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Rock Antenne noch 2003 auf UKW 101,3 MHz in München

Startbeitrag von Wiesbadener am 01.10.2003 18:33

+++ Frequenztrick in München: Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll es auf der Münchner UKW-Frequenz 101,3 Mhz zu einem Programmwechsel kommen. Statt "Antenne Bayern" wird hier dann die "Rock Antenne" zu hören sein. Für das zweite Programm aus Ismaning bedeutet dies einen enormen Reichweiten-Zuwachs. Bisher war die Rock Antenne nur terrestrisch in Augsburg, via Satellit, über DAB und im Kabel empfangbar. Der Tausch mit der Rock Antenne dürfte für Antenne Bayern reichweitenmäßig ohne Folgen bleiben. Das Programm ist im Großraum München über mehrere andere Frequenzen in optimaler Qualität empfangbar. Bis dieser Plan umgesetzt wird, investiert man aber ncoh weiter ins Programm: seit kurzem moderieren die Südtirol-Radioveteranen Armand Presser (41) und Frank Stängle (43) bei der Rock Antenne. (01-10-03) +++

Quelle: Radioszene-Ticker

Antworten:

Gemeint war wohl nicht der BR-Senderstandort Ismaning, sondern der Ort im Kreis München, an dem Antenne Bayern und Rock Antenne ihren Sitz haben. Die 101,3 kommt natürlich vom Olympiaturm.

von alqaszar - am 01.10.2003 18:49
Ich gehe mal davon aus, dass für die 101,3 nun die bereits koordinierte 107,5 in München an die Antenne fällt.

von Wiesbadener - am 01.10.2003 18:52
Warum für München eigentlich noch die 107,5. 107,7/104,4/103,8/102,7 sind alle mit dem kleinsten Küchenbrüllwürfel da.

von elchris - am 01.10.2003 19:09
Hieß es nicht vor gar nicht langer Zeit, dass die Augsburger 87.9 die einzige Rockantenne UKW-Frequenz bleiben wird??? Ts ts ts ts....



von Andreas W - am 01.10.2003 19:36
@Jens Ullrich
Stimmt. Ohne Münchner QRG ist's nix mit Antenne hier. Und selbst in Pasing ist die 103,8 und 104,4 NICHT in jedem Küchenbrüller im EG empfangbar. 102,7 ist in Mü. eher grundsätzlich bescheiden, 107,7 schon etwas besser.
Und ob das Gerücht mit RA stimmt, mag ich auch noch nicht so ganz glauben. Dann wäre ja auch danach noch zu guter letzt Nürnberg dran...

Die 107,5 kann aber wegen der Nähe zur 107,7 eigentl. nur für ABY genommen werden.

von Schwabinger - am 01.10.2003 21:47
@ Schwabinger & Jens Ullrich

Zählt doch bitte mal Eure Empfänger auf mit denen Ihr Antenne empfängt (bzw. empfangen wollt). Danke.

von Ueberreichweite - am 01.10.2003 22:21
Ist zwar eigentlich keine "Gagfrage" (uih, wo kann auch ich in München Antenne empfangen?), aber ich kann mir nicht vorstellen, daß der Antenne Bayern-Empfang von einfallenden Sendern in München soo schlecht ist.
War letztens mal auf dem Mittleren Ring mit dem Genuß des Hörfunkprogrammes auf 99.0 unterwegs. Nachdem ich hierbei im Aldi-Radio keine nennenswerteren Aufrauschungen feststellen konnte, dürfte der Empfang von Antenne Bayern von einfallenden Sendern dort sicher nicht schlechter gewesen sein - so zumindest meine Denkweise.

