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Deutschlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Startbeitrag von Wiesbadener am 08.09.2009 13:59

Zum Jahresende will Deutschlandradio seine Übertragungen im DAB-Modus in Deutschland (sogar in Bayern) einstellen. Das bedeutet gleichzeitig ein Ende der DAB-Übertragungen in mehreren Bundesländern u.a. Hessen. Ob in Thüringen und Sachsen DAB wegen einem Programm (MDR Klassik) noch aufrecht erhalten wird wage ich auch zu bezweifeln. Das nächste Kapitel des Grabgesangs ist somit eingeläutet.

Quelle: offizielle Statements auf der IFA

Jassy: Typfehler im Titel korrigiert.

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Das Deutschlandradio gibt nun einen zentralen Verbreitungsweg auf, nun gut. Mit DAB hatte aber das Deutschlandradio fast eine flächendeckernde Versorgung in einigen Bundeländern aufgebaut, so z.B. in Baden-Württemberg. Diese hundertausende Hörer, die nun ab dem Neujahr ohne Versorgung dastehen (in Baden-Württemberg gibts heute nur eine sehr lückenghafte Versorgung auf UKW mit DLR Kultur) sollen nun auch auf wieder erreicht werden.

Zitat:
dxbruelhart
eine vierstellige Anzahl neuer UKW-Funzeln eingeschaltet werden


Wie kommst Du denn zu dieser "Hochrechnung"? Die beiden D-Radios können mit dem bestehenden Sendernetz bei kreativer Neuverteilung durchaus eine brauchbare Abdeckung erzielen. Und auch wenn's wieder einen Aufschrei gibt: Man könnte sich durchaus auf ein Programm von einem Redaktionsstandort beschränken. Ich schätze den Öffi-Rundfunk sehr und zahle auch gern meinen Obulus. Aber die zementierten Besitzstände gehen mir schon auf den Zeiger...


Das erfordert nun eine sehr grosse Anzahl von UKW-Funzeln; eine Zerobase oder eine andere UKW-Neuordnung wird es nun mit sehr grosser Wahrscheinlilichkeit nicht geben; wäre DAB ein Erfolg geworden, so hätte sich so oder so eine UKW-Neuordnung ergeben.
Ich habe an Baden-Württemberg mein Modell genommen, hier braucht es wohl über 100 neue Funzeln, da wohl nur Frequenzen mit kleiner Leistung eingesetzt werden können.
Habakukk schrieb hier http://forum.mysnip.de/read.php?8773,121002:
Sorry, für OT, aber so wie ich die Sache sehe, wird die Zukunft des Hörfunks 2015 so aussehen:
- Bayern: das DeutschlandRadio nimmt UKW-Füllsender 3015 in Betrieb für den Deutschlandfunk. Gesendet wird mit 0,3 Watt vom Standort Bernau/Chiemsee-Mobilfunkmast. Versorgt wird die Autobahnauffahrt der Anschlußstelle Bernau. Bereits auf der Beschleunigungsspur kommt es zu heftigen Interferenzen mit dem Radio Galaxy Sender Bernau/Chiemsee-Mobilfunkmast 2 auf selber Frequenz.

Diese Zukunft steht uns nun ins Haus...

von dxbruelhart - am 08.09.2009 21:43

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Uhlerborner
Wenn es in NRW 46 echte Lokalsender gäbe, die von mir aus von 22 bis 6 Uhr das gleiche bringen, sonst aber unterschiedlichste Programme, dann wäre ich der größte Freund dieses Systems, so ist es aber im Wesentlichen nur eine Gelddruckmaschine für die Lizenzinhaber.


Gelddruckmaschine oder Abschreibungsobjekte? Nehmen wir die Stadt Herne mit 166.924 Einwohnern. Einer Einschaltquote von 26% Hörer gestern. Entspricht über den Tag verteilt 46.738 Hörer. In der Spitze verdient der Sender 113 Euro/30 Sekunden in der schlechtesten Zeit aber nur 7,20Euro/30 Sekunden. Wie mit dem Geld ein 16-Stunden-Programm gestalltet werden soll. In der Zeit von 20 bis 21 Uhr würde der Sender draufzahlen, wenn selber Programm machen würde.

Die Kosten für GEMA, VG Wort usw. wären höher als der Gewinn. 46 selbständige Lokalradios wären auf die Dauer reine Musikabspielstationen. Radio NRW sorgt für Qualität in NRW.

Wenn das NRW-System überall eine Gelddruckmaschine wäre, dann würde Welle West noch existieren. Von Anfang an ist gesagt worden, dass 1/3 der Sender gewinnbringend arbeiten, 1/3 kostendeckend arbeiten und 1/3 nie Gewinne abwerfen wird.

Fakt ist, dass ein Landesweiter Sender vielleicht mit 50 Mitarbeitern ausgekommen wäre, die NRW-Lokalradios haben einige Mitarbeiter mehr. Schon wenn man die Anzahl der Festangestellten mit 5 berechnen würde, wären wir bei 230 festen Stellen + Radio NRW.

Die DAB-Diskussion bringt uns auch nicht weiter. Wer ein WLAN-Radio sein eigen nennt, der findet dort 11.000 Sender. Wer will da noch die 11-12 Sender über UKW hören, die im Ruhrgebiet verfügbar sind.

Die Zerobase-Diskussion gibt es hier jeden Monat aufs Neue. Die Argumentation ist, wenn ich auf den Kahlen Asten steige, kann ich 100 Sender empfangen. Sicherlich gibt es solche Orte. Nur die wenigsten Hörer wohnen in der Wetterstation im Winterberg. Im Gegenteil, viele Menschen wohnen im Tal, wo die Städte wegen dem Zugang zum Wasser entstanden.

Mich würde interessieren auf welchen Frequenzen Du die 10 WDR 2 Sender gehört hast. Ich zeige Dir gerne einige Häuserschluchten, wo Du glücklich wirst, wenn Du eine WDR 2 Frequenz orndlich empfangen kannst.

Auch wenn DAB abgeschaltet wird, eine Alternative fehlen wird, wird es keine Zerobase geben. Der Empfang wird immer mehr von Minisendern gestört. Die Verantwortlichen in den Funhäusern werden immer das Argument behalten wollen, dass eine Digitalisierung bessere Qualität bringen würde. Also warum entrümpeln? Der Weg führt in eine andere Richtung.

von Seltener Besucher - am 08.09.2009 21:54

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

@O'D: Mut zur Mittelwelle!

ganz ohne Sarkasmus: warum nicht "zerobase" für Mittel- und Langwelle. Da könnte man bei fast Null beginnen. Es gab ja schon für den Fall einer Umstellung von DLF/DR auf DRM Pläne, weitere Sender in Betrieb zu nehmen. In Westfalen wird der DLF noch auf 549 kHz gehört, leider wird in Richtung Belgien mit verminderter Leistung ausgestrahlt, zum Schutz eines nicht mehr existierenden (!) Nachbarkanalsenders auf 540 kHz. Folge: im Ballungsraum Ruhrgebiet mit hohem Störpegel ist die Mittelwelle keine Alternative zum bekannten 102,7/102,8-Problem. DR ist im Ruhrgebiet auf MW praktisch garnicht, auf LW 177 KHz nur stark gestört zu empfangen. Die MW/LW-Standorte sind seinerzeit nach Gesichtspunkten des Ost-West-Konfliktes gewählt worden. In den USA werden MW-Sender bewußt in Ballungszentren betrieben, dann reichen auch 50 kW.
Zum anderen läßt das Hörvermögen für hohe Tonfrequenzen mit steigendem Alter nach, und die geringere NF-Bandbreite der AM-Sender wird nicht mehr als großer Nachteil empfunden. AM-Sender lassen sich mit sehr einfachen, billigen und selbstbaubaren Geräten empfangen, was in Katastrophensituationen ein Vorteil wäre.

Für Programme mit hohem Wortanteil (DLF, DR, ev. auch WDR 5) sollte dieser Verbreitungsweg erhalten werden. Durch geschickte Wahl der Senderstandorte könnten mit weniger HF-Leistung wesentlich mehr Hörer erreicht werden. Vielleicht ist Truckradio auch daran gescheitert, dass die 5 kW-Sender Nordkirchen und Jülich zu weit von den Ballungsgebieten entfernt lagen.



von hegi_ms - am 09.09.2009 01:06

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Auch wenn aus der Zerabose nichts wird; hätte es denn überhaupt was gebracht? In Bayern wäre ja z. B. folgendes erstrebenswert:

flächendeckend:
DLF
DRadio
Bayern 1
Bayern 2
Bayern 3
Bayern 4
B 5 Aktuell
Antenne Bayern
BLM Lokal
mindestens eine neue UKW-Kette, damit sich das ganze lohnt

Punktuell, sollte weiterhin erhalten bleiben:
Zweitsender (z. B. Galaxy)
klassik Radio
EgoFM
weitere BLM-Programme die jetzt schon in den Großstädten on Air sind

Aus den Nachbargebieten müssen dabei beachtet werden:


10x BW (5x SWR, 5x Privat)
5x AUT (4x ORF, 1x Privat)
6x SUI (5x SRG, 1x Privat)
ca. 11x HES (6x hr, rest Privat)
9x SACH (4x MDR, 5x Privat)
ca. 7x THÜ (4x MDR, 3x Privat)
ca. 19x CZ (5x CRo, rest Privat)

+ min eine zusätliche Kette pro Region.

Die Sender aus den Nachbarländern belagern natürlich nur bestimmte Bereiche mit einer betimmten Anzahl von Frequenzen. Von daher müssten die Frequenzblöcke eine gewisse Breite haben, damit auch hier noch guter Empfang möglich ist. Und eines darf man natürlich auch nicht vergessen, wenn z. B. Bayern 1 von einem exponierten Standort wie dem Grünten gesendet wird, kann diese Frequenz auch in einem Großteil von BW nicht mehr genutzt werden. Besonders im Süden, wo auch noch die Schweizer und Ösis kommen, könnts torzt Zerobase knapp werden mit einer neuen Frequenzkette für BW.

Was wäre denn eine sinnvolle Frequenzanzahl für eine landesweite UKW-Kette? Oder sollten vielleicht pro Sender zwei Frequenzblöcke zugeteilt werden?

von Zwölf - am 09.09.2009 11:38

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Ich habe mir mal vor einiger Zeit die Muehe gemacht und nur fuer Bayern geschaut, wo ueberall DLF und DKultur noch Funzeln benoetigen wuerden, um eine halbwegs flaechendeckende Versorgung hinzubekommen. Ich habe mich dabei an den Standorten der Lokalradios orientiert, da ich davon ausgehe, dass sowieso nur mehr Frequenzen koordinierbar sind, die eher noch reichweitenschwaecher als die der Lokalradios sind, sprich Sender mit gerichteter ERP im Bereich 50-300 Watt von nicht allzu exponierten Standorten. Eine wirkliche flaechendeckende Versorgung mit beiden Programmen gibt es so immer noch nicht, es wuerde sicher immer noch mehr als genug Luecken geben.

Ich komme nun auf folgende Anzahl neuer noch in Betrieb zu nehmender Sender:
DLF: 41
DKultur: 50
                        
DLF DKultur
Oberbayern:

Beilngries x x
Eichstätt x x
Neuburg (Donau) x x
Schrobenhausen x x
Pfaffenhofen x x
Freising x x
Erding x x
Ebersberg x x
Fürstenfeldbruck x
Penzberg x x
Oberammergau x x
Garmisch-Partenkirchen x x
Wolfratshausen x x
Bad Tölz x x
Tegernseer Tal x x
Holzkirchen x x
Oberaudorf x x
Wasserburg x x
Trostberg x
Waging x
Freilassing x
Bad Reichenhall x

Niederbayern:

Viechtach x
Regen x
Grafenau x
Freyung x
Deggendorf x
Griesbach x
Pfarrkirchen x
Vilsbiburg x
Dingolfing x
Pfeffenhausen x x

Oberpfalz:

Kelheim x x
Neumarkt x x
Burglengenfeld x

Unterfranken:

Gemünden/Lohr x
Marktheidenfeld x
Aschaffenburg x
Miltenberg x x
Kitzingen x x

Mittelfranken:

Neustadt (Aisch) x x
Feuchtwangen x x
Dinkelsbühl x x
Wassertrüdingen x x
Weißenburg x x

Schwaben:

Nördlingen x x
Donauwörth x x
Dillingen x
Günzburg x
Krumbach x x
Memmingen x x
Mindelheim x x
Kaufbeuren x
Sonthofen x x
Oberstaufen x x
Lindau x x


Viel Spass beim Frequenzsuchen! :-)

von Habakukk - am 09.09.2009 11:55

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Schwabinger
Zitat
DXBruelhart
Diese hundertausende Hörer, die nun ab dem Neujahr ohne Versorgung dastehen

Da hätte ja BW 100% aller deutschen DAB-Besitzer. Sauber. ;) Oder genau bei "hunderttausende" nahezu alle europäischen DAB-Nutzer.

In der Schweiz allein sinds momentan über 400000. Im UK einige Millionen...
Die Briten werden sich mal wieder ihren Teil über die stupid Krauts denken, wenn sie, in Deutschland unterwegs, nix via DAB empfangen können...

Zitat
Tornado Wayne
Meine Meinung zu der Sache: DLF+DKultur runter von UKW, da das Band eh schon voll ist. Die sollen sich um alternative Verbreitungswege kümmern.

Nix da. Zum DLF gibts keine Alternativen. Dann eher noch Programme wie HR3, SWR3 und BR3 weg, da gibts ja private Alternativen - und die dabei entstehenden Mehrfachversorgungen mit dem DLF könnte man dem DR Kultur zukommen lassen :joke:

Spaß beiseite: Ich sehs überhaupt nicht ein, warum ich die von mir mitbezahlten D-Radios hier nicht in vernünftiger Klangqualität hören darf. Als ich noch in deren UKW-Versorgungsgebiet wohnte, habe ich teilweise fast ausschließlich DLF gehört. So Programme wie Antenne Bayern sind für mich absolut verzichtbar und überflüssig; sie bieten mir keinerlei Mehrwert. Ich kenne auch niemanden, der z.B. Antenne Bayern auch nur ansatzweise mag.



Zitat
delfi
Heute habe ich den aktuellen Radio-Kurier bekommen. Da ist zu lesen, dass DEUTSCHLANDRADIO durch den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag mit der digitalen Ausstrahlung des dritten Vollprogramms DRadio Wissen beauftragt wurde.

Wie passt das ganze eigentlich mit der DAB-Abschaltung zusammen?


