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Senderstandort Hoher Meißner

Startbeitrag von Kay B am 24.08.2009 17:24

Wie sieht jetzt eigentlich die Spitze des Sendemastes auf dem Hohen Meißner aus?



Bildquelle

Die VHF-Antennen für den E07 dürften ja nun abgebaut sein. Wurde für DVB-T nur die Antenne im GFK-Zylinder ausgetauscht oder wurde der ganze GFK-Zylinder ersetzt. Der alte sieht immerhin schon etwas ausgebleicht aus. Wie lange hält eigentlich so ein GFK-Zylinder?

Wurde die VHF-Antenne auf dem Ersatzmast ebenfalls abgebaut?



Dann hätte ich noch eine Frage betreffend der UKW-Sender. Laut der Datenbank von FMLIST senden alle Programme rund. Die 89.5, die 95.5 und die 99.0 werden aus 155 Metern abgestrahlt. Die 101.7 und 105.1 werden aus 110 Metern Höhe abgestrahlt.

Im Wikipedia-Eintrag steht ebenfalls, daß alle UKW-Sender rund senden.

Aber warum zwei unterschiedliche Antennenanlagen?

Aber senden wirklich alle rund? Auf dem Photo in Wikipedia sieht man deutlich die beiden Antennenanlagen. Oben eine in 10 Ebenen gestockte UKW-Antennenanlage und darunter nochmal eine in 8 Ebenen gestockte UKW-Antennenanlage. Aber wozu der Aufwand, wenn alle Sender rund senden?

Auf dieser Infotafel steht hinter der 101.7 "Richtdiagramm", was für die 105.1 ja auch zutreffen könnte, wenn diese von der selben Antenne kommt. Also doch keine Rundstrahlung?



Und dann würde es mich noch interessieren, welche Bedeutung der Hohe Meißner für die Versorgung der DDR hatte. Wie groß waren die Überschneidungen mit Torfhaus?

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Jedenfalls würde es erklären, warum hier (ca. 80-100km nördlich) die 105,1 und 101,7 immer etwas schwächer sind, als die anderen Frequenzen (sonst O=4-5). Wobei: Höhere Frequenz, mehr Dämpfung und auch sind die beiden nicht so frei. Da wäre einmal ffn aus Visselhövede, der hier und da schonmal durchdrückt und bei dem geringsten Tropo zischelt auf 105,1 die latrine aus Hamburg rein. Also es ist nicht so eindeutig.

von BFBS - am 24.08.2009 20:13
Es gab früher Antennen, die nur den Bereich bis 100 MHz abdeckten. Außerdem hat die niedrigere Höhe den Vorteil, daß man auf normalem Weg ohne Einzüge ca. 1 oder 2 dB g weniger im Verhältnis zur höchsten Antenne hat. Der Hauptstörer der 101,7 und der 105,1 war früher der Ederkopf mit den Frequenzen 101,8 und 105,2. Die 105,2 wurde nach Lindlar verlagert. Die 101,8 war ganz früher rund, so daß die 101,7 am Anfang (1987) mit ca. 30 kW gefahren wurde. Später wurden es 100 kW mit angeblich leichten Einzügen Richtung Ederkopf. Wahrscheinlich wurde mit der niedrigeren Antenne doch noch etwas verändert, als FFH 1992 in Betrieb genommen wurde. Die 101,8 Ederkopf hat später übrigens auch leichte Einzüge Richtung Hoher Meißner erhalten.

von Stefan Z. - am 25.08.2009 06:50
Auch hier im Thüringer Becken ist die 101,7 eindeutig schwächer als die anderen Meißner-Frequenzen. Auch scheint man an der Leistung des Mittelwellensenders zu sparen. Der kommt auch seit einigen Monaten hier dünner als vorher an.


von IngoR - am 25.08.2009 20:04
Ich kann hier kein unterschied feststellen zwischen die einzelne Frequenzen.

Der 95,5 geht am besten, der ist auch am freisten. Danach kommt der 99,0 und der 101,7, die kommen schon bei leicht angehobene bedingungen mit RDS. Die 89,5 und 105,1 sitzen direkt neben Ortssender und sind etwas schwer zu empfangen, ist aber bei Tropo nicht unmöglich.

von Jassy - am 25.08.2009 20:15
122 Kilometer ist die Entfernung vom Hohen Meissner nach hier.
Die Programme kommen natürlich gut an - RDS/Stereo.

Gibt aber kleine Unterschiede:
Empfang im Auto in der Gegend. Höre währnd der Fahrten, wenn, nur hr3. Sehr schnell ist die Frequenz vom Habichtswald drin.
Daheim betreibe ich zur Zeit stationär ebenfalls ein Autoradio. Auch hier ein baldiger Wechsel zu beobachten: hr1 und FFH gehen auf die Frequenzen vom Heidelstein.

von bikerbs - am 25.08.2009 21:05
In Osnabrück kommt der Hohe Meißner auf 89,5 und 95,5 am Besten im Roadstar an, die Sender auf 99,0 und 105,1 sind schwächer zu empfangen und für die 101,7 brauchts Tropo. HR4 hat aber insofern Pech, weil nebenan auf 101,8 der DLF sendet. Im Kabelnetz Osnabrück werden HR1 und HR3 vom Hohen Meißner eingespeist.

