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Sachsen: Apollo vor dem Aus (?)

Startbeitrag von Wiesbadener am 01.10.2009 09:50

Laut Berichten im Parallelforum steht Apollo Radio in Sachsen vor dem Aus. Das Ende beträfe auch die NKLs, die dann mit abgeschaltet würden. Neue UKW-Lizenzen können in Sachsen wohl nicht mehr vergeben werden, somit kommt eine Neuvergabe an einen anderen Nutzer nicht in Frage (es sei denn Apollo finde einen Käufer oder die Frequenzen würden wieder bestehenden Anbietern als Stütze zugeteilt). Ob die Berichte zutreffend sind ist allerdings erst mal offen, offiziell bestätigt ist da noch nichts.

Hier der Faden: http://www.radioforen.de/showthread.php?t=44361

Die 50 interessantesten Antworten:

DROHENDE ABSCHALTUNG VON RADIO T
(Stand: 30.09.2009)

Am 28.09.2009 hat der Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) getagt, um eine Lösung für das „Apollo-Radio Problem“ zu finden.

Inoffiziellen Angaben zufolge hat Apollo-Radio den Vertrag mit dem Sendemastbetreiber Media Broadcast zum 31.12.2009 gekündigt, weil es mit der Höhe der Ausstrahlungskosten nicht einverstanden ist.

Hinter den Kulissen wird (zwischen Apollo, SLM und Media Broadcast) verhandelt, Zeit scheint dabei - trotz des schnell näher rückenden Abschalttermins - keine Rolle zu spielen.

Das heißt, wenn es keine Einigung gibt, wird ab 01.01.2010 auf der Frequenz 102,7 MHz nichts mehr gesendet - weder Apollo, noch das bis zum 31.12.2014 lizensiertes Radio T! (gleiches gilt für radio blau in Leipzig und ColoRadio in Dresden)

Wie bereits beschrieben, der Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt hat am 28.09.2009 getagt. Ein Beschluss ist allerdings nicht zustande gekommen, um die drohende Abschaltung in drei Monaten zu verhindern. Die Eigentümer von Apollo-Radio selbst sind nur wenig an der Weiterführung ihres Programms interessiert. Dies gehört zu einer Politik, die Hörfunk vor allem als Wirtschaftsgut und nicht als Kulturgut sieht.

Die Interessen der drei Freien Radios in Sachsen sind dabei eher hinderlich.

Es gibt bereits eine Möglichkeit sofort gegen die Abschaltung von Radio T zu protestieren.

Am 1. Oktober (Donnerstag, 14:45 Uhr, Hbf, Gleis 5) hält in Chemnitz der „Zug der Freiheit“, um der friedlichen Revolution 1989 zu gedenken.

Radio T ist eingeladen, denn Radio T selbst ist ein klassisches „Wende“-Projekt und entstand aus dem Willen, die frei gewordenen Räume im Sinne der Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt zu

nutzen. Allerdings geht es nicht darum, im Rückblick einander auf die Schulter zu klopfen. Jan Kummer (Radio T) wird in seiner Rede den Bogen ins Heute schlagen und auf die drohende Abschaltung von Radio T hinweisen.

Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt sind auch gerade in der heutigen Zeit
erstrebenswerte und zu verteidigende Grundwerte.
Unterstützt Radio T beim Protest gegen die Abschaltung!

Kommt und bringt viele Freunde mit!

Eine bessere Gelegenheit, schnell zu reagieren, gibt es nicht!

Presse und Prominenz wird zahlreich vertreten sein. Sollte die Aktion (nur 3 Tage nach der Medienratssitzung!) einigermaßen funktionieren, dürfte die SLM erheblich aufgeschreckt werden und mehr als bisher tun.

DONNERSTAG, 01.10.2009, 14:45 UHR, HBF, GLEIS 5
FÜR VIELFALT IM ÄTHER UND FREIEN RADIOEMPFANG!

UNTERSTÜTZ Radio T – werde Fördermitglied oder spende!

Danke und bis bald, Radio T (Vorstand, Mitglieder, Redakteure)

Hintergrund der Verbindung Freie Radios in Sachsen und Apollo Senderkonstrukt:

Radio T ist derzeit auf Gedeih und Verderb an Apollo-Radio gekettet, da das sogenannte Mantelprogramm den größten Teil der Sendeleitungs- und Sendekosten von Radio T bezahlt (ca. 11.000 Euro pro Jahr). Dies ist kein Wunsch von Radio T, sondern war eine Bedingung bei Vergabe der Lizenz durch die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) im Jahr 2004.

Üblicherweise werden die Ausstrahlungskosten der nichtkommerziellen Rundfunkprogramme

von den jeweiligen Landesmedienanstalten selbst getragen, um damit die Verbesserung der Programmvielfalt im Hörfunk fördern. In Sachsen geht die LM einen Sonderweg, sie lässt die privaten Rundfunkveranstalter bezahlen und gibt das anteilig von der GEZ erhaltene Geld für andere Dinge aus (z.B. viele Millionen für die gescheiterte Digitalisierung).


Quelle:Radio T



von WellenreiterBN - am 01.10.2009 10:05
Auweia!

Das find ich wirklich sehr schade, sind die Freien Radios und auch Apollo Radio doch die einzige Alternative im sächsischen Äther (bei Apollo Radio finde ich die Ambient und Lounge Sendung "'gen Süden" sehr gut)

Tja ich vermute, dass entweder die Frequenzkette abgeschaltet wird und damit auch die freien Radios

oder

Apollo Radio (Konsortium PSR/RTL/Energy/SLP) geben ihr Mantelprogramm auf, die SLM macht eine Ausnahme und schreibt die Frequenzen bis 31.12.2014 (zum Abschaltdatum des UKW's in Sachsen) aus, an einen anderen Anbieter und hier würden sich Bundesweite Sender sich bewerben.

Hab im Forum gelesen, als damals BBC-RFI abgeschaltet wurde, das Motor-FM Interesse hätte bzw. damals als Apollo on air ging, Klassik Radio die Frequenzen haben wollte.