Das hat ja nichts damit zu tun, daß die KEF die Gelder für DAB sperrt. Das Problem ist nicht der Wille des DLFs oder der Wille derer, die den Rundfunkstaatsvertrag gestaltet haben; das Problem sind die Anti-DAB-Lobbyisten in der KEF und im VPRT, die Angst um ihr Monopol haben. Die Schalten und Walten unabhängig.



von DH0GHU - am 09.09.2009 18:19

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

etwas OT (hat mit dem DLF/DLR-Thread ja eigentlich nichts zu tun, aber ABY zieht sich hier auch als roter Faden durch fast 5 Seiten).
Zitat

Antenne Bayern vs. FM4, Galaxy & Co.

Fakt ist nun mal, dass ABY in D in Sachen Privatfunk der Tonangeber ist. Egal ob das jetzt nun programmlich (Musik) und inhaltlich (Gewinnspiele) gefällt oder nicht.
Wer mit "ich kenne keinen der ABY hört, aber viele die FM4 einschalten" was anfangen kann, in Ordnung. Aber mit dem Thema der auf der IFA aufgeschnappten Abschaltung des nationalen Rundfunks in Trägerschaft der Länder auf DAB hat das wenig zu tun.
Auch wenn im Forum einge aufzählen können, dass sie keinen kennen, der zu den ABY-Hören zählt, dafür aber zig FM4-ler, die ABY-Hörerschaft ist nun mal da und in der FAB und MA mit einer für einen deutschen Privatsender noch immer Traumquote erfasst :D
Auch die Gong 96,3-Hörer sind da. Und die von 95,5 Charivari, Energy München, Radio Arabella, 106.4 TopFM. Selbst die von Radio 2day und egoFM. Auch von Bayern 3 und DLF.
Nicht erfasst sind die Freunde von on3Radio (und ob es die nennenswert außer einigen paar Freaks und neben den Machern selbst, bei Normalhörern gibt, bezweifel ich ja noch immer).

Und nun zurück zur Abschaltung der beiden "Marktführer" und "Massenprogramme" auf DAB, die auch einen Versorgungsauftrag für die deutschsprachige Schweiz zu haben scheinen. ;-)

von Schwabinger - am 10.09.2009 15:51

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
dxbruelhart
Ausserdem sind in Dornach, in der Region Basel allgemein, und auch in und um Lörrach nicht nur der Sender Blauen, sondern auch die Hornisgrinde mit dem DLF empfangbar auf UKW.

Nein, die Hornisgrinde ist hier in Lörrach, Riehen und Basel nur mit einer Aussenantenne brauchbar zu empfangen. Wenn man keine Richtantenne hat, dann wird 106.3 auch durch Rigi und Belfort auf 106.2 gestört. Der Grund für die geringere Feldstärke sind die Abschattungen durch den Südschwarzwald. Besser geht es nur an den Nordhängen des Jura oder weiter westlich, wo die Abschattungen weniger wirksam sind.

Zitat

Was spräche da dagegen, einen dieser beiden Sender für DLR Kultur zu nutzen, und den anderen mit dem DLF weiterlaufen zu lassen? Der Blauen und die Hornisgrinde haben nämlich wirklich ein sehr ähnliches, fast deckungsleiches Versorgungsgebiet.

Die Versorgungsgebiete überlappen sich nur im Raum Freiburg zwischen etwa Müllheim und Lahr, aber nicht im Raum Lörrach/Basel. Gegen eine Umwidmung des Blauens spricht, dass der DLF dann in weiten Teilen der Region nur noch auf Langwelle oder Mittelwelle zu empfangen wäre, so wie das bis etwa 1995 schon einmal war. OK, damals kam der DLF noch vom Telekom-Mast auf der Hornisgrinde und war deshalb noch schlechter hörbar als heute vom SWR-Mast. Das Deutschlandradio Kultur ist ja nun in der Region Basel ausserdem ganz gut über die Lörracher Funzel zu empfangen, jedenfalls dort, wo Strasbourg oder Wannenberg nicht zu stark stören.

Der mögliche Wegfall des deutschen DAB macht in dieser Region übrigens gar nichts aus, der Feldberg geht nämlich laut Digitalradio Südwest hier nur mit einer Aussenantenne oder in guten Empfangslagen. Und statt einer DAB-Aussenantenne nimmt man dann eben lieber gleich eine kleine Sat-Schüssel...

73 de Uli

von ulionken - am 10.09.2009 19:49

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat

Und mit UKW für den lokalen Platzhirschen.


Vergesse aber nicht das ich in eine nicht gerade gut versorgte Gegend wohne, wo längst nicht alles so Rausch frei wie gewollt ankommt.. Und für 15 Euro kauft man eben kein vernünftiges Autoradio, welche hier aber sehr dringend nötig ist, da man hier 200kHz neben einander koordiniert (90.0 90.2 und 90.4 sind hier mit breite Ortssender belegt, auch in andere Bereichen ist es einfach voll) ;-). Was der Betriebsfähigkeit angeht hast du recht, für das DAB Modul muss erst eine extra Antenne installiert werden. Wenn sich aber DAB besser etabliert (Wann auch immer) hat sich das automatisch erledigt weil dann auch die Autohersteller bereits ab Werk VHF3 Stummeln integrieren.

Zitat

"Zwei" Autoradios in einem Gefährt interessiert 99,98 % nicht.


Ist aber jetzt enorm praktisch!

1) Ich muss nicht erst ein nicht gerade billiges DAB Autoradio kaufen,
2) Ich muss kein teure Connect-Box kaufen um die Lenkradbedienung sowie das Display zu behalten,
3) Das System gilt aus Plug-und-Play, ist sehr einfach zu installieren und zu benutzen,
4) Ich behalte weiterhin die von der Werkstattradio angebotene Funktionen,
5) Das DAB-Modul lässt sich problemlos in andere Auto's installieren (Sehr praktisch da ich sehr viel in unterschiedliche auto's fahre!),
6) Der Pure Highway lässt sich auch außerhalb das Auto betrieben am Kopfhörer auf 2x AA-Batterien und ist somit auch auf dem Fahrrad oder draussen zu benutzen. Das Kopfhörerdraht ist dann die Antenne.

Also für die Laie der sich DAB im Auto wünscht, ohne sich ein neues Autoradio an zu schaffen und zudem nicht auf das Werkstattradio verzichten will/kann, ist mit der Pure Highway imho bestens bedient.

von Jassy - am 14.09.2009 20:51

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Hallo Zusammen,

Ich befand mich einige Tage in der Altmark, das ist das Gelände nördlich von Magdeburg in Sachsen-
Anhalt. Auf dem Weg dorthin hörte Ich Deutschlandradio bis auf Teile Bayerns Flächendeckend per
DAB das Problem dabei ist das wohl fast nur Ich diesen Empfangsweg kannte und nutzte
in Tangerhütte angekommen wurde gefragt " Wass `n dat da ? " als der Highway auf dem Armaturenbrett entdeckt wurde. Bereitwillig habe Ich das Gerät und dessen Zweck erläutert mit dem
Erwartetem Desinteresse.
Bei einem Radiohändler in Tangerhütte wollte Ich den Dual Dab 4 vorführen ( Den Händler kenne Ich
schon über 30 Jahre ). Doch der Empfang im Geschäft funktionierte nicht.
Da DRadio nun den Abschaltbeschluss wohl offiziell gefasst hat sollte keinesfalls DRadio Wissen noch auf DAB geschaltet werden. Nach ca. 2000 Km Radiohören Quer durch Deutschland
kann Ich sagen dass DAB dort wo vorhanden gut gegangen ist nur die Handhabe dürfte Otto Normal-
Verbraucher schlichtweg nicht interessieren.
Das Mobile Radiohören ist einfach nur als Nebensache angesehen. Ob es rauscht ist " wurscht " das
es ein Anderes Radiosystem Glasklar hinbringen kann interessiert wohl nur uns hier im Forum.
Da bleibt wohl für DRadio nur die Konsequenz der Abschaltung seiner Programme von DAB ohne vollständigen Ersatz auf Anderen Frequenzen.
MFG Det.

von RADIO354 - am 21.09.2009 18:18

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

http://www.surfstickblog.de/2009/09/web-radio-immer-beliebter/

Einer aktuellen Studie der Bitkom zufolge hören hierzulande inzwischen 16 Millionen Menschen Online-Radio. Dieser Erfolg des Web-Radios liegt auf der Hand: Den Nutzern stehen tausende Sender in meist sehr guter Sound-Qualität zur Verfügung, egal ob es sich um reine Internetsender oder bereits bekannte Radiosender handelt. Praktisch alle Radiokanäle stellen ihr Programm mittlerweile auch als Online-Stream zur Verfügung.

Seit das Internet nicht mehr nur per Kabel verfügbar ist, sondern auch fast überall per Funk, ist es nur konsequent, dass auch Internet-Radios mobil werden. Wer zu Hause im Web Radiosender aus aller Welt hört, vermisst irgendwann auch unterwegs die Programmvielfalt aus dem Netz.

Zum Glück ermöglicht einem heutzutage eine Vielzahl mobiler Endgeräte, wie etwa Smartphones oder mit Surfstick ausgestattete Laptops einen kinderleichten Zugriff auf Websender. Dank Breitband-Internet und kostengünstigen Flatrates ist das mobile Hören von Online-Radio in letzter Zeit immer beliebter geworden. „Diese Voraussetzungen begünstigen, dass die Internetradionutzung steigt und bald sicher so selbstverständlich sein wird, wie heute ein mobiles Gespräch mit dem Handy”, so Thorsten Kirmes, Hamburger Experte für Internet-Radio.

Wir dürfen uns also im Bereich auf einige spannende Innovationen gefasst machen: Pandora etwa hat vor kurzem eine Web-Radio-App speziell für den Android-Market entwickelt, mit all den auch von Blackberry oder Windows Mobile bekannten Features, die auch über EDGE sehr flüssig und ohne spürbares Buffern laufen sollte.

von Free Speech - am 23.09.2009 15:28

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Uhlerborner
http://www.surfstickblog.de/2009/09/web-radio-immer-beliebter/

...Seit das Internet nicht mehr nur per Kabel verfügbar ist, sondern auch fast überall per Funk, ist es nur konsequent, dass auch Internet-Radios mobil werden. Wer zu Hause im Web Radiosender aus aller Welt hört, vermisst irgendwann auch unterwegs die Programmvielfalt aus dem Netz.

Zum Glück ermöglicht einem heutzutage eine Vielzahl mobiler Endgeräte, wie etwa Smartphones oder mit Surfstick ausgestattete Laptops einen kinderleichten Zugriff auf Websender. Dank Breitband-Internet und kostengünstigen Flatrates ist das mobile Hören von Online-Radio in letzter Zeit immer beliebter geworden...

Dumm nur dass die notwendige Bandbreite für mobiles Radio über Mobilfunk erst ab 2015 in der Fläche ausgebaut wird.
Mit notwendiger Bandbreite meine ich daß mehr als 2 Leute gleichzeitig in einer Funkzelle Radio streamen können von der Kapazität her.
Die Mobilfunkanbieter haben gar nicht vor UMTS im 2 GHz Band in ländlichen Gebieten auszubauen, was aber notwendig wäre um Webradio über Mobilfunknetze für eine größere Anzahl an Nutzern zu ermöglichen.
In den Ballungsgebieten wird vermutlich erst mit der Nutzung des UMTS Erweiterungsbandes durch die Mobilfunkanbieter genügend Übertragungskapazität für eine größere Anzahl an mobilen Webradionutzern zur Verfügung stehen. Dafür sind wieder neue Handys bzw. Endgeräte notwendig.
Stattdessen setzen die Mobilfunkanbieter auf DVB-H um Radio- und Mobil-TV zu verbreiten...

Für Webradio über Mobilfunknetze gibt es überall das gleiche Problem: Kein Mobilfunkprovider garantiert eine Mindestübertragungsrate oder eine Mindestverfügbarkeit.

von Winnie2 - am 23.09.2009 21:48

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Ein bemerkenswertes Papier! http://www.dradio.de/presse/pressemitteilungen/1041342/
Zitat

KEF verhindert Digitalisierung des Hörfunks in Deutschland

Richtig wäre: KEF beendet (endlich) gescheitertes DAB Projekt
Zitat

Der Hörfunk benötigt digitale Entwicklungschancen

Richtig. Hat er dank Internet und IPhone so gute wie seit 30 Jahren nicht mehr.
Zitat

dem Hörfunk einen eigenständigen digitalen Verbreitungsweg zu eröffnen und dadurch eine zukunftssichere Entwicklungschance zu geben.

Aha, sie wollen also weiterhin herkömmlichen linearen Tonrundfunk. Gegen die Forderung ist ja erstmal nix zu sagen. Mal sehen, ob eine Begründung folgt.
Zitat

Das Gremium sieht in der Entscheidung der KEF eine unzulässige Einmischung in die Rundfunkpolitik der Länder und eine Weichenstellung, die die Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks in Deutschland dauerhaft verhindern könnte. Es ist weniger eine Finanzierungsfrage, sondern vielmehr eine technologische, industriepolitische und medienpolitische Entscheidung

Frage: Wer sonst kann ein technologisch unsinniges Projekt stoppen. Wenn der DLR von sich aus nicht aufhört, teure Sendeenergie für DAB zu verpulvern, dann muss es übers Portemonnaie gehen.
Zitat

Es besteht nun die Gefahr, dass der Hörfunk in Deutschland eine analoge Insel im digitalisierten Europa bleibt.

In dem Satz stecken eine Menge unwahre Behauptungen. Weder wird gesagt, was gegen "analogen" Rundfunk zu sagen ist, noch wird die Sachlage (nicht die Fantasielage) in Europa in Sachen DAB richtig wiedergegeben. Noch wird anerkannt, dass natürlich auch IP und DVB digital sind.
Zitat

Außerdem kann nach der Entscheidung der KEF das von der Politik beauftragte digitale dritte Programm des Deutschlandradios, "DRadio Wissen", ohne DAB nicht mobil empfangen werden.

Da DAB praktisch ohne Hörer sendet, könnten die Leute das Programm auch sonst nicht empfangen. Es gibt mehr IPhones als DAB Radios in Deutschland. So einen Satz kann sich nur ein öffR Sender erlauben. "Da mein neues Internetradio sonst so wenig Leute hören, fordere ich, dass hunderte von Millionen ausgegeben werden, damit mein Radioprogramm auch ja überall gehört wird."
Zitat

Daneben macht der Hörfunkrat des Deutschlandradios auf ökonomische und ökologische Aspekte aufmerksam: Durch die Ausstrahlung über DAB könnte ein Radioprogramm mit deutlich weniger elektrischer Energie gesendet und die Funkfeldleistung könnte in erheblichem Umfang reduziert werden. Mit einem flächendeckenden DAB-Netz könnten dann die weniger effizienten analogen Systeme wie UKW, LW und MW langfristig abgeschaltet werden.