Gut, ich bin generell der Meinung, daß einstrahlende Senderstandorte sinnvoller sind, als rausstrahlende. Meine Lieblingsbeispiele hierzu: Landshut/Weickmannshöhe, Passau/Haidenhof. Man sollte ja schliesslich das Sendegebiet versorgen :-))

von Ueberreichweite - am 01.10.2003 22:42
Mono würde bei dem auf Antenne B. angebotenen Programm aber nicht wirklich auffallen *g*
Wenn Du diesen Maßstab (stereo ohne jegliche Störungen z.B. durch Reflexionen) anwenden willst, heisst die Lösung nicht UKW sondern DAB (musst halt MPEG-Artefakte hinnehmen)! Reflexionsfreien und somit 120% störungsfreien Mobilempfang kriegt auch eine zusätzliche Stadtfunzel im Innenstadtgebiet nicht besser hin. Mobil hast Du bei RDS-Radios ausserdem das Problem, daß diese meist auf feldstärkestärkere Sender umschalten - und das ist hierbei sicherlich nicht der Olympiaturm.

Achja, obiges Billigradio decodierte die meiste Zeit einwandfrei RDS und Stereo. Ob der Stereoanteil leicht verrauscht war, lies sich dank Optimod (senderseitig) und Fahrgeräusch nicht auffallend feststellen.

von Ueberreichweite - am 01.10.2003 23:12
Sehr gute Nachricht, Wiesbadener,

wird Zeit, dass das Qualitätsprogramm "Rock Antenne" technisch für weitere Hörer-Kreise empfangbar wird.

von Sven - am 02.10.2003 06:05
Vielleicht sollte man unterscheiden zwischen der Medienpolitik auf der einen und der Musikauswahl auf der anderen Seite. Zur Medienpolitik wurde hier bereits viel richtiges gesagt und richtig ist es gegen Großkonzernmachtmißbrauch zu sein. Von der Musikauswahl her ist es für mich der einzige deutsche Rocksender (den ich empfangen kann) wo man auch längere Zeit zuhören kann - zumindest spät abends wenn weniger gequatscht wird. Wohltuend gegenüber anderen sog. Rocksendern wie Rockland-SAnh. oder Rock-Star Berlin. Natürlich gibt es bessere Rocksendungen, diese aber alle partiell immer nur zu ganz bestimmten Zeiten. Ich möchte die spezielle Musikklangfarbe der Rockantenne in der dt. Radiolandschaft nicht missen. Und sollten wir uns beim ukw Treffen 17-19 in Bad Sulza sehen - mein Auto hat ein Rock-Antenne-Aufkleber.

von Harald Z - am 02.10.2003 07:51
@jkr:
Na klar, wirklich ernst hab ich das auch nicht genommen. Aber irgendwie schon lustig, dass man zuerst sowas behauptet, und dann kommts doch genau anders... Lug und Trug und Mauschelei ist das, nix anderes.

@H.Z.
Ich würde mir da als Münchner Lokalsender ehrlich gesagt ziemlich verarscht vorkommen. Na gut, ein Teil dieser Lokalsender ist eh eng mit Antenne Bayern verflochten, da bleibts sozusagen im Hause. Aber z.B. den Bertl, der grad erst begonnen hat, sein 2day auf Classic Rock umzustellen, wird´s sicher ganz schön treffen... Wo er eh schon wenig Quote hat. Und du hast vollkommen recht, dass man mit dieser UKW-Frequenz nur wieder den Großkonzern füttert. Und wenn man schon eine Stützfrequenz für ein DAB Programm vergibt, dann sollten Programme wie Radio Deluxe, Nova Radio oder Fantasy Bayern genauso zu Rate gezogen werden wie die Rockantenne. Ich würde mir sauber verarscht vorkommen, ehrlich gesagt.

Interessant dürfte aber werden, wieviel Quote ein Programm wie Rockantenne einfahren kann. Denn wenn die Rockantenne ernstzunehmende Zahlen einfährt, bedeutet das für die Musikauswahl, dass es eben nicht nur Popgedudel sein muss. Und dass man durchaus noch hi und da abends Spezialformate bringen darf.

Leider befürchte ich aber, dass nach Inbetriebnahme der Münchner Frequenz nochmal dasselbe passiert, was nach der Inbetriebnahme der Augsburger UKW-Frequenz schon geschehen ist: das Programm verflacht weiter, anstatt einfach nur vernünftige Musk zu bringen, kommt zunehmend der gleiche Terz wie in den normalen Programmen rein (Morningshow, Pseudohumor, ...). Wie angenehm war die Rockantenne doch, als die nur über Kabel, ADR und DAB sendeten.

