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vor 8 Jahren, 3 Monaten
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DABM, Winnie2, Martyn136, Marc_RE, Werner53, Japhi, audion, Rosti 2.0, BFBS, shianne

FRAGEN: Umbau einer UHF / VHF Antenne

Startbeitrag von DABM am 03.08.2009 11:25

Ist es möglich eine UHF / VHF Fernsehantenne zum senden von AV Signalen umzubauen? Geht das überhaubt und was muß wenn ja da "umgebaut" werden? Habe leider im www nix passendes gefunden habt ihr eine Idee oder weiß einer wie das geht?
Danke für die Antworten!

Antworten:

Möglich ist vieles, aber optimal ist eine Empfangsantenne für den Sendebetrieb nicht.

Es fängt damit an das Sendeantennen einen 50 Ohm Eingang haben, Empfangsantennen aber einen 75 Ohm Ausgang.

Ansonsten bietet es sich bei Sendeantennen meist an realtiv rund zu senden, also eine Antenne mit 0 - 4.5 dB Gewinn zu verwenden. Normale UHF/VHF Yagis haben dafür viel zu viel Gewinn. Die würden nur taugen wenn du von einem Berg auf eine Stadt zielen willst.

Am sinnvollsten sind als Sendeantennen imho Dipole, aber auch kurze Yagis könnte man als Sendeantennen verwenden.

Um eine normale UHF/VHF Antenne in eine Sendeantenne umzuwandeln müsste man sie als erstes kürzen damit sie weniger Gewinn haben, dann die Impedanz der Antennen messen und auf 50 Ohm anpassen.

Wenn du neben dem Zielgebiet wohnst sollten dann 2 solche Antennen reichen, wenn du im Zielgebiet wohnst dann braucht man 3-5 solche Antenne. Falls du Mit Kreuzpolarisation senden möchtest, dann bräuchte man 3-4 bzw. 6-10 solche Antennen.

von Martyn136 - am 03.08.2009 12:13
Zitat
Martyn136
Möglich ist vieles, aber optimal ist eine Empfangsantenne für den Sendebetrieb nicht.

Es fängt damit an das Sendeantennen einen 50 Ohm Eingang haben, Empfangsantennen aber einen 75 Ohm Ausgang.

Ansonsten bietet es sich bei Sendeantennen meist an realtiv rund zu senden, also eine Antenne mit 0 - 4.5 dB Gewinn zu verwenden. Normale UHF/VHF Yagis haben dafür viel zu viel Gewinn. Die würden nur taugen wenn du von einem Berg auf eine Stadt zielen willst.

Am sinnvollsten sind als Sendeantennen imho Dipole, aber auch kurze Yagis könnte man als Sendeantennen verwenden.

Um eine normale UHF/VHF Antenne in eine Sendeantenne umzuwandeln müsste man sie als erstes kürzen damit sie weniger Gewinn haben, dann die Impedanz der Antennen messen und auf 50 Ohm anpassen.

Wenn du neben dem Zielgebiet wohnst sollten dann 2 solche Antennen reichen, wenn du im Zielgebiet wohnst dann braucht man 3-5 solche Antenne. Falls du Mit Kreuzpolarisation senden möchtest, dann bräuchte man 3-4 bzw. 6-10 solche Antennen.


Stimmt möglich ist vieles....

Ich habe die möglichkeit meine Antenne von 16db zu kürzen. Aber es sind dan immer noch 10db also zu viel.

Wohne im Flachen Land und will gerne übertragungen in's "Unterdorf " zum Freund empfangen / senden.

wie kann man es auf 50ohm anpassen?


von DABM - am 03.08.2009 12:24
Euch ist aber schon klar, dass das illegal ist? Wenn du ihm "irgendwas" senden möchtest bietet sich WLAN Richtfunk an, sofern eine Sichtverbindung besteht.

von BFBS - am 03.08.2009 12:26
Nein Sichtverbindung besteht nicht. Wieso illegal? Er hat doch eine Sendegenehmigung von seinem Funkerverband (zumindest hat er es mier erzählt) und da sein übertragungen im UHF / VHF Bereich erlaubt. Oder irrt er sich da?

von DABM - am 03.08.2009 12:34
Zitat
DABM
Ich habe die möglichkeit meine Antenne von 16db zu kürzen. Aber es sind dan immer noch 10db also zu viel.

Wenn man gleich nach dem Dipol absägt sollte der Restgewinn so circa 2 dB sein, je nachdem wieviele Elemente man dranlässt wird der Gewinn höher.

