Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
84
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren
Beteiligte Autoren:
Zwölf, Martyn136, Thomas (Metal), Terranus, DX OberTShausen, Anonymer Teilnehmer, Winnie2, Manfred Z, Scrat, DigiAndi, ... und 21 weitere

BR Senderverzeichnis 2009/10

Startbeitrag von Manfred Z am 26.08.2009 17:14

Es ist jetzt da und kann als PDF abgerufen werden:

http://www.br-online.de/unternehmen/technik/rundfunktechnik-senderverzeichnis-bestellung-ID67120249391361736.xml

Zitat

Liebe Leserinnen und Leser,

das neue Senderverzeichnis will Sie einmal mehr an die Technologien und
Verbreitungswege für Radio und Fernsehen hinführen und erläutern, wo wir
heute stehen und wohin die Reise geht. Wir hoffen, dass uns das auch diesmal
wieder in einer verständlichen Form gelungen ist.

Chili für den Bildschirm

Welcher Experte hätte noch vor 10 Jahren gedacht, dass dem hochauflösenden
Fernsehen HDTV ein zweiter Frühling beschert sein wird – nach den gescheiterten
Einführungsversuchen Anfang der 1990er Jahre. Damals standen zuhause Röhren-
Fernseher und die Fernsehwelt war analog. Und heute? HDTV trifft auf digitales
Fernsehen und immer größere und auflösungshungrige Flachbildschirme. Jetzt ist
die Zeit wirklich reif für die Übertragung superscharfer Bilder: ARD und ZDF
starten damit zur Winterolympiade im Februar 2010. Dieses Jahr sind Tests und
Probesendungen angelaufen.

Schluss mit Analog

In der terrestrischen TV-Versorgung hat das digitale Antennenfernsehen bereits
endgültig das Steuer übernommen. Nächster Kandidat für die Analogabschal-
tung ist der Satellit: Nach bisher 12 Jahren Parallelausstrahlung von analog
und digital werden wir unsere Programme mittelfristig nur noch digital übertragen.
Für die Zuschauer lohnt es sich schon jetzt die Satellitenanlage umzurüsten,
es gibt günstige Digitalreceiver und die digitale Programmvielfalt lässt kaum
noch Wünsche offen.

Digitaloffensive im Hörfunk

Auch im Hörfunk steht die Digitalisierung der Übertragung weiter auf der Agenda:
Hier dominiert bisher das analoge UKWSystem. Doch auch beim Radio soll künftig der
Wandel gelingen, um es nicht von den übrigen Entwicklungen abzukoppeln. Der
BR startet darum jetzt eine Digitaloffensive im Hörfunk, um Digital Radio zur not-
wendigen Popularität zu verhelfen. Wir freuen uns über jeden, der den BR bei dieser
Aufgabe als DAB-Hörer unterstützt.

Herzlichst Ihr

Herbert Tillmann
(Direktor Produktion und Technik)

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich werd verrückt,

drei Fotos von mir sind da sogar drin.

Seite 14 (DVB-T-TV Dahoam is dahoam), Seite 15 (Sender Ochsenkopf) und Seite 17 (mein DVB-T-Handy mit dem von mir eingefügten BR-Rundschau-Bildschirm).

Sehr schön!!!

von Daniel28-55-59 - am 26.08.2009 17:23
Insgesamt finde ich die Broschüre gut, was allerdings nicht passt ist das Bild zu on3radio auf Seite 8 und die Beschreibung zu auf on3radio. Ich denke der BR sollte es endlich mal einsehen das on3radio sowiso nicht von Jugendlichen gehört wird, sondern eher von alternativ eingestellten spät-68ern. Um Jugendliche zu erreichen müsste man einerseits etwas massenkompaltibler werden, andererseits auf FM empfangbar sein.


von Martyn136 - am 26.08.2009 17:42
Ah, sehr interessant!
Bayern 4 Klassik verliert also seine "4" im Namen und wird zu BR Klassik.
Andererseits haben alle Plus-Programme eine Zahl im Namen außer Bayern plus.


[Spekulation]
München, 01.04.2010

Aufgrund anhaltender Beschwerden unserer Hörer wegen des zu hohen Anteils englischsprachiger Musik im Programm "Bayern 1", haben wir uns entschlossen das bisher nur im Digitalradio-Modus ausgestrahlte Programm "Bayern plus" zukünftig auch über UKW anzubieten.
Damit kommen wir auch den zahlreichen Freunden des deutschen Schlagers sowie der Volksmusik entgegen, die gerne häufiger ihre Musik im Radio hören möchten. "Bayern 4", wie die neue Welle nun heißen wird, kann ab sofort überall in Bayern auf UKW gehört werden.
Die Freunde der klassischen Musik können ihr Lieblingsprogramm "BR-Klassik" auch weiterhin über das Digitalradio DAB bayernweit empfangen.

[/Spekulation]

von Manager. - am 26.08.2009 18:08
Zitat
Manager.
[Spekulation]
München, 01.04.2010

Aufgrund anhaltender Beschwerden unserer Hörer wegen des zu hohen Anteils englischsprachiger Musik im Programm "Bayern 1", haben wir uns entschlossen das bisher nur im Digitalradio-Modus ausgestrahlte Programm "Bayern plus" zukünftig auch über UKW anzubieten.
Damit kommen wir auch den zahlreichen Freunden des deutschen Schlagers sowie der Volksmusik entgegen, die gerne häufiger ihre Musik im Radio hören möchten. "Bayern 4", wie die neue Welle nun heißen wird, kann ab sofort überall in Bayern auf UKW gehört werden.
Die Freunde der klassischen Musik können ihr Lieblingsprogramm "BR-Klassik" auch weiterhin über das Digitalradio DAB bayernweit empfangen.

[/Spekulation]


Na das wärs aber! Was wird dann mit on3? Dann sollen sie aber lieber on3 auf die BR4 Frequenzen schalten.

von DX OberTShausen - am 26.08.2009 18:11
Hmm... " die DVB-T Senderverdichtung könnte 2010 weitergehen" ... interessant.

Auch der MPEG4 Feldversuch ist interessant. Man plant da doch einiges.
Und dass uns UKW auch die nächsten 10 Jahre beglücken wird, steht drinne.

von Terranus - am 26.08.2009 18:40
Man könnte ja BR Klassik dann mit Bayern 2 zu einem Bayern 2 Kultur & Klassik fusionieren.

on3radio müsste allerdings für eine FM Aufschaltung deutlich massenkompatibler werden. So wie on3radio jetzt ist würde es auch auf FM vermutlich noch hinter den Hörerzahlen von BR Klassik zurückbleiben.

