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Zwölf, Rolf, der Frequenzenfänger, spacko, Stefan Z., Bengelbenny, Ingo-GL, andimik, Peter Schwarz

[DVB-T] Empfangslage Südwestbayern

Startbeitrag von Zwölf am 08.08.2009 11:08

Ich will mit dem Thread speziell Leute ansprechen, die einen DVB-T-Receiver haben, der auch die Pegel ganz schwacher Kanäle noch anzeigt.
Ich habe heute zwischen halb und dreiviertel zwölf ein paar Kanäle gestestet; und bin auf ein paar witterungsbedingte Überreichweiten gestoßen.
Da die Pegel ziemlich "gezappelt" haben, steht hier schwächster %-Wert/stärkster

K31: Q: 94 S: 37 (gestern Abend: Q: 44/49; S: 0) - Bregenz-1-Pfänder:ORS-D
K32: Q: 0/89 S: 2/29 (gestern Abend: Q: 0; S: 9) - ? (evtl. SRG?)
K38: Q: 12/72 S: 2/17 (g. A.: Q: 0; S: 19) - ORS?
K48: Q: 10/50 S: 0/27 (g. A.: Q: 0; S: 9) - München: ProSiebenSat.1
K49: Q: 26/77 S: 0/14 (g. A.: Q: 0; S: 9) - ? (wahrscheinlich ORS; vielleicht aber auch SWR?)

Zu meiner Überraschung haben die guten Witterungsbedingungen auch Auswirkungen auf die nahen Grüntenkanäle:
K45: Q: 99 S: 80 (g. A.: Q: 99; S: 71/72)
K46: Q: 99 S: 72 (g. A.: Q: 98/99; S: 60/61)

Konnte jemand ähnliches beobachten; bzw. hat jemand noch Ideen für die Fragezeichen?

Antworten:

Hier in der Nähe von Ulm sind mit Ausnahme der Kanäle 32 und 38 alle von Dir genannten Kanäle ständige Gäste.

K31: Das dürfte in der Tat das Signal vom Pfänder sein. Viele Receiver zeigen auf diesem Kanal einen Signalpegel und Qualität 0. Der Grund liegt darin, dass es sich nicht um ein reines DVB-T- sondern ein DVB-H-Paket handelt.

K32: Meines Wissens gibt es weder in Bayern noch in Baden-Württemberg einen Sender, der diesen Kanal nutzt. Wenn es sich nicht um irgend eine kleine ORS-Funzel handelt, würde ich auch am ehesten auf die SRG vom Sender Rigi tippen.

K38: Vermutlich ORF MUX-A vom Gundkopf. Den kann man zwar bei mir nicht mehr empfangen, aber ich kann mich an einen Beitrag erinnern, in dem erwähnt wurde, dass im Allgäu stellenweise der Empfang von diesem Sender möglich sein sollte.

K48: Ich denke auch, dass es sich um den ProSieben/SAT1-MUX vom Wendelstein handelt.

K49: Mit ziemlicher Sicherheit ORF MUX-A. Die SWR-Sender würde ich östlich der Alb eher ausschließen. Nicht einmal hier oben auf der Alb empfange ich irgend ein Paket von den SWR-Sendern, die auf K49 senden, dafür ORF MUX-A ständig und in bester Qualität.

Um Dir bei der Identifizierung noch weiter zu helfen, wäre es noch gut zu wissen, wo Dein Standort ist und was Du für eine Antenne verwendet hast. Vermutlich kannst Du mit einem geeigneten Rechen auf dem Dach alle Sender (und vom Wendelstein noch einiges mehr) ständig empfangen, wenn Du nicht zu dicht an den Alpen wohnst.

von spacko - am 08.08.2009 13:36
Für den K32 hab ich noch den Vorschlag Salzburg-Gaisberg, der bei mir momentan (bedingt durch angehobene Bedingungen) mit beiden Muxen regelmäßig in Augsburg empfangbar ist. Wer weiß ob es der auch zu dir ins Allgäu schafft bei entsprechenden Bedingungen.

von Bengelbenny - am 08.08.2009 13:44
@Bengelbenny:

Stimmt, an den Gaisberg hatte ich gar nicht gedacht. DVB-T-technisch ist mit dem bei uns hier oben nichts mehr zu machen. UKW klappt hier von der Rigi mehr schlecht als recht aber ständig, der Gaisberg dagegen nur bei angehobenen Bedingungen.

