttgart-Degerloch ist ein Frequenzwechsel unrealistisch. Die Interessen der DXer interessieren längst keinen mehr und wenn es "nur" um die Programminhalte geht, kann Radio DRS in ganz Europa über Satellit gehört werden.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 25.07.2009 05:01
Also ich komm hier einige Kilometer vor der hessischen Grenze auch noch Säntis-DX-Technisch auf meine kosten, die 101,5 geht in mit 100 KHz Abstand zur 101,6 vom Hardberg nahezu problemlos.
Die 95,4 mit DRS2 geht auch immer wenn auch nicht so stark.
DRS3 105.6 geht an meinem QTH hier in Obrigheim faktisch auch immer, ausser bei West-Tropo. Das interesannte ist: Fährt man nach Osten ins Bauland oder Westen in den Kraichgau, drückt einem gleich SWR4 KL mit RDS entgegen.

Die grössten Probleme, warum auch immer bereitet mir die 107.8 mit Rete Uno, die gegen die 107,7 (kleineres Übel) bzw Mosbach 107,9 in Sichtweite kämpfen muss, gerade aus dem Gematsche dank italienisch erahnbar. Von der 99,9 will ich gar nicht erst reden, Heidelberg aus 27 km macht alles platt, allerdings die Tropo am 21.08 hat die 99,9 zum Säuseln gebracht, und stellenweise brach französisch heraus. Zu der Zeit kamen aber DRS1 und DRS3 mit RDS an.

von DX-Matze - am 23.08.2009 13:57
Bei mir kommen am Degen (undmodifiziert) die Programme auch nahezu gleichstark an, ein leichtes säuseln lässt sich aber fast nicht unterdrücken. Am Küchenradio wiederum ist DRS1 eindeutig die stärkste Frequenz, die anderen Programme, sind, wenn überhaupt nur durch starkes Rauschen hindurch zu hören. Auch an der Stereoanlage ist DRS1 das stärkste Programm, aber dicht gefolgt von DRS3 (die anderen sind deutlich schlechter). Im Auto habe ich DRS1 noch nicht mobil getestet, aber z. B. DRS3 und RSR1 sind nicht so ideal, da der Empfang ständig einbricht und RDS auch nur stellenweise geht.

von Zwölf - am 23.08.2009 15:08
Hier in München kommen nur die 101,5 und 107,8 im Roadstar rein. Die 107,8 hat natürlich mit der Hochries auf 107,7 zu kämpfen. Die 107,7 kann ich jedoch im Schatten des Gebäudes deutlich schwächen. Dann habe ich den Eindruck, dass 107,8 nicht schwächer kommt als die 101,5. DRS 1 hat hier allerdings auch mit Überschlägen von der 101,3 zu kämpfen, da zum Oly Sichtkontakt besteht.
95,4 geht wegen Charivari 95,5 nicht. Da reicht die Signalstärke wohl nicht. Die 99,9 ist gar keine so schlechte Frequenz. Alpenwelle vom Herzogstand kommt hier im Münchner NO eher schwächlich daher und die 100,0 aus Augsburg reißt auch keine Bäume aus und trotzdem hatte ich La Premiere noch nie drin. Hie macht sich der Einzug wohl schon bemerkbar.
Die 105,6 hat natürlich mit dem Wendelstein 105,7 einen zu schweren Gegener.

von HeibelA - am 23.08.2009 20:49
In Freudenstadt kommt die 101,5 mit O=5, die anderen mit O=3 bis 4. Man merkt den Einzug, auch wenn es nur eine kleine Verschlechterung ist.

von Wiesbadener - am 24.08.2009 09:38
Wie weit ging DRS 3 eigentlich in den 80ern als in Deutschland noch keine Sender oberhalb 100Mhz on Air waren.

Habe mal irgendwo was mit Düsseldorf etc gelesen. Stimmt das?

von musicmaestro - am 24.08.2009 10:11
DRS3 ging bei Normalempfang jedenfalls bis Lünen (bei Dortmund) bis 1992 - immer mehr oder weniger gut, kurzzeitig war er auch mal ganz weg - 1992 wurde der Donnersberg auf 105,6 eingeschaltet, und auch die Nord-Einzüge wurden am Säntis im Spätsommer 1992 umgesetzt, somit war es dann vorbei mit dem Säntis-Empfang bei Normalbedingungen.
In Nordrhein-Westfalen sollte also bie guter Empfangslage und Yagi-Antenneneinsatz der Empfang weitgehend möglich gewesen sein.

von dxbruelhart - am 24.08.2009 10:17
Als das band noch ganz frei war konnte ich DRS 3 bei meinen Eltern in der Nähe von Limburg/Lahn dreimal, auf 105,3, 105,6 und 105,8 MHz hören. Am stärksten fiel der Säntis an mit ständig O=1-2, aber leicht scatternd.

von Wiesbadener - am 24.08.2009 11:54
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