von Staumelder - am 26.08.2009 14:43

Neben der freien 99,0 ist die 101,7 hier im Hamburger Raum die am häufigsten zu empfangene Meißner-Frequenz. Die anderen drei gehen wegen Ortssendern auf gleicher Frequenz nicht. Wegen der 101,7 in Visselhövede, die ja fast auf dem Weg vom Meißner nach Hamburg liegt, finde ich es umso bemerkenswerter, daß hr 4 auf 101,7 ein häufiger Tropogast ist. Insofern denke ich nicht, daß die 101,7 schwächer ist als die anderen Frequenzen.

von Lorenz Palm - am 26.08.2009 19:13
Bei mir geht der Meissner auch sehr gut,am schlechtesten kommen bei mir auch 105,1 bzw 101,7
Die 101,7 wird durch Pilsen stark gestört der hier noch gut einfällt.-
105,1 wird durch MDR INFO stellenweise platt gemacht.
89,5 ist frei,daher kommt HR 3 noch mit am Besten,nur die 89,5 BAYERN 2 stört etwas
95,5 wird durch BAYERN 4 gestört,ok das macht ja nix,kommt ja eh auf beiden Programmen Klassik :D
99,0 geht auch sehr gut,wenn nicht Ö 3 an einigen stellen (Ö 3 Kurve) stören würde.

von Robert S. - am 26.08.2009 19:56
Brandenburg an der Havel:
- 95.5 f4 - geht am besten, selten mal, dass da N-Joy aus Rügen drübergeht
- 99.0 f4 - geht am zweitbesten, nur JUMP aus Dequede drängelt etwas von nebenan
- 89.5 f3-4 - eingeklemmt zwischen DKultur mit 30kW aus Berlin-Britz und 10kW von Figaro aus Dequede
- 101.7 f3 - vom Pegel gefühlt schwächer als die drei oben genannten. Nebenan sitzt JUMP aus Wittenberg - 55kW aus 52km
- 105.1 f2-3 - Tja, hier knallt von der Seite die dämliche BB Radio Funzel (P_dir = 1.4kW aus 7km) voll rein.
f = fading, der Wert dahinter gibt den O-Wert für 2x53kHz-Filter an.

von Tornado Wayne - am 26.08.2009 20:05
BNetzA: Alle fünf Meißner Frequenzen senden aus 155m mit ND, alle fünf Ederkopf Frequenzen senden aus 115m mit ND.
Wittsmoorliste 1999: Wie vorausgegangen, jedoch ohne Angaben zu Ederkopf 105,2 und Antennenschwerpunkten.
Verz d. Ton- und Fernsehrundfunksendestellen (...) 1993: Wie vorausgegangen, jedoch ohne Angaben zu Ederkopf 105,2/107,2 und Antennenschwerpunkten.

von Thomas (Metal) - am 26.08.2009 20:09
In Heilbronn (Entfernung 233 km) sieht es so aus:

hr1 99,0 geht ständig
hr2 95,5 geht nur bei Tropo wegen Göttelborner Höhe (SR 3) und Büttelberg (Bayern 4)
hr3 89,5 geht nicht wegen Ortssender Stuttgart 89,5 (big FM)
hr4 101,7 habe ich noch nicht empfangen können; nur Schoksberg (Radio Salü) auf 101,7
FFH 105,1 kommt nur als Scatter oder bei Tropo; ebenso wie Blauen (DLF)

von Manager. - am 26.08.2009 20:16
Auch wenn es nur zur weiteren Verwirrung beiträgt: Laut http://emf.bundesnetzagentur.de/gisinternet/regtp/standort.aspx?FID=13530 kommen drei Programme rund aus 136m (Unterkante), zwei weitere mit Richtstrahlung 65° auf 94m Höhe. Es sieht demnach also schon so aus, als ob zwei Programme (hr4 und FFH?) zumindest mit leichter Richstrahlung und von weiter unten gesendet werden. Aber wer es ganz genau wissen will, kann ja mal beim hr nachfragen. Vielleicht gibt's dann auch genaue Angaben zur Richtstrahlung usw.

von Kroes - am 27.08.2009 15:56
Dann noch ein (bestätigender) Empfangsbericht:
Wegen der interferenzfreien Frequenz ist mir schon vor längerem aufgefallen, dass hr3 auf 89,5 MHz in Bonn zu etwa 70 % der Zeit zu hören ist und immer wieder bis O=3 hochfadet. Entfernung sind 200 km. Bei einem längeren Ausfall von Radio Berg (absoluter Ortssender auf 105,2 MHz), habe ich explizit auf FFH vom Hohen Meißner gewartet und mich gewundert, dass nichts zu empfangen war. 99,0 und 101,7 sind hier wegen Ortssendern nicht machbar, auf die 95,5 MHz habe ich bisher rnicht geachtet.

von Thomas R. - am 28.08.2009 18:46
Ich könnt mir vorstellen daß man bei den Frequenzen von HR 1 bis 3 auch drauf geachtet hat daß die ne hohe Reichweite haben um auch weit ins Gebiet der DDR einzustrahlen,in der Wendezeit wo HR 4 bzw FFH starteten war das wohl offensichtlich nicht mehr so wichtig und man hing die Antennen tiefer.

von Robert S. - am 28.08.2009 18:49
@ Robert S.

Zitat

Ich könnt mir vorstellen daß man bei den Frequenzen von HR 1 bis 3 auch drauf geachtet hat daß die ne hohe Reichweite haben um auch weit ins Gebiet der DDR einzustrahlen,in der Wendezeit wo HR 4 bzw FFH starteten war das wohl offensichtlich nicht mehr so wichtig und man hing die Antennen tiefer.