Dass empfängerseitig DAB mehr Energie als UKW schluckt wird nicht gesagt. Dass das Wegwerfen von 300 Mio. UKW Radios ökonomischer und ökologischer Unsinn wäre, wird ebenfalls nicht gesagt. Nein: Wir kreisen nur um uns selbst.
Zitat

Der Hörfunkrat appelliert an die Ministerpräsidenten und an die Rundfunkkommission der Länder, dem Radio in der modernen Medienwelt auch neben dem Internet, das bei Massenbeanspruchung nicht ausreichend leistungsfähig ist, einen eigenständigen digitalen Verbreitungsweg zu eröffnen, damit eine Flächenversorgung sicherzustellen und somit dem Hörfunk eine zukunftsichernde Entwicklungschance zu geben

Seit wann bedeuten die Programme des DLR eine Massenbeanspruchung? Gerade wenn man Programme mit unter 5% Einschaltquote produziert lohnt sich IP-Radio und herkömmliches Radio lohnt sich nicht, weil 95% der Sendeenergie ungehört verpuffen. Insofern ist das Argument gerade für den DLR Nonsens. Und woher wissen die Herren, wie "leistungsfähig" das Internet in 10 Jahren ist?!
Zitat

Der Hörfunkrat des Deutschlandradios fordert: Mit der drohenden Einstellung der DAB-Übertragung besteht die Gefahr, dass dieses Frequenzband zukünftig für Fernseh- oder Mobilfunkanwendungen genutzt wird. Damit gingen diese Frequenzen für den Hörfunk für alle Zeit verloren und stünden für eine spätere Digitalisierung des Hörfunks nicht mehr zur Verfügung.

Oh Gott! Fernseh- und Mobilfunkanwendungen. Dieses moderne Teufelszeug! Was macht man denn mit "Mobilfunk"? Vielleicht auch Radio hören.

Dieses Papier zeigt in ganz erschreckender Weise die Denkweise der DLR Leute, die gedanklich im letzten Jahrhundert stehen geblieben sind. Nach der BT Wahl habe ich jedoch Hoffnung, dass die Politik diesen Leuten endlich die Grenzen aufzeigt. 8 Milliaden EUR Rundfunkgebühren im Jahr und 65 öffR Hörfunkprogramme sind genug! Das Thema DAB vs. IP Radio wurde bereits an anderer Stelle hinreichend beleuchtet.

von Free Speech - am 28.09.2009 14:48

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Mc Jack
Zitat
pfennigfuchser
Über DVB-T können Sie direkt Millionen von Hörern erreichen. Nicht jammern, handeln! Und dafür gibt es auch bestimmt Geld.



JAAA! Einer hats begriffen! DVB-T ist mit dem Zugpferd und Hauptmedium TV längst flächendeckend on Air! Das Nebenbeimedium Radio muss nur noch angedockt werden! Mit dem baldigen Wegfall der leeren DAB-Ensembles kann zumindest im kleinen Versuchsrahmen der Kanal 12 lokal für DVB-T-Radio genutzt werden. Norddeutschland, Hessen und Thüringen bieten sich geradezu an. Es müssen nicht mehr weiterhin Myriaden Nullbytes in die Luft gepustet werden! Jetzt handeln! DVB-T-Radio mit robusten Parametern aufschalten! Passende USB-Sticks gibts ab 15¤ aufwärts.



Mitschnitte || Technik || Dütt un Datt



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.09.09 17:54 durch Mc Jack.


McJack: Da hast Du aber sehr weit danebengetroffen! Auf dem Hoherodskopf war so gut wie gar kein DVB-T Empfang möglich, weder das ARD-Bouquet noch das ZDF-Bouquet noch private Programme waren auf unserer Herberge, die auch DVB-T Empfänger auf jedem Zimmer hatte, empfangbar, und dies auf 762m Höhe mit direkter Sicht auf den Grossen Feldberg!
In Uster sind indes keine DVB-T Sender aus Deutschland empfangbar, analog ging das problemlos, aber digital geht nichts mehr!
Die DVB-T Netze müssen massiv ausgebaut werden, falls man regulär Radio über DVB-T aussenden wollte und damit auch wirklich Hörer erreichen wollte, sonst geht das gar nie.

von dxbruelhart - am 28.09.2009 16:07

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
dxbruelhart
Zitat
Mc Jack
Zitat
pfennigfuchser
Über DVB-T können Sie direkt Millionen von Hörern erreichen. Nicht jammern, handeln! Und dafür gibt es auch bestimmt Geld.



JAAA! Einer hats begriffen! DVB-T ist mit dem Zugpferd und Hauptmedium TV längst flächendeckend on Air! Das Nebenbeimedium Radio muss nur noch angedockt werden! Mit dem baldigen Wegfall der leeren DAB-Ensembles kann zumindest im kleinen Versuchsrahmen der Kanal 12 lokal für DVB-T-Radio genutzt werden. Norddeutschland, Hessen und Thüringen bieten sich geradezu an. Es müssen nicht mehr weiterhin Myriaden Nullbytes in die Luft gepustet werden! Jetzt handeln! DVB-T-Radio mit robusten Parametern aufschalten! Passende USB-Sticks gibts ab 15¤ aufwärts.



Mitschnitte || Technik || Dütt un Datt



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.09.09 17:54 durch Mc Jack.


McJack: Da hast Du aber sehr weit danebengetroffen! Auf dem Hoherodskopf war so gut wie gar kein DVB-T Empfang möglich, weder das ARD-Bouquet noch das ZDF-Bouquet noch private Programme waren auf unserer Herberge, die auch DVB-T Empfänger auf jedem Zimmer hatte, empfangbar, und dies auf 762m Höhe mit direkter Sicht auf den Grossen Feldberg!
In Uster sind indes keine DVB-T Sender aus Deutschland empfangbar, analog ging das problemlos, aber digital geht nichts mehr!
Die DVB-T Netze müssen massiv ausgebaut werden, falls man regulär Radio über DVB-T aussenden wollte und damit auch wirklich Hörer erreichen wollte, sonst geht das gar nie.

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QTH: CH-8610 Uster, 8E 43 38 / 47N 21 08


@ Christian: ich vermute dort oben gab es Störungen durch Gleichkanalbelegungen,beim Vogeljens ging der Feldberg mit Stummelantenne problemlos und das obwohl man den Feldberg nichtmal ansatzweise sehn kann von dort ;)

von Robert S. - am 28.09.2009 16:43

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Uhlerborner
Nach der BT Wahl habe ich jedoch Hoffnung, dass die Politik diesen Leuten endlich die Grenzen aufzeigt. 8 Milliaden EUR Rundfunkgebühren im Jahr und 65 öffR Hörfunkprogramme sind genug!

Rundfunk ist in Deutschland Sache der Bundesländer, und das Ergebnis einer Bundestagswahl kann und darf alleine schon deshalb "diesen Leuten" keine Grenzen aufzeigen - es ist hierfür belanglos. Ich finde es an und für sich gut, dass sich die Rundfunkräte nicht von der Politik beeinflussen lassen, sondern sich eine von der Politik unabhängige Meinung bilden, auch wenn sie dabei anecken. Es ist aber bedauerlich, dass der DLR-Rundrunkrat alleine der KEF die Schuld am DAB-Debakel und den Folgen für die DLR-Verbreitung zuschieben will. Die KEF hat immerhin das Debakel erkannt und die Ausgabenbremse gezogen, bevor noch mehr Geld in eine Technik versenkt wird, die in der heutigen Form von den meisten Hörern nicht akzeptiert wird.

Die rund 65 öffentlich-rechtliche Rundfunkprogramme inklusive denen des DLR finde ich zwar auch ausreichend, aber angemessen. Ich nutze dieses umfassende und vielfältige Angebot über UKW und DVB-S intensiv und zahle für die Programminhalte auch (relativ) gerne meine Gebühren. Gerne auch via DAB, aber dann nur flächendeckend, mit langfristiger Perspektive und mit einer umfassenden Programmauswahl.

Es ist schade, dass DAB durch eine halbherzige Umsetzung von den vielen dafür Verantwortlichen derart in den Sand gesetzt wurde: Man hätte via DAB einige prominente ARD-Hörfunkprogramme (z.B. Bayern 2, Funkhaus Europa, WDR 5 und andere) bundesweit und flächendeckend verbreiten und so ohne weitere Produktionskosten ein attraktives Zusatzangebot zusammenstellen können. Bei attraktiven Angeboten wird DAB auch von einer grösseren Hörerzahl genutzt, siehe UK oder Schweiz. Klar dass das nicht alle Landesrundfunkanstalten und Landesfürsten so wollen, denn die eigenen Hörer könnten ja dann leichter zur Konkurrenz abwandern...

73 de Uli

von ulionken - am 28.09.2009 20:44

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Wenn man die Anforderungen der "normalen" Hörere mal realistisch betrachtet, so wollen diese doch wie bisher einfach zu handhabende Geräte, die sowohl in stationären Varianten mit vielen "Spielerein", als mobile Variante(Kfz..) und auch transportabel verfügbar sein müssen und auch vom Energieverbrauch gering sein müssen. Wenn man heute noch nicht einmal eine solche Netzverfügbarkeit mit UMTS/HSDPA/... erreicht, um nicht-zeitkritische Dienste wie Mailabruf usw. zu bedienen, so müssen hier einige auf dem Boden der Realität zurück und erkennen, das es auf diesem Wege nicht geht. Auch wird keiner einen kompletten Rechner rumtragen, der keine 2,5h mit dem Akku läuft, nur um ein aktuelles Radioprogramm zu hören, was ja auch bei der erwähnten DVB-T-Stick-Variante der Fall sein müsste.
Egal wie der künftige Dienst heißt und welcher Modulation er sich bedient, sowie der Datenkompression, er muss mindestens die heutige Verfügbarkeit und Netzabdeckung ohne Mehraufwand erreichen. Damit scheiden Systeme mit hohen Frequenzen somit aus, die zwar in räumlich gering ausgedehnten Zellen einen hohen Datendurchsatz erlauben, aber es eine Vielzahl von Umsetzern braucht, die alle ihrerseits eine Verbindung brauchen und natürlich auch eine Energieversorgung.
Es wird auch keine Frage der Technik sein, denn erprobte Systeme gibt es genug, es mangelt nur an der Vermarktung. Was ist denn rein technisch gesehen an DAB schlecht gewesen? Zur guten Flächenversorgung sind Band II und III rel. gut geeignet und erlauben auch eine ausreichende breitbandige Kanäle.

Zitat
. Die KEF hat immerhin das Debakel erkannt und die Ausgabenbremse gezogen, bevor noch mehr Geld in eine Technik versenkt wird, die in der heutigen Form von den meisten Hörern nicht akzeptiert wird.

Sicher kann es nicht im Sinne der GEZ-Zahler sein, das in bodenlose Fässer Unsummen geleitet werden, aber warum akzeptiert das keiner? Weil die Hürden(Kosten) zu hoch waren, als dass Private in hoher Anzahl DAB beansprucht hätten. Das wäre ein Ausweg gewesen, um terr. dem überfüllten Band II auszuweichen. Dann wären auch wesentlich mehr Geräte verkauft worden und vielleicht auch schon seit Jahren in den PKWs serienmäßig vorhanden. Aber dem Markt fehlende Akteptanz zu unterstellen, halte ich für falsch.

von Radio_DDR - am 28.09.2009 22:46

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
drahtlos
Ich frage mich immer, warum Uhlerborner immer den DLR zitiert? Das Schreiben stammt doch vom Hörfunkrat!?
Das "flächendeckend" von Mc Jack hielt ich in der Tat für Ironie?! ... und halte es für immer noch...

Sonst gibt es ziemlich viel Stuss von den DAB Gegnern, aber man möge ihnen verzeihen.
Sehr gerne wandere ich mit einem Laptop und einem USB-Stick herum und höre Radio, dessen Akku relativ schnell schlapp machen.

Zu den wirklichen Vorteilen: z.B. 3 Programme mit 50% Primärleistung - davon habe ich nichts gelesen.
Dafür wieder der Verbrauch der DAB Geräte. Man bedenke mal, was ein DAB-Radio alles enthält:

- meistens ein 2 Zeilen Display
- der Schwachsinn mit dem Radiotext anstelle der Programmkennung zu senden hört dann auf
- Empfang von UKW und DAB
- der Energieverbrauch wird mit jedem Chipsatz, der auf den Markt kommt, praktisch halbiert, da ist noch lange nicht Schluss
- kann man jetzt einfach wieder DVB-T über das Band III machen, nachdem die Bandpläne europaweit abgesegnet wurden?
- der technische Mehrpreis (Decoder und Band III) eines DAB Radios wird sich über kurz oder lang auf 10-20$ einpendeln.


Der Stuss, den die DAB-Einpeitscher so von sich geben, ist auch nicht ohne.
Natürlich kannst du mit einem Laptop durch die Gegend laufen um Radio zu hören. Ich würde statt dessen lieber einen DVB-T Portabel mit 3,5" Bildschirm nehmen....ist irgendwie handlicher.
Schön, wenn sich irgendwann der technische Mehrpreis bei 10-20$ für DAB einpendeln wird. Für das Geld gibts bereits DVB-T Empfänger zu kaufen, ohne das sich irgendwas einpendeln muss....Massenware halt.

Zitat
Winnie 2
Gerade mal 11% der Haushalte in Deutschland verfügen überhaupt über DVB-T-Empfangsgeräte.

Bei einem flächendeckenden Ausbau von DVB-T (für Radio) würden der SWR und der BR wahrscheinlich rein aus Kostengründen nicht mitmachen.


Dafür, das DVB-T erst vor gerade einmal 5 Jahren in kleinen Teilen Deutschlands eingeführt wurde, kein schlechter Wert, den ich übrigens nicht so richtig glauben mag, weil er mir zu gering vorkommt.
Wie lange krebst DAB eigentlich schon herum und wie tief ist dort die Marktdurchdringung?

Bei DAB würden SWR und BR mitmachen? Sie würden ihren Hörern lieber zwei unterschiedliche Techniken zumuten? Das lässt tief blicken

von Mc Jack - am 29.09.2009 03:49

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat

Wie siehts denn in Italien aus?


Ich kann nur von Südtirol sprechen. 2 nahezu südtirolweit empfangbare Ensembles mit allerlei interessanten Programmen, die das UKW-Angebot schön ergänzen. Im Großraum Bozen/Meran nochmal ein Ensemble mit Privatsendern, die es auf UKW aber auch schon gibt.