Bei einem kurzer Check hat mein Radio eben hat auf der 99,0 MHZ mit starkem Fading aber trotzdem identifizierbar Hitradio Ö3 empfangen. Das könnte Deine Vermutung ebenfalls bestätigen.

von spacko - am 08.08.2009 13:53
Ja, der Gaisberg geht hier momentan via UKW eben auch besser als normal, deswegen meine Vermutung, dass da Signalreste vom Gaisberg auch noch bis ins Allgäu kommen könnten.

von Bengelbenny - am 08.08.2009 13:55
Es muss ja nicht zwangsläufig die Rigi sein. Der Uetliberg bläst Richtung Allgäu 45kW raus. Bei nur 140km Distanz nach Rettenberg braucht's da nicht viel Tropo...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.08.2009 14:42
K38: Hier hatte ich natürlich auch zuerst an den Gundkopf gedacht, aber es gibt ja noch mehr ORS-Belegungen auf dem kanal. (Bei normalen Bedingungen ist der selbst bei genauer Antenneeinstellung schon knapp an der Empfangsgrenze; bei der jetztigen Antenneneinstellung müsste der da dann schon seitlich einstrahlen.)

K49: Ich bin in Richtung Tirol leider ziemlich abgeschattet; beim Radio ist sogar Radio Regenbogen aus Heidelberg noch besser empfangbar als Radio Tirol von der Zugspitze (von daher mein Verdacht auf SWR). Was passiert denn eigentlich, bei solchen Überreichweiten; wäre es da technisch gesehen überhaupt möglich, dass der ORS es dadurch übern Berg schafft zu mir?

K32: Gaisberg kann ich mir nicht so recht vorstellen; K29 ging ja nicht. Und bei UKW krieg ich vom Gaisberg auch nichts mehr, während vom Rigi noch fast rauschfreies Mono ankommt. Aber Uetliberg klingt natürlich auch interressant. Am liebsten wär ich ja auf den Grünten gegangen, um zu testen, obs da oben schon ausreicht, um die Programme einzulesen, aber die Wettervorhersagen waren leider nicht so toll.

Hab mal nochmal nachgeschaut in Sachen München/Wendelstein; auf fast allen Kanälen (34, 35, 48, 54, 56) gibts noch schwache "Lebenszeichen". Lediglich K66 zeigt keine Regung; allerdings bei einer Antenne, die uhrsprünglich nur bis K48 gedacht war auch nicht so verwunderlich. Dafür kommt aber noch ein bisschen was vom ARD-Mux aus Franken auf K55 an. Heute Vormittag hatte ich zudem noch ganz schwache Signale auf K59 aus Aalen; der bisher höchste Kanal, den ich mit meiner Antenne mehr oder weniger empfangen konnte.

von Zwölf - am 08.08.2009 23:24
Zitat
Zwölf
bei solchen Überreichweiten; wäre es da technisch gesehen überhaupt möglich, dass der ORS es dadurch übern Berg schafft zu mir?

Ja, das liegt durchaus im Bereich des Möglichen.

Zitat
Zwölf
Aber Uetliberg klingt natürlich auch interressant. Am liebsten wär ich ja auf den Grünten gegangen, um zu testen, obs da oben schon ausreicht, um die Programme einzulesen

Es gibt leider ein grundlegendes Problem beim Empfang des Schweizer E32-SFN: das Netz wurde zu gross geplant. Die beim GI 1/4 maximal erlaubten 67km Senderabstand werden überschritten. Mein 'Haussender' Altdorf ist z.B. von der Rigi rund 82km Luftlinie entfernt. Es wird offensichtlich mit Verzögerungen an einzelnen Standorten gearbeitet, damit das Netz in seinem Zielgebiet überhaupt funktioniert. Das wirkt sich aber nachteilig auf den Overspill aus. Auf dem Höchsten ("Sender Ravensburg") ist es z.B. nicht möglich, das E32-Paket zu decodieren (probiert mit Receiver Palcom 5T und Antenne WB345). DVB-H vom Uetliberg auf Kanal 23 geht dort aber mit sehr hoher Signalstärke, so dass ich nicht an ein Empfangsproblem glaube, sondern an ein Laufzeitproblem.