Ach ja: im übrigen bin ich der Meinung, dass solche Stützfrequenzen für ein DAB Programm nur dann erteilt werden dürfen, wenn dieses Programm massivst Werbung macht für DAB. Nur dann... Seit der Inbetriebnahme der Augsburger 87.9 meint man, man hört einen Augsburger Lokalsender über DAB. Von anderen Verbreitungswegen als der Augsburger 87.9 und der Kabelverbeitung keine Rede im Programm.

von Andreas W - am 02.10.2003 08:13
Daß es wichtigeres zu regeln gibt, weiß ich selber. Aus meiner Situation heraus kann ich sogar sagen, sehr viel wichtigereres sogar!

Aber mit Filz und Spezlwirtschaft komme ich schlechter zurecht, als mit anderen "Problemen" in unserem Bundesland. Und der Filz hilft uns auch bundesweit nicht, die Probleme zu lösen.

Der einzige produktive aus der schwarzen Riege ist zur Zeit Mr. Koch, der wenigstens auch ÜBERLEGUNGEN anstellt und die Dinge zusammen mit der SPD AUSARBEITET!

Der Edi kann nur Volksfestreden halten, zu mehr ist er nicht fähig!

von Daniel - am 02.10.2003 08:58
Die sind doch eh alle gleich, ob rot, grün, schwarz oder gelb. Alle verfilzt und verspezlt bis ins dorthinein. Korrupter als die Mafia...

von Alleübereinenkammscherer - am 02.10.2003 09:12
@Jens Ullrich:

Wir haben im Auto die 102,7 eingespeichert, die ist selbst in der Innenstadt noch besser da, kann locker mit der 98,5 vom B3 mithalten. Meine Indoor Situation ist auch grausam: Erdgeschoss mit Blick auf große Häuser in allen Himmelsrichtungen.

von elchris - am 02.10.2003 10:46
Früher, als man ABY noch anhören konnte *hüstel* haben die mal bei so nem Spiel k.a. was das war eine hörerin gefragt "Und wo hören sie ABY in München?" Antwort: "107,7" ;) Im Norden der Stadt, wo es dann so etwas flacher wird, sollte doch Brotjacklriegel und Gelbelsee noch mitspielen. Aber gut, wennste meinst.

von elchris - am 02.10.2003 10:53
Daniel,

Ihr habt zwar Recht mit Euren Auslassungen zu den Grosskonzernen im Radio-Business und dem allgemeinen Filz in Bayern, aber schaut erst einmal nach NRW. Hier gibt´s nur DDR 1 - 9 (Eins Life, DDR 2, DDR 3, DDR 4, DDR 5, Funkhaus Europa, DLF und DLR) und nur eine Low Power Frequenzkette für ein seichtes Hot AC, durchsetzt vom Bürgerfunk.

Lediglich die Grenzgebiete, insbesondere das zu Holland, verschaffen Erleichterung.

von Sven - am 02.10.2003 10:55
Achja, DDR 9 = 25%-Anteil des WDR an Radio NRW.

von Sven - am 02.10.2003 10:57
Antenne Bayern hat die 101.3Mhz in München nur bekommen, damit sie in den 80er Südtirol 1 stören konnte, die hätten damals irgendeine andere Frequenz, in der sie in München zu enpfangen waren nur stärken sollen, oder warum muss man ein Radiosender in München auf 3 - 4 verschiedene Frequenzen enpfangen?
Als Antenne Bayern in den 80er startete waren noch viele Frequenzen frei, man hätte sie nur besser koordinieren sollen. Warum wurde das nicht gemacht?
Klar je mehr Frequenzen man belegt(das Geld ist vorhanden) desto weniger Frequenzen sind frei für andere Anbieter. Ich glaube nicht, das ein Sender soviele Füllsender für eine Stadt braucht. In andere Länder wo es auch mehr Konkurrenz gibt, muss ein Radiosender auch mit eine weniger Frequenzen auskommen auch weil es anders nicht geht...

von Enzo - am 02.10.2003 11:20
Genau, und deshalb soll die Antenne Leier auch noch die 102,7 von der Zugspitze schleunigst abschalten, damit wenigstens die 102,8 hier wieder ankommt.