Im Vergleich zum übervollen UKW noch geringere Programmvielfalt bei DAB, im Vergleich zu UKW aber ein deutlich stabilerer störungsfreierer Empfang, v.a. mobil und in bergigem Gelände. Bin ich mit dem Auto vom Brenner bis Bozen unterwegs, nutze ich sehr gerne DAB, weil ich durchgehend absolut störungsfreien Empfang habe (bis auf den einen oder anderen Tunnel vielleicht, in dem aber auch kein UKW geht). Auf UKW muss man v.a. zwischen den Städten öfter das Programm wechseln, weil die Versorgung schnell nicht mehr gegeben ist. Wirklich flächendeckend gehen fast nur die RAS und RAI-Programme.

Kurz gesagt: ich genieße es, BEIDE Verbreitungswege nutzen zu können. Für die zusätzliche Abstrahlung von Bayern 1-5, FM4, Swiss Jazz und anderen Programmen ist auf UKW ja schlichtweg kein Platz mehr. Da ergänzen sich UKW und DAB sehr gut. Genau so wünschte ich es mir auch hierzulande. Aber hier muss man ja alles kaputt diskutieren.

Ach ja: und gäbe es das gleiche Programmangebot statt über DAB via DVB-T, und gäbe es entsprechende Autoradios, wäre es mir auch egal. Aber Fakt ist nun mal, dass DAB da ist, nutzbar ist, und gut funktioniert, also nutze ich es auch und es gefällt mir, dort wo es gut ausgebaut ist und wo es ein vernünftiges Programmangebot gibt. Fertig, aus!

von Habakukk - am 29.09.2009 13:47

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Deutschlandradio-Intendant Willi Steul hat nun im DLR-Programmheft Oktober 2009 die bevorstehende Abschaltung von DAB bestätigt. Titel des Beitrags:

Zitat
Deutschlandradio[size=medium
]Keine Zukunft für DAB?[/size]
Deutschlandradio muss aus der DAB-Ausstrahlung aussteigen

Die ersten Verträge zur DAB-Ausstrahlung würden schon Ende September gekündigt, weil nach der KEF-Entscheidung, die Mittel für DAB zu blockieren, aus rechtlichen Gründen keine andere Wahl bestehe. Bis zum Jahresende werde es weitere Kündigungen geben; ein konkreter Abschalttermin wird aber nicht genannt. Steul verweist auf Verknüpfung der Mittelfreigabe durch die KEF an die Zustimmung des privaten Rundfunks und beendet seinen Beitrag mit einem Appell an die Ministerpräsidenten:

Zitat
Deutschlandradio
Tatsächlich trifft hier eine Kommission eine Entscheidung von besonderer Tragweite für die Zukunft. Auch deshalb hat der Hörfunkrat des Deutschlandradios am 10. September in einer Resolution die für die Medienpolitik zuständigen Ministerpräsidenten der Länder nachdrücklich aufgefordert, den Weg für eine digitale terrestrische Verbreitung wieder zu öffnen - nicht nur für Deutschlandradio eine Frage der Zukunft.


In einem Leserbrief im gleichen Programmheft beklagt ein Hörer aus Gams in der Ostschweiz die negativen Folgen eines Abstellens von DAB für den Empfang von Deutschlandradio Kultur.

73 de Uli


von ulionken - am 30.09.2009 18:57

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
ulionken
Eine neue Chance wird es nicht geben, denn das zugefunzelte UKW-Band und die Webradios decken bereits die Bedürfnisse der meisten Hörer ab. Die Bedeutung des Internets mit seiner riesigen Programmvielfalt wird auch bei mobiler Versorgung zunehmen und so DAB diese Nische wegnehmen.

73 de Uli

Uli, ich bleibe bei meinen Zweifeln bei der mobilen Versorgung via Internet:
Dazu müßte auch außerhalb dicht besiedelter Gegenden eine 3G-Abdeckung gewährleistet sein. Das lohnt für die Infrastruktur-Ersteller aber nur, wenn sie damit viel Geld verdienen können. Das ist durch pures Flatrate-Radiohören absolut nicht gewährleistet, das ist eher ein Horror für einen Mobilfunkanbieter. Ein Rundfunksystem, dessen Empfang aber auf besiedelte Gebiete und ein paar Autobahnen und vielbefahrene Bundesstraßen beschränkt ist, ist aber nicht wirklich mobil nutzbar.
Nur zur Erinnerung: noch nichtmal GSM-Netze gehen wirklich flächendecken. Da gibts auch noch genug Lücken - und technisch sind die bei GSM noch viel leichter zu schließen als bei UMTS oder anderen Breitbandsystemen.
Für die Mobilfunkanbieter würde sich das nur lohnen, wenn man fürs Radiohören zusätzlich zahlen würde. Somit wäre so ein System nur noch eine weitere Abzocke. Unterm Strich wäre das teurer als ein paar Cent pro Nase und Monat für DAB (um dann das eh schon mitbezahlte D-Radio endlich mobil hören zu können, wäre das nur recht und billig).

73
Ulrich

von DH0GHU - am 30.09.2009 21:50

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
delfi
In Österreich zahlen wir über ¤ 250 im Jahr, bekommen dafür aber nur 2 statt rund 20 TV und 12 statt über 60 Radios. So gesehen seid Ihr e billig dabei.


Sorry, aber der Vergleich hinkt. Man kann Deutschland und Österreich in dieser Hinsicht schlicht nicht als Gesamtstaaten vergleichen. Denn während der Rundfunk in Österreich zentral ist, ist er in Deutschland Ländersache. Einwohnermäßig ist Österreich in etwa so groß wie ein großes deutsches Bundesland (Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen), und der ORF entspricht von Größe und Programmangebot etwa einer deutschen Landesrundfunkanstalt, die ebenfalls zwei TV-Programme (ARD und die regionalen Dritten Programme) sowie jeweils vier bis sechs Hörfunkketten (z.T. nach Bundesländern regionalisiert, bei SWR und BR auch subregionalisiert) anbieten.

Im einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo fast dreimal so viele Menschen leben wie in Österreich, ist das öffentlich-rechtliche Hörfunkangebot nicht so schrecklich viel besser als in Österreich (WDR 1-6 sowie nicht flächendeckend die beiden D-Radios). Dass es mit dem ZDF beim TV und mit dem Nationalen Hörfunk noch zusätzliche bundesweite Angebote gibt, hat hauptsächlich historische Gründe (die Entstehung des Deutschlandradios aus den Sprachrohren des Kalten Kriegs haben wir ja erst vor ein paar Wochen diskutiert).

Die Rundfunkgebühren fließen in Deutschland zum größten Teil an die jeweils zuständige Landesrundfunkanstalt, zu einem kleineren Teil an das ZDF sowie ein verschwindend geringer Betrag (ca. 70 Cent) an das Deutschlandradio. Dass man über Satellit, Kabel und (eingeschränkt) DVB-T auch die Programme anderer Bundesländer empfangen kann (den UKW-Overspill lasse ich mal außen vor) ist schlicht Glück bzw. der Verbreitungspolitik der Anbieter zu verdanken. Bezahlen tut man neben den beiden bundesweiten Sendeanstalten aber nur die jeweils 4-6 Hörfunk- und 2 Fernsehprogramme seiner regional zuständigen Anstalt und nicht etwa das gesamte Angebot der ARD...

von senderjaeger - am 01.10.2009 17:09

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Weltempfängermatze
Streng genommen hast du Recht, wenngleich nicht überall in Deutschland wirklich 8 ÖR-Programme zu empfangen sind (gerade DLR und DLF haben vor allem im Süden riesige Versorgungslücken) und nicht jede ÖR-Anstalt 6 Programme auf UKW anbietet. Ich war bei meiner Einschätzung von vier ORF-Ketten ausgegangen (dachte, FM4 sei landesweit...) sowie von der Vermutung, dass angesichts der geringen geografischen Größe der österr. Bundesländer (die ja mehr deutschen Landkreisen entsprechen) an vielen Orten jeweils mehrere ORF-Regionalradios empfangbar sein müssten. Ob dem (angesichts der schwierigen Topographie in den Alpen) so ist, weiß ich allerdings nicht, da ich, abgesehen von einer Studienfahrt nach Wien vor fast 20 Jahren, noch nicht in Österreich war.

*seufz* das mit den Versorgungslücken der D-Radios hier im Süden ist leider richtig. Hier gehen weder das eine noch das andere mobil vernünftig auf UKW. DLF immerhin stationär.
Bei FM4 gab es irgendwann einen Ausbaustop. Allerdings sind an den wichtigen Standorten Frequenzen für FM4 vorhanden. Innsbruck, Pfänder, Zugspitze, Gaisberg, usw.
Die Regionalradios haben sicher hier und da overspill, aber insbesondere im Alpenraum nur sehr sehr begrenzt aufgrund der dortigen Topographie. Dafür kann man in Oberbayern zum Teil Vorarlberg, Tirol und Salzburg gleichzeitig hören. Bringt aber wenig, die ähneln sich sehr. Aber bei der Rechnung müßte man dann ja auch den Overspill in D berücksichtigen, da kommen dann auch ganz schnell um die 20 ÖRs zusammen, bei entsprechender Lage. Selbst hier, 60km südlich München, gehen ja noch SWR-Programme.



von DH0GHU - am 01.10.2009 22:21

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
dxbruelhart
Zitat
Mc Jack
Zitat
pfennigfuchser
Über DVB-T können Sie direkt Millionen von Hörern erreichen. Nicht jammern, handeln! Und dafür gibt es auch bestimmt Geld.



JAAA! Einer hats begriffen! DVB-T ist mit dem Zugpferd und Hauptmedium TV längst flächendeckend on Air! Das Nebenbeimedium Radio muss nur noch angedockt werden! Mit dem baldigen Wegfall der leeren DAB-Ensembles kann zumindest im kleinen Versuchsrahmen der Kanal 12 lokal für DVB-T-Radio genutzt werden. Norddeutschland, Hessen und Thüringen bieten sich geradezu an. Es müssen nicht mehr weiterhin Myriaden Nullbytes in die Luft gepustet werden! Jetzt handeln! DVB-T-Radio mit robusten Parametern aufschalten! Passende USB-Sticks gibts ab 15¤ aufwärts.



Mitschnitte || Technik || Dütt un Datt



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.09.09 17:54 durch Mc Jack.


McJack: Da hast Du aber sehr weit danebengetroffen! Auf dem Hoherodskopf war so gut wie gar kein DVB-T Empfang möglich, weder das ARD-Bouquet noch das ZDF-Bouquet noch private Programme waren auf unserer Herberge, die auch DVB-T Empfänger auf jedem Zimmer hatte, empfangbar, und dies auf 762m Höhe mit direkter Sicht auf den Grossen Feldberg!
In Uster sind indes keine DVB-T Sender aus Deutschland empfangbar, analog ging das problemlos, aber digital geht nichts mehr!
Die DVB-T Netze müssen massiv ausgebaut werden, falls man regulär Radio über DVB-T aussenden wollte und damit auch wirklich Hörer erreichen wollte, sonst geht das gar nie.

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QTH: CH-8610 Uster, 8E 43 38 / 47N 21 08

man verzeihe mir, ich habe längst nicht alles in diesem Thread gelesen... und vielleicht wurde es schon geschrieben (ich lese das auch erst jetzt)

Dort oben ging schon seit eh und je sehr viel! Als noch analog gesendet wurde, waren selbst auf den absoluten Ortssendern Jalousien drauf! Dort oben donnert eben von allen Seiten alles rein, man muss schon in die Hänge gehen, wo die Bänder etwas freier sind. Und das wird wohl auch das Problem der Nicht-Empfangbarkeit sein!

von Rosti 2.0 - am 02.10.2009 15:11

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Schwabinger
DLF Hornisgrinde 106,3 mit 60-80 kW sind doch schon was. Die Hornisgrinde geht doch von FR bis DA.
In S zumindest dürfte DLR auf 87,9 eigentlich auch problemlos gehen. Auch östlich von S.

Naja, von FR bis DA ist nicht Ost-BaWü, sondern West-BaWü. Die Gegend ist dank Hornisgrinde etwas DLF-Verwöhnt. Leider nur die.
Auf der A8 geht 106,3 MHz jedenfalls bis ca. Stuttgart mobil recht gut, zumindest in einer für Wortprogramme ausreichenden Qualität.
Aber das ist ja eine Hochlage. In den Tälern siehts garantiert anderst aus, und ab der Alb wirds ganz schlecht.
Auch im mittleren und südlichen Schwarzwald geht DLF nur stellenweise (dort, wo Blauen, Hornisgrinde und Witthoh irgendwie einstrahlen), und auch nur dann akzeptabel, wenn man bereit ist, bei Wortprogramme mit Zischeln und Verzerrungen zu leben.

Per DAB dürfte es fast flächendecken gehen.... Noch.
Beim DLR siehts übrigens noch weitaus schlechter aus.

Und hier in Oberbayern? Entlang der B17 ab LL z.B. geht DLF brauchbar dank Landsberg, Hohenpeißenberg und Pfronten. Entlang der B2 südlich München und entlang der A95 siehts schlecht aus. Da geht fast garnichts, DLF vom Hohenpeißenberg zischelt sogar bei Weilheim und auf der B472 bei Peißenberg (!). Bei Murnau habe ich teilweise einen anderen Sender in den Schwächephasen des DLF gehört; vermutlich Starnberg (DLR). Mobil muß man dort auf Langwelle (falls vorhanden) oder Mittelwelle zurück greifen. Letzteres geht aber nur tagsüber wirklich zufriedenstellend über Ravensburg (rauschfrei), nachts geht mit Einschränkungen Heusweiler.







von DH0GHU - am 05.10.2009 17:28

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Das DLR hätte die Sendeverträge mit den regionalen DAB-Netzbetreibern ohnehin kündigen müssen, da man ja geplant hat, im neuen bundesweiten Multiplex zu senden, in dem das DLR 1/3 der Kapazität erhalten soll.

Das Frequenzvergabeverfahren für den bundesweiten Multiplex im Kanal 5 ist inzwischen abgeschlossen, wie Prof. Ring von der BLM mitgeteilt hat. MEDIA BROADCAST ist der einzige Bewerber für den Sendebetrieb gewesen und hat inzwischen die Frequenzzuteilung von der BNetzA erhalten.