Der langen Rede kurzer Sinn: solange dir das Tropo-Wetter nur einen Standort des E32-SFN ins Haus bringt, müsste ein Einlesen möglich sein. Je stärker das Tropo wird, bzw. je höher du mit der Antenne gehst, desto grösser werden wohl die Laufzeitstörungen. Wenn du einen Receiver hast, der DVB-H-Pakete zumindest als Signalbalken anzeigen kann, wäre es interessant, ob am Grünten-Westhang der Kanal 23 vom Uetliberg angezeigt wird. Leider funkt auf diesem Kanal auch das Stuttgart/Aalen/Waldenburg-SFN, was die Sache nicht gerade einfacher macht. Auf dem Gipfel wird der Empfang wohl nahezu unmöglich sein, da dort auch das Patscherkofel/Kitzbühel-SFN noch ein Wörtchen mitredet.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.08.2009 05:38
Auf K23 werden bei mir ZuHause sofort die ZDF-Programme eingelesen. Die kommen zur Zeit auch deutlich stärker als üblich.
Meine bisherigen Erfahrungen mit DVB-H waren bisher, dass die trotz meist niedriger Sendeleistung oft besser gehen, als die DVB-T-Muxe. Ich denke da z. B. an den ehemaligen München-DVB-H-Kanal, der mir auf K26 noch farbige Balken beschert hat, während auf den 100kW-Kanälen die Balken grau blieben. Vielleicht hängt das einfach auch mit dem niedrigen Kanal und den besseren Sendeparametern zusammen. Seltsamer Weise hatte er die farbigen Balken aber schon bei ca. 26% angezeigt; normaler Weise zeigt dieser Receiver erst ab knapp 40% farbige Balken.
Falls ich heute hochkomme werde ich K23 und K32 mal testen; vielleicht hab ich ja Glück.

von Zwölf - am 09.08.2009 08:37
Zitat
Zwölf
Ich denke da z. B. an den ehemaligen München-DVB-H-Kanal, der mir auf K26 noch farbige Balken beschert hat, während auf den 100kW-Kanälen die Balken grau blieben. Vielleicht hängt das einfach auch mit dem niedrigen Kanal und den besseren Sendeparametern zusammen

Genau, die "Ansprechschwellen" der Receiver hängen stark von den Parametern ab. Ob DVB-H oder -T, ist dabei zunächst unerheblich. Allerdings werden bei DVB-H deutlich robustere Parameter verwendet, so dass diese Pakete i.d.R. mehr Reichweite erzielen als DVB-T-Pakete vom gleichen Standort.
Das Schweizer DVB-H läuft in 16-QAM mit FEC 1/2, DVB-T dagegen mit 5/6. Aber wenn schon bei dir im Tal der Stuttgarter ZDF-Mux auf E23 geht, stehen die Chancen auf Uetliberg-Empfang trotz der robusteren Parameter wohl eher schlecht.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.08.2009 09:01
Südwestbayern, Südwestbayern...mann, musste ich grad überlegen, welche Region damit gemeint ist. Hättest Du Allgäu oder Schwaben geschrieben, hätte es jeder verstanden.


von Peter Schwarz - am 09.08.2009 09:41
Zitat
Peter Schwarz
Südwestbayern, Südwestbayern...mann, musste ich grad überlegen, welche Region damit gemeint ist. Hättest Du Allgäu oder Schwaben geschrieben, hätte es jeder verstanden.


QTH: Berchtesgaden-Obersalzberg (Buchenhöhe) 970m ü NN
Kenwood KT-980F an Dipol. Degen 1103 mit 60kHz-Filtern Grundig S700

Hät ich Schwaben geschrieben, hät wahrscheinlich jemand gedacht, dass ich Baden-Württemberg meine ;)

Also, ich war heute auf dem Grünten und hab mal am Kriegerdenkmal n' paar Kanäle mit dem WinTV-Stick ausprobiert. Hier ein Überblick:

K23: Vollausschlag - es wurden keine Programme eingelesen (wahrscheinlich DVB-H vom Uetliberg)

K27: Kein Empfang auf diesem Kanal (nicht mal "Locked") Hat ich nur mal kurz probiert bezüglich Patscherkofel