Das was man jetzt auf on3radio sendet, könnte man im Rahmen von einzelnen Spezialsendungen weiterlaufen lassen (oder gleich zu Bayern 2 zurückverlagern), aber beim Grundprogramm sollte man sich dann eher an YOU FM, N-Joy, DasDing, UnserDing, ... orientieren.

von Martyn136 - am 27.08.2009 00:15
Wie on3Radio noch Das Modul geheissen hat,hab ich mal beim BR nachgefragt ob sie nicht ein bischen mehr bekannte Dance und Trance Musik spielen können?Die antwort war nein.Ich glaube man möchte sich von den Chart Sendern You FM usw ausgrenzen weil da gibts ja schon so viele.Der Rainer Tief wird sich wohl dabei was gedacht haben das on3Radio anders klingt alls die anderen.

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/br-unterwegs/suedwild-br-unterwegs-zuschauerdisktussion-ID121628474425.xml

von Bastian Karl - am 27.08.2009 05:59
Zitat
Martyn136
Man könnte ja BR Klassik dann mit Bayern 2 zu einem Bayern 2 Kultur & Klassik fusionieren.

on3radio müsste allerdings für eine FM Aufschaltung deutlich massenkompatibler werden. So wie on3radio jetzt ist würde es auch auf FM vermutlich noch hinter den Hörerzahlen von BR Klassik zurückbleiben.

Zu 1. Nein, niemals! Warum muß als Musikfarbe überall der gleich, Entschuldigung, ROTZ laufen? Da muß man dann offenbar auch noch das letzte an populärer Musik, was sich auch nur minimal vom üblichen Grundbrei abhebt als Kultur(gut?) erklären und mit einem E-Musik-Programm fusioniert werden nur daß eine weitere Kette für ... frei wird?
Zu 2. Die Zielgruppe sind doch bei einer Jugendwelle sicher junge Leute. Es geht, wenn ich nicht ganz falsch liege, nicht um ein gehobenes Programm mit vielschichtigen Inhalten populärer Musik, "Perlen" also. Sowas hätte sicher seine Berechtigung, gibt es aber auch schon in Ansätzen auf Bayern2 (s. o.).
Ansonsten bin ich mal ganz böse: Warum sollte man einer Zielgruppe ein ö. r. Programm nachwerfen die einerseits nicht unter einen programmlichen Hut zu bringen ist, zudem kaum Radio hört oder hören will, und andererseits am Rundfunkgebührenaufkommen gemessen eher als sehr klein anzusehen ist. Ich habe aus dieser Gruppe nicht selten gehört, daß man ja blöd wäre GEZ zu zahlen. Es ist dort cool keine Gebühren zu zahlen, aber alles an Leistung zu erwarten! :sneg: :mad: Wobei dies streng genommen eher als ein globales Problem unserer "verblödeten Republik" (Thomas Wieczorek) anzusehen ist.

von Thomas (Metal) - am 27.08.2009 07:29
Naja das Problem ist eher das man es den Jugendlichen nicht recht machen kann. Die wollen das Radio einschalten und ihre Musik hören. Kommt nach einem Hip-Hop Song was elektronisches wird gleich weiter gedreht oder einfach die nächste MP3-CD abgedudelt. Man kann es einfach nicht jedem recht machen. Und gerade die moderne Jugend, die oftmals Gigabyte weise ihre Lieblingsmusik in der Hosentasche spazieren trägt, kann man kaum über längere Zeit für Radio begeistern. Denn warum sollte man einem Medium zuhören auf das man keinen Einfluss hat und starr vor sich hin dudelt? Egal ob ich den Song jetzt hören will oder nicht. Da nimmt man doch lieber den iPod oder das Walkman-Handy und kann sich genau die Lieder anhören die man möchte. Notfalls kann man sich ja auch noch ein paar Podcasts mit Nachrichten drauf ziehen. Obwohl ich ja so den Eindruck habe das aktuelles Zeitgeschehen der heutigen Jugend meilenweit am Ar*** vorbei geht. Hauptsache man hat den neuesten Track von irgendso einem Hanswurst auf dem Player. :rolleyes:

von Spacelab - am 27.08.2009 08:37
Ich sehe das nur begrenzt als HenneEi Problem. Denn um die Jugendlichen bei der Stange zu halten müsste man schon etliche Spartensender OnAir bringen. Einen für Hip-Hop, einen für Elektronische Musik, einen für Rock, und so weiter...

von Spacelab - am 27.08.2009 12:32
Die Umbenennung in »BR Klassik« wäre wirklich nicht nötig gewesen, zumal der Name »Bayern 4« hier durchaus eine Marke ist.

Vielleicht soll dies aber auch den endgültigen Umzug auf DAB und damit die Abschaltung auf UKW andeuten, so daß in diesem Fall auf UKW keine Zahlenlücke entstehen würde. Man weiß es nicht. Noch ist alles Spekulation.

von Dixie_ - am 27.08.2009 13:24
Klassische Musik nur noch über DAB und nicht mehr über UKW auszustrahlen würde durchaus einen Sinn machen.
Die Hörer von klassischer Musik sind oft anspruchsvoller und eher bereit für besseren Klang neue Geräte zu kaufen.
Bei UKW gibt es immer ein störendes Grundrauschen bei leisen Musikpassagen, das wäre dann bei DAB deutlich leiser oder gar nicht mehr hörbar.

von Winnie2 - am 27.08.2009 17:31
Zitat
Winnie2
Klassische Musik nur noch über DAB und nicht mehr über UKW auszustrahlen würde durchaus einen Sinn machen.
Die Hörer von klassischer Musik sind oft anspruchsvoller und eher bereit für besseren Klang neue Geräte zu kaufen.
Bei UKW gibt es immer ein störendes Grundrauschen bei leisen Musikpassagen, das wäre dann bei DAB deutlich leiser oder gar nicht mehr hörbar.