So in etwa könnte ich mir das vorstellen. (Ist aber alles nur Wunschtraum :rolleyes:)

von UKW-Fanatiker - am 01.10.2009 19:03
Da möchte ich doch den Koalitionsvertrag der diese Woche vereidigten CDU-FDP-Regierung in Sachsen zitieren:
Über den Ist-Zustand:
Zitat

Die Medienlandschaft und Medienwirtschaft in Sachsen hat sich positiv entwickelt.
Freie und unabhängige, für jeden Bürger zugängliche Medien spiegeln das reichhalti-
ge kulturelle Leben wider und ermöglichen den breiten Diskurs über kulturelle The-
men, Sport, Unterhaltung und Politik.

Über die Ziele der Koalition:
Zitat

Wir wollen eine vielfältige Medienlandschaft mit freien und unabhängigen Medien in
allen Bereichen von Fernsehen, Hörfunk, Online-Medien, Zeitungs- und Verlagswesen
sowie Film erhalten, festigen und ausbauen.

und zum Thema UKW-Abschaltung:
Zitat

Wir wollen die Chancen der Digitalisierung zum Wohle der Menschen nutzen, denn
sie erhöht nicht nur die Vielfalt der Angebote sondern sichert eine effiziente Nutzung
der Übertragungsinfrastruktur. Die Digitalisierung des Hörfunks in Sachsen erfolgt
dabei in enger Abstimmung mit den anderen Bundesländern. Daran sollte sich auch
der endgültige Termin für eine Abschaltung der UKW-Frequenzen in Sachsen orien-
tieren, eine alleinige Abschaltung zum 31. Dezember 2014 soll es nicht geben.


von ts01 - am 01.10.2009 19:24
Ich glaube, in Sachsen würde ich ohnehin mein Radio ausm Fenster schmeissen, ausser ich könnte noch Programme aus Brandenburg oder Tschechien hören. Das was dort so im Äther rumschwirtt, löst bei mir nur Brechreize aus. Apollo mag ne Ausnahme sein. Typisch, dass sowas scheitert. Der Sat1RTL-Zuschauer scheint schon entsprechend konditioniert zu sein, dass er alles abseits des Mainstreams ignoriert.
Schade, das!


von Peter Schwarz - am 01.10.2009 20:51
Zitat
UKW-Fanatiker
Apollo Radio (Konsortium PSR/RTL/Energy/SLP) geben ihr Mantelprogramm auf, die SLM macht eine Ausnahme und schreibt die Frequenzen bis 31.12.2014 (zum Abschaltdatum des UKW's in Sachsen) aus, an einen anderen Anbieter und hier würden sich Bundesweite Sender sich bewerben.


Wie von ts01 bereits zitiert, wird obiges Datum (erwartungsgemäß) bereits wieder aufgeweicht. Sachsen kann natürlich keinen Alleingang starten, wenn die anderen Bundesländer nicht mitziehen. Das wäre wirklich bar jeden Sinnes! Erst 2010, dann 2015, als nächstes folgt dann 2020... das Spielchen kennen wir ja schon.
Mir scheint, dass dieses Abschalttermin-Argument nur den Zweck hat, neue Konkurrenz zu verhindern. Frequenzen werden frei (siehe BBC-RFI), aber sie dürfen nicht mehr wiederbelegt werden wegen... siehe oben. Und dann ist da auf einmal Radio Dresden drauf, sehr seltsam... Dabei könnte die sächsische Radioszene wirklich frischen Wind gebrauchen. Was dort im Äther herumgeistert, ist selbst für deutsche Verhältnisse unterdurchschnittlich...
Aber warten wir erstmal ab, ob die Geschichte mit Apollo Radio wirklich stimmt. In der Medienszene brodelt die Gerüchteküche ja immer sehr schnell.

von DXpediteur - am 01.10.2009 21:39
So ein Mist!! Auch wenn ich apollo zu Hause nur über I-net hören kann, so wäre es mir lieber, PSR und/oder R.SA würden verschwinden. apollo dann auf deren Frequenzen landesweit und die NKL's 24/7 auf den alten apollo-Frequenzen :hot:

von The Jazzman - am 02.10.2009 10:49
Zitat
Peter Schwarz
Ich glaube, in Sachsen würde ich ohnehin mein Radio ausm Fenster schmeissen, ausser ich könnte noch Programme aus Brandenburg oder Tschechien hören. Das was dort so im Äther rumschwirtt, löst bei mir nur Brechreize aus. Apollo mag ne Ausnahme sein. Typisch, dass sowas scheitert.


Ein paar km weiter, hier bei mir in Halle, ist es auch nicht wirklich besser. Zu Hause habe ich mich schon vor Jahren vom "Inhalte hören" des örtlichen terrestrischen Radios fast gänzlich verabschied und nutze zu 98% Satellit, 1% etwa Internet, höchstens noch 1% lokalen terrestrischen Rundfunk hier.

Auf Arbeit und im Auto sieht das natürlich anders aus, auf Arbeit tendiere ich allerdings schon immer mehr zum "Nichthörer" oder "Weghörer", weil immer die 10 gleichen Titel hören und dummes Gelaber mächtig nervt, meist muss man sich aber den Kollegen anpassen.... Musikberieselungs-Station wechseln bringt hier auch kaum Abwechslung, die sind hier fast alle gleich Scheiße.

Im Auto kann ich wenigstens noch Corax, MDR-info und die D-Radios einschalten, ohne dass es jemanden stört... Das reicht an terrestrischen Rundfunk für mich hier aus, da hört man zu Hause besser nur noch fast via Sat.


von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 02.10.2009 16:57
Also R.SA (wie auch PSR) ist für mich ein absolutes Haßobjekt. Radio Dresden nervt auch mit den ständigen Versuchen, immer jünger zu erscheinen. Der mdr ist totaler Schwarzfunk, und die Musikauswahl bei mdr1 Radio Sachsen ist nicht mein Fall...

Die Radiolandschaft Sachsen ist totale Wüste, gäbe es (terrestrisch) nicht noch DLF, D-Kultur und apollo (wobei ich apollo zu Hause auch nur über DSL hören kann).

von The Jazzman - am 05.10.2009 20:12

Re: Sachsen: Apollo/Sächsische Freie Radios vor dem Aus (?)