Dann hätte man aber einfach mit der Sendeleistung runter gehen können.

Jedenfalls ist es sehr seltsam, daß man für die 101.7 und die 105.1 den hohen Aufwand treibt, und dafür eine extra Antennenanlage installiert, obwohl das Strahlungsdiagramm der Antennenanlage darüber - also Rundstrahlung - entsprechen soll. Die obere Antennenanlage ist sogar in 10 Ebenen aufgebaut und dürfte mit den 30 KW TRP noch lange nicht ausgelastet sein.

Hat jemand vielleicht Kontakte zu den zuständigen Technikern auf dem Hohen Meißner?


von Kay B - am 30.08.2009 00:05
Da ich diese Woche im Sendegebiet des Hohen Meißners unterwegs war, hole ich den Thread wieder hervor. Mir ist aufgefallen, daß der Empfang in Bad Sooden-Allendorf und auf der B 27 im Werratal zwischen Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf relativ schlecht ist. Gestestet habe ich im Autoradio nur hr 3. Der Empfang war immer wieder angekratzt. Am Parkplatz unterhalb der Burg Ludwigstein ging das Autoradio sogar auf die 106,2 vom Heidelstein. Im Hotelzimmer in Bad Sooden-Allendorf (Entfernung zum Hohen Meißner 10 km) sah es nicht besser aus. Im Radiowecker kam vom Hohen Meißner nur die 105,1 störungsfrei. Die vier HR-Frequenzen waren ungenießbar. Dagegen gingen die Frequenzen vom Inselsberg (59 km) und Brocken (74 km) mit starkem Signal und völlig störungsfrei. Mir ist schon klar, daß zwischen Meißner und Werratal noch Höhenzüge liegen. Jedoch hätte ich nicht gedacht, dass der Meißner mit seiner hohen Sendeleistung in einem Teil seines Versorgungsgebiets so schwächelt.

von Lorenz Palm - am 10.11.2013 11:57
Das ist dann wohl einfach extremer Mehrwegeempfang mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen bei Analogempfang. Dieses Problem kann man nicht mit mehr Sendeleistung lösen, eher verschlimmern. Bei solchen Empfangsproblemen kann DAB seine Vorteile voll ausspielen.

von dlf-fan - am 10.11.2013 17:40
Zitat
dlf-fan
Das ist dann wohl einfach extremer Mehrwegeempfang mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen bei Analogempfang. Dieses Problem kann man nicht mit mehr Sendeleistung lösen, eher verschlimmern. Bei solchen Empfangsproblemen kann DAB seine Vorteile voll ausspielen.

Oder schlicht eine Richtantenne für UKW :-) .

von Thomas (Metal) - am 10.11.2013 18:47
Zitat

Oder schlicht eine Richtantenne für UKW :-) .

Ist im/am Auto eher schwierig ;-)

Der Hoher Meissner kommt hier eigentlich für die Entfernung noch recht gut an. Ab etwas südöstlich von Bremen kommt er schnell im Autoradio mit RDS. Im Bremer Umland ist er ansonsten selbst bei kleinstem Tropo schnell da. Ein sehr schöner Senderstandort :-)

von Jens1978 - am 10.11.2013 19:17
Die 89,50 MHz vom Hohen Meissner kann man im Berliner Raum wegen der starken Nachbarkanalbelegung 100 kHz hoeher i. d. R. vergessen. Gut, da auf weitgehend freien Frequenzen sendend, kommen die 99,00 (hr 1) sowie 101,70 MHz (hr 4) noch bei uns an. Dazu braucht es "ein wenig Tropo", im Normalfall beschraenken sich beide Frequenzen auf gelegentliches Hochscattern. Die 105,10 MHz ist wegen der Gleichkanalbelegung suedlich von Berlin abschnittsweise trotzdem erFFHahrungsgemaess mit Tropounterstuetzung hoerbar, akustisch aber kein Genuss mehr. Zudem faehrt der Hohe Meissner diese Funzel dann in ihrem eigenen Sendegebiet kraeftig gegen die Wand. Es gibt fuer das dort sendende Programm aber gute Alternativfrequenzen und eigentlich wuerde ich die 105,10 MHz-Funzel dort auch als weitgehend verzichtbar sehen.

von PowerAM - am 11.11.2013 07:20
In Falkensee (gleich bei Berlin Spandau) geht die 95,5 hr2 fast immer schon erstaunlich gut hörbar in mono, im Auto, im Stand. Und das sogar fast gänzlich ohne Tropounterstützung. Dabei habe ich nur ne Standard-Opel-Miniantenne auf dem Autodach meines Opera 40.
In diese Richtung geht der Meißner schon erstaunlich weit.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 11.11.2013 10:05
Mit Diversity-Antenne klappt der Meißner-Empfang im freien noch recht gut und meist mit RDS, aber wehe es kommt eine Brücke oder Häuser dazwischen, dann gehts runter auf verrauschte Mono-Qualität.