Bayern braucht mal wieder eine STRAHLENTHERAPIE!*

(* bei dieser Behandlung wird Bayern von der UKW-Frequenz 102,8 so stark bestrahlt, daß auch noch in Stuttgart und Sachsen etwas ankommt. Der Inhalt dieser Strahlendosis ist selbstverständlich ein südtiroler Programm - Es muß ja nicht diese Volksmusik oder Südtirol 1 in der heutigen Fassung sein...)

Macht doch mal ein paar Vorschläge: Was könnte draufgeschaltet werden?

von Daniel - am 02.10.2003 11:35
@Jens:
Die 92.6 ist auch echt eine sehr gute Frequenz, die geht für ihre 500W richtig gut und weit. Ist auch in einem relativ großen Bereich an der Autobahn angeschrieben.

Brotjacklriegel kann man in der Tat in München vergessen, aber er schaffts zumindest im Osten, die 94.5 empfindlich zu stören (94.4 BR3). Bei der 100.8 von Arabella (100.9 BR4) macht das nix, die hat erstens 300W statt 100W und dort hört man eh schon längst auf 105.2. Aber bei M94.5 ists echt schade.

Dass man für die Innenstadt eine Frequenz für Antenne Bayern braucht, sehe ich übrigens auch ein. Bei Antenne Bayern fehlt einfach der Wendelstein, der in München alles niederbrät. Beim BR könnte man schon evtl. Ismaning teilweise einsparen. Aber die 107.7 von der Hochries kommt an den Wendelstein halt nicht ran, die steht erstens wesentlich östlicher (weiter weg), hat nur 50kW statt 100kW und ist auch nochmal niedriger. Das muss sich auswirken. Und die 102.7 geht zwar prächtig für ihre 2kW, ist aber auch nicht überall in der Innenstadt 100%ig gut zu empfangen. Und für eine Millionenstadt sehe ichs schon ein, dass man dort 100%igen Empfang gewährleisten will. Aber es täte auch eine Blutenburgfunzel für Antenne Bayern, es muss nicht der weitreichende Olympiaturm sein. Dass nun die 107.5 genutzt wird, finde ich insofern gut, weil diese Frequenz wohl definitiv nur entweder für Antenne Bayern, oder gar nicht genutzt werden kann. Somit ist die bei Antenne Bayern gut aufgehoben und tut keinem weh. Solche Lösungen sollte es öfter geben. Würde der BR 200-300kHz neben den Wendelstein Frequenzen ein paar 100W Frequenzen für sein BR Funkhaus koordinieren, könnte er wohl noch ein paar mehr der Ismaninger Frequenzen abzweigen. Davon hätte auch DLF/DRadio was... Aber wer will das beim BR schon, dass die Konkurrenz was davon hat...

Wenns nach mir ginge, würds so aussehen:

BR 1 Oberbayern
93.7 Wendelstein

BR 1 München
91.3 Ismaning

BR 2
89.5 Wendelstein
89.7 München-BR Funkhaus

BR 3
98.5 Wendelstein
98.3 München-BR Funkhaus

BR 4
102.3 Wendelstein
102.1 München-BR Funkhaus (sunshine live DX ade, aber sei´s drum)

B5aktuell
105.7 Wendelstein
(reicht alleine locker aus)

BR Jugendradio
97.3 Ismaning

BR mobil
88.4 Ismaning

DLF
90.0 Ismaning

DRadio
103.2 Ismaning

Antenne Bayern
102.7 Zugspitze
107.7 Hochries
107.5 München-Olympiaturm

Radio Arabella
105.2 München-Isen 25kW
104.0 München-Blutenburgstr. 100W (reicht völlig aus)