Mal abgesehen davon, daß wir uns hier völlig OT bewegen: Mir geht es gegen den Strich, daß man sich hinstellt und anmaßt, das dies oder jenes von UKW besser nach DAB verschoben gehört; möglicherweise dann immer auch das, was man selbst nicht hört. Hier wurde Klassik angesprochen. Schonmal eine Oper, nehmen wir z. B. auf Grund der Länge die Götterdämmerung, welche zuletzt im Rahmen des ARD-Radiofestivals als Mitschnitt aus Bayreuth gesendet wurde, während dem Autofahren gehört? Vorzugsweise über weite Strecken? Und? Das Programm war völlig unerträglich, es ging alles im Rauschen unter? Dann würde ich aber einmal die eigenen Systeme prüfen, es lohnt sich sicherlich! Die UKW-Abdeckung ist weit als, daß man derartiges bei klassischer Musik behaupten könnte! Nun, vielleicht jetzt nicht bei Klassik Radio, das will ich dann auch wieder einsehen ;-) . Ob dieses Programm überhaupt den Ansprüchen einer Hochkultur genügen kann, darf an anderer Stelle besprochen werden :D .
Ansonsten gilt weiterhin: Man beachte DSR und da würde es mit DAB nicht anders laufen. Und warum ist es Hörern von klassischer Musik zuzumuten sich einfach mal so mit neuen Geräten einzudecken, gerade wo niemand heute sagen kann, daß sie in fünf Jahren noch mit dem gewünschten Inhalt oder überhaupt versorgt werden?

von Thomas (Metal) - am 27.08.2009 18:58
Der UKW-Sender für Bayern 1-5 in Ludwigsstadt ist im Senderverzeichnis inzwischen als geplant aufgeführt.
Dagegen sind die in den letzten Ausgaben des Senderverzeichnisses immer als geplant eingezeichneten DAB-Sender Eichstätt, Lindau und Untersberg jetzt gar nicht mehr enthalten.

von scharl - am 27.08.2009 19:51
Zitat
Thomas (Metal)
Mal abgesehen davon, daß wir uns hier völlig OT bewegen

Richtig, das ist OT hier.Vielleicht wäre ein Moderator so freundlich die Beiträge in einen eigenen Thread zu verschieben.

Zitat
Thomas (Metal)
Mir geht es gegen den Strich, daß man sich hinstellt und anmaßt, das dies oder jenes von UKW besser nach DAB verschoben gehört; möglicherweise dann immer auch das, was man selbst nicht hört. Hier wurde Klassik angesprochen.

Ich kann deine Aufregung verstehen. Allerdings muss ich dazu sagen dass der BR vor fünfzehn Jahren selber mit genau diesem Argument für DAB geworben hat.
"Bessere Klangqualität für die Hörer von klassischer Musik mit DAB."
Das Argument ist also nicht auf meinem Mist gewachsen, ich habe lediglich alte Werbeversprechen rezitiert.

Zitat
Thomas (Metal)
Man beachte DSR und da würde es mit DAB nicht anders laufen.

Da gibt es zwei wichtige Unterschiede zwischen DSR und DAB.
DSR war ein deutscher Alleingang - DAB ist hingegen kein deutscher Alleingang.
DSR konnte nur ortsfest genutz werden - DAB kann mobil genutzt werden

von Winnie2 - am 27.08.2009 20:31
Zitat
Spacelab
Ich sehe das nur begrenzt als HenneEi Problem. Denn um die Jugendlichen bei der Stange zu halten müsste man schon etliche Spartensender OnAir bringen. Einen für Hip-Hop, einen für Elektronische Musik, einen für Rock, und so weiter...
Naja, eine gewisse Segmentierung wäre schon wünschenswert, aber auch mit einem Young-CHR Format könnte man jetzt auch schon mal was erreichen.

von Martyn136 - am 27.08.2009 20:36


Unter dem Motto, alles aufheben, was einem "zuflattert", bin ich im Besitz dieses Senderverzeichnises. :cool:
Hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel ;). Ist Glanzpapier, hat die Größe 29,7 x 63,0 und ist gefaltet (auseinandergeschitten sind das 3 DIN A 4-Blätter).

Linke Bildhälfte: Titelseite (DIN A 4)
Rechte Bildhälfte: Aufgeklapptes und um 90° gedrehtes Faltblatt. Die Grafik ist DIN A 3 groß. Auf der Rückseite nocheinmal dasselbe für Fernsehen und eine UKW-Skala (wo man die beiden BR-Programme findet) ist auch noch drin.
Enthalten ist noch die Sendeleistung für Hörfunk und Fernsehen, die Sendezeiten im Hörfunk, sowie Zeiten der Testsendungen im Fensehen (man sendete ja noch nicht rund um die Uhr).
Zu diesem Faltblatt gehört noch eine Info, wie man störungsfreiesten UKW empfängt.
Nichts über Zukunftplanungen, z.B. Ausbau einer 3. Hörfunkkette. Grünten, München und Dillberg hatten bereits eine 3. Frequenz.
6 Jahre später gab es dann BAYERN 3, die Servicewelle von Radio München.

von bikerbs - am 27.08.2009 21:45
Ich finde die Sache mit BR-Klassik auch schade. "BR-Klassik" klingt irgendwie nur noch wie ein Spartensender, waws meiner Meinung nach nicht die Qualität des Programms repräsentiert. Auch die Gestaltung des neuen Logos zeigt die Abgrenzung/Herabsetzung der Klassikwelle zu den anderen UKW-Wellen. Ich bin ja schon mal auf das neue RDS gespannt; das müsste dann ja sowas sein wie ___BR___KLASSIK_ oder BR_KLASS :sneg:

Und die schöne Nummerierung wird damit auch unterbrochen, was ich auch sehr Schade finde. Und einige Sendungen werden sie wohl auch umbenennen müssen (wie z. B. "Wir auf vier").
Aber irgendwie passt das gut zu den anderen Entscheidungen:

- Ablösung des Traditionslogos durch ein "weltoffeneres"
- Ausstrahlung eines Jugendradios nur über MW und digitale Verbreitungswege
- ...
- Umbenennung von Bayern 4 Klassik in BR-Klassik
- [Spekulation] UKW-Abschaltung von BR-Klassik; dafür mehr Klassik auf Bayern 2
- [Spekulation] die "Neue 4" (wahrscheinlich in Form von on3) auf die freie UKW-Kette, dafür Abschaltung der on3-Mittelwelle
- [Spekulation] BR-Plus auf MW

Ich hoffe inständig, dass sich meine Spekulationen nicht bewahrheiten, abseits von Klassikradio ist Bayern 4 einfach der beste Klassiksender, für alle, denen es um die Musik geht (und nicht irgendwelches Kultur etc. - Gerede)

von Zwölf - am 28.08.2009 11:57
Ich halte das auch für falsch, denn in Bayern stehen die Zahlen eben als Marke fest da. Jeder weiß, auf 4 kommt Klassik, auf 3 Pop, auf 1 Schlager und Oldies.
Es wäre ein Fehler, ein neues Programm wie "Bayern4 Schlager" aufzubauen. Damit würde man seiner Verwurzelung in der Bevölkerung schaden.
Ich weiß auch nicht, was für einen Sinn das hat. Will man die Sender stärker "vereinzeln" und nicht wie bisher im Verbund des BR darstellen?