89,5: hr3 der ehemaligen Hausantenne in O=4-5 RDS. In trennschwachen Autoradios leichte Kämpfe mit der 89,4 aus Bad Rehburg. Bei ausgeprägtem Nordtropo kann es manchmal sein, dass hr3 von der 89,5 aus Hamburg für wenige Minuten überlagert wird. Lang hielt das jedoch nie an.
95,5: hr2 der Hausantenne mit O=4 RDS. Sowohl hier als auch im Auto trennschärferer Tuner wegen Celle 95,4 erforderlich.
99,0: hr1 kommt gar mit O=5 und RDS und geht damit am besten von allen Frequenzen, trotz 147km Distanz. Keine Nachbarkanalstörer. Nur ein Mal wurde hr1 von N-JOY (Bungsberg) bei starkem Tropo im Jahr 2006 überlagert.
101,7: hr4 hat es sehr schwer, ffn aus dem 52km entfernten Visselhövede dominiert. An Südfenstern kann man hr4 dennoch oft halbwegs brauchbar mit O=3-4 und RDS empfangen. Unterwegs im Auto oft Wechselspiele mit leichtem Vorteil für ffn, 15km südlich in Hannover dominiert aber bereits mehrheitlich hr4. Insgesamt fällt hr4 aus dem Rahmen der empfangbaren Sender da der Aufwand zu groß wäre.
105,1: FFH liefert sich hier ein Kopf an Kopf Rennen mit Antenne Niedersachsen aus Rosengarten sowohl an der Dachantenne als auch im Autoradio. Hier in der Gegend ist die 105,1 folglich nur mit Rauschmatsch belegt und wie hr4 praktisch für Otto-Normal nicht hörbar.

von Dr. Antenne - am 11.11.2013 13:20
25 km östlich von Hamburg kann ich zum Empfang des Hohen Meißners folgendes berichten:

HR1 (99.0): Geht immer, bereits bei leichtem Tropo Vollausschlag mit RDS. njoy vom Bungsberg
stört kaum, ganz selten scattert mal Ö3 rein (habs mit Sat-Signal verglichen)

HR2 (95.5): Geht seit der Aufschaltung von ZuSa in Lüneburg gar nicht mehr.

HR3 (89.5): Die Ausstrahlung von Welle Nord aus Hamburg ist eine sehr schlechte Koordinierung.
Die Frequenz war eigentlich nur für die NDR Messewelle vorgesehen und blieb dann einfach
in Betrieb. Bei starkem Tropo kann ich den Sender ausnullen und HR3 empfangen.

HR4 (101.7): Geht erstaunlich gut. Visselhövedde lässt sich recht gut ausblenden.

FFH (105.1): Keine Chance gegen Rosengarten.

von OlaP - am 11.11.2013 14:33
Also in Markersbach/Erzgebirge oberhalb des Hotels und des Pumpspeicher Werkes und der Oberen Siedlung geht 99,0 HR 1 und FFH 105,1. Wenn ich meinen ehemaligen Freund da oben besucht habe, die Zwei Programme gingen immer, egal ob Sommer oder Winter. Da geht auch 98,0 NDR 1 Radio Niedersachsen trotz Radio PSR Oschatz. Vielleicht liegt es an der Lage der Berge.;)

von Sandy N - am 11.11.2013 16:27
@ DLR-Fan Sachsen-Anhalt:
Mein Schwager (stammt aus Eisenach) wohnt im eingemeindeten Potsdamer Vorort Marquardt. Beim kleinsten Tropo geht dort hr3 auf der 89,5 sogar mit dem SE-Handy. Ich hatte ihm das dort mal vorgeführt, er konnte es kaum glauben.
Ja, und in Leipzig-Grünau war der UKW-Empfang vom Hohen Meißner mit Richtantenne auf dem Dach früher fast immer gut möglich, nur bei Tiefdrucklage gab es manchmal tiefen Schwund. Ich habe in den 80er Jahren viel Musik auf hr3 aufgenommen. Von den Grünauer Hochhäusern aus war mit einer 2er-Gruppe damals auch das hr-Fernsehen trotz der gut 170 km bis zum Hohen Meißner (war, glaube ich, Kanal 55) ordentlich empfangbar. Der Hohe Meißner ist schon ein Klassestandort Richtung Osten.

von dlf-fan - am 11.11.2013 18:09
Zitat
OlaP
25 km östlich von Hamburg kann ich zum Empfang des Hohen Meißners folgendes berichten:

HR1 (99.0): Geht immer, bereits bei leichtem Tropo Vollausschlag mit RDS. njoy vom Bungsberg
stört kaum, ganz selten scattert mal Ö3 rein (habs mit Sat-Signal verglichen)


Meine Güte was habt ihr für Radios. Ö3 in Hamburg?? Auch wenn's nur Scatter ist und vielleicht bei Wahnsinns-Tropo, aber trotzdem find ich das heftig.

von DO7CT - am 11.11.2013 21:13
Das ist alles möglich, sobald man entweder höher wohnt, etwas abseits von Bebauung oder mit viel Freifläche rundrum. Dazu ne etwas größere Yagi auf dem Dach und ein modifiziertes oder schon gekauft gutes Radio wie z.B. den Sony XDR-F1/S3HD oder die altbekannten anderen DX-Maschinen.

von Japhi - am 12.11.2013 08:32
Japhi hat es richtig erraten und die Frage von DO7CT beantwortet.
Bei mir kommt tatsächlich der Sony XDR-F1-HD zum Einsatz.
Das ist in Sachen Trennschärfe und Empfindlichkeit wohl
so ziemlich das beste!