Zitat
DABM
Wohne im Flachen Land und will gerne übertragungen in's "Unterdorf " zum Freund empfangen / senden.
Wenn du keine Flächte versorgen willst, sondern nur eine feste Gegenstelle, dann darf der Gewinn der Sendeantenne und auch der Empfangsantenne ruhig höher sein. Dann sind die 10-16 dB auch kein Problem mehr. Ist in dem Fall dann sogar besser.

Zitat
DABM
wie kann man es auf 50ohm anpassen?
die Anpassung der Antenne ist am Einfachsten mit einem Übertrager möglich. Aber die Aussage mit den 50/75 Ohm von mir war jetzt nur auf Rundfunk bezogen. Weis jetzt nicht mit welchen Antennenimpedanzen im Amateurfunkbereich gearbeitet wird.

Zitat
DABM
Er hat doch eine Sendegenehmigung von seinem Funkerverband (zumindest hat er es mier erzählt) und da sein übertragungen im UHF / VHF Bereich erlaubt.
Da geht es dann wohl um Amateurfunk im 70cm Bereich. Allerdings ist da nur 2 MHz Bandbreitenbelegung erlaubt. Das heisst PAL oder DVB-T ist dann nicht möglich. Allenfalls DMB oder DVB-T2 müsste gehen, dort sind 1,7 MHz Bandbreiten möglich.



von Martyn136 - am 03.08.2009 13:27
Zitat
Martyn136
Zitat
DABM
Ich habe die möglichkeit meine Antenne von 16db zu kürzen. Aber es sind dan immer noch 10db also zu viel.

Wenn man gleich nach dem Dipol absägt sollte der Restgewinn so circa 2 dB sein, je nachdem wieviele Elemente man dranlässt wird der Gewinn höher.

Ganz schlechte Idee! Eine Yagi ist ein Konstrukt in sich, ein Gesamtsystem, dass man nicht einfach so verändern sollte ohne zu wissen was man tut.... die Elemente sind auf die Gesamtgröße ideal angepasst, sägst du eine (Lang)Yagi noch mitten im Erregerzentrum (und das ist DIREKT hinterm Dipol noch nicht zu Ende...) ausseinander veränderst du damit die Anpassung... Stehwellen wären die Folge! Und in Folge dessen, würde bei einem "richtigen" Sender irgendwann die Endstufe durchbrennen...

von Rosti 2.0 - am 03.08.2009 13:55
Zitat
DABM
Nein Sichtverbindung besteht nicht. Wieso illegal? Er hat doch eine Sendegenehmigung von seinem Funkerverband (zumindest hat er es mier erzählt) und da sein übertragungen im UHF / VHF Bereich erlaubt. Oder irrt er sich da?

Wenn dein Freund eine Amateurfunklizenz hat sollte er eigentlich wissen was er auf welcher Frequenz senden darf, ansonsten soll er sein Funkdiplom wieder zurückgeben.

von Winnie2 - am 03.08.2009 14:10
Zitat
MiRo
Zitat
Martyn136
Zitat
DABM
Ich habe die möglichkeit meine Antenne von 16db zu kürzen. Aber es sind dan immer noch 10db also zu viel.

Wenn man gleich nach dem Dipol absägt sollte der Restgewinn so circa 2 dB sein, je nachdem wieviele Elemente man dranlässt wird der Gewinn höher.

Ganz schlechte Idee! Eine Yagi ist ein Konstrukt in sich, ein Gesamtsystem, dass man nicht einfach so verändern sollte ohne zu wissen was man tut.... die Elemente sind auf die Gesamtgröße ideal angepasst, sägst du eine (Lang)Yagi noch mitten im Erregerzentrum (und das ist DIREKT hinterm Dipol noch nicht zu Ende...) ausseinander veränderst du damit die Anpassung... Stehwellen wären die Folge! Und in Folge dessen, würde bei einem "richtigen" Sender irgendwann die Endstufe durchbrennen...


Es ist doch etwas "umfangreicher" als ich dachte. Danke für die Tipps und Hinweise.Natürlich möchte ich kein schaden an der endstufe verursachen. Ganz erlich ich hätte es so gemacht: Antenne angeschloßen und empfangen bzw. kurze träger gesendet.

von DABM - am 03.08.2009 14:21
Zitat
Winnie2
Zitat
DABM
Nein Sichtverbindung besteht nicht. Wieso illegal? Er hat doch eine Sendegenehmigung von seinem Funkerverband (zumindest hat er es mier erzählt) und da sein übertragungen im UHF / VHF Bereich erlaubt. Oder irrt er sich da?