Für sinnvoll würde ich tatsächlich den Wechsel von Bayern 4 nach DAB halten, und auf UKW entweder On3 oder Bayern Plus ausstrahlen. Das war ja schon mal angedacht, scheitert aber an den politischen Interessen. DAB wird nunmal (verständlicherweise) immer noch als versteckter Hinterhof angesehen, und jeder der dort hingeschoben wird, kommt sich degradiert vor, auch wenn es techn. noch so sinnvoll wäre...

und der BR ist auch irgendwie inkonsequent was DAB angeht: einerseits will man das System pushen und bewerben, andererseits baut man UKW immer noch aus. Da wäre es doch weit konsequenter gewesen, gerade in den schlecht versorgten Gebieten (also zB Landkreis Kronach) den DAB Empfang stark zu verbessern, ("Verdichter" in Ludwigsstadt, Kronach, Pressig etc) und dann vor Ort den Leuten zu sagen: ab jetzt sauberer Radioempfang, ihr braucht dafür ein neues Radio. Dort wäre es Mehrwert pur. Kanäle gibts auch genug, da könnte der 11D schon lokal in Betrieb sein.

Aber man ist halt auf die Großstadt fixiert. Nur da geht BR1 und BR3 schon zigfach via UKW. Da kauft sich Ottonormal kein DAB Radio.

von Terranus - am 28.08.2009 12:48
Rein technisch gesehen ist BR4 auf DAB natürlich besser aufgehoben, weil der Klang dort besser zur Geltung kommen kann. Andererseits darf man auch nicht vergessen, dass ein nicht unbedeutender Anteil der Klassik-Hörer bereits ein gewisses Alter hat, in dem es vielleicht schwer fällt sich an ein neues Gerät zu gewöhnen; nochdazu wenn dieses 100¤ oder mehr kostet.

von Zwölf - am 28.08.2009 14:11
Ich höre auch gerne mal Bayern 4 (Lieblingssendung Bayern 4 Cinema).
Ich hab mal ein Praktikum in nem Altenheim gemacht; und hab mir vorgestellt wie das wohl wäre, wenn man jedem vierten Bewohner oder so zig mal am Tag erklären müsste, wie sein neues Radio funktioniert. (Wobei dort weniger Klassik gehört wird, als man villeicht klischeehaft annehmen würde.)

Aber auch ich würde wahrscheinlich kein Bayern 4 hören, wenn's nicht über UKW senden würde. Den Livestream nehme ich, dank der Verzögerung zu UKW, zum aufnehmen, aber für's normale Hören kommt für mich eigentlich nur UKW in Frage (Ein DAB-Gerät werde ich mir wegen dem einen Sender jedenfalls nicht kaufen).

von Zwölf - am 28.08.2009 14:51
Möglicherweise geht in Kempten ja das Baden-Württemberger Ensemble, das weiss ich jetzt nicht genau. Aber sonst kommt es immer drauf an, wen man vor sich hat. Leiden haben viele nicht wirklich Ahnung von den Programmen des eigenen Hauses...

von DigiAndi - am 28.08.2009 15:35
Augsburg ist doch gar nicht mehr auf der Karte, oder? Aber wenn ich auf das östlichste Stück A8 klicke, dann wird für SWR1BW z. B. 95,1 angezeigt (auch für die anderen 3 Programme werden Frequenzen angegeben).
Ich halte es aber trotzdem für recht fraglich von den BR-Leuten, eine Garantie für ein Programm zu geben, das nach offiziellen Angeben aktuell nicht empfangbar ist.

von Zwölf - am 28.08.2009 16:07
Wahrscheinlich hätten sie was in der Art gesagt; "einfach automatischen Sendersuchlauf machen". ;)
(Karte zu DAB-BW: http://www.swr.de/frequenzen/radio/dab__bw/-/id=3686/n8zg3g/index.html )
Interessant wär's auch gewesen, wenn du sie gefragt hättest, ob sie dir das mal vorführen könnten.

von Zwölf - am 28.08.2009 16:22
Zitat

Seite 14:
Seit wann gehört Gelbelsee nach Nordbayern?Der steht ja noch in Oberbayern und strahlt BR Süd aus.

Weil die vom BR in München sitzen ;-) Aber das ist wortglauberei, denn die Fakten in den Tabellen stimmen ja.

Allerdings sollten manche vom BR wirklich mal für eine Woche nach Hause gehen und sich mal auspennen. Jedenfalls die, die Namen für die "neuen Programme" generieren. Denn da geht es wirklich drunter und drüber, das ist echt schlimm. Am besten sieht man das auf Seite 21:
Mal wird "Bayern", mal "Bayern" plus Programmnummer, mal "BR", mal "BR-" und mal alles in Großbuchstaben und mal nicht benutzt. Das ist überhaupt keine Linie zu erkennen. Wahrscheinlich macht das immer ein Praktikant der bloß ein paar Monate da ist, und jeder Prakikant macht das dann anders, so sieht es jedenfalls aus. Und dann wollen die mir was von "Corporate Identity" erzählen? Nach der chaotischen Philosophie könnte "Antenne Bayern" von der Namensgebung glatt auch zum BR gehören wenn es keiner kennen würde und besser wüsste. Soviel zu OT Namensdiskussion.

von Jens1978 - am 28.08.2009 16:35
Ich finde die häufigen Diskussionen um die Kultur- und "E-Musik"-Wellen der Anstalten sehr schade! Ich gebe zu, dass es schwierig zu verstehen ist, warum diese Programme existierien, wenn man selbst keinen Zugang dazu hat.
Kulturbeiträge und "E-Musik" kann man jedoch nicht wild durcheinanderwürfeln. Ihr wollt doch sehr wahrscheinlich auch keine 5-Minuten-Expresskochsendung zwischen den Rolling Stones und Robbie Williams. Und um diese Trennung vorzunehmen, existieren sowohl Bayern 2 als auch Bayern 4. Alleine mit diesen beiden Programmen erfüllt der BR seinen Kultur- und Bildungsauftrag, was ich bei den anderen drei UKW-Programmen nun wirklich nicht mehr erkennen kann (Bayern 1 und 3 sind mittlerweile gar genauso penetrant wie die SWR-Pendants).

Die Klassikprogramme neben UKW über andere Wege zu verbreiten, mag aus technischer Sicht sinnvoll sein, da Rauschen und der geringe Dynamikumfang bei UKW hier stark störend wirken. Aber eine Abschaltung zugunsten eines Mainstreamprogramms darf nicht vorgenommen werden, bis entsprechende digitale terrestrische Wege etabliert sind. In den nächsten mindestens zehn Jahren also auf keinen Fall!