von OlaP - am 12.11.2013 08:56
25 km östlich von Hamburg ? Ist das zufällig Geesthacht? Dort bin ich aufgewachsen und habe schon in den 80érn DX betieben , allerdings nur mit " normalen " Radios. Zu den Zeiten war ab 100 Mhz noch schön alles frei! Die 95,5 und die 99,0 vom Meissner waren auch oft zu Gast! Die 89,5 hätte ich gerne gehört, die war aber damals schon durch die "Welle Nord(NDR1SH) belegt.

von kampfkater - am 12.11.2013 09:21
suuuuper, eine Landsmann! Ich habe in der Nähe der Esso Tanke gewohnt und meine Eltern leben heute noch dort! Allerdings hat der Heidberg immer etwas abgeschirmt, aber trotzdem ging das DX en ganz gut. Ich war auch in den 90érn auf CB Funk aktiv und habe da auch viel DX betireben, aber anderes Thema. Wir waren einer der wenigen, die das 2.Programm des DDR Fernsehens empfangen konnten und zwar vom Brocken (K34) . Schwerin ging nicht (K29) da das ZDF von Hamburg gleich nebenan auf K30 lag. Über unseren Brocken Empfang haben einige gestaunt, unter anderen auch der ansässige Rundfunkfachhändler damals. Der Bropckenempfang war je nachdem von mitel bis gut, obwohl unsere UHF Gitterantenne auf den Tele Michel in HH ausgerichtest war. Schön das es hier noch mehr Leute aus der alten Heimat gibt.

von kampfkater - am 12.11.2013 12:01
Gerade weil der Hohe Meißner hier in Norddeutschland regelmäßig zu empfangen ist, habe ich mich gewundert, daß er in Teilen seines eigentlichen Versorgungsgebiets so schwächelt.


In Hamburg sieht es mit den Meißner-Frequenzen so aus:

99,0 hr1 ist an südexponierten Standorten ständig zu empfangen, da die Frequenz recht frei ist, zumal N-Joy vom Bungsberg dort abgeschattet ist.

95,5 hr2 geht wegen ZuSa aus Lüneburg nur bei Tropo in den westlichen Stadtteilen, wo sich ZuSa dann ausblenden läßt

89,5 hr3 ist wegen NDR 1 Welle Nord auf gleicher Frequnz normalerweise unmöglich. In Blankenese konnte ich ihn bei Tropo trotzdem schon mehrmals empfangen.

101,7 hr4 kommt bei Tropo oft in den östlichen Stadtteilen gut durch. Im Hamburger Westen kommt er wegen ffn aus Visselhövede auf gleicher Frequenz seltener.

105,1 FFH ist wegen Antenne Niedersachsen aus Rosengarten auf gleicher Frequenz völlig unmöglich.


Wo das Thema Ö3 auf 99,0 angesprochen wurde: Beim Scannen in Altengamme im Südosten Hamburgs (grenzt im Osten an Geesthacht) hatte ich schon mehrfach den Verdacht, evtl. Ö3 als Scatter empfangen zu haben. So konnte ich an Sonn- und Feiertagen deutschsprachige Werbefetzen heraushören. Auch lief auf 99,0 einmal Musik von Milo (N-Joy war es laut Playlist nicht), während auf hr1 ein Oldie lief. Das war dann wohl tatsächlich Ö3. Bevor auf 93,7 Radio Nora aus Bergedorf auf Sendung ging, war an besagter Stelle auch Bayern 1 vom Wendelstein als Scatter zu empfangen.

von Lorenz Palm - am 12.11.2013 19:09
@Lorenz Palm

Volle Zustimmung!

95,5 / 99,0 und 101,7 gingen in diesem Jahr hier im Haus (300m nördlich des Hirschparks) mit Smartphone Galaxy S sogar schon mit RDS. Antenne: Ohrstöpsel. No klor, een büschen Tropo-Schuuf mutt schon sien...

von Thomas.Schröder - am 12.11.2013 19:52
Aus den späten 70ern bzw. frühen 80ern kann ich auch noch etwas zum Meissner- Empfang an der Küste (Wilhelmshaven) beitragen:

Emfangshöhe damals quasi 3. Etage unter Dach, anfangs mit 5 El. Yagi, danach mit 14 Elemente Stolle.
Empfänger war seinerzeit ein Grundig R3000 - diese Receiver- Geräteserie zeichnete sich durch extrem empfindliche Tuner aus. Allerdings gabs dabei noch keine schaltbaren Bandbreitenfilter und hochwertigere Tuner konnte ich mir als Schüler - was ein Wunder - nicht leisten.

hr1 99,0 - ging seeeeeehr seeeeehr oft. Das Wort "ständig" verkneife ich mir absichtlich, denn das wäre gelogen, es gab immer mal wieder längere Tagesabschnitte, wo nichts hier ankam.
hr2 95,5 - war für mich dank des Klassikprogramms nicht von Interesse und wurde nach Aufschaltung von Radio Bremen 3 aus Bremerhaven 95,4 praktisch unmöglich gemacht.
hr3 - mein damals wichtigster Sender: Ging nicht ganz so oft wie die 99,0, hatte aber das Problem, das auf der 89,3 die Hansawelle aus Bremerhaven reinbretterte. Da war leider nichts zu machen, viel zu oft wurde der fadende Meissner durch starke Überschläge gestört.