Gong 96.3: 96.3 München-Olympiaturm 300W
Charivari 95.5: 95.5 München-Olympiaturm 300W
Energy 93.3: 93.3 München-Olympiaturm 300W
LoRa/Feierwerk/Metropol/Horeb: 92.4 München-Olympiaturm 300W
2day: 89.0 München-Olympiaturm 300W
M94.5 : entweder 94.5 München-Olympiaturm 300W
oder 94.6 München-Blutenburgstr. 300W (ex 94.5 Blutenburgstr. 100W)
Klassik Radio: 107.2 München-Olympiaturm 1kW
Radio Melodie: 100.8 München-Blutenburgstr. 300W

DAB Werbefrequenzen, Belegung beispielhaft:
Rockantenne: 101.3 München-Olympiaturm 300W
Radio Deluxe: 96.8 München-Blutenburgstr. 300W (Leistungserhöhung sollte drin sein)
Nova Radio: 101.7 München-Blutenburgstr. 300W


Na, wär das was oder wär das was??? Irgendwie hätten da doch alle was davon. Der BR hätte seine beiden Programme BR mobil und Das Modul/Jugendradio in München auf UKW, der DLF und DRadio hätten endlich ne gute Versorgung rund um München, und es gäbe 2 neue Privatsender auf UKW. Leider viel zu utopisch, lieber blockiert man sich gegenseitig, oder klüngelt für sich alleine!!!



von Andreas W - am 02.10.2003 11:43
Ach ja, und wenn wir folgendes machen:

105.2 München-Isen ==> München-Ismaning,

was ja schon angedacht zu sein scheint,
dann hätte auf der 104.0 auch Daniels Radio Süd FM Platz. Zwar keine besonders gute Frequenz, aber immerhin.



von Andreas W - am 02.10.2003 11:53
Oh, danke für die Blumen :-)

Aber Du hast es richtig erkannt: Besser eine schwache, als gar keine Frequenz.

Ich hatte schon vor 15 Jahren immer die Idee, die Frequenzen sinnvoll zu verteilen, aber das war damals Wunschdenken und wird es auch in Zukunft sein. Schade. Die Idee ist sehr gut.

von Daniel - am 02.10.2003 12:29
Vor allem, weil eigentlich jeder der Beteiligten (BR, BLM, DRadio) was davon hätte. Dem BR würden 2 weitere UKW-Programme zugestanden, der BLM 3 weitere Privatsender, das DRadio hätte für BEIDE Programme eine starke Frequenz für halb Oberbayern. Aber lieber macht da jeder sein Ding für sich und die mögliche Programmvielfalt bleibt auf der Strecke. Die Idee mit dem BR-Funkhaus Sender 200kHz neben dem Wendelstein wäre ja analog zu dem, was die BLM ja mit Antenne Bayern schon macht. Das stört auch den Küchenquäkerhörer nicht. Ich hab hier eine ähnliche Situation mit DLF auf 100.1 und 100.3, die beide gut gehen. Im Billigradiowecker geht halt irgendeine der beiden, welche, kann ich nicht mal sagen, jedenfalls ist irgendwo bei 100 MHz der DLF und die beiden Frequenzen scheinen sich nicht zu stören. So wirds dann mit Antenne Bayern auf 107.5 oder 107.7 auch sein (irgendwo hinten bei 108 ist halt dann Antenne Bayern) und so wärs bei meiner Lösung für den BR auch.



von Andreas W - am 02.10.2003 12:34
Wie kam es eigentlich historisch dazu, dass der BR seine UKW-Frequenzen vom Sender in Ismaning verbreitete und nicht einfach vom BR Funkhaus? Bei der Mittelwelle seh ichs ja ein, Erdinger Moos verspricht gute Bodenleitfähigkeit, also guter AM-Standort. Für UKW ist der Standort dagegen doch eigentlich nicht sonderlich gut. Warum wählte man dann nicht gleich einen Standort in München, praktischerweise das BR Funkhaus, zur Abstrahlung der UKW Programme? Klar, der Standort ist nicht wesentlich besser, aber er wäre halt gleich da, wo die Programme produziert werden und für die Stadtversorgung kanns nur gut sein, wenn man aus dem Zentrum lospowert.



von Andreas W - am 02.10.2003 12:41
Ismaning kommt - glaub ich - von den Amis, die nach dem Krieg schon ihren Standort hatten. Sie haben dann den damals frisch aktivierten BR die Sendeanlagen mitbetreiben lassen. Zunächst auf Mittelwelle, dann haben sie auch gleich die UKW-Antennen dort errichtet.

