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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Nordi, Klaus Wegener, m83, helo552, Hallenser, Marcus., Thomas R., Peter Schwarz, Saarländer (aus Elm), Westwind

GSM-Signaldämpfung durch Starkregen?

Startbeitrag von Nordi am 17.08.2009 08:40

Hallo,

gestern ist im Frankfurter Norden plötzlich ein extremes Unwetter entstanden und hat sich dort auch gleich ausgetobt.
Dabei ist mir aufgefallen dass die Netzstärken-Anzeige auf dem Handy immer mehr abfiel.
Normalerweise habe ich hier Vollausschlag. Zeitweise war nur noch ein "Strich" vorhanden.
Ist die Dämpfung bei diesen hohen Frequenzen so hoch, dass Starkregen wirklich die Kommunikation auf so kurzen Distanzen derart behindern kann?

Antworten:

Waren Gewitter dabei? Ich habe schon oft bemerkt, dass es bei Gewittern Schutzabschaltungen einzelner Basisstationen gibt (zumindest bei D2 und E+). Wer diese Abschaltung veranlasst oder ob das automatisch passiert, weiß ich nicht.
Wenn eine Basisstation in Deiner Nähe also vom Netz geht, sucht sich das Telefon eine weiter entfernte und damit auch schlechter empfangbare Zelle heraus.

Ich persönlich mache alle paar Wochen "UMTS-DX" vom immer gleichen Standort. Acht Kilometer durchs Mittelgebirgstal zur Basisstation und allerhand Gebäude und Bäume im Weg, resultierend in einem ziemlich schwachen Signal, die volle UMTS-Geschwindigkeit wird nur gerade so erreicht. Auch bei Starkregen war die Verbindung nie wesentlich schlechter als sonst. Klar, 4 bis 8 dB weniger werden es schon sein, aber kein Einbruch von "Vollausschlag" auf "einen Stich". Das würde ich auch nicht erwarten, da erst bei ungefähr 8 GHz die Wellenlänge die Größe von Wassertropfen erreicht.

von Thomas R. - am 17.08.2009 09:12
Ja, Gewitter war dabei. Eigentlich war fast alles dabei, sogar Hagel.
Deine Erläuterung macht Sinn.
Die Frage ist, ob bei einem großflächigem Gewitter alle Stationen abgeschaltet werden?
Nachdem ich mit meinem Handy fast keinen Empfang mehr hatte, hatte ich meinen Freund im Süden der Stadt via Festnetz auf seinem Handy angerufen.
Obwohl es dort weniger heftiger stürmte, brach die Verbindung ab und nur noch seine Mailbox war erreichbar.



von Nordi - am 17.08.2009 09:31
Wenn, dann haben die bestimmt ein Blitzortungsgerät an der Station und ab einem bestimmten Ausschlag desselben wird abgeschaltet.


von Peter Schwarz - am 17.08.2009 11:10
Sowas habe ich neulich auch mal beobachtet.
Bei einem Gewitter meldete sich das Mobiltelefon (E-Plus) plötzlich und behauptete, dass nur noch Notrufe möglich seien. Ein schneller Check mit dem Sony Ericsson Techmode zeigte einen Kanal im 900 MHz-Bereich. Hab zwar ein Foto davon gemacht, aber noch nicht gecheckt, in welchem Netz und welcher Basisstation sich das Gerät da eingebucht hatte.

Da hatte sich wohl diese Basisstation auf dem Berg zwischen Schwalbach und Elm verabschiedet, wo D1, E-Plus und O2 drauf sind :

http://freenet-homepage.de/senderlistesaar06/fotos/schwalbach-roemerweg1.jpg


von Saarländer (aus Elm) - am 17.08.2009 11:19
esonders Sender im 1800er Band müssten doch sehr Regenanfällig sein wegen der hohen Frequenz

von Marcus. - am 17.08.2009 11:21
Ähnliches physikalisches Phänomen:

Vgl auch den Beitrag zu Störungen des UHF-Empfangs durch Wolken/feuchten Nebel und Raketen-Feinstaub.

http://forum.mysnip.de/read.php?8773,721943,722068#msg-722068


von Westwind - am 17.08.2009 11:28
Das Problem sind weniger die GSM Frequenzen,sondern eher der Richtfunk mit dem die Basisstationen angebunden sind.Richtfunk nutzen in Deutschland alle außer T-Mobile.

von Hallenser - am 17.08.2009 14:55
Und was nutzt T-Mobile?

von Klaus Wegener - am 18.08.2009 06:46
Zitat
Klaus Wegener
Und was nutzt T-Mobile?


Meist ist eine T-Mobile BTS (GSM) oder NodeB (UMTS) per Erdkabel angebunden.

von m83 - am 18.08.2009 07:25
Zitat
m83
Zitat
Klaus Wegener
Und was nutzt T-Mobile?


Meist ist eine T-Mobile BTS (GSM) oder NodeB (UMTS) per Erdkabel angebunden.


Korrekt. T-Mobile nutzt die Infrastruktur der T-Com. Bei der T-Com läuft (mittlerweile) fast alles über Kupferkabel/Glasfaser.

D2, E+ und o2 verwenden, wie weiter oben schon erwähnt, Richtfunk. Dieser fällt bei starkem Regen, starken Schneefall und sehr dichtem Nebel gerne mal aus.

Grüße




von helo552 - am 18.08.2009 20:07
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