Auf der Fahrt in den Urlaub mit den Eltern entlang der A7 zu Zeiten ohne Habichtswald 101,2 blieb mir in Erinnerung, das die 89,5 nördlich der Landesgrenze Hessen zumeist recht gut bis Hannover empfangbar war, im eigentlichen Sendebreich Nordhessen extrem durch Mehrwegeempfang gestört und dann in Mittelhessen wieder brauchbarer wurde, bis er schliesslich durch die 97,7 vom Rimberg abgelöst wurde, der die extremen Multipath- Störungen nicht hatte. Bis zur Landesgrenze nach Bayern lief der Rimberg prima, in Nordbayern war dann der Feldberg 89,3 über weite Strecken die erste Wahl.

TV- mässig war bei uns mit Hessenfernsehen nur bei wirklich gutem Tropo etwas zu holen. Ich glaube, ich habe mit meiner Unter- Dach- Gitterantenne öfter Überreichweiten aus Russland drin gehabt, als aus Hessen.

Heute verhält es sich natürlich etwas anders - die Überschläge der 89,3 auf die 89,5 sind längst Geschichte dank trennscharfer Radios, jedoch die 99,0 funktioniert nur noch mit Blaupunkt-Sharx- Autoradio an exakt ausgerichteter Dachantenne - 99,1 Radio 21 aus WHV brettert bei Radios mit normalen Filtern alles platt...

von HAL9000 - am 13.11.2013 21:00
Hier in und um Dortmund kommt der Meissner bei Tropo auch ganz gut.In den Höhenlagen ballert er gut rein.Die 99.0 von hr1 kommt auch hier am besten,dicht gefolgt von der 89.5 hr3.Die 95.5 von hr2 ist von Radio AM aus Münster 95.4 und durch SWR2 Bad Marienberg angekratzt.
Die 101.7 hr4 geht am schlechtesten und wird in manchen Gebieten von der Klever 101.7 WDR4 überlagert und vom Ederkopf 101.8 WDR 2 angekratzt.
Die 105.1 FFH würde gut gehen,wenn RLW Hamm auf 105.0 nicht stören würde und Radio Berg auf 105.2 nicht kratzen würde.Bei starker Tropo kommt die 105.1 aber gut durch.
Wäre natürlich schön,wenn die Lippewelle auf 105.0 nicht senden würde :-D
Und ich hoffe nicht,das die Funzeln 89.3 Bochum und 89.4 Hagen für was auch immer in NRW für einen neuen Sender wieder in Betrieb genommen werden.Die 89.4 versaute mir in Schwerte nämlich immer die 89.5 von hr3 und auch der Feldberg 89.3 wurde abgewütgt.Zudem kam die 89.3 von Bochum noch dazu und überlagerte den Feldberg auch noch.Das war echt kein Genuss.Seit der Abschaltung,sind 89.5 und 89.3 relativ gut hörbar,wobei die 89.3 von Osnabrück 89.2 angegriffen wird.Die 87.6 Sackpfeife wäre die beste Alternative,wird nur leider von der Schwerter 87.8 WDR 2 vom Sommerberg sehr dicht bedrängt.Da ist die 99.6 jetzt hr-info die freieste Frequenz,gefolgt von der 91.0 hr1,die sich jetzt zu meinem Ärger mit der dämlichen 91.0 DLF aus Wuppertal abwechselt.Zuvor ging die 91.0 glasklar.Die 104.3 hr4 Biedenkopf kann man leider wegen DLF 104.4 Schwerte und Radio EN 104.2 Witten vergessen. :mad:

von PrismaPlayer - am 13.11.2013 22:59
In QTH2 kommt der Hohe Meissner eigentlich auf den 3 unteren Frequenzen recht gut, wobei ich finde, dass die 89,5 und die 99,0 gleich stark ankommen. Die 95,5 wirkt nur leicht schwächer, da Klassik generell empfindlicher gegenüber Rauschen ist als z.B. das soundprocessed hr3. Mit ordentlichen Filtern sind alle 3 Frequenzen übrigens schön sauber, das gibt es nicht so oft. Lediglich auf der 89,5 kommen entweder mal NDR 1 Welle Nord oder auch Stuttgart schwach durch. Die 101,7 ist an sich auch nicht sooo schlecht, doch stört dort von hinten tatsächlich WDR4 aus Kleve teilweise. Mit einer kleinen Richtantenne (z.B. die HB9CV) kein Problem. Die 105,1 lässt sich auch empfangen (an QTH2 mit leichten Störungen durch 105,0 aus Hamm), weist allerdings einen geringeren Pegel auf. Die Biedenkopf-QRGs gehen an QTH2 alle optimal, nur 104,3 hat etwas Störungen durch 104,4 DLF Schwerte.

@PrismaPlayer
Kleiner Tipp: Bau schmalere Filter in dein(e) Radio(s) ein und du wirst nur noch ein Problem mit hr4 auf der 104,3 haben ;-)

von Jens1978 - am 13.11.2013 23:33
@ Lorenz Palm: Die Reichweite eines UKW-Senders sagt eben überhaupt nichts über die Empfangsqualität im Nahbereich aus. Um mal ganz in der Nähe zu bleiben: Der Brocken hat dank seiner Höhe eine phantastische Reichweite, leidet aber im Nahbereich teilweise sehr unter Verzerrungen durch Mehrwegeempfang. In den Alpen ist es dasselbe z.B. mit dem Säntis oder Grünten und Wendelstein und im westlichen Schwarzwald gehen die französischen UKW-Sender, die über die Rheinebene herüberstrahlen oft viel besser als die eigenen Programme.