Zumindest sind das meine Rückschlüsse aus der Geschichte nach 1945.

Wenn's nicht stimmt, bitte ich um Korrektur!

Übrigens: Am 29. Mai 1985, wo die Kabelsender über die drei ersten UKW-Frequenzen sendeten, wurde vom Dach des BR gesendet, bis irgendwann der Umzug auf den Olympiaturm kam.

Mehr dazu wird es wahrscheinlich in Kürze auf Uhini's Webseiten zu lesen geben.

von Daniel - am 02.10.2003 12:48
Erding ist durch den Wendelstein noch Top Versorgt, wie es mit Freising, Ebersberg etc. aussieht weiss ich nicht.

Wozu braucht der B4 nochmal eine extra München Frequenz?
Wieviel Watt willste denn den BR-Funkhaus Sendern geben? 300W sollte reichen.

von elchris - am 02.10.2003 12:49
Unterschied zwischen der Mafia und der BLM?

Die Mafia hat einen Ehrenkodex!

von Horst - am 02.10.2003 12:51
@jkr/Daniel:
Danke, jetzt ists mir klar... Ismaning war halt einfach schon da und war damals ein höherer Standort als wenn man vom BR Funkhaus gesendet hätte.

@Chris:
Zwischen 100 und 300W. Dass halt schön München versorgt ist. Ich denke, man kann den Standort mit dem Blutenburgstr.-Turm vergleichen, der kommt, sofern er keine Störer hat, ja auch ungefähr bis zum Stadtrand. Es geht ja denke ich nur um die Versorgung von München selber. Ich glaube kaum, dass der Wendelstein im Erdinger Moos größere Versorgungsprobleme hat. Erding ist nach deiner Aussage top versorgt. Ebersberg sowieso (dort kommt ja sogar noch Lokalfunk aus Rosenheim teilweise rein)... Was Freising betrifft: gut, die sind schon relativ weit nördlich, evtl. kommt der Wendelstein hier nicht mehr soo gut hin. Aber obs dafür weitreichende 25kW Frequenzen braucht?



von Andreas W - am 02.10.2003 12:55
@jkr

Ich glaube, ich habe dieses "Buch" auch. Sind auch die Senderöhren von Siemens mit der Wasserkühlung zu sehen.

Muß noch irgendwo im Keller liegen...

von Daniel - am 02.10.2003 13:38
Re Andreas:
Ich würde die 98,3 für Bayern3 in München nicht schlachten. Besser halte ich da die 96,0, die sich gut an die 95,8 anschließen würde. Die 98,3 würde ich stattdessen am Hohenpeißenberg für Bayern3, ggf. auch mit weniger als 25 kW (wenn ich auch für 25 kW ND wäre), einsetzen. Damit hätte man durch die dann freie 99,2 eine weitere 25 kW-Frequenz gewonnen. In Mittenwald selbst sollten die 10W des lokalen Umsetzers für eine einwandfreie Bayern4-Versorgung trotz Gleichkanalprobleme ausreichen. Außerhalb von Mittenwald kann dann wieder auf Herzogstand oder GAP zurückgegriffen werden.
Re ABY:
Die 103,8 würde ich in München auf Grund der 104,0 (Radio Melodie, Mchn-Blutenburgstr) nicht unbedingt zählen.

von Thomas (Metal) - am 02.10.2003 21:33
Jetzt musste ich mir doch die alte Cassette suchen, auf der ich Schleife mit dem Klaviergeklimpere auf der 101,3 MHz aufgenommen habe. Die lief damals ein paar Monate um Südtirol 1 zu stören. Da werden folgende Frequenzen genannt, auf der man im Raum München ABY empfangen kann:

107,7 MHz (Hochries) für den Südosten, Osten und Norden Münchens
102,7 MHz (Zugspitze) für den Süden und den Großraum München
105,2 MHz (Oly-Turm) für das Münchner Stadtgebiet und
103,8 MHz (Hohenpeissenberg) für den Westen und Südwesten Münchens.