K32: Die Programme SF1, SF zwei, SF info, TSI1 und TSR1 wurden eingelesen. :cheers: (allerdings sehr anfällig, ein paar cm entschieden über 0 oder kurzzeitigen Vollausschlag)

K34: Kein Empfang von RTL (hab mir allerdings auch nicht sonderlich viel Mühe gegeben; mit ein bisschen Antenne drehen kam ich höchstens auf zwei Bälkchen; K48 kam hingegen auf Anhieb fast mit Vollausschlag)

K55: Hier wurden drei seltsame Sender eingelesen. Als ich mir diese jedoch anschauen wollte, fand ich die Antennenstellung nicht mehr, sodass auf diesen Kanälen nur die deutschen Programme des ARD-Mux aus Franken gezeigt wurden. Bei den eingelesenen Schweizern handelt es sich um folgende:
SF zwei
SF info
SBC DVB-H Live

von Zwölf - am 09.08.2009 18:12
K34 dürfte deswegen kaum gegangen sein, weil da der Säntis reinledert. Anders kann ich mir den Unterschied zum K48 nicht erklären.

Und der K55 vom Hesselberg ist ein richtiger Brummer, der ist bei mir in Augsburg nicht viel schwächer als Wendelstein und Hohenpeißenberg.

Glückwunsch zum SRG-Empfang!

von Bengelbenny - am 09.08.2009 18:17
Zitat
Zwölf
Bei den eingelesenen Schweizern handelt es sich um folgende:
SF zwei
SF info
SBC DVB-H Live

"SBC DVB-H Live" ist die Kennung des DVB-H-Pakets auf Kanal 23. Also muss da doch 'was gegangen sein! Auf den DVB-T-Paketen ist diese Kennung nämlich nicht drauf.
Gratuliere zum Empfang! :cheers:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.08.2009 18:24
Jetzt muss ich doch nochmal nachfragen: die SBC DVB-H-Kennung hat dein Empfänger wirklich auf Kanal 55 empfangen? (sorry, ich war vorhin noch mit dem Notebook draussen und habe wohl nicht genau genug gelesen... :rolleyes: )
Das wäre dann aber ziemlich sicher ein Mischprodukt, eine Übersteuerung oder ein sonstiges Fehlverhalten des Receivers, denn auf Kanal 55 ist mir keine Schweizer DVB-H-Aktivität bekannt, schon gar nicht zusammen mit zwei "normalen" Programmen auf dem selben Kanal. In Frage kommen für Schweizer DVB-H eigentlich nur Kanal 23 oder 45, wobei ich mir nicht sicher bin, ob auf 45 tatsächlich schon irgendein Standort läuft... der DVB-H-Thread ist irgendwie eingeschlafen. Kanal 45 dürfte auf dem Grünten aber aus "naheliegenden" Gründen sowieso unmöglich sein.
Also kommt diese DVB-H-Kennung wohl am ehesten von E23 Uetliberg. Wie sie auf Kanal 55 gelangen konnte, bleibt ein Rätsel...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.08.2009 19:11
Seltsam; für Übersteuerungen kam der SRG-Mux dann doch eigentlich etwas zu schwach. Wenn ich auf den Programmnamen klicke, wird mir jedenfalls nach wie vor K55 angezeigt:


von Zwölf - am 09.08.2009 19:36
Zitat
Zwölf
Seltsam; für Übersteuerungen kam der SRG-Mux dann doch eigentlich etwas zu schwach.

Ich denke auch nicht, dass der SRG-Mux zu stark war. Aber durch den nahen Grüntensender hat der Empfänger möglicherweise Mischprodukte oder andere seltsame Phänomene erzeugt. Anders kann ich mir diesen Empfang auf Kanal 55 nicht erklären. "SBC DVB-H Live" gehört jedenfalls eindeutig zu einem Schweizer DVB-H-Paket:



(Der Palcom 5T sortiert DVB-H als "Radio" ein...)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.08.2009 19:51
Der WinTV-Stick hat's mir als ganz normales TV-Programm abgespeichert. Warum hat eigentlich der DVB-H-Mux von der ORS keine Kennung? (Zumindest kann ich auf K31 an keinem meiner Receiver was empfangen, trotz gutem Empfang)
ORS-Pfänder am WinTV (bei mir zuhause):