Aktuelle Informationen zur Planung des bundesweiten Multiplexes findet man in einer Präsentation von Dr. Chris Weck, Hauptabteilungsleiter Rundfunk und Informationstechnik beim DLR (Vortrag auf dem TKLM-Symposium 2009 am 7. Oktober):

http://www.alm.de/fileadmin/Download/TKLM-Symposium_2009/5_Weck.pdf

Hier findet man auch Angaben zu den Sendekosten (Vergleich UKW - DAB+):

Analoge Verbreitung von Deutschlandradio

UKW:
- Deutschlandfunk: 79% der Bevölkerung, 71% der Fläche,
>> 148 Sender DLF
- Deutschlandradio Kultur: 53% der Bevölkerung, 48% der Fläche,
>> 162 Sender DKultur
- Kosten: 12,1 Mio. ¤ p.a.
>> Durchschnitt: 66% Bevölkerung, 59% der Fläche

Aufteilung des bundesweiten Multiplexes

Flexible Konfiguration:

1/3 öffentlich-rechtliche Angebote:
- nationaler Hörfunk mit modernen Zusatzdiensten
- konfigurierbarer Vormultiplex mit mehreren Optionen:
--- 3 Lineare Programme (DAB, DAB, DAB+)
--- Elektronischer Programmführer
--- Optionaler Mehrkanalton, z.B. Konzert, Hörspiel
--- Multimedia Datendienste
--- Secondary Audio, z.B. Seewetterbericht

2/3 nationale private Programme
- mit kommerziellen Zusatzdiensten

Ausbau 2010 bis 2013

Kosten für DLR:
2010: 1,5 Mio. / 2011: 3,0 Mio. / 2012: 7,5 Mio. / 2013: 11,2 Mio. ¤

Verbreitungskostenbetrachtungen
Flächenversorgung und Kosten pro Jahr

UKW, 2 Programme
- derzeit 59% der Fläche: 12,1 Mio. ¤/Jahr
- wenn 100% der Fläche: 20,5 Mio. ¤/Jahr
>> UKW-Qualität mobil nicht zufriedenstellend

UKW, 3 Programme
- wenn 100% der Fläche: 31 Mio. ¤/Jahr

Digitalradio 3 Programme + Datendienste + Mehrkanal
- wenn 100% der Fläche: 12 Mio. ¤/Jahr
>> CD-Qualität mobil, Begeisterungseffekt, hervorragend gut

Fazit Kostenvergleich

DAB für Deutschlandradio
- 2,5 mal kostengünstiger als UKW
- 100% Flächenabdeckung möglich
>> 100% beste mobile Qualität möglich


von Manfred Z - am 11.10.2009 12:31

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
ulionken
Die Kostenabschätzung mit den 11,2 Mio. ¤ pro Jahr für drei DLR-Programme auf dem nationalen DAB-MUX geht nur auf, wenn sich tatsächlich private Anbieter finden, die 2/3 der Kapazität und der Kosten übernehmen wollen! Sonst bleibt Deutschlandradio alleine auf den geschätzten 33.6 Mio. ¤/Jahr sitzen - und das wäre vermutlich mehr, als die Station selbst finanzieren könnte.


Das ist natürlich Unsinn, da das DLR keinen Vertrag abschließen wird, der die Bezahlung leerer Kapazitäten für private Sender beinhaltet. In diesem Fall ist die Politik am Zuge, eine Lösung für die Privatsender zu finden, zum Beispiel Subventionierung des Simulcast.

Zitat

Und am Begriff "CD-Qualität" darf man wohl leichte Zweifel anmelden, wenn man sieht, dass heute für Deutschlandradio zum Beispiel in Baden-Württemberg Datenraten von nur 128 kbps (DLR Kultur) bzw. 64 kbps (DLF) verwendet werden. Immerhin scheint Deutschlandradio die DAB-Verbreitung noch nicht aufgegeben zu haben. Besser und billiger als 1000 weitere UKW-Funzeln für eine Flächenabdeckung wäre eine DAB-Verbreitung allemal. Nach einer Übergangszeit könnte man ja dann den grössten Teil der heutigen UKW-Funzeln abschalten und so massiv Kosten sparen.


Das ist die typische Argumentationsweise der Digitalradiogegner, die die jetzige Situation in Folge begrenzter Kapazitäten einfach in die Zukunft fortschreibt. Das DLR hat immer genau 1/3 der Kapazität des ganzes Multiplexes, die je nach Programminhalt (Wort, Hörspiel, Musik) variabel auf die drei Programme verteilt werden kann (2 x DAB, 1 x DAB+) - abzüglich der Datenrate für die Daten- und zeitweiligen Sekundärkanäle.

von Manfred Z - am 11.10.2009 13:42

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Manfred Z
Zitat
ulionken
Die Kostenabschätzung mit den 11,2 Mio. ¤ pro Jahr für drei DLR-Programme auf dem nationalen DAB-MUX geht nur auf, wenn sich tatsächlich private Anbieter finden, die 2/3 der Kapazität und der Kosten übernehmen wollen! Sonst bleibt Deutschlandradio alleine auf den geschätzten 33.6 Mio. ¤/Jahr sitzen - und das wäre vermutlich mehr, als die Station selbst finanzieren könnte.


Das ist natürlich Unsinn, da das DLR keinen Vertrag abschließen wir, der die Bezahlung leerer Kapazitäten für private Sender beinhaltet. In diesem Fall ist die Politik am Zuge, eine Lösung zu finden, zum Beispiel Subventionierung des Simulcast.

Es kein Unsinn, jedenfalls dann nicht, wenn sich keine weiteren Stationen am nationalen MUX beteiligen.

Die Kosten von 33,6 Mio. ¤/Jahr (Ausbaustand Ende 2013) entstehen unabhängig davon, ob sich weitere Stationen am nationalen MUX beteiligen. Natürlich wird Deutschlandradio den Gesamtbetrag nicht zahlen wollen, aber wer konkret soll es denn dann tun? Subventionen der KEF für eine Übergangszeit sind ja als Anschub einer neuen Technik OK, aber soll der Fehlbetrag für leerstehende Kapazitäten im Ernst langfristig aus Steuergeldern oder aus Rundfunkgebühren gedeckt werden? Dann soll man dem DLR doch lieber die Einnahmen aufstocken und es ihm so z.B. ermöglichen, den DAB-MUX mit höheren Bitraten zu nutzen.

Zitat

Zitat

Und am Begriff "CD-Qualität" darf man wohl leichte Zweifel anmelden, wenn man sieht, dass heute für Deutschlandradio zum Beispiel in Baden-Württemberg Datenraten von nur 128 kbps (DLR Kultur) bzw. 64 kbps (DLF) verwendet werden. [...]


Das ist die typische Argumentationsweise der Digitalradiogegner, die die jetzige Situation in Folge begrenzter Kapazitäten einfach in die Zukunft fortschreibt

Man darf ja wohl noch Schlagworte wie "CD-Qualität" mit technischen Daten vergleichen, ohne gleich in die Schublade "Digitalradiogegner" abgelegt zu werden!? "Begrenzte Kapazitäten:" Bei Digitalradio Südwest werden die technischen Kapazitäten heute ja gar nicht ausgenutzt, weil ein Teil seit Jahren ungenutzt für private Veranstalter vorrätig gehalten wird.

In der Schweiz kommt man auf eine Summe der Netto-Datenraten von 1152 bis 1264 kbps pro DAB-Kanal. Bei 9 Programmen (3 für DLR und 6 private) im deutschen MUX wären das maximal 140 kbps pro Programm. Also, das kann man sich sicher ohne Ohrenschmerzen anhören, besonders mobil, aber für CD-Qualität reicht das nach meiner Auffassung nicht.

Gibt es eigentlich irgendwo konkrete Zahlen, welche Bitraten pro Programm für den nationalen MUX bei einer Belegung mit 9 Programmen (davon 3 DLR) geplant sind?

73 de Uli

von ulionken - am 11.10.2009 14:35

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Was den Vertrag und die Kosten angeht:

Das DLR bezahlt Datenrate und nicht den Senderbetrieb. Wenn sich gar keine Privaten finden, die mitmachen, gibt es diese Möglichkeiten.
a) MEDIA BROADCAST verzichtet auf den Netzaufbau und muss dann die Frequenzzuteilung an die BNetzA zurückgeben.
b) MEDIA BROADCAST übernimmt vorerst die Kosten für die freien Kapazitäten (das haben sie bereits abgelehnt).
c) Der Steuerzahler (Bund, Länder?) zahlt einige Jahre Subventionen und ermöglicht so die Beteiligung privater Sender.

Die KEF zahlt keine Subventionen. Die kontrolliert die Ausgaben von ARD, ZDF und DLR und verweigert zur Zeit die Freigabe von Gebührengeldern (30 Mio. ARD, 12 Mio. DLR) für den Ausbau des Digitalradios. Für die Privatsender ist die KEF nicht zuständig. Eine Subventionierung der Privatsender aus Gebührengeldern ist rechtlich nicht zulässig.


Was die Kapazität angeht:

Im Bundesmux ist genau ein Drittel der Gesamtkapazität für das DLR und zwei Drittel für die Privaten vorgesehen. Das haben die Ministerpräsidenten so festgelegt. Wie hoch die Gesamtkapazität eines Muxes ist, weiß ich nicht. Angenommen sie ist 1260 kbps, dann erhält das DLR genau 420. Die Verteilung ist wie schon gesagt variabel und hängt vom Inhalt der Sendungen ab (zum Beispiel tagsüber 160 DLF (DAB), 192 DKultur (DAB), 48 DWissen (DAB+), 20 Datendienste).

Das Deutschlandradio darf in den bisherigen Landesmuxen nur die Kapazitäten nutzen, die von der jeweiligen Landesregierung dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zugewiesen sind. Auch nach dem Rückzug von Privatsendern bleiben deren Kapazitäten in der Verwaltung der Landesmedienanstalten. Außerdem kann das DLR nicht einfach Geld für eine beliebige Erhöhung der Datenrate aus dem Hut zaubern, nur weil plötzlich Kapazitäten frei werden.



von Manfred Z - am 11.10.2009 16:02

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
Uhlerborner
hr info hat ja genauso wenig Flächendeckung wie DLR. Wenn der hr die MW einstellt, weil sich das nicht lohnt, ist es schon sehr interessant, wieso DLR offenbar dafür Geld hat. DAB bislang, MW immer noch, neues Programm, dann 2 Programme praktisch ohne Hörer, offenbar hat DLR zu viel Geld. Muss sich die KEF mal drum kümmern.


Lieber Uhlerborner bzw. ehemalige Koordinate,
deine Abneigung gegenüber DAB und dessen Politik tust hier ja immer offen kund. Das wissen wir mittlerweile alle - dadurch werden aber manche "Pro-DABler" nicht von ihrer Meinung abweichen. Soweit so gut.

Dass du aber jetzt nun behauptest, die DLRs hätten keine Zuhörer und unterschwellig eine Einstellung bzw. Zusammenlegung forderst, reicht mir jetzt endgültig! Wenn du mit den Inhalten dieser Sender nichts anfangen kannst, dann liegt das eher am Zuhörer und nicht am Programm. Nicht alle Sendungen bei den DLRs entsprechen auch meinem Geschmack, aber viele Magazine oder Features suchen ihresgleichen im deutschen Radio. Bevor du also mit solchen "Stammtischparolen" hier ankommst, höre einen Tag mal DLF und DRadio Kultur. Du wirst eine beachtliche Menge an Sendungen finden, in den Hörer anrufen können und zu Wort kommen. Und das beschränkt sich nicht auf "Ich höre SWR3 bei der Arbeit, weils gute Laune macht". Anhand der anrufenden Hörer und ihrer Herkunft merkt man, dass die DLRs sehr wohl nicht wenig Zuhörer haben.

Nochwas: Die DLRs gehören ins DAB-Paket rein, weil nur so deren mobiler, internet- und satellitenunabhängiger, Empfang Spaß macht. Die KEF sollte lieber mal an anderen Ecken im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Einsparungen veranlassen. Ob dies nun überbezahlte und in die Jahre gekommene Moderatoren oder 3D-Nachrichtenstudios sind - hier wird mehr Geld verbraten als die DAB-Abstrahlung des DLRs verursacht.

von oli84 - am 13.10.2009 10:42

Deutschlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
O'D
... verhandelt das Deutschlandradio lieber mit dem Hessischen Rundfunk. Worum geht es? Na, haltet Euch fest, um die Anmietung, bzw. die Übernahme der Mittelwelle Weißkirchen ab 2010.

Bei diesen Gesprächen zwischen mehreren Beteiligten geht es noch um etwas ganz anderes ...
.
Zitat

Bin mal gespannt, was wir den nun ab nächsten Jahr über die 594 kHz zu hören bekommen; DKultur oder DWissen. Mut zur Mittelwelle!! Yes we can!!

DWissen ist ausdrücklich als Digitalprogramm konzipiert und genehmigt, eine Änderung kann es da eigentlich nicht geben.

Zitat
Radio_DDR
Ich würde es eher als Übergangslösung sehen, denn die Technik ist vorhanden und auch eine flächendeckende Verfügbarkeit von Empfängern.

Sehe ich für einen gewissen Zeitraum aus verschiedenen Gründen ebenso und durchaus als sinnvoll an.

Da es bisher offensichtlich noch niemand hier entdeckt hat oder nicht posten wollte, mache ich dies mal. -Hier- gibt es einen "Offenen Brief von Peter Lepper, Geschäftsführer TechniSat, an Dr. Willi Steul, Intendant Deutschlandradio, zur Einstellung der DAB-Verbreitung". Zwar verständlicherweise auch etwas "firmenspezifisch eingefärbt", aber grundsätzlich nicht falsch und durchaus mal interessant zu lesen. Die hoffentlich ebenfalls Offene Antwort würde mich schon mal interessieren - ;)

von KlausD - am 13.10.2009 13:07

Re: Deutschlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Die Diskussion zur Zusammenlegung von Kultur- und Informationswellen hatten wir ja auch schon oft genug. Sicherlich wird für die beiden Deutschlandradio-Programme nicht wenig Geld ausgegeben, dazu kommen noch Kultur- oder Informationsprogramme der jeweiligen ARD-Anstalten. Auch wenn diese zahlreichen Programme in der Summe wenig Einschaltquote haben, bin ich dennoch der Meinung, dass sie absolut ihre Berechtigung haben. Wer sonst als der öffentlich-rechtliche Rundfunk kann qualitativ hochwertiges Programm veranstalten, gerade wenn dieses nicht den Massengeschmack trifft und deshalb "unrentabel" ist!?