Seitdem hab ich ABY nicht länger als 5 Minuten an einem Stück gehört...

von Rawetzer - am 02.10.2003 23:15
Antenne Bayern? Was ist das? ;)

von Daniel - am 03.10.2003 09:21
RTL im Radio *graus* den hab ich irgendwo ganz hinten eingespeichert, der Sender ist so grausam! Innerhalb von München hört den doch eh keiner und wenn, dann muss er sich halt was gscheides in die Bude stellen oder die Anlage ans Kabel hängen - fertich!

von elchris - am 03.10.2003 11:26
Möcht aus aktuellem Anlass (92.4) meine Zerobase etwas aktualisieren:

Wenns nach mir ginge (oder wenn sich alle mal zusammensetzen würden und sich so kooperativ verhalten würden, dass alle was davon haben), würds so aussehen:

BR 1 Oberbayern
93.7 Wendelstein 100kW
94.2 Hohenpeißenberg 25kW (ex Bayern 2)

BR 1 München
91.3 Ismaning 25kW

BR 2
89.5 Wendelstein 100kW
93.0 München-BR-Funkhaus 100W (Gleichwelle zu 92.9 Untersberg, 93.0 Hohe Linie)
[Bedingung: der BR schafft die Regionale Auseinanderschaltung am Sonntag 1x im Monat ab, so dass nur mehr Nord-/Südbayern zu unterscheiden ist]
92.8 Hohenpeißenberg 25kW (ex Bayern 1)

BR 3
98.5 Wendelstein 100kW
95.9 München-BR-Funkhaus 100W ([Fast]-Gleichwelle zu 95.9 Hochberg, 95.8 Grünten, 96.1 Untersberg)

BR 4
102.3 Wendelstein 100kW
104.0 München-BR-Funkhaus 100W (Fast-Gleichwelle zur 104.1 Herzogstand)
[Bedingung: Radio Melodie bekommt neue Frequenz]

B5aktuell
105.7 Wendelstein
106.8 München-BR-Funkhaus 100W (Fast-Gleichwelle zur 106.7 Herzogstand, 106.9 Grünten/Brotjacklriegel)

Das Modul
90.0 Ismaning 25kW

Bayern mobil
88.4 Ismaning 25kW

Deutschlandfunk
97.3 Ismaning 25kW
[harmoniert dann auch besser mit 97.2 Rosenheim]

DRadio
103.2 Ismaning 25kW

Antenne Bayern
102.7 Zugspitze
107.7 Hochries
107.5 München-Olympiaturm 300W

Radio Arabella
105.2 München-Isen 25kW
105.0 München-Blutenburgstr. 300W

Gong 96.3: 96.3 München-Olympiaturm 300W
Charivari 95.5: 95.5 München-Olympiaturm 300W
Energy 93.3: 93.3 München-Olympiaturm 300W
LoRa/Feierwerk/Metropol/Horeb: 92.4 München-Olympiaturm 300W
2day: 89.0 München-Olympiaturm 300W
M94.5 : 94.5 München-Olympiaturm 300W [Reichweitenerhöhung]
Klassik Radio: 107.2 München-Olympiaturm 1kW
Radio Melodie: 100.8 München-Blutenburgstr. 300W

DAB/Webradio Werbefrequenzen, Belegung beispielhaft:
Rockantenne: 101.3 München-Olympiaturm 300W
Radio Deluxe: 96.8 München-Blutenburgstr. 300W (Leistungserhöhung sollte drin sein)
Nova Radio: 101.7 München-Blutenburgstr. 300W

Weitere Frequenzen, die mir spontan noch einfallen (für Spartenprogramme)

91.7 München-Olympiaturm 300W (resultiert aus ex-Fürstenfeldbruck und Alpenwelle Holzkirchen). Die Alpenwelle bekommt dafür eine neue Frequenz, z.B. die 90.5 (derzeit geplant für Tegernseer Tal-Ringberg). Die 90.5 passt dann auch besser zur 90.2 aus Miesbach und ist ebenso weitgehend ungestört.