Unterlässt man das in Österreich, damit die Zuschauer nicht verwirrt werden, oder hat das einen anderen Grund?

von Zwölf - am 09.08.2009 22:21
Mein Palcom 5T liest auf dem E31-Paket vom Pfänder "INT Service" als Radioprogramm ein. Andere Receiver finden auf den DVB-H-Paketen gar nichts. Es hängt also vor allem von der Software ab, ob etwas eingelesen wird oder nicht. Am besten probierst du mal das Programm "TSReader". Das liefert die meisten technischen Infos.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.08.2009 04:12
Allerdings macht das dieses K55-Ding noch misteriöser. Wenn mein WinTV-Stick normaler Weise die DVB-H-Kennung nicht einließt, wie ist es dann überhaupt möglich, dass sie auf K55 angezeigt wird?
Ist "TSReader" kompatibel zu WinTV, oder benötige ich eine spezielle Hardware?

von Zwölf - am 10.08.2009 08:33
Wenn der Stick einen BDA-Treiber nutzt, sollte der TSReader funktionieren. Einfach mal ausprobieren...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.08.2009 10:29
WinTV war wohl wegen schlechten Empfangs etwas durcheinander. Es hat dann die zuvor gelesene Kennung des DVB-H-Pakets der Swisscom einem anderen Programm zugeordnet.

Gibt es noch andere Programme, denen WinTV den Kanal 55 zugeordnet hat?
K55 wird im nördlichen Bayern genutzt (BR1 Mux mit Das Erste). Edit: Den BR-Mux aus Franken hast Du ja erwähnt. K55 wird in der Schweiz nur für Funzel-Sender in Graubünden (Mux TR) genutzt.

Die DVB-H-Datenströme sind als Datendienst gekennzeichnet. Empfänger, die sie nicht verarbeiten können, sollten sie ignorieren. Es gibt aber Empfänger, die alles was nicht die TV-Kennung trägt, der Liste der Radioprogramme zuordnen.

TSReader arbeitet mit BDA-Treibern zusammen. Die neueren Sticks von Hauppauge haben einen solchen Treiber. In TSReader ist in dem Fall also "BDA terrestrisch" in der Geräteliste auszuwählen und nicht einer der Einträge für ältere Produkte von Hauppauge.

von Ingo-GL - am 10.08.2009 10:40
Danke für die tipps zu dem Programm. (da kann man auch sehr schön sehen, dass die EPG-Infos zu ORF Sport + im Mux A sind)

von Zwölf - am 10.08.2009 11:34
Hat jemand von Euch Probleme mit DVB-T-Nachbarkanälen beobachtet ?
Konkretes Beispiel:
Ich wohne nun in der Nähe von Biberach und durfte meinen portablen DVB-T-Fernseher an die Dachantennen des Vermieters anschließen. Diese sind im einzelnen: Grünten B I (nun überflüssig), Grünten UHF, Ravensburg-Höchsten UHF und Welden/Staufersberg UHF.
Es wurden folgende Kanäle eingelesen: Pfänder K21 nicht, Ravensburg K22, Pfänder K24 mit Aussetzern, Welden K25, Grünten K28, Welden K36, Ravensburg K40, Ravensburg K43, Welden K44 nicht, Grünten K45 und Grünten K46.
Ich habe mir dann überlegt, weshalb die Kanäle 21 und 44 nicht eingelesen wurden. Erst habe ich Überlegungen nach Kanalgruppenantennen angestellt, deren Empfindlichkeit bei höheren oder niedrigeren Kanälen stark abfällt. Welden K25 und 36 kommen aber ähnlich stark, dann kann ja die Empfindlichkeit der Welden-Antenne bis K44 nicht derart abfallen. Und Ravensburg K22 kommt sehr stark, es kann also auch nicht sein, daß die Grünten- oder Ravensburg-Antenne (der Pfänder liegt dazwischen) den K21 soviel schlechter als den K24 empfängt.
Was meint Ihr ? Danke für Eure Antworten !

von Stefan Z. - am 12.08.2009 07:15
Probleme mit DVB-T-Nachbarkanälen bei unterschiedlichen Standorten natürlich, bei Grünten und Wendelstein gehts ja z.B.