Das "Problem" Oelsnitz hat man inzwischen ganz galant gelöst. (Dort sendet bisher apollo 24h)
Die Frequenz wurde jetzt durch die SLM an r.sa zugewiesen.
Man muss sich mal die ganze Geschichte rekapitulieren:
2002 SLM weist die Frequenz oldie.fm (=r.sa vor Umbenennung) zu
2004 schreibt die SLM die Frequenz wieder aus - Vermutlich wollte oldie.fm/r.sa die Frequenz doch nicht, Markneukirchen und Plauen dürften ausreichend sein - Bewerber apollo und Truck Radio - Zuteilung an apollo
2007 Oelsnitz geht mit 24h apollo in Betrieb, Betreiber Derutec
2009 Zuweisung an r.sa (obwohl für apollo in Betrieb)

Man hat also die erste apollo-Frequenz schon vor neuer Konkurrenz gerettet.

Mal sehen, was man sich in Grimma einfallen lässt. Dort hatte die SLM eine Frequenz an oldie.fm/r.sa zugewiesen, obwohl die eine mit zehnfacher Leistung am selben Mast hatten. Hat man dann irgendwann gemerkt und nach Ausschreibung 2004 (Bewerber Truck und apollo) zusammen mit Oelsnitz an apollo zugewiesen. Bisher noch nicht in Betrieb. Wenn sich nun apollo zurück zieht muss man sich noch etwas ausdenken um die Frequenz zu "sichern".

von ts01 - am 15.12.2009 19:48
Und auch die anderen Apollo-Frequenzen werden im Falle eines Apollo-Rückzugs neu vergeben:

Freital 99,3 Energy
Dresden-Gompitz 98,4 MHz R.SA
Chemnitz 102,7 MHz PSR
Leipzig 89,2 MHz PSR
Leipzig 94,4 MHz Hitradio RTL
Leipzig 99,2 MHz R.SA
Grimma 98,6 MHz PSR

Damit bloß kein böser Konkurrent eine Chance im Freistaat bekommt

von Wiesbadener - am 16.12.2009 07:31
Zitat
Harald Z
Liebe SLM, da gibt es in Chemnitz noch die 88,9 - schnell an RTL vergeben, eh' die böse Konkurrenz auf dumme Gedanken kommt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.12.09 10:26 durch Harald Z.


Dann aber mit 89,0 RTL,paßt besser zum Brocken ;)

von Robert S. - am 16.12.2009 12:06
Wozu braucht Leipzig noch einen PSR-Füllsender, wo die 100kW von Wiederau auf der 102.9 in Ergänzung mit der Chemnitzer 100.0 doch fast Mitteldeutschland abdeckt.
Die technische Reichweite wird sicher nicht das entscheidende sein. Aber genau solche Zuweisungen führen durch ihre nicht gegebene Notwendigkeit für eine Verknappung möglicher Frequenzen. Es kann nicht sein, das die größeren Stationen sich alle möglichen Frequenzen unter den Nagel reißen, nur um so ihre Marktanteile zu sichern.
Selbiges gilt für die Füllsender in den Kreisstädten für Radio Leipzig, wo die Holzhausener 91.3 im Normallfall auch zu empfangen ist.

von Radio_DDR - am 16.12.2009 16:47
Zitat

Freital 99,3 Energy
Dresden-Gompitz 98,4 MHz R.SA
Chemnitz 102,7 MHz PSR
Leipzig 89,2 MHz PSR
Leipzig 94,4 MHz Hitradio RTL
Leipzig 99,2 MHz R.SA
Grimma 98,6 MHz PSR


Steht DAS schon fest???????? :eek:

Ich glaubs bitte bitte nicht!!! Wie hirnlos kann man nur so sein?? Sachsen ist ja damit in der Form das schlimmste Bundesland, was sich sowas einfallen lässt!

Am besten wir stürmen morgen die Büros der SLM und machen dort alles platt :mad:

von UKW-Fanatiker - am 16.12.2009 19:10
Ich schließe mich den vernichtenden Kommentaren an.
Ich bin heilfroh, über Satellit Sender aus dem Ausland in ausgezeichneter Qualität empfangen zu können.
Auch in anderen Bundesländern gibt es noch einzelne hörenswerte Sender; in Sachsen ist die Radiolandschaft fast durchweg schrecklich.

von hetietz - am 16.12.2009 19:36
Man will ja ohnehin in Sachsen schnellstmöglich die UKW-Technik ohne vorhandene bzw. feststehende Nahfolgetechnik stilllegen. Eine Neuaufschaltung/-vergabe an bisher nicht vertretene Anbieter ist da eigentlich auch mittlerweile ausgeschlossen.

von Radio_DDR - am 16.12.2009 21:29
Zitat

Freital 99,3 Energy
Dresden-Gompitz 98,4 MHz R.SA
Chemnitz 102,7 MHz PSR
Leipzig 89,2 MHz PSR
Leipzig 94,4 MHz Hitradio RTL
Leipzig 99,2 MHz R.SA
Grimma 98,6 MHz PSR


Was soll der Müll ???
Energy 99,3 ok,die 100,2 kommt da eventuell nicht so gut in dem Tal,die Anderen haben dort auch Füllsender
Gompitz 98,4: was soll das,der gleiche Mist wie bei Radio Dresden mit seinen Füllsendern ???
In Gompitz sollten die 88,3 und die 89,2 problemlos gehn.
Leipzig 89,2 totaler Schwachsin,wird net lang dauern dann wolln MDR und Co auch noch nen Füllsender ham :rolleyes:
Chemnitz 102,7 dito wie Leipzig
Leipzig 94,4 dito wie obn
Leipzig 99,2 Auch dumm,RSA is doch in und um Leipzig über genug Frequenzen empfangbar...
Grimma 98,6,für was brauch PSR diese Funzel,die sin dort über 102,9 und 98,0 problemlos zu hören...

Sollte das wahr sein da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln,die ganzen Funzeln hätte man wirklich an SPUTNIK abgeben können wie Wiesbadner schon sagte,naja was solls....

von Robert S. - am 16.12.2009 22:24
Zitat
Robert S.
Was soll der Müll ???