Sollte es tatsächlich nichts werden mit dem bundesweiten DAB-Ensemble, fordere ich zumindest die Aufschaltung der beiden Programme über DVB-T, denn hier im Süden gibt es mehr als genug Regionen, wo über UKW nicht mal eines der beiden Programme vernünftig geht. Gerade Deutschlandradio Kultur, das man nicht mal auf Langwelle ordentlich empfangen kann, braucht eine alternative Empfangsmöglichkeit. Dann sollte auch das Konkurrenzdenken innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aufgegeben werden. Wenn sich z.B. der Bayerische Rundfunk davor fürchtet, dass die beiden Deutschlandradio-Programme seinen Kultur-, Info- und Klassikwellen Einschaltquote stehlen, und er deshalb den weiteren UKW-Ausbau der Deutschlandradio-Programme wo es geht blockiert, dann kann es das irgendwo auch nicht sein. Hier sollten eigentlich die öffentlich-rechtlichen Anstalten Hand in Hand arbeiten und dem Gebührenzahler eine bestmögliche Abdeckung aller Programme ermöglichen.

von Habakukk - am 13.10.2009 14:42

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
oli84
Anhand der anrufenden Hörer und ihrer Herkunft merkt man, dass die DLRs sehr wohl nicht wenig Zuhörer haben.

Wenn du das Programm, z. B. DLR am Samstag vormittags hören würdest, wüsstest du, dass es i. d. R. ausschließlich Hörer aus UKW-Regionen sind.
Das DLR Kultur hat sehr wohl SEHR WENIG Hörer für einen offiziell (und im Programm mit "überall in Deutschland" geclaimten Ansage) deutschlandweiten Sender. Das ist nun mal so. Auch wegen der mangelhaften Versorgung. In München liegt diese aber nicht vor, trotzdem krebst DLR Kultur am Rande der Messbarkeit. Und der DLF nicht viel, aber etwas, besser.
Ich habe es hier schon mal geschrieben. Vom Alex betreibt das DLR die beiden stärksten QRGs Berlins. Wesentlich gehört werden sie aber nicht. Ist einfach so.

Bevor nach
1. neuen UKW-Frequenzen
2. einem Beibehalten an dem Erfolglos-Projekt DAB mit dem "Zugpferd" DLR
seitens des DLR (beide Programme) sich erst mal selbst an die eigene Nase fassen.
1. Inhaltliche "Doppelversorgung" zwischen DLF und DLR in Sachen Musik/Klassik abstellen
2. LW 207 für das DLR hergeben (wie auch zu Recht aus Daun gefordert)
3. sinnvoller Frequemztausch, ggf. auch Abschaltung von Frequenzen (Wesel vs. Sauerland).
4. wie hier richtig geschrieben, einen "Schulterschluss" innerhalb der Öffis selbst.

Und warum das DLR unbedingt 2 Funkhäuser (K und B) braucht und seitens des Gebührenzahlers bezahlt werden soll, sollte auch mal auf den Tisch kommen. Auch wenn das damals politisch wegen Ost+West gewollt und alles bloß ja kein DT64 oder RIAS sein durfte. Wie so vieles an diesem bundesweiten Sender in Trägerschaft der Länder politisch gewollt war, um vor allem die bestehenden (west-) Öffis nicht zu ärgern und dem DLF aus CDU-Dankbarkeit eine Daseinsberechtigung neu zu erfinden, die dann halt auch eine Art "Ostausgleich" haben musste (der aber bloß nicht DT64 oder RIAS sein durfte, sondern RIAS 1 mit DS-K/St. d. DDR um bloß weder mDLF noch den (west-) Öffis zu schaden).
Und gegen diese "Geburtswehen" kämpft insbesondere das DLR noch heute an. Z. B.in der Frequenzversorgung im Süden. Aber wie oben geschrieben teilweise in Sachen LW 207 auch hausgemacht.


von Schwabinger - am 13.10.2009 17:59

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Die beiden Deutschlandradios hätten im ZDF-Bouquet sicher noch Platz, ohne auf 64QAM oder FEC 3/4 umstellen zu müssen, was ja auch die Empfangbarkeit leicht verschlechtern würde. Vor einiger Zeit wurde im ARD-Bouquet die französische Tonspur bei arte aufgeschaltet (also, wenn man so will, ein Radioprogramm), ohne daß man eine Verschlechterung der Bildqualität bei den TV-Sendern hätte feststellen können.

Im übrigen hat der Umstieg von VHF auf UHF beim ARD-Bouquet ungefähr soviel zusätzlichen Platz geschaffen, wie die Deutschlandradios benötigen würden. Insofern wäre es z. B. auch möglich, beide Radios bei der ARD oder ein Deutschlandradio bei der ARD und das andere beim ZDF aufzuschalten.

Schön wäre es schon, wenn man endlich ein Signal Richtung Digitalradio senden könnte, und hier wäre die Verbreitung der beiden Deutschlandradios über DVB-T ein ganz entscheidender Schritt: DVB-T-Receiver sind weit verbreitet, und ARD und ZDF sind bundesweit empfangbar, so daß plötzlich fast jeder Zugang zu digitalem Radio haben würde, und dann wäre die Versuchung »Wenn es mich nichts kostet und ich nichts Zusätzliches kaufen muß, probiere ich es einfach mal aus!« doch sehr groß.

Soweit mir bekannt ist, strahlt die BBC ihr vollständiges Radioangebot sowohl über UKW als auch über DAB und DVB-T aus. Auf Dauer ist so etwas selbstverständlich nicht sinnvoll, aber selbst die finanziell klamme BBC scheint dies für eine Übergangszeit finanzieren zu können. Was sich dann durchsetzt, wird sich zeigen. Die Kapazität und die Verbreitung von bereits vorhandenen Empfängern spricht eher für Radio über DVB-T, der Mobilempfang eher für DAB (wobei die mobile Empfangbarkeit bei DVB-T keineswegs so schlecht ist, wie immer wieder behauptet wird).

In einem Extrabouquet wäre über DVB-T sogar Platz für den kompletten ARD-Hörfunktransponder, aber dies ist wohl politisch nicht gewollt.

Dabei müßten sich die ARD-Anstalten selbst bei einer Vollaustrahlung aller Radiosender kaum Gedanken darüber machen, sich gegenseitige Konkurrenz zu bieten, was mich an einen satirischen Vorschlag erinnert, der vor einiger Zeit in einem anderen Forum zu lesen war (also bitte nicht ganz ernst nehmen, auch wenn ein wahrer Kern darin ist):

Man könnte das Digitalradio (egal, ob über DAB oder DVB-T) innerhalb von nur zwei Wochen ohne viel Aufwand mit einem Minimaleingriff zumindest in Bayern durchsetzen: Da der Sender Bayern 1 (unabhängig davon, was über UKW sonst noch angeboten wird) für die ältere Generation längst zur lebensnotwendigen Suchtdroge geworden ist, würde es genügen, nur die erste UKW-Kette des BR zu deaktivieren und Bayern 1 digital aufzuschalten. In der ersten Woche wären die Leserbriefspalten der Gazetten voller Proteste, und bei Nichtreaktion des BR wären nach nur zwei Wochen über fünf Millionen Digitalempfänger verkauft, womit die flächendeckende Versorgung umgesetzt und damit der Umstieg vollzogen wäre ... ;)

von Dixie_ - am 13.10.2009 18:41

Re: Deutschlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
KlausD
Da es bisher offensichtlich noch niemand hier entdeckt hat oder nicht posten wollte, mache ich dies mal. -Hier- gibt es einen "Offenen Brief von Peter Lepper, Geschäftsführer TechniSat, an Dr. Willi Steul, Intendant Deutschlandradio, zur Einstellung der DAB-Verbreitung"


Dieser Werbebrief - jetzt wissen wir, daß Technisat Autoradios für VW, Skoda, Seat, Audi und Bugatti herstellt sowie Herr L. selbst einen neuen "Audi in Betrieb genommen hat" - zeigt letztlich, daß Kleinstaaterei auf Kleingeister trifft und sich beides ansich bestens vertragen müßte.

Ob nun die unterversorgte Vulkaneifel oder andere Gebiete in Deutschland, für beide DRadios lassen sich genügend UKW-Versorgungslücken finden - und über Ursprung und Ausblick dieser Problematik kann das Forum hier mehr als vollständig Auskunft geben. Übrigens, auch im Möhnetal ist der Empfang eine Katastrophe trotz Olsberg in Sichtweite.

Aber rechtfertigt dies alles die Betriebskosten für ein Luxussystem? Wenn die DRadios das Programm für die sogenannten Eliten des Landes sind, sollte es diesem Publikum leicht fallen, mobil über LW/MW und zu Hause per Kabel/Satellit/Internet die Sender zu hören.

Letztlich - wie ich bereits schrub - muß man die schlechte UKW-Verbreitung bis zum Ende denken und sich mit Blick auf die Betriebskosten fragen, ob nicht eine völlige Abschaltung der Funzeln und im Gegenzug die Inbetriebnahme bzw. Umkoordinierung von LW/MW-Frequenzen das Problem halbwegs lösen kann.

gb


P.S.: Insgeheim vermute ich hinter dem "Offenen Brief" nichts anderes als das Eingeständnis, bei Technisat aufs falsche Pferd DAB gesetzt zu haben und man nun zähneknirschend nach Argumenten für die Autoradiokunden sucht, weiterhin die Produkte aus Daun einzubauen.

von gb - am 14.10.2009 09:50

Re: Deutschlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Wenn wir noch etwas bei Herrn L. verweilen: Der Sender aus Recklinghausen zündet aber aus Nordkirchen und das "liegt ziemlich genau im Zentrum des Städtedreiecks Dortmund, Münster und Hamm. Nachbargemeinden sind im Westen beginnend und im Uhrzeigersinn benannt Lüdinghausen, Senden und Ascheberg im Kreis Coesfeld sowie Werne und Selm aus dem Kreis Unna." (Wikipedia)

Der Mann scheint wissensmäßig in den 80er Jahren zu verweilen wie hier zu lesen ist.

Insgesamt wird der "Offene Brief" zunehmend zur Peinlichkeit, je öfter man das Traktat liest.

Die KEF und das Thema DAB sind eine reine Geldfrage. Wenn man aber beim DRadio konsequent die Budgets ordnet, dann wäre eine Kombination aus Langwelle 153 kHz und 207 kHz nebst einiger MW-Sender für die Randregionen im Zusammenspiel mit DVB-T eine reizvolle Lösung.

Sich aus der UKW-Verbreitung zurückzuziehen mag auf den ersten Blick kurios klingen. Wenn aber für den mobilen Empfang die Qualität überwiegend schlecht ist - man denke nur an die Vulkaneifel - stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis Kosten und Nutzen stehen. Ein Abschalten aller Funzeln nebst Priorität auf LW/MW wäre auch ein medienpolitisches Zeichen in Sachen Zukunftsfähigkeit der Republik.

gb


P.S.: Aus eigenem Nutzungsverhalten ergänzt: DLF und DKultur auf der Langwelle hören sich wohltuend und ganz im Müchler'schen Sinne sehr "entschleunigt" an. Für mich ist die LW der eigentliche Luxus beim Radiohören, zusammen mit France Inter, BBC Radio 4, RTL und RTÉ Radio 1 sendet dort Qualität und vom Dummfunk gibt es keine Spur. Und wenn man das Radio nicht direkt neben den Laptop stellt, bleiben auch die Störungen aus.

von gb - am 14.10.2009 11:50

Re: Deutschlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

@gb:
Zitat

Sich aus der UKW-Verbreitung zurückzuziehen mag auf den ersten Blick kurios klingen. Wenn aber für den mobilen Empfang die Qualität überwiegend schlecht ist - man denke nur an die Vulkaneifel - stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis Kosten und Nutzen stehen. Ein Abschalten aller Funzeln nebst Priorität auf LW/MW wäre auch ein medienpolitisches Zeichen in Sachen Zukunftsfähigkeit der Republik.


Trotz schlechter Mobilversorgung und so sehr wir hier über die diversen UKW-Funzeln des Deutschlandradios auch immer schimpfen: man sollte bedenken, dass die meisten dieser Funzeln in dichter besiedelten Gebieten installiert wurden und dass manche Deutschlandradio-Funzel trotz bescheidener Reichweite in Kilometern trotzdem kaum weniger Einwohner versorgt als es eine leistungsstärkere und damit teurere Frequenz täte. Man erreicht über dieses Funzelnetz immerhin einen größeren Teil der Einwohner Deutschlands über den immer noch *gängigsten* Verbreitungsweg: UKW nämlich.

Um konkret zu werden: würde man für das DRadio so viel verbessern, wenn man z.B. fünf 100 Watt UKW-Sender in Bayern, die in Ballungsräumen installiert sind, durch einen zentralen 300kW-Mittelwellensender ersetzen würde? Die mobile Empfangbarkeit würde sich für manche deutlich verbessern, klar. Wenn man mit der Klangqualität der Mittelwelle zurecht kommt. Andere könnten wegen störverseuchter Umgebung oder mangels AM-tauglichem Gerät vielleicht aber nichts mehr empfangen. Viele kommen vielleicht gar nicht drauf, in den AM-Bereich zu schalten. Gäbe es also unterm Strich tatsächlich wesentlich mehr Hörer? Ich glaube nein!