Wenn dein Freund eine Amateurfunklizenz hat sollte er eigentlich wissen was er auf welcher Frequenz senden darf, ansonsten soll er sein Funkdiplom wieder zurückgeben.


Ja es ist im Amateurfunk. Er hat aber schon seit fast 20 jahre in diesem Bereich nix mehr gemacht. Ich habe ihn erst vor wennigen jahren näher kennengelernt.

von DABM - am 03.08.2009 14:23
Bei Amateurfunk ist es so dass erst im 23 cm Band (1,24 bis 1,3 GHz) genügend Bandbreite für eine Videoübertragung in vernünftiger Qualität zur Verfügung steht.
Vorhandene VHF oder UHF Antennen sind da nutzlos.
Theoretisch würde es auch bei 430 bis 440 MHz funktionieren, aber die Bandbreite reicht nur für Amplitudenmodulation und da sind andere Funkdienste tätig. Realistische Chancen für eine störungsfreie Videoübertragung sind da nahe Null.


von Winnie2 - am 03.08.2009 14:29
Also brauch ich gar nicht erst umbauen bzw. es zu versuchen.


von DABM - am 03.08.2009 14:36
Zitat

Wenn dein Freund eine Amateurfunklizenz hat, sollte er eigentlich wissen, was er auf welcher Frequenz senden darf, ansonsten soll er sein Funkdiplom wieder zurückgeben.


Ja, und auch über Antennenbau müsste er wenigstens die Grundlagen kennen!

Dieser Thread tönt verdächtig nach verspätetem 1. April-Scherz oder Hoax :confused:

von audion - am 03.08.2009 14:43
Ne, du sowieso nicht.

Wenn er AFU ist, dann müsste er das Wissen haben (bzw. wissen, wen er fragen kann.
All zu viel lernt man ja als AFU auch nicht.).
Außerdem darfst du dann auch seine aufgebaute Anlage nicht betreiben, wenn du kein Diplom hast.
Und soweit ich das verstehe, sollst du ja seine Gegenstelle sein.

Ich möchte nicht belehrend wirken, sondern euch Ärger ersparen.
Ärger, den ich fast hatte...

von shianne - am 03.08.2009 14:45
Zitat
Winnie2
Theoretisch würde es auch bei 430 bis 440 MHz funktionieren, aber die Bandbreite reicht nur für Amplitudenmodulation und da sind andere Funkdienste tätig. Realistische Chancen für eine störungsfreie Videoübertragung sind da nahe Null.

Bei 64QAM oder 256QAM bekommt man bei 1,7 MHz Bandbreite dann durchaus 4 MBit/s und mehr raus. Das reicht dann locker einige Streams.

von Martyn136 - am 04.08.2009 00:49
Na klar, man belegt als Amateurfunker mal eben 20% des 70cm-Bandes mit DVB-T :rolleyes:

von Japhi - am 04.08.2009 01:18
Und selbst wenn er eine Lizenz hat, darf er nicht irgendwas senden sondern nur Amateurfunkspezifischen Inhalt.Das ganze nennt sich dann ATV. http://de.wikipedia.org/wiki/Amateurfunk-Fernsehen
DABM dürfte ohne Lizenz überhaupt nicht senden, nur empfangen.


von Marc_RE - am 04.08.2009 06:41
Zitat
Martyn136
Bei 64QAM oder 256QAM bekommt man bei 1,7 MHz Bandbreite dann durchaus 4 MBit/s und mehr raus. Das reicht dann locker einige Streams.

256QAM und 1,7 MHz Bandbreite sind DVB-T2 spezifisch. Dafür gibt es noch keine Sendetechnik auf dem Markt zu kaufen.
Ausserdem wäre selbst mit 64QAM die Reichweite relativ gering, aufgrund der begrenzten erlaubten Sendeleistung.

von Winnie2 - am 04.08.2009 11:13
Bei einer Beschränkung auf 750W PEP ist da so einiges möglich.

von Martyn136 - am 04.08.2009 11:46
Selbst wenn es technisch möglich wäre und bezahlbar, gilt immer noch die von Marc_RE genannte Einschränkung. Ausserdem muss bei einer Funkübertragung die Kennung des Funkamateurs genannt werden, egal ob als Text, Sprach oder Videoeinblendung.

von Winnie2 - am 04.08.2009 13:29
@ DABM

versuche doch die Prüfung zur Erlangung einer Amateurfunklizenz zu machen ( und zu bestehen ). Dann sind legale Videoübertragungen und Tests kein Problem.

von Werner53 - am 04.08.2009 16:05
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