100% d'accord.
Wobei ich mich langsam ernsthaft frage, ob in der SLM irgendwie falscher Tabak konsumiert wird oder irgendwer dort das letzte Wort hat, der schon vor 1989 das Sagen hatte. :eek:

von Mathias Volta - am 16.12.2009 23:56
Zum Beispiel nahe Augustusburg. Da kommt PSR super über 100.0 und 102.9
RSA über 91.0 / 98.4 und 107.7
MDR 1 Sachsen über 92.2 / 92.8 / 93.9 und 101.8
MDR Jump über 89.8 / 90.1 / 90.4 und 100.9

Durch diese ganzen Füllsender der Großen sind Sender der Nachbarländer bald gar nicht mehr zu empfangen.

von Scanner100 - am 17.12.2009 20:29
Zitat
Scanner100
Durch diese ganzen Füllsender der Großen sind Sender der Nachbarländer bald gar nicht mehr zu empfangen.

Genau das ist das Ziel. Und die Begünstigten werden es mit regierungsfreundlicher Bericherstattung danken.
Tango corrupti eben... :kotz:


von Nohab - am 17.12.2009 21:42
Zitat
Scanner100
Zum Beispiel nahe Augustusburg. Da kommt PSR super über 100.0 und 102.9
RSA über 91.0 / 98.4 und 107.7
MDR 1 Sachsen über 92.2 / 92.8 / 93.9 und 101.8
MDR Jump über 89.8 / 90.1 / 90.4 und 100.9

Durch diese ganzen Füllsender der Großen sind Sender der Nachbarländer bald gar nicht mehr zu empfangen.


Neue Füllsender werden ja net aufgeschaltet,die Funzeln sind ja schon aktiv,eben nur mit anderem Programm ;)
Also wird auch kein anderes Programm behindert...
Trotzdem sehr ärgerlich das Ganze...

von Robert S. - am 17.12.2009 22:13
In Sachsen sorgt man sich wie in keinem anderen Land um die Wirtschaftlichkeit der Privatsender. Schon bei der Apollo-Aussschreibung war man aktiv auf die Privaten zugegangen doch ein Gemeinschaftsprogramm zu veranstalten um den Einstieg von Klassik Radio zu verhindern. Motor FM wurde mit der Behauptung abgeblockt man könne keine neuen UKW-Frequenzen mehr vergeben. Und nach der Einstellung von BBC/RFI und evtl. Apollo werden die Kanäle halt nicht mehr ausgeschrieben sondern nur an die bestehenden Sender zur Füllung angeblicher "Versorgungslücken" vergeben. Ist juristisch alles absolut wasserdicht.

von Wiesbadener - am 18.12.2009 05:56

Re: Sachsen: Apollo/Sächsische Freie Radios vor dem Aus (?)

Die freien Radios in Sachsen senden vorerst weiter. Hier in Chemnitz läuft auf 102.7 MHz seit 1800 Uhr das Uniradio "Radio UNiCC".

Mal sehen, wie die Finanzierung der freien Radios in Sachsen geregelt wird.

von Jan_C - am 01.01.2010 17:45
Zitat

Die freien Radios in Sachsen senden vorerst weiter. Hier in Chemnitz läuft auf 102.7 MHz seit 1800 Uhr das Uniradio "Radio UNiCC".

Mal sehen, wie die Finanzierung der freien Radios in Sachsen geregelt wird.


Danke für diese Info! Das wollte ich gerade im Forum fragen, wie es seit heute läuft!
Denke, dass gilt auch für die anderen Frequenzen in DD, L und Oelsnitz.

Das die noch senden, gibt mir Hoffnung, dass man sich doch noch irgendwie einigen kann.

Entweder Apollo steigt aus und die SLM vergibt die Frequenzkette an einen neuen Mantelanbieter, ansonsten wird es dann doch diese Horrorbelegung mit den restlichen Privatsendern geben und die Freien Radios sind dann für immer Geschichte.

von UKW-Fanatiker - am 01.01.2010 17:58
Zitat
Jassy
Oh ja, alles klar :rolleyes: ;-)

Und wie siehts es dann aus mit die sendezeiten von Radio Blau? Werden die dann weiterhin über diese Frequenzen zu hören sein? Warum nicht die Frequenzen 24/24 an Radio Blau vergeben?


http://radio.fueralle.org/2009/12/faq---haufig-gestellte-fragen-an-radio-blau-in-den-letzten-wochen.html

Radio Blau macht erst einmal weiter wie bisher.

von The Jazzman - am 02.01.2010 21:35
Zitat

In Oelsnitz/V läuft jetzt r.sa auf 91,5.


:eek: nein, ich glaubs nicht, das ist kein gutes Zeichen. Apollo will wirklich ernst machen und die Kette an die anderen Privaten verscherbeln, es sieht sowohl aus.

von UKW-Fanatiker - am 25.01.2010 21:32
Lt. FMSCAN könnte R.SA mit der 91,5 in Oelsnitz vllt noch was anfangen (kann ich aber halt nicht objektiv sagen da ich gaaanz woanders wohne).Aber die anderen geplanten Bringer sind ja echt zum "totlachen": Auch wenn ich letztens nur an Leipzig vorbei gefahren bin, so kann ich aber bestimmt sagen, dass RTL und PSR da bestimmt keinen Füllsender nötig haben. Irgendwie läuft in diesem Staate grundlegend was verkehrt... :rolleyes:

von Dr. Antenne - am 25.01.2010 21:45
KlassikRadio, SSL oder andere ständige Bewerber für UKW-Frequenzen im ganzen Bundesgebiet wären sicher eine bessere Alternative, als die von Haus aus mit 100kW sendenden Platzhirsche. Das wäre aber nicht mit der geplanten Vorgehensweise der SLM im Einklang gewesen, die ja UKW auslaufen lassen wollen, ohne das es bisher auch nur eine vergleichbare Nachfolgetechnik, hinsichtlich Verfügbarkeit und Nutzbarkeit, gibt.

von Radio_DDR - am 26.01.2010 11:13
Wieso schaltet man nicht zwei der drei Frequenzen ab und fährt eine leistungstechnisch hoch. Das wäre doch der perfekte Zeitpunkt dafür gewesen, aber nee - alle werden weiter verwendet. Den gleichen Schmarrn hatten wir ja schon bei der 98,2 . Nach Abschaltung des Analog-UKW-Verbreitungsweges sieht das mir nicht aus, eher nach Gleichschaltung: All-Gauische-Reichsrundfunkanstalt R.SA/PSR.

von LeipzigNewsMan74 - am 26.01.2010 14:01
Zitat
LeipzigNewsMan74
Wieso schaltet man nicht zwei der drei Frequenzen ab und fährt eine leistungstechnisch hoch.