Wenn das Funzelnetzwerk auch relativ wenig Fläche versorgt, es erreicht doch verhältnismäßig viele Leute, weil eben die dichter besiedelten Gebiete versorgt sind. Deshalb bin ich gegen eine Abschaltung der Funzeln, eher für eine Reorganisierung und Verbesserungen bei den vorhandenen UKW-Sendern. Aus dem vorhandenen Netz von Dradio lässt sich schon noch was rausholen bzw. verbessern, wenn man an der einen oder anderen Stelle nochmal versuchen würde, Frequenzen zwischen beiden Programmen zu tauschen, bei mancher QRG vielleicht doch nochmal versuchen würde, die Leistung weiter hochzukoordinieren, oder eine geeignetere Frequenz zu finden, etc etc...

von Habakukk - am 14.10.2009 12:09

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat
robiH
Um 3 Dimensionen abzudecken abzudecken, bräuchte man bereits 8 Programme:
1 JWA Bildung, Hörspiele
2 JWN Talk Radio, Call-In
3 JMA Alternative Pop
4 JMN Mainstream Pop
5 AWA Magazine, Features, Analysen
6 AWN News, Wetter, Verkehr, Börse
7 AMA Klassik, Jazz
8 AMN Volksmusik, Schlager

Ich würde erstmal folgendes machen:

JWA, JMA, AMA zu einem Programm zusammenfassen
JWN und AWA auflösen und als einzelne Sendungen


dann hätte man noch folgende Formate:

1. Schlager, Volksmusik, Schlager, Talk, Call-In, Magazine, Wetter, Verkehr,;
2. Mainstream Pop, Talk, Call-In, Magazine, Wetter, Verkehr;
3. News, Börse, Analysen, Wetter;
4. Kultur, Hörspiele, Klassik, Jazz, Alternative Pop;

also kann man das 2. und 4. Programm aufteilen in jeweils für jüngere und ältere Hörer, so das man dann zu dem Ergebniss kommt:

1. Schlager, Volksmusik, Magazine, Talk, Call-In, Wetter, Verkehr;
2. Mainstream Pop (80er, 90er, Classic-Rock), Magazine, Talk, Call-In, Wetter, Verkehr;
3. Mainstream Pop (Charts, Black, HipHop, Dance) Magazine, Talk, Call-In, Wetter, Verkehr;
4. News, Politik, Wirtschaft, Börse, Analysen, Magazine, Talk, Wetter, Verkehr;
5. Kultur, Magazine, Hörspiele, Klassik, Jazz;
6. Jugendkultur, Magazine, Alternative Musik;

Zitat
Wasat
Nun sind wir endlich so weit, den Pluralismus in der Gesellschaft zu erkennen, und dann sollen die Leute in 6 Schubladen gezwängt werden? Das geht an der gesellschaftlichen Realität vorbei und hat daher keine Chance auf Akzeptanz. DER Hauptgrund für die Krise des Radios ist, dass man größere Gruppen mit gleichen Vorlieben nicht mehr binden kann. Es gibt zwar einen Mainstream, der von vielen, aber eben immer weniger Leuten einigermaßen akzeptiert wird.

Zu den 6 Basisprogrammen die dann idealerweise öffentlich-rechtlich zu organisieren wären, müsste man porportinal dazu noch 6 private Ketten schaffen, da dann vorwiegend Spartenprogramme z.B. für Rock oder elektronische Musik oder Klassik oder was auch immer anbieten sollten.

Mit 12 Programmen + 1x NKL + 1x Veranstaltungsfrequenz könnte man dann schon etwas anbieten, bei dem fast jeder etwas findet, mit dem er halbwegs zufrieden wär. Klar wäre Radio dann trotzdem kein Hauptmedium mehr, aber das muss es auch nicht mehr sein, weil wir sind ja nicht mehr in den Fünfziger Jahren. Aber es wäre ein Verbesserung gegenüber der jetztigen Situation.

quote Eckhard.]
Auch wenn eure Planungen mit Sicherheit nie umgesetzt werden, wo dürften dann die OKs / NKLs / Campusradios auf UKW senden?
[/quote]Für NKL und Veranstaltungsradio findet sich schon noch ne 13. und 14. Kette.

von Martyn136 - am 19.10.2009 16:39

Re: Deustchlandradio schaltet zum Jahresende DAB ab

Zitat

Geht dieser Unsinn schon wieder los?

Leider ja. Richtig unsinnig wird es mit dem
Zitat

Vorbild
und
Zitat

Radio 6 exklusiv über Kabel, Satellit und digitale Terrestrik

Und dann das
Zitat

Um 3 Dimensionen abzudecken abzudecken, bräuchte man bereits 8 Programme:
1 JWA Bildung, Hörspiele
2 JWN Talk Radio, Call-In
3 JMA Alternative Pop
4 JMN Mainstream Pop
5 AWA Magazine, Features, Analysen
6 AWN News, Wetter, Verkehr, Börse
7 AMA Klassik, Jazz
8 AMN Volksmusik, Schlager

Das gibt es noch die 4. bis 178. Dimension. Country, Weltmusik, Religion und sonstiges was mir gerade nicht einfällt.
Zitat

Zu den 6 Basisprogrammen die dann idealerweise öffentlich-rechtlich zu organisieren wären, müsste man porportinal dazu noch 6 private Ketten schaffen, da dann vorwiegend Spartenprogramme z.B. für Rock oder elektronische Musik oder Klassik oder was auch immer anbieten sollten.

Träum weiter. Private werden immer erst mal den großen Kuchen (= Masse und nicht Sparte) backen und anbieten.
Aber du antwortest dir ja selber
Zitat
Martyn
Mit 12 Programmen + 1x NKL + 1x Veranstaltungsfrequenz könnte man dann schon etwas anbieten, bei dem fast jeder etwas findet, mit dem er halbwegs zufrieden wär. Klar wäre Radio dann trotzdem kein Hauptmedium mehr, aber das muss es auch nicht mehr sein, weil wir sind ja nicht mehr in den Fünfziger Jahren. Aber es wäre ein Verbesserung gegenüber der jetztigen Situation.

Erstmal vergisst du die Locals (Bayern, B-W, Sachsen, NRW) und dass nicht überall (und zum Glück) NKL und insbesondere Ver(un)anstaltungsradios auf Sendung sind.

Zitat
Wsat
Auf UKW hat eben nur mehr der träge und wenig zeitgeistige Mainstream Platz. Deshalb werden auch unentwegt die Hits der Opas & Omas gespielt. Für Individualismus ist das Übertragungssystem zu teuer und unflexibel. Das ist meine - ernüchternde - Einsicht.

Stimmt. Und damit kann die immer wieder aufkeimende Diskussion mit ARD 1-6 (ARD 1-10) beendet werden.
Zitat
Jassy
Lassen wir mal diese UKW wunschplänung raus aus diesem Thread, und lassen wir hier drüber diskutieren das das Deutschlandradio seine DAB Verbreitung einstellt!

Genau!

von Schwabinger - am 19.10.2009 17:48
Zitat
www.prodigitalradio.de
Das terrestrische Digitalradio DAB konnte sich nach Wegfall technischer Beschränkungen endlich entwickeln und mit ordentlicher Leistung senden.

"Entwickelt" hat sich DAB ja nicht gerade. Da fehlt bei dem "konnte" wohl ein "ö".

Zitat
/www.bayerndigitalradio.de/news-details/ministerpraesidenten-machen-weg-frei-fuer-digital-radio
Einstimmig haben die Regierungschefs der Länder über die Zuordnung der Übertragungskapazitäten für bundesweiten digitalen Hörfunk entschieden. Danach erhält das öffentlich-rechtliche Deutschlandradio ein Drittel der zur Verfügung stehenden Frequenzen und die Landesmedienanstalten bekommen für private Veranstalter bundesweiten Digitalradios zwei Drittel der Übertragungskapazitäten zugeordnet. Gleichzeitig haben sich die Länder im Rahmen des 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrages darauf geeinigt, dass die ARD-Landesrundfunkanstalten pro Land jeweils ein weiteres ausschließlich über Digitalradio plus verbreitetes neues Hörfunkprogramm veranstalten können.

Wenn nun die privaten im VPRT organisierten wie angekündigt nicht mitmachen? Dann wird das wieder nichts richtiges ohne "richtiges" Privatradio abseits von Sparten- bzw. Interessenprogrammen à la SSL und Truck-Radio. Oder gar Langweiler-Frequenzfüller wie RTL-Radio.
Wobei ich bei dem bundesweit da ja noch Hoffnung habe, das es doch noch mit DAB (+!) etwas werden kann. Trotz der lächerlichen Provinz-Mentalität in Sachen Rundfunk ist Ländersache.
Ein Programm -auch wenn jetzt alle hier aufschreien- im 1:1 Stil wie ABY bundesweit ("Antenne Deutschland") oder wie FFH oder rs2 oder RPR.1 würde da etwas bewegen. Und möglichst gleich 4 davon. Einfach das, was die Masse will und nicht irgendwelche Radiofreaks oder Länder-LMA-Fürsten. Und dann wäre auch der lähmende Länderfokus in Sachen Radio endlich mal beendet. Attraktive bundesweite Angebote unabhängig von der Situation vor Ort.
Beispiel NRW. Dort SPD-CDU-FDP gewollte Radio-NRWDR-Monopole, Bundesweit wie im TV dann eine Art Vielfalt (in Sachen der "normalen" Hörer - undf ohne die geht es eben nicht).
Nur so wird das was mit DAB (+). Nicht mit nur DLF/DLR und "exklusiven" Nischen-Angeboten wie Rockantenne & Co. oder exklusiven Nischen-Sendern der Öffis nur über DAB wie Bayern plus (das kennt in der Senioren-Zielgruppe wohl kaum einer, genauso wie das Namensgenie on3Radio bei den Jugendlichen).



von Schwabinger - am 30.10.2009 18:05
Zitat
Ulrich Hilsinger
Zitat
Schwabinger
Ein Programm -auch wenn jetzt alle hier aufschreien- im 1:1 Stil wie ABY bundesweit ("Antenne Deutschland") oder wie FFH oder rs2 oder RPR.1 würde da etwas bewegen. Und möglichst gleich 4 davon. Einfach das, was die Masse will und nicht irgendwelche Radiofreaks oder Länder-LMA-Fürsten.

Naja ich weiß nicht. Solche Programme bekomme ich fast überall in Deutschland per UKW sowieso schon, warum sollte ich für eine Kopie von UKW Geld ausgeben.
Aber 10 Spartenprogramme a la DLF, D-Radio, Klassikradio, Rockantenne, Musikwelle oder SSL, von denen jedes nur ein paar Prozent der Bevölkerung anspricht, sprechen unterm Strich einige zig Prozent der Bevölkerung an, die das dann nicht als Kopie vom schon vorhandenen wahrnehmen würde, sondern als Mehrwert, denn solche Programme gibts ja bisher meist nur in ein paar Ballungszentren.

Ich sehe das so: Solange die "Massenprogramme" analog über UKW empfangbar sind, wird kaum jemand sie über Digitalradio hören, weil die meisten zum "Nebenbeihören" eigentlich vollkommen zufrieden sind mit der analogen Qualität und keinen Sinn sehen ein neues Gerät zu kaufen. Auch halte ich es für sehr riskant, auf Spartensender zu setzen; diese sprechen nur eine Minderheit an, die sich wiederum in viele Untergruppen unterteilt und oft bereits ein Personenkreis ist, der sich an Webradio/MP-3-Player gewöhnt hat, und mit dem, was über DAB gesendet werden kann auch nicht so leicht zufreidengestellt werden könnte. Ich halte es deshab für wichtig, dass neben dem Radio (Massenprogramme (mit Regionalbezug) und Spartensender) ein Mehrwert wie z.B. TV angeboten wird. Ansonsten dürfte es zumindest in Deutschland ziemlich schwer und teuer werden ein digitales Radiosystem zu integrieren. Möglicher Weise könnte DVB-T-Radio ein erster Schritt in diese Richtung sein.

von Zwölf - am 31.10.2009 14:00
Zitat
Zwölf
Was mich mal interressieren würde; jetzt wo DRadio vor der DAB-Abschaltung steht; wie sieht's in Berlin aus; wird Interresse am DVB-T-Radiobouquet gezeigt (evtl. auch für das neue DWissen)?
Mit DWissen brauchen wir terrestrisch ja wahrscheinlich vorläufig nicht rechenen; was mich aber mal bezüglich DKultur und DLF interressieren würde: Was hieltet ihr von dem Vorschlag, dass der DLF seine AM-Ausstrahlung aufgibt, und sie an DKultur abgibt, so dass es überall eine recht ordentliche Abdeckung gibt. Im Gegenzug könnte sich DKultur sich zu Gunsten des DLF vom UKW-Band zurrückziehen, sodass sich auch die Empfanglage vom DLF deutlich verbessern könnte. Sollten dabei Frequenzen übrig bleiben, könnten diese für DWissen genutzt, oder neu ausgeschrieben werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.11.09 12:09 durch Zwölf.



Das funktioniert nicht. Es gibt Gegenden, wo beide Programme terrestrisch gut verbreitet werden. Es gibt andere, z.B. Bayern und Baden-Württemberg, wo man auch nicht eines der Programme annähernd flächendeckend verbreiten könnte.

Mit DAB geht es jetzt schon mit nur Lokalensembles (München, Ingolstadt, Augsburg) über weite Bereiche Südbayerns. Und das wollen wir aufgeben, nur weil Herr Reimers seine Stellung missbraucht, die Technik zu killen, die in Konkurrenz zu der von ihm entwickelten steht.

Der Mann ist völlig befangen und keiner wagt es zu sagen.

Warum nehmen wir das einfach so hin? Wer etwas tun will geht auf www.prodigitalradio.de



von RudiP - am 08.11.2009 11:24
Zitat

Das funktioniert nicht. Es gibt Gegenden, wo beide Programme terrestrisch gut verbreitet werden. Es gibt andere, z.B. Bayern und Baden-Württemberg, wo man auch nicht eines der Programme annähernd flächendeckend verbreiten könnte.

Mit DAB geht es jetzt schon mit nur Lokalensembles (München, Ingolstadt, Augsburg) über weite Bereiche Südbayerns.


Nun dann könnte man meine Idee ja auch nur in diesen Gebieten umsetzen; im Süden ist über AM meist DLF gut empfangbar, dann könnte man die UKW-Frequenzen vom DLF an das DRadio geben; evt. müsste man einige Standorte etwas umkoordinieren, damit sich alle Frequenzen sinnvoll nutzen ließen.

In München/Augsburg usw. sind doch eh schon beide Programme empfangbar; dass da jetzt abgeschaltet wird, find ich nicht so schlimm. Was anderes wärs gewesen, wenn DKultur und DLF im Landesmux gewesen wären.
Für die DAB-Einführung, sind diese beiden Programme allerdings auch eher hinderlich; denn mit den paar potientiellen Hörern für diese Programme kann mein kein rentables Radiosystem etablieren. Da ist es zumindest vorerst wichtiger, Zugpferde ins Boot zu holen. Sollte in Bayern DAB (+) wirklich ein Erfolg werden, können DLF und DKultur/Wissen ja immernoch zurrückkommen. Mich würden Klassikradio und RSA3 mehr zu DAB (+) bewegen können, als DLF und Dkultur. Zumal ich den DLF hier noch einiger Maßen über UKW bekomme, und in Sachen Kultur und Information auch noch Bayern 2, B5, Ö1, SWR2 und DRS2 habe, wenn mir danach ist.

...und natürlich wäre mir DVB-T-Radio immernoch am liebsten ;)

von Zwölf - am 08.11.2009 14:55
Zitat
Mc Jack
Zitat

Terrestrische Wellen kann keiner ausfiltern und wirksam stören auch nicht.