von dlf-fan - am 16.11.2013 20:36
Zitat
dlf-fan
@ Lorenz Palm: Die Reichweite eines UKW-Senders sagt eben überhaupt nichts über die Empfangsqualität im Nahbereich aus.
Mein Lieblingsbeispiel hierfür ist immer wieder die Weinsteige in Stuttgart. Weniger als 1 km zum 100kW-Sender Fernsehturm, aber für SWR-Empfang muss auf Hornisgrinde, Waldenburg oder SWR-Funkhaus gewechselt werden. Oder DAB natürlich.

von freiwild - am 16.11.2013 21:14
Weil er an den Südhängen direkt einstrahlt. In Bad Lauterberg geht bei guter Südlage sogar der Feldberch gut. Torfhaus liegt hingegen hinterm Berg und kommt nur per Mehrwegeempfang. Also nimmt man für die NDS-Programme besser Göttingen.

von dlf-fan - am 30.11.2013 12:08
Zitat
freiwild
Mein Lieblingsbeispiel hierfür ist immer wieder die Weinsteige in Stuttgart. Weniger als 1 km zum 100kW-Sender Fernsehturm, aber für SWR-Empfang muss auf Hornisgrinde, Waldenburg oder SWR-Funkhaus gewechselt werden. Oder DAB natürlich.

Da wundert es schon fast etwas, dass vom Funkhaus kein SWR4 S kommt. Aus der Umgebung kommen ja nur die Regionalprogramme Offenburg, Heilbronn und Ulm; das passt in Stuttgart nicht so ganz.

von RheinMain701 - am 30.11.2013 12:27
Zitat
dlf-fan
Torfhaus liegt hingegen hinterm Berg und kommt nur per Mehrwegeempfang. Also nimmt man für die NDS-Programme besser Göttingen.

Stimmt! Auf der Straße nach Bad Sachsa in Höhe des Butterberges nimmt das Autoradio Göttingen und auf dem Weg nach St. Andreasberg auch desöfteren.

von B.Zwo - am 30.11.2013 20:35
Zitat
DO7CT
Zitat
OlaP
25 km östlich von Hamburg kann ich zum Empfang des Hohen Meißners folgendes berichten:

HR1 (99.0): Geht immer, bereits bei leichtem Tropo Vollausschlag mit RDS. njoy vom Bungsberg
stört kaum, ganz selten scattert mal Ö3 rein (habs mit Sat-Signal verglichen)


Meine Güte was habt ihr für Radios. Ö3 in Hamburg?? Auch wenn's nur Scatter ist und vielleicht bei Wahnsinns-Tropo, aber trotzdem find ich das heftig.


ja ich finde das auch sehr heftig, kann mir das nicht vorstellen das da oben Ö3 gehen soll :eek: Der kommt ja hier etwa 400km südlicher maximal bis zur grasnabe hoch gescattert

von Rheinländer - am 30.11.2013 20:50
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fatal error
Na ja, bei Tropo ist doch so gut wie alles möglich, daher würde ich das jetzt nicht als unmöglich ansehen, insbesondere wenn es Scatter ist. Interessanter sind die (annährend) dauerhaft realisierbaren Empfänge, da würde ich meinen ist Ö3 nördlich des Harzes leider nicht möglich. Wenn ich an meine indoor Tropo Empfänge aus Irland, Norwegen, Schweden, Finnland denke, waren die allesamt von mir aus weiter weg als der Gaisberg es von Hamburg ist. Nur leider kommt so etwas wohl auch nur ein, zwei mal im Jahr vor.


Ok bei ordentlichem Tropo sicherlich, ich dachte eher unter normal Umständen, so wie es bei mir der fall ist. Ich habe das hier bei mir beobachtet, ich kann Ö3 als kurzer scatter, wo er etwa max 2 minuten gerade so hörbar bleibt hier zig mal Täglich empfangen. beansprucht aber sehr viel zeit, da er nicht alle 10 minuten oder so rein kommt, manchmal sind es 5 dann kann auch wieder 1 std oder so ruhe sein. Wenn ich von 10-12uhr vormittags höre, wenn ich zeit habe, höre ich den mindestens 1 mal.

Leider ist der HR da sehr im wege, und meistens vertreten, daher wird es ungeheuer schwer, ihn heraus zu hören, sollte er hoch kommen :-(

von Rheinländer - am 30.11.2013 23:45
Zitat
fatal error
Na ja, bei Tropo ist doch so gut wie alles möglich,[....] Interessanter sind die (annährend) dauerhaft realisierbaren Empfänge, da würde ich meinen ist Ö3 nördlich des Harzes leider nicht möglich.[....]


Nicht nur Ö3, auch die anderen Programme vom Gaisberg/Salzburg (509 Km) kommen selten.
Ausnahme Ö2 Radio Salzburg auf 94,8. Da kommt dann und wann mal was rüber.

Im vorigen Jahr bei Tropo (22.10.12) wurde tatsächlich der Hohe Meissner vom Gaisberg überrrumpelt.
Gab den ganzen Abend Ö3 in guter Qualität.
Später gab es Wechselempfang zwischen Ö3 und hr1.

Das damalige Tropo-WE bescherte mir auch kurioses.