Weil das nicht koordinierbar ist. Andereseits: sdie 99,2 würde auch mit den momentanen 500 Watt von einem zentralen Platz in Leipzig die ganze Stadt versorgen.

von Wiesbadener - am 26.01.2010 14:22
Das mit dem zentralen Platz würde leider auch nicht so einfach gehen, da wegen der 99,1 aus Zeitz , die ebenfalls 500W stark ist, nicht komplett rund gesendet werden kann. Das geht eigentlich nur mit Richtstrahlung.



von carkiller08 - am 26.01.2010 20:26
Da werden sich die vor dem Aus stehenden freien Radios aber freuen -
s. dieser Artikel aus der Leipziger Volkszeitung vom 2.2.10:

"Landesmedienanstalt
TV-Gebühren für private Hochschule

Dresden. Die für den privaten Rundfunk zuständige sächsische Landesmedienanstalt SLM will in Leipzig eine Private Medienhochschule ins Leben rufen. Wie aus dem bislang unveröffentlichten Haushalt der SLM hervorgeht, sollen dafür Rundfunkgebühren eingesetzt werden.
In Sachsen ringen gerade drei freie Radios um ihre Existenz. Die Sender in Dresden, Leipzig und Chemnitz wissen nicht so recht wie sie die Leitungskosten von 40000 Euro finanzieren sollen. Die sächsische Landesmedienanstalt SLM, zuständig für die privaten Radios, lehnte eine Kostenübernahme ab. Die Anstalt finanziert sich im Wesentlichen aus Rundfunkgebühren. Damit dürften nicht dauerhaft Privatradios subventioniert werden, erklärt SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck gegenüber dieser Zeitung.
Und wie aus dem gerade beschlossenen Haushalt der SLM hervorgeht, hat die Anstalt auch anderes vor mit ihrem Geld. 5,8 Millionen Euro stehen der in Leipzig sitzenden Behörde allein aus den Rundfunkeinnahmen in Sachsen in diesem Jahr zur Verfügung. Davon sollen unter anderem 600000 Euro in ein Forschungsprojekt gesteckt werden, zu der Frage, wie man Internet-Inhalte auf
den Fernsehbildschirm bugsieren kann. Das sei auch für die kleinen privaten Fernsehanbieter in Sachsen wichtig, erläutert Deitenbeck.
Und die Fürsorge der SLM für die Privatsender reicht noch weiter. Gemeinsam mit der Fernsehakademie Mitteldeutschland (FAM) will die Medienanstalt eine Private Medienhochschule Leipzig ins Leben rufen. Bei großen deutschen Privatsendern wie RTL - diese finanzieren sich über Werbung - gäbe es Interesse daran, dort ihr Personal berufsbegleitend auf Hochschulniveau zu qualifizieren. Diese Unternehmen würden auch die Studiengebühren bezahlen. Viel mehr Details gibt es bislang nicht, ein genaues Konzept werde derzeit noch erarbeitet. Trotzdem sind im SLM-Haushalt schon mal 13000 Euro für das Stammkapital und 75000 Euro als Zuschuss für die Trägergesellschaft vorgesehen - finanziert aus Rundfunkgebühren.
Die SLM habe auch einen Ausbildungsauftrag, verteidigt Deitenbeck das Projekt. Andere Hochschulen würden nichts vergleichbares anbieten bislang. Auf die Frage, ob sich Medienratspräsident Kurt-Ulrich Mayer mit der Hochschule eine neue Herausforderung schaffen wolle, widersprach Deitenbeck: "Damit hat das nichts zu tun." Mayer kann nach zwei Amtszeiten bei der in diesem Jahr anstehenden Wahl nicht nochmal für das SLM-Amt kandidieren. Außerdem müsse dem Projekt auch noch die sächsische Staatskanzlei als Rechtsaufsicht zustimmen, so lange seien die Gelder gesperrt. Bei einer Vorprüfung habe es aber positive Signale gegeben. Die hätten sich die drei freien Radios in Dresden, Chemnitz und Leipzig wohl auch gewünscht. Ingolf Pleil "



von hetietz - am 02.02.2010 06:45
Aus der heutigen LVZ/DNN:

Bürgerradio-Zoff
Rechnungen von Apollo

Die Zukunft der Bürgerwellen Coloradio (Dresden), Radio Blau (Leipzig) und Radio T (Chemnitz) bleibt ungewiss. Zwar senden sie weiter 49 Stunden Programm in der Woche auf den Apollo-Frequenzen. Doch wie lange noch, ist unklar. Denn seit Jahresbeginn trägt das private Gemeinschaftsprogramm Apollo nicht mehr die Sende- und Leitungskosten (jährlich 40 000 Euro), Auf eigene Kosten könnte etwa Radio Blau nur ein halbes Jahr weiter senden.
Der Landtagsantrag von SPD, Grünen und Linke auf eine Änderung des Privatrundfunkgesetzes, der die Finanzierung zur Pflicht der Landesmedienanstalt (SLM) machen würde, hat kaum Aussicht auf Erfolg. "Warum sollten die Radios auf Kosten der Allgemeinheit bezahlt werden, wenn es auch ein Angebot der Finanzierung durch Apollo gibt?", fragt CDU-Mediensprecher Sebastian Gemkow. Er kritisiert, dass sich die freien Radios nicht auf ein Vermittlungsangebot der SLM eingelassen haben: Apollo würde die Kosten für zwei bis drei Jahre tragen, wenn die freien Radios werktags um 20 Uhr statt 18 Uhr senden. Doch die Prime-Time wollen die nicht hergeben.
"Für das Land sind das Peanuts, für die freien Radios eine Katastrophe", sagt Radio-Blau-Sprecherin Susanne Leupold. 5,8 Millionen Euro hat die Landesmedienanstalt allein für 2010 zur Verfügung. "Wenn wir diese neue Pflichtaufgabe bekommen, gibt es den Aufschrei woanders", meint jedoch SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck. Als Unverfrorenheit bezeichnen dagegen die Landtags-Grünen die SLM-Pläne, eine private Medienhochschule in Leipzig ins Leben zu rufen, während die freien Radios um ihre Existenz kämpfen. Im Haushalt der SLM sind rund 90 000 Euro dafür veranschlagt. "Sachsen-Anhalt und Thüringen zeigen doch, dass es geht, wenn der politische Wille da ist", findet Holger Mann (SPD). So sendet Radio Corax in Halle ein 24-Stunden-Programm, voll finanziert von der Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt.
Die ersten Rechnungen von Apollo sind mittlerweile bei allen drei freien Radios eingegangen. Bevor es zur Abschaltung kommt, wird es allerdings verschiedene Mahnstufen geben, sagt Apollo-Sprecher Nico Nickel. Der Anwalt der freien Radios prüft derweil, ob der Zahlungsanspruch rechtmäßig ist. Anwalt Thomas Neie: "Apollo hat es bis heute versäumt, ihn zu begründen." Sollte er tatsächlich berechtigt sein, "muss der Gesetzgeber Abhilfe schaffen". Die Chancen dafür stehen allerdings schlecht.Meike Strüber