So verblendet kann doch keiner sein, RudiP?
Selbstverständlich kann man terrestrische Wellen wirksam stören! Und, noch viel schlimmer, sitzen die falschen Herrschaften an den Hebeln der Macht, kann man terrestrische inländische Sender auch einfach mal abschalten. Siehe BR in den 80ern, als allzu "unkatholische" Sendungsinhalte einfach mal mit einem Testbild belegt worden sind. Falcos "Jeanny" in der Sendung "Extratour" im Jahr 1986 war der beste Beweis. Du als älteres Semester kannst dich zweifellos erinnern.



Mitschnitte || Technik || Dütt un Datt


Warum immer persönliche Angriffe statt Argumenten? Zu jedem Thema gibt es zwei Meinungen, die eigene und die falsche.

Nun zur Sache:

Wir wollen doch bei den Tatsachen bleiben: Nein, Fernsehdirektor Helmut Oeller hat sich zwar ausgeblendet, aber das mit dem Testbild ist falsch.

Und wenn Herr Oeller Herr über Internet oder Astra gewesen wäre, hätte er die Sendungen vielleicht europaweit bzw. weltweit versucht zu zensieren.


Es ist ein alter demokratischer Grundsatz, dass keiner die ganze Macht haben darf. Deshalb wünsche ich mir Terrestrik, Sat und Internet. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass keiner alles beherrscht.

Ein Berlusconi reicht.

von RudiP - am 08.11.2009 15:25
Zitat
Zwölf
Zitat

Das funktioniert nicht. Es gibt Gegenden, wo beide Programme terrestrisch gut verbreitet werden. Es gibt andere, z.B. Bayern und Baden-Württemberg, wo man auch nicht eines der Programme annähernd flächendeckend verbreiten könnte.

Mit DAB geht es jetzt schon mit nur Lokalensembles (München, Ingolstadt, Augsburg) über weite Bereiche Südbayerns.


Nun dann könnte man meine Idee ja auch nur in diesen Gebieten umsetzen; im Süden ist über AM meist DLF gut empfangbar, dann könnte man die UKW-Frequenzen vom DLF an das DRadio geben; evt. müsste man einige Standorte etwas umkoordinieren, damit sich alle Frequenzen sinnvoll nutzen ließen.

In München/Augsburg usw. sind doch eh schon beide Programme empfangbar; dass da jetzt abgeschaltet wird, find ich nicht so schlimm. Was anderes wärs gewesen, wenn DKultur und DLF im Landesmux gewesen wären.
Für die DAB-Einführung, sind diese beiden Programme allerdings auch eher hinderlich; denn mit den paar potientiellen Hörern für diese Programme kann mein kein rentables Radiosystem etablieren. Da ist es zumindest vorerst wichtiger, Zugpferde ins Boot zu holen. Sollte in Bayern DAB (+) wirklich ein Erfolg werden, können DLF und DKultur/Wissen ja immernoch zurrückkommen. Mich würden Klassikradio und RSA3 mehr zu DAB (+) bewegen können, als DLF und Dkultur. Zumal ich den DLF hier noch einiger Maßen über UKW bekomme, und in Sachen Kultur und Information auch noch Bayern 2, B5, Ö1, SWR2 und DRS2 habe, wenn mir danach ist.

...und natürlich wäre mir DVB-T-Radio immernoch am liebsten ;)



Schau Dir doch mal im Programmheft des DLR oder auf deren Homepage die Karte mit den Senderreichweiten in Süddeutschland an. Da hilft kein Umkoordinieren.

Zu DVB-T:

1. Hast Du es schon mal im fahrenden Auto probiert? Aber ich.
2. Es soll tatsächlich auch Leute außerhalb von Ballungsräumen geben, die Radio hören wollen, ohne eine Dachantenne mit sich herumzutragen.


von RudiP - am 08.11.2009 15:33
Zitat
Uhlerborner
Ich weiß nicht, was daran zum Lachen ist. Das Thema freies Internet; Verhinderung von Netzsperren und Wahrung bzw. Herstellung der Netzneutralität ist für mich ungefähr 106x so wichtig wie DAB plus und minus, DMB, HD-Radio und DVB-T zusammen. Da geht es nämlich um die Basis für die freie globale Kommunikation der Zukunft.


Dafür dass das Thema DAB für Dich nicht wichtig ist, postest Du in den einschlägigen Threads aber ganz schön viel. Abgesehen davon schweifst Du jetzt auch immer weiter vom Thema ab. Zur Erinnerung: Hier geht es um die mögliche Abschaltung des DLF/DLR aus dem Medium DAB zum 1.1.2010, nicht um freies Internet.

Halten wir mal fest: Auch wenn es von einigen Personen hier permanent angepriesen wird:
- Radio über Internet ist zwar wunderbar, kann aber in absehbarer Zeit als UKW Ersatz nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden.
- Radio über DVB-T kann als mobiles Radiosystem der Zukunft wegen systembedingter Mängel ebenfalls nicht überzeugen.

Bezüglich DLF/DLR gibt es daher nur zwei Möglichkeiten: Entweder DAB/DAB+ wird ausgebaut, oder es wird mindestens mobil keine flächendeckende Versorgung mit diesen Programmen geben.

Richtig ist allerdings auch: Nur für diese beiden Programme lohnt es sich ganz sicher nicht ein neues Radiosystem zu etablieren. Da müssen schon mehr Sender und hier auch insbesondere die Privaten mitziehen. Das ist derzeit allerdings nicht absehbar, so dass ich erst mal nicht sehe, dass es hier wirklich vorwärts geht.

von UKW/DAB/TV - am 08.11.2009 19:27
Zitat

- Radio über DVB-T kann als mobiles Radiosystem der Zukunft wegen systembedingter Mängel ebenfalls nicht überzeugen.


Dieses Argument ist grundlegend falsch und kann aufgrund der Häufigkeit, in der es hier ständig wiederholt wird, fast schon als dreiste und mit Absicht geschriebene Lüge bezeichnet werden.
Das DVB-T sehr wohl mobiltauglich ist und ganz nebenbei noch den Trumpf namens Fernsehen im Ärmel hat, wurde ebenso oft dargelegt. Die Fakten liegen auf dem Tisch, nur die verbohrte DAB-Klientel will es nicht wahr haben.

Zitat
RudiP
Zu DVB-T:

1. Hast Du es schon mal im fahrenden Auto probiert? Aber ich.


Ich auch. Mit Netbook, Diversity-Stick und zwei Magnetfußantennen funzt das ganz hervorragend.
Realisiert man zusätzlich noch, das diese Beipack-Magnetfußantennen letztendlich nur katastrophale Notlösungen sind, ist der lupenreine Mobilempfang umso erstaunlicher. Die Technik bleibt halt nicht stehen,sie entwickelt sich. Und um gleich den nächsten, immer wieder kehrenden Einwand der angeblich fehlenden Hochgeschwindigkeitstauglichkeit im Vorfeld zu beantworten: 250km/h. Das ist der derzeitige Stand der DVB-T-Technik bei mobilem Empfang. Gibt's nicht nur im Labor, sondern bereits eingebaut im Premium-Modellbeim Premium-Hersteller. Und um gleich den nächsten Einwand abzukürzen: Hochpreisige Technik blieb noch nie lange hochpreisig, abgesehen davon kostet mein Diversity-Stick auch nur noch 40-50¤, je nach Lieferant.

Aber alles das wissen unsere DAB-Einheizer schon längst. Sie wollen es nur nicht wahrhaben.
Schöne, heile Lobbyisten-Welt.

von Mc Jack - am 08.11.2009 21:20
Zitat
Mc Jack
Zitat

- Radio über DVB-T kann als mobiles Radiosystem der Zukunft wegen systembedingter Mängel ebenfalls nicht überzeugen.


Dieses Argument ist grundlegend falsch und kann aufgrund der Häufigkeit, in der es hier ständig wiederholt wird, fast schon als dreiste und mit Absicht geschriebene Lüge bezeichnet werden.
Das DVB-T sehr wohl mobiltauglich ist und ganz nebenbei noch den Trumpf namens Fernsehen im Ärmel hat, wurde ebenso oft dargelegt. Die Fakten liegen auf dem Tisch, nur die verbohrte DAB-Klientel will es nicht wahr haben.

Zitat
RudiP
Zu DVB-T:

1. Hast Du es schon mal im fahrenden Auto probiert? Aber ich.


Ich auch. Mit Netbook, Diversity-Stick und zwei Magnetfußantennen funzt das ganz hervorragend.
Realisiert man zusätzlich noch, das diese Beipack-Magnetfußantennen letztendlich nur katastrophale Notlösungen sind, ist der lupenreine Mobilempfang umso erstaunlicher. Die Technik bleibt halt nicht stehen,sie entwickelt sich. Und um gleich den nächsten, immer wieder kehrenden Einwand der angeblich fehlenden Hochgeschwindigkeitstauglichkeit im Vorfeld zu beantworten: 250km/h. Das ist der derzeitige Stand der DVB-T-Technik bei mobilem Empfang. Gibt's nicht nur im Labor, sondern bereits eingebaut im Premium-Modellbeim Premium-Hersteller. Und um gleich den nächsten Einwand abzukürzen: Hochpreisige Technik blieb noch nie lange hochpreisig, abgesehen davon kostet mein Diversity-Stick auch nur noch 40-50¤, je nach Lieferant.

Aber alles das wissen unsere DAB-Einheizer schon längst. Sie wollen es nur nicht wahrhaben.
Schöne, heile Lobbyisten-Welt.



Mitschnitte || Technik || Dütt un Datt



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.11.09 22:21 durch Mc Jack.





Ich habe es auf jeden Fall mit einem normalen Receiver und Magnetfußantenne auf dem Dach probiert. Es ging ungefähr in dem Bereich, der als Inhouse-Emfang deklariert ist. Und bei steigendem Tempo wurde es schlechter. Damit wir uns richtig verstehen. Es geht um Landstraßentempo. Ich versuche, das ganze ohne aggressive Begriffe wie "Einheizer" zu formulieren.

In der gleichen Lage ging DAB sogar mit einem Technisat-Gerät im Walkman-Format nur mit dem Kopfhörer als Antenne.

Und wenn ich ohne Auto unterwegs bin, verwende ich ganz sicher keinen Diversity-Receiver mit zwei Magnetfußantennen.

von RudiP - am 08.11.2009 22:43
Zitat
Mc Jack
Ich habe so einen ähnlichen Versuch mit dem Skymaster DT500 ausprobiert, mit ernüchterndem Ergebnis. Mehr als 20km/h war nicht drin...Aber es ist ja auch kein Mobilempfänger.

Zitat

Ich versuche, das ganze ohne aggressive Begriffe wie "Einheizer" zu formulieren.


Och, bei deinem Feldzug gegen Prof. Reimers bist du auch kein Leisetreter...Ganz im Gegenteil, das hat im Ansatz schon ehrverletzende Züge. Du weißt schon, das mit dem Steine werfen und im Glashaus sitzen...

Zitat

Und wenn ich ohne Auto unterwegs bin, verwende ich ganz sicher keinen Diversity-Receiver mit zwei Magnetfußantennen.


Ich auch nicht. Wenn ich nicht mit dem Auto unterwegs bin, dann nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Dafür genügt ein 3,5- oder 7''-Portabel mit Teleskopantenne vollkommen.



Mitschnitte || Technik || Dütt un Datt





Es ist ein Riesenunterschied, ob ich jemanden beschimpfe, was ich versuche zu vermeiden, andere nicht, oder ob ich ganz sachlich die Meinung vertrete, dass Prof. Reimers völlig befangen ist und seine Position in der KEF missbraucht, um mit unfairen Tricks DAB zu killen und das maßgeblich von ihm entwickelte DVB-T durchzusetzen. Er scheut nicht davor zurück, es im KEF-Bericht als Alternative zu empfehlen. Ich beschimpfe Reimers nicht, ich sage nur, dass er derart befangen ist, dass er meiner Meinung nach in der KEF nichts zu suchen hat.

Hast Du überhaupt jemals den KEF-Bericht gelesen? Kennst Du meine detaillierte Kritik, nachzulesen unter www.prodigitalradio.de? Nur mal ein Beispiel: Würdest Du es ok finden, wenn im Bauausschuss eines Stadtrates ein Bauträger sitzt, der den Bau eines konkurrierenden Bauträgers einstellen lässt, mit der Begründung, der Bau werde sehr zögerlich fertig, und es sei noch keiner eingezogen. Die Verzögerung hat aber die Ursache, dass die Baugenehmigung gedauert hat, die aber jetzt vorliegt. Da würde man doch meinen, dass der selbst nicht mitberaten und mit abstimmen kann, wenn er selbst von der Entscheidung betroffen ist.

Hier wird sehr viel aus dem Bauch heraus geschrieben. Ich kann hier meine über viele Seiten gehende detaillierte Kritik nicht wiederholen, deshalb der Link.
Lies doch mal nach, denk nach, und dann reden wir weiter.




von RudiP - am 09.11.2009 00:00
Um die ganze Diskussion mal abzuschließen, wer entscheidet eigentlich, wer in der KEF was zu
vermelden hat? Vielleicht sollte man da mal ansetzen, um z.B. befangene KEF-Mitglieder
herauszudrücken und stattdessen Leute hineinzubekommen, die auch die technischen Kenntnisse
haben, die notwendig sind, um Übertragungsverfahren und Rundfunksysteme neutral und angemessen
zu bewerten.

Was die Einschätzung von Rabbit76 angeht, da kann ich nur zustimmen. Was auch noch
dazukommen wird, daß eben früher oder später von europäischer Seite ein gewisser Druck entstehen
wird, denn erklärtes Ziel Europas ist es auch, die Bedingungen, Zustände und rechtliche
Gegebenheiten der einzelnen Mitgliedsländer aneinander anzugleichen. Davon werden Rundfunk und
TV sicherlich nicht ausgespart. Und der Zug geht eben europaweit in Richtung DAB+/DMB. Fehlende
Zuweisungen und Ausschreibungen könnten als Handelshemmnis ausgelegt werden. Mit den
entsprechenden Folgen. Da wird auch ein Prof. Reimers nichts dran ändern können.

Thema Radio über DVB-T: Man sollte man wenigstens die drei D-Radios auf DVB-T aufschalten,
damit zumindest stationär in den meisten Gebieten ein sauberer Empfang gewährleistet ist,
der Funzelsalat erzeugt nämlich auch in dichter Bebauung für nervende Störungen. Zumindest
solange, bis der Deutschland-Multiplex läuft. Ich selbst habe schon einen UKW-mäßig guten
Standort, aber DLF und DRK gehen bei mir nur über MW/LW oder Satschüssel sauber. Richtig,
das 102.7/102.8MHz-Geraffel in NRW. und die Kombi 106.0/106.1MHz ist auch nicht besser.






von Nohab - am 09.11.2009 09:52
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