95.0 München-Blutenburgstr. 100W (derzeit koordiniert für Freising, wird aber dort nicht genutzt wegen starker Störungen von Bayern 1)

97.7 München-Olympiaturm 300W (derzeit AFN in Bad Aibling)

99.5 München-Blutenburgstr. 300W (muss halt der BR zustimmen wegen diverser BR3 Frequenzen rundrum)

Klappt natürlich nur alles, wenn jeder bisschen auf den anderen zugeht.



von Andreas W - am 26.01.2004 13:10
Webfrequenzen???



von Roßkopf - am 26.01.2004 14:58
????

Werbefrequenzen meinte ich. Für Programme, die über einen alternativen Verbreitungsweg wie DAB oder wegen mir auch übers Web verbreitet werden. Natürlich mit kürzerer Lizensierungsdauer und evtl. im Timesharing....



von Andreas W - am 26.01.2004 15:04
@ Andreas W.:

Die Idee mit ca. 300 W BR-Funkhaus ist prinzipiell richtig. Ich denke aber, daß der BR mit 25 kW Ismaning auch das Isartal zwischen Sylvenstein-Speicher und Bad Tölz versorgen will, da dort Wendelstein und Hoher Peißenberg nicht ganz optimal zu empfangen sind, vom Wallberg ganz zu schweigen.
Deiner München-Analyse stimme ich auch total zu, bis auf die Tatsache, daß ich 0,2 MHz Abstand in München zum Wendelstein für problematischer halte als zur Hochries. Denn der Wendelstein ist näher als die Hochries, hat 100 kW und keine 50 kW und ist auch noch wesentlich höher. Das macht eben doch viel aus.

Gruß, Stefan

von Stefan Z. - am 26.01.2004 15:19
@ Andreas W.:
Nachtrag zu Deiner aktualisierten Planung: Die 97,7 halte ich wegen Kreuzeck 97,7 für ungünstig. Kreuzeck und Herzogstand, aber selbst noch die Zugspitze profitieren in München nun einmal vom in fast einer Linie liegenden Loisach- und Isartal und sind daher bis in die Stadt hinein erstaunlich gut zu empfangen.

Gruß, Stefan

von Stefan Z. - am 26.01.2004 15:22
OK, dann machen wir was anderes:
97.7 kommt neu für Radio Alpenwelle in Holzkirchen (wäre ja nicht soooo weit weg vom jetzigen Standort Bad Aibling).

Dafür kommt die 90.5 neu in München (wie sehr würde das Gelbelsee auf 97.6 beeinträchtigen?).



von Andreas W - am 26.01.2004 15:29
@Andreas W: Ich würde Bayern 3 in München irgendwo im Bereich zwischen 98 und 100 posotionieren, dann könnte es einen guten Lückenschluss mit den Fränkischen Sendern geben. Die 99,4 könnte man für diesen Zweck gut missbrauchen. SWR 1 und Bayern 3 müssten ihre Frequenz auf dem Grünten noch tauschen und schon wäre man der Zerobase ein wenig näher

von Thomas Birkle - am 26.01.2004 23:33
@Andreas W.:
würde mich wundern wenn der BR seine 25 kW Frequenzen in Ismaning abgeben würde, da die wirklich für gewisse Versorugungsgebiete nötig sind. Tal nach bad Tölz-Lenggries, Grainau bei Garmisch, die 90.0 für B 5 im Bereich murnau-sindelsdorf/Habach usw.

von Frequenz1 - am 31.01.2004 14:46
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