von Harald Z - am 08.02.2010 06:59
Zitat

"Sachsen-Anhalt und Thüringen zeigen doch, dass es geht, wenn der politische Wille da ist", findet Holger Mann (SPD).

War die SPD nicht vor der jetzigen Regierung als Partner in der "großen Koalition" der ganz ganz kleine Partner? Hätte die SPD ja was machen können. Oder es versuchen.

Zitat

Sollte er tatsächlich berechtigt sein, "muss der Gesetzgeber Abhilfe schaffen".

Opel und die Banken lassen grüßen.
Wenn irgendwo was den Bach runter geht, schreit man auch als Kapitalist schnell nach dem Staat und nach dessen Geldern. Sonst soll der Staat ja möglichst nicht in Erscheinung treten.
Das gilt anscheinend auch für freie Radios.

von Schwabinger - am 08.02.2010 18:27
Das Problem ist, diese Bürgerwellen werden wahrscheinlich nichtkommerziell sein, d.h. keine Werbung. Und damit keine Einahmen. Auf der anderen Seite wundert man sich, warum plötzlich Geld für eine private Medienhochschule da ist. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Vielleicht sollten sich Apollo und die Bürgerwellen mal zusammenraufen und was aushandeln, ein Tauschgeschäft wie z.B. Content gegen Zuführung.


von Nohab - am 08.02.2010 21:00
Zitat

Opel und die Banken lassen grüßen.
Wenn irgendwo was den Bach runter geht, schreit man auch als Kapitalist schnell nach dem Staat und nach dessen Geldern. Sonst soll der Staat ja möglichst nicht in Erscheinung treten.
Das gilt anscheinend auch für freie Radios.

Und was für ein obskures Argument ist das jetzt? Nur mal so: Die hier diskutierten Sender sind sogenannte Bürgersender, also im weitesten Sinne Offene Kanäle. Diese finanzieren sich bekanntlich durch uns alle, also im übertragenen Sinne durch den Staat, denn besagter Staat sind nunmal wir alle! Diese Sender stehen nicht auf marktwirtschaftlichen Boden, denn sie finanzieren sich nicht durch kommerzielle Werbung. Folglich ist dein Banken-Einwurf völliger Nonsens. Ob man die drei Sender nun tatsächlich braucht, ist wieder eine ganz andere Frage. ich habe da so meine Zweifel. Aber erst einmal geht es hier ums Prinzip.

von FantaX - am 09.02.2010 12:54
Zitat

..... Ob man die drei Sender nun tatsächlich braucht, ist wieder eine ganz andere Frage. ich habe da so meine Zweifel. .....


Oh Ja die braucht man auf jedenfall in Sachsen. Im Gegensatz zu den miesen Dudel-Sendern sind sie die wahre Alternative in der Hörfunklandschaft. Nicht nur in Sachsen, sondern bundesweit. Und sowas muss eine chance bekommen.

von UKW-Fanatiker - am 09.02.2010 16:47
Zitat
FantaX
Und was für ein obskures Argument ist das jetzt? Nur mal so: Die hier diskutierten Sender sind sogenannte Bürgersender, also im weitesten Sinne Offene Kanäle. Diese finanzieren sich bekanntlich durch uns alle, also im übertragenen Sinne durch den Staat, denn besagter Staat sind nunmal wir alle! Diese Sender stehen nicht auf marktwirtschaftlichen Boden, denn sie finanzieren sich nicht durch kommerzielle Werbung. Folglich ist dein Banken-Einwurf völliger Nonsens. Ob man die drei Sender nun tatsächlich braucht, ist wieder eine ganz andere Frage. ich habe da so meine Zweifel. Aber erst einmal geht es hier ums Prinzip.


Dass die 3 sich nicht aus Werbung finanzieren dürfte hier allen bekannt sein. "Mit dem Ruf nach dem Staat" und dem Vergleich zu Opel und Banken meinte ich
Zitat

Der Landtagsantrag von SPD, Grünen und Linke auf eine Änderung des Privatrundfunkgesetzes, der die Finanzierung zur Pflicht der Landesmedienanstalt (SLM) machen würde

Warum hat die sächsische SPD es dann nicht in ihrer Regierungszeit zumindest versucht?
Und vor allem meinte ich
Zitat

"Warum sollten die Radios auf Kosten der Allgemeinheit bezahlt werden, wenn es auch ein Angebot der Finanzierung durch Apollo gibt?", fragt CDU-Mediensprecher Sebastian Gemkow. Er kritisiert, dass sich die freien Radios nicht auf ein Vermittlungsangebot der SLM eingelassen haben: Apollo würde die Kosten für zwei bis drei Jahre tragen, wenn die freien Radios werktags um 20 Uhr statt 18 Uhr senden. Doch die Prime-Time wollen die nicht hergeben.

Was wäre soo schlimm daran, wenn die wie in NRW erst nach 20 Uhr on Air gehen? Für die Masse wollen die ja wohl eh nicht senden.


Zitat
UKW Fanatiker
Zitat:
..... Ob man die drei Sender nun tatsächlich braucht, ist wieder eine ganz andere Frage. ich habe da so meine Zweifel. .....

Oh Ja die braucht man auf jedenfall in Sachsen. Im Gegensatz zu den miesen Dudel-Sendern sind sie die wahre Alternative in der Hörfunklandschaft. Nicht nur in Sachsen, sondern bundesweit. Und sowas muss eine chance bekommen.