Und dass nun die nächste Anstalt schleichend die Zahlen aus den Programmen entfernt, finde ich bedauerlich. Ist Bayern 4 nicht viel mehr als nur "Klassik"? Ist es nicht selbst ein Objekt der Kultur, das sich keinesfalls nur mit einem einzigen Schlagwort beschreiben lässt? Außerdem (um die Hochkultur zu verlassen) funktioniert dann der Witz bei "Odyssee auf UKW" (JBO) nicht mehr: "Fayern Fier Flassik" :D.

von Thomas R. - am 28.08.2009 18:04
Eigentlich finde ich es auch falsch, wenn man Bayern 2 als Kulturprogramm bezeichnet (genauso Deutschlandradio Kultur). Eine Wissenssendung wie z.B. "IQ - Wissenschaft und Forschung" hat doch nichts mit Kultur zu tun, sondern ist eben eine Informations-/Wissenssendung. Auch die radioWelt behandelt nicht in erster Linie Themen, die mit Kultur zu tun haben. Kann man Hörspiele und Features als Kultur bezeichnen? Ich würde da eher Unterhaltung zu sagen...

Kurzum: Meiner Meinung nach kann man die Programme keinesfalls zusammenlegen. Zugegeben, Bayern 4 Klassik ist das Programm mit dem ich persönlich am wenigsten anfangen kann und von dem ich auch am wenigsten weiss. Ich würde mir bei einer Zusammenlegung vor allem um Sendungen von Bayern 2 Sorgen machen aber hätte auch vollstes Verständnis für alle Klassik-Freunde.

Warum man aber die "4" aus dem Namen streichen will, verstehe auch ich nicht. Ich habe diesbezüglich schon vor einiger Zeit schonmal den Namen "BR-Klassik" gehört. Mal davon abgesehen, dass das Programm dann Bayern Klassik heißen müsste. Sonst fällt es ja total aus den Rahmen (wobei "Bayern Klassik" irgendwie auch sch... klingt). Und auf die Idee, Bayern 2 in Bayern Kultur umzubenennen kommt hoffentlich auch in Zukunft niemand.

Vielleicht haben wir ja "Glück" und es passiert mit den "Vorhersagen" im Senderverzeichnis das gleiche, wie bereits in der Ausgabe 2006-2007:



Und was aus der Behauptung wurde (es gab bis zum bitteren Ende keinerlei Musikspecials), wissen wir ja alle...

von DigiAndi - am 28.08.2009 18:27
Wann soll Bayern 4 denn umbenannt werden? Vielleicht sollte man dem Bayerischen Rundfunk von allen Seiten Beschwerdemails zuschicken, bringen wird es nichts. Auch das RDS wird vermutlich grausam dynamisch oder abgehackt statisch. Auch hier ist die Umbenennung mehr als fraglich und nicht nachvollziehbar, ich hatte immer noch gehofft dass bei Bayern 4 Klassik das Klassik wegfällt und B5 aktuell in Bayern 5 umbennant wird.

von Anonymer Teilnehmer - am 28.08.2009 20:51
Bayern 2 hat den Charme, dass es noch ein richtiger Sender mit einem Programmablauf ist, der eben noch nicht in ein Format gepresst wurde. Am ehesten würde Minderheitenprogramm darauf passen, war aber schon wieder einen wertenden Beigeschmack hat.

Bayern 1 müssten sie in einer Dauer umbenennen, so oft wie die Musikfarbe geändert wurde, jetzt wäre wohl BR Oldies dran. Für ein Hauptprogramm aber irgendwie einschränkend, finde ich. Naja und ein paar Reste Programm sind ja geblieben, in Form von Volksmusik und Operette.

von Terranus - am 28.08.2009 21:28
Re DigiAndi:
:spos: :spos: :spos:
Und warum muß man für jede Alterzielgruppe ein eigenes Radioprogramm haben und unterscheidet nicht mehr nach dem Inhalt der Programme? So gibt es durch aus und das nicht selten (!) den 60-jährigen Techno-Fan, der Rock-Opa ist ja schon sprichwörtlich. Aber auch umgekehrt hören sich jüngere durchaus E- oder echte (!) Volksmusik an. Es ist eine Beledigung der Zielgruppe wenn a) der 70-jährige bitte schon Carmen Nebel oder Musikantenstadl als sein Angebot verstehen soll oder b) ein Jugendlicher mit dümmlicher und inhaltsfreier Moderation als für ihn angemessen zu akzeptieren hat. Außerdem wird dann letztlich für alle genau das gespielt was die meisten der jeweiligen Zielgruppe wollen und dann hätten wir genau die untereinander fast völlig austauschbaren Mainstreamprogramme.
In diesem Sinne: Wahn, Wahn, überall Wahn. Oder: Versungen und Vertan. :D

von Thomas (Metal) - am 29.08.2009 10:41
Bayern 1 goes Antenne 1 :D

oder
Bayern 1 = BR Eins
Bayern 2 = BR Kultur,BR Kultur Plus
Bayern 3 = BR Pop
Bayern 4 = BR Klassik
B 5 aktuell = BR Info,BR Info Plus
BR Eins Plus
BR Verkehr



von Scrat - am 29.08.2009 15:38
Zitat

Bayern 1 = BR Eins
Bayern 2 = BR Kultur,BR Kultur Plus
Bayern 3 = BR Pop
Bayern 4 = BR Klassik
B 5 aktuell = BR Info,BR Info Plus
BR Eins Plus
BR Verkehr

Oder noch schlimmer:
Bayern 1 = BR EINS, BR EINS Plus
Bayern 2 = BR Voice of Bavaria, BR Voice Plus
Bayern 3 = BR Hitradio
Bayern 4 = BR Klassik
B 5 aktuell = BR Aktuell, BR Aktuell Plus
BR Verkehr = BR Verkehr
on3radio = BR Hitradio Plus

Aber soweit wirds ja hoffentlich nicht kommen.

von Zwölf - am 29.08.2009 16:48
Zitat
Thomas (Metal)
Außerdem wird dann letztlich für alle genau das gespielt was die meisten der jeweiligen Zielgruppe wollen und dann hätten wir genau die untereinander fast völlig austauschbaren Mainstreamprogramme.

Genau das wird künftig nicht mehr so einfach funktionieren, weil die Menschen individualistischer geworden sind. In diesem Sinne vestehe ich auch die Reform des BR und verteufle sie nicht. Das "klassische" Programmschema der öffentlich-rechtlichen Radioanbieter, das aus den 1960er-Jahren stammt und die damaligigen gesellschaftlichen Abgrenzungen reflektiert, hat endgültig ausgedient.