von Stefan Z. - am 12.08.2009 07:20
Das kenn ich. Bei mir kommt z. B. Ulm K22 an, aber K40 und 43 nur witterungsbedingt; Aus Augsburg kommt K25 recht stark, K36 ist schon deutlich schwächer, und K44 ist fast auch nur witterungsbedingt empfangbar (allerdings nicht so verwunderlich, weil der ja glaub nur mit 50kW gausgestrahlt wird). Ansonsten ist aus München K35 stärker als K34, was sich bei Überreichweiten bemerkbar macht, wenn K35 empfangbar wird, aber nicht K34. Und bei den Pfänder-Programmen sieht die Lage bei mir genauso aus wie bei dir (siehe mein Bild oben vom 10.8./0:21Uhr). Bin mir aber nicht sicher, ob man das alles nur auf Nachbarkanalbelegungen zurürckführen kann.

von Zwölf - am 12.08.2009 07:37
@Zwölf:
Spielen bei Dir Kanalgruppenantennen eine Rolle ? Bei mir halte ich das aufgrund o.g. Überlegungen für nicht so wahrscheinlich. Hab Dir übrigens ne Mail geschrieben zwecks Kontaktaufnahme, da ich neu in der Region bin.

von Stefan Z. - am 12.08.2009 07:45
Ich empfange alle Sender momentan über eine Antenne (BW/Augsburg/Hohenpeißenberg strahlen seitlich über eine Reflexion ein) Meine Antenne hat ihre Stärken offensichtlich im unteren UHF-Bereich; ob an erster Stelle eine zwei oder drei (oder gar vier oder fünft) steht macht sich schon ziemlich bemerkbar. Allerdings erklärt das auch nicht, warum K24 empfangbar ist und K21 nicht, zumal ich es schon einige Male erlebt habe, dass nach besonders sonnigen Tagen das gewechselt hat, und plötzlich K21 empfangbar war (wenn auch nicht so stark wie K24 normal) und K24 nicht mehr ging. Während des Wechsels gibt's dann ein paar Minuten, in denen beide Muxe empfangbar sind. Ich kann dir ja mal Bescheid geben, wenns mir das nächste Mal auffällt, vielleicht ist das bei dir ja auch so.

von Zwölf - am 12.08.2009 13:12
Zitat
Zwölf
Warum hat eigentlich der DVB-H-Mux von der ORS keine Kennung?

Ich bin am Montag wieder in Klagenfurt und kann dann mit dem PC den DVB-H Mux D wieder auslesen (ist der gleiche Stream in ganz Österreich).

Aber TS Reader kommt mit DVB-H nicht klar, wenn ich mich nicht irre. Aufnehmen kann ich über DVB-Viewer. Nur ist halt alles kodiert.

Außerdem ist der Mux D ja nicht von der ORS, sondern von Media Broadcast.

http://www.rtr.at/de/rf/MUXD

von andimik - am 12.08.2009 13:46
Wie alle Empfänger sind auch DVB-T-Empfänger in den Nachbarkanälen eines starken Signals weniger empfindlich als weiter weg. Entsprechende Messergebnisse wurden veröffentlicht, und man konnte es im Köln-Bonner Raum am Beispiel des Digitenne_1-Mux beobachten, als der ProSieben-Sat.1-Mux in einen Nachbarkanal wechselte.

von Ingo-GL - am 12.08.2009 17:26
@ Stefan Z: als erstes solltest du mal abklären, wie die drei UHF-Antennen verschaltet sind. Sicherlich sind sie nicht breitbandig zusammengeführt, sondern über Weichen. Wenn die Anlage schon etwas älter ist, wurde Pfänder E21 höchstwahrscheinlich nicht berücksichtigt, da dieser erst 2003 (analog) in Betrieb ging. Ich würde mal probieren, ob nicht über die Ravensburg-Antenne alle Muxe, auch die vom Pfänder und vom Grünten, empfangbar sind. Wenn ja: Weichen rausnehmen, diese Antenne direkt an den Verstärker hängen und so sein lassen! Die Augsburg-Muxe werden dann vielleicht nicht mehr gehen, aber die sind ja inhaltlich uninteressant, wenn der Grünten geht.
In Biberach sollte eigentlich mit einer geeigneten vertikalen Antenne auch das SRG-Paket auf Kanal 32 oder 34 noch gehen. Würde ich auch mal probieren!