Für dich sind sie die wahre Alternative. Denn es ist deine Meinung.

Ich bin mir sicher, dass es auch so manch einen Dudelfunk-Freund in NRW lieber auf die BüFu-Alternative am Abend verzichten würde und lieber seinen lokalen Dudler auch nach 20 Uhr als Alternative zu der Alternative hören würde.
Das was einer gut und der andere schlecht findet (dudel vs. OK) ist halt jedem selbst seine Meinung. Und alles nichtkommerzielle ist m. E. nicht eben dadurch schon besser.
Musste mal gesagt werden.


von Schwabinger - am 09.02.2010 17:53
Ich höre überwiegend ausländische Sender.
Der hiesige Dudelfunk, also speziell in Sachsen, ist ein Abschreckungsmittel für mich. Ich kann auf diese CDU-nahen Stationen verzichten, die ihre Hörer so anreden, als wären sie halb-debil.
In Zeitungsmeldungen lässt sich recht gut verfolgen, wie manche Leute dann - oft über PSR als Zwischenstation - aufsteigen oder es zumindest versuchen. Der Weg führt dann in Medienanstalten usw.
Unter diesen Bedingungen haben es die unabhängigen Sender natürlich sehr schwer.

von hetietz - am 10.02.2010 06:22
Zitat
Schwabinger
Was wäre soo schlimm daran, wenn die wie in NRW erst nach 20 Uhr on Air gehen? Für die Masse wollen die ja wohl eh nicht senden.


Ganz einfach: Bis 18:00 ist die werberelevante Zielgruppe auf Kurs, sprich da werden die Quoten gemacht, um Werbekunden anzulocken, wobei Apollo sehr wenig bis gar keine Werbung ausstrahlt. Danach ist es doch völig egal, ob Apollo sendet oder die freien Radios, denn die 2 Stunden mehr am Abend für Apollo sind doch witzlos, da kommen eh keine speziellen Sendungen oder Beiträge, nur Musik, die auch über Nacht läuft. Das die für die Massse nicht senden wollen, ist völlig legitim.


Zitat
Schwabinger
Für dich sind sie die wahre Alternative. Denn es ist deine Meinung.


Völlig richtig, daran wird auch nicht gerüttelt, gibt auch leute die mögen eben das nicht oder das Interesse ist nicht da.

Zitat

Ich bin mir sicher, dass es auch so manch einen Dudelfunk-Freund in NRW lieber auf die BüFu-Alternative am Abend verzichten würde und lieber seinen lokalen Dudler auch nach 20 Uhr als Alternative zu der Alternative hören würde.


Naja, wenn ich mir die Rundfunklandschaft NRW mit Sachsen vergleiche, da dürfte ich mich überhaupt nicht beschweren, anhand der Senderanzahl, außer in der Grenzregion zu NL und B.



von UKW-Fanatiker - am 10.02.2010 18:01
@UKW-Fanatiker

Ich meinte was eigentlich so schlimm für die freien Radios wäre erst ab 20.00 Uhr zu senden und Apolla halt die Zeit zwischen 18.00-20.00 als Gegenleistung für die Leitungszuführung schlucken zu lassen. Deswegen auch der Vergleich mit NRW.

von Schwabinger - am 10.02.2010 18:54
Man muss auch mal betrachten, wie es zu dieser Frequenzteilung gekommen ist.
- In den 90ern haben Energy und rsa/Radioropa nicht zuletzt deshalb die Frequenzen bekommen, weil sie paar Stunden pro Woche den Freien zur Verfügung gestellt haben (Sendekosten zahlte Energy und rsa/Radioropa)
- nachdem sie die Lizenz hatten wollten sie die Freien loswerden
- um die Freien loszuwerden und sie auf viel schlechtere Frequenzen zu schieben hat man ihnen mehr Sendezeit zugestanden
- um die Freien loszuwerden hat rsa/PSR, Energy und RTL/SLP eine gemeinsame Firma gegründet, da zu dem Zeitpunkt klar war das die Sendekosten der Freien _weiterhin_ durch die Kommerziellen getragen werden müssen (vgl. ihre Lizenzerteilung in den 90ern)
- da man den Freien keine 24h-Frequenz geben wollte und keine Konkurrenz haben wollte hat die gemeinsame Firma ein Festplattenprogramm für die restlichen Zeiten auf den neuen schlechten Frequenzen hergestellt
- die gemeinsame Firma will nun die Freien wieder loswerden

Man darf bei diesem Sachverhalt nicht nur den heutigen Zustand betrachten sondern muss auch beachten, wie es dazu gekommen ist.

Meine Meinung: Wenn sich apollo nicht in der Lage sieht, die bisherige Konstellation fortzuführen, so kommen die Freien eben zurück auf ihre ursprünglichen Frequenzen (Energy, rsa) und die apollo-Frequenzen werden neu ausgeschrieben.

von ts01 - am 11.02.2010 14:11
Die private Radiogemeinschaft „Apollo Radio“ hat angekündigt ab Samstag die UKW-Frequenz der sächsischen Bürgerradios abzuschalten.

Grund sei, dass die freien Radios die Rechnungen über anfallende Sende- und Leitungskosten nicht bezahlt hätten. Susanne Leupold vom Leipziger Bürgerradio „Radio Blau“ sagte, sie hätten die Rechnungen mit städtischen Fördergeldern zahlen wollen. In Leipzig seien das 20.000 Euro. Die wären aber noch nicht auf dem Konto von "Radio Blau". Sie hätten die Zusage über das Geld bisher nur mündlich, gingen aber davon aus, es zu bekommen. Es sei nicht so, dass sie nicht gewillt seien zu zahlen. Die Rechnungen von "Apollo Radio" seien außerdem nicht korrekt aufgeschlüsselt. Ein Anwalt kümmere sich jetzt um die Forderung über 16.000 Euro. Bis Ende vergangenen Jahres hatte "Apollo Radio" die Leitungskosten der freien Radios übernommen. Die Bürgerradios können das Geld eigenen Angaben zufolge nicht aufbringen. Sie wollen von der Landesmedienanstalt vollständig finanziert werden.