Die "Krise" des Radios besteht im Wesentlichen darin, nicht mehr mit den heutigen vielfältigen Ansprüchen zurecht zu kommen. Und wenn man bedenkt, dass die "Woodstock-Generation" inzwischen in Rente geht, sind die stereotypen Zuweisungen von altbackenen Programmformen längst überholt. Da nun offenbar auch bei den Rundfunkanstalten Leute ans Ruder kommen, die nicht mehr bereit sind, mit 40 Jahre alte Strukturen weiterzuarbeiten, gibt es jetzt auch Reformen. Das mit den Namen ist erst ein zaghafter Anfang.

von Wasat - am 29.08.2009 16:49
Zitat
Zwölf
Zitat

Bayern 1 = BR Eins
Bayern 2 = BR Kultur,BR Kultur Plus
Bayern 3 = BR Pop
Bayern 4 = BR Klassik
B 5 aktuell = BR Info,BR Info Plus
BR Eins Plus
BR Verkehr

Oder noch schlimmer:
Bayern 1 = BR EINS, BR EINS Plus
Bayern 2 = BR Voice of Bavaria, BR Voice Plus
Bayern 3 = BR Hitradio
Bayern 4 = BR Klassik
B 5 aktuell = BR Aktuell, BR Aktuell Plus
BR Verkehr = BR Verkehr
on3radio = BR Hitradio Plus

Aber soweit wirds ja hoffentlich nicht kommen.


Bayern 1 = Bayern Musi - "Doar wo di Musi spuilt" :D
Bayern 2 = BR KULTUR
Bayern 3 = Hitradio B3
Bayern 4 = BR KLASSIK
B5 Aktuell = BR INFO
BR Verkehr = BR TRAFFIC
on3radio = BR YOUNG

von DX OberTShausen - am 29.08.2009 16:56
Na ja, wenn dann sollte sich Bayern 3 schon in das hier öfter erwähnte BR Sepp umbenennen und sich musikalisch am rbb-Pendant orientieren, und die anderen dann wir folgt:

Klassik BR
Info BR
Kultur BR
Eins vom BR
Sepp BR


von Anonymer Teilnehmer - am 29.08.2009 17:58
Zitat
hausfieber
Eins steht fest: Phantasie haben wir alle :joke:

Bayern Musi - Da geats zieaftig hear!
Voice of Bavaria - dia Voice vom BR
Hitradio B - forever young
Bayern News - Dös Radio für dia Leit dia koa Geld für dia Zeitung hämt.
Bayern Young - Dia Muasik geaht oab wia Bayerhammrs Katz'


Da es in diesem Thread aber um das neue BR Senderverzeichnis geht, sollten wir uns besser am Riemen reißen und auch darüber diskutieren und nicht über zukünftige Sendernamen ;) :D

von DX OberTShausen - am 29.08.2009 18:00
Zitat

Die "Krise" des Radios besteht im Wesentlichen darin, nicht mehr mit den heutigen vielfältigen Ansprüchen zurecht zu kommen. Und wenn man bedenkt, dass die "Woodstock-Generation" inzwischen in Rente geht, sind die stereotypen Zuweisungen von altbackenen Programmformen längst überholt. Da nun offenbar auch bei den Rundfunkanstalten Leute ans Ruder kommen, die nicht mehr bereit sind, mit 40 Jahre alte Strukturen weiterzuarbeiten, gibt es jetzt auch Reformen. Das mit den Namen ist erst ein zaghafter Anfang.

Und was könnten dann weitere Schritte sein? Klar, es gibt zum einen Mal viele unterschiedliche Musikgeschmäcker; ich persönlich hätte nichts dagegen, diese alle gemischt über einen Radiosender zu hören. Aber viele sind da nicht so, wie soll ich sagen, tollerant. Die wollen im Radio halt nur Hip hop, oder Pop oder Klassik hören, aber nicht zusammen. Aber gerade soetwas ist eigentlich, wenn überhaupt, nur über Webradio vorstellbar, und dann auch nicht von einem Rundfunkanbieter alleine. Selbst bei DAB können auch nur Spartensender einiger Musikrichtungen es sich leisten on Air zu gehen. Aber bei UKW - was will der BR da machen? Mit 5 UKW-Ketten kann man nicht Radio für alle machen - höchstens Kompromisse. Wo will der BR hin?


von Zwölf - am 29.08.2009 20:52
Ich denke bei fünf FM Ketten wäre folgende Aufteilung am sinnvollsten:

1. Programm: Major-AC mit Musik aus 60er bis 90er, volkstümliche Musik, regionale Infos, Zielgruppe 40-70 Jahre (Mischung aus Bayern 1 und Bayern Plus)
2. Programm: Kultur, Jugendkultur, Alternative Musik und Klassik (Mischung aus Bayern 2, Bayern 4 und on3radio)
3. Programm: Adult-Cotemporary: Musik aus 80er, 90er und heute, sowie Service, Zielgruppe 25-50 Jahre (so wie Bayern 3 heute ist)
4. Programm: Young-Cotemporary: aktuelle Musik aus Black, HipHop, Trance, Dance sowie Talk und interaktive Inhalte, Zielgruppe 14-35 Jahre (so in die Richtung N-Joy, You FM, DasDing, UnserDing, ...)
5. Programm: News und Informationen (so wie Bayern 5 heute ist)

von Martyn136 - am 30.08.2009 03:33
Ehrllich gesagt, ich glaube, dass das 2. Programm kaum jemand hören würde. Die meisten Jugendlichen/Anhänger alternativer Musik, werden wohl nicht einschalten, wenn sie damit rechnen müssen, dass auf dem Sender Klassik oder Kultur läuft (wandern ab in Richtung FM4/Galaxy). Wer gerne Kulturelles hören will, kann unter Umständen mit der Musik nicht viel anfangen; wandert ab Richtung DLF/DKultur. Und wer Klassik hören möchte, kann wahrscheinlich nicht allzuviel mit alternativer Musik anfangen; wandert ab in Richtung KlassikRadio, Ö1, SWR2 und DRS2.