Ein grundsätzliches Problem stellt Nachbarkanalempfang für einen guten Receiver nicht dar, auch wenn die Pegel deutliche Unterschiede haben.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 12.08.2009 18:29
@ Rolf: Was wäre denn für Dich ein guter Receiver?

Ich habe das Problem, dass bei mir der K22 aus Ulm-Ermingen (7km Entfernung und direkte Sicht) die Kanäle 21 und 24 vom Pfänder (ca. 100km Entfernung, 7° Azimut-Differenz zu Ermingen) ohne Filter total platt macht. Das gilt für alle Empfangsgeräte, die ich bisher getestet habe (Reihenfolge ist wertend, der m.E. beste steht oben):

- Skymaster DT50,
- Haupauge DVB-T-Stick
- Strong SRT5155,
- Aldi-TV-Karte

Nur mit einer Kanalsperre für K22 bekomme ich den K24 dauerhaft störungsfrei, der K21 ist hingegen reine Glücksache. Gibt es tatsächlich Receiver, deren ZF-Filter schmal, d.h. trennscharf genug sind, dass sie mit so einer Konstellation umgehen können?

von spacko - am 12.08.2009 19:38
Der Palcom 5T macht da eine ganz gute Figur. Allerdings habe ich hier auch keine so extreme Empfangssituation wie bei dir. Kanal 22 kommt zwar vom nur 20km entfernten Sender Donaueschingen auch ordentlich stark, aber der Pegelunterschied zum Pfänder ist nicht so gravierend, so dass die allermeisten Receiver den E21 problemlos wiedergeben. Hier ist von E21 bis E24 jeder Kanal belegt (E23: DVB-H Zürich).

Hängt bei dir die Antenne direkt am Receiver, ohne Verstärker? Wenn nämlich noch ein Verstärker beteiligt ist, kann es sehr gut sein, dass dieser durch das starke Ortssendersignal übersteuert wird und dadurch die Nachbarkanäle plättet.

Die Kanalsperre schwächt vermutlich einen Teil des Kanal 21 ebenfalls ab. Hier empfiehlt es sich, zwei oder sogar drei Sperrkreise in Serie zu schalten und diese etwas "höher" abzustimmen (also mehr Richtung Kanal 23).

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 12.08.2009 20:03
Danke für den Tipp. Ich habe schon eine Reihe von Konstellationen ausprobiert. Am besten fahre ich mit einem Sperrkreis vor und einem hinter dem Verstärker. Da geht der K21 zumindest 10-20% der Zeit, vorzugsweise nachts rund um Mitternacht. Direkt am Receiver geht ohne Sperre weder K21 noch 24, mit Sperre auch nur der K24.

Ein paar Optionen habe ich noch offen, scheue mich aber im Augenblick davor, Geld in die Hand zu nehmen, wenn ich nicht sicher sein kann, ob mit den Ideen dann alles funzt:

- Rauscharmer Verstärker und
- Schmalbandigere Kanalsperre (z.B. Heimann).

Insbesondere von den Heimann-Kanalsperren habe ich schon recht viel gutes gehört. Hat hier im Forum schon mal jemand eines dieser "Wunderdinger" aufgemacht? Mich würde interessieren, was an dem hartnäckigen Gerücht dran ist, dass diese Sperren deutlich schmalbandiger seien als herkömmliche Sperren mit einer Spule und einem Drehkondensator für die Kanalabstimmung. Das müsste man ja dann auch in der Schaltung sehen können...

von spacko - am 12.08.2009 20:10
@Rolf:
Danke für Deine Tips. Ich muß sehen, ob mein Vermieter mich irgendwann ranläßt. Bin noch neu und muß erst Vertrauen aufbauen.
Nachtrag: Bei gutem Wetter kriege ich Pfänder K24 sogar ohne Aussetzer. Der K44 aus Augsburg/Welden geht doch, aber nur mit ca. 40 % und wird daher nicht eingelesen. K23 aus Aalen hat durchgängig 47 % und ist an der Schwelle zum Einlesen. K50 Aalen bringt es auf 42 %. Von anderen Sendern wie H. Peißenberg oder Wendelstein keine Spur.

von Stefan Z. - am 13.08.2009 06:30
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