Quelle: http://mephisto976.uni-leipzig.de/nachrichten.html#nachricht_7430

von SvenKO - am 14.04.2010 20:43
Zitat
SvenKO
Die private Radiogemeinschaft „Apollo Radio“ hat angekündigt ab Samstag die UKW-Frequenz der sächsischen Bürgerradios abzuschalten.

Die Radios unter dem Label *Apollo* treiben es mal wieder auf die Spitze.:sneg: Schon interessant, ohne NKL hätten sie die Lizenz garnicht erst bekommen, aber auch so kann man versuchen, einen lästigen *Mitsender* loszuwerden. Ohne Mephisto würden sie vermutlich sofort weitermachen. Rote Karte für das Verhalten und mindestens 3x :sneg: plus :kotz:

von Eckhard. - am 15.04.2010 09:49
@ Eckhardt: Da hast Du vollkomen recht. Wie ich inzwischen aus Leipzig erfahren habe, wurden die Leitungen zur 99.2 MHz (Radio Blau) pünktlich gegen 12.00 Uhr abgeschaltet, damit endet erst einmal das Bürgerradio in der Messestadt. Zur Zeit ist auf der 99.2 offensichtlich nur noch das Trägersignal zu hören (also -nix mit DX- ). Vermutlich wird es an den anderen freien sächsischen Radios (Radio T und coloRadio) nicht anders gegangen sein. Hoch lebe die private Radiogemeinschaft „Apollo Radio“ - habt ihr gut gemacht Jungs - :sneg: und Bravo :kotz:.

von KlausD - am 17.04.2010 14:40
Dann gibt es jetzt nur eins: Entweder die Leitung wird wieder geschaltet oder die Lizenz ist komplett weg. Eine andere saubere Lösung sehe ich hier nicht. Ich denke, die Sache wird irgendwann vor Gericht landen. Ich seh' schon diverse Anwälte die Messer wetzen.


von Nohab - am 17.04.2010 17:39
Zitat
KlausD
@ Eckhardt: Da hast Du vollkomen recht. Wie ich inzwischen aus Leipzig erfahren habe, wurden die Leitungen zur 99.2 MHz (Radio Blau) pünktlich gegen 12.00 Uhr abgeschaltet, damit endet erst einmal das Bürgerradio in der Messestadt. Zur Zeit ist auf der 99.2 offensichtlich nur noch das Trägersignal zu hören (also -nix mit DX- ). Vermutlich wird es an den anderen freien sächsischen Radios (Radio T und coloRadio) nicht anders gegangen sein. Hoch lebe die private Radiogemeinschaft „Apollo Radio“ - habt ihr gut gemacht Jungs - :sneg: und Bravo :kotz:.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.04.10 16:42 durch KlausD.


Gestern war ich in Chemnitz. Ca. 18:30 konnte ich auf der 102,7 auch nur ein Trägersignal statt RadioT hören.

von The Jazzman - am 22.04.2010 15:24
LVZ/DNN von heute Seite 4:

Einigung mit Netzbetreiber
Bürgerradios senden wieder auf UKW

Dresden (dpa/sn). Die drei im April abgeschalteten Bürgerradios in Sachsen wollen am Freitagabend wieder auf den gewohnten Frequenzen auf Sendung gehen. Man habe dazu jetzt einen eigenen Vertrag mit dem Sendenetzbetreiber Media Broadcast geschlossen, sagte gestern die Sprecherin von coloRadio (Dresden), Antje Meichsner. Das private Radio Apollo, mit dem sich die drei Sender die UKW-Frequenz teilen, hatte die Abschaltung unter Verweis auf nicht beglichene Rechnungen für Leitungs- und Sendekosten durchgesetzt. Mit dem eigenen Vertrag könnten Radio Blau (Leipzig), Radio T (Chemnitz) und coloRadio nun nicht mehr abgeschaltet werden, sagte Meichsner.
Die langfristige Finanzierung der drei Sender sei aber weiterhin ungeklärt. Die Bürgerradios hoffen, dass die jährlichen Kosten von schätzungsweise 40000 Euro künftig von der Landesmedienanstalt übernommen werden. Das lässt die Gesetzeslage derzeit aber nicht zu. Radio Apollo hatte bis zum Jahreswechsel für die drei Sender bezahlt, die Vereinbarung für 2010 aber nicht verlängert. Seitdem werden den drei Sendern alle anfallenden Kosten in Rechnung gestellt.
Der Streit hatte sich am Mittwoch noch einmal zugespitzt, nachdem die Bürgerradios nach eigenen Angaben auch nach der Abschaltung weitere Rechnungen erhalten hatten. Meichsner nannte die Forderung "absurd". Sie sieht die Rückkehr der freien Radios dadurch gefährdet. Apollo wies die Vorwürfe zurück. "Ob nun Rauschen kommt oder nicht, es ist schließlich deren Sendezeit, die wir zur Verfügung stellen", begründete Geschäftsführer Boris Lochthofen die Zahlungsaufforderung.
Bis zu ihrer Abschaltung hatten Radio Blau, Radio T und coloRadio pro Woche 49 Stunden Programm über UKW gesendet. Seitdem waren sie nur noch im Internet zu hören.

von Harald Z - am 14.05.2010 09:28
Zitat
Harald Z
Der Streit hatte sich am Mittwoch noch einmal zugespitzt, nachdem die Bürgerradios nach eigenen Angaben auch nach der Abschaltung weitere Rechnungen erhalten hatten. Meichsner nannte die Forderung "absurd". Sie sieht die Rückkehr der freien Radios dadurch gefährdet. Apollo wies die Vorwürfe zurück. "Ob nun Rauschen kommt oder nicht, es ist schließlich deren Sendezeit, die wir zur Verfügung stellen", begründete Geschäftsführer Boris Lochthofen die Zahlungsaufforderung.

Was sind das für Geschäftspraktiken? Keine Leistung erbringen, aber Geld haben wollen. Ich denke, das wird noch weiteren rechtlichen Ärger bringen.


von Nohab - am 14.05.2010 16:57
Das ist ganz normale Praxis!

Ist wie beim Handy, wenn hier die Rechnung nicht gezahlt wird, und der Anschluss dicht gemacht wird, läuft zumindest die Grundgeb bis Vertragsende weiter!!!

So wird es Apollo auch versuchen.


von einstein - am 14.05.2010 22:44
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