Ich denke außerdem, das ein gesondertes Klasikradio mit klassik und Filmmusik weiterhin erhalten bleiben sollte. Wenn dann würde ich die alternative Musik in dein 4. Programm mit heineinnehmen, und als 5. Programm eine Mischung aus Info und Kultur senden.

von Zwölf - am 30.08.2009 07:57
Martyn, was hat denn jetzt bitte Klassik und alternative Musik zusammen zu suchen? Beides will keiner hören, oder was?
Young-CHR: Nein. Is wat für private,
Oldies+Volkstümliche Musik? Niemals! Volksdümmler werden niemals diese Negermusik hören, Hörer der Beat- oder Discomusik niemals Volkstümliche...usw

von Japhi - am 30.08.2009 08:21
@Japhi
Ich weiß jetzt nicht, ob Deine Meldung zuvor todernst oder ironisch gemeint ist. Aber wenn ich mir unsere ORF-Programme anschaue, dann meine ich doch, dass Du unrecht haben könntest. Ö1, die Kultur- und Klassikwelle gewinnt seit Jahren dazu und hat mehr Zuhörer als mancher privater.
Früher gab es auf den ORF-Lokalwellen überhaupt nur deutschsprachige Musik. Erst später gab es eine in Wien zusammengestellte Liste 99 englischsprachiger Titel, die die landesstudios einsetzen durften. Und heute? Viele Oldies und wenig deutschsprachiges - und alle hören nach wie vor zu.

von delfi - am 30.08.2009 09:36
Zitat
Japhi
Oldies+Volkstümliche Musik? Niemals! Volksdümmler werden niemals diese Negermusik hören, Hörer der Beat- oder Discomusik niemals Volkstümliche...usw


Hast Du eine Ahnung... Das ist exakt das Format, mit dem 1989 Radio Arabella in München von Null auf Eins durchstartete. Damals konntest Du tatsächlich CCR und die Kastelruther Spatzen hintereinander hören und diese Mischung hat nicht nur niemanden gestört sondern eben riesigen Anklang gefunden!

von _Christoph - am 30.08.2009 12:18
Zitat

Damals konntest Du tatsächlich CCR und die Kastelruther Spatzen hintereinander hören und diese Mischung hat nicht nur niemanden gestört sondern eben riesigen Anklang gefunden!

Genau die gleiche Mischung findet in einer anderen Gegend noch heute ganz besonderen Anklang :D!

von WiehengeBIERge - am 30.08.2009 17:55
1. Wir sind in Deutschland. Da gibt es keine Toleranz mehr. Oldies und VolksTÜMLICHEmusik will die übliche Mehrheit nicht mehr zusammen hören. Sagt Berater JaPSi. Und 1989 waren die Ansprüche an Radio mal wieder ganz andere. Da war es revolutionär, wenn in einer Sendung Oldies und Volksdümmliche Musik liefen, heute nicht mehr. Das sind zwei verschiedene Zielgruppen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In NL ja, da gehts, hier im Forum wirds auch toleriert, aber wenn die Kastelruther Spatzen laufen, schaltet meine EZF z.B. ab. Wenn meine Großeltern plötzlich die Rolling Stones hören, schalten die auch ab...Allgemein Musik der 60er-80er, das könnte klappen, also inkl. Schlager, Pop, Rock, Beat der Zeit. Aber dann müsste auch DJ Ötzi im Hitradio laufen.

2. Klassik, Alternative Musik und Kulturbeiträge...naja. Könnte klappen, schreckt aber die Klassikliebhaber ab und wird maximal tolerante Alternativstudenten anziehen. Dann doch lieber mal das ein oder andere Alternative passend in eine der anderen Wellen packen, wäre sinnvoller.

Bei Fragen: Bitte Ankacken.

von Japhi - am 30.08.2009 19:26
Zitat
Martyn136
Ich denke bei fünf FM Ketten wäre folgende Aufteilung am sinnvollsten:

1. Programm: Major-AC mit Musik aus 60er bis 90er, volkstümliche Musik, regionale Infos, Zielgruppe 40-70 Jahre (Mischung aus Bayern 1 und Bayern Plus)
2. Programm: Kultur, Jugendkultur, Alternative Musik und Klassik (Mischung aus Bayern 2, Bayern 4 und on3radio)
3. Programm: Adult-Cotemporary: Musik aus 80er, 90er und heute, sowie Service, Zielgruppe 25-50 Jahre (so wie Bayern 3 heute ist)
4. Programm: Young-Cotemporary: aktuelle Musik aus Black, HipHop, Trance, Dance sowie Talk und interaktive Inhalte, Zielgruppe 14-35 Jahre (so in die Richtung N-Joy, You FM, DasDing, UnserDing, ...)
5. Programm: News und Informationen (so wie Bayern 5 heute ist)

Machen wir es kurz: Bayern4 gehört für Dich abgeschafft und dafür ein Jugendprogramm deiner Wahl auf diese Kette. Was nicht dahin paßt wird auch noch ins zweite Programm, der Müllhalde der Anstalt, verschoben werden. Die restlichen Programme könnte nach Deinem Gusto demnach so bleiben wir er ist, sie wären Dir möglicherweise dann egal. Um den Bogen wieder zu bekommen: Da spielt es natürlich dann auch keine Rolle mehr, ob man das vierte Programm Bayern4 oder BR Klassik nennt :D .

von Thomas (Metal) - am 30.08.2009 19:39
Ketzerische Frage: Müssen ÖRs überhaupt den "Mainstream" bedienen, oder entspricht ein Programm wie Bayern 4 (Bayern Klassik) nicht viel eher ihrem Auftrag?
... man könnte jetzt natürlich argumentieren, daß im Wesentlichen in Bayern nur in Nürnberg oder München eine vielfältige Privatradiolandschaft existiert; sonstwo ist Bayern 3 dann immernoch besser als das Gedudel des Monopolisten Antenne Bayern. Gut, daß wir hier FM4 haben :)

von DH0GHU - am 30.08.2009 20:06
@Thomas: Fast aber nicht ganz. Ich würde eigentlich eher Bayern 2 und on3radio abschaffen, Bayern 4 auf den 2. Programmplatz legen und um Reste von Bayern 2 und on3radio ergänzen. Der Klassikanteil sollte dabei bei mindestens 60% liegen, weil es für Klassikhörer keine bayernweit empfangbare Alternative gibt, während die Kulturhörer noch Deutschlandradio Kultur als Alternative haben.

@Ulrich: Das trifft es genau. Was gibt es denn an bayernweit empfangbaren Privatradio? Antenne Bayern und Lokalfunk (Ramasuri, Charivari, UnserRadio, ...) Ersteres ist wie Bayern 3 ein Adult-Cotemporary Radio, zweiteres ähnlich Bayern 1 ein Major-AC Radio. Beides sind also nur Imitate von Bayern 3 und Bayern 1, allerdings auf geringerem Niveau.

Was "mein" Young-Cotemporary Format betrifft gäbe es in Bayern Hitradio N1 und Radio Galaxy. Deshalb stimme ich euch insoweit zu das nicht zwingend der Bayrische Rundfunk ein solche Format auch anbieten müsste. Der Haken an Radio Galaxy ist aber das die nur ein paar 100W Funzeln haben die zum Teil auch noch recht ungünstig platziert sind uns ungünstige Frequenzen haben, so das es mit der Empfangbarkeit nicht sonderlich gut aussieht.