[attachment 2512 swr3_990.jpg]
QTH: 52° 08' 43'' Nord; 10° 46' 08'' Ost (Eulenspiegeltown, 23 Km südöstlich von Braunschweig)
Antennen: 7 El. + 9 El. (Eigenbau nach P. Körner) - Empfänger: Autoradio aus Hyundai i10 + i40


von bikerbs - am 01.12.2013 00:25
Das ist Raichberg. Der überlagerte die Ballempfänger des hr, die auf 94,4 MHz eingestellt sind. An diesem Abend war ebenso Biedenkopf gestört. Andere hr-Sender kann ich hier im Harz leider nicht überprüfen. An diesem Abend hieß es nicht mehr "Ich hör 1" sondern "Ich hör 3" :D Vom Biedenkopf aus gesehen steht der Feldberg/Taunus in fast exakt gleicher Richtung wie der Raichberg. Ich gehe daher davon aus, dass der Biedenkopf das Signal weiter an Hoher Meißner ballt. Also der Weg 94,4 -> 91,0 -> 99,0 ist. Der hr hat anscheinend kein Geld für eine Leitung und Hoher Meißner ist anscheinend auch zu weit weg vom Feldberg/Taunus, um das Signal direkt von dort aufzunehmen.

von B.Zwo - am 01.12.2013 10:40
Zitat

Das ist Raichberg.

Ich weiß :cheers:

Zitat

An diesem Abend war ebenso Biedenkopf gestört.

War auf Biedenkopf auch SWR3 drauf?

Zitat

Ich gehe daher davon aus, dass der Biedenkopf das Signal weiter an Hoher Meißner ballt. Also der Weg 94,4 -> 91,0 -> 99,0 ist.

Das kann natürlich sein, hattest du das denn mal verglichen und zwei Empfänger zu der Zeit parallel angemacht? Damit wäre es evtl. möglich gewesen den Pfad direkt zu "hören", da ja SWR3 irgendwann wieder verschwand und auch das Fading, Rauschen usw. gleich gewesen sein müsste.

von Jens1978 - am 01.12.2013 18:34
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B.Zwo
und Hoher Meißner ist anscheinend auch zu weit weg vom Feldberg/Taunus, um das Signal direkt von dort aufzunehmen.

Die Distanz ist nicht das Problem. Aber wie willst du von der 89,3 ballen, wenn du vom gleichen Standort nur 200 kHz weiter auf der 89,5 sendest?

von RheinMain701 - am 01.12.2013 18:36
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RheinMain701
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B.Zwo
und Hoher Meißner ist anscheinend auch zu weit weg vom Feldberg/Taunus, um das Signal direkt von dort aufzunehmen.

Die Distanz ist nicht das Problem. Aber wie willst du von der 89,3 ballen, wenn du vom gleichen Standort nur 200 kHz weiter auf der 89,5 sendest?

Die Rede ist von hr1, also 94,4 -> 99,0, das wären 4,6MHz ;-) und somit machbar. Aber die Entfernung ist eigentlich für einen sicheren Weg zu hoch und Ball über Biedenkopf würde gehen, wobei allerdings für einen Grundnetzsender auch nicht gerade das non-plus-ultra.

von Jens1978 - am 01.12.2013 18:39
Wenn der hr schon so auf die Kosten schaut, wird er für alle Programme den gleichen Empfangsweg nehmen und nicht für bestimmte eine Extrawurst machen. Wenn also hr3 nicht vom Feldberg zu ballen geht, hr1, hr2 und hr4 aber schon, müssen halt alle von der Sackpfeife ballen.

von RheinMain701 - am 01.12.2013 18:40
hr2 kann ja schlecht via Biedenkopf geballt werden (zumindest seit diesem Jahr), und die hessischen GNS mit hr-info und You FM drauf können auch schlecht von Frankfurt aus geballt werden, ebenso die hr4-Regionalfenster. Von daher muss es zumindest nun individuelle Lösungen für sie einzelnen Programme geben, wenn man sich schon die Direktleitung oder die Richtfunkleitung sparen möchte.

Wenn aber Biedenkopf und Meißner ohnehin wegen hr4 (und letzterer für DVB-T) eine Direktleitung haben, wieso nimmt man dann nicht alle Programme von dort? Einen 100-kW-Strahler per Ballempfang (oder sogar indirektem Ball) zu versorgen, halte ich schon für ziemlich gewagt. Fällt der Feldberg aus, fällt ganz Hessen aus. Wurde früher das hr-Erste auch so vertrieben?

Und noch eine technische Frage. Dass ein Ballempfänger für 94,4 auch die 94,3 mitüberträgt, kann doch nur dann sinnvoll sein, wenn der Empfänger für eine besserere Übertragungsqualität so breit eingestellt ist. Aber hätte dann SWR3 nicht auf 90,9 und 98,9 statt 91,0 und 99,0 zu hören sein müssen?

von freiwild - am 01.12.2013 22:40
Zitat
freiwild
Wenn aber Biedenkopf und Meißner ohnehin wegen hr4 (und letzterer für DVB-T) eine Direktleitung haben, wieso nimmt man dann nicht alle Programme von dort?

Die hr4-Leitung wird nur ins jeweilige Regionalstudio gehen, die anderen Programme kann man also nicht auf diesem Wege zuführen.

Zitat
freiwild
Einen 100-kW-Strahler per Ballempfang (oder sogar indirektem Ball) zu versorgen, halte ich schon für ziemlich gewagt. Fällt der Feldberg aus, fällt ganz Hessen aus. Wurde früher das hr-Erste auch so vertrieben?

Ja. Es gibt Berichte, dass gerne mal das SWR-Erste in Hessen zu empfangen war, weil K8 Feldberg/Schwarzwald stärker war als K8 Feldberg/Taunus.

von RheinMain701 - am 02.12.2013 05:09
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