Ob ein Young-Cotemporary Format jetzt privat oder öffentlich-rechtlich ist wäre mir egal, aber es müsste eine Empfangbarkeit erreicht werden die auf dem Niveau von Bayern 4 liegt. Aber da man kaum für die BLM eine dritte, bayernweite, private Kette hervorzaubern kann müsste es der Bayrische Rundfunk in Angriff nehmen. Deswegen meine Idee: Bayern 2 abschaffen, Bayern 4 auf den Programmplatz von Bayern 2 und die freien Bayern 4 Frequenzen für Young-Cotemporary Format verwenden.

Grob gesagt stellt sich die Situation in Bayern bislang so dar, was gut empfanbare Programme betrifft:

Bayern 1
Bayern 2
Bayern 3
Bayern 4
Bayern 5
===
Deutschlandfunk
Deutschlandradio Kultur
===
Antenne Bayern
Ramasuri / Charivari / UnserRadio

Man hat also 9 gute Frequenzketten, aber durch vier Doppelbelegungen nur 5 verschiedene Formate hat. Diese Doppelbelegungen sollte man eigentlich auflösen.

Aber das ist dann in der Praxis nicht ganz einfach: Denn an Deutschlandfunk und Deutschlandradio kann man als Landesanstallt nichts ändern, andererseits ist aber z.B. Bayern 5 imho deutlich erfolgreicher als Deutschlandfunk.

Nach meiner Änderung hätte man allerdings immer noch drei Doppelbelegung, aber immerhin 6 statt 5 verschiedene Formate.

Wenn man dann dann Bayern 1 wieder wie füher mehr volkstümliche Inhalte für ältere Hörer zu senden, also Mischung aus Bayern 1 und Bayern Plus, um sich von Ramasuri / Charivari / UnserRadio zu unterscheiden, dann wäre man schon bei 7 Formaten.

Wenn man es noch schaffen würde Antenne Bayern die Lizenz zu entziehen und sie so zu einer Programmänderung in Richtung Rock Antenne zwingen könnte, dann würde man es sogar auf 8 Formate bringen.

Dann ist man schon verdammt nahe am Optimum was bei 9 Frequenzen möglich ist. Die Doppelbelegung zwischen Bayern 5 und Deutschlandfunk ist imho nicht behandelbar, weil Bayern 5 zu erfolgreich ist um es zugunsten des schlechteren Deutschlandfunk zu verschlechtern oder gar aufzugeben.

Ausser man würde sich darauf einigen Deutschlandfunk einzustellen und dafür etwas anderes etablieren. Dann hätte man tatsächlich 9 Formate auf 9 Ketten.

von Martyn136 - am 30.08.2009 21:19
Zitat

Müssen ÖRs überhaupt den "Mainstream" bedienen, oder entspricht ein Programm wie Bayern 4 (Bayern Klassik) nicht viel eher ihrem Auftrag?

Jein. Ich denke, dass ein Programm wie Bayern 4 Klassik genauso wichtig ist, wie ein Mainstreamprogramm. Und zwar aus foldendem Grund: Wenn der BR kein Mainstreamprogramm ausstrahlen würde, dann würde Unmut aufkommen, weil sich viele Leute fragen würden, für was sie da eigentlich Gebühren zahlen. Ich denke, dass die momentane Aufteilung in zwei Mainstreamprogramme und drei Minderheitenprogramme recht gut ist. So kann auch im ländlichen Raum eine gewisse Vielfalt gewahrt werden, die aus privater Hand nicht finanzierbar wäre.

Zitat

... man könnte jetzt natürlich argumentieren, daß im Wesentlichen in Bayern nur in Nürnberg oder München eine vielfältige Privatradiolandschaft existiert; sonstwo ist Bayern 3 dann immernoch besser als das Gedudel des Monopolisten Antenne Bayern.

Da könnte man jetzt gegenargummentieren, dass es ja auch noch viele Lokalradios gibt, dank denen es auch im ländlichen Raum unter Umständen eine Alternative zu Antenne Bayern gibt; und es kommen ja noch die Ösis, Schweizer und BW-Programme vielerorts hinzu.

von Zwölf - am 30.08.2009 21:24
@Martyn
Du kannst nicht alle Programme, die dir nicht passen einstellen oder die Lizens entziehen. Außerdem gibt es in Bayern nur 7 flächendeckende Frequenzketten: BR1-5, ABY und das lokalfunknetz. DLF weißt bereits größere Löcher auf, und DKultur sind in Bayern auch mehr Farbkleckser auf einer weißen Leinwand, als ein gutes Netz. Die letzte von dir aufgeführte Sendergruppe sagt mir hier im Regierungsbezirk Schwaben z. B. gar nichts. Ich kenne hier noch Galaxy; aber selbst wenn man alle bayerischen Zweifrequenzstandorte zusammennehmen würde, hätte man ein Netz, dass noch schlechter wäre, als das von DKultur. Als "gut empfangbare Programme" kann man das nicht mehr zählen lassen.

von Zwölf - am 30.08.2009 21:39
Zitat
Zwölf
Ich denke, dass die momentane Aufteilung in zwei Mainstreamprogramme und drei Minderheitenprogramme recht gut ist. So kann auch im ländlichen Raum eine gewisse Vielfalt gewahrt werden, die aus privater Hand nicht finanzierbar wäre.

Grundsätzlich finde ich eine Aufteilung in zwei Mainstreamprogramme und drei Minderheitenprogramme auch gut und fair.

Das Problem ist allerdings das die Mainstreamprogramme von den Privaten kopiert werden, und die Minderheitenprogramme in zwei der drei Fälle das so in etwas treffen, was es mit DLF und DLR Kultur schon gibt. Das führt dann dazu das man vier Doppelbelegungen hat, und dadurch viele Zielgruppen, vorallem jüngere Hörer ganz auf der Strecke bleiben.

Zitat
Zwölf
Da könnte man jetzt gegenargummentieren, dass es ja auch noch viele Lokalradios gibt, dank denen es auch im ländlichen Raum unter Umständen eine Alternative zu Antenne Bayern gibt; und es kommen ja noch die Ösis, Schweizer und BW-Programme vielerorts hinzu.

Ich hab hier das grosse Glück das ich Evropa 2, Kiss Proton und Radio Egrensis empfangen kann, und auch Radio Galaxy geht teilweise. Höre die meiste Zeit dann Kiss Proton.

Was die Ösis betrifft sieht es schlechter aus. Ö3 hat natürlich den Ö3-Wecker und ne geniale Radiocomedy, dazu sehr gute Moderatoren, aber vom Format her ist der Unterschied zu Bayern 3 und Antenne Bayern nicht so gross. FM4 ist ein Nischenprogramm das mir nicht gefällt. Und Welle1 hat schlechtere Frequenzen und zu wenig Overspill um in grösseren Gebieten empfanbar zu sein.


von Martyn136 - am 30.08.2